Samstag, 30. August 2014

Rückblick: Heiter bis wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen oder Wochenplan in KW 35

Teezeit im Ferienhaus. Es gibt Struwen,
passend zum Buch "Phönixkinder".
Ab Mittwoch standen Umzugskartons überall in der Wohnung. Ich dachte bis dahin, wir wollten in den Urlaub fahren. Ich hatte da wohl was missverstanden.

Sonnabend fuhren wir dann doch in den Urlaub. Ich wollte erst Sonntag fahren, um geplant packen und ausgeruht fahren zu können, aber der Gatte bestand auf den Sonnabend.

Der Start war entsprechend rumpelig und chaotisch: Der Gatte packte alles ins Auto, was er für Lebenswichtig hielt. Lebensmittel gehörten nicht dazu, aber Weber, Holz und Werkzeug.

Nein, der Gatte packte nicht zu viel Holz und Werkzeug ein. Es war gerade genug, dass er das Ferienhaus samt Möbeln und extra Tisch im Maßstab 1:1 nachbauen konnte, ohne auch nur einmal in den 18 km entfernten Baumarkt fahren zu müssen.

Kurz vor der Abfahrt warf der Gatte dann doch noch drei Steaks auf den Gepäckberg. Die waren bis zur Ankunft aufgetaut. Mir gelang es, Salatzutaten und einige frische Lebensmittel, die während unserer Abwesenheit verdorben wären, ins Auto zu schmuggeln, so dass das Abendessen am Sonnabend gesichert war: Steaks vom Grill und Salat.

Beim Blick aus dem Küchenfenster im dänischen Ferienhaus gab's am Himmel gelegentlich Drachen zu sehen. . 
Zum Glück haben viele Supermärkte in Dänemark bis spätabends geöffnet, so dass wir nach dem Ausladen erst mal einen Großeinkauf tätigten: Mehl, Zucker, Reis, Stärkemehl, Kokosraspeln, Rosinen, Eier, Butter ... Normalerweise kaufen wir im Urlaub nur frische Zutaten, nehmen die Basics von Zuhause mit, aber das fiel diesmal aus. Nur Nudeln und Brot kamen mit.

Wir gehören nicht zu der In-Dänemark-ist-alles-so-teuer-Jammer-Fraktion. Der Gatte hat mal gerechnet und festgestellt, dass wir dort nicht mehr für Lebensmittel ausgeben als hier - zumindest nicht für den Grundbedarf. Für Schnobkram geben wir im Dänemark-Urlaub immer sehr viel mehr aus als hier ...

Ein Mann und ein Weber. Ohne Grill wird nicht geurlaubt,
selbst dann nicht, wenn das Ferienhaus über einen
Holzkohlegrill verfügt. 
Allerdings gehöre ich zu der Fraktion, die wissen will, was in den Lebensmitteln drin ist, und das gestaltet das Einkaufen mit mir zugegebenermaßen anstrengend.

In Dänemark beispielsweise Mehl ohne zugesetzte Ascorbinsäure zu finden, ist eine Wissenschaft für sich - ich gab's irgendwann auf ... Die tut ja auch nichts, die Ascorbinsäure. Ich finde sie nur herzlich überflüssig.

Sonntag gab's orientalisch gefüllt Paprikaschoten mit Reis. Paprika, Tomatenmark, Rosinen und Schafskäse kamen aus Hamburg mit, Zimt, Paprikapulver, Hack und Reis wurden vor Ort gekauft. Aus der übrigen Hackmasse machte ich Fleischbällchen.

Dementsprechend gab's Montag Spaghetti mit Fleischbällchen, Tomatensauce und Steakstreifen (ein Rest vom Sonnabend). Davon aßen wir auch noch am Dienstag.

Paprikaschoten, orientalisch gefüllt.
Eigentlich wollte der Gatte im Urlaub gaaaaanz viel Fisch grillen und essen - die Nähe zu Hvide Sande, dem fünftgrößten Fischereihafen Dänemarks, drängt einem das ja geradezu auf.

Das Angebot in der Hvide Sande Røgeri ist ein Traum, die Bjerregaard Røgeri war gerade mal eine Radtour entfernt ... Wir aßen dennoch wenig Fisch, denn immer, wenn ich ihn vorschlug, gelüstete dem Gatten nach Fleisch. Immerhin kam zwei Mal Fisch auf den Grill. Fischfrikadellen gab's öfter zu Mittag.

Mittwoch gab's gegrillte Maiskolben kolumbianischer Art und auf der Haut gegrillten Lachs.

Maiskolben kolumbianischer Art und Lachs, beides vom Grill. 
Donnerstag machten wir eine längere Radtour. Ich war abends zu schlapp, um zu kochen, aber der Gatte, der nicht nur Brot essen wollte, raffte sich auf, machte Insalata caprese (der Mozzarella kam auch von Zuhause mit) und grillte Würstchen.

Geburtstagsgeschenk, das im Urlaub verkostet wurde: Genfield Rum-Likör von Gadeland aus Neumünster. Macht süchtig! Muss ich unbedingt nachkaufen!
Ein Traumkuchen, leicht zerrupft: Drømmekage.
In Dänemark war noch Erdbeersaison, also gab's dänisches Vanilleeis mit dänischen Erdbeeren und italienischen Nektarinen. 
Freitag machten wir aus dem restlichen Schafskäse und Mozzarella, Nudeln und Tomatensauce einen schnellen Auflauf.

