Dienstag, 5. August 2014

Bayerischer Shepherd's Pie nach Ilja Albrecht - ein Rezept zum Buch "Sibirischer Wind"

Bayerischer Shepherd's Pie.
Zugegeben, dieses ist kein August-Essen. Aber da das Buch "Sibirischer Wind" von Ilja Albrecht nun mal im Juni erschien und letzte Woche von mir rezensiert wurde, müssen wir da jetzt durch.

Immerhin: Du musst dieses Rezept nur lesen und kannst es für kühlere Tage auf Deine Nachkochliste setzen.

Ich musste es an einem sehr, sehr heißen Juli-Tag bei geradezu tropischen Temperaturen (sagte ich schon, dass es wirklich heiß war?!) kochen und essen, um es Dir rechtzeitig mit der Rezension präsentieren zu können.

Da siehst Du mal, was ich alles auf mich nehme! Jaahaa, so ein Foodbloggerdasein ist kein EisZuckerschlecken, das kann ich Dir sagen!

Zum Glück besteht der Gatte auch bei tropischen Temperaturen auf ein warmes Abendessen, bin ich es durch meine Wüstenzeit ebenfalls gewohnt, warm zu essen, egal, wie heiß es ist (im Gegensatz zum Gatten würde ich aber nicht unleidlich, gäbe es nur kalte Küche ...).

Beim Lesen des Rezeptes dachte ich angesichts der Fleischmengen ernsthaft daran, eine Kategorie "Männeressen" einzuführen ... Letztlich passte das aber alles, war es weniger Fleisch, als ich dachte. Die Fleischbrühe ersetzte ich durch Gemüsebrühe, weil erstere aus war, und da der Gatte Appenzeller-Scheiben kaufte, nahm ich nur Emmentaler.

Mendelsohn und Blohm, die beiden Kommissaren aus "Sibirischer Wind", bestellen dieses Gericht nach einem langen Arbeitstag in Mendelsohns Stammlokal "Llloyd's", das einen englischen Wirt hat. Ein aufmerksamer schottischer Stammgast ersetzt diese "kulinarische Perversion" durch - Haggis.

Das Rezept, eine, wie Ilja Albrecht sagt, "Hammergrundlage für ein Gelage in der Stammkneipe", passt zu Shermins Lesehunger-Blog-Event.



Bayerischer Shepherd's Pie

Zutaten für 6 bis 8 Portionen:

500 g Sauerkraut
Nelken, Wacholderbeeren, Piment
400 ml l Gemüsebrühe
1 Gemüsezwiebel
250 g Schinkenwürfel
150 ml Bier
1 kg Kartoffeln
150 ml warme Milch
150 ml Sahne
3 EL Butter
Muskatnuss
Salz
Pfeffer
750g Leberkäse
400 g Emmentaler Käse, gerieben

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen und vierteln, Zwiebeln vierteln und in feine Ringe schneiden, Leberkäse in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden, Sauerkraut abgießen und auf einem Brett grob hacken.

Das Sauerkraut mit Fleischbrühe, Nelken, Wacholderbeeren und Piment aufkochen und auf kleinster Flamme köcheln lassen, bis es gar ist. Danach die restliche Flüssigkeit in eine Schüssel abgießen, Nelken und Wacholderbeeren entfernen.

Die Kartoffeln weichkochen, mit warmer Milch, Sahne und der Butter zu einem Püree verarbeiten. Dazu nach Geschmack auch etwas von der Sauerkrautbrühe verwenden, bis ein sämig-weiches Püree entsteht. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken

In einer Pfanne die Schinkenwürfel anbraten, Zwiebeln dazugeben, auf kleiner Flamme leicht anrösten, dann mit dem Bier ablöschen und die Flüssigkeit einziehen lassen. Zusammen mit dem Sauerkraut zum Püree geben und gut mischen.

In einer gebutterten Auflaufform Leberkäse und Püree abwechselnd in dünnen Lagen schichten. Mit einer Püreeschicht abschließen, diese mit ein paar Butterflocken bestreuen und im Ofen 30 Minuten bei 180 Grad backen. Für die letzten 15 Minuten den Käse über den Auflauf streuen und goldbaun schmelzen lassen.

Quelle: Ilja Albrecht

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