Montag, 11. Juni 2012

Bad Segeberg: Café Spindel - immer noch ein Geheimtipp

Rumpsteak mit Spargel - vielleicht keine typische Kombination,
aber sehr praktisch, weil ich mich nicht entscheiden musste,
ob ich lieber Steak oder Spargel möchte.
Das Café Spindel ist in Bad Segeberg noch immer ein kulinarischer Geheimtipp, obwohl es das Lokal in den alten Geschäftsräumen der Wollspinnerei Blunck schon seit zwei Jahren gibt. Seit Anfang diesen Jahres wird es von den Segeberger Wohn- und Werkstätten als Projekt für Behinderte und Nicht-Behinderte betrieben. Die 1852 gegründete Wollspinnerei ist übrigens die letzte noch produzierende ihrer Art in Norddeutschland, steht samt Maschinen unter Denkmalschutz und lohnt sicher einen Besuch - während meines Aufenthalts ergab sich das leider nicht. Am 23. Juni ist dort Tag der offenen Tür - nichts wie hin! Anschließend kannst Du Dich ja in der Spindel stärken.

Uns lockte meistens nach dem Abendessen der lauschige Biergarten. Man sitzt unter ein paar hohen Bäumen und dem Schlot der Spinnerei und lässt es sich bei Wein oder Bier gut gehen. Da die Spindel-Betreiber neben saisonalen Zutaten auch Wert auf Regionalität legen, kommt das Bier aus der Ricklinger Landbrauerei. Das ist richtig süffig und lecker und viel zu schade für Alsterwasser, wie ich schnell merkte.

Im Biergarten: Blick auf den Schlot der Spinnerei.
Blick in den Biergarten, als er mal kurz einigermaßen leer war.
Essen läßt es sich auch ganz prima in der Spindel, wie Du anhand des oben gezeigten Rumpsteaks mit Spargel siehst. Und die Preise sind absolut okay - insbesondere, wenn ich bedenke, dass Gäste in der Klinik für 4 Stangen teilweise weich gekochten Spargel, Kartoffeln, Fertig-Hollandaise und Schinken 12 Euro zahlen mussten, während ich für nur wenig mehr in der Spindel die obige üppige Portion bekam. Dazu gehörte keine Hollandaise, sondern das Spargelwasser, gebunden und abgeschmeckt. Sah im ersten Moment befremdlich aus, schmeckte aber lecker und wird bestimmt zu Hause mal nachgemacht.

Hausgemachter Kuchen und Kaffee (der dem Gatten und mir 'n büschen zu dünn war, aber das ist ja Geschmackssache).
Blick ins Lokal - hab' die Ecke genommen, die gerade leer war.
Mittags gibt es eine kleine, täglich wechselnde Tageskarte, die sonnabends, wenn in der Klinik Suppentag war, gelegentlich Beachtung fand. Nachmittags waren wir gelegentlich zum Kaffeetrinken in der Spindel - der hausgemachte Kuchen dazu ist auch lecker.

Sonntags ist das Lokal leider geschlossen, an Feiertagen allerdings geöffnet. Der Service ist bodenständig, teilweise ein wenig kantig, aber sehr freundlich und meistens flink.

Kurz: Hingehen! Is' lecker da!

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