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Sonntag, 21. März 2021

Mangosalat mit Rauke und Hüttenkäse nach Tim Mälzer

Ich hatte nur "Rauke" auf den Einkaufszettel geschrieben, aber keine Menge angegeben, also besorgte der Gatte sicherheitshalber zwei Bund. Für die Gurken-Sandwiches mit Ei und Rauke brauchte ich aber gerade mal ein halbes. Der Rest kam in diesen Salat.

Mangosalat mit Rauke und Hüttenkäse.

Mangosalat mit Rauke und Hüttenkäse

Zutaten für 4 Portionen:
1 reife Mango (Flugmango)
1–2 El Limettensaft
1–2 El Zitronensaft
4 El Olivenöl
Salz
Zucker
1½ Bund Rauke
300 g körniger Frischkäse
½ rote Zwiebel

Zubereitung:

Mango schälen, Fruchtfleisch grob vom Stein und in Stücke schneiden. Restliches Fruchtfleisch vom Stein schneiden und in ein hohes Gefäß geben. Limetten- und Zitronensaft, Olivenöl und 50 ml Wasser zugeben und alles mit dem Schneidstab fein pürieren. Mit Salz und 1 Prise Zucker würzen.

Rauke waschen, trockenschleudern und auf eine Platte geben. Mango und Frischkäse auf der Rauke verteilen. Mango-Dressing darübergeben.

Zwiebel in dünne Streifen schneiden und auf dem Salat verteilen. 

Quelle / Affiliate links zu Kochbüchern von Tim Mälzer:

Mittwoch, 10. Februar 2021

Wirsingstrudel mit Tomatensauce nach Tim Mälzer

Vom geschmorten Wirsing mit gebratenen Schupfnudeln war noch ein halber Wirsing übrig, obwohl der Gatte schon einen kleinen Kopf kaufte. Daraus wurde dieser Strudel.

Wirsingstrudel mit Tomatensauce.

Wenn du mal Rahmwirsing übrig hast, ist der Strudel auch eine leckere Resteverwertung dafür. Resteverwetung war auch die Gemüsebrühe: Sie blieb vom Chinakohl-Hack-Auflauf übrig, den der Gatte in dieser Woche zubereitete.

Ich machte den Strudelteig übrigens nicht selbst, sondern kaufte Filoteig. Strudelteig ist ähnlich wie Hefe- oder Nudelteig: Wir können nicht wirklich miteinander.

Wirsingstrudel mit Tomatensauce

Zutaten für 6 - 8 Portionen:

Für den Strudel:
1 Paket Strudel-, Yufka- oder Filoteig
800 g Wirsing (1/2 kleiner Kopf)
100 g durchwachsener Speck
20 g Ingwer, frisch gerieben
3 EL Öl
300-400 ml Gemüse- oder Hühnerbrühe
4 Stiele Thymian
Muskatnuss, frisch gerieben
Pfeffer
Salz
½ TL Fenchelsaat
1 EL Mehl
250 ml Schlagsahne

Für die Tomatensauce:

3 Tomaten
20 Blätter Basilikum
1 TL Tomatenmark
Salz
Zucker
Pfeffer
5 EL Olivenöl
1 Spritzer Zitronensaft
1 EL Butter

Zubereitung:

Wirsing putzen und den Strunk keilförmig herausschneiden. Die Blätter in dünne Streifen schneiden. Speck würfeln. Ingwer schälen und fein reiben. 3 EL Öl in einem großen Topf erhitzen und den Wirsing darin anbraten, bis er Farbe bekommt. Speck dazugeben und kurz mitbraten. Salzen und den Ingwer hinzufügen. Mit Brühe ablöschen.

Thymianblättchen von den Stielen zupfen und dazugeben. Alles mit Muskat, Pfeffer und Fenchelsaat würzen. Bei mittlerer Hitze 5 Minuten im offenen Topf schmoren. Mit 1 EL Mehl bestäuben und unterrühren. Sahne dazugießen und erneut aufkochen. Weitere 5 Minuten schmoren.

Wirsing in ein Sieb abgießen, dabei den Schmorsud auffangen. Wirsing lauwarm abkühlen lassen, damit sich gleich der Strudel leichter rollen lässt.

Strudelteig mehrlagig auslegen. Wirsing darauf verteilen, dabei einen 2 cm breiten Rand frei lassen. Teig mit dem Wirsing aufrollen. Die Rolle in eine mit Öl ausgepinselte ofenfeste Form setzen. Den aufgefangenen Schmorsud mit Salz abschmecken und zum Strudel gießen. Auf einem Rost im Ofen bei 180°C (Umluft) etwa 40 Minuten garen.

Während der Strudel im Ofen ist, die Tomatensauce zubereiten: Tomaten putzen, vierteln und mit Basilikum, Tomatenmark, Salz, 1 Prise Zucker, Pfeffer und Olivenöl in einem hohen Gefäß fein pürieren. Mit Zitronensaft und etwas Zucker abschmecken. Die Sauce in einem Topf erhitzen, kalte Butter einrühren und schmelzen.

