Sonntag, 6. Juni 2010

St. Pauli Fantaler und Rhabarber-Cupcakes

Als die Schanzenbäcker die St. Pauli Fantaler ankündigten, fand ich das erst mal total cool: Hanseaten mal nicht rot-weiß-glasiert, sondern mit Schokoguß und Totenkopf, also in Braun-Weiß, den Farben des einzig wahren Hamburger Fußballvereins ;o) Eigentlich perfekt für meine kulinarische Hamburg-Tour, wenn ich mal nicht selbst backen kann.

Gleichzeitig war ich auch skeptisch, denn die Hanseaten beim Schanzenbäcker schmecken mir nicht. Sie sind einfach nur sehr süß und nicht mürbe genug, als ob der Teig nicht richtig durchgebacken ist. Kein Vergleich mit denen von Wedemann, wo ich normalerweise kaufe, oder mit selbstgebackenen.

Na ja, was soll ich groß darum herumreden: Die St. Pauli Fantaler fielen bei uns auch durch. Der Teig ist wieder nicht mürbe genug, sie sind einfach nur süß ohne Geschmacksnuancen, die Schokolade überdeckt die Himbeer-Johannisbeer-Marmelade total. Selbst der süßmäulige Gatte meinte, befragt nach einem Urteil, nur knapp: "Na ja!" Und so passiert, was selten bei uns passiert: Hier liegt ein Keks einsam herum und keiner mag ihn ...

Da ein freies Wochenende nach Kuchen verlangt und noch Rhabarber da war, gab's dann Rhabarber-Cupcakes. Dabei kam dann auch einer meiner liebsten Küchenhelfer zum Einsatz: Mozart (für alle Nicht-Tupper-Junkies: das Spritzdingens im Bild rechts). Ich kann nämlich nicht mit einem Spritzbeutel umgehen.

Zutaten für 12 Cupcakes:

250 g Rhabarber
100 ml Öl
110 g Zucker
1 Zitrone, Schale davon
1 Prise Salz
3 Eier
200 g Mehl
50 g gemahlene Pecannüsse
3 TL Backpulver
1 TL Natron
6 EL Milch
120 g Puderzucker
rote Lebensmittelfarbe

Zubereitung:

Den Rhabarber waschen, putzen und klein würfeln (Makro ist was Feines - die Würfel auf dem Bild sind maximal einen Zentimeter groß ...).

Die Eier trennen - das Eiweiß wird für den Baiser benötigt.

Öl mit Zucker, Zitronenschale, Salz und Eigelb schaumig schlagen.

Pecannüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten und erkalten lassen.

Vom Mehl einen Esslöffel abnehmen und unter die Rhabarberwürfel ziehen. Das restliche Mehl mit Nüssen und Backpulver in die Ölmischung rühren und so viel Milch dazu geben, dass der Teig leicht flüssig ist. Auf ein 12er-Muffinblech verteilen und bei 175°C (Umluft) ca. 20 Minuten backen.

Währenddessen das Eiweiß zu Schnee schlagen. Puderzucker und Lebensmittelfarbe dazu geben - je nach Menge der Lebensmittelfarbe muss evtl. mehr Zucker dazu gegeben werden, damit der Eischnee steif bleibt.

Muffinblech aus dem Ofen nehmen, den Baiser darauf verteilen, das Belch wieder in den Ofen geben und weitere 10 Minuten backen, bis der Baiser Farbe angenommen hat. Abkühlen lassen.

Die Cupcakes schmecken besonders saftig, wenn sie einen Tag durchziehen konnten - wenn man denn so lange warten mag ;o)
Quelle ist dieses CK-Rezept.

Kommentare:

  1. Nach der Erklärung habe ich jetzt auch vergeblich gesucht...

    AntwortenLöschen
  2. Ihr seid keine Tupperjunkies, gelle? ;o)))) Mozart ist dieses ausgesprochen hübsche blaue Spritzdingens auf dem zweiten Bild.

    AntwortenLöschen
  3. Mein durchaus toleranter Ehemann sieht bei Tu$$$ rot, ich darf davon nix mehr anschleppen, sonst erlebe ich die Goldene Hochzeit nicht. Die Eidgenossen für Mehl sind das höchste, was er ertragen kann ;-)

    Ulrike @Küchenlatein

    AntwortenLöschen
  4. Der Meinige hatte Pech: War fast alles schon vor der Hochzeit da ;o)

    AntwortenLöschen
  5. Schade das Die Pauli Taler nicht so gut mundeten, die Idee finde ich nämlich toll ( Mein Mann ist auch Pauli Fan - ich hab' von Fussbal keine Ahnung , darf aber trotzdem ab und zu einen unqualifizierten Beitrag liefern)

    AntwortenLöschen
  6. @ rebelle, dass mir die Taler nicht schmecken, muss ja nichts heißen ;o) Lass Deinen Mann einfach selbst probieren. Ich kaufe sonst sehr gerne beim Schanzenbäcker und empfehle den auch gerne meinen Gästen, aber bei den Hanseaten kommen wir einfach nicht zusammen, leider ... Na ja, spart andererseits auch Kalorien ...

    AntwortenLöschen
  7. Ist dieser Mozart denn gut?! Kann mir gar nicht vorstellen, wie dat jenau funktioniert... (vielleicht erklärt's mir ja jemand) ;-)

    AntwortenLöschen
  8. @ Michaela, wenn Du im Gegensatz zu mir mit einem Spritzbeutel umgehen kannst, ist Mozart überflüssig. Ansonsten ist es ein rundes Teil mit 'ner Ziehharmonika-Hälfte, in das die zu spritzende Masse kommt. Es gibt verschiedene Tüllen, die man aufsetzt, dann drückt man das Ziehharmonikateil zusammen und spritzt drauf los.

    AntwortenLöschen

Ein Kommentar, wie schön! Ich bemühe mich, alle Kommentare zu beantworten. Allerdings kann das manchmal etwas dauern - das Leben neben dem Blog, Du verstehst. Wenn Du Dich durch eine Sicherheitsabfrage quälen musst oder der Kommentar erst moderiert wird, heißt das, dass es gerade viele Spamkommentare gibt. Last but not least: Ich behalte mir vor, einzelne Kommentare zu löschen. Für die Löschung von Kommentaren, die zu kommerziellen Webseiten führen, stelle ich dem Webseiteninhaber 200 Euro in Rechnung.