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Mittwoch, 12. Februar 2014

12. Hamburg kocht!-Treffen - Korea: Kimbap (koreanisches Sushi ohne Fisch)

Kimbap.
Kimbap (hier sind auch andere Schreibweisen möglich) ist ein relativ schnell gemachter Snack, der dem japanischen Sushi nicht unähnlich ist.

Anders als beim Sushi besteht die Füllung aber nicht aus Fisch.

In Korea wird zur Herstellung Gim verwendet, getrocknete Purpuralge und entspricht dem, was unter der japanischen Bezeichnung Nori verkauft wird.

Nori gibt es inzwischen in so ziemlich jedem Supermarkt. Einzig für Kim Chi und Daquang musst Du einen Asialaden aufsuchen, aber beides lässt sich gut auf Vorrat kaufen.

Kimbap 

Kimbap im Detail.
Zutaten für 4 Portionen:

2 Tassen Reis
4-5 Blatt Gim (Nori)
250 g Hackfleisch
1 Knoblauchzehe
Sojasauce
Pfeffer
3 Eier
Daquang (eingelegter Rettich)
Kim Chi
1 Gurke
Gerösteter Sesam
Wasser
Sesamöl
Salz

Zubereitung:

Reis wie gewohnt kochen. Wasser mit Salz und Sesamöl mischen. Wenn der Reis fertig ist, in eine große Schüssel geben, das Sesamöl von der Wasseroberfläche abschöpfen und über den Reis geben. Gut mischen und abkühlen lassen. Dabei immer wieder wenden.

Die Zutaten (bis auf Gim).
Hackfleisch mit Knoblauch, Sojasauce und Pfeffer braten.

Aus den Eiern 2 Omelette braten und in Streifen schneiden.

Kim Chi in Streifen schneiden.

Daquang und Gurke in Länge der Gim-Blätter in Stifte schneiden.

Wenn der Reis abgekühlt ist, Gim mit der stumpfen Seite nach oben auf die Bambusmatte legen und den Reis nicht zu dick darauf verteilen, dabei oben ca. 3 cm frei lassen. Dann die restlichen Zutaten unten mit einem Abstand von ca. 5 cm auf den Reis legen und von unten her zusammenrollen. Diese Rollen dann in Scheiben schneiden.

Freitag, 1. März 2013

Testessen für März in der White Lounge: Ambiente klasse, Sushi Masse

Die White Lounge, das Design-Restaurant von Sushi for friends, bietet Interessierten jeden Monat die Möglichkeit, ausgewählte Sushi-Kreationen zu testen. Die, die den Testessern am Besten gefallen, kommen im nächsten Monat auf die reguläre Karte des Lokals.

Die Sushi-Auswahl für das Testessen für die März-Karte.

Normalerweise esse ich Sushi von der Sushi Factory - so alle halbe Jahr mal, denn Sushi ist für mich was Besonderes. Das Optimum, das ich mir selten leisten kann, ist Sushi im Henssler & Henssler oder Ono.

Nun also die White Lounge, zum ersten Mal. Ich war gespannt.

In der Mitte Maki mit Huhn und Ananas-Frischkäse, davor Inside-Out mit Ebi-Garnele mit Cashewnüssen und Knoblauchsauce. Am Bildrand: Tempura mit Ente und Lollo Rosso sowie House- und Hoi-Sin-Sauce. 

Nach dem Probieren kommt der Fragebogen.
Zum Testen für den März gab's Inside-Out mit Ebi-Garnele mit Cashewnüssen und Knoblauchsauce, Tempura mit Ente und Lollo Rosso sowie House- und Hoi-Sin-Sauce und Maki mit Huhn und Ananas-Frischkäse.

Unser Fazit war eindeutig: Am Besten schmeckte uns die Tempura-Rolle mit Ente. Wäre sie auch noch richtig warm gewesen, wäre sie perfekt gewesen. Die Maki-Rolle fanden wir langweilig, fade. Das Huhn erinnerte mich stark an Analogfleisch. Die Inside-Outs waren von der Idee ganz nett, aber ziemlich komplett ohne Cashews - ich hatte gerade mal eine erahnbare in den acht Stück.

Von der Qualität her fiel das Sushi gegenüber dem aus der Sushi Factory deutlich ab - von Hensslers Sushi rede ich gar nicht erst. Der Qualitätsunterschied ist aber auch kein Wunder, wenn ich die Preise vergleiche. Insofern bleibt Sushi für mich was Besonderes: Lieber selten, dafür gut.

