Freitag, 27. Dezember 2013

Szenen einer Ehe: Kranbeeren-Kekse (Cranberry Cookies)

Kranbeeren-Kekse.
Am ersten Weihnachtstag, beim Frühstück.

Er: Die Kekse, die du gestern gebacken hast, waren lecker. Aber die Rosinen hättste ruhig weglassen können. Die Kekse schmecken auch ohne Rosinen.

Sie: Was für Kekse? Was für Rosinen?

Er: Na, die auf dem Couchtisch, im Körbchen mit der Weihnachtsserviette.

Sie: Du meinst die Kekse, die ich für meine Mutter gebacken habe? Die mit den Kranbeeren?

Er: Ach, das waren Kranbeeren? Hab' mich schon gewundert, warum die Rosinen so schön weich sind.

Sie: Ja, und die Kekse waren für meine Mutter! Die wollte ich ihr nachher mitbringen!

Er: Wieso stellst du denn Kekse, die du verschenken willst, im Körbchen auf den Couchtisch?! Das ist gefährlich! Das darfst du nicht tun! Die könnte doch jemand essen!

Sie, nicht schreiend: DU WILLST MIR NICHT SAGEN, DASS DU GESTERN NOCH 30 KEKSE GEGESSEN HAST?!

Er: Ach, abgezählt sind die auch noch?!

Nein, mein hauseigenes Keksmonster hat es doch nicht geschafft, nach dem Weihnachtsessen noch alle Kranbeeren-Kekse zu verputzen. Es blieben noch welche für Mudderns übrig.

Da Mudderns gerne getrocknete Kranbeeren knabbert, versuche ich immer, ihr ein kulinarisches Geschenk mit Kranbeeren mitzubringen, wenn ich sie besuche. Es ist schwierig, ihr etwas zu schenken - außer Zeit, was natürlich ein kostbares Geschenk ist. Aber 'n büschen Schnobkram ist ja auch nett, zumal Mudderns seit Vadderns Tod so dünn geworden ist, dass man kaum glaubt, das wir miteinander verwandt sind.

Zu Weihnachten sollte Mudderns eigentlich Kranbeeren-Pralinen bekommen, aber dann kam der Warenkorb der Metro-Backherausforderung, in dem auch Kranbeeren waren. So bekam Mudderns dann Kekse. Die Pralinen laufen ja nicht weg.

Aus dem Warenkorb kamen neben den Kranbeeren mild gesalzene Butter, Rohrzucker, Mehl und Mango-Püree zum Einsatz. Durch die Verwendung des Pürees ist der Teig nicht so flüssig und lässt sich gut mit den Händen formen.

Das werden Kranbeeren-Kekse.
Kranbeeren-Kekse (Cranberry Cookies)

Zutaten für ca. 30 Stück:

250 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1 Prise Salz
200 g weiche, mild gesalzene Butter (oder ungesalzene Butter und 1 Prise Salz)
150 g brauner Zucker
2 TL Vanillezucker
1 Ei
3 EL Mango-Püree (oder Orangensaft)
100 g getrocknete Kranbeeren

Zubereitung:

Mehl, Backpulver, Natron (und Salz, falls Du keine gesalzene Butter verwendest) in einer Schüssel mischen.

Butter, Zucker und Vanillezucker in einer zweiten Schüssel schaumig rühren. Das Ei unterrühren. Die
Mehlmischung und das Mango-Püree kurz unterziehen. Die getrockneten Kranbeeren unterheben.

Mit den Händen kleine Kugeln formen und auf zwei mit Backpapier belegte Backbleche setzen.

Im Backofen bei 160°C (Umluft) in etwa 15 Minuten goldbraun backen. Die Kekse sind dann noch sehr weich. Jetzt die Kekse aus dem Backofen nehmen und mit dem Backpapier vorsichtig auf einen Kuchenrost ziehen. Auskühlen und aushärten lassen.

Inspiration: Küchengötter

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