Dienstag, 19. März 2013

Spaß im einem Zug!

Der ideale Koffer hat Kochkistenbreite. Viel mehr braucht's nicht.
Am Wochenende war ich wieder beim CK-Treffen in Bad Honnef. Aber erst mal musste ich natürlich dahin fahren. Hier ein paar Impressionen von der Zugfahrt - die Rückfahrt verschlief ich unerklärlicherweise ...

Im ICE hatte ich viel Spaß. Das Abteil war überwiegend mit Frauen über 50 besetzt. Ich konnte einiges aufschnappen, was Frau K., die aktuell für ein 50plus-Magazin schreibt, bestimmt hilft, ihre Zielgruppe besser einzuschätzen.

Nach meinen streng objektiven Studien ist die Frau 50plus an sich schlecht gelaunt ohne Spaß dabei und liest tatsächlich "50 Shades of Grey". Außerdem parfümiert sie sich mit etwas, das bei mir Brechreiz und Migräne auslöst.

Alles da, um ein paar Stunden Zugfahrt zu überstehen.
Für den Fall, dass diese Damen maßgeblich für die Generation 50plus sind, beschloss ich spontan, für immer 49 zu bleiben - sofern ich beschließe, doch mal älter als 17 zu werden.

Außerdem war noch eine seeeehr wichtige Dame im Abteil, die laut genug für alle per Funkruftelefon erzählte, dass sie gaaaaanz bald ihre eigene TV-Show bei Burda bekommt, weil sie für "Forbes" in New York eine Kolumme schrieb. Wieder mal bedauerte ich, dass ich nicht Ohrstöpselkompatibel bin ...

Blick auf die Ödnis stillgelegten Altonaer Bahngeländes.
 Diesmal nahm ich meinen Teebecher mit, was eine gute Entscheidung war, denn in Altona mussten wir länger in der Kälte warten, bis der Schlüssel für die Zugtüren gefunden war (oder was auch immer man heutzutage zum Öffnen nimmt).

Im Zug machte ich mich gleich auf den Weg ins Bistro, um meinen Becher auffüllen zu lassen und wurde damit überrascht, dass es bei der Deutschen Bahn heißes Wasser kostenlos gibt. Super Service! Bei meinem zweiten Besuch fragte die Service-Dame schon von selbst "Wieder auffüllen?"

Einer meiner absoluten Lieblingsblicke: Die Binnenalster.
Shuyao fragte, ob ich Interesse hätte, ab und an neue Teesorten zu testen, und da ich zusagte, kamen die neuen Schokoladen-Sorten erst an und dann mit. Ich hatte gedacht, sie schmeckten schokoladiger, denn ich hatte mal einen Kakaoschalentee, der wie ganz dünnflüssige Schokolade schmeckte.

Mein Favorit der neuen Sorten ist Cacao Macis - so lecker! Skeptisch war ich bei Cacao Earl Grey - ob die Aromen passen? Tun sie! Beide Sorten kaufe ich bestimmt nach. Enttäuscht war ich von Cacao Persia - davon hatte ich mir mehr erwartet. Die letzten beiden Sorten habe ich noch nicht probiert.

Blick auf das neue Gebäude der Spiegelgruppe.
Vorne das Gelände des ehemaligen Hannoverschen Bahnhofes, von dem einige der Züge in die Vernichtungslager abfuhren, und dahinter der Neubaus des Hauses, das Irre macht.
Wintersalat mit Ziegenkäse und Apfel im Brickteig.
Die Fahrt vertrieb ich mir mit meinem eBook-Reader. Zusätzlich hatte ich drei Zeitschriften, mein Dänisch-Lehrbuch und ein frisches Tagebuch mit - wäre der Zug liegengeblieben, ich wäre gerüstet gewesen (und dank Muffins auch so schnell nicht verhungert).

In Köln angekommen, traf ich mich mit nata, weniger zum Bummeln als zum ausgiebigen Klönen. Okay, ein wenig bummeln mussten wir doch und machten u.a. das Kölner Kochhaus unsicher. Vorher stärkten wir uns im Ludwig im Museum.

Beim nächsten Mal muss ich wieder mehr Zeit für nata und für Köln einplanen - und gutes Wetter mitbringen, denn bei Schmuddelwetter macht ein Stadtbummel nicht ganz so viel Spaß.

Gegen 20 Uhr war ich dann in Bad Honnef, traf die anderen Kochbekloppten, lernte "Tsunami", mit der ich virtuell schon länger befreundet bin, endlich persönlich kennen (und die ist auch "in echt" echt toll!) und ruhte mich noch ein wenig aus, ehe ich mich in das koreanische Kochabenteuer stürzte. Aber das ist eine andere Geschichte - für übermorgen.

Kommentare:

  1. Sehr schön, dass wir uns mal wieder getroffen haben. Und jederzeit wieder! - LG nata

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  2. Das liest sich, wie immer, interessant!! Bin gespannt, wie es weiter geht!!!!!

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  3. ...und werde entspannt 50, ist toll...

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    1. Jutta, ich werde sehr entspannt 50, hoffe ich. Die Damen im Zug waren sicher nicht repräsentativ. Und falls doch: So viel negative Energie aufzubringen, wäre mir viel zu anstrengend.

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  4. Dein Blog versüßt mir gerade den Tag...ich hab so herzhaft gelacht über die Szenen im Zug.
    Fast genauso hatte ich das vor ein paar Wochen in der S-Bahn auf dem Weg zu einer Messe.....

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