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Mittwoch, 22. April 2020

Ofen-Spargel mit Ofen-Kartoffeln und Bozener Sauce

In diesem Jahr färbte nicht nur Schwiegermutter Eier, sondern auch der Gatte, so dass wir zwei Wochen nach Ostern immer noch hartgekochte Eier haben. So kam ich auf Bozner bzw. Bozener Sauce.

Ofen-Spargel mit Ofen-Kartoffeln und Bozener Sauce.
Die meisten Rezepte nehmen nur zwei Eier, dafür aber mehr oder weniger viel Öl. Ich habe die Eimenge verdreifacht, denn ich wollte, dass die Sauce nach Eigelb schmeckt, nicht nach Öl.

Ich bin bekanntlich eine faule Hausfrau, weswegen es den Ofen-Spargel bei mir meistens mit Ofen-Kartoffeln gibt. Dafür kaufe ich dicke Spargelstangen, schneide die Kartoffeln in dünne Scheiben und lege sie auf den Spargel. So ist beides gleichzeitig gar.

Ofen-Spargel mit Ofen-Kartoffeln und Bozener Sauce

Zutaten für 2 Portionen:
Für den Ofen-Spargel und die Ofen-Kartoffeln:
1 kg weißer Spargel, gerne dicke Stangen
4-8 Kartoffeln, je nach Größe
50 g Butter
100 ml Öl
Salz
Pfeffer
Zucker

Für die Sauce:
6 Eier, hartgekocht
1 TL mittelscharfer Senf
50 ml Öl
2 EL Weißweinessig
1 Spritzer Zitronensaft
2 EL gehackter Schnittlauch
Salz

Zubereitung:

Spargel schälen, holzige Enden abbrechen und die geschälten Stangen in eine Auflaufform legen.

Kartoffeln schälen, waschen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Auf dem Spargel verteilen. Alles salzen, pfeffern und mit einer Prise Zucker würzen. Butter und Öl darüber geben und bei bei 180°C (Umluft) etwa 30 Minuten im Ofen garen. Mit einer Gabel prüfen, ob Spargel und Kartoffeln gar sind, ggf. Garzeit verlängern.

Währenddessen die Eier aufschneiden, das Eigelb mit einem Teelöffel herauslösen und durch ein feines Teesieb in eine Schüssel drücken. Den Senf unterrühren und unter Rühren das Öl dazugießen. Weißweinessig unterrühren und mit Zitronensaft und Salz abschmecken.

Das Eiweiß in feine Würfel hacken, 2 EL davon beiseitestellen. Restliches Eiweiß mit dem Schnittlauch unter die Sauce rühren.

Spargel und Kartoffeln aus dem Ofen holen, auf Teller geben, mit der Sauce übergießen und mit dem restlichen Eiweiß und Schnittlauch garnieren.

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Dienstag, 21. Mai 2024

Ofen-Spargel mit Ofen-Kartoffeln und grüner Sauce

Für diese Spargelzeit haben wir einen Kompromiss: Einmal in der Woche gibt es Spargel gekocht oder aus dem Ofen, einmal in der Woche darf ich experimentieren. Der Gatte ist gerade nicht sehr abenteuerlustig - Ofen-Spargel ist ihm Abenteuer genug. 

Ofen-Spargel mit Bratkartoffeln und grüner Sauce.

Dieser Beitrag geht rüber zum Dings vom Dienstag und zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln! 

Ofen-Spargel mit Ofen-Kartoffeln und grüner Sauce

Zutaten für 2 Portionen:

Für den Ofen-Spargel und die Ofen-Kartoffeln:
1 kg weißer Spargel, gerne dicke Stangen
4-8 Kartoffeln, je nach Größe
50 g Butter
100 ml Öl
Salz
Pfeffer
Zucker

Für die Sauce:

6 Eier
1 Packung TK-Kräuter Frankfurter Grüne Soße, aufgetaut
200 g Naturjoghurt
200 g saure Sahne
1 TL Senf, mittelscharf
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Spargel schälen, holzige Enden abbrechen und die geschälten Stangen in eine Auflaufform legen.

Kartoffeln schälen, waschen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Auf dem Spargel verteilen. Alles salzen, pfeffern und mit einer Prise Zucker würzen. Butter und Öl darüber geben und bei bei 180°C (Umluft) etwa 30 Minuten im Ofen garen. Mit einer Gabel prüfen, ob Spargel und Kartoffeln gar sind, ggf. Garzeit verlängern.

Währenddessen Eier hart kochen und pellen. 4 Eier halbieren. Die 
restlichen beiden Eier pellen, fein hacken und beiseite stellen für die grüne Sauce.

TK-Kräuter in einem Mixer mit Joghurt, saurer Sahne, Senf und Pfeffer
pürieren. Mit Salz abschmecken. Die gehackten Eier fein hacken unter die Sauce heben. Sauce mit den Eiern zu Spargel und Kartoffeln servieren.

Donnerstag, 14. Juni 2018

Ofen-Spargel mit Champignon-Sauce

Normalerweise käme ich nicht auf die Idee, Pilze mit Spargel zu kombinieren, denn erste gehören für mich in den Herbst, letzterer in den Frühsommer. Aber jüngst blieben bei einem Gericht, das der Gatte kochte, Champignons übrig, und ehe die umkommen, kommen sie besser zum Spargel.

Ergebnis ist eine wirklich leckere Alternative zur Hollandaise.

Ofen-Spargel mit Champignon-Sauce.
Ofen-Spargel mit Champignon-Sauce

Zutaten für 2 Portionen:

Für den Ofen-Spargel:
1 kg weißen Spargel
100 g Butter
1 Handvoll glatte Petersilie, Schnittlauch und Kerbel
Salz
Pfeffer
Zucker

Für die Sauce:
200 g braune Champignons
1 Schalotte
Rapsöl
2-3 Stängel Thymian
100 ml Weißwein
200 ml Sahne

Zubereitung:

Die holzigen Ende vom Spargel abbrechen und die Stangen schälen. Nebeneinander in eine flache, eckige Auflaufform legen. Würzen und die Kräuter auf den Stangen verteilen. Die Butter in Flöckchen darüber geben. Die Auflaufform mit einem Deckel oder Alufolie verschließen und den Spargel bei 180°C (Umluft) etwa 30 Minuten im Ofen garen (die Zeit richtet sich nach der Dicke der Stangen und nach der Auflaufform).

Die Champignons waschen und würfeln. Die Schalotte pellen und fein würfeln. Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Schalotte darin glasig dünsten. Champignons und Thymian dazu geben und anbraten. Mit Weißwein ablöschen und etwa 10 Minuten köcheln lassen, dann die Sahne unterziehen.

Spargel aus dem Ofen nehmen, die Kräuter entfernen und den Spargel mit der Champignon-Sauce servieren. Dazu schmecken Kartoffeln.

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Mittwoch, 12. Juni 2019

Bunter Ofen-Spargel (Spargel Primavera)

Dass ich eine faule Hausfrau bin, verhehle ich nicht. Der Spargelverkäufer in der lindgrünen Hölle, mit dem ich mich gelegentlich über Zubereitungsarten austausche, meinte letztens, ich wäre nicht faul, sondern effektiv und möchte einfach mehr Zeit für den Gatten haben. Öhm, ja, das auch.

Bunter Ofen-Spargel (Spargel Primavera).
Wenn ich also bei einem Rezept lesen, dass ich alle Zutaten erst nacheinander in einer Pfanne garen soll, um sie dann alle zusammen in einer Auflaufform zu servieren, frage ich mich automatisch, warum ich nicht gleich alles zusammen im Ofen gare. Das ist so effektiv, dass es sogar noch den Abwasch der Pfanne spart.

