Sonntag, 16. Oktober 2011

Kochclub für Ambitionierte am 16. Oktober 2011

Notiz vom Gatten: Köchelt seit 17 Uhr. Gemeint ist der Fond.
Irgendwie doof, wenn der Kochlehrer Dich fragt, was Du eigentlich noch lernen willst, weil er findet, Du kannst doch schon alles ...  Soll heißen: Beim Kochclub für Ambitionierte ist für mich momentan die Luft raus, wenngleich aus anderen Gründen als bei der vermutlich immer noch schnappatmenden Frau Küchenlatein.

Das Grundgerüst ist jetzt da, vieles mache ich inzwischen, ohne groß nachzudenken, und dass ein Gericht nicht schmeckt oder richtig misslingt, kommt nur noch selten vor. Nach oben hin ist aber noch viel Luft, nur dafür brauche ich anscheinend einen anderen Lehrer.

Irgendwie doof.

Natürlich habe ich auch heute wieder was gelernt. Zum Beispiel, dass es geräucherte Blutwurst gibt. Oder wie man Strudelteig macht. Und nicht das Handtuch in den Strudel einrollt. Ob ich das zu Hause auch schaffe?

Aber irgendwie fand ich es diesmal nur noch anstrengend - und das lag nicht nur daran, dass mein Navi mich von Iserbrook nach Barmbek über Hadersleben führen wollte. Und überhaupt: Ich habe Migräne.

Ob ich mit dem Kochclub weiter mache, weiß ich noch nicht. Momentan habe ich das Gefühl, ich möchte die restlichen Kurse stornieren. Ich freue mich mehr auf das Italien-Kochtreffen in Bad Honnef, und vermute inzwischen, da lerne ich auch mehr. Und ich freue mich wie verrückt auf das nächste Hamburg kocht-Treffen, weil Jutta und Bushi kommen. Freue ich mich auf den nächsten Kochclub? Momentan eigentlich nicht.

Ich wiederhole mich: Irgendwie doof.   

Vielleicht kommt verschärfend hinzu, dass ich momentan auch nichts anderes mache als zu arbeiten, zu kochen, zu Trainingszwecken eine bestimmte Kochsendung intensivst zu sehen, und, von den Kollegen mal abgesehen, auch nur von Leuten umgeben bin, die kochen. Vielleicht habe ich einen Koch-Overflow. Dabei koche ich zurzeit weniger als sonst, weil ich immer noch Überstunden mache und der Gatte sich ganz viele neue Kochbücher kaufte und die gerade durchkocht.

Ach, ja, klar, es gab beim heutigen Kochclub nicht nur Sinnkrisen, sondern auch was zu essen. Nur keine Fotos. Zwei Kameras zickten. Na ja, ein Foto kam immerhin bei rum.

Es gab
Papaya mit Kokos-Sambal

Gebratenen Apfel mit geräucherter Blutwurst


Pflaumenstrudel mit Pflaumenkomplett aus der Lamäng und Vanillesauce

Zu Hause angekommen, duftete es köstlich. Der Gatte hatte die Küche geputzt, Gemüse geschnippelt und zwei große Töpfe Fond angesetzt. Ohne Glutamat, Hefeextrakt und sonstiges Gedöns. Das kocht jetzt langsam vor sich hin, so bummelig bis morgen früh. Im Kühlschrank ist noch eine weitere Ladung Gemüse, für Brühpulver. Mache ich morgen.

Tja, und falls Du ein Profi bist und hier mitliest, Dir denkst, ich könne noch was lernen, und wenn Du dann auch noch Lust hast, mir das, was ich noch nicht kann, beizubringen: Melde Dich.

Kommentare:

  1. Ach schade, hoffentlich kommt wieder der Sprung aufs nächste Treppchen...

    Steht auf dem Zettel köchelt seit 17.00 oder röchelt seit 17.00 (dann müßte er ja auf Frau U. kleben)?

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  2. Köchelt ;o) Frau Küchenlatein röchelte schon ab 14.15 Uhr.

    Ich glaube, ich gehe einfach eine Woche zu Astrid, Heike und Dir ins Trainingslager.

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  3. Nun ja, um zu erfahren, dass es geräucherte Blutwurst gibt, hätte es ja nur eines Ausflugs zu einem anständigen Schlachter bedurft, der hätte auch fachmännischer über Ochsenschwänze Auskunft gegeben. Und ich röchele immer noch angesichts der Gruselzutaten und des Fachwissens, da wissen die Färnsehqueens bedeutend mehr!

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  4. Japp. Aber mein Grundproblem ist ein anderes. Für mich ist der Kurs einfach ausgereizt. Vielleicht habe ich es einfach nur satt, den fünften Monat in Folge mit Kürbis und Steckrübe zu kochen - sogar im Mai / Juni gab's die. Fehlte eigentlich nur die Rote Bete ... Ich habe den Februarkurs jedenfalls gerade storniert und den Fischkurs nicht mehr gebucht. Überlege, ob ich letzteren schnell entschlossen in der Küchenwerkstatt mache, aber eigentlich wollte ich das nächste WE komplett frei haben ... Mal schauen.

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  5. @ Ulrike,
    an mir ist schon ein Hypnotiseur verzweifelt. Ich entspanne mich nicht. Osho hat's einmal kurz geschafft, aber normal ist Entspannung ein Fremdwort für mich.

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