Samstag, 30. Oktober 2021

Wochenplan in KW 43/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten LXXXV

Für diesen Wocheneinkauf kam ich dazu, in aller Ruhe die Käseblättchen nach Angeboten zu durchstöbern, und so ging's mal in einen anderen Supermarkt. Nicht, dass wir durch die Angebote etwas sparen, denn es kommt auch immer Beifang mit, der nicht auf dem Zettel steht, aber mir gibt das Einkaufen nach Angeboten immerhin das Gefühl, eine sparsame Hausfrau zu sein ... So orientierte sich der Wochenplan nicht nur an dem, was ohnehin in Vorrat und Kühlschrank ist, sondern auch an dem, was gerade im Angebot ist. 

Wir kauften am Freitagnachmittag ein. Die Straßen waren sehr voll, die Geschäfte zum Glück nicht. Außer in zwei Supermärkte ging's noch in die Apotheke und in die Trafik. Im Laufe der Woche war der Gatte beim Schlachter, in der Apotheke, in der Trafik, beim Discounter und Bäcker, und beide mussten wir ins Einkaufszentrum und zur Packstation. Der Besuch bim Optiker war etwas gewöhnungsbedürftig, da man sich da doch irritierend nahe kommt, aber anders geht's halt nicht. Der Gatte erledigte außerdem einige Einkäufe für seine Mutter. Dadurch, dass wir in einem anderen Supermarkt einkauften als sonst, gibt's endlich wieder Milch von Hemme und Eier von Cassenshof. 

Unser Wochenplan für die letzte Oktoberwoche.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Hähnchen-Bananen-Curry.

Sonntag wärmte ich Spinat-Polenta-Auflauf auf.

Montag gab's Staudensellerie-Suppe, denn vom Guinness Stew war noch reichlich Sellerie über.

Dienstag kochte ich Rosenkohl-Hack-Eintopf.

Mittwoch bereitete der Gatte Brændende Kærlighed zu - aus dem Dänemark-Urlaub war noch reichlich Frühstücksspeck da. Außerdem ergatterte der Gatte Zwiebeln und Kartoffeln en gros, die auch verbraucht werden wollen. 

Donnerstag gab's wieder Rosenkohl-Hack-Eintopf, diesmal gefolgt von Vanillepudding, da nur noch wenig Eintopf da war. Ich merkte, dass mir Hafer- oder Mandelmilch fehlen, die ich gerne für Pudding oder Püree nehme. Ich hab's aber nicht in den Bioladen geschafft, und im Drogeriemarkt war der Milchersatz zu gut versteckt.

Freitag kochte ich Kürbis-Nudel-Auflauf.

Gebacken wurde nicht - meistens war wenigstens einer von uns zur Teezeit unterwegs. Ansonsten wurde Kuchen gekauft, war ich einmal konditorn.

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Freitag, 29. Oktober 2021

Spinat-Polenta-Auflauf mit Feta und Pinienkernen

Immerhin ein vegetarisches Gericht schaffte es diese Woche auf den Speiseplan. Beim Aufräumen des Vorratsschranks fand sich Polenta, und die soll da ja nicht ewig liegen.

Spinat-Polenta-Auflauf mit Feta und Pinienkernen.

Spinat-Polenta-Auflauf mit Feta und Pinienkernen 

Zutaten für 4-6 Portionen / eine Auflaufform mit ca. 17x24 cm*:

250 g Polenta 
500 ml Wasser / Gemüsebrühe
400 g TK-Blattspinat, aufgetaut 
4-5 kleine Knoblauchzehen 
50 g Pinienkerne, geröstet 
Salz 
50 ml Milch 
200 g Schafskäse (Feta) 
¼ TL frisch geriebene Muskatnuss 
Pfeffer 
2 El Olivenöl (plus etwas für die Form)
100 g Parmesan

Zubereitung:

Die Polenta in eine Schüssel geben. Wasser bzw. Gemüsebrühe aufkochen und mit der Polenta verrühren. Die Polenta abgedeckt ca. 20 Minuten quellen lassen. 

Inzwischen den Knoblauch schälen und den Schafskäse grob zerbröseln.  Spinat, Schafskäse, Pinienkerne und Muskat in einer Schüssel mischen  und 3 Knoblauchzehen dazupressen. Die  Mischung mit Salz und Pfeffer  würzen. 

Milch und Olivenöl unter die Polenta rühren, den übrigen Knoblauch dazupressen und die Polenta mit Salz und Pfeffer würzen. 

Den Parmesan reiben. 

Die Hälfte der Polenta-Mischung in die Auflaufform geben und verstreichen. Die Hälfte der Spinatmischung darauf verteilen. Das Schichten wiederholen und mit  einer Polenta-Schicht  abschließen. Mit Parmesan bestreuen.

Den Spinat-Polenta-Auflauf im Backofen bei 180°C (Umluft) ca. 20 Minuten backen. Den Auflauf herausnehmen und kurz abkühlen lassen, damit er sich etwas setzen kann.

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Mittwoch, 27. Oktober 2021

Hähnchen-Bananen-Curry

Banane, Hähnchen und Curry ist eine super Kombi, wie diese Suppe beweist, die schon lange zu unseren Standards gehört (und mal wieder auf den Tisch kommen könnte).

Hähnchen-Bananen-Curry, hier mit glatter Petersilie statt Koriander.

Beim Curry hielt ich mich nicht an die Menge des Originalrezepts, denn das ist uns zu wenig. Ich würze da mehr so aus der Lamäng. Beim Aufwärmen war zu wenig Sauce da, gab ich neben einem weiteren Becher Joghurt noch etwas Vanille-Curry* dazu (Garam Masala* muss ich erst wieder auf dem Wochenmarkt kaufen).

Hähnchen-Bananen-Curry

Zutaten für 4 Portionen:

2 EL Rosinen
1 Doppel-Hähnchenbrustfilet (400 g - bei unserem Schlachter in der Regel mehr)
3 Bananen
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 kleine Möhren
1 Stück Ingwer (ca. 3–4 cm)
2 EL Butter
2 TL Kurkuma*
1 TL Chili
Garam Masala*
300 g griechischer Joghurt
150 ml Wasser oder Milch
Salz
3 EL Mandelkerne (gehackt und geröstet)
2 Stiele Koriandergrün

Zubereitung:

Die Rosinen in etwas heißem Wasser einweichen. Das Hähnchenbrustfilet in kleine Stücke schneiden. Die Bananen schälen und in Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Möhren schälen und in Stifte schneiden. Den Ingwer reiben.

1 EL Butter in einer Pfanne erhitzen und das Hähnchenfleisch bei starker Hitze 4–5 Minuten unter Rühren goldbraun braten. Das Fleisch aus der Pfanne heben und beiseitestellen. 

Restliche Butter in die Pfanne geben und Zwiebel andünsten. Dann den Ingwer und die Möhren dazugeben und mitdünsten. Nach 2–3 Minuten den Knoblauch und alle Gewürze dazugeben. Unter Rühren bei mittlerer Hitze dünsten, dann den Joghurt und Wasser oder Milch dazugeben. Die Sauce mit Salz abschmecken und bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Chili, Hähnchenfleisch, Bananen, abgetropfte Rosinen und die Mandeln hineingeben. Das Hähnchen-Bananen-Curry bei schwacher Hitze 15 Minuten gar ziehen lassen. Noch einmal mit Salz abschmecken und mit Koriandergrün garniert servieren. Dazu schmeckt Reis.
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Montag, 25. Oktober 2021

Guinness Stew

Im Vorrat fanden sich eine Flasche Guinness Steaksauce, wie auch immer die zu uns kam, und eine Dose Guinness, die irritierenderweise aus Dänemark stammte - wer weiß, aus welchem Urlaub ... 

Guinness Stew.