Anders als im Originalrezept nehme ich keine Haselnüsse, gegen die ich allergisch bin, sondern Erdnüsse.

Bunter Ofen-Spargel (Spargel Primavera)

Zutaten für 4 Portionen:
500 g weißer Spargel
500 g grüner Spargel
8 kleine Kartoffeln (Drillinge)
100 g Erdnüsse, geröstet und gesalzen
1 Zitrone
1 Bund Frühlingszwiebeln
Olivenöl
Salz
Pfeffer
2 Knoblauchzehen
250 g Kirschtomaten (oder andere Tomaten, die aber halbieren)
1 Prise Zucker
100 g Baby-Spinat

Zubereitung:

Den weißen Spargel schälen und die Enden abbrechen. Den grünen Spargel waschen und die Enden abbrechen. Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben. Frühlingszwiebeln putzen, waschen und schräg in Stücke schneiden. Kartoffeln waschen und halbieren. Die Tomaten waschen. Knoblauch pellen. Spinat waschen und
trocken schleudern.

Kartoffeln, Spargel, Knoblauch und Zitronenschale in eine Auflaufform geben, würzen und mit einem kräftigen Strahl Olivenöl begießen. Mit Alufolie oder Deckel verschließen und bei 180°C (Umluft) für 20 Minuten in den Ofen geben. Jetzt die restlichen Zutaten dazu geben und alles nochmal ohne Deckel / Alufolie für 10 bis 15 Minuten in den Ofen geben. In der Auflaufform servieren.

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Montag, 25. Mai 2026

Ofen-Spargel mit Tahina-Sauce

Zurzeit sind viele Rezepte von Frau Magentratzerl auf meiner Nachkochliste. Dieses ist eines davon.  

Ofen-Spargel mit Tahina-Sauce.

Allerdings bin ich verfressener als Familie Magentratzerl. Bei mir reicht ein Kilo Spargel nur für zwei Portionen, nicht für vier - und ich brauche ein paar Kartöffelchen dazu. 

Tahin-Sauce mit Granatapfelkernen fand ich fein zum weißen Spargel. Überhaupt nicht mein Fall war der Koriander. Viel zu dominant. Die zweite Portion gab's also ein paar Tage später ohne Koriander. 

Ofen-Spargel mit Tahina-Sauce

Zutaten für 2 Portionen:

Für den Spargel:

1 kg weißer Spargel
Zucker
Salz
Butter
Öl für die Form

Für die Sauce:

100 g Tahina 
Saft von 1 Zitrone
60 ml Wasser
2 EL Joghurt
1 Knoblauchzehe
2 EL Ahornsirup
Salz
Pfeffer 

Zum Servieren:

fein geschnittenes Koriandergrün
Granatapfelkerne

Zubereitung:

Ofen auf 200°C vorheizen und eine passende Auflaufform mit Öl auspinseln. 

Spargel schälen und die holzigen Enden abbrechen. In eine Auflaufform geben, mit Zucker und Salz würzen, grob durchmischen und die Butter in Flöckchen darauf setzen. Im Ofen bei 200°C (Umluft) etwa 20 Minuten garen.

Inzwischen für die Sauce Tahina, Zitronensaft, Wasser und Joghurt verrühren. Knoblauch schälen und pressen, dann zusammen mit dem Ahornsirup unter die Sauce rühren. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken und ggf. noch mit etwas Wasser verdünnen. 

Den Spargel zusammen mit der Sauce, dem Koriandergrün und den Granatapfelkernen servieren.

Samstag, 24. Juni 2023

Wochenplan in KW 25/23: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CLXXI

Dieser Wocheneinkauf fand zur Abwechslung mal wieder in Hamburg statt, denn wir waren tatsächlich zwei Wochen in Folge in der Wohnung. Das war einerseits schön, weil das Pendeln wegfiel, andererseits doof, weil ich jetzt weiß, wie grüner Spargel riecht und aussieht, der bei diesen Temperaturen zwei Wochen lang in einer Harrods-Wachstuchtasche in der Küche lag. Ich hätte auf diese Erfahrung verzichten können. Und wie bekomme ich die Harrods-Wachstuchtasche jetzt sauber?!

Es ging Sonnabendnachmittag zum Discounter, zum poshen Edeka, zum Bäcker und zur Postfiliale im Tante-Emma-Laden. Wir hätten schnell durch sein können, weil wir nicht viel brauchten, aber der Gatte, gerade aus dem Krankenhaus entlassen, war schlecht beieinander. So musste ich immer wieder deeskalieren und ihn vor allem davon abhalten, die Einkäufe zu tragen, denn in den kommenden zwei Wochen darf er nichts Schweres heben, um keine inneren Blutungen zu riskieren. Leider versteht der Gatte das nicht. Das werden anstrengende zwei Wochen.

Im Laufe der Woche ging's zum Spargelbüdchen, zu Ikea, drehte der Gatte seine Runden, machte ich einen Großeinkauf bei Budni und brachte die geerbte Wanduhr zur Überarbeitung zum Juwelier bzw. Uhrmacher. Beim Kostenvoranschlag bekam ich Schnappatmung, aber nützt ja nichts. Die Uhr ist eine Kindheitserinnerung, und ich möchte sie unbedingt behalten. Wieder einmal fiel mir auf, wie nett man in dem Laden ist im Gegensatz zum alteingesessenen Juwelier, wo man mich in Räuberzivil nicht bedienen wollte - ich sah halt nicht nach Geld aus. Hier wurde uns sogar die Perlenkette gezeigt, die dem Gatten vor zwei Wochen so gut gefiel. Sie müsste für mich verlängert werden, was sie nicht günstiger macht, und ich ahne, was es Weihnachten geben wird. 

Viele Regale waren wieder leer, aber irgendwie bekamen wir alles, was auf unserem Zettel stand, nur halt nicht alles aus den Angeboten. Bei Ikea waren wir über Mittag, Heimbüro mit extra langer Mittagspause machte es möglich. Überraschenderweise war alles vorrätig und wird schon kommende Woche geliefert. Dann habe ich im alt-neuen Haus endlich einen Schreibtisch und einen Schreibtischstuhl! Running Gag sind inzwischen die beiden Ikea-Gutscheine, die wir zu Weihnachten bekamen, denn die vergessen wir jedes Mal, wenn wir bei Ikea sind. 

Da die Spargelsaison heute endet, wollten wir diese Woche nochmal so viel Spargel wie möglich essen. Mit Glück haben einige Marktstände in der lindgrünen Hölle noch Spargel bis in den Juli, aber darauf wollten wir uns nicht verlassen.

Endlich mal wieder ein Wochenplan an der Tafel im Flur.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Der Gatte hatte Lust, zu kochen, und so gab es Sonnabend Klopse mit Kartoffel-Wurzel-Stampf und gestovten Kohlrabi. Das Essen war Teamwork. Ich kümmerte mich ums Gemüse, damit sich der Gatte nicht schneidet. Das geht krankheitsbedingt schnell bei ihm. 

Sonntag gab's nochmal die Spargel-Wurzel-Tarte aus der Vorwoche.

Montag hatte ich einen anstrengenden Tag und war froh, dass ich nichts kochen musste, weil noch Klopse mit Kartoffel-Wurzel-Stampf und gestovten Kohlrabi da waren.  

Dienstag kochte ich Spargel ganz klassisch mit Hollandaise.

