Mittwoch, 17. Oktober 2012

Essen bei Jim Block in Othmarschen

Smokey BBQ-Burger (vorne) und Jim Block-Burger (hinten).
Zur Fußball-WM 2006 wurde der Statthalterplatz in Othmarschen umgestaltet, denn die S-Bahn-Station war einer der Knotenpunkte für die Fans, die ins Volksparkstadion wollten. Seitdem ich im Hamburger Westen wohne, wächst meine Abneigung gegen Fußball, denn mit schönster Regelmäßigkeit bricht dann hier der Verkehr zusammen.

Als ich noch öfter mit dem HVV fuhr, hatte ich beim Umsteigen in Othmarschen oft den Spaß, dem staatlich subventionerten schwarzen Block verständlich zu machen, dass ich nicht in die Stadionbusse möchte, sondern in die Linie 1, denn alles, was aus der S-Bahn ausstieg, wird von der Polizei Richtung Stadion-Shuttle gedrängt ... Schnell begann ich mich für Spielpläne zu interessieren, einzig und alleine, um zu wissen, wann ich besser nicht in Othmarschen umsteige.

Blick ins Lokal.
Seit der Umgestaltung ist auf dem Statthalterplatz ein Lokal, ursprünglich eines mit Anspruch und Ambitionen namens Abendroth. Das war insolvent, bevor wir es schafften, dort essen zu gehen. Dass wir es nicht so schnell dorthin schafften, lag auch daran, dass mich die Speisekarte, die ich beim Warten auf den Bus immer studierte, nie so richtig ansprach. Gatte und Schwiegermutter fanden es außerdem unmöglich, dass ein solches Lokal auf einer Verkehrsinsel neben dem Pissoir lag - ich nehme an, wie sie dachten viele Elbletten. Da hilft dann auch die beste Küche nichts.

Nachdem das Abendroth schloss, stand das Lokal einige Zeit leer, bis dort ein Jim Block-Restaurant eröffnete. Seitdem hat die Jeunesse dorée der Elbvororte einen neuen Jugendtreff.

Klar, dass auch der Gatte und ich irgendwann mal dort essen mussten - schließlich lieben wir Burger in allen möglichen Variationen. So richtig begeistert waren wir allerdings nicht. Wir aßen schon bessere Burger, allerdings auch schon viel schlechtere.

Anders als McDonald's und Co. werden die Speisen bei Jim Block frisch zubereitet, was man schmeckt. Hier liegt kein Burger lange da und wartet auf den Esser. Viel Personal sorgt auch hier dafür, dass die Gäste nicht lange warten müssen. Im Vergleich zu den beiden Mc Donald's- bzw. Burger King-Filialen, in denen wir gelegentlich mal was holen, geht's bei Jim Block sogar viel schneller.

Dass das Essen zudem nur lauwarm war, könnten wir außen vor lassen, denn das mag daran gelegen haben, dass die Mitarbeiterin, die die Bestellung aufnahm, meinte, wir wollten außer Haus essen. Die Mitarbeiter an der Ausgabe richteten uns dann flugs das Essen auf Tellern an. Andererseits: Wenn der kurze Moment schon reichte, um das Essen lauwarm werden zu lassen, wäre es kalt gewesen, wenn wir zehn Autominuten später zu Hause gewesen wären ... Das kann's nicht sein!

Der Außenbereich neben der Bushaltestelle, geknipst, als
er kurz mal leer war.
Das Ambiente ist deutlich angenehmer als bei den amerikanischen Burgerbratereien: Helles und dunkles Holz, rotes Kunstleder, viele Hamburg-Motive innen sowie Bambus und Holz draußen, wodurch ein angenehmer Sitz- bzw. Raucherbereich direkt an der Bushaltestelle geschaffen wird. Alles ist sehr gepflegt. Gleichzeitig wuseln viele freundliche Mitarbeiter herum und sorgen für Sauberkeit. Das ist ein klarer Pluspunkt gegenüber der amerikanischen Konkurrenz.

"Das ist mir zu sehr Fast Food", meinte der Gatte. "Unterscheidet sich nicht so sehr von McDonald's oder Burger King. Der Block-Burger bei Block House schmeckt mir besser!"  Ich wählte den Smokey BBQ-Burger, dessen Zutaten Ähnlichkeiten zum Jack Daniel's Burger im T.G.I Fridays versprachen. War okay, verleitete mich allerdings nicht zum Schwärmen, und ich hätte mich gefreut, wäre der Bun getoastet gewesen.

Mein Fazit: Wenn ich mich mit jemandem auf einen Burger in netter Atmosphäre treffen möchte, verabrede ich mich bei Jim Block, zumal es gut erreichbar ist, und hoffe, dass das Essen dann auch wirklich heiß ist. Für den schnellen Burger zum Mitnehmen zwischendurch fahre ich aber weiterhin zum König oder zum Schotten.

Kommentare:

  1. Die AET schwärmt mir immer vor, bzw. findet es um Längen besser als die beiden anderen Ketten. Gibt's aber nur in HH, oder?

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    1. Gibt es seit ein paar Monaten auch in Hannover. Ich mag die Burger dort sehr, zumal es dieses unglaublich leckere Knofibrot dazu gibt ;-) Dass alles auf Tellern und in Gläsern serviert wird ist ein extra-Pluspunkt....

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    2. Ja, und Jim Block will weiter expandieren. Die Schwärmerei kennen wir, aber so ganz konnten wir sie nicht nachvollziehen. Und angesichts des Spitznamens der AET traue ich mich kaum zu sagen, dass der Gatte von seiner Portion nicht satt wurde, noch 'ne Pizza brauchte. Also, unser Fazit ist sehr gemischt. Geschmacklich ist es allerdings sehr gut, unbestritten!

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