Auf die Flasche mit der Steaksauce habe ich in der Zutatenliste verzichtet, denn die braucht's nicht, aber sie war bei uns halt da. Ebenso habe ich auf das Mehlieren des Fleisches verzichtet, denn nach meiner Erfahrung wird die Sauce durch die lange Kochzeit ohnehin sämig. Wenn das mal nicht klappt, hilft gegen Ende der Kochzeit etwas mit kaltem Wasser verrührtes Stärkemehl.

Guinness Stew  

Zutaten für 4 - 6 Portionen

150 g gewürfelter Speck
800 g Rindfleisch zum Schmoren (z.B. Gulasch)
2 Zwiebeln 
8 Kartoffeln 
2 Wurzeln (Karotten, Möhren)
2 Stiele Staudensellerie
1-2 Pastinaken
440 ml Guinness (entspricht dem Inhalt einer Dose)
200 ml Rinderfond (wenn gerade keiner da ist, Gemüsebrühe)
2 EL Worcestershire-Sauce
1 EL Tomatenmark
1 TL Thymian getrocknet, gerebelt
1 TL Rosmarin getrocknet, gemahlen
1 TL Salz
1/3 TL Pfeffer schwarz, gemahlen
2 Lorbeerblätter
Öl

Zubereitung:

Rindfleisch würfeln, falls der Schlachter das nicht freundlicherweise schon erledigte. 

Kartoffeln, Wurzeln und Pastinaken schälen und würfeln. Staudensellerie säubern und in schmale Scheiben schneiden. Zwiebel pellen und fein würfeln. 

Öl in einem großen Top erhitzen und Fleisch, Speck und Zwiebelwürfel anbraten. 

Gewürze, Worcestershire-Sauce und Tomatenmark hinzugeben, alles gut vermengen und Farbe nehmen lassen. Mit Rinderfond und Guinness ablöschen. Das Gemüse in den Topf geben.

Alles aufkochen und bei geringer Hitze mindestens 90 Minuten köcheln lassen (je länger, desto besser, denn wenn das Fleisch richtig zart und mürbe ist, schmeckt's erst richtig gut).

Samstag, 23. Oktober 2021

Wochenplan in KW 42/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten LXXXIV

Der Gatte möchte langsam wieder kochen, was mich sehr freut (und entlastet). So gab's diese Woche also mal wieder einen von ihm so geliebten Eintopf. Der Tiefkühler freut sich ebenfalls, denn er ist wieder gut gefüllt. Und für Mudderns fiel auch eine Portion ab (aus der sie sich mindestens zwei macht). Sie lebt sonst nur von Fertigfutter, und daher denke ich immer an sie, wenn bei uns eine Portion übrig bleibt. 

Den Wocheneinkauf erledigten wir in der gewohnten Routine: Erst Discounter, dann Supermarkt. In beiden Läden waren viele Regale leer, warum auch immer. Im Supermarkt gibt es nur noch ESL-Milch, was doof ist. Davon ab, sind im Supermarkt wieder alle Kassen in Betrieb, die Trennwände dazwischen abgebaut. Bislang war nur jede zweite Kasse geöffnet, um Abstand zu waren, gab's aus Holzlatten und Frischhaltefolie improvisierte Trennwände zwischen zwei Kassen. Sicherheitsdienst / Zutrittskontrollen gibt es ohnehin schon lange nicht mehr.

Im Laufe der Woche absolvierte der Gatte wie gewohnt seine Discounter- und Packstationstouren und war bei einem seiner Lieblingsbäcker. Der liegt auf dem Weg in sein ehemaliges Büro, also nicht gerade um die Ecke, aber er hatte in der Nähe zu tun. Ich hingegen musste wieder mal in die Apotheke. Die Packstationstouren werden zukünftig arg reduziert, denn die DHL-App ist nur noch mit einem Smartphone nutzbar, dass der Gatte nicht hat und nicht haben will, da zu kompliziert. Ich habe gezwungenermaßen eins und muss deswegen zukünftig mit zur Packstation. Doof, das.

Ein Großteil an Obst und Gemüse lagert wieder im "russischen Kühlschrank", gut bewacht vom Bedsted-Hasen.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend kochte der Gatte einen Grüne-Bohnen-Eintopf. Davon wanderte reichlich in den Tiefkühler, denn der Gatte kocht Suppen oder Eintöpfe immer für Kompaniestärke.

Sonntag kochte ich Guinness Stew. Da ich nachmittags mit bei Schwiegermutter war und danach ungestörte Sofasitzzeit haben wollte, wurde es schon am späten Vormittag angesetzt und abends aufgewärmt. Zwei Portionen kamen in den Tiefkühler.

Montag gab's wieder Grüne-Bohnen-Eintopf.

Dienstag sollte es Hähnchen-Bananen-Curry geben, aber der Gatte hatte keinen Hunger, also machte ich mir Guinness Stew warm. Das Curry gab's dann Mittwoch anstelle des Stews.

Donnerstag sollte es Spinat-Polenta-Auflauf geben - endlich mal wieder etwas Vegetarisches! Nur entwickelte sich der Tag anders als geplant, besorgte ich auf dem späten Heimweg Fish 'n' Chips.

Freitag gab's tatsächlich Spinat-Polenta-Auflauf.

Gebacken wurde nicht. Der Zitronenkuchen aus der Vorwoche reichte noch für die Tage, an denen wir Zeit für eine gemeinsame Teezeit hatten, und gestern waren wir während des Wocheneinkaufs beim Bäcker.

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Freitag, 22. Oktober 2021

Marmeladen-Guglhupf

Im Vorratsschrank fanden sich viele Marmeladen, und das sind noch nicht mal die selbstgemachten, sondern nur die gekauften und geschenkten. Nun halten Marmeladen quasi ewig, aber die vielen Gläser brauchen halt auch Platz, und so kam ich auf die Idee, daraus Kuchen zu machen.

Einfach herzig: Marmeladen-Guglhupf.

Dieser Beitrag geht rüber zur Freutag-Linkparty. Vielen Dank für's Sammeln!

Das unfallfreie Aus-der-Form-lösen muss ich wieder üben ...

Marmeladen-Guglhupf

Zutaten für eine 25er Guglhupfform*:

250 g Butter
150 g Zucker
4 Eier
3 EL Rum
500 g Mehl
300 g Marmelade (z.B. Erdbeere)
1 Pck. Backpulver
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
etwas Butter und Semmelbrösel für die Form
ggf. Puderzucker

Zubereitung:

Zucker, Vanillezucker und Butter schaumig rühren. Nach und nach die Eier und den Rum zugeben. Mehl und Backpulver zugeben und gut verrühren.

Die Guglhupfform sorgfältigst buttern und mit Semmelbröseln auskleiden. 
Die Hälfte des Teiges in die Form geben. Marmelade auf dem Teig verteilen, dann den restlichen Teig darübergeben und wie beim Marmorkuchen mit einer Gabel spiralförmig durchziehen.

Die Form in den Ofen geben und bei 160°C (Umluft) etwa 60 Minuten backen. Den Kuchen in der Form abkühlen lassen, aus der Form nehmen und ggf. mit Puderzucker bestäuben.

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Donnerstag, 21. Oktober 2021

Tortilla mit Salbei

Im Garten wuchert der Salbei noch immer üppig. Bei diesem Gericht konnte ich zumindest ein paar Stängel ernten. 

Tortilla mit Salbei, geschnitten.

Der Gatte isst gerne Kräuterquark zur Tortilla. Mir schmeckt sie normalerweise so. 

Tortilla mit Salbei, am Stück.

Tortilla mit Salbei

Zutaten für 2 Portionen:

2 Stängel Majoran
2 Stängel Oregano
3 Stängel Salbei
750 g Pellkartoffeln (kalt und gekocht)
1 Zwiebel
4 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
6 Eier
Fett für die Form

Zubereitung:

Kräuter abspülen und trocken schütteln. Oregano- und Majoranblättchen abzupfen und fein hacken.