Mittwoch machte ich geröstetes Zitronen-Hähnchen mit Spargel und Erbsen. Dazu gab's Ofen-Kartoffeln

Donnerstag sollte es Ofen-Spargel mit Champignon-Sauce geben, aber ich hatte ausgeblendet, dass wir Sonnabend im alt-neuen Haus grillen wollten und stattdessen das geröstete Zitronen-Hähnchen mit Spargel und Erbsen geplant. So gab's das dann am Donnerstag.

Freitag waren wir wieder auf der Baustelle. Es gab Ofen-Spargel mit Ofen-Kartoffeln.

Gebacken wurde nicht. Stattdessen gab's jede Menge Erdbeeren, Melone und Eis. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Montag, 20. Mai 2013

Spargel aus der Folie

Spargel in der Folie, auf dem Weg in den Ofen.
Dass ich ein Spargel-Trauma habe, habe ich hier schon gebeichtet.

Inzwischen kann ich sagen: Ich hatte ein Spargeltrauma.

Inzwischen liebe ich Spargel.

Ich esse ihn freiwillig.

Ich kann kaum erwarten, dass die Saison los geht.
Schuld daran ist dieses Rezept, das ich durch sie kennenlernte.

Zu den Spargelpäckchen gebe ich gerne Kartoffeln
in den Ofen und serviere sie mit dem Spargel.
Seitdem ich Spargel in der Folie zubereite, esse ich Spargel auch in anderen Zubereitungsformen. Normalerweise brauche ich weder Schinken noch Hollandaise dazu, nur Kartoffeln. Für mich ist der Spargel also vegetarisch, außer, wenn zufällig noch Speckstippe von der Maischolle da ist. Die kann ich ja nicht umkommen lassen!

Spargel aus der Folie

Zutaten für 1 Person:

500 g Spargel, möglichst gleichmäßig dicke Stangen
Salz (Menge nach Geschmack)
Zucker (Menge nach Geschmack)
40 g Butter, geschmolzen

Zubereitung:

Geschmack und Duft entschädigen für die Optik: Spargel,
in der Folie serviert, mit Ofenkartoffeln und Schinken.
Den Spargel schälen und die Enden abbrechen (so bin ich sicher, dass ich keinen holzigen Spargel habe).

Zwei große Bögen Alufolie so nebeneinander legen, dass sie überlappen. Die Seiten hochklappen, so dass ein Rand entsteht.

Den Spargel darauf legen, mit Salz und Zucker würzen. Die Alufolie sorgfältig zu Paketen verschließen. Die Pakete nebeneinander auf ein Backblech legen und bei 180°C (Umluft) ca. 45 Minuten im Ofen garen.

Den Spargel aus dem Ofen nehmen, kurz ruhen lassen und in der Folie servieren. Das sieht zwar nicht so toll aus, aber so kommt jeder in den Genuss des unvergleichlich karamelligen Aromas.


Samstag, 2. Mai 2020

Wochenplan in KW 18/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten VII

In dieser Woche wollten wir hauptsächlich aus dem Tiefkühl-Vorrat leben, denn der kleine Tiefkühler ist übervoll. Zu Beginn der Corona-Krise richtete ich mich sicherheitshalber auf eine vierzehntägige Quarantäne und eine Ausgangssperre ein, aber inzwischen könnten wir mehr als vierzehn Tage überstehen. Und dann sind da noch die vielen kleinen Portionen, die ich für Mudderns einfror und die sie normalerweise mindestens alle zwei Wochen bekommt. Nur sah ich sie seit nunmehr elf Wochen nicht.

Kurzum: Der Tiefkühler muss leerer werden! Das klappte allerdings nur in der Theorie.

Der Einkaufszettel war schnell geschrieben: Aufschnitt, Spargel in Grün und Weiß, Tomaten, Eier, Milch, Butter und Kartoffeln - das war's.

Wir waren beim Schlachter, öfter, wegen des leckeren Aufschnitts, in Discountern, im Getränkemarkt, im Supermarkt und in Drogeriemärkten. Der Wochenmarkt fiel aus - Mittwoch war's da brechend voll. Zum Glück steht im Dorf schon wieder der Stand mit Obst und Spargel aus dem Alten Land - die tägliche Nahversorgung, insbesondere mit Spargel, ist also bestens gesichert. Nur bedeutet kein Wochenmarkt auch, dass ich keine frischen Blumen bekam, aber nun gut (an den Blumenladen im Dorf dachte ich nicht).

Der Gatte war auf dem Rückweg aus dem Büro beim Lieblingsbäcker, erledigte den einen oder anderen Einkauf für seine Mutter, war mit seiner Mutter zum Großeinkauf in der Metro, und brachte immer mal wieder Fehlendes für uns mit.

In einem Drogeriemarkt gab's tatsächlich wieder Desinfektionsmittel. Wir haben jetzt in Autos und Handtaschen kleine Fläschchen. Auch, wenn ich weiß, dass es das Händewaschen nicht ersetzt, ist mir doch wohler, wenn ich das Zeugs zwischendurch mal nutzen kann. Wenn das so weitergeht, entwickle ich noch einen Waschzwang.

Der Wochenplan für die letzte Aprilwoche in der Theorie.
Sonnabend gab's Polenta mit buntem Ofen-Gemüse.

Sonntag wollte ich eigentlich eine der vielen Ein-Portionen-Portionen aus dem Tiefkühler essen, aber da war noch Polenta mit buntem Ofen-Gemüse.

Montag gab's Ofen-Spargel mit Ofen-Kartoffeln.

Dienstag sollte es Kohleintopf aus dem Tiefkühler geben, aber der Blick in den Tiefkühler zeigte: Damit der Eisvorrat des Gatten Platz hat, muss erst die TK-Pizza weg.

Mittwoch wollten wir auf dem Wochenmarkt, und sollte abends Spargel geben, nur fiel der Wochenmarktbesuch wegen Überfüllung aus. Spargel gab's trotzdem: Grünen Spargel, übriggeblieben vom Ofen-Gemüse, mit Nudeln und Pastrami.

Donnerstag sollte es Bohnensuppe mit Azukibohnen aus dem Tiefkühler geben, aber damit wir ein in Scheiben geschnittenes Brot einfrieren konnten, mussten zwei Dosen Kohleintopf weichen.

Freitag sollte es erst Spaghetti Bolognese geben, dann Spargel mit Ofen-Kartoffeln und Schinken, aber ich war zu erschöpft zum Kochen. Es gab Essen vom Lieblings-Asia-Lieferdienst.

Gebacken wurde auch: Ein Mohnie, ein Mohn-Orangen-Brownie.

Bleibt gesund, bleibt zu Hause und passt auf eure Lieben auf.

Montag, 4. Mai 2020

Polenta und buntes Ofen-Gemüse mit grünem Spargel

Da der Gatte spontan Gemüsesuppe kochte, waren im Gemüsefach noch Zucchino, Wurzeln und Petersilienwurzeln. Zusammen mit Tomaten und grünem Spargel wurde daraus buntes Ofen-Gemüse.

Unter dem Gemüse ist die Polenta: Polenta und buntes Ofen-Gemüse mit grünem Spargel.
Gibt man alle Gemüse gemeinsam in den Ofen, werden Zucchini und Spargel sehr weich. Ich mag das. Wer's nicht mag, gibt beides nach der Hälfte der Garzeit in den Ofen, die Spargelspitzen sogar erst nach zwei Dritteln der Garzeit.