Und was es in der zweiten Urlaubswoche gab, erzähle ich Dir hier. Die Rezepte zum Urlaub gibt es in den nächsten Tagen.

Donnerstag, 28. August 2014

Paprikasalat mit Garnelen

Paprikasalat mit Garnelen.
Eine Zeitlang versuchte sich der Gatte an Trennkost. Nun verstehe ich unter Trennkost, wenn der Gatte und ich an unterschiedlichen Orten essen, aber wenn sein Hausarzt meint, es dient der Gesundheit, bin ich die letzte, die sich sträubt.

Zum Ungemach seines Hausarztes bin ich zudem fett, aber meine Blutwerte sind bestens - im Gegensatz zu denen des schlanken Gatten.

Für Hausarzt und Schwiegermutter ist klar, dass ich Schuld an den schlechten Werten des Gatten bin. Sicher das. Es ist ja auch nicht etwa so, dass wir beide die gleichen Hauptmahlzeiten essen ....

Essen durften wir auch weiterhin gemeinsam, nur das Essen mussten wir trennen - nach Kohlenhydraten und Eiweiß. Essen in getrennten Räumlichkeiten hätte ich logischer gefunden.

Ein paar Tage lang gab's abends tapfer Trennkost Eiweiß. Der Gatte guckte jeden Abend trauriger auf seinen Teller. Und jeden Abend nach dem Essen aß er alles an Chips, was die Schnobkramlade hergab - inklusive spätabendlicher Touren zum Nacht-Supermarkt. Außerdem jammerte er, ihm fehlten die Kartoffeln, die Nudeln, das Brot oder der Reis.

Okay, die Kohlenhydrate nach dem Eiweiß zu essen, ist sicher auch eine Form der Trennkost, aber mir war das zu blöd, denn die Schuld, wenn sich des Gatten Werte nicht bessern, bekäme ich. Da kann ich ihm auch gleich die Kohlenhydrate mit dazu servieren. Unser Trennkost-Eiweiß-Diät-Experiment war somit ratzfatz beendet.

Bei der nächsten Vierteljahresuntersuchung sagte der Gatte nichts über das Trennkost-Ende. Der Hausarzt war begeistert über die guten Blutwerte. Tja, man muss nur dran glauben, dann klappt das mit der Trennkost.

Trennkost Eiweiß gibt es aber dennoch öfter bei uns - immer dann, wenn uns ein Gericht auch ohne Nudeln, Kartoffeln, Brot oder Reis schmeckt.

Paprikasalat mit Garnelen

Zutaten für 1 Portion:

2 Paprikaschoten
1 Schalotte
1 TL Olivenöl
2 EL Wasser
75 g Hüttenkäse (körniger Frischkäse)
50 g Garnelen,küchenfertig
1/2 Orange, Saft davon
1 EL Sojasoße
Pfeffer
Sesamsamen

Zubereitung:

Paprika waschen, putzen, würfeln.

Schalotte in Ringe schneiden. Paprika mit Olivenöl in einer Pfanne dünsten. Wasser, Garnelen und Schalotte zugeben, köcheln lassen, würzen.

Paprika mit Frischkäse und Garnelen anrichten.

Orangensaft und Sojasoße verrühren, über den Salat geben. Etwas groben Pfeffer und Sesam darüberstreuen.

Dienstag, 26. August 2014

Gurken-Gemüse-Puffer

Gurken-Gemüse-Puffer mit Spiegelei.
Gelegentlich kaufen wir zu viele Salatgurken. Einige hoble ich dann auf das Frühstückskäsebrot, aber ich bin niemand, der Gurkensticks knabbert - außer mit viel Guacamole als gesunde Knabberei zum Aperitif.

Aber Salatgurken sind vielseitig. Sie passen beispielsweise in Gemüsepuffer.

Gurken-Gemüse-Puffer

Zutaten für 2 Portionen:

2 Salatgurken
2 Kartoffeln
2 Wurzeln
1 Knoblauchzehe
1 kleine Zwiebel
Salz
Pfeffer
Kreuzkümmel, gemahlen
Muskat, gemahlen
2 Zweige glatte Petersilie
2 Zweige Dill
2 EL Frischkäse
4 EL Olivenöl

Geraspeltes Gemüse. Ich raspelte kurzerhand
eine rote Zwiebel mit - muss ich sie nicht hacken.
Zubereitung:

Gurken waschen. Kartoffeln und Wurzeln schälen. Gemüse raspeln und in einem Sieb abtropfen lassen. Dann die Masse mit Gewürzen, Kräutern und Frischkäse vermischen.

Zwiebel und Knoblauch fein hacken.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch kurz anbraten, dann das Gurken-Kartoffel-Möhren-Gemisch portionsweise in die Pfanne geben. und von beiden Seiten goldbraun braten.

Dazu passt ein Spiegelei oder, falls es nicht vegetarisch sein soll, Räucherlachs.

Quelle: CK

Samstag, 23. August 2014

Rückblick: Wochenplan in KW 34

Spaghetti mit Salbei, Erbsen
und Eigelb.
Unser Vor-Urlaubs-Projekt, die Leerung der Kühlbox im Keller, verlief planmäßig, zumindest fast.

Eigentlich wollten wir sie vor der Abfahrt ausstellen, damit die Box während des Urlaubs abtauen kann, aber das klappte nicht. Doof, denn die Box lief zwei Wochen leer, aber nicht zu ändern.