Kartoffeln pellen und in etwa 3 mm dicke Scheiben schneiden. Zwiebel abziehen und in Ringe schneiden.

2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Kartoffeln darin etwa 12 -15 Minuten schön goldbraun braten, dabei immer wieder wenden.

Zwiebelringe zufügen, salzen und weitere
 2 Minuten braten.

Eier mit gehackten Kräutern in einer Schüssel leicht verquirlen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Gebratene Kartoffeln, Zwiebeln und Kräuter in eine gefettete ofenfeste Form (etwa Ø 28 cm) schichten. Die verquirlten Eier darüber gießen und im Ofen bei 160°C (Umluft) etwa 20 - 25 Minuten goldgelb backen.

Gegen Ende der Backzeit das restliche Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen, Salbeistängel darin 1 - 2 Minuten braten, Tortilla damit belegen.

Mittwoch, 20. Oktober 2021

Maccheroni mit Pecorino, Kirschtomaten und Speck

Wir kamen im Wochenplan etwas durcheinander, weil die Tortilla mit Salbei durch Currywurst mit Pommes frites ersetzt wurde, und so musste für Dienstag schnell ein anderes Abendessen her. Hierfür ist quasi immer alles im Hause. Einzig Kirschtomaten besorgte der Gatte auf seiner täglichen  Packstationstour, damit wir die verlangten kleinen Tomaten hatten. Jede andere Tomate wäre aber auch gegangen, müsste dann nur geviertelt oder geachtelt werden.

Maccheroni mit Pecorino, Kirschtomaten und Speck.

Ich probierte erstmals Low Carb Pasta* aus und dachte mir schon beim Kochen, dass wir keine Freunde würden. Ich werfe ja normalerweise die Nudeln in kaltes Wasser (doch, das geht, ganz sicher!), was hier nicht klappt. Damit die Nudeln nicht zusammenkleben, muss hier zusätzlich Essig ins Wasser gegeben werden. Und ich kann nicht wie sonst üblich vier Portionen auf einmal zubereiten, denn sobald sie kalt sind, verkleben die Nudeln. Davon ab schmeckten sie dem Gatten überraschend gut, während ich sie eher geschmacklos fand.

Maccheroni mit Pecorino, Kirschtomaten und Speck

Zutaten für 4 Portionen:

300 g Maccheroni
120 g Speck
300 g Kirschtomaten
1 kleine Zwiebel
80 g geriebener Pecorino Romano DOP
Basilikumblätter
Chiliflocken (alternativ 1 Chilischote)
Olivenöl
Salz
Pfeffer
 
Zubereitung:

Den Speck fein würfeln, die Zwiebel in feine Streifen schneiden. Öl in einer Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen und Speck und Zwiebeln anbräunen.
Kirschtomaten, Chilischote, Salz, Pfeffer und 4-5 Basilikumblätter dazu geben, dann die Hitze reduzieren und 15-20 Minuten weiter garen.

Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest kochen, abgießen, unter die Sauce in der Pfanne heben und reichlich Pecorino Romano dazu geben.

Abschmecken und auf Tellern portionieren. Nochmals Pecorino Romano darüber streuen und servieren.

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Montag, 18. Oktober 2021

Kartoffel-Artischocken-Pfanne mit Zitronen-Schmand

Nachdem wir es endlich schafften, uns des überquellenden Vorratsschranks anzunehmen, verarbeite ich so viel wie möglich daraus. Alles, wozu mir partout nichts sinnvolles einfällt und noch nicht angebrochen war, ging inzwischen zum Fairteiler, den es seit Anfang September endlich im Stadtteil gibt. 

Ich habe keine Ahnung, weshalb wir Artischockenherzen in Glas bzw. Dose kauften - vielleicht für einen Antipasti-Abend, aber selbst da essen wir normalerweise keine Artischocken. 

Kartoffel-Artischocken-Pfanne mit Zitronen-Schmand.

Dadurch, dass gegarte Artischocken verwendet werden, ist das Gericht blitzschnell fertig. Noch schneller geht's, wenn du auf gekochte Kartoffeln vom Vortag zurückgreifen kannst. 

Kartoffel-Artischocken-Pfanne mit Zitronen-Schmand

Zutaten für 2-3 Portionen

500 g (möglichst kleine) Kartoffeln 
Salz
1 Zitrone, heiß abgewaschen und abgetrocknet
1 Glas Artischockenherzen in Stücken in Kräuteröl (280g)
1 Dose Artischockenherzen naturell (5-7 Stück)
2 Knoblauchzehen
200 g Schmand
5 El Olivenöl
Fleur de sel
Pfeffer
3 Stiele glatte Petersilie

Zubereitung:

Die Kartoffeln mit Schale in reichlich kochendem Salzwasser garen. Abgießen, ausdämpfen lassen und noch warm pellen. Kartoffeln abkühlen lassen, dann je nach Größe vierteln oder achteln.

Währenddessen von 1⁄2 Zitrone die Schale dünn abreiben und aus beiden Hälften den Saft auspressen. Schmand mit Zitronenschale, Zitronensaft und 1 El Olivenöl glatt rühren. Mit Fleur de sel und Pfeffer würzen. Abgedeckt kalt stellen.
 
Das restliche Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Kartoffeln darin mit dem Knoblauch bei mittlerer Hitze zugedeckt 5–6 Minuten garen. Artischocken dazugeben und weitere 5–6 Minuten offen garen. Dabei mehrmals schwenken, salzen und pfeffern. Petersilienblätter abzupfen und grob schneiden.

Artischocken-Kartoffel-Pfanne anrichten, mit der Petersilie bestreuen und mit dem Zitronen-Schmand servieren.

Samstag, 16. Oktober 2021

Wochenplan in KW 41/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten LXXXIII

Diese Woche ging's mehrfach in Supermarkt und Discounter, außerdem ins Einkaufszentrum und zum Bäcker. Der Gatte machte seine üblichen Packstationstouren und war so nett, den eigentlichen Wocheneinkauf alleine zu erledigen, als mich die Tumordiagnose mal wieder umwarf. 

Wir essen noch recht sommerlich.

Der Einkaufszettel war recht übersichtlich, da wir noch immer weitgehend aus dem Vorratsschrank leben. Und da ich momentan zu Hause bin, habe ich Zeit, vorausgesetzt, die Kraft reicht zu mehr als Sofasitzen und stricken. 

Momentan habe ich den Eindruck, dass Corona für beendet erklärt wurde. Ohne Masken wäre alles wieder wie früher. In den Krankenhäusern, im Einkaufszentrum, vor dem Supermarkt gibt es keinen Sicherheitsdienst mehr, im Restaurant werden weder Kontaktdaten erfasst noch Impfausweise kontrolliert ...  

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Cannelloni mit Kürbisfüllung.

Sonntag gab's Kartoffel-Artischocken-Pfanne. Die Artischocken kamen aus Glas bzw. Dose. Eigentlich sollte das Gericht auch noch für Dienstag reichen, tat's aber nicht.

Montag sollte es Tortilla mit Salbei, der im Garten noch immer sehr üppig wächst, geben. Der Gatte beschloss allerdings, solange ich noch alles essen kann, gibt es erstmal das, was ich nach einer eventuellen Tumor-OP nicht mehr essen kann. Es gab also Currywurst mit Pommes frites. Nebeneffekt: Der Tiefkühler wurde etwas leerer.   

Dienstag sollte es nochmal Kartoffel-Artischocken-Pfanne geben, aber ich verschätzte mich in der Menge, so dass es nur zwei Portionen wurden. Also gab's Maccheroni mit Pecorino, Tomaten und Speck. Ich probierte erstmals Low Carb Pasta* aus und dachte mir schon beim Kochen, dass wir keine Freunde würden. Ich werfe ja normalerweise die Nudeln in kaltes Wasser (doch, das geht, ganz sicher!), was hier nicht klappt. Damit die Nudeln nicht zusammenkleben, muss Essig ins Wasser gegeben werden. Und ich kann nicht wie sonst üblich vier Portionen auf einmal zubereiten, denn sobald sie kalt sind, verkleben die Nudeln. Davon ab schmeckten sie dem Gatten überraschend gut, während ich sie eher geschmacklos fand.