Strudel in Scheiben schneiden und portionsweise mit Tomatensauce servieren.

Quelle / Affiliate links zu Tim-Mälzer-Kochbüchern:

Sonntag, 27. Mai 2018

Mangokompott nach Tim Mälzer

In den Urlaub kamen zwei reife Mangos mit, die eigentlich in der Woche vorm Urlaub in einen Salat sollten. Geistesgegenwärtig packte ich auch Grieß mit ein, und so wurde daraus ein Mittagessen: Grießbrei mit Mangokompott.


Mangokompott nach Tim Mälzer

Zutaten für 4 Portionen:
2 reife Mangos
1 Orange, Schale und Saft davon
1 Prise Salz
1 Tl abgeriebene Limettenschale

Zubereitung:

Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Stein schneiden und würfeln.

Orange heiß abwaschen, abtrocken, die Schale abreiben und die Frucht auspressen.

Mango und Orangensaft mit der Prise Salz aufkochen. Mit Orangen- und Limettenschale würzen, etwas abkühlen lassen und servieren.

Quelle: Tim Mälzer kocht

Dienstag, 8. Mai 2018

Kartoffelrisotto mit Scamorza nach Tim Mälzer

Ich liebe Scamorza, geräucherten Mozzarella, und freue mich immer, wenn ich ihn finde. Dann kaufe ich gleich ein paar "Knäuel" und friere sie ein. Das geht gut.

Kartoffelrisotto mit Scamorza nach Tim Mälzer.
Ich wollte keine Zutatenreste haben, weswegen ich die Spinat- und Scamorza-Menge erhöhte. Mälzer bereitet das Rezept mit Parmesan und Scamorza zu, aber ich hatte satte 300 g Scamorza, so dass ich den Parmesan wegließ (bis auf ein Stück Rinde, das ich mitkochte und vor dem Servieren aus dem Topf fischte).

Kartoffelrisotto mit Scamorza nach Tim Mälzer

Zutaten für 4 Portionen
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
600 g festkochende Kartoffeln
3 El Olivenöl
50 ml Weißwein
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
500 ml Gemüsebrühe
125 g Baby-Blattspinat
300 g Scamorza
2 EL Butter

Zubereitung:

Zwiebeln in dünne Streifen schneiden. Knoblauch in dünne Scheiben
schneiden. Kartoffeln schälen und in ca. 0,5 cm große Würfel schneiden.

Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig
dünsten. Kartoffeln zugeben und 1 bis 2 Minuten mitdünsten. Mit Weißwein ablöschen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Brühe zugeben und alles etwa 15 Minuten cremig einkochen lassen, bis die Kartoffeln gar sind.

Währenddessen den Spinat waschen und trocken schleudern. Scamorza grob reiben. Nach Ende der Garzeit die Hälfte des Scamorza untermischen, Butter zugeben und den Spinat unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Kartoffelrisotto in tiefen Tellern anrichten und mit dem Scamorza bestreut servieren.

Risotto lässt sich nur schlecht aufwärmen. Hiervon blieb eine Portion übrig. Am nächsten Tag verklepperte ich zwei Eier, vermischte sie mit dem Risotto-Rest und briet es langsam in einer Pfanne an. Ergebnis war eine Art Kartoffelrisotto-Bauernfrühstück. Der übrige Scamorza landete in einem Salat.

Quelle

Dienstag, 27. März 2018

Gulasch nach Tim Mälzer

Jüngst hatte der Schlachter Gulasch im Angebot, und da schlug ich zu. Seitdem ich nicht mehr im Einkaufszentrum arbeite und nicht mehr jeden Tag zum Schlachter komme, kaufe ich auf Vorrat ein und lasse mich auch schon mal von Angeboten verführen, wenn ich weiß, dass der Tiefkühler gerade leer ist. Das Gulasch blieb aber nicht lange auf Eis, denn angesichts des langen Winters steht uns der Sinn noch immer noch deftiger Küche.

Nein, das ist kein Hundefutter. Das ist Gulasch mit Spätzle.
Dieses Rezept stammt von Tim Mälzer, aus seinem wunderbaren Kochbuch "Heimat*". Ich habe die Paprika-Menge kräftig erhöht, denn seitdem ich Anikó kenne, misstraue ich deutschen Mengenangaben für Paprika bei ursprünglich ungarischen Gerichten. Den im Mälzerschen Originalrezept angebenen einen Esslöffel Paprika befand Anikó dann auch als allenfalls für 300 g Fleisch ausreichend.

Gulasch nach Tim Mälzer

Zutaten für 6 - 8 Personen
1,5 kg Rindergulasch
2 Gemüsezwiebeln (ca. 500 g)
1 - 2 Knoblauchzehen
2 EL Butterschmalz
2 - 3 Lorbeerblätter
5 EL Paprikapulver, edelsüß
1 TL Paprika, rosenscharf
3 EL Tomatenmark
350 ml Rotwein
200 ml Wasser
Salz
Pfeffer
1/2 TL Kümmelsamen
1/2 Bio-Zitrone

Zubereitung:

Zwiebeln pellen und grob würfeln, Knoblauch pellen und in Scheiben schneiden.

