Montag, 14. April 2014

Sonne, Mond und Sterne: Crespells - mallorquinische Osterplätzchen

Crespells, mallorquinische
Osterplätzchen.
Letzten Sonntag feierte ein Kollege sein 50. Dienstjubiläum, seinen 65. Geburtstag und seine Pensionierung mit einem Gabelfrühstück in einem seiner Lieblingslokale. Da er sich ein Laptop wünschte, legten wir zusammen und schenkten ihm Geld, aber ich wollte trotzdem nicht mit leeren Händen auftauchen.

Da der Kollege spanisch spricht und gerne auf Mallorca urlaubt, stellte ich ihm ein Körbchen mit Gebäck zusammen, wohl wissend, dass er auch gerne Süßes isst. Und da bald Ostern ist, kamen auch Crespells in den Korb, das mallorquinische Ostergebäck.

Korb mit mallorquinischer Gebäckauswahl
und Pfirsichlikör für einen lieben Kollegen.
Auf der Insel stellen traditionell die Kinder das Gebäck her, und das Rezept ist entsprechend kinderleicht, die Zutaten übersichtlich. Angeblich soll das Rezept jüdischen Ursprungs sein, wogegen das Schweineschmalz in der Rezeptur spricht. Das ersetzte ich durch Butterschmalz, welches ich lieber mag.

Crespells werden ausgestochen. Traditionelle Formen sind Sterne, Herzen, Monde und Kreise. Keine Hasen. Das geht in diesem Haushalt natürlich gar nicht.

Da die Crespells in diesem Jahr Bestandteil unseres österlichen Gabelfrühstücks sein werden, reiche ich sie als Beitrag zu Tinas Osterevent ein.



Crespells

Sonne, Mond und Sterne werden ausgestochen.
Zutaten für etwa zwei Backbleche:

500 g Mehl plus Mehl zum Ausrollen
150 g Puderzucker plus Puderzucker zum Bestäuben
100 g Butterschmalz
100 ml Olivenöl
1 Orange, der Saft davon
2 Eigelb
1/2 Zitrone, die Schale davon
1 Prise Zimt

Zubereitung:

Da hat sich doch glatt ein Hase
eingeschlichen!
Alle Zutaten bis auf den Puderzucker zum Bestäuben in eine Küchenmaschine geben und zu einem glatten Teig verkneten.

Dann den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig auf einer Silikonmatte oder einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Sterne, Herzen, Monde und Kreise ausstechen und auf ein Backblech mit Backpapier legen.

Bei 180 Grad (Umluft) die Plätzchen etwa eine Viertelstunde backen.

Wenn sie goldbraun sind, herausnehmen und dick mit Puderzucker bestäuben.

Quelle: Mallorca today

Kommentare:

  1. Es ist durchaus denkbar, dass der Faktor Schweineschmalz ein Übertragungsfehler ist, da in der jiddischen Küche auch Schmaltz, also ausgelassenes Hühnerfett, zum Backen verwendet wird - wahrscheinlicher ist aber, dass es sich um eine mallorquinische Adaption handelt, die typisch mallorquinische Coca wird ja auch mit Schmalz (und Orangensaft) im Teig gebacken. - Die Plätzchen gefallen mir, kommen auf meine Nachbackliste :)

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    1. Ja, Schmalzgebackenes ist in der jüdischen Küche nicht gerade unbekannt. Ich dachte eher an Gänse- als an Hühnerschmalz, bin aber froh, dass ich Butterschmalz nahm, das neutraler schmeckt - durch das Olivenöl sind die Kekse eh' nicht sooo süß, mit Gänseschmalz wären sie evtl. noch etwas herber. Bin gespannt auf's Nachbackresultat.

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  2. Vielen lieben Dank, dass du mitmachst! Die sehen köstlich aus :-)

    LIebe Grüße
    Tina

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