Mittwoch war wieder Tumorgucken, und da die bei mir in Magen und Speiseröhre sitzen, ich nicht wusste, ob ich nach der Magenspiegelung etwas essen darf, nicht vielleicht im Krankenhaus bleiben muss, setzten wir Hühnerfrikassee auf den Plan. Das kann sich der Gatte auch alleine zubereiten, und es ist magenschonend. Da ich aber nach der Untersuchung entlassen wurde und alles essen durfte, gab's abends nochmal Maccheroni mit Pecorino, Tomaten und Speck. 

Donnerstag gab's Tortilla mit Salbei.

Im Vorratsschrank fand sich eine Flasche mit einer Guinness-Steaksauce. Keine Ahnung, woher die kam. Normalerweise hätte ich sie zum Verteiler gegeben, aber dahin soll nichts alkoholhaltiges. Daher sollte sie Freitag in ein Guinness Stew wandern, genau wie eine Dose Guinness, die sich hier ebenfalls noch fand. Der Gatte überraschte dann allerdings mit dem Wunsch, frittierten Fisch zu essen, und so kam das ohnehin noch nicht ganz aufgetaute Fleisch für's Stew in den Kühlschrank, ging's zur Nordsee. 

Gebacken wurde auch, sogar zwei Mal: Da im Vorratsschrank Unmengen an Marmeladen sind, gab's einen Marmeladen-Guglhupf, gefolgt von einem Zitronenkuchen. Somit wurde eine Backmischung aus dem Vorratsschrank verbraucht. Bald ist er hoffentlich so leer, dass er wieder übersichtlich ist!

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

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Freitag, 15. Oktober 2021

Aprikosenkuchen

Von Zeit zu Zeit müssen Tiefkühler und Vorratsschrank geleert werden. Bei diesem Rezept war der Tiefkühler dran, denn von einem Besuch bei seiner Mutter brachte der Gatte Aprikosenkompott mit, das er aktuell nicht essen wollte, weil genug Obst da war. Vom Käsekuchen mit Aprikosen waren auch noch ein paar Früchte übrig, die ebenfalls erstmal in den Tiefkühler wanderten.

Aprikosenkuchen, geschnitten.

Letzte Woche wurde dann beides rausgeholt, um zu einem ausgesprochen leckeren Aprikosenkuchen zu werden, der dem Gatten so gut schmeckte, dass er den halben Kuchen alleine aß ...

Aprikosenkuchen, am Stück.

Dieser Beitrag geht rüber zur Freutag-Linkparty. Vielen Dank für's Sammeln!

Aprikosenkuchen

Zutaten für eine 26er Springform:

160 g weiche Butter 
130 g Zucker
3 Eier
130 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln
2,5 TL Backpulver
80 ml Aprikosensaft vom Kompott (oder Milch)
1/2 Teelöffel abgeriebene Zitronenschale
500 g Aprikosenkompott, abgetropft (Saft auffangen)
6 Aprikosen
Hagelzucker

Zubereitung:

Butter und Zucker einige Minuten schaumig schlagen. Nach und nach die Eier unterrühren. Das Mehl mit Mandeln und dem Backpulver mischen und im Wechsel mit dem Aprikosensaft unterrühren. So viel Saft verwenden, bis der Teig schwer reißend vom Löffel fällt.

Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben. Aprikosenkompott auf dem Teig verteilen und leicht eindrücken. Aprikosen halbieren, entkernen, auf den Teig geben und ebenfalls leicht eindrücken.

Den Kuchen bei 160°C (Umluft) etwa 45 Minuten backen (Stäbchenprobe) und noch warm mit Hagelzucker bestreuen.

Quelle

Donnerstag, 14. Oktober 2021

Cannelloni mit Kürbisfüllung und marinierten Tomaten

Seitdem ich lernte, Cannelloni schnell und unkompliziert zu füllen, freue ich mich über neue Rezepte wie dieses hier. Praktischerweise machte ich gleich die doppelte Menge an Füllung und fror sie ein.  

Cannelloni mit Kürbisfüllung und marinierten Tomaten.

Cannelloni mit Kürbisfüllung und marinierten Tomaten

Zutaten für die Cannelloni:
500 g Hokkaido-Kürbis
12 Cannelloni
1 Kartoffel
1 Apfelsine (Orange)
1 Knoblauchzehe
1 Tasse Gemüsebrühe oder Wasser
Olivenöl
Salz
Zucker
Kräuter der Provence
Chiliflocken

Zutaten für die Sauce:
200 ml Milch
200 ml Sahne
100 ml Weißwein
2 EL geriebener Pecorino
1 EL Butter
Muskat
Salz
Zucker
Olivenöl
2 EL Käse zum Überbacken (z.B. Gouda)

Zutaten für die marinierten Tomaten:
4 Tomaten
1 Zweig Rosmarin
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz
Zucker

Zubereitung: 

Tomaten entkernen und würfeln, Rosmarin und Knoblauch fein hacken. Alles miteinander vermengen und mit Salz, Zucker und Olivenöl würzen. Mindestens ½ Stunde marinieren. In der Zwischenzeit alles andere zubereiten.

Kürbis säubern, halbieren und entkernen. Kürbisfleisch mit Schale in grobe Würfel schneiden. Kartoffel schälen und würfeln. Die Apfelsine gut abwaschen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Knoblauch fein hacken.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Kürbisstücke farblos anschwitzen. Die vorbereiteten Zutaten hinzufügen und etwas Gemüsebrühe oder Wasser angießen. Mit Kräutern der Provence, Chiliflocken, Salz und etwas Zucker würzen und etwa 10-15 Minuten schmoren lassen. 

Die Masse in einen Behälter füllen, nicht zu fein pürieren und lauwarm abkühlen lassen. Währenddessen Milch, Sahne und Weißwein in einen Topf geben und etwas einkochen lassen. Butter und Pecorino darin verrühren. Die Sauce mit Salz und Muskatnuss abschmecken. 

Die Kürbismasse dann in einen Spritzbeutel füllen und die Cannelloni damit füllen.

Ofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. Eine Auflaufform mit Olivenöl benetzen und die gefüllten Cannelloni hineinlegen. Die Sauce über und um die Cannelloni gießen. Die Pasta sollte bis etwa zur Hälfte bedeckt sein. Cannelloni mit etwas Käse bestreuen und mit Olivenöl beträufeln. 40 Minuten im Ofen garen.

Die Cannelloni mit der Sauce und den marinierten Tomaten servieren.

Quelle

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Brotaufstrich mit Rauke und getrockneten Tomaten

Wir hatten noch fast 100 g Rauke übrig, weil für die Ravioli vom Blech nur eine Handvoll für meine Portionen gebraucht wurde (der Gatte mag kein loses Grünzeug in seinem Essen). Pesto wollten wir gerade nicht essen, also entschied ich mich für einen Brotsaufstrich.

Brotaufstrich mit Rauke und getrockneten Tomaten.

Brotaufstrich mit Rauke und getrockneten Tomaten


Zutaten für 300 g Frischkäse:

5 getrocknete Tomaten
etwas warmes Wasser
80 - 100 g Rauke
1 Handvoll Pecannüsse
300 g Frischkäse
1 Knoblauchzehe
2 EL Pecorino, gerieben
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Die Tomaten mit warmen Wasser übergießen und etwa 10 Minuten quellen lassen (länger schadet auch nichts). 

Rauke waschen und trockenschleudern. Die Pecannüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten und grob hacken. Die Knoblauchzehe pellen und grob hacken. 

