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Donnerstag, 9. Juni 2022

In Hamburg um die Welt: Luncheon im Eaton Place (England)

Ende Mai war eine Blog-Freundin in Hamburg, so dass sich ein Treffen ergab. Da sie längere Zeit in UK lebte, beschlossen wir, mittags in den Eaton Place Tearoom einzukehren. Das Lokal war ausgebucht, es war also gut, dass ich vorab reservierte. 

Ploughman's Breakfast.

Eigentlich freuten wir uns auf Cornish Pasties, aber die gab's gerade nicht, und so entschieden wir uns für das Ploughman's Breakfast mit Cheddar Scones, verschiedenen Cheddar-Sorten und Feigen-Portwein-Marmelade. Das war fein.

It's cosy.

Auch die Außenplätze sind sehr gefragt. 

Gerne hätten wir anschließend noch bei Eaton Place at Home eingekauft, aber da gab's 'ne außerplanmäßige Mittagspause, die auch 30 Minuten nach der auf dem Aushang genannten Zeit andauerte. So warteten wir unter den Markisen einen Schauer ab, drückten uns die Nasen an den Scheiben platt und überlegen, was wir kaufen würden, wenn wir kaufen könnten ... 


Montag, 9. Juli 2012

Kalorienarme Kuchenschlacht im Ottensener Café Schmidt

Ida-Berg-Törtchen und Joghurt-Basilikum-Törtchen.
Das Café Schmidt lernte ich durch den Gatten kennen. Immer, wenn es besonderer Kuchen für einen besonderen Anlass sein soll, fährt er zum Beseler Platz, wo das Stammhaus ist. Im Café selbst konditorten wir noch nie. Warum auch? Wir wohnen keine Viertelstunde entfernt.

Inzwischen hat das Café Schmidt zwei Filialen, und in der Ottensener traf ich mich auf einem Sonntag Nachmittag mit terschies. Zum Konditorn. Zur Kuchenschlacht. So richtig à la "Aber bitte mit Sahne". Nur ohne Udo Jürgens. Das war zumindest der Plan. In einem Punkt ging er auch auf, der Plan: Udo Jürgens blieb weg.

13.40 Uhr: Ich habe schon vor Stunden für einen Sonntag ungewöhnlich spartanisch gefrühstückt und verabschiede jetzt mich vom Gatten. Der fragt: "Was isst Du denn heute Abend?" - "Nichts, ich geh' doch konditorn." - "Viel Spaß! Is' abba auch noch Blumkohlcurry da."

Zitronentörtchen (hinten) und Mallorquinisches
Mandeltörtchen.
13.45 Uhr: Ich sitze im Bus und smse terschies, dass ich 15 Minuten später komme.

14.00 Uhr: terschies trifft im Café ein und fragt mich per SMS, ob ich lieber drinnen oder draußen sitzen möchte. Mit Blick in den Bahrenfelder Himmel entscheide ich: Drinnen.

14.16 Uhr: Ich treffe im Café ein. terschies ist drinnen der einzige Gast und sitzt vor einem Becher Earl Grey-Tee. So einen hätte ich auch gerne. "Ist hier Selbstbedienung?" frage ich terschies, die verneint. Draußen sind fast alle der etwa zehn Tische besetzt. Das Servicepersonal flitzt öfter an uns vorbei, ignoriert aber alle unsere Bestellversuche.

14.30 Uhr: An der Kuchentheke ist's leer. Wir schlendern hin und suchen uns aus, was wir haben wollen. Wir wollen klein anfangen. Erstmal jede zwei von den kleinen Törtchen, unterschiedliche, klar, damit wir gegenseitig probieren können, und dann mal weitersehen. Die Lübecker Marzipantorte sieht gut aus. Der Apfelkuchen auch. Oder der Rhabarber-Baiser. Und Death by Chocolate erst. Die Bestellung scheitert daran, dass wir den Kuchen nicht mitnehmen, sondern im Lokal essen möchten. Die Dame hinterm Tresen meint, es käme gleich jemand, um unsere Bestellung aufzunehmen.

Blick ins Café Schmidt in Ottensen.
14.40 Uhr: Die Dame hinterm Tresen ruft ins Lokal: "Kann mal jemand draußen Service machen?" Ich verkneife mir zurückzurufen: "Service drinnen wäre auch nicht schlecht!" Ein weiterer Gast nimmt drinnen Platz. Er bekommt Kaffee. Immerhin. Wir werden noch immer übersehen und überhört.