Polenta und buntes Ofen-Gemüse mit grünem Spargel

Zutaten für 4 Portionen:

Für das Ofen-Gemüse:
250 g grüner Spargel
1 - 2 Zucchini
5 - 6 Wurzeln (Möhren, Karotten)
4 - 5 Tomaten
2 - 3 Petersilienwurzeln
200 g Schafskäse
getrocknete mediterrane Kräuter (Oregano, Basilikum, Majoran, Thymian, Rosmarin etc.)
Salz
Pfeffer
brauner Zucker
Olivenöl

Für die Polenta:
250 g Polenta
500 ml Gemüsebrühe
500 ml Milch
1 guter Stich Butter
Salz

Zubereitung:

Für das Ofen-Gemüse alle Gemüse waschen und Putzen. Wurzeln und Petersilienwurzeln in dünne, Zucchini in dicke Scheiben schneiden. Spargel in etwa 5 cm lange Stück schneiden, Tomaten vierteln oder achteln. Schafskäse würfeln.

Gemüse und Schafskäse vermischen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben, mit Salz, Pfeffer, wenig Zucker und den Kräutern würzen und mit Olivenöl beträufeln. Bei 170°C (Umluft) etwa 30 Minuten garen.

Für die Polenta Milch und Gemüsebrühe zum Kochen bringen, die Polenta dazu geben, aufkochen, Hitze reduzieren und quellen lassen. Mit Butter und Salz abschmecken. Zum Gemüse servieren.

Mittwoch, 22. Mai 2013

Spargel aus dem Bratschlauch - die schlanke Variante zum Spargel aus der Folie

Zwei Kilo Spargel im Bratschlauch im Ofen.
Diese Spargelzubereitung ist quasi die schlanke Variante vom Spargel in der Folie, denn sie funktioniert komplett fettfrei. Lecker ist sie trotzdem. Ich brauche noch nicht mal Holländische Sauce dazu.

Mir gefällt die Zubereitung von Spargel in Folie oder Bratschlauch deswegen so gut, weil ich finde, das Aroma wird besser bewahrt als beim Kochen im Wasser.

Außerdem kann ich die Spargelpäckchen in den Ofen schieben und vergessen, bis der Küchenwecker klingelt.

Ich darf nur nicht vergessen, den Küchenwecker zu stellen.

Spargel aus dem Bratschlauch

Zutaten für 2 Portionen:
1 kg weißen Spargel, möglichst gleichmäßig dick
100 ml Wasser
Salz (Menge nach Geschmack)
Zucker (Menge nach Geschmack)
Zitronensaft (Menge nach Geschmack)
Butter, gerne geschmolzen (Menge nach Geschmack)

Spargel, aus dem Bratschlauch befreit, mit Holländischer
Sauce und Schinken. Nicht im Bild: Kartoffeln.
Für die Sauce:
Speisestärke
Muskatnuss, gerieben

Zubereitung:

Den Spargel schälen und die unteren Enden abbrechen (so bin ich sicher, dass ich alles Holzige erwischte).

Den Bratschlauch zuschneiden und nach Packungsangabe vorbereiten. Ein Ende zuknoten, den Spargel hineinlegen und die übrigen Zutaten (außer Speisestärke und Muskatnuss!) über den Spargel geben.

Den Bratschlauch auf ein Backblech geben und bei 180°C (Umluft) für ca. 25 Minuten in den Ofen geben. Je nach Dicke der Stangen braucht der Spargel evtl. etwas mehr Zeit.

Ist der Spargel fertig, vorsichtig aus dem Schlauch nehmen und warmhalten. Die Flüssigkeit in einen Topf gießen, kurz aufkochen, mit etwas Speisestärke binden, mit Muskatnuss abschmecken und als Sauce zum Spargel servieren.



Sonntag, 21. Juni 2020

Gebackener lila Spargel mit Estragon-Quark

Violetter Spargel oder Purpurspargel ist eine relative junge und seltene Spargelsorte. Er soll intensiver und nussiger schmecken als sein grüner und vor allem weißer Verwandter. Nun ja. Der Geschmack ist sicher intensiver, wenn er als Rohkost gegessen wird. Beim Garen hingegen wird aus dem Lila Grün, und so viel intensiver fand ich den Geschmack im Vergleich zum grünen Spargel nun auch wieder nicht.

Bevor er in den Ofen kam, war er lila ... Gebackener lila Spargel mit Estragon-Quark.
Lila Spargel braucht mehr Wärme als weißer oder grüner und ist deswegen meist als Importware oder gegen Ende der Spargelsaison, wenn's schon wärmer ist, erhältlich. Ich bekam ihn tatsächlich an der Spargelbude aus der Nordheide. Lila Spargel ist übrigens auch weniger ertragreich als grüner oder weißer und deswegen etwas teurer.

Dieses Rezept ist eigentlich eine Vorspeise, aber mit ein paar Ofen-Kartoffeln wurde daraus ein Hauptgericht.

Gebackener lila Spargel mit Estragon-Quark

Zutaten für 2-4 Portionen:

100 g Paniermehl
50 g Parmesan
Pfeffer
Salz
500 g Spargel
2 Eier
100 g Mehl
1/2 TL Zitronenschale
1 EL Zitronensaft
250 g Vollmilch Joghurt
1 EL Mayonnaise
1 TL Estragon, feingehackt

Zubereitung:

Paniermehl und Parmesan in einer Schüssel vermengen und mit Pfeffer und Salz würzen. Spargel im unteren Drittel schälen bzw. holzige Enden abbrechen. Eier miteinander verquirlen.

Spargel im Mehl wälzen, in die verquirlten Eier tauchen und dann in der Paniermehl-Parmesan Mischung wälzen.

Zitrone gründlich waschen, ½ TL Schale abreiben und den Saft auspressen. Joghurt mit Mayonnaise mischen und mit Zitronenschale, 1 EL Zitronensaft, Estragon, Pfeffer und Salz würzen.

Spargel auf einem Backblech mit Backpapier verteilen, in den Ofen schieben und bei 180°C (Umluft) für 10-12 Minuten backen. Sofort heiß servieren.

Quelle

Montag, 8. Juni 2026

Saganaki mit Spargel-Tomaten-Salat aus dem Ofen

Dieses Gericht war so unglaublich lecker, dass ich am Liebsten gleich beide Portionen verputzt hätte. 

Saganaki auf Spargel-Tomaten-Salat.

Saganaki, panierter Schafskäse, ist eine griechische Vorspeise. Ich mag diese Variante, in der der Schafskäse mit Filoteig umhüllt und im Ofen gebacken wird. Sie ist nicht so fett wie die panierte, gebratene Variante. 

Frisch aus dem Ofen: Saganaki und Spargel-Tomaten-Salat.

Das gibt's bestimmt öfter.

Saganaki mit Spargel-Tomaten-Salat aus dem Ofen

Zutaten für 2 Portionen:

200 g Schafskäse
2 Blätter Filoteig / Yufkateig / Strudelteig
500 g grüner Spargel
250 g Kirschtomaten
5 Stiele Oregano (alternativ getrockneter Oregano)
Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 TL Dattelsirup
2 EL Wasser
2 EL Weißweinessig
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Schafskäse halbieren und in je ein Blatt Filoteig wickeln und mit etwas Olivenöl bestreichen. In eine leicht gefettete Auflaufform legen. 

Vom Spargel die holzigen Enden abbrechen. Tomaten waschen und putzen. In eine leicht gefettete Auflaufform due Spargelstangen nebeneinander legen und die Tomaten darüber legen. 

Beide Auflaufformen bei 200°C (Umluft) in den Backofen geben und alles ca. 20 Minuten garen. 

Währenddessen für das Salatdressing Knoblauch und Zwiebel pellen fein hacken und mit Dattelsirup, 3 EL Olivenöl, 2 EL Wasser, Essig und Oregano verquirlen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Spargel und Tomaten aus dem Ofen nehmen und noch heiß mit dem Dressing vermischen. Zusammen mit dem Schafskäse servieren. 