Durch das Kochen aus dem Vorrat hatte der Einkaufszettel in dieser Woche gerade mal drei Positionen - plus Hack und Huhn, beides am Montag beim Schlachter gekauft, und Milch und Apfelsaft. Alles andere war im Hause oder im Garten.

Sonnabend gab's Spaghetti mit Salbei, Erbsen und Eigelb, um den TK-Erbsen Herr zu werden. 

Sonntag wollte ich ursprünglich Kabeljau zubereiten, aber es waren noch Nudeln vom Vortag übrig, also aß ich die. 

Montag gab's Polenta mit Salbeibutter und Hähnchenbrustfilet. 

Dienstag war bei mir eigentlich Fremdessen in netter Damen-Gesellschaft angesagt, aber irgendwelche Pollen attackierten mich so sehr, dass ich einen Tag Maladie nehmen musste - ausgerechnet an dem Tag, an dem im Büro wichtige Termine anstanden. Chef I war wenig begeistert, aber dauerniesend und asthmatisch keuchend hätte er auch keine Freude an mir gehabt. Der Gatte bereitete Klopse mit Wurzel-Kartoffel-Stampf zu.  

Für Mittwoch waren Reste eingeplant - es gab noch mal Klopse mit Wurzel-Kartoffel-Stampf.

Donnerstag sollte es Bohneneintopf aus dem Tiefkühler geben, aber die Gatte taute die für Freitag geplante Lasagne auf. Also gab's die Bohnen am Freitag.

Freitag, 22. August 2014

Rezension: "Phönixkinder" von Christine Drews


Phönixkinder (Front-Cover)"Phönixkinder" ist der zweite Krimi von Christine Drews, in dem das Ermittler-Duo Schneidmann - Käfer agiert. Obwohl ich den ersten Band der Krimireihe nicht kannte, konnte ich leicht einsteigen, denn der Fall ist in sich abgeschlossen.

Der erste Band, „Schattenfreundin“, wanderte aber sofort auf meine Leseliste, da mit „Phönixkinder“ gut gefiel.

Zum Inhalt: Der Geruch nach Asche liegt noch in der Luft, als Charlotte Schneidmann und Peter Käfer im Seniorenstift Sonnenschein ankommen. Einer der Bewohner, der demente Ludger Steinkamp, ist bis zur Unkenntlichkeit verkohlt.

Alle Indizien deuten auf Brandstiftung, aber nicht nur das – das Opfer wurde regelrecht zu Tode gefoltert.

Grausame Rache? Oder ein letzter Versuch, Informationen von Steinkamp zu erpressen?

Die brandgefährlichen Spuren führen Schneidmann und Käfer tief in die Vergangenheit des Münsterlandes. Schneidmann wird zudem mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert, verbrachte ihre Mutter doch ihr Lebensende in dem Stift, in dem die Tochter jetzt ermittelt.
Überhaupt: Das persönliche Umfeld der Kommissarin wird detailliert geschildert, das ihres Kollegen Peter Käfer hingegen bleibt ein wenig im Dunkeln. Aber das kann sich ja bei der Fortsetzung, auf die das Ende hindeutet, noch ändern – oder vielleicht liegt es auch daran, dass ich den ersten Band der Reihe noch nicht kenne.

Drews unterbricht den Handlungsstrang immer wieder, um in Einschüben die Tat und die ihr folgenden Ermittlungen aus der Sicht des Täters zu erzählen. Wer der Täter ist, bleibt allerdings bis zum Schluss unklar (wenngleich aufmerksame Leser irgendwann eine Ahnung haben werden), was „Phönixkinder“ zu einem spannenden Krimi mit einer teilweise düster-befremdlichen Atmosphäre macht.  Sensible Gemüter werden die Bilder, die im Kopf entstehen, teilweise hart an der Grenze finden. Der Autorin gelingt es bis zum Schluss immer wieder, die Spannung mit unerwarteten, aber durchaus schlüssigen Wendungen zu steigern.

„Phönixkinder“ ist flott geschrieben und liest sich entsprechend in einem Zug weg – am Wochenende, eingekuschelt auf dem Sofa. Was mich als Hobbyköchin natürlich besonders freut, ist, dass Drews auch die eine oder andere regionale Spezialität aufgreift. So habe ich nach der Lektüre des Buches demnächst mal wieder Gelegenheit, an Shermins Lesehunger-Event teilzunehmen.

Vielen Dank an den Verlag Bastei Lübbe und Blogg dein Buch für die Gelegenheit, eine für mich neue Autorin kennenzulernen! Hier kannst Du das Buch kaufen.

Donnerstag, 21. August 2014

Übern Tellerrand: Isas Schichtdessert Erdbeer Mascarpone

Ich bin's nochmal, Isa von "Meine Kochseite".

Nachdem ich Euch hier schon meinen Gyrosschichtbraten mit Beilagen vorstellen durfte möchte ich Euch auch ein Dessert passend zur Jahreszeit anbieten, das bei meinen Gästen immer einen großen Anklang findet.

Es ist ein Schichtdessert mit Erdbeeren und Mascarone und leckeren Schokocookies als abschließende Krönung.

Das Ganze kann man ja auch mit Süßstoff und Rama Cremefine sowie Magerquark zubereiten - das ist vom Geschmack auch Okay aber, beim Dessert auf Kalorien achten, muss man das?