14.45 Uhr: terschies' Tee ist schon länger alle. Draußen ein Wolkenbruch. Wer da sitzt, flüchtet nach drinnen. Wie aus dem Nichts erscheinen gleich drei Servicekräfte, um draußen Tische und Stühle zusammen- und leere Tische abzuräumen. terschies überlegt, ob wir vielleicht irgendein Schild mit der Aufschrift "Hier können Familien Kaffee kochen" übersehen haben. Vielleicht muss man sich hier Kaffee und Kuchen selbst mitbringen, ist der Kuchen in der Vitrine nur zum Außer-Haus-Verkauf?

15.00 Uhr: Ein Kellner bedient am Nebentisch. Wir sagen: "Wir möchten auch bestellen, bitte!" Antwort: "Geduld! Geht gleich los."

15.15 Uhr: Die Wolke bricht noch immer. Wir sitzen warm und trocken - buchstäblich, denn wir können noch immer nichts bestellen. Ich nehme Pfefferminz aus der Handtasche, denn meine Kehle ist trocken vom Klönen. Warum habe ich auch kein Evian dabei? So was passiert mir doch sonst nicht! Aber ich war der naiven Ansicht, in einem Café gäbe es was zu trinken. Hm, vielleicht sollte ich terschies leere Tasse einfach aus dem Fenster halten? Draußen kommt ja genug Wasser runter. Wir beschließen, den Regen abzuwarten und auch sonst mal zu schauen, was noch so passiert.

15.45 Uhr: Am Nebentisch haben die Gäste inzwischen gewechselt. Wieder kommt der Kellner. Wieder bitten wir darum, unsere Bestellung aufgeben zu dürfen. Und - oh, Wunder! - er hat diesmal ein Ohr für uns! Wir dürfen bestellen!

15.50 Uhr: Vor uns stehen zwei Becher Tee und vier kleine Törtchen. Mir wird ob des Tempos schwindelig. Ich hatte fest damit gerechnet, dass er sich nicht merken kann, was wir wollen, dass die Bestellung vergessen wird, aber es gibt tatsächlich noch Tee und Kuchen für uns. Wo ist die Kamera? Das muss festgehalten werden!

16.45 Uhr: Die Törtchen sind gegessen. Der Tee ist getrunken. Alle Versuche, in der letzten halben Stunde noch etwas zu bestellen, scheiterten (nicht, dass wir noch ernsthaft mit etwas anderem gerechnet hätten), als uns eine Kellnerin aufschreckt: "Darf's hier noch was sein?" Ja, die Rechnung. Eigentlich hätten wir gerne noch mehr Kuchen gegessen, Tee getrunken, aber wir haben noch was vor. Und wer weiß, wie lange es dauert, bis die Rechnung kommt.

16.50 Uhr: Die Rechnung ist bezahlt. Wow, das ging schnell. Andererseits: In einer Stunde ist schon Feierabend, da kann man mal schnell machen.

17.35 Uhr: Ich bin wieder zu Hause und erwische noch den Gatten, der gerade gehen will. "Na, hast Du ordentlich geschlemmt?" fragt er  und blickt entsetzt auf das Käsebrot, das ich mir quasi noch in der Haustüre schmiere und das Blumenkohlcurry, das ich in die Mikrowelle schiebe. Wenn der wüßte ...

Okay, wir haben uns auch getroffen, weil wir uns mal wieder in aller Ruhe unterhalten wollten. Und das konnten wir. Insofern war's ein gelungener Café-Besuch. Und unfreiwillig kalorienarm war er auch.

Dienstag, 2. August 2011

Food Porn und Blind Dates VIII: Wehe, wenn sie los gelassen

Nummer eins und Nummer zwei kehrten die Regel, dass vor dem Vergnügen die Arbeit kommt, um. Aber nach zwei vergnüglichen Tagen ließ sie sich nicht länger ignorieren, die Arbeit. Denn sie war ja der eigentliche Grund für die Reise in den Norden. Und Arbeit heißt Kochen. Was sonst? Während also Nummer eins und Nummer zwei beim kargen Frühstück die Haare schön bekamen, trafen sich Heidi, Frau Küchenlatein und ich zum frugalen Frühstück im Eisenstein in den Zeisehallen, wo einst Schiffschrauben hergestellt wurden.

Vor lauten Klönen über Orient und Okzident, (Her-)Männer, Treppen, unerwünschte Nominierungen, Lebensmittel und was man aus ihnen machen kann, hätten wir fast das Frühstück vergessen. Aber nur fast.