Dienstag, 23. Mai 2017

Überbackene Pfannkuchen mit grünem Spargel

Grünen Spargel esse ich inzwischen viel lieber als weißen, denn ich finde, er schmeckt intensiver und lässt sich vielfältiger verarbeiten. Bei bestimmten Gerichten käme ich gar nicht auf die Idee, sie mit weißem Spargel zu kombinieren, denn sein feiner Geschmack würde total untergehen. Dieses ist so ein Gericht.

Grüner Spargel guckt vorwitzig aus einem Pfannkuchen.
Da ich eine faule Hausfrau bin, sparte ich mir die Pfannkuchenbraterei und machte einfach ein Blech Ofenpfannkuchen. Davon bleiben ein paar Stücke übrig - mit Zimt-Zucker oder Apfelmus habe ich dann gleich auch noch einen feinen Nachtisch. Wie gesagt: Ich bin eine faule Hausfrau.

Spargel im Pfannkuchen unter ordentlich Béchamel.
Überbackene Pfannkuchen mit grünem Spargel

Für die Ofenpfannkuchen:

600 ml Milch
250 g Mehl
3 Eier (oder mehr - umso mehr Eier, desto fluffiger werden die Pfannkuchen)
1 Prise Salz
1 EL sehr weiche oder geschmolzene Butter

Für die Béchamelsauce:

1 kleine Zwiebel
4 Nelken
600 ml Milch
½ TL schwarze Pfefferkörner, leicht angestoßen
3 Lorbeerblätter, gerne frisch
50 g Butter
35 g Mehl
150 g Crème fraîche
30 g Parmesan, gerieben
Frisch geriebene Muskatnuss
Salz
Pfeffer

Für die Füllung:

1 kg grüner Spargel (möglichst gleich dicke Stangen)
8 große, dünne Scheiben Kochschinken, nach Geschmack auch mehr

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Ofenpfannkuchen zu einem glatten Teig verrühren. Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig darauf verteilen. Ggf. einen Teigschaber zur Hilfe nehmen,  damit sich der Teig gleichmäßig verteilt. Backblech in den Ofen schieben und bei 180°C (Umluft) ca. 30 Minuten backen. Den Pfannkuchen abkühlen lassen und in Streifen schneiden.

Während der Pfannkuchen gart, die Béchamel zubereiten. Dafür die Zwiebel pellen und fein würfeln. Jetzt kannst Du auf zwei Wegen weitermachen: Entweder bringst Du die Milch mit Zwiebelwürfeln und den Gewürzen zum Kochen, lässt das Ganze 30 Minuten auf der abgeschalteten Herdplatte stehen, gießt es durch ein Sieb, kochst die Milch wieder auf, bringst dann in einem zweiten Topf Butter zum Schmelzen, rührst das Mehl ein, löscht mit der Gewürzmilch ab und lässt alles noch ein bisschen köcheln, oder Du schmilzt die Butter, dünstest die Zwiebel mit den Gewürzen glasig, rührst das Mehl ein, gibst die Milch dazu, lässt alles unter gelegentlichem Umrühren bummelig 30 Minuten köcheln, schmeckst alles mit Salz, Pfeffer und Muskat ab und passierst die Mischung durch ein Sieb. Erwähnte ich schon, dass ich eine faule Hausfrau bin? Dreimal darfst Du also raten, für welchen Weg ich mich entschied.

Die Béchamel leicht abkühlen, Parmesan und Crème fraîche einrühren.

Während die Béchamel abkühlt, den Spargel vorbereiten. Dafür das untere Drittel des Spargel schälen und die holzigen Enden abbrechen. Den Spargel in kochendem Salzwasser etwa 3 Minuten kochen und dann blanchieren.

Auf jeden Streifen Pfannkuchen eine Scheibe Kochschinken legen, dann 4 - 5 Spargelstangen in den Pfannkuchen rollen und die Rollen dicht nebeneinander in eine Auflaufform legen. Die Spargelspitzen mit etwas Alufolie abdecken, damit sie nicht verbrennen.

Die Auflaufform in den Ofen geben und bei 170°C (Umluft) ca. 15 Minuten backen, bis die Pfannkuchen goldbraun und leicht knusprig sind. Die Form aus dem Ofen nehmen und die Béchamel über die Pfannkuchen geben. Unter den Grill geben und solange garen, bis die Sauce leichte Blasen wirft und goldbraun ist.

Quelle: Delicious May 2015

Samstag, 29. April 2023

Wochenplan in KW 17/23: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CLXIII

Kochen aus dem Vorrat heißt, dass auf dem Einkaufszettel für die komplette Woche nur Aubergine, Zucchini, Ananas, Mango, Spargel und Schinken stehen. Der Rest ist im Vorrat. Butter und Milch werden mitgenommen, ohne dass sie auf dem Einkaufszettel stehen, und Brot wird bei Bedarf gekauft. 

So erledigte ich den größten Teil des Einkaufs beim Discounter im kleinen Einkaufszentrum. Spargel wurde am Büdchen in der lindgrünen Hölle gekauft. Im Laufe der Woche wurde unser Speiseplan umgeworfen, war ich nochmal im kleinen Supermarkt im Dorf. Außerdem ging's zu Budni, mehrfach, zur Apotheke, ins Kaufhaus, zum Bäcker, zur Blumenfrau, drehte der Gatte seine Touren. Der war auch hoch erfreut, dass es endlich wieder Salatdressing aus der Flasche gibt. Das war nämlich in allen Läden länger vergriffen, sagt der Gatte. Ich weiß es nicht, denn ich esse es nicht. 

In der Apotheke zeigte sich der Medikamentenmangel. Nein, nicht bei mir, aber beim Kunden neben mir, dessen Medikament partout nicht zu bekommen war. Auf die Frage, wann er wieder mit einer Lieferung rechne, antwortete der Apotheker müde. "Nicht mehr in diesem Jahr." Er suchte nach einer Lösung. Ich hoffe, er war erfolgreich, denn als ich ging, suchte er noch,

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend war ich zum Fremdessen verabredet. Der Gatte aß Würstchen-Kartoffel-Gulasch, während es für mich Pizza Parma gab. Der Italiener ist gerade mal 750 m vom alt-neuen Haus entfernt, liegt ideal, um sich mit auf halber Strecke mit Freundinnen zu treffen oder mal eben spontan abends Pizza essen zu gehen - sofern ein Tisch frei ist, denn das Lokal ist beliebt in der Nachbarschaft.

Pizza Parmesan.

Sonntag gab's Ofen-Käse mit Ananas und Mango. Jetzt reicht's dann auch erstmal mit dem Ofen-Käse bis zum nächsten Herbst. Nachmittags genossen wir, dass wir in der lindgrünen Hölle so zentral wohnen, und gingen angesichts des guten Wetters spontan zum Eisessen. Bei zwei Eiscafés in der Fußgängerzone lässt sich immer ein Plätzchen finden.

Wir haben die Eissaison mit Spaghetti-Eis eröffnet.

Montag wurde angespargelt. Der örtliche Spargelbauer hat schließlich schon vor einer Woche seine Büdchen aufgestellt. Es gab Ofen-Spargel mit Ofen-Kartoffeln.  

Dienstag wollten wir eigentlich zusammen aus dem lindgrünen Hölle zurück nach Hamburg fahren, aber der Gatte entschied sich, noch einen Tag auf der Baustelle zu bleiben. Dementsprechend gab's abends keine Taschki aus dem Tiefkühler, sondern ich hielt auf dem Rückweg kurz beim Dorf-Supermarkt und besorgte grünen Spargel und Erdbeeren. Beides gibt es dort schon von einem niedersächsischen Betrieb. Abends gab's Pasta  mit Spargel in Parmesan-Sahne-Sauce. Eine Portion blieb als Büro-Mittagessen für den kommenden Tag. Für den Gatten gab's Fertigfutter. 