Das Ambiente in der White Lounge ist hingegen wirklich klasse, dafür lohnt sich der Besuch. Nur 'n büschen mehr Licht wäre schön ... 

Mittwoch, 22. Februar 2012

Mittwochs-Sushi mit Edamame

Wenn es zeitlich passt und ich in Altona umsteige oder da gerade zu tun habe, hole ich mir gerne Sushi aus der Sushi Factory zum Mitnehmen.  Als es mir letztens mal wieder zu schlecht ging zum Kochen, ich weder TK-Kartoffeltaschen noch TK-Pizza oder Nudeln mochte, der Gatte aushäusig war, also nicht für mich kochen konnte, kam ich auf die Idee, mal zu schauen, ob die Sushi Factory auch liefert. Ja, tut sie, und da sie eine Dependance in einem nahegelegenen Lokal hat, ist der Mindestbestellwert noch nicht mal so hoch.

Von links nach rechts: Goma Maguro, Shakekawa, Fried Ebi Nigiri, Crunchy Tuna Roll und Scandinavia Roll.
Ich bestellte online, was fünf Prozent Rabatt einbrachte, und ziemlich genau 63 Minuten später war das Essen da. Edamame gab's auch noch; die hatte ich noch nie probiert.

Edamame, Soja-Bohnen.
Okay, nicht so gut (und teuer) wie bei Henssler, klar, aber lecker. Wiederholung garantiert.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Ziemlich asiatischer Verwöhnwochenendabschluss in Hensslers Ono

Ich kann immer noch nicht richtig mit Stäbchen essen ...
Aber diese Hilfsstäbchen sind doch auch sehr entzückend.
Für den Abschlussabend unseres Verwöhnwochenendes standen verschiedene Lokale zur Auswahl. Schließlich entscheiden wir uns für das Ono von Steffen Henssler, auch, weil wir den Besuch mit einem Eppendorf-Bummel verbinden können - zumindest theoretisch. Bei den Temperaturen in der letzten Woche hatte keine von uns Lust zum Bummeln, und so warfen wir auf dem Weg vom Parkplatz ins Lokal nur noch einen kurzen Blick in die Buchhandlung Stories!, die eine kleine, aber sehr feine Kochbuchabteilung hat und auch schöne Veranstaltungen anbietet. Bei den Kochbüchern liegt der Schwerpunkt auf der vegetarischen Küche und auf den Büchern aus der Collection Rolf Heyne.

Holz und Anthrazit sind die im Ono vorherrschenden Farben.
Wie schon im Henssler & Henssler wunderte ich mich über die Kilometer, die die Restaurantleitung abends zurücklegen muss, denn auch im Ono sprintete die Dame häufig von einem Ende des Lokals zum anderen, zwischen Tür und Küche hin und her, immer das Telefon am Ohr, um Reservierungen oder Sushi-Take-Away-Bestellung anzunehmen und weiterzugeben. Zwischendrin wurden wir begrüßt und platziert, bekamen den Tipp, keinen Tisch am Fenster zu wählen, weil es da ziehe. Wir beherzigten den Rat, aber generell war es im Lokal eher kühl und zugig - ich hätte beim Umziehen auf meine innere Stimmen hören und das Rollkragenpullöverchen mit Nierenwärmerchen und langer Unnabüx anziehen sollen ... Im Sommer sind die großen Fensterfronten, die sich zur Terrasse hin öffnen lassen, sicher schön, im Winter aber eher unpraktisch, gerade bei zweistelligen Minustemperaturen.

Wir entschieden uns beide für das Menü.

Sashimi vom Loup de Mer, Apfel-Sellerie-Gelee, Mentsuyu-Walnussbutter.
Sashimi und Popcorn von der Jacobsmuschel, Trüffel-Nussbutter, Lauch, Sudach-Aioli.
Und das Ganze noch mal von oben.
Gratiniertes Lammkarree "Asia Gremolata", confierte Kartoffel, Miso, Paprika.
Ich habe eine Frau gesehen, die hat ihr Essen fotografiert. Das muss eine Foodbloggerin sein. .
Double Crunch Roll mit Königsfisch.
Meine Lieblingsgänge waren das Popcorn von der Jacobsmuschel und die Double Crunch Roll. Jacobsmuschel ist ja nicht so meins, ich halte sie für überschätzt, aber frittiert kann ich mich durchaus an sie gewöhnen. Und ich gebe zu, dass Jacobsmuscheln in der Qualität, in der sie bei Henssler serviert werden, sogar einen feinen Eigengeschmack haben, nicht nur nach Eiweiß schmecken, selbst frittiert. Mit dem Wasabi tat ich mich mal wieder schwer. Das im Shiawase schmeckt mir einfach immer noch am Besten.

