Sonntag, 10. August 2014

#twitterkocht mit @3Glocken oder: "Wehe, wenn sie losgelassen"


Ein Teil unserer #twitterkocht-Gruppe
bei der Arbeit - ohne Spaß, versteht sich.
Als eine Anfrage vom Nudelhersteller 3Glocken ins Postfach flatterte, ob ich Lust hätte, bei #twitterkocht mitzumachen, war ich sofort begeistert.

Die Idee, per 140 Zeichen häppchenweise ein Rezept zu erfahren und es virtuell mit anderen zu kochen, dabei die Erlebnisse zu teilen, war so verrückt, dass sie mich begeistern musste.

Normalerweise ist bei unseren Kochtreffen neben dem Einkauf die einzige Vorbereitung, dass eine weiß, wo die Rezepte sind. Hier wussten wir bei der Zusage weder, was wir einkaufen sollen, noch, wo die Rezepte sind - das ist doch ein Event wie für uns gemacht!

Mir war aber auch sofort klar, dass ich keine Lust habe, alleine zu kochen, zu twittern und zu essen. Ein richtig großes Kochtreffen sollte es aber auch nicht werden - ich habe momentan nicht die Kapazitäten, eines vorzubereiten. Also fragte ich beim "harten Kern" nach, und wir trafen uns zu fünft.

Vorm Kochen stand der Einkauf. 3Glocken machte es geheimnisvoll und stellte allen Teilnehmern ein Paket Korkenziehernudeln, eine Flasche Weißwein, einen Rewe-Gutschein für die frischen Zutaten und die Einkaufsliste zur Verfügung. So weit, so gut.


Hätte ich die Einkaufsliste ordentlich studiert, hätte ich Schmand gekauft. Aber Kochtreffen, bei denen alle Zutaten da sind, sind ja langweilig und nur was für Menschen, die kochen können. 
Zum Glück waren wir nicht die einzigen, die das mit dem Schmand verpeilten.
Beim Einkaufen zeigte sich, die Rewe-Sortimente unterscheiden sich doch sehr.






Fenchel war hier kein Problem. Erbsen haben wir von vorherein als Tiefkühlware angesehen, schon alleine, weil keine Lust hatte, zu palen. Allerdings sorgte die Menge für Verwirrung - sollten es 800 g gepalt oder ungepalt sein? Egal, Improvisation ist alles. Ich kaufte kurzerhand 900 g . anders waren die TK-Erbsen nicht sortiert.

Estragon war nur getrocknet oder eingelegt zu bekommen, und selbst der benachbarte Grönhöker hatte keinen frischen. Wäre ich wie geplant losgekommen, hätte ich noch schnell bei real gehalten, denn die haben ihr Sortiment in Teilen sehr verbessert und inzwischen normalerweise frischen Estragon da.

Ich sorgte dann noch zusätzlich für Verwirrung in der Timeline, weil ich sicherheitshalber ein Paket Nudeln mehr kaufte.





Klare Arbeitsteilung und hartes Regiment beherrschten den Abend. Zum Glück sind wir es gewohnt, keinen Spaß bei den Kochtreffen zu haben, nicht zu lachen, zu wenig zu essen und zu trinken zu bekommen.

Sandra wurde abgeordnet, zu twittern, was das Zeug hält. Gundi, Heidi und Kathrin wurden in die Küche gesperrt meldeten sich höchst freiwillig zum Küchendienst und bekamen von Sandra oder mir (nachdem ich die Techniktücken des Smartphones meisterte (jawoll, ich bin kommunikationsmäßig im 21. Jahrhundert angekommen!)) Befehle Anweisungen zugerufen.

Da glaubt Gundi noch, sie dürfe twittern.
Gundi erkennt den Ernst der Lage.
Technik und ihre Tücken, Teil I.
Technik und ihre Tücken, Teil II.
Arbeitsteilung ist alles.
Schließlich ging es mit dem Kochen los.