Hier sind übrigens auch schon die ersten Erdbeer-Buden aufgebaut. Eine Betrieb hat seine Buden mit einem deutlichen Hinweis versehen, dass der Kauf regionaler und saisonaler Früchte gut für's Klima und die hiesige Landwirtschaft ist. Einmal mehr verweise ich auf die Doku "Süße Früchte - Bittere Wahrheiten". 

Mittwoch machte ich einen Maultaschen-Auflauf mit Sommergemüse. Dafür waren Aubergine und Zucchini aus dem Wocheneinkauf.

Donnerstag sollte es Mie-Nudeln in Kokossauce geben, aber der Gatte hatte Appetit auf Salat. So wanderte das Hähnchenbrustfilet dann nicht in den Wok, sondern erst in eine Marinade mit Cajun-Gewürz*, dann in die Pfanne und in den Salat. 

Freitag gab's wieder Maultaschen-Auflauf mit Sommergemüse. Zwei Portionen wanderten zudem in den Tiefkühler.

Obwohl wir oft beim Bäcker waren, wurde gebacken: Silverkaka mit getrockneten Erdbeeren* und weißer Schokolade. Somit fanden getrocknete Erdbeeren, weiße Kuvertüre und eingefrorenes Eiweiß aus dem Vorrat Verwendung. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

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Samstag, 30. Mai 2026

Wochenplan in KW 22/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCXXIV

Den Wocheneinkauf erledigte ich zu Fuß beim Discounter, bei Spargel- und Erdbeerbuden, beim Grönhöker und beim Bäcker. Ich brauchte nicht viel, hatte außerdem Zeit, öfter loszugehen, da Urlaub. So ging's denn auch mehrfach ins Kaufhaus. Es ist so praktisch, das mitten im Ort zu haben. So brauchte ich für Sitzauflagen für die Terrassenbank und Plastikboxen für die Stellage neben / unter dem Grill weder in den Baumarkt noch zum Möbelhaus.

Da ich Trauer und Maladien pflegte, entwickelte sich die Urlaubswoche etwas anders als geplant, was sich auch am Wochenplan widerspiegelt. 

Mein Plan für die letzte Mai-Woche.

Der Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend wollte ich eigentlich wie schon am Vortag ins Kino, aber die Kraft reichte nicht. Sie reichte auch nicht für's Kochen, wobei es den geplanten Ofen-Spargel mit Tahina-Sauce ja eh am Vortag gab. Ich hatte aber gerade mal wieder ein leckeres Bauernbrot und verarbeitete Rauke, Oliven und Tomaten zu einem Brotaufstrich.

Sonntag gab's Butter Chicken Lasagne. Das Huhn war eine der drei eingefrorenen Portionen vom Dreieinhalb-Kilo-Huhn

Montag entwickelte sich eine Aktion, die nur "ein paar Minuten" dauern sollte, zu einer größeren Sache. Als ich endlich wieder zu Hause war, fehlte die Kraft zum Kochen, so dass ich eine Portion Butter Chicken Lasagne aufwärmte, statt die Spinatknödel auf Linsenragout zuzubereiten. Eine Portion Lasagne kam in den Tiefkühler. 

Die Spinatknödel auf Linsenragout gab's dann am Dienstag - die Zubereitung war ideal für die 31°C, die's an dem Tag hatte ... Ich hätte den Spinat einfrieren können, aber auch dafür hätte ich ihn blanchieren müssen, also zog ich die Zubereitung kurzerhand durch. 

Mittwoch gab's nochmal Ofen-Spargel mit Tahina-Sauce.

Donnerstag wärmte ich Spinatknödel auf Linsenragout auf. Außerdem kamen vier Knödel in den Tiefkühler. 

Freitag gab's Saganaki mit Spargel-Tomaten-Salat - so lecker, dass ich glatt beide Portionen hätte verdrücken können. 

Gebacken wurden Rhabarber-Muffins mit Marzipan-Streuseln und Spargel-Lachs-Törtchen, denn es kam Besuch. Außerdem war Bayram, verwöhnte mich unsere Putzfrau mit Baklava, Erdbeerkuchen und Himbeer-Roulade. Das Baklava war das Beste, was ich je aß - und ich aß einiges an Baklava!  Der Gatte war ein Krümelmonster, ich bin es auch. Also schlug ich zu, als es jetzt über Too good to go ein Riesen-Paket Kekse gab. Jetzt bin ich optimal auf Massen an Spontan-Besuch vorbereitet. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 3. Juni 2023

Wochenplan in KW 22/23: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CLXVIII

"Der Vorratsschrank wird gar nicht leerer, sondern immer voller!", sagte der Gatte. Er sagte auch: "Ich habe nochmal Nudeln aus dem Angebot mitgebracht, aber diesmal nur eine Packung." Ich weiß auch nicht, warum wir den Vorratsschrank nicht leerer bekommen ...  

Rumpsteak, gegrillt.

Den Wocheneinkauf erledigten wir in Etappen. Donnerstag waren wir im Discounter und im Supermarkt. Sonnabend trabte der Gatte zum Schlachter, aber dort angekommen, zählte er über 35 Personen, die Schlange standen - wir hatten vergessen, dass Pfingsten bevorsteht. Also fuhr er zum Supermarkt, wo es noch reichlich Beifang gab, der wieder in den Vorratsschrank kam. 

Im Laufe der Woche musste ich dann nochmal Hähnchenbrustfilet kaufen, weil das auf der Baustelle vergessen wurde, ging's zum Spargelstand, weil ein Abendessen anders als geplant doch nur für einen Abend reichte, nicht für zwei, ging's in den Drogeriemarkt, in die Trafik, zum Bäcker und zum Backshop. Dort traut sich der Gatte weiterhin nicht an das türkische Gebäck, obwohl er immer berichtet, wie lecker das aussieht. Aber er ist morgens noch nicht so kommunikativ, sich beraten zu lassen.  

Wie in den Vorwochen fielen uns reichlich leere Regale auf, gab's einiges nicht vom bevorzugten Hersteller. Manchmal können wir auf Alternativen ausweichen, manchmal nicht.

Der Spargelpreis halbierte sich in den letzten vier Wochen, während der Preis für eine Kugel Eis binnen zwei Wochen um über 13% stieg. Ich vermute, 'ne Kugel Eis ist nicht mehr taschengeldkompatibel.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend und Sonntag wurde gegrillt. Das ist schnell und unkompliziert, zumal mir Kopf und Kraft für irgendwelche komplizierten Gerichte fehlen. Erschreckenderweise entwickelt der Gatte eine Vorliebe für marinierte Nackensteaks. Das sind anscheinend die negativen Auswirkungen des Landlebens. 

Montag gab's Ofen-Spargel mit Ofen-Kartoffeln.

Dienstag kochte der Gatte, was krankheitsbedingt nur noch selten vorkommt und was ich sehr genieße. Genauso genieße ich es, wenn der Gatte am Grill steht, denn beides bedeutet, dass ich etwas anderes erledigen oder einfach mal die Füße hochlegen kann. Es gab gefüllte Pfannkuchen.

Mittwoch gab's grünen Spargel mit Mie-Nudeln in Kokossauce. Eigentlich sollten die vier Portionen für zwei Abende reichen, aber anscheinend waren wir sehr hungrig ...

Donnerstag gab's nochmal gefüllte Pfannkuchen, diesmal mit einem Tomatensalat.

Freitag gab's wieder Ofen-Spargel mit Ofen-Kartoffeln.