Ich genieße mein Dessert mit allen Geschmacksträgern und dann kann man ja auch auf 1 Löffel, nen ganz Kleinen verzichten, dann spart man auch Kalorien und weil man diese spart, hat man doch auch beim Dessert ein "Gutes Gefühl"

Isas Schichtdessert Erdbeer Mascarpone.
Das braucht man für das Schichtdessert Erdbeer Mascarpone

500 g Erdbeeren
150 g Zucker
250 g Mascarpone
250 g Speisequark
500 ml Schlagsahne
2 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Schokocookies

Zubereitung:

Die Erdbeeren putzen und mit 50 g Zucker pürieren.

400 ml Sahne mit dem Vanillezucker steif schlagen.

Den Quark mit dem Mascarpone, dem Rest Schlagsahne und 100 g Zucker verrühren. Die geschlagene Sahne unterziehen.

Jetzt die Mascarponecreme abwechseln mit dem Erdbeerpüree in eine Schale oder Desserschälchen schichten.

Die Cookies zerbröseln und zum Abschluss auf das Dessert streuen.

Dienstag, 19. August 2014

Der "Seelenwärmer" war bei mir und brachte Pizza mit Ziegenkäse, Nektarine und Thymian mit

Pizza mit Ziegenkäse, Nektarine und Thymian.
Ich friere, und zwar nicht erst seit dem dusseligen Burn-Out, das sich bei mir u.a. auch in Schüttelfrost äußert. Selbst in den Sommermonaten in Israel war ich die, die unter einer dicken Bettdecke schlief, und wenn sich dort der Herbst damit ankündigte, dass die Tagestemperatur von 32 Grad auf 30 Grad sank, war ich die, der es auffiel.

Zwar bin ich unbestritten fett und müsste eigentlich über Hitze stöhnen, aber in mir steckt anscheinend eine dünne, ständig verfrorene Frau, die erst bei Temperaturen über 20 Grad langsam auftaut. Erst jetzt, im Alter, macht mir der Sommer gelegentlich zu schaffen.   

Jedenfalls war ich als Dauerfriererin sofort begeistert, als ich bei Frau touché-a-tout las, dass es ein Kochbuch gibt mit Rezepten gegen das Frieren und mehr noch, dass sich dieses Kochbuch auf die Reise zu interessierten Bloggern macht.

Im Juli machte der "Seelenwärmer", das Buch von Karin Hertzer, in dem Gerichte mit wärmenden Lebensmitteln vorgestellt werden, bei mir Station. Die Rezepte steuert Peppi Kalteis bei, die liebevollen Illustrationen stammen von Annabelle von Sperber. Das Buch gefiel mir auf Anhieb. Es enthält Tipps gegen das Frieren und für leicht nachzukochende, wärmende Gerichte. Manches, wie Chutney, lässt sich im Sommer, in der Saison, zubereiten als Vorrat für den Winter.

Für den Auftakt entschied ich mich für eine Pizza, im Original mit Pfirsichen. Beim derzeitigen vorgezogenen Herbst passt sie wunderbar, zumal Pfirsiche bzw. Nektarinen momentan noch Saison haben, ich also keine Dosenfrüchte nehmen musste. Dass ich Nektarinen nahm, war Zufall - die waren gerade zur Hand. Auf den Roquefort verzichtete ich allerdings ganz bewusst: Ich bin gegen Blauschimmelkäse allergisch.

Da der Thymian bei uns auf dem Balkon im Topf wächst, nimmt dieses Rezept an Peggys Baökonbewohner-Event teil. 




Nach dem Rezept von Peppi Kalteis schaffte sogar ich
Hefeteig-DAU den Pizzateig.

Pizza mit Ziegenkäse, Nektarinen und Thymian

Zutaten für 4 Portionen:

Für den Teig:

1 Würfel Hefe
500 g Mehl
½ TL Salz
2 EL Olivenöl
Mehl zum Ausrollen
Backpapier oder Öl zum Einfetten des Backblechs


Für den Belag:

200 ml Tomatensugo oder scharfes Ajvar (bei mir war's eine fruchtig-scharef-Steak-Sauce, die gerade offen war und sehr gut passte, weswegen ich auf die Pfefferbeeren verzichten konnte)
400 g Ziegenkäse (Frischkäse oder Weichkäse)
4 Nektarinen oder Pfirsiche (frisch oder aus der Dose, dann am besten eine Sorte ohne Zuckerzusatz nehmen)
1 EL rosa Pfefferbeeren
3 bis 4 Thymianzweige
2 EL Olivenöl

Pizza im Werden.
Zubereitung:


Den Backofen auf 30 Grad vorheizen.

In einer kleinen Schüssel Hefe mit etwas lauwarmem Wasser verrühren, 2 bis 3 EL Mehl unterrühren.

In eine große Rührschüssel Mehl sieben, in der Mitte mit einem Esslöffel eine Mulde eindrücken, Salz auf den Rand streuen. Hefe in die Mulde gießen und mit etwas Mehl bestäuben.

Schüssel mit einem Küchenhandtuch abdecken und 30 Minuten in den warmen Ofen stellen, damit die Hefe gehen kann. Nicht nachschauen, Hefe mag keine Kälte.

Wenn sich die Hefemasse auf etwa die doppelte Menge ausgedehnt hat, Schüssel aus dem Ofen nehmen. Öl unterrühren, nach und nach 125 ml lauwarmes Wasser hinzugeben und den Teig mit den Händen kräftig kneten. Falls der Teig kleben sollte, noch etwas Mehl hinzugeben.