Da für mich kein Menü ohne Dessert vorstellbar ist, gab's zum Abschluss noch gebratene Milchschokolade mit Hamburger Rote Grütze. Lecker.

Gebackene Milchschokolade mit Hamburger Rote Grütze. Wird die Milchschokolade angestochen, ergießen sich kleine Schokofontänen auf den Teller. Will ich auch können.
Von der baulichen Situation im Lokal (Zugluft ...) mal abgesehen, war's ein weiterer gelungener Abend und ein schöner Abschluss unseres Verwöhnwochenendes.

Am nächsten Tag gab's dann noch ein Treffen mit Monambelles und einen Besuch bei den Frauen von 1001 Gewürze, bevor Bushcook wieder an die Isar entschwebte - wieder mit Verspätung, klar, denn in Hamburg war man ja immer noch der Meinung, es läge Schnee. 

Das Verwöhnwochenende im Überblick:

Freitag: Abendessen im Sgroi
Sonnabend: 8. Hamburg kocht!-Treffen
Sonntag: Frühstück im Café Paris
Sonntag: Abendessen im Hala
Montag: Portugiesisches Frühstück in der Schanze
Montag: Mittagessen in der Curry Queen
Montag: Abendessen im Ono

Samstag, 8. Oktober 2011

Duett vom Thunfisch: Lauwarmes Sashimi und Sesam-Schwarzkümmel-Würfel

Lauwarmes Sashimi und Sesam-Schwarzkümmel-Würfel
vom Thunfisch.
Seitdem ich Sushi für mich entdeckte, mag ich Thunfisch besonders gerne. Über Jahrzehnte kannte ich nur Dosenthunfisch. Dass die Tiere nicht rund eingedost im Meer schwimmen, war eine wirkliche Entdeckung für mich. Als ich irgendwann mal las, wie groß so ein Thunfisch werden kann, fragte ich mich, wie man so einen großen Fisch in so eine kleine Dose bekommt - der Rote Thun oder Blauflossen-Thunfisch schafft immerhin bis zu 4,50 Metern und 600 kg. Das ist mal 'ne Hausnummer.

Da Thunfisch überfischt ist, steht er selten auf meinem Speiseplan. Als ich beim Fischhändler auf dem Markt ein Prachtfilet sah, wurde ich aber schwach und erstand 500 g für meinen ersten Versuch, Thunfisch ohne Dose zuzubereiten.

Diesem Filet konnte ich nicht widerstehen.
Aus einer Hälfte schnitt ich rechteckige Stücke für lauwarmes Sashimi, das Steffen Henssler mal als "schnelle Nummer" in der Sendung Topfgeldjäger zeigte. Eine Seite wird jeweils in frisch gemahlenes Salz (in meinem Fall blaues, persisches Salz) und frisch gemahlenen Pfeffer gestippt ...
... und in der Pfanne angebraten.
Anschließend in möglichst dünne Scheiben schneiden.

Aus der anderen Hälfte schnitt ich Würfel, die ich in Sesam und Schwarzkümmel wendete und von jeder Seite kurz anbriet. 

Ergebnis war ein schnelles, edles Abendessen, aus dem man auch eine Vorspeise oder einen Zwischengang im Rahmen eines Menüs machen kann. Das Thunfisch-Duett ist mein Oktober-Beitrag für die Cucina Rapida von Man kann's essen.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Freitag, 17. Dezember 2010

Henssler & Henssler

 „Sonst kummst ja ned naus“, meinte mein Besuch augenzwinkernd, als ich mich bedankte, dass ich ihn zu Henssler & Henssler begleiten durfte. Na ja, ganz so schlimm ist es nicht, aber den Gatten in ein Lokal zu bekommen, das rohen Fisch serviert, grenzt an die Quadratur des Kreises, obwohl es bei H&H auch Fleisch gibt – gegrillt, nicht roh. Wir waren mittags da – eine Chance, auch ohne Reservierung kurzfristig einen Tisch zu bekommen. Abends hingegen ist es schwieriger.

