Sonntag, 2. März 2014

Szenen einer Ehe: Essen im Freischwimmer

Der Gatte vertreibt sich die Wartezeit: Auf den
Papiertischdecken liegen Buntstifte bereit.
Was macht Sie, wenn sie weiß, dass sie einen langen stressigen Tag vor sich hat und nicht mit dem Auto fahren kann, weil ihr Tag nach zwölf Stunden mitten in der Stadt ohne Parkmöglichkeit enden wird?

Sie beschließt: Er muss sie abholen!

Nun würde er bei aller Liebe nicht freiwillig mitten in die Stadt fahren, um sie irgendwo einzusammeln. Also muss ein Lockmittel her. Essen. Essen geht immer. Zuuuufällig gibt es in der Nähe ihres abendlichen Einsatzortes ein Lokal, das etwas anbietet, das ihm schmecken wird: Burger.

London Burger, von der French Fries-Seite
aus gesehen. 
Bei der Wochenplanung fragt Sie unschuldig: Schaaaahatz, was hältst Du von einem Burger mit Rindfleisch, Cheese, Bacon und Baked Beans? Also quasi ein Full English Breakfast-Burger?  

Er, aufgeregt: Wo? Wo? Wo?

Sie: Im Freischwimmer.

Er: Wosen das?

Sie: An der Christuskirche.

Steckrüben, Kartoffelpuffer,
winterliche Gemüse, Blutorangenlack   
Er: Menno, so weit weg. Was soll ich denn da?

Sie, beiläufig: Ich muss da zufällig Donnerstag bis acht arbeiten. Du könntest da hinkommen und wir essen da.

Er: Hm, ja, okay, aber dann komme ich mit dem Auto.

Sie freut sich: Die Falle ist zugeschnappt.

An besagtem Donnerstag bereut Er seine Zusage. Er ist todmüde und findet keinen Parkplatz. Außerdem ist es sehr kalt, das Lokal ist unauffällig, er findet es nicht auf Anhieb. Dementsprechend entnervt kommt er im Lokal an. Sie entschied sich zum Glück für einen Tisch an der Heizung.

Der Gatte hat fertig.
Ihr Tag war härter als hart, sie ist schon beim Dalwhinnie, als er mit fast einer halben Stunde Verspätung endlich im Lokal ankommt.

Das Essen entschädigt aber für die Mühen, das Lokal zu erreichen! Würden wir in der Nähe wohnen, wären wir definitiv öfter dort. Reservierung unbedingt empfohlen, auch unter der Woche.

1 Kommentar:

  1. Sneaky Ehefrau Du! Aber ein Full English Breakfast Burger, damit würde man mich auch kriegen :-D

    AntwortenLöschen

Ein Kommentar, wie schön! Ich bemühe mich, alle Kommentare zu beantworten. Allerdings kann das manchmal etwas dauern - das Leben neben dem Blog, Du verstehst. Wenn Du Dich durch eine Sicherheitsabfrage quälen musst oder der Kommentar erst moderiert wird, heißt das, dass es gerade viele Spamkommentare gibt. Last but not least: Ich behalte mir vor, einzelne Kommentare zu löschen. Für die Löschung von Kommentaren, die zu kommerziellen Webseiten führen, stelle ich dem Webseiteninhaber 200 Euro in Rechnung.