Sonntag, 18. Juli 2010

Diesmal ohne Anlauf: Mit Hack gefüllte Zucchiniblüten (frittiert) und Skordalia

Diesmal brauchte es keinen Anlauf, nur eine Fahrt vom Acker zum Michel: terschies bestellte mir vor einer Woche beim sogenannten Bauernstand auf dem Großneumarkt 10 Zucchiniblüten für sagenhaften 6 Euro - und zwar nicht pro Stück! Es geht also auch deutlich preiswerter. Sie kommen nicht in einem blauen Plastekistchen aus Polen, aber aus dem Hamburger Umland, was mir wesentlich lieber ist. Wenn der Job mich mal wieder auf den Flottbeker Wochenmarkt lässt, werde ich mal nach Ständen mit Zucchini aus eigenem Anbau Ausschau halten - vielleicht können die mir auch Blüten besorgen.

Was mich erstaunte: Die polnischen Zucchini waren wesentlich geschmacksintensiver. Sie waren so nussig-würzig, dass es beim ersten Bissen eine Geschmacksexplosion war. Die fehlte uns hier. Lecker waren aber beide. Und: Frittierte Zucchini sind lecker, aber optisch nicht so eindrucksvoll wie die ofengegarte Variante von letzter Woche. Die Idee, die Blüten mit Hack zu füllen, war eine Anregung von terschies. Ursprünglich wollte ich Skordalia in die Blüten füllen und sie dann fritieren. Dazu sollte es dann Garnelen geben. Während des Kochens entschied ich mich dann, die Zucchini nicht zu fritieren, sondern von den schon gefüllten Blüten abzutrennen, anzubraten und zum Hack zu geben - das folgende Rezept ist also die So-sollte-es-eigentlich-sein-Fassung ;o)

Leider ist kein Foto der angerichteten Teller scharf geworden - da müsst Ihr jetzt durch ...
Mit Hack gefüllte Zucchiniblüten (frittiert) und Skordalia
Zutaten für 2 Portionen

Für Skordalia (reicht auch für 4, schmeckt am nächsten Tag kalt fast noch besser):

400 g Kartoffeln, möglichst mehlig kochend
100 g Weißbrot / Fladenbrot / Focaccia
100 ml Vollmilch
2 Knoblauchzehen
150 g griechischer Joghurt
80 ml Olivenöl
Salz
Weißer Pfeffer

Für die Zucchini:
10 Zucchiniblüten mit Zucchini
250 g Rinderhack
Saliba-Gewürzmischung (besteht aus Piment, Zimt, Nelkenpulver, Kumin, Korianderpulver, Kardamompulver, Ingwerpulver, weißem und schwarzem Pfeffer, Muskat und Chili)
2 Eiweiß
Öl zum Frittieren

Zubereitung:

Für die Skordalia Kartoffeln schälen und sehr weich kochen. Während die Kartoffeln kochen, das Weißbrot würfeln, mit der Milch übergießen, etwas ziehen lassen und stampfen. Joghurt und Olivenöl unterrühren. Knoblauch fein hacken (ich gestehe, ich presse ihn) und unterrühren. Kartoffeln stampfen und zum Rest der Masse geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Abkühlen lassen, oder, wenn Skordalia warm gegessen werden soll, warmstellen.

Vorsichtig die Stempel aus den Zucchiniblüten entfernen.

Die Zucchini vorsichtig von den Blüten lösen und fein würfeln. Zusammen mit dem Hack und einer guten Prise Saliba-Gewürzmischung anbraten. Abschmecken und ggf. nachwürzen. Etwas abkühlen lassen und die Masse vorsichtig in die Blüten füllen (ich nehme für so etwas gerne einen spitz zulaufenden Pampelmusenlöffel). Die Blüten vorsichtig zudrehen. Die übrige Hackmischung beiseite stellen.
Eiweiß leicht verquirlen. Blüten durchs Eiweiß ziehen und im heißen Öl ausbacken.

Skordalia und restliche Hackmischung auf Teller verteilen und die Zucchiniblüten darüber legen.

Kommentare:

  1. Das ist eine sehr gemäßigte Skordalia. Tante Renee nimmt auf eine Kartoffel eine Knoblauchknolle. Bei niedrigem Blutdruck ist der Genuss nicht zu empfehlen...

    AntwortenLöschen
  2. Ja, die Skordalia ist wirklich gemäßigt. Der Gatte ist da meistens auch weniger maßvoll und nimmt schon mal gute zwei Knollen. Er rührt auch viel geduldiger, wo ich nur grob stampfe. Aber mit der von Tante Renee sind sicher beide nicht zu vergleichen ;o)

    AntwortenLöschen

Ein Kommentar, wie schön! Ich bemühe mich, alle Kommentare zu beantworten. Allerdings kann das manchmal etwas dauern - das Leben neben dem Blog, Du verstehst. Wenn Du Dich durch eine Sicherheitsabfrage quälen musst oder der Kommentar erst moderiert wird, heißt das, dass es gerade viele Spamkommentare gibt. Last but not least: Ich behalte mir vor, einzelne Kommentare zu löschen. Für die Löschung von Kommentaren, die zu kommerziellen Webseiten führen, stelle ich dem Webseiteninhaber 200 Euro in Rechnung.