Vom Essen bei H&H schwärmte ja schon nata – erst im Blog, dann leibhaftig beim Bloggertreffen. Ich komme ebenfalls zu dem Ergebnis, dass das Essen die Schwärmerei durchaus verdient. Aber anders als nata muss ich nicht unbedingt Steffen Henssler als Leibkoch engagieren – mir reicht es, wenn die Küchenbrigade mehrmals wöchentlich zum Rollen und Schnibbeln in meiner Küche auf dem Acker antritt ;o)

Anstatt lange zu überlegen, was wir essen wollen, entscheiden wir uns für das Henssler Henssler Mix mit Maki, Inside-out-Maki, Nigiri, Spezial-Sashimi und  Tempura, also ein bisschen von allem, das es ab zwei Personen gibt. Wir sind zu dritt – passt. Kurze Zeit später kommt ein Schiff gefahren, voll beladen mit Sashimi von Königsfisch (Thunfisch), Thunfisch und zweierlei Lachs (einmal Lachs pur, einmal Lachs an einer Seite leicht mit dem Bunsenbrenner bearbeitet); Maki mit Avocado, Lachs und Thunfisch; Tempura mit Zucchini, Thai-Spargel, Wurzel und Garnele; Nigiri mit Lachs und Garnelenschwanz sowie Inside-Out-Maki mit Weiß-nicht-mehr-was-war-aber-saulecker-mit-irgendwas-Frittiertem.
Die Fischqualität war ein Traum, ist ja bei dem Restaurant eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Die Avocado war die erste richtig reife, die ich seit meiner Wüstenzeit aß – davon hätte man mir gerne eine ohne Fisch servieren können. Der leicht gesalzene Tempurateig begeisterte mich, den hätte ich pur futtern können. Seit Tagen grüble ich darüber, ob man daraus irgendwie Chips machen kann … Die Sojasauce hätte man mir auch im Glas servieren können. Einzig den Wasabi fand ich nicht so lecker, sondern in erster Linie scharf – kein Vergleich zu dem im Shiawase, das fruchtig-scharf ist. Aber das ist Nörgeln auf hohem Niveau ;o) Jedenfalls gab’s nichts zu beanstanden.

Ein Tipp für die, die mit dem HVV unterwegs sind und den Online-Routenplaner nutzen: Lasst Euch nicht irritieren, dass der bei der Adresse „Große Elbstraße 160“ nur die S-Bahn Königstraße als nächstgelegene Haltestelle anzeigt, sondern sucht den Linienfahrplan von Bus 383. Der fährt montags bis freitags im 30-Minuten-Takt vom Altonaer Bahnhof zum Sandberg und zurück – allerdings nur bis 20.46 Uhr. Zwei Sushistäbchenlängen von der Haltestelle entfernt liegt das Lokal. Von der S-Bahn muss man viel länger laufen. Alternative, zu der man den Routenplaner aber ebenfalls überreden muss, ist die Anfahrt mit Bus 112 bis Fischmarkt oder St. Pauli Hafenstraße. Diese Linie fährt zwischen Altona, Landungsbrücken und Hauptbahnhof durchgehend im 15-Minuten-Takt.