Teig mit etwas Mehl bestäuben, abdecken und für weitere 60 Minuten in den warmen Ofen stellen. Wenn der Teig auf die doppelte Menge angewachsen ist, Schüssel aus dem Ofen nehmen. Teig nochmals kurz durchkneten und mit einem Nudelholz auf dem gefetteten oder mit Backpapier ausgelegtem Backblech ausrollen. Falls der Teig zu sehr kleben sollte, noch etwas Mehl an die Rolle geben. Abgedeckt kurz ruhen lassen.

Pizza mit Ziegenkäse, Nektarine und Thymian.
Backofen auf 220 Grad (Elektro) oder 210 Grad (Umluft) vorheizen.

Ziegenkäse in Scheiben schneiden, Frischkäse in kleine Flocken teilen.

Frische Pfirsiche Nektarinen waschen und entkernen, Dosenpfirsiche abgießen. Fruchtfleisch in flache Spalten schneiden.

Pfefferbeeren im Mörser oder mit dem Messerrücken leicht zerdrücken.

Thymian waschen und abtropfen lassen. Blätter und kleine Sträußchen abzupfen.

Den Hefeteig mit Tomatensugo oder Ajvar bestreichen und abwechselnd mit Käse und Pfirsichen belegen. Pfefferbeeren und Thymian darüber streuen und mit Öl besprenkeln.

Die Pizza 15 bis 20 Minuten backen.


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Sonntag, 17. August 2014

Szenen einer Ehe: Innere Werte

Er stöbert auf Facebook, als ihr Blick auf seinen Monitor fällt.

Sie, aufgeregt: "Oh, Du, Schatz, da ist ein Foto von meinem Eis auf deiner Pinnwand. Teilst du das mal bitte?"

Er, angewidert: "Ach, das soll Eis sein."

Sie, irritiert: "Äh, ja, klaa, was denn sonst?!"

Er: "Ich habe mich schon gefragt, was für eklige Innereien du schon wieder gekocht hast ..."

Jaaaaa, ich weiß, an meiner Fotoqualität kann ich noch arbeiten ...

Samstag, 16. August 2014

Rückblick: Wochenplan KW 33

Pfannkuchen, gefüllt mit Hack und
Champignons, mit Mozzarella
und Kräutern überbacken.
Diese Woche verlief nach Plan, der auch darin bestand, den Tiefkühler ein wenig leerer zu bekommen:

Sonnabend grillte der Gatte Schaschlik. Dazu gab's Kartoffelecken aus dem Ofen.

Sonntag aß ich die Nudelreste vom #twitterkocht-Treffen.

Montag hatte ich frei und entsprechend Zeit für ein Schmorgericht: Lammkeule, in Quittensaft gegart. Okay, die Lammkeule wanderte zwar aus dem Tiefkühler in den Ofen, aber in den Tiefkühler wanderten eine Portion Fleisch mit Sauce und eine Portion Sauce ...

Dienstag machte der Gatte mit Hack und Champignons gefüllte Pfannkuchen.

Mittwoch gab's noch mal das Montagslamm.

Donnerstag ließ der Gatte eine Portion seiner selbstgekochten Bolognese auftauen und machte dazu Spaghetti.

Lachs mit Spinat und Blätterteighaube.
Freitag plünderten wir ebenfalls den Tiefkühler: Es gab Lachs mit Spinat und Blätterteig.

Heute wollen wir auf den Markt. Mal schauen, ob wir es schaffen.

Zwei bemerkenswerte Ereignisse gab es diese Woche dann doch noch: Die Arbeit an drei Schreibtischen, mein Vertretungsdienst, der mit zwei kurzen Unterbrechungen seit Pfingsten andauerte, ist endlich zu Ende - bis zu den Herbstferien (oder bis eine Kollegin krank wird).

Hätte ich in der ganzen Zeit nur Kollegin II vertreten, wäre ich nicht so geschlaucht - nicht nur, weil ihr Aufgabenfeld weniger komplex ist als das von Kollegin I (zu deren Vertretung auch noch meine regulären Aufgaben kommen), sondern, weil die Zusammenarbeit mit ihr von Reibungen geprägt ist. Ihr Verhalten ist oft überraschend, gelinde gesagt, und da wir sehr eng zusammenarbeiten müssen, ist es sehr anstrengend. Für sie ist es umgekehrt sicher genau so. Hilft nichts, wir müssen das Beste daraus machen.

Und: Dieses ist mein 1.000 Blogbeitrag. Ich bin dann mal kurz beeindruckt.

Freitag, 15. August 2014

Aprikosen-Aperol-Eis

Dieses Rezept stand schon lange auf meiner Nachkochliste, und irgendwie hatte ich mir mehr davon erhofft.

Mir war klar, dass der Geschmack mit der Reife und Qualität der Aprikosen steht und fällt, also kaufte ich vollreife französische Früchte beim Grönhöker.

Die entpuppten sich aber als mehlig, relativ geschmacksarm trotz Reifung, und ließen sich nicht häuten. Ich wünschte mir Wachauer Marillen ... Wenn ich dieses Eis wieder mache, versuche ich mal Aprikosen aus der Dose, in der Hoffnung, dass die reifer und geschmacksintensiver sind.

