Freitag, 9. November 2012

16. CK-Treffen in Bad Honnef: Indische Küche (Teil 1)

Erstmal einen Überblick verschaffen: Was kochen wir?
Im Unterschied zu den beiden CK-Kochtreffen, an denen ich bislang teilnahm, die sehr straff organisiert waren und uns 12 bis 14 Stunden auf Trab hielten, damit wir alles schafften, lief dieses Treffen sehr geruhsam ab. Rekonvaleszenten wie mir kommt so was gerade recht.

Hätten wir strikt durchgekocht, hätten wir uns spätestens um 19 Uhr ins nervenzerfetzende Bad Honnefer Nachtleben stürzen können. Doch, doch, ich bin sicher, so was gibt es. Notfalls hätten wir selbst dafür gesorgt. Die CKler sind Feierbiester, echt! So blieb zwischen 11 Uhr und 17 Uhr viel Zeit für soziale Interaktion, zum Surfen, Lesen und Tagebuchschreiben oder zum Kreieren neuer Cocktails. 

Das sind also unsere Zutaten. Scheint so, als brauchten wir
viel kandierten Ingwer.
Diesmal gab's keinen Ablaufplan, den es minutengenau einzuhalten galt. Wir kochten selbstbestimmt. Ist ja auch mal ganz hübsch und erinnert an unsere Hamburger Kochtreffen, nur dass wir da nicht 35 bis 40 Menschen unter einen Hut bringen müssen ... Aber die vier, die für die Posten verantwortlich waren, hatten uns alle gut im Griff.

Für mich neu war auch das Fotostudio, das im Hinterzimmer aufgebaut wurde, und das zeigte, dass es nicht reicht, viel Gerätschaft zu kaufen. Mensch sollte sie auch beherrschen können. Aber egal, widmen wir uns dem, was wirklich wichtig ist: Dem Kochen.

Ich war in der Gruppe, in der Chapatis, Lal Rattan Raita, Bhuna Keema, Pista Murgh und Kulfi Khajur aur Imli zubereitet wurde. Was das ist, fragst Du Dich? Wart's ab, erst geht's an die Vorbereitungen.

Ich glaube, für die indische Küche braucht man deutlich mehr als drei Gewürze.
Ja, doch, die indische Küche ist gewürzintensiv.
Im Rezept stand doch, dass der Teig geschlagen werden
soll, oder? - Ja, schon, aber nicht auf dem Tisch, sondern
in Folie ... Oder anders: Die Chapatis entstehen.
Der Gewürzduft war intensiv, und ich glaube, die Jugendherberge, in der wir kochten, war froh über die hermetisch schließenden Türen, die verhinderten, dass der Duft durch alle Räume zog. Eine Ursache dafür war auch das Garam masala, das selbst hergestellt wurde.

Das, was ich als Duft wahrnahm, war für andere schlichter Gestank: "Boah, watt stinkt dat hier?! Watt machen die nur?" lautete der Kommentar eines JH-Gastes, der den Küchenflur passierte. Seine Begleitung hatte eine sehr charmante Begründung: "Das riecht so fürchterlich, weil die alle andere Gerichte kochen und sich alle Gerüche vermischen!"

Mit den Vorbereitungen für unsere Gerichte waren wir rasch fertig. Der Teig für die Chapatis musste ruhen, und das konnte er auch alleine. Das Raita war in guten zehn Minuten zusammengerührt und kam in den Kühlschrank. Gleiches galt für die Kulfi-Mischung, die nach ausgiebigem Ruhen im Kühlschrank in der Eismaschine kreiselte - auch da brauchte niemand dabei zu stehen. Also konnte ich wieder mit der Kamera auf Tour gehen.

Natürlich kochen wir nur mit original authetischen indischen Zutaten ;o)
Da stehen sie nun und warten auf ihren Einsatz - nein, nicht die Kakteen.
48 Chapatis zu machen, dauert ganz schön lange.
Die Chapatis werden gebacken.
Indische Küche duftet nicht nur gut, sondern ist auch sehr farbenfroh. Ich glaube, hier entsteht Rührei.
Das Dessert wurde als Tellergericht serviert, die anderen Speisen in Schüsseln. Hier warten die Gläschen auf ihren Einsatz am Abend.
Chicken 65 wird frittiert. Man beachten den mobilen Spritzschutz links im Bild.
Chicken 65 wird aus dem Frittierkorb befreit.
Wir können auch im Topf frittieren: Die Onion Bhaji entstehen.
Naan wird im Ofen gebacken, weil das schneller geht als das Backen in der Pfanne,
denn wir wollen nicht wieder so lange warten wie bei den Chapatis.
Wenden der Naan im Ofen.
Samosas im Werden.
Action in der Küche.
Schließlich war es soweit: Es gab Mittagessen!

Chapatis und Khageena, eine vegetarische Eierspeise aus Hyderabad.
Nochmal im Detail: Chapatis und Khageena.
Was wir zum Abendessen zauberten, zeige ich Dir am Montag.

Kommentare:

  1. Nuja, es gab einen Ablaufplan, hat nur keinen interessiert ;-)

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    1. Echt, es gab einen? Hab' weder anden Tafeln noch an den Posten einen gesehen, und beim "Morgenappell" wurde auch nichts dazu gesagt. Aber es klappte ja auch so.

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  2. Äh, ich verbessere mich - wenige, nicht keine ;-)

    (zu früh am Morgen, wo ist der Kaffee)

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  3. Danke, jetzt hab ich Hunger! :)
    Gibt es die Rezepte zu dem Gelage dann auch irgendwo?

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    1. Ich glaube, die veröffentlicht Tina in ihrem Blog.

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