Tomaten aus dem Wasser nehmen (das Einweichwasser erstmal aufbewahren), alle Zutaten bis auf Salz und Pfeffer in einen Blender geben und mixen. Ist die Masse zu fest, etwas von dem Einweichwasser dazu geben, bis es passt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Der Aufstrich hält sich im Kühlschrank etwa fünf Tage. 

Dienstag, 12. Oktober 2021

Kochen ohne Tüte: Kürbis-Curry mit Rindergeschnetzeltem

Mit diesem Rezept eröffneten wir die diesjährige Kürbissaison.

Kürbis-Curry mit Rindergeschnetzeltem.

Ich frage mich ja bei jeder Tüte, wozu man sie eigentlich braucht, aber diese ist besonders überflüssig, weil sie kann nichts, was normales Currypulver nicht auch kann. Im Prinzip enthält sie eine Madras Curry-Mischung, ergänzt um etwas Gedöns zum Füllen und Binden.

Ich verzichtete auf eine Tüte mit folgenden Zutaten: 
Sonnenblumenöl, Kartoffelstärke, Zucker, Jodsalz (Salz, Kaliumjodat), Reismehl, Milchzucker, 5% Curry (Koriander, Kurkuma, Senfkörner, Sellerie, Chili, Bockshornklee, Pfeffer, Paprika, Liebstöckel, Kreuzkümmel, Salz, Ingwer, Lorbeer, Dill, Kümmel, Zwiebeln, Knoblauch), Zwiebeln, Würze (aus Weizen), Salz, Kurkuma, Chili, Petersilie, Paprika, Milcheiweißerzeugnis, natürliche Aromen.
Stattdessen nahm ich meine Madras Curry-Mischung, Knoblauch, Zwiebel und gekörnte Brühe.

Kürbis-Curry mit Rindergeschnetzeltem

Zutaten für 4 Portionen:

500 g Hokkaido-Kürbis
1 EL Sesamöl
400 g Rindergeschnetzeltes
Madras Curry-Mischung (oder ein anderes Currypulver nach Geschmack)
400 ml Kokosmilch
400 ml Gemüsebrühe
1 TL Zitronensaft
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Spritzer Agavendicksaft
ggf. Stärkemehl

Zubereitung:
 
Kürbis waschen, in Spalten teilen, Kerne mit einem Löffel entfernen, Fruchtfleisch schälen und in Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblach pellen und fein würfeln.

Sesamöl in einem Topf heiß werden lassen. Rindergeschnetzeltes, Zwiebl und Knoblauch darin ca. 7 Minuten anbraten. Den Kürbis zugeben, alles mit reichlich Currrypulver bestreuen und weitere 3 Minuten braten.

Kokosmilch und Gemüsebrühe zugießen, zum Kochen bringen und
zugedeckt bei mittlerer Wärmezufuhr ca. 20 Minuten kochen. Dabei gelegentlich umrühren. Sollte es zu viel Flüssigkeit sein, ggf. mit etwas Stärkemehl binden. Mit Zitronensaft würzen und mit Agavendicksaft abschmecken. Dazu schmeckt Reis.

Montag, 11. Oktober 2021

Mit Feigencrème gefüllte Zucchiniblüten an Panettone und Pecorino-Pistazien-Crunch

Wenn ich Zucchiniblüten sehe, muss ich sie essen, denn sie zu bekommen, ist hier draußen auf dem Acker eine Herausforderung (siehe Essen mit Anlauf und Diesmal ohne Anlauf). Als ich also sah, dass Stevan Paul für das Enjoy Pecorino Romano-Event Zucchiniblüten in den Warenkorb legte, war klar: Die will ich essen! Dass ich mich gemeinsam mit Romy von Snoopsmaus für den Dessertgang meldete - geschenkt. Der Geschmack von Zucchiniblüten reicht über nussig-würzig bis zu mild, daraus lässt sich ein Dessert basteln. Romy war für alles offen.

Mit Feigencrème gefüllte Zucchiniblüten an Panettone und Pecorino-Pistazien-Crunch.

Da wir für 20 Personen kochten und es vorher noch fünf andere Gänge gab, ist die Menge entsprechend ausgelegt. Im Rahmen eines kleineren Menüs könnten durchaus drei Blüten pro Person serviert werden. Zur Zuckermenge kann ich fast keine Angaben machen. Ich esse so zuckerfrei, dass ich in meiner Verpeiltheit vermutlich komplett auf Zucker verzichtet und es nicht gemerkt hätte. Daher bat ich Romy, abzuschmecken. Einzig bei der geschmolzenen Butter weiß ich, wie viel Zucker darin war, denn während Stevan schmolz, warf ich den Zucker in die Sauteuse. Das mit dem Werfen ist durchaus wörtlich zu nehmen: Als wir das Karamell für den Crunch machten, bewegte ich die Pfanne so schwungvoll, das 'n büschen Zucker in Stevans Tomaten für die geschmorte Salsiccia landete. Zum Glück können Tomaten mit Zucker. 

Die Zutaten für's Dessert.

Das Gericht ist nicht nur ein Bastel-Dessert, sondern auch ein Blender, denn fast alle Komponenten lassen sich vorbereiten. Erst kurz vor dem Servieren kommen dann die Zucchiniblüten auf den Teller. Wichtig ist, dass du Blüten ohne Fruchtansatz hast, denn wenn ein kleiner Zucchino an der Blüte hängt, ist die Garzeit länger. Andererseits schmecken Zucchini auch roh. 

Die gefüllten Zucchiniblüten vor dem Dämpfen.

Mit Feigencrème gefüllte Zucchiniblüten an Panettone und Pecorino-Pistazien-Crunch 

Zutaten für 20 Portionen:

1 Eiweiß (das Eigelb kannst du einfrieren, für's nächste Rührei oder für Nudeln)
6-8 Feigen, frisch
250 g Ricotta
20 Zucchiniblüten
1 Handvoll Pistazien (geschält)
1 Handvoll Pecorino (fein gerieben)
1 Zitrone
1-2 EL Butter
Zucker
1 EL Vanillezucker
Pistazienmus
Sahne
1 Panettone 

Zubereitung:

Eiweiß zu Schnee schlagen. Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale abreiben.

Feigen abwaschen, Stielansatz entfernen und das Fruchtfleisch fein würfeln oder pürieren (dann passen die Masse später besser durch den Spritzbeutel). Feigenpüree und Ricotta in der Küchenmaschine aufschlagen. Mit Zitronenschale und Zucker abschmecken und nochmal aufschlagen. Das Eiweiß unterheben. Die Masse in einen Spritzbeutel füllen und die Zucchiniblüten damit füllen. Bitte nur so viel Füllung in die Blüten geben, dass sie noch vorsichtig zuzwirbeln lassen. Die gefüllten Zucchiniblüten etwa eine Stunde kaltstellen. Bleibt Feigencrème übrig, die ebenfalls kalt stellen und zeitnah löffeln.

Für das Crunch die Pistazien fein hacken. Reichlich Zucker in einer Pfanne unter gelegentlichem Umrühren zum Schmelzen bringen. Pecorino und Pistazien dazugeben und sich miteinander verbinden lassen. Nicht von Pecorino-Inseln stören lassen, das soll so. Mit ein paar Spritzern Zitronensaft ablöschen (Achtung, spritzt!) und sofort auf ein Backpapier streichen. Eine zweite Lage Backpapier darüber legen und die Crunch-Masse mit einem Nudelholz so flach wie möglich ausrollen. Erkalten lassen, dann durchhacken. 

Den Panettone in (viereckige) Scheiben schneiden. 

Die Zucchiniblüten in einen Dampfgarer geben und 8 - 12 Minuten garen. Währenddessen Butter mit Vanillezucker schmelzen. Das Pistazienmus mit so viel Sahne verrühren, dass es sich mit einem Löffel auf einem Teller verstreichen lässt. Die gegarten Zucchiniblüten mit der geschmolzenen Butter glasieren.

