Mittwoch, 13. Juni 2012

Bad Segeberg: Markttag

"So, junge Frau, hier kommt erstmal der Kleckerbuschen." Kleckerbuschen - den Ausdruck habe ich seit Vadderns Tod nicht mehr gehört. Ich schlendere über den Segeberger Wochenmarkt und nehme Euch mit. Was es mit dem Kleckerbuschen auf sich hat? Geduld!

Mittwochs und sonnabends ist Markttag in Bad Segeberg. Historisch betrachtet, liegt der heutige Marktplatz in Gieschenhagen, das im Laufe der Jahrhunderte mit Segeberg zusammenwuchs. Der ursprüngliche Segeberger Marktplatz liegt vorm Rathaus, unweit des Standorts der alten Synagoge. Hier erinnert noch der Rest eines Schiedgrabens an die einstige Grenze zwischen den beiden Orten.

Das Segeberger Rathaus mit dem ehemaligen Marktplatz.
Ehemaliger Marktplatz mit Pumpe.
Schiedgraben am Standort der alten Synagoge in der Lübecker Straße 2.
Die heutige Marktfläche ist von allen Seiten gut erreichbar, liegt in der Fußgängerzone rund um einen Brunnen, der an allen Tage gerne als zentraler Treffpunkt genutzt wird. Bei gutem Wetter springen große und kleine Menschen auch gerne mal rein ...

An einem Stand gab's Pfingstrosen über Pfingstrosen. Die gehören zu meinen Lieblingsblumen, weil sie um meinen Geburtstag herum blühen. Ein großer Strauß steht jetzt auch hier, aus Schwiegermutters Garten.
In und um Bad Segeberg gibt es viele Gärtnereien und Blumenhändler, die ihre Waren auch auf dem Markt anbieten. Ich kaufte Olivenkraut und hielt mich ansonsten zurück, weil der Gatte schon im Garten fleißig pflanzte .
Noch mehr Blütenpracht.
Irgendwie stehen die Stände geordneter, als ich das von Hamburg kenne: Die Fischstände ganz am Rand, an der Lübecker Straße, die Käse- und Blumenstände ebenfalls eher außen, während rund um den Brunnen Obst und Gemüse zu finden sind.

Die Erdbeersaison ist eröffnet.
Frisch geerntet und zum Verkauf bereit.

Bunte Auswahl.
 "Wir wollten Curry kaufen. Aber wir sehen schon, das ist nicht so einfach"; steht eine junge Frau fest, die mit der Auswahl an Bernd Niedergesäss' Stand mit Gewürzen, Salzen, Tees und Trockenfrüchten leicht überfordert ist. Aber Niedergesäss berät gerne, und selbst, wer glaubt, schon ein gut ausgestattetes Gewürzregal zu haben, findet noch was. Bei mir wollte Macis mit.

Blick auf die Trockenfrüchte und Tees.
Blick auf einen Teil der Gewürze, darunter auch einiges, für das ich in Hamburg lange laufen müsste.
Macis gab's bislang nur gemahlen in meinem Gewürzsschrank.
Zum Schluss gibt's eine Stärkung bei der Landschlachterei Horn: Pferdebockwurst. Hausgemacht. Heiß und leicht scharf. Lecker. Bekomme ich in Hamburg leider nicht so ohne weiteres.

Pferdebockwurst mit ordentlich Senf auf Kleckerbuschen.
Und jetzt weißt Du, wofür ich den Kleckerbuschen brauchte. Das ist nichts anderes als eine Serviette, in diesem Fall schlicht ein Stück Küchenkrepp.

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