Frühstück, erster Gang
Eisenstein, zweiter Gang
Eisenstein, dritter Gang
Nach bummelig zwei Stunden machten wir uns von Ottensen nach Bahrenfeld auf, von der Zeisefabrik zum Gelände des ehemaligen Ottensener Eisenwerks. Und wer uns beim Frühstück in den Zeisehallen beobachte und womöglich dachte, die drei Kichererbsen da hinten in der Ecke wären völlig enthemmt gewesen, wäre wahrscheinlich gänzlich vom Glauben abgefallen, wenn er uns knapp zwei Stunden später gesehen hätte. Oder vier. Oder sechs. Wir machten uns nackig. Wir zeigten Brust. Wir kreischten, stampften, hüpften und jubelten. Und da waren wir noch nüchtern. Ehrlich. Dass es auch Bier und Prosecco gab, erfuhren wir erst viel später.
Wenn Du weißt, wo dieses Schwein zu finden ist, weißt Du, wo
wir nach dem Frühstück waren.
Wir gaben alles. Und Frau Küchenlatein ist davon überzeugt, dass wir ein ganz klein wenig daran beteiligt waren, dass es später das eine oder andere wohlverdiente Bier gab. Natürlich alles ganz gesittet.
Das zischte.
Mehr kann ich Dir an dieser Stelle nicht erzählen. Du musst bis zum 1. September warten. Da berichte ich dann hier von krosser Haut, gelangweilter Sauce, Po-Push-Ups, Bauarbeiter-Dekolletés, Kompetenzessern, geharkten Pürees, Glücks-Parklücken und warum Frau Küchenlatein dringend ein Zimmer in Hamburg braucht, kurzum: Von Food Porn und Blind Dates, Teil IX.

Food Porn und Blind Dates:
Der Auftakt
Teil I
Teil II
Teil III
Teil IV
Teil V
Teil VI
Teil VII

Weitere Topfgeldjäger-Berichte bei Hamburg kocht!:

Vorbericht von 31. August 2011
Topfgeldjäger am 1. September 2011
Topfgeldjäger am 2. September 2011
Topfgeldjäger am 5. September 2011
Topfgeldjäger am 6. September 2011

Frau Küchenlateins Blind Dates

Topfgeldjäger-Berichte von denen, die kochten:

Bushcooks Kitchen:

Erst das Vergnügen, dann die Arbeit
Warum?
Durchschnaufen
Finale
Nachlese


Heike Essen von Au:

Warenkorb vom 1. September 2011
Warenkorb vom 2. September 2011
Wochenende
Finale
Nachlese

Mittwoch, 6. Januar 2010

2. Hamburg kocht!-Treffen: Kommt in die Gänge ;o)

In vier Wochen ist unser zweites Kochtreffen - hohe Zeit also, sich mit den einzelnen Gängen unseres Menüs "Wurzeln unter Palmen" mal näher zu beschäftigen und Euch schon mal danach aufzuteilen, wer was kochen mag: Kommt also in die Gänge ;o)

Sofern es Rezepte gibt, sind die beim jeweiligen Gang verlinkt, für die, die schon mal probekochen möchten. Bitte tragt Euch bei dem Gang / den Gängen ein, die Ihr kochen möchtet bzw. schreibt im Kommentar, welchen Gang Ihr übernehmen möchtet.

Grissini mit Wurzelpürree Ras el Hanout und Pesto von Wurzelgrün -> machen Susa und Der Grieche
Flammkuchen mit Knollenziest -> macht Küchenlatein
Topinamburflan mit Feldsalatsauce -> macht terschies
Rote Bete-Suppe mit Wasabi und Steckrübenstroh
Gebratener Lachs auf Grünkohl mit Zitronensenfsauce -> machen Käferblau und Olaf
Wurzel-Buttermilch-Tarte


Und hier noch mal die wwwk's auf alle Fragen rund um das Treffen:

Wann: Sonnabend, 6. Februar 2010, ab 15 Uhr

Wo: Im Raum zum Kochen in der Arnoldstraße in Ottensen

Wer: Der aktuelle Stand vom 19. Januar 2010 - wir werden momentan leider weniger ...:
1. Kaoskoch
2. Steph
3. Küchenlatein
4. Käferblau
5. Olaf
6. terschies
7. Fitus
8. INTG
9. Mocat
10. Monambelles
11. Der Grieche (bringt auch wieder so nette Musik mit)
12. Kai
Kostet: An Raummiete zahlen wir 400 Euro. Hinzu kommt die Umlage für Lebensmittel, ca. 10 Euro pro Person. Getränke bringt sich jeder selber mit.