Auf jeden Teller ein Stück Panettone und einen guten Teelöffel Crunch geben. Pistazienmus mit einem Teelöffel verstreichen und die Zucchiniblüte vorsichtig darauf setzen. Sofort servieren. 

Sonntag, 10. Oktober 2021

Reklame: Einen Abend in Pecorino Romano DOP schwelgen

Kaum zu glauben, dass ich im Mai 2019 zuletzt bei einem Event war, aber erst gab's zu viel Arbeit, dann Krankheit und Corona - okay, die letzten beiden gibt's immer noch, aber da ich inzwischen durchgeimpft bin, bin ich bei Corona etwas entspannter. So freute ich mich über die Einladung zum Event von Enjoy Pecorino Romano mit Stevan Paul in The Box / One Kitchen.

Der üppige Warenkorb.

Der Warenkorb im Detail. 

Im Schutzverband sind verschiedene Käsereien zusammengeschlossen, weswegen es viele Pecorino-Romano-Marken gibt. 

Pecorino Romano ist tatsächlich der Hartkäse, mit dem wir am meisten kochen. Bevor ich den Gatten kennenlernte, kannte ich nur Parmesan, und den auch nur aus der Tüte, aber inzwischen weiß ich den fein-säuerlichen, würzigen Geschmack des Schafsmilchkäses sehr zu schätzen, lebt immer ein Stück im Kühlschrank.

Der erste Gang: Spaghetti mit Paprika, Basilikum und natürlich Pecorino Romano. 

Der zwete Gang: Risotto mit grünem Spargel, Feige und Speck-Espuma.

Überhaupt essen wir viel Schafs- und Ziegenkäse, und jetzt sogar noch lieber, denn vorgestern lernte ich, dass sich sowohl Schafe als auch Ziegen der dauerhaften Stallhaltung widersetzen. Schafs- und Ziegenkäse sind also nie Massenprodukte. Zudem wird Pecorino Romano nur zwischen Oktober und Juli hergestellt.

Der dritte Gang wird angerichtet.

Der dritte Gang: Im Ofen gegarte Paprika, Aubergine mit schwarzem Knoblauch und Pecorino, Fenchelsalat.

Seit 1996 trägt Pecorino Romano das Gütesiegel DOP. Der dahinter stehende Schutzverband des Pecorino Romano vereint alle Erzeuger aus Sardinien, Latium und der Provinz Grosseto. Daher tragen verschiedene Marken das Gütesiegel, ist die Herstellung aber immer gleich, tragen alle Laibe ein Logo mit einem stilisierten Schafskopf in einer Raute.   

Der vierte Gang: Geschmorte Salsiccia mit Pecorino und Tomaten.

Exotische Genüsse wie gefüllte Schweinefüße müssen im Foto festgehalten werden. Ich musste automatisch an unser Brasilien-Kochtreffen mit Feijoada completa denken und an die, die vergeblich versuchten, sich Schweinefüße mit reichlich Caipirinha schön zu trinken.

Der gefüllte Schweinefuß wird angerichtet. 

Der fünfte Gang: Gefüllter Schweinefuß auf mit Pecorino geschmorten Linsen.

Stevan sorgte für einen üppigen Warenkorb, der ebenso wie die Küchenausstattung keine Wünsche übrig ließ, und so entstanden in entspannter. vergnügter Atmosphäre sechs Gänge. 

Der sechste Gang: Mit Feigencrème gefüllte Zucchiniblüten an Panettone und Pecorino-Pistazien-Crunch.

Samstag, 9. Oktober 2021

Wochenplan in KW 40/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten LXXXII

Für diesen Wocheneinkauf schafften wir es endlich mal wieder auf den Wochenmarkt! Außerdem war ich tatsächlich mal wieder auf einem Blogger-Event - zum ersten Mal seit Mai 2019! Dadurch wurde unser Wochenplan ein wenig durcheinander gebracht. Außerdem waren wir beim neuen Fairteiler im Stadtteil und brachten vieles aus dem Vorratsschrank dort hin. Mitgenommen wurde nichts außer einer Handvoll Radieschen, denn sonst hätten wir den Plan umwerfen müssen. 

Ich schlug dem Gatten vor, zukünftig regelmäßig am Fairteiler vorbeizuschauen und unsere Wochenplanung entsprechend des Angebots dort zu machen, aber dazu hat er keine Lust. Muss ja auch nicht sein, denn der Fairteiler wird gut frequentiert, wurde rasend schnell angenommen. Neben Fächern für Brot, Obst und Gemüse sowie Trockenvorräte gibt es auch einen Kühlschrank und einen Tiefkühler. 

Unseren Wochenplan schrieben wir schon letzten Dienstag. Da sah er noch so aus:

Unser Wochenplan im ersten Entwurf.

Dann bekam der Gatte auf dem Wochenmarkt nicht nur die gewünschte Steckrübe, sondern auch Suppengrün, und damit das nicht verdirbt, stellten wir den Wochenplan um:

Unser Plan für die erste Oktoberwoche.

Schließlich kam dann noch die Einladung zum Blogger-Event, so dass sich der Gatte am Freitag selbst versorgen musste. Das kann er zum Glück wieder. Ich schwelgte währenddessen in Pecorino und Wein. 

Außer auf dem Wochenmarkt ging's zu Discounter und Supermarkt, in den Getränkemarkt, mehrfach zum Bäcker, zur Apotheke und natürlich zur Packstation, denn der Gatte kauft weiterhin das Internet leer. 

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Spitzpaprika, gefüllt mit Schafskäse und Couscous. Die Paprika waren vom Sauerkraut-Hack-Topf übrig.  

Sonntag eröffneten wir die Kürbissaison mit einem Kürbis-Curry mit Rindergeschnetzeltem

Montag kochte der Gatte Steckrübeneintopf. Es ist so schön, ihn wieder in der Küche zu sehen!

Dienstag gab's wieder Kürbis-Curry. Zwei Portionen wurden eingefroren. 

Mittwoch gab's Steckrübeneintopf. Fünf Portionen wurden eingefroren. Mudderns freut sich schon auf ihre. 

Donnerstag machte ich Cannelloni mit Kürbisfüllung. Die wird's auch heute geben. Ich machte reichlich von der Kürbisfüllung und fror genug ein, um entweder nochmal Cannelloni oder eine Lasagne zu machen. 

Freitag genoss ich Pecorino Romano in Variationen, während sich der Gatte sein geliebtes Hühnerfrikassee machte.

Aus dem Vorratsschrank kamen diesmal keine Zutaten. Zu den Kürbiscannelloni sollte es ein Tomatenconfit geben, aber das versteckte sich leider. Dafür war die Woche ziemlich vegetarisch, endlich mal wieder. Außerdem gab's einen Brotaufstrich aus Frischkäse und Rauke, die von den Ofen-Ravioli übrigblieb. 

Da ich aktuell krankgeschrieben bin, bis geklärt ist, ob die beiden Tumore nicht vielleicht doch gutartig sind (die Chancen sind gering) bzw. wie die Behandlung weitergeht, hatte ich Zeit zum Backen. Es gab einen Aprikosenkuchen mit Kompott und Früchten aus dem Tiefkühler. 

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Freitag, 8. Oktober 2021

Bratwurst mit Schwarzwurzel-Rahmgemüse und Rote Bete-Püree

Gemüse aus dem Glas mag ich so gar nicht, und so guckte ich sehr sparsam, als der Gatte zwei Gläser mit Schwarzwurzeln im Glas anschleppte. Ich finde, dem Gemüse geht der Geschmack verloren. Gleiches gilt für Dosengemüse, während ich aus Allergiegründen öfter auf Dosenobst zurückgreife. Wenn möglich, nehme ich aber lieber TK-Ware, wenn keine frische zu bekommen ist.

Bratwurst mit Schwarzwurzel-Rahmgemüse und Rote Bete-Püree.