Aprikosen-Aperol-Eis

Zutaten für ca. 500 ml Eismasse:

500 g reife Aprikosen  (mit Kernen etc. gewogen) oder ca. 425 ml Aprikosen aus der Dose
1 EL Zitronensaft
3 EL Aperol
1–2 EL Puderzucker
Pro Portion eine Orangenscheibe (die denken wir uns jetzt mal)
Minze oder Zitronenmelisse zum Dekorieren (auch das denken wir uns)

Zubereitung:

Aprikosen mit kochendem Wasser überbrühen, kalt abschrecken und die Haut abziehen. Früchte halbieren und entsteinen (dieser Absatz entfällt, wenn Du Dosenfrüchte nimmst).

Aprikosen, Zitronensaft und Aperol fein pürieren. Mit Puderzucker abschmecken.

Aprikosenmasse in eine Eismaschine geben und gefrieren lassen (ggf. noch in der Tiefkühltruhe nachfrieren lassen).

Zum Servieren pro Portion eine dünne Orangenscheibe auf jeden Teller legen und je eine Eiskugel darauf legen. Mit Minze oder Zitronenmelisse dekorieren.

Quelle: Lecker

Donnerstag, 14. August 2014

Erdbeer-Sorbet mit Schlehen-Gin

Erdbeer-Sorbet mit Schlehen-Gin.
Mein Erdbeerbüdchen und das Feld, in dessen Nähe ich wohne, verkauft Erdbeeren bis Ende August, manchmal auch noch länger – wie die Früchte halt reichen und reifen.  Bevor die Saison also ganz zu Ende ist, hier noch schnell ein Rezept für ein köstliches Eis.

Den Schlehen-Gin habe ich selbst angesetzt, aber immer noch nicht verbloggt. Das werde ich im Herbst, wenn die Schlehen wieder reif sind, nachholen.

Du kannst Schlehen-Gin oder Sloe-Gin aber auch in verschiedenen Qualitäten kaufen.  Am Bekanntesten ist sicherlich Schlehenfeuer. Wenn’s feiner sein darf, greifst Du zu Sloe Gin von Monkey 47 aus dem Schwarzwald*.

Erdbeer-Sorbet mit Schlehen-Gin

Zutaten für ca. 500 ml Eis:

500 g Erdbeeren
2 TL brauner Zucker
2-3 TL Erdbeerwein
Etwas Schlehen-Gin
Etwas frische Zitronenmelisse (die denken wir uns jetzt bitte einfach mal)

Zubereitung:

Die Erdbeeren waschen, putzen und vierteln oder achteln. Mit Zucker bestreuen und etwa eine halbe Stunde ziehen lassen. Den Erdbeerwein zugeben und die Früchte pürieren. Im Kühlschrank etwa 4 Stunden kühlen.

Die Erdbeer-Masse in einer Eismaschine über 60 Minuten gefrieren, ggf. noch in der Tiefkühltruhe nachfrieren lassen.

Nocken formen und in Cocktailgläsern anrichten. Mit einem Schuss Schlehen-Gin beträufeln und die Zitronenmelisse zum Sorbet legen.

Quelle: http://www.highfoodality.com/rezepte/eis-und-sorbets/erdbeer-sorbet-mit-sloe-gin/

*Affiliate links, falls Du in Deiner Nähe keinen Schlehen-Gin bekommst:

Mittwoch, 13. August 2014

Wassermelonen-Gurken-Slush

Wassermelonen-Gurken-Slush.
Diese Rezept brachte meinen Zeitplan zur Vorbereitung auf das #twitterkocht-Treffen gehörig durcheinander. Schuld war die Prise Salz im Originalrezept, das verhinderte, dass das Eis ordentlich gefror.

Ich dachte mir beim Lesen des Rezeptes schon, dass Salz im Eis nicht die beste Idee ist, aber andererseits, was kann so eine kleine Prise schon anrichten?! Nun ja, ziemlich viel!  

Nach einer Stunde in der Eismaschine und über drei Stunden in Heidis Turbo-High-Tech-Gefrierschrank hatte das vermeintliche Eis immer noch eine ziemlich flüssige Konsistenz.

Aber Improvisation ist beim Kochen ja bekanntlich alles. Also erklärten wir das Eis kurzerhand zum Hirnfroster aka Slush. Wieso Hirnfroster? Nun, saug' mal ganz viel auf einmal von der kalten Masse durch einen Strohhalm, dann weißt Du, warum!

Wassermelonen-Gurken-HirnfrosterSlush

Zutaten für ca. 1 Liter:

ca. 1 kg reife Wassermelone, ohne Schale gewogen und in Stücke geschnitten
1 Gurken, grob in Stücke geschnitten
3 EL Zitronensaft
3 EL Agavendicksaft
wenn Du willst, dass die Masse nicht gefriert: 1 Prise Salz
2 Esslöffel grob gehackte frische Minze
2 Teelöffel grob gehackte frische Basilikumblätter

Zubereitung:

Alle Zutaten im Blender oder mit dem Pürierstab zu Saft zerkleinern und durch ein feines Sieb geben. Etwa eine Stunde in der Eismaschine*gefrieren lassen, dann in einer Behälter umfüllen und im Tiefkühler nachgefrieren lassen.

Portionsweise in Gläsern servieren, gerne garniert mit Minze und Basilikum.