Die beiden, die abgesprungen sind, beteiligen sich netterweise anteilig an den Kosten. Und es sieht so aus, als bekämen wir Wurzelwerk und Gemüse über einen Gemüsekistenlieferanten kostenlos gestellt. Weil wir aber so schwindsüchtig sind, gebe ich die Tage eine Info an die Presse - vielleicht findet sich da ja noch der eine oder andere Hobbykoch abseits des Blogger- und CK-Universums. Es soll ja tatsächlich noch Menschen ohne Internet geben *tststs*

Falls noch jemand Lust hat, mit uns im Februar zu kochen: Herzlich gerne! Einfach anmelden und schon kommt 'ne eMail von mir. Wir sind meistens nett, pflegeleicht, stubenrein, beißen nicht, werfen nicht mit Messern und zicken selten ;o) Es braucht also niemand Angst vor uns zu haben :o))

Samstag, 12. Dezember 2009

2. Hamburg kocht!-Treffen! Last Call for 06.02.2010

Steph hat's ja schon geschrieben: Ungeachtet der Weihnachtszeit gehen wir in die heiße Phase für unser zweites Hamburg kocht!-Treffen. Bis zum 20.12.09 müssen wir die Buchung der Küche im FUH bestätigen und festmachen, und noch sind wir nur ein kleiner Kreis. Es wäre tolle, wenn Ihr noch mal ein bisschen trommeln oder andere Hobbyköche mitschnacken könntet.

Und hier nun die wwwwk's auf alle Fragen rund um das Treffen:

Wann: Sonnabend, 6. Februar 2010, ab 15 Uhr
Wo: Im Raum zum Kochen in der Arnoldstraße in Ottensen
Wer: Bislang angemeldet haben sich

1. Kaoskoch
2. Steph
3. Küchenlatein
4. Käferblau
5. Olaf
6. Petterson
7. terschies
8.
Eicki
9.
Fitus
10.
INTG
11.
Mocat
12. Monambelles
13. Der Grieche (bringt hoffentlich auch wieder so nette Musik mit!)
14. INTGs mitgeschnackte Begleitung

Was: Das Menü steht unter dem Motto Wurzeln unter Palmen. Geplant sind

Grissini mit Wurzelpüree Ras el Hanout und Pesto von Wurzelgrün
Flammkuchen mit Knollenziest
Topinamburflan mit Feldsalatsauce
Rote-Bete-Suppe mit Wasabi und Steckrübenstroh
Gebratener Lachs auf Grünkohl mit Zitronensenfsauce
Wurzel-Buttermilch-Tarte

Kostet: An Raummiete zahlen wir 400 Euro. Hinzu kommt die Umlage für Lebensmittel, ca. 10 Euro pro Person. Getränke bringt sich jeder selber mit.

Update 20.12.09: Da sich inzwischen alle bis auf eine meldeten und überwiesen haben / überweisen werden, gehe ich davon aus, dass das Treffen auf jeden Fall stattfindet und werde den Termin beim FUH festmachen.

Falls noch jemand Lust hat, mit uns im Februar zu kochen: Herzlich gerne! Einfach anmelden und schon kommt 'ne eMail von mir. Wir sind meistens nett, pflegeleicht, stubenrein, beißen nicht, werfen nicht mit Messern und zicken selten ;o) Es braucht also niemand Angst vor uns zu haben :o))

Donnerstag, 10. September 2009

Tea for Two: Scones mit Double Cream und Jam

Ich war heute belohnungsshoppen in Ottensen und kam natürlich um Sweet Suburbia nicht herum. Nachmittags gab es dann Scones und Double Cream zum Tee. Erdbeermarmelade hatten wir gerade nicht da, dafür aber Schwiegermutters selbstgemachte Himbeermarmelade. Hält man sich an die Anweisung, die man mit den handgefertigten, vorgebackenen Scones bekommt, schmecken die wirklich wie frisch gebacken.



Buttermilk Scones

Zutaten:
250 g Mehl
1 TL Backpulver
2 TL Vanillezucker
¼ TL Salz
50 g Butter
125 ml Buttermilch
Wer mag, ergänzt die Zutaten noch um Rosinen oder Schokostückchen.


Zubereitung:
Backofen auf 225 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit dem Knethaken des Handrührgerätes verrühren. Den Teig zu einer Kugel kneten und abgedeckt 10 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Dann aus dem Teig kleine Kugeln formen, etwas flach drücken und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Nochmals 5 Minuten ruhen lassen, dann 12 bis 15 Minuten goldgelb backen.

Etwas abkühlen lassen, bis die Scones handwarm sind, dann aufschneiden. Die Hälften buttern und mit Erdbeermarmelade bestreichen. Darauf einen Klecks Double Cream oder Clotted Cream geben. Dazu passt schwarzer Tee mit Sahne und Zucker.