Montag, 29. November 2010

4. Hamburg kocht!-Treffen am 27. 11.10: Asia-Express - Die Nachlese

Pünktlich zum Wintereinbruch mit Schnee und Eis hielt unser Asia-Express im Loft und brachte allerlei Exotisches mit. Schade, dass sich Gerüche nicht in Bilder fassen lassen, denn es roch herrlich im Loft. Aber erst mal musste all das, was später verarbeitet werden sollte, vom Acker nach Winterhude gebracht werden. Curver statt Kamele war die Devise.
Dann wurde alles aufgebaut, damit wir schnell mit dem Kochen loslegen können.
Während der sorgfältig auf dem Marmorwaschtisch im ersten Stock gewaschene Sushi-Reis eine Stunde ruhte, führte uns Martin in die Zubereitung von Thai-Currys ein. Das kann eine ausgesprochen laute Angelegenheit sein - und eignet sich wunderbar zum Frustabbau, wie Ulrike begeistert feststellte. Bald "klöppelte" sie Currypaste um Currypaste, mörserte und stampfte geduldig alles, was ihr unter den Stößel kam. Steinkäuzchnes Liebster legte ebenfalls begeistert mit Hand an.
Dass Currys auch eine sehr rauchige Angelegenheit sind, merkten wir beim Anrösten der Gewürze - zum Glück löste kein Rauchmelder aus ...
Der Kühlschrank hatte Pause - wir haben eine Kühlbank, und auch der Rettichkuchen fand ein Plätzchen zum Auskühlen im geräumigen russischen Kühlschrank. Zum Glück vergriff sich keine der Katzen an Fisch oder Kuchen ... Der Joghurt sollte später noch eine tragende Rolle bekommen - als Curryentschärfer.
Auch im Winter ist der Hof einfach zauberhaft.
Viele Zutaten ergeben ein Curry. Hergestellt und verkocht wurden Rote Currypaste, Grüne Currypaste und Currypulver. Martin gab uns den Tipp, die Currypasten als flache Platten einzufrieren. Dann kann man sich bei Bedarf immer die Menge abbrechen, die man gerade braucht. Currypasten aus dem Glas kommen mir wohl nicht mehr ins Haus, wenn die noch vorhandenen aufgebraucht sind.
Glasnudeln zerkleinert die kluge Frau mit einer handelsüblichen Allzweckschere in einer Suppenschale ... Für deren Einsatz war ausnahmsweise nicht die teilweise fehlende Küchenausstattung verantwortlich, sondern die Tatsache, dass es einfach praktisch war. Ansonsten stellten wir fest, dass Kochlöffel überschätzt werden, Schaumlöffel prima Teesiebe abgeben und niemand kleine Kochtöpfe oder gar Topfdeckel braucht ...
Der erste Gang: Tom Ka Gai – Kokossuppe mit Hähnchen und individuell dosiertem Koriander. Nach dem Süppchen stiegen wir unter terschies sachkundiger, japanerfahrener Anleitung in die Sushi-Produktion ein. Schwerpunkt lag auf Räucherfisch (Lachs, Forelle, Buttermakrele) und vegetarischem Sushi (Omelett, Chinesischer Spinat, süß-saurer Kürbis), aber auch ein geachteltes Wiener Würstchen lässt sich prima einrollen (Tipp einer mit Martin bekannten Koreanerin). Ist gerade keine Sushimatte zur Hand, leisten auch ein (sauberes! neues!!) Baumwoll-Spültuch oder ein Tischset gute Dienste. Andere wiederum rollten Freestyle und nahmen einfach die Tischplatte. Wer Handgerollte raucht, ist übrigens klar im Vorteil beim Rollen. Dann ging's ans Üben mit den Stäbchen. Zum Dippen gab's Soja-Sauce und die Balsamico-Reduktion vom St. Pauli-Sushi, die unbedingt warm gegessen werden muss. Kalt eignet sie sich bestens als Spachtelmasse ... Die haben wir übrigens auch produziert, aber dazu später.
Sushi rollen macht hungrig, und so wurde es Zeit für den nächsten Gang: Boab Sod Sai – Gefüllte Zucchini mit Basilikum-Kokos-Sauce - mit ohne Basilikum. Der wurde nämlich im Kühlschrank vergessen. Für die Füllung waren auch die sorgfältig zerkleinerten Glasnudeln.
Neben Tee, Kaffee, Wasser und Wein gab's auch ominöse Flüssigkeiten aus utländisch beschrifteten Dosen zu trinken. Die Wintermelone sah ich als aufgeschnittene Frucht im Kühlregal liegen. Es ist mir ein Rätsel, wie aus hellgelb-weißlichem Fruchtfleisch eine schlammfarbene Brause werden kann, die optisch und geschmacklich an das Wassernabel-Gebräu erinnert ...
Viele Hände gestalten den nächsten Gang: Gaeng Gai Prik Thai Dum – Hühnercurry mit schwarzem Pfeffer.
Es folgte Kao Pad Pong Kari Kung – Gebratener Curryreis mit Garnelen.
Zum Dessert gab's Tago Phag Tong – Kürbiscreme mit Kokoshäubchen und Mango-Julienne sowie Kokoseis nach einem terschies-aus-der-Lamäng-Rezept. Und wir haben gelernt, dass mit Reis- und Tapiokamehl gebundene Kokosmilch jede Spachtelmasse, jeden Fliesenkitt schlägt - Drei-Wetter-Taft zum Essen, sozusagen.Als Thema für das nächste Treffen legten wir kuk-Küche fest, also die Küche Österreich-Ungarns. Ein Termin folgt, sobald Anikó, ORsi und ich unsere Kalender synchronisierten. Bei ORsi gibt es übrigens schon einen wunderbaren Bildbericht über das vorgestrige Treffen. Und bei Martin gibt es die Rezepte samt ebenfalls wunderbaren Fotos. Last but not least ist hier der Bericht der Küchengeister.

