Freitag, 22. August 2014

Rezension: "Phönixkinder" von Christine Drews


Phönixkinder (Front-Cover)"Phönixkinder" ist der zweite Krimi von Christine Drews, in dem das Ermittler-Duo Schneidmann - Käfer agiert. Obwohl ich den ersten Band der Krimireihe nicht kannte, konnte ich leicht einsteigen, denn der Fall ist in sich abgeschlossen.

Der erste Band, „Schattenfreundin“, wanderte aber sofort auf meine Leseliste, da mit „Phönixkinder“ gut gefiel.

Zum Inhalt: Der Geruch nach Asche liegt noch in der Luft, als Charlotte Schneidmann und Peter Käfer im Seniorenstift Sonnenschein ankommen. Einer der Bewohner, der demente Ludger Steinkamp, ist bis zur Unkenntlichkeit verkohlt.

Alle Indizien deuten auf Brandstiftung, aber nicht nur das – das Opfer wurde regelrecht zu Tode gefoltert.

Grausame Rache? Oder ein letzter Versuch, Informationen von Steinkamp zu erpressen?

Die brandgefährlichen Spuren führen Schneidmann und Käfer tief in die Vergangenheit des Münsterlandes. Schneidmann wird zudem mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert, verbrachte ihre Mutter doch ihr Lebensende in dem Stift, in dem die Tochter jetzt ermittelt.
Überhaupt: Das persönliche Umfeld der Kommissarin wird detailliert geschildert, das ihres Kollegen Peter Käfer hingegen bleibt ein wenig im Dunkeln. Aber das kann sich ja bei der Fortsetzung, auf die das Ende hindeutet, noch ändern – oder vielleicht liegt es auch daran, dass ich den ersten Band der Reihe noch nicht kenne.

Drews unterbricht den Handlungsstrang immer wieder, um in Einschüben die Tat und die ihr folgenden Ermittlungen aus der Sicht des Täters zu erzählen. Wer der Täter ist, bleibt allerdings bis zum Schluss unklar (wenngleich aufmerksame Leser irgendwann eine Ahnung haben werden), was „Phönixkinder“ zu einem spannenden Krimi mit einer teilweise düster-befremdlichen Atmosphäre macht.  Sensible Gemüter werden die Bilder, die im Kopf entstehen, teilweise hart an der Grenze finden. Der Autorin gelingt es bis zum Schluss immer wieder, die Spannung mit unerwarteten, aber durchaus schlüssigen Wendungen zu steigern.

„Phönixkinder“ ist flott geschrieben und liest sich entsprechend in einem Zug weg – am Wochenende, eingekuschelt auf dem Sofa. Was mich als Hobbyköchin natürlich besonders freut, ist, dass Drews auch die eine oder andere regionale Spezialität aufgreift. So habe ich nach der Lektüre des Buches demnächst mal wieder Gelegenheit, an Shermins Lesehunger-Event teilzunehmen.

Vielen Dank an den Verlag Bastei Lübbe und Blogg dein Buch für die Gelegenheit, eine für mich neue Autorin kennenzulernen! Hier kannst Du das Buch kaufen.

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