Freitag, 21. Juni 2013

Fliederbeerblütenessig und -öl / Holunderblütenessig und -öl

Fliederbeerblütenessig. Die schönen Flaschen
verschenke ich, die mit den Etikettresten behalte ich ...
Aromatisierte Essige und Öle sind schöne Mitbringsel - ich jedenfalls freue mich immer darüber.

Normalerweise ist die Herstellung ziemlich einfach und erfolgt durch Mazeration. Einzig das Warten, bis die Aromastoffe in Essig oder Öl übergegangen sind, dauert. Aber da stehe ich ja nicht dabei und schaue zu.

Während ich aromatisierten Essig gerne auf Vorrat und ich größeren Mengen herstelle, mache ich vom aromatisierten Öl lieber kleinere Mengen - es wird mir sonst ranzig. Die Essige halten sich aber lange, wenn man sauber arbeitet. Die Flaschen auf dem Foto sind von 2011, und die letzte habe ich jetzt im Anbruch. Zeit also, neuen anzusetzen.

Fliederbeerblütenessig oder -öl nehme ich gerne für Salate, die eine fruchtige Komponente bekommen und sommerlich schmecken sollen, beispielsweise anstelle von Apfelessig. Der Essig schmeckt aber beispielsweise auch im Matjes-Erdbeer-Tatar.

Generell gilt übrigens: Aromatisierten Essig mit neutralem Öl kombinieren und umgekehrt. 

Fliederbeerblütenessig

Zutaten für ca. 1 Liter Essig:

1 Liter milder Essig
10 - 15 Fliederbeerblütendolden

Zubereitung:

Die Dolden von den dickeren Stielen befreien (zarte Stiele können bleiben) und in eine Schüssel geben. Den Essig darüber gießen und die Blüten mit einem Löffel nach unten drücken. Die Dolden müssen ganz vom Essig bedeckt sein. Die Schüssel abdecken und kalt stellen. Etwa 14 Tage ziehen lassen. Dabei die Schüssel gelegentlich schütteln / bewegen und auf Schimmel kontrollieren.

Ich habe die Schüssel im Gemüsefach des Kühlschranks geparkt. Das wird täglich mindestens einmal geöffnet, so dass die Mischung regelmäßig durchgerüttelt wird.

Zur Schimmelvermeidung kann der Essig auch erhitzt werden, bevor er über die Blüten kommt. Allerdings werden die Blüten dann braun (was beim Herstellen von Sirup merkwürdigerweise nicht passiert), und ich finde, sie verlieren auch an Aroma.

Fliederbeerblütenöl

Zutaten für ca. 250 ml Öl:

250 ml Öl (ich mag da gerne neutrales wie Sonnenblumenöl, aber es ist spannend, mit unterschiedlichen Ölen zu experimentieren)
5 - 10 Fliederbeerblütendolden

Zubereitung:

Die Dolden von den dickeren Stielen befreien (zarte Stiele können bleiben) und in eine ausreichend große Schüssel geben. Das Öl darüber gießen und die Dolden mit einem Löffel herunterdrücken. Die Dolden müssen ganz mit Öl bedeckt sein. Die Schüssel abdecken und kalt stellen. Etwa 14 Tage ziehen lassen. Dabei die Schüssel gelegentlich schütteln / bewegen.

Ich habe die Schüssel im Gemüsefach des Kühlschranks geparkt. Das wird täglich mindestens einmal geöffnet, so dass die Mischung regelmäßig durchgerüttelt wird.

Wie bei der Herstellung des Essigs auch kann das Öl vorher erhitzt werden, um Schimmelbildung zu vermeiden. Nach meinen Erfahrungen reicht es aber, wenn die Blüten in der Flüssigkeit eingeschlossen sind und kühl stehen.

Nach zwei Wochen wird der Essig bzw. das Öl durch ein mit einem Handtuch ausgelegtes Sieb abgeseiht  und in vorbereitete, sterilisierte Flaschen gefüllt. Kühl und dunkel aufbewahren, um die Haltbarkeit zu verlängern.

Kommentare:

  1. Hollerblütenessig mach ich auch jedes Jahr, Hollerblütenöl ist mir allerdings neu! Was machst du mit dem Öl? Ich mag Holleressig am liebsten zu Gurkensalat, sonst gehen mir aber auch da die Ideen aus.

    Mit den Etiketten habe ich es so gelöst, dass ich mir mit meinem letzten Schwung Visitkarten auch Minikärtchen mit dem Turbohausfrauenfrosch drucken ließ. Die Kärtchen beschrifte ich und binde sie nun allem Selbstgemachtem um und nirgends sind mehr Kleberreste.

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    1. Wie den Essig nehme ich das Öl zu allem, was eine fruchtige Note vertragen kann, zum Beispiel zu Tomatensalat. Es schmeckt aber auch als Marinade zu Fisch.

      Die Idee mit den Kärtchen ist schön! Die Kleberreset kommen von den gebrauchten Flaschen - ich bin da manchmal etwas nachlässig im Entfernen.

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