Gebacken wurde nicht. Montag holte ich Apfelmuskuchen mit Streuseln aus dem Tiefkühler und buk ihn rasch auf. An den anderen Tagen hatte ich entweder keine Zeit für unsere Teezeit oder war mit dem Gatten Eis essen. Über Too good to go wurde nichts geholt. Ich nahm zwar ein, zwei Anläufe, aber die App stürzt zurzeit zu gerne ab. Das nervt,

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Samstag, 27. Juni 2026

Wochenplan in KW 26/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCXXVIII

Einen Teil des Einkaufs erledigte ich Montag Vormittag in einer vorgezogenen Mittagspause mit dem Auto, denn ich musste ins Gewerbegebiet zum Möbel-Dänen und zum Sonderpostenmarkt. Die Hitze machte mir morgens um 10 Uhr schon so zu schaffen, dass ich Mühe hatte, alles zu finden, und aufgab, als ich das Wichtigste hatte. 

Den Rest erledigte ich Freitag Vormittag in einer vorgezogenen Mittagspause mit dem Hackenporsche. 

Ich war diese Woche tatsächlich weitgehend im Plan. Der schaffte es nicht an die Tafel im Flur. Er wurde auch vor dem Einkaufen mehrfach umgeworfen bzw. dem Wetter angepasst. Ich habe bei den aktuellen Temperaturen keine Lust zum Kochen. 

Mein Plan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's pragmatisch Joghurt-Buttermilch-Kaltschale mit Obst.

Sonntag aß ich mittags bei Schwiegermutter. Abends musste es dennoch eine Kleinigkeit sein in Form von Spargel-Lachs-Törtchen mit Gurken-Pimpinellen-Salat.

Montag gab's Ofen-Spargel mit Joghurt-Kräuter-Sauce und Ofen-Kartoffeln. Ich habe zwar in diesem Jahr kein richtiges Kräuterbeet, bekam aber ein paar Tage vorher von einer der beiden Sandkasten-Freundinnen Kräutertöpfe geschenkt, und im Hochbeet ist ja viel Pimpinelle.

Dienstag verarbeitete ich Rauke, Blutampfer, etwas Basilikum und Pimpinelle zu einem Pesto. Einen Teil des Olivenöls ersetzte ich mit Gemüsebrühe. Das werde ich öfter machen, denn Pestos sind mir inzwischen oft zu fettig. Es gab also Nudeln mit Kräuter-Pesto.

Mittwoch wärmte ich den Ofen-Spargel und die Ofen-Kartoffeln auf. Dazu gab's kalte Joghurt-Kräuter-Sauce.

Donnerstag wärmte ich Nudeln mit Kräuter-Pesto auf.

Freitag sollte es hitzebedingt Joghurt-Buttermilch-Kaltschale geben. Ich hatte abends aber solche Lust auf Kohlenhydrate in Form von Pizza, dass eine in den Backofen wanderte.

Gebacken wurde nichts, und über Too good to go holte ich auch nichts. Im Büro gab's Wassermelonen-Kräuter-Salat mit Feta. Wieder Wassermelone zu kaufen und zu essen, war schwierig. In seinen letzten Lebensmonaten bestand der Gatte darauf, mindestens einmal am Tag eine große Portion Wassermelone zu bekommen. Er bestand auf eine bestimmte spanische Sorte. Als die Wassermelonen-Saison vorbei war, kaufet ich tatsächlich brasilianische, was ich unter normalen Umständen nie gemacht hätte, aber ich wollte dem Gatten bis zum Schluss jeden Wunsch erfüllen. Als er nicht mehr kauen konnte, bekam er die Wassermelone als Saft, wurden ihm die Lippen damit benetzt. Gleiches galt für die Himbeerbrause, die er liebte.   

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 7. Juni 2014

Rückblick: Wochenpläne KW 22 und 23

Die letzte Mai-Woche verlief kulinarisch weitgehend geplant:

Sonnabend waren wir beim neu eröffneten Edeka einkaufen. Abends machte der Gatte Lachs vom Grill mit warmem Spargel-Spinat-Salat - ausgesprochen lecker! Der Gatte kann inzwischen Fisch perfekt grillen, und der Salat schmeckte uns so gut, dass er im Laufe der Woche nochmal als Mittagessen für's Büro gemacht wurde.

Sonntag hatte ich Küchendienst und machte Spargel-Schinken-Röllchen.

Montag übernahm der Gatte wieder. Es gab orientalisch gewürzte Hackklößchen mit selbstgemachten Tsatsiki. Außerdem bereitete der Gatte saure Wurzeln und Spargel-Spinat-Salat für die Mittagspausen zu.

Dienstag hatte ich wieder Küchendienst. Es sollte eigentlich Rhabarber-Linsen-Suppe geben, aber da gerade ein großes Lachspaket von Friedrichs kam, das ich bei Tina gewann, und noch Spargel da war, gab's Kartoffel-Spargel-Rösti mit Kamtschatka-Lachs.

Mittwoch war ich mit einer ehemaligen Kollegin fremdessen. Im H2O Hamburg Stockholm gab's alles, was frau zum Auftakt eines langen Wochenendes braucht: Lecker Essen (Flammkuchen mit grünem Spargel, Lachs und rosa Pampelmuse sowie Fish 'n Chips), lecker Trinken (Antica Smash, Riesling und schwedischen Whisky), tiefsinnige Gespräche, einen sehr geduldigen, aufmerksamen Service, der sich von uns Chaotinnen nicht aus der Ruhe bringen ließ und von dem ich erfuhr, dass Frauen eher Single Malt trinken, während Männer Bourbon bevorzugen (Frage an meine Leserinnen: Ist dem so?). Das Ganze hätte nur noch gesteigert werden können durch Wärme, die es uns erlaubt hätte, uns auf den Loungemöbeln im Innenhof zu lümmeln.

Der Gatte blieb daheim, aß die Hackklößchen vom Vortag (ich hätte ihn mitgenommen, ehrlich, aber er wollte partout nicht) und ging früh schlafen. Wenigstens einer von uns ist solide.

Donnerstag machte ich Spargel-Lasagne. Den dafür benötigten Spargel kaufte ich am Vortag beim Grönhöker unterm Büro und trug ihn gemeinsam mit Aufbackbrötchen vom Bäcker unterm Büro stundenlang durch die Stadt.

Für Freitag hatten wir Gästinnen eingeladen. Für den Gatten und eine Gästin sollte es Steaks und Ofen-Kartoffeln geben, für die andere Gästin und mich Sushi - auf ausdrücklichen Wunsch dieser einen Gästin, die gerne zum ersten Mal Sushi essen wollte. Wir tobten extra am vorigen Sonnabend in die Stadt, um eine ganz bestimmte Sorte Wasabi, einige Spezial-Zutaten und Sake zu kaufen.

Dienstag teilten uns die Eingeladenen mit, sie kämen Donnerstag und nicht Freitag, denn da liefe die finale "Let's dance"-Folge, die müssten sie gucken. Und Sushi würde auch nicht goutiert. Man habe es mit dem Magen. Außerdem schmecke Sushi ja überhaupt nicht pikant, es sei ja nur Reis und roher Fisch (wie gesagt: Man hat noch nie Sushi gegessen). Man esse nichts, das nicht pikant sei. Nur Steaks, bitte, danke.

Der Gatte, gelinde gesagt ziemlich angesäuert, teilte den Gästinnen mit, Donnerstag gäbe es Spargel-Lasagne, keine Steaks, der Schlachter habe feiertagsbedingt zu, am Mittwoch käme der Gatte nicht zum Schlachter, aber zur Lasagne seien die Eingeladenen uns willkommen.