In diesem Rezept werden frische Schwarzwurzeln verwendet. Wenn du wie ich welche aus dem Glas nimmst, musst du sie nur in der Rahmsauce warm ziehen lassen. Gleiches gilt für die Zubereitung mit TK-Schwarzwurzeln, sofern sie aufgetaut sind. Nur wie gesagt: geschmacklich ist das was völlig anderes.

Den Vorratsschank leerten wir um zwei Gläser Schwarzwurzeln und ein Glas Rote Bete. Für das Püree nahm ich wieder Mandelmilch.

Bratwurst mit Schwarzwurzel-Rahmgemüse und Rote Bete-Püree

Zutaten für 4 Portionen

25 ml Weißwein-Essig  
2 EL Mehl  
600 g Schwarzwurzeln  
600 g Kartoffeln  
1 Zitrone, der Saft davon 
1 EL Zucker  
50 g Butter  
100 ml Gemüsebrühe  
200 g Schlagsahne  
4 - 6 grobe Bratwürste  
1 EL Öl  
200 g gegarte, vakuumierte Rote Bete  
1 Bund Majoran 
Salz
Pfeffer
Muskat
Milch
 
Zubereitung:

1 Liter Wasser, Essig und 1 EL Mehl in einem weiten Topf verrühren. Schwarzwurzeln gründlich waschen, schälen, putzen, in Stücke schneiden und sofort ins Essigwasser legen.

Kartoffeln schälen, waschen, eventuell halbieren. In kochendem Salzwasser ca. 25 Minuten garen. Währenddessen Schwarzwurzeln nochmals gründlich waschen, in kochendem Salzwasser mit Zucker und Zitronensaft ca. 15 Minuten garen. Rote Bete in grobe Stücke schneiden und ein wenig erwärmen. 

Majoran waschen, trocken schütteln und Blätter von den Stielen zupfen. Blätter fein hacken.

Inzwischen die Hälfte der Butter in einem Topf erhitzen. 1 EL Mehl zugeben und anschwitzen, bis die Mehlschwitze hell wird. Brühe und Sahne unter Rühren zur dazugießen. Rühren, bis die Sauce glatt ist, mit Salz und Pfeffer würzen, aufkochen. Schwarzwurzeln abgießen, in die Sahnesauce geben, 5–6 Minuten unter gelegentlichem Rühren leicht köcheln lassen. 

Öl in einer Pfanne erhitzen, Würste darin unter Wenden ca. 10 Minuten braten. 

Kartoffeln abgießen, mit der restlichen Butter, Milch und roter Bete zerstampfen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. 

Majoran, bis auf etwas zum Garnieren, unter die Schwarzwurzelsauce rühren. Stampf, Schwarzwurzeln und Bratwurst auf Tellern anrichten. Mit Majoran garnieren.

Quelle

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Angeblich ungarischer Sauerkraut-Hack-Eintopf

Im Forum meiner Kalorienzähl-App gibt's meistens Fertigfutter aus Ersatzprodukten, aber mit einem Sauerkraut-Hack-Eintopf gab's schon zum zweiten Mal eine Rezept-Idee, die mich ansprach. 

Sauerkraut-Hack-Eintopf.

Dieses Rezept soll ungarisch sein, aber die geringe Paprikamenge und das fehlen von Spitzpaprika sprechen dagegen. Egal, lecker war's. Außerdem wurden Vorratsschrank (Sauerkraut, gehackte Tomaten) und Tiefkühler (Hack aus dem Urlaub) leerer - und ungarisiert habe ich das Originalrezept natürlich auch.

Sauerkraut-Hack-Eintopf

Zutaten für 4 Portionen:

4 Zwiebeln 
2 Knoblauchzehen
2 Spitzpaprika, rot
520 g Sauerkraut
2 EL Öl
600 g Rinderhack 
Salz
Pfeffer
Paprikapulver, edelsüß
Paprikapulver, rosenscharf und geräuchert*
2 EL Tomatenmark
500 ml Gemüsebrühe
400 g Tomaten, gehackt (Dose)
1 - 2 Lorbeerblätter, getrocknet
1 Handvoll glatte Petersilie, fein gehackt
 
Zubereitung: 

Zwiebeln halbieren, schälen und würfeln. Knoblauch schälen und fein würfeln. Paprika waschen, vierteln, Strunk und Kerne entfernen und würfeln. Sauerkraut in ein Sieb abgießen.

In einem Topf Öl auf hoher Stufe erhitzen und Hackfleisch ca. 3 Minuten anbraten. Zwiebel, Knoblauch und Paprika zugeben und nochmals ca. 3 Min. braten. Mit Salz, Pfeffer und den beiden Paprikapulvern würzen.

Tomatenmark zugeben und ca. 2 Minuten anrösten. Sauerkraut zugeben und mit Gemüsebrühe und gehackten Tomaten auffüllen. Lorbeerblätter in den Eintopf legen und alles zugedeckt ca. 20 Minuten köcheln.

Eintopf ggf. abschmecken und auf Schalen verteilen. Mit Petersilie bestreut servieren.

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Montag, 4. Oktober 2021

Kochen ohne Tüte: Ravioli mit Gemüse vom Blech

Dieses Rezept kam mir gerade gelegen für einen sonnigen Frühherbsttag, an dem es alle fast Zutaten noch halbwegs regional gibt. Besonders schön war es, dass der Gatte mal wieder das Gemüseschnippeln übernehmen konnte. Ich musste also nur alles in eine große Schüssel zum Marinieren und dann in den Ofen werfen.

Ravioli aus dem Ofen mit Gemüse vom Blech.

Für dieses Gericht verzichtete ich auf ein Fix mit folgenden Zutaten: 
39% Tomaten, Gewürze (Zwiebelpulver, Knoblauch, Paprika, Pfeffer), Meersalz, Zwiebeln, Maisstärke, Zucker, Reismehl, 3,6% Kräuter (Oregano, Rosmarin, Thymian, Lorbeer), natives Olivenöl extra, Sonnenblumenöl. 

Ich kaufte Ravioli mit Spinat-Ricotta-Füllung, so dass wir in dieser Woche tatsächlich zwei Mal fleischlos aßen. Allerdings wunderte mich, dass der gelb-rote Tütenhersteller für dieses Rezept nicht einfach eine Dose Ravioli aus eigener Produktion nahm. 

Farben und Düfte machen einfach gute Laune.

Diesmal dauert die Zubereitung deutlich länger als mit einer fixen Tüte, denn ich marinierte die Ravioli gut eine Stunde, nicht nur 15 Minuten. Die Viertelstunde hätte sicher auch gereicht, aber ich hatte Zeit.

Ravioli mit Gemüse vom Blech

Zutaten für 4 Portionen:

500 g Kirschtomaten
2 Zucchini
2 rote Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
3 Zweige Rosmarin
1/2 TL Oregano, getrocknet
1/2 TL Majoran, getrocknet
1/2 TL Thymian, getrocknet
2 Lorbeerblätter, getrocknet
3 EL Olivenöl
500 g Ravioli aus dem Kühlregal (gerne vegetarisch gefüllt)
500 g passierte Tomaten 
4 EL Pinienkerne
2 EL Parmesan, frisch gehobelt
1 Handvoll Rauke
Salz
Pfeffer
Zucker

Zubereitung:

Kirschtomaten waschen und halbieren. Zwiebeln schälen und in Spalten schneiden. Zucchini waschen und in halbierte Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Rauke waschen und trocken schütteln. Rosmarinzweige mit einer Schere grob zerkleinern. 

Öl und Kräuter in einer großen Schüssel verrühren. Gemüse und Ravioli dazu geben, alles gut miteinander vermischen und ca. eine Stunde marinieren lassen. 