Eine weitere Idee ist die griechische Küche. Monambelles und Der Grieche könnten mit uns Mezedes und Dessert zubereiten.

Zwei von uns wollen außerdem am 14. Januar einen MoK-Einsteiger-Kurs bei der VHS besuchen - wer sich anschließen möchte, meldet sich einfach.

Falls Ihr Lust habt, detaillierter in die Sushi-Produktion und die japanische Küche einzusteigen, könnten wir uns auch relativ spontan bei mir auf dem Acker treffen. Das sollten wir dann machen, solange es noch kalt ist, damit wir auch frischen Fisch verarbeiten können. Meine Küche ist auch nicht kleiner als die im Loft, und einen großen Tisch mit Schnibbel- und Rollfläche - das Wichtigste für Sushi - haben wir auch.

Dienstag, 16. November 2010

4. Hamburg kocht!-Treffen - Einsteigen, bitte! Der letzte Aufruf zum Asia Express am 27.11.10

In zwei Wochen ist es so weit: Am 27. November 2010 ab 13 Uhr entern wir wieder das Loft, rollen die Sushi-Matten aus und lassen die Töpfe qualmen.

Folgendes wollen wir gemeinsam zubereiten und verspeisen:

• Spontan-Sushi: Vegetarisch und mit Räucherfisch, so, wie’s der Markt, der Geldbeutel und Stephs Fischhändler hergeben. Jede/r rollt selbst nach Gusto. Es gibt außerdem japanischen Rettich, diverse Gemüse, Pilze … Lecker Sößchen zum Sushi machen wir selbst.
• Rettichkuchen (bringt Mocat mit)

und

• Martins Currys:
Rote Currypaste
Grüne Currypaste
Currypulver
Tom Ka Gai
Gebratener Reis mit Garnelen
Hühnercurry mit schwarzem Pfeffer
Gefüllte Zucchini mit Basilikum-Kokos-Sauce
Kürbiscreme (Dessert)

Martins Plan ist, die Hauptgerichte als 4-Personen-Gericht zu kochen, so dass wir mit ca. 12 Leuten jeder von allem probieren können aber nicht so viel haben. Wenn es doch zu viel wird, könnten wir das Huhn weglassen.

Martin bringt einen Steinmörser mit (einen zum Stoßen, nicht zum Reiben), wer noch so einen hat, könnte ihn auch mitbringen, dann geht es schneller. Und ein paar ganz hartnäckige Sachen machen wir in Stephs Gewürzmühle!

Ich ahne schon: Auch ohne Käseplatte werden wir auch diesmal wieder nicht verhungern. Da wir uns aber ein finanzielles Limit gesetzt haben, kann es auch sein, dass wir das eine oder andere streichen müssen.

Mit dabei bislang:

1. Martin
2. Sabine
3. Ulrike
4. Sivie
5. Mocat
6. fitus123
7. Schwaben-Spatz
8. terschies
9. Steinkäuzchen
10. Steinkäuzchens Liebster

Und nun noch mal alle Informationen im Schnelldurchlauf ;o)

Datum: 27.11.2010
Ort: Eventküche Loft in Hamburg Winterhude
Zeit: 13:00 - 23:00 Uhr
Kosten: 50 € pro Person
Teilnehmer: 10
Jeder bringt für sich selbst mit: Gute Laune, Getränke, Schürze, Lieblingsmesser, Gefäße für die Reste und, sofern vorhanden, Sushi-Matte und Mörser.

Wer beim Foodbloggertreffen mit dabei war, hat schon gesehen, dass die lieben Menschen vom Loft in der Küche nachgebessert haben. Wir haben also eine Kochplatte für die Bialettis und einen zweiten Kühlschrank. Mehr Geschirr ist auch da, und Müllbeutel hatten wir beim Foodbloggertreffen auch reichlich, wenn ich das richtig erinnere.