Nein, Spargel habe man gerade erst gehabt, den wolle man nicht schon wieder essen, und schon gar nicht als Lasagne. Steaks und Donnerstag oder gar nicht.

Gut, dann eben gar nicht. Der Gatte und ich genossen einen ruhigen Abend zu zweit - haben wir viel zu selten.

In der vergangenen Woche gab's dann am Sonnabend Wurzel-Nudeln mit Pesto - selbstgemachtem, mit Basilikum vom Balkon.

Sonntag konnte ich mal wieder für mich alleine kochen und machte  Radieschengrün-Suppe. Der Gatte kochte zudem einen großen Topf Bolognese für den TK-Vorrat.

Montag sollte es eigentlich Papaya mit Hack gefüllt und Reis geben, aber diesmal hatte ich zu viele Nudeln gekocht (das ist ja sonst eher das Talent des Gatten), die Bolognese war noch nicht eingefroren, das Hack noch nicht aufgetaut, die Papaya noch nicht gekauft, also gab's Nudeln mit Bolognese.

Dienstag nutzte ich die Mittagspause mal wieder zum Einkaufen. Abends gab's aus der Beute grüne Frühlingssuppe mit Feta und Meterbrot.

Mittwoch kamen wir mit der Planung ein wenig ins Trudeln. Es sollte Reste oder Brote oder Spaghetti Bolognese geben. Reste hatten wir nicht, die Bolognese war eingefroren. Ich schlug Spargel und Lachs vor, aber der Gatte befand, er sei sowohl des Spargels als auch des Lachses überdrüssig. Der Gatte grillte Cheeseburger für uns.

Donnerstag sollte es Spargel-Nudeln mit Ziegenkäse geben. Dem Gatten war noch immer nicht nach Spargel. Es gab Steaks vom Grill und Salat.

Freitag sollte es Spargelsuppe mit Lachs geben. Aber der Gatte ... Er machte Nudeln. Mit Lachs-Sahne-Meerettich-Sauce. Ich hatte meinen Lachs, er hatte keinen Spargel.

In der kommenden Woche freue ich mich auf ein langes Wochenende, Fremdessen und Gäste. Dann habe ich wieder Vertretungsdienst, diesmal gleich für ein paar Monate, und überlasse dem Gatten öfter die Küche. Außerdem wird es bevorzugt weiche Kost geben, denn mir geht's wie den Hamburger Straßen: Meine Brücken sind marode. Der Zahnarzt wird mich demnächst öfter sehen.

Mittwoch, 18. April 2018

Geballte Frühlingspower: Tarte mit Brunnenkresse, grünem Spargel (und Räucherlachs)

Ich freue mich immer, wenn ich Brunnenkresse bekomme. Sie ist fester Bestandteil der britischen Küche, aber obwohl Hamburg gerne für sich in Anspruch nimmt, die englischste Stadt des Kontinents zu sein, ist Brunnenkresse selbst beim Grönhöker nur selten vorhanden.

Tarte mit Brunnenkresse, grünem Spargel und Räucherlachs.
Ich habe den Lachs extra serviert. So können auch Fischphobiker und Vegetarier mitessen. Die lassen den Lachs einfach weg. Die Tarte schmeckt auch so.

Die Tarte von oben, noch ohne Lachs. Und: Ja, unser Herd steht schief.
Tarte mit Brunnenkresse, grünem Spargel und Räucherlachs

Zutaten für eine Tarteform* mit 28er Durchmesser:

Für den Mürbeteig:
200 g Mehl
100 g kalte Butter
Prise Salz
80-100 ml kaltes Wasser
mindestens 500 g Bohnen oder Linsen zum Blindbacken
30-60 Minuten zur Teigruhe

Außerdem:
500 g grüner Spargel
1 EL Olivenöl
3 große Eier, plus 1 Eigelb
200 ml Crème Fraîche
Fein geriebene Schale und Saft von 1 kleinen Zitrone
55 g Brunnenkresse, grob zerkleinert
2 EL Kapern in Salzlake, abgespült und abgetropft
200 g Räucherlachs
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Als erstes den Mürbeteig vorbereiten. Dafür die kalte Butter mit Mehl und Salz in eine Schüssel geben, etwas vom Wasser, aber nicht alles, zugießen. Alles schnell zu einem Teig verkneten, der gut zusammenhält. Wenn noch Wasser nötig ist, nachgießen und unterkneten. Eine Quicheform ölen. Den Teig in der Form verteilen, dabei einen Rand formen, und die Form 30 bis 60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank holen und die Bohnen drauf verteilen. Für 10 Minuten bei 180°C (Umluft) im Ofen vorbacken. Herausholen und die Bohnen entfernen.

Währenddessen den Spargel waschen, die Enden abbrechen, dicke Stangen halbieren, mit dem Olivenöl vermischen, würzen und ebenfalls für 10 bis 15 Minuten in den Ofen geben.

Eier, Eigelb, Crème fraîche, Zitronensaft und -schale und Brunnenkresse vermischen und würzen. Spargel aus dem Ofen nehmen und auf den Teig geben. Mit der Eiermischung übergießen. Die Form wieder in den Ofen geben und für 20 bis 25 Minuten backen, bis die Mischung fest und goldfarben ist.

Die Tarte in Stücke schneiden und mit aufgerollten Lachsscheiben servieren.

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Donnerstag, 23. Juni 2022

Spargel im Schlafrock mit Kochschinken-Frischkäse-Dip

Hier wird mehr gebastelt als gekocht, aber im Prinzip ist das Gericht ein Blender, wirkt aufwendiger als es aussieht. Die Wickelstangen schmecken auch kalt, passen gut auf ein Brunch-Büfett. 

Spargel im Schlafrock mit Kochschinken-Frischkäse-Dip und Blätterteig-Zopf.

Da ich noch Blätterteigstreifen übrig hatte, flocht ich in paar Zöpfe daraus, gab Bärlauchsalz* darüber und schob alles zusammen in den Ofen. Bleibt noch Dip übrig, schmeckt der prima auf Brot. 

Dieser Beitrag geht rüber zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln. 

Spargel im Schlafrock mit Kochschinken-Frischkäse-Dip

Zutaten für 4 Portionen

500 g grüner Spargel 
1 El Olivenöl
1 Rolle Blätterteig (275 g, Kühlregal)
ggf. etwas Mehl zum Ausrollen
60 g Kochschinken
2 Stiele glatte Petersilie
200 g Frischkäse
Milch
Salz
Pfeffer
Bärlauchsalz*

Zubereitung:

Vom Spargel das Ende abbrechen und ggf. das untere Drittel schälen. Spargel in kochendem Salzwasser 2 Minuten vorgaren. Abschrecken und abtropfen lassen. Mit Olivenöl beträufeln, salzen und pfeffern.

Blätterteig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche entrollen. Den Teig in 12-14 ca. 2 cm breite Streifen schneiden. Jede Spargelstange in einen Teigstreifen einrollen (wenn du die sehr dünne Spargelstangen kauftest, einfach 3-4 Stangen zusammen einrollen. Spargel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben.

Wenn Blätterteigstreifen übrig sind, zu Zöpfen flechten, mit Bärlauchsalz bestreuen und zum Spargel auf das Backblech legen. Im Ofen bei 200°C (Umluft) 15-20 Minuten backen, bis der Blätterteig goldbraun ist. 

Währenddessen den Kochschinken fein würfeln, in eine Schüssel geben. Petersilienblätter von den Stielen zupfen und hacken. Petersilie und Frischkäse zum Schinken geben und mit etwas Milch glatt rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Spargel und Blätterteigstangen lauwarm mit dem Dip servieren.

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