Passierte Tomaten mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Gemüse-Ravioli-Mischung dazugeben. Für etwa 20-25 Minuten bei 180°C (Umluft) im Ofen backen. Währenddessen die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, die Rauke waschen, trockenschleudern und ggf. grob hacken.

Ravioli vom Blech mit Rauke, Pinienkerne und Parmesan bestreut servieren.

Samstag, 2. Oktober 2021

Wochenplan in KW 39/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten LXXXI

Den Wocheneinkauf wollten wir eigentlich weitgehend auf dem Wochenmarkt erledigen, wollten früh aufstehen und mit dem Bus hinfahren. Der HVV war vergangenen Sonnabend kostenlos, und da es keinen Parkplatz beim Markt gibt, aber eine Bushaltestelle in für den Gatten meistens schaffbarer Gehweite, hätte sich das angeboten. Normalerweise verzichten wir auf den Markt, da es kaum Parkplätze gibt, denn die Busfahrt würde 10 Euro kosten (hätte ich wie bis vor einem Jahr eine Jahreskarte, wäre es etwas anderes, aber durch Corona habe ich die Karte gekündigt, da unnötig teuer).

Der Gatte schwächelte allerdings, und so ging's dann doch nur spät in den Supermarkt. Leider entschied ich mich zu spät, einfach um acht Uhr alleine einzukaufen. 

Der Wochenplan orientierte sich einerseits am übervollen Vorratsschrank, andererseits daran, dass ich vermutlich weiter alleine kochen muss, wofür ich nach langen Arbeitstagen oft keine Kraft habe. Anders als den Gatten entspannt mich das Kochen nicht, und der Gatte ist leider nicht fit genug zum Kochen. Er tut, was er kann, aber es ist halt nicht planbar.

Im Laufe der Woche ging's dann doch noch zum Wochenmarkt (für den Einkauf für den Speiseplan der kommenden Woche), zu Discounter und Supermarkt, zur Packstation, mehrfach zum Bäcker, zur Trafik und in den Drogeriemarkt.

Unser Wochenplan für die letzte Septemberwoche.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Ravioli mit Gemüse vom Blech. Dadurch, dass ich Ravioli mit Spinat-Ricotta-Füllung kaufte, waren zumindest zwei Mahlzeiten diese Woche vegetarisch. Die passierten Tomaten dafür kamen aus dem Vorrat. Der Gatte war mittlerweile fit genug, um das Gemüse zu schnippeln. Das ist fein!

Sonntag gab's Sauerkraut-Hack-Auflauf. Das Sauerkraut kam aus dem Vorrat, das Hack aus dem Tiefkühler (es wurde noch in Dänemark gekauft).

Montag gab's wieder Ravioli mit Gemüse vom Blech.

Dienstag plante ich wider besseres Wissen Bratwurst mit Schwarzwurzeln und Rote-Bete-Stampf - ich wusste, dass ich einen langen tag haben würde, aber dass er so lang würde, ahnte ich doch nicht. Nach zwölf Stunden war ich nicht mehr in der Lage, mich auf's Kochen zu konzentrieren. Es gab nochmal Sauerkraut-Hack-Auflauf.

Mittwoch sollte es Sauerkraut-Hack-Auflauf geben. Stattdessen kochte ich Bratwurst mit Schwarzwurzeln und Rote-Bete-StampfSchwarzwurzeln und Rote Bete kamen aus dem Vorrat.

Donnerstag gab's Fischbrote. Das Schwarzbrot kam aus dem Tiefkühler, war noch aus dem Dänemark-Urlaub, und der Fisch war Konserve, aus dem Vorratsschrank.

Freitag gab's wieder Bratwurst mit Schwarzwurzeln und Rote-Bete-Stampf.

Gebacken wurde nicht. Ich hatte das für Sonnabend eingeplant, aber da wir erst so spät los kamen, war es zu spät für's Backen, und an den anderen Tagen war ich zur Teezeit nicht zu Hause. Ansonsten achte ich nicht mehr so genau darauf, was ich wann und wie viele Kalorien ich esse, ob ich die gewünschten zwei Kilo / Monat verliere. Durch die Tumordiagnose ist mir das sehr egal geworden. Ich trinke auch wieder Alkohol, denn da die Niere gesund ist, muss ich darauf nicht mehr verzichten. Die Kohlenhydrate sind mir auch herzlich egal. Generell schaffe ich es aber nicht, so viele Kalorien zu essen, dass ich zunehme - da müsste ich über 2.300 Kalorien essen und mich nicht mehr bewegen.

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Freitag, 1. Oktober 2021

Zwölf Tage, sechs Biere

Ein gutes halbes Jahr trank ich keinen Alkohol mehr, weil unklar war, ob meine Niere krank ist. Rechtzeitig vorm Urlaub kam dann Entwarnung: Niere kerngesund, Alkohol erlaubt. Nach dem Urlaub gab's dann die Diagnose Speiseröhren- und Magentumore. Das ist nüchtern erst recht nicht zu ertragen. 

Anarkist ist eine Untermarke der großen Brauerei Theodor Schiøtz aus Odense. Dieses Weizen mit Blutorange war ausgesprochen süffig und wurde nachgekauft. 

Neu war in diesem Jahr, dass zwei Biere dem Gatten so gut schmeckten, dass sie nachgekauft wurden, und dass ich ebenfalls ein Bier nachkaufte. 

Die süddänische Bryggeriet Frejdahl benamst ihre Biere nach mythologischen Gestalten. Fafner war mir zu blumig.

Seit einem Jahr erfasse ich genau, was ich esse und trinke, um meine Kohlenhydrate im Griff zu haben. Als Nebeneffekt wird der Kaliumwert erfasst. Der ist bei mir eher mau, u.a., weil ich ja eigentlich keine Bananen mehr essen darf. Durch den Bierkonsum im Urlaub war er allerdings optimalst. 

Wiibroe-Biere ließ ich in der Vergangenheit im Regal, da Pils, aber hier wurde ich schwach und übersah, dass es ein Pils ist. Die Jahrgangsbiere sind mit Kunstwerken geschmückt, in diesem Falle von Bentemarie Kjeldbæck. Schöne Kunst, nur Pils ist echt nicht meins. Der Gatte opferte sich.

Der Keramikkünstler Sten Lukke Madsen gestaltete das Etikett für das Jahrgangsbier 2021. Der Gatte beschied, es seien zwei kämpfende Känguruhs - und dass ihm das Pils so gut schmecke, dass er gerne meines trinke und nachkaufen wolle. Wie gesagt: Pils ist nicht so meins. 

Mir fehlen die spannenden Biere der Ølleriet Håndgjow aus Heltborg, über die ich hier noch gar nicht berichtete. Braumeister Niels Kolding verstarb im vorletzten Juni unerwartet und zu jung. Ein paar Bierenthusiasten haben sich zur Aagaards Ølleri zusammengefunden, ein Crowdfunding gestartet, um Koldings Inventar zu übernehmen, und werden hoffentlich bald mit dem Brauen beginnen können. Die Fortschritte sind auf ihrer Facebook-Seite zu sehen. 

Erst dachte ich, den Kauf von Gin N' Beer aus dem Thisted Bryghus würde ich bereuen, aber die Gin-Aromen gehen gut mit Bier zusammen, wenngleich das Ale insgesamt etwas zu herb für mich war. 

Die eigentliche Bryggeriet Odin ist heute nur noch im Museum zu sehen, die Marke gehört inzwischen zu Faxe. Als 2019 bei Umbau-Arbeiten zufällig sieben Biere aus dem Jahre 1906 gefunden wurden, entschloss man, sie nachzubrauen. Das Dobbelt Øl heißt so, weil es doppelt so gut sein soll - und es schmeckte uns wirklich sehr, sehr gut, wurde mehrfach nachgekauft.

Und während ich so die Fotos der Biere aus dem letzten und diesem Jahr vergleiche, stelle ich fest: Mit der Renovierung des Ferienhauses zogen auch richtige Biergläser ein.