Mitbringen müssten wir aber noch:

• Mehrfachstecker (Sivie)
• Küchenkrepp (Sivie)
• Küchenhandtücher
• Kochlöffel (oder waren da jetzt mehr, Steph?)
• Pfannenwender (oder waren da jetzt mehr, Steph?)
• Klemmspot
• Was uns sonst noch einfällt …

Montag, 4. Oktober 2010

Asia-Express: St. Pauli-Sushi mit Balsamico-Reduktion (4. Hamburg kocht!-Treffen)

Urlaub is’ vorbei; im Haus, das Irre macht, werde ich nicht mehr täglich gebraucht, also hohe Zeit, dass hier mal wieder gekocht und Appetit auf das nächste Treffen gemacht wird. Bei dem sind übrigens noch Plätze frei.

Beim letzten Treffen gab’s Werder-Schnittchen. Klar, dass 'ne ordentliche Hamburgerin da mit einem Gericht, das dem einzig wahren Hamburger Fußballverein gewidmet ist, kontern muss, umso mehr, da der Verein in diesem Jahr den 100. Geburtstag feiert: St. Pauli-Sushi! In Braun-Weiß, wie die Vereinsfarben.Okay, in Echt heißt das St. Pauli-Sushi Steinpitz-Sushi und ist eine Kreation von Sohyi Kim. Als ich das Rezept las, dachte ich, die Steinpilze werden komplett von den Aromen der Balsamicoreduktion erschlagen, aber es passt. Dass ich Apfel- statt Sushi-Essig nahm, möge man mir verzeihen. Herr Kaoskoch räumte sowohl Sushi-Essig als auch Nori bzw. Seetang so gründlich weg, dass beides nicht mehr zu finden war.

St. Pauli-Sushi mit Balsamicoreduktion

Zutaten für 4 Portionen:

150 g Sushi-Reis
200 ml Wasser und Wasser zum Spülen
3 EL Apfel-Essig (besser: Sushi-Essig)
60 ml Soja-Sauce
3 EL Balsamico-Essig
100 g Kristallzucker
4 mittelgroße Steinpilze
1 EL Sesamöl
1 Nori-Blatt in Streifen geschnitten bzw. Seetang (musste bei mir entfallen)

Den Reis in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser so lange waschen, bis das abfließende Wasser klar ist. Dann den Reis im Sieb etwa eine Stunde stehen lassen.

Währenddessen für die Balsamicoreduktion Sojasauce, Balsamico und Zucker in einen Topf ohne Deckel geben und unter gelegentlichem Rühren bei geringer Hitze zu zähflüssiger Konsistenz einkochen (mir war die Menge der Reduktion zu viel, aber vielleicht habe ich auch nicht lange genug reduziert).

Reis und Wasser in einen Topf geben, aufkochen lassen und etwa zwei Minuten lebhaft sprudelnd kochen lassen. Hitze stark reduzieren und bei geschlossenem Deckel etwa 15 Minuten zu Ende garen. Reis mit Stäbchen oder einer Gabel auflockern. Apfel- bzw. Sushi-Essig unterheben. Handtuch auf ein Backblech legen, den Reis darüber streichen, um ihn so schnell wie möglich abzukühlen.
Kim lässt den Reis in einer Schüssel vor einem Ventilator auskühlen, aber bevor ich lange überlege, wie ich die Schüssel an den Deckenventilator bekomme oder den Reisregen im Wohnzimmer einsammle, kam mir das Backblech in den Sinn. Schnell auf den Balkon gestellt - fertig. Geht bei den derzeitigen Temperaturen wunderbar (leider …).

Die Pilze putzen und bürsten und in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Eine Pfanne erhitzen, Sesamöl eingießen, Pilze einlegen und auf beiden Seiten anbraten, so dass die Pilze Farbe nehmen. Dann die Pilze in der Balsamicoreduktion wenden.

Reis portionsweise zu kleinen Rollen formen. Auf jede Rolle eine Pilzscheibe legen. Jede Rolle mit einem schmalen Nori- oder Seetangstreifen umwickeln (wenn man sie denn findet …).

Durch das Auf-den-Kopf-Stellen des Vorratsschranks reichte meine Geduld dann nur noch für einen Anrichteteller. Der Rest landete in der Schüssel. Schmeckte auch.