Quelle: The Weiser Kitchen

Dienstag, 12. August 2014

Erdbeer-Avocado-Salat mit Limetten-Honig-Dressing nach Hugh Fearnley-Whittingstall

Erdbeer-Avocado-Salat mit
Limetten-Honig Dressing
nach Hugh Fearnley-Whittingstall.
Bei Frau Island Girl fand ich einen Salat, der sofort auf meine Nachkochliste wanderte. Erdbeeren als herzhafter Salat sind nämlich wunderbar lecker.

Außerdem mag ich bunte Sommersalate. Die roten Erdbeeren zur grünen Avocado und weißen Parmesan sind doch eine Augenweide!

Das Rezept ist vom britischen Fernsehkoch Hugh Fearnley-Whittingstall und ratzfatz zubereitet. Nimmst Du Salat und Dressing getrennt verpackt mit, kannst Du diesen Salat auch auf einem Picknick genießen, weswegen ich damit am Küchenschlacht-Blog-Event zum Thema "Picknick" teilnehme.



Erdbeer-Avocado-Salat mit Limetten-Honig Dressing nach Hugh Fearnley-Whittingstall

Zutaten für 2 Portionen:

Für den Salat:
1 kleine Avocado
100 g Erdbeeren
etwa 6 große Blätter Basilikum
Ein wenig Parmesan

Für das Dressing
2 EL Olivenöl
Ein Spritzer Zitronensaft (und ein bisschen Zitrone für die Avocadoscheiben)
1 TL flüssiger Honig
Salz
Schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Avocado schälen, den Stein entfernen und das Fleisch der Länge nach in Scheiben schneiden. Mit etwas Zitrone beträufeln, damit die Scheiben nicht braun werden.

Die Erdbeeren waschen, putzen und in Scheiben schneiden.

Alle Zutaten für das Dressing verquirlen und abschmecken - es sollte ein wenig süß und ein wenig salzig sein und einen Hauch von Säure aus dem Zitronensaft haben.

Avocado und Erdbeeren auf einer großen Platte anrichten und mit dem Dressing napieren.

Das Basilikum in kleine Stücke zupfen und  über den Salat streuen. Mit einem Kartoffelschäler Späne vom Parmesan abschneiden und über den Salat geben, dann etwas Pfeffer darüber streuen. Servieren.

Quelle: The Guardian

Affiliate links zu Kochbüchern von Hugh Fearnley-Whittingstall:

Montag, 11. August 2014

Nektarinen-Zuckererbsen-Salat mit Sesamdressing

Nektarinen-Zuckererbsen-Salat
mit Sesamdressing.
Als wir uns zum #twitterkocht verabredeten und das angekündigte Paket von 3Glocken eintraf, zeigte sich, dass der Gutscheinwert die Kosten für das Nudelgericht überstieg.

Schnell war klar, dass wir den einen oder anderen Gang mehr kochen würden.

Am Ende kam dann der Sommer auf den Tisch: Es gab Gerichte mit vielem bunten, teilweise regionalem Obst und Gemüse.

Dieser Salat aus dem Buch "Mein Grillvergnügen" von Lisa Lemke ist ein schöner, fruchtiger, farbenfroher Sommersalat zum Gegrilltem. Er steht und fällt allerdings mit der Reife der Nektarinen. Am Besten kaufst Du Früchte, die so reif sind, dass sie sich gerade noch schneiden lassen.

Nektarinen-Zuckererbsen-Salat mit Sesamdressing

Zutaten für 4 Portionen:

3 El Sesamsamen
4 reife Nektarinen
100 g Zuckererbsen
½ rote Zwiebel
1 El Rapsöl
1 Tl Sesamöl
Saft von ½ Zitrone
½ Tl flüssiger Honig
Schwarzer Pfeffer
25 g frischer Blattspinat
Fleur de Sel

Der Salat ist schon bei der Zubereitung eine
Augenweide mit seinem prächtigen
Farbenspiel.
Zubereitung:

Den Sesam in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze rösten, bis er Farbe bekommt.

Die Nektarinen waschen, halbieren, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in Spalten schneiden.

Die Zuckererbsen waschen und längs in Streifen schneiden.

Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden.

Die Hälfte des gerösteten Sesams in einer Mühle oder in einer Küchenmaschine fein mahlen und mit Raps- und Sesamöl, Zitronensaft und Honig zu einem Dressing verrühren.  Mit reichlich schwarzem Pfeffer würzen.

Nektarinen, Erbsen und Zwiebelringe mit dem Spinat in eine Servierschüssel geben. Das Dressing darüber geben und den Salat vorsichtig mischen.  Mit Fleur de Sel würzen und mit dem restlichen Sesam bestreuen.

Affiliate link zum Grillbuch von Lisa Lemke

Sonntag, 10. August 2014

#twitterkocht mit @3Glocken oder: "Wehe, wenn sie losgelassen"


Ein Teil unserer #twitterkocht-Gruppe
bei der Arbeit - ohne Spaß, versteht sich.
Als eine Anfrage vom Nudelhersteller 3Glocken ins Postfach flatterte, ob ich Lust hätte, bei #twitterkocht mitzumachen, war ich sofort begeistert.

Die Idee, per 140 Zeichen häppchenweise ein Rezept zu erfahren und es virtuell mit anderen zu kochen, dabei die Erlebnisse zu teilen, war so verrückt, dass sie mich begeistern musste.