Blick auf die Zutaten. 
Schrittweise kamen die Anweisungen. Heidi, mit bewunderswerter Ruhe gesegnet, gab den Fels in der Brandung, behielt Ruhe und Übersicht und war 3Glocken immer mindestens einen Schritt voraus. Nebenbei sorgte sie auch noch dafür, dass zwei Salate fertig wurden. Die Fertigstellung des dritten verfehlten wir im Haaresbreite. Ich weiß, wo es heute Blumenkohl gibt.


Der Hinweis kam in meinem Fall ein wenig zu spät. Ich rutschte bei den Vorbereitungen zu Hause mit der Hand von einer Melone ab und unters Messer, das die andere Hand gerade herunterdrückte. Nicht im Bild: Der ebenfalls verpflasterte rechte Zeigefinger. Da räumte ich ein Messer in den Spülmaschinenbesteckkorb. Der Gatte erwägt, mir zukünftig vor dem Betreten einer Küche die Hände auf den Rücken zu binden. 
Natürlich wurde jeder Schritt ordentlich von uns dokumentiert - teilweise sogar doppelt.





Schließlich kann gegessen werden.

Nudeln mit Fenchel, Erbsen, Tomaten und Hähnchenbrustfilets. 
Nektarinen-Zuckererbsen-Salat.
Erdbeer-Avocado-Salat
Vor dem Essen steht das Twittern.


Unter Ausschluss der Öffentlichkeit ging's dann mit dem einen oder anderen Dessert weiter (zum Ausdekorieren waren wir alle zu schlapp ...).

Wassermelonen-Gurken-HirnfrosterSlush.
Erdbeer-Eis mit Schlehen-Gin über dem Eis und auf dem Teller.
Aprikosen-Aperol-Eis.
Die Rezepte findest Du ab morgen im Blog.

Herzlichen Dank an Heidi, die uns wieder bei sich aufnahm, stoisch die Ruhe bewahrte, an Kathrin und Gundi, die Heidi fleißig beim Kochen halten, an Sandra, die twitterte, was das Zeug hielt, und an 3Glocken für die tolle Idee. Wenn es ein nächstes Mal gibt, sind wir gerne mit dabei.

Alle Tweets und Fotos in der Zusammenfassung gibt es hier.

Affiliate links zu "Genuss pur"-Nudeln

Kommentare:

  1. Lustiger Bericht, man merkt euch den Spaß richtig an. Ich hoffe den Fingern geht es schon wieder etwas besser. :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey, unsere Kochtreffen sind eine höchst ernste Angelegenheit ;o) Ja, dem Finger geht es besser. War Freitag zu verpeilt um zu raffen, dass ich ihn nicht bewegen darf, wenn die Wunde zugehen und zu bluten aufhören soll ... Habe ihn zu spät stillgelegt. Jetzt heilt es langsam. Habe großes Glück gehabt, fehlte nicht viel und die Kuppe hätte ab sein können.

      Löschen
  2. Liebe Sabine,
    bei deinem schönen Bericht ist mir ganz warm ums Herz geworden und mein Zwerchfell hat sich auch gefreut. Es war ganz wunderbar mit euch - und die kleine Kochmütze auf deinem Finger (ja, es ist ne Kochmütze mit Gesicht!) hat sehr gut über allem gewacht. Danke für die Rezepte. Den Nektarinen-Salat werde ich definitiv nachmachen. LG Kathrin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, das war wirklich ein wunderbarer Abend :-) Viel Spaß beim Nachkochen!

      Löschen

Ein Kommentar, wie schön! Ich bemühe mich, alle Kommentare zu beantworten. Allerdings kann das manchmal etwas dauern - das Leben neben dem Blog, Du verstehst. Wenn Du Dich durch eine Sicherheitsabfrage quälen musst oder der Kommentar erst moderiert wird, heißt das, dass es gerade viele Spamkommentare gibt. Last but not least: Ich behalte mir vor, einzelne Kommentare zu löschen. Für die Löschung von Kommentaren, die zu kommerziellen Webseiten führen, stelle ich dem Webseiteninhaber 200 Euro in Rechnung.