Normalerweise ist bei unseren Kochtreffen neben dem Einkauf die einzige Vorbereitung, dass eine weiß, wo die Rezepte sind. Hier wussten wir bei der Zusage weder, was wir einkaufen sollen, noch, wo die Rezepte sind - das ist doch ein Event wie für uns gemacht!

Mir war aber auch sofort klar, dass ich keine Lust habe, alleine zu kochen, zu twittern und zu essen. Ein richtig großes Kochtreffen sollte es aber auch nicht werden - ich habe momentan nicht die Kapazitäten, eines vorzubereiten. Also fragte ich beim "harten Kern" nach, und wir trafen uns zu fünft.

Vorm Kochen stand der Einkauf. 3Glocken machte es geheimnisvoll und stellte allen Teilnehmern ein Paket Korkenziehernudeln, eine Flasche Weißwein, einen Rewe-Gutschein für die frischen Zutaten und die Einkaufsliste zur Verfügung. So weit, so gut.


Hätte ich die Einkaufsliste ordentlich studiert, hätte ich Schmand gekauft. Aber Kochtreffen, bei denen alle Zutaten da sind, sind ja langweilig und nur was für Menschen, die kochen können. 
Zum Glück waren wir nicht die einzigen, die das mit dem Schmand verpeilten.
Beim Einkaufen zeigte sich, die Rewe-Sortimente unterscheiden sich doch sehr.






Fenchel war hier kein Problem. Erbsen haben wir von vorherein als Tiefkühlware angesehen, schon alleine, weil keine Lust hatte, zu palen. Allerdings sorgte die Menge für Verwirrung - sollten es 800 g gepalt oder ungepalt sein? Egal, Improvisation ist alles. Ich kaufte kurzerhand 900 g . anders waren die TK-Erbsen nicht sortiert.

Estragon war nur getrocknet oder eingelegt zu bekommen, und selbst der benachbarte Grönhöker hatte keinen frischen. Wäre ich wie geplant losgekommen, hätte ich noch schnell bei real gehalten, denn die haben ihr Sortiment in Teilen sehr verbessert und inzwischen normalerweise frischen Estragon da.

Ich sorgte dann noch zusätzlich für Verwirrung in der Timeline, weil ich sicherheitshalber ein Paket Nudeln mehr kaufte.





Klare Arbeitsteilung und hartes Regiment beherrschten den Abend. Zum Glück sind wir es gewohnt, keinen Spaß bei den Kochtreffen zu haben, nicht zu lachen, zu wenig zu essen und zu trinken zu bekommen.

Sandra wurde abgeordnet, zu twittern, was das Zeug hält. Gundi, Heidi und Kathrin wurden in die Küche gesperrt meldeten sich höchst freiwillig zum Küchendienst und bekamen von Sandra oder mir (nachdem ich die Techniktücken des Smartphones meisterte (jawoll, ich bin kommunikationsmäßig im 21. Jahrhundert angekommen!)) Befehle Anweisungen zugerufen.

Da glaubt Gundi noch, sie dürfe twittern.
Gundi erkennt den Ernst der Lage.
Technik und ihre Tücken, Teil I.
Technik und ihre Tücken, Teil II.
Arbeitsteilung ist alles.
Schließlich ging es mit dem Kochen los.

Blick auf die Zutaten. 
Schrittweise kamen die Anweisungen. Heidi, mit bewunderswerter Ruhe gesegnet, gab den Fels in der Brandung, behielt Ruhe und Übersicht und war 3Glocken immer mindestens einen Schritt voraus. Nebenbei sorgte sie auch noch dafür, dass zwei Salate fertig wurden. Die Fertigstellung des dritten verfehlten wir im Haaresbreite. Ich weiß, wo es heute Blumenkohl gibt.


Der Hinweis kam in meinem Fall ein wenig zu spät. Ich rutschte bei den Vorbereitungen zu Hause mit der Hand von einer Melone ab und unters Messer, das die andere Hand gerade herunterdrückte. Nicht im Bild: Der ebenfalls verpflasterte rechte Zeigefinger. Da räumte ich ein Messer in den Spülmaschinenbesteckkorb. Der Gatte erwägt, mir zukünftig vor dem Betreten einer Küche die Hände auf den Rücken zu binden. 
Natürlich wurde jeder Schritt ordentlich von uns dokumentiert - teilweise sogar doppelt.





Schließlich kann gegessen werden.

Nudeln mit Fenchel, Erbsen, Tomaten und Hähnchenbrustfilets. 
Nektarinen-Zuckererbsen-Salat.
Erdbeer-Avocado-Salat
Vor dem Essen steht das Twittern.


Unter Ausschluss der Öffentlichkeit ging's dann mit dem einen oder anderen Dessert weiter (zum Ausdekorieren waren wir alle zu schlapp ...).

Wassermelonen-Gurken-HirnfrosterSlush.
Erdbeer-Eis mit Schlehen-Gin über dem Eis und auf dem Teller.
Aprikosen-Aperol-Eis.
Die Rezepte findest Du ab morgen im Blog.

Herzlichen Dank an Heidi, die uns wieder bei sich aufnahm, stoisch die Ruhe bewahrte, an Kathrin und Gundi, die Heidi fleißig beim Kochen halten, an Sandra, die twitterte, was das Zeug hielt, und an 3Glocken für die tolle Idee. Wenn es ein nächstes Mal gibt, sind wir gerne mit dabei.

Alle Tweets und Fotos in der Zusammenfassung gibt es hier.

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