Butterschmalz in einem Bräter schmelzen, das Fleisch darin rundherum anbraten. Herausnehmen, die Zwiebeln mit dem Knoblauch in den Bräter geben und im Bratfett goldbraun schmoren. Lorbeerblätter, Paprikapulver und Tomatenmark zugeben. Weitere 5 Minuten schmoren.

Mit Rotwein ablöschen und aufkochen. Das Fleisch zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Wasser angießen und zugedeckt bei milder Hitze 2 Stunden leise köcheln lassen, dabei gelegentlich kontrollieren, ob evtl. nach Wein oder Wasser angegossen werden muss.

Vor dem Servieren Kümmelsamen in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis die Samen zu duften beginnen und in der Pfanne springen. Im Mörser grob zermahlen. Zitronenschale fein abreiben und mit dem gerösteten Kümmel unter das Gulasch rühren. Nochmal aufkochen und servieren.

Wir essen am Liebsten Spätzle zum Gulasch. Der Gatte nimmt sich Preisselbeerkompott dazu. Tim Mälzer empfiehlt Apfelkompott. Ich kann auf beides verzichten.

* Affiliate link / Quelle

Donnerstag, 5. Mai 2016

Omelett mit Frankfurter Grüner Sauce und Kräutersalat nach Tim Mälzer

Die Grüne Sauce kam mit dem Gatten in mein Leben, denn seine Familie hat auch in Hessen Wurzeln. Seitdem essen wir sie immer im Frühjahr, vor allem nach Osten, zu hartgekochten Eiern und Pellkartoffeln.

Omelett mit Frankfurter Grüner Sauce und Kräutersalat nach Tim Mälzer.
Eigentlich aber haben wir das ganze Jahr durch mindestens ein Päckchen Grüne Sauce-Kräuter im Tiefkühler. Frisch bekommen wir Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch leider selten gleichzeitig zusammen, auch, weil der Borretsch im Garten nicht so will wie ich. Ihn durch Estragon oder Dill zu ersetzen, geht für den Gatten nicht. Pimpinelle, Kerbel und Sauerampfer hingegen fühlen sich bei uns im Garten sehr wohl.

Das Omelett stockt so vor sich hin. 
Und obwohl uns Grüne Sauce das ganze Jahr über schmeckt, bleibt es für mich doch ein Frühlings- oder Sommergericht. Was ich mich kaum traue zu sagen: Die Grüne Sauce nach Tim Mälzer schmeckt mir besser als die des Gatten, die mir zu joghurtlastig ist. Aber normalerweise lässt mich der Gatte keine Grüne Sauce zubereiten ...

Mit diesem Rezept lassen sich gekochte Kartoffeln vom Vortag gut verwenden. Bei den Kräutern freue ich mich über meinen Grönhöker, der Kräuter nach Gewicht verkauft und ohne mit der Wimper zu zucken auch einen Zweig Dill abwiegt.

Omelett mit Grüner Sauce.
Omelett mit Frankfurter Grüner Sauce und Kräutersalat 

Zutaten für 4 Portionen:

Für die Grüne Sauce:
1 Bund Kräuter für Frankfurter Grüne Sauce
250 g Schmand (wenn Du nur einen 200g-Becher bekommst, passt das auch)
3 EL Milch
3 EL Mayonnaise
Apfelessig
Salz
Pfeffer
Zucker

Für das Omelett mit Kräutersalat:

5 - 6 Eier
3 - 4 gekochte Kartoffeln vom Vortag, gepellt und in Scheiben geschnitten
1 Frühlingszwiebel (ja, wirklich nur eine, kein Bund)
Salz
Pfeffer
3 EL Öl
4 Zweige Petersilie
2 Zweige Kerbel
1 Zweig Dill
Weißweinessig
Olivenöl

Zubereitung:

Für das Kartoffelomelett die Eier verquirlen. Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Die weißen Ringe erstmal beiseite stellen. Die grünen Frühlingszwiebelringe und die Kartoffeln in die Eier rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Öl in einer Pfanne erhitzen, die Omelettmasse hineingeben und bei milder Hitze garen, bis die Masse gestockt ist. Du kannst das Omelett auch nur ein paar Minuten auf dem Herd lassen und dann bei 140°C im Ofen etwa 15 Minuten zu Ende garen lassen (dann solltest Du auf eien ofenfeste Pfanne achten). Ich lasse Omeletts aber tatsächlich auf dem Herd garen.

Während das Omelett gart (wo auch immer) für die Grüne Sauce die Kräuter waschen und trocken schleudern. Mit der Hälfte des Schmand und der Milch pürieren (das geht schnell und gut im Blender, aber ein Pürierstab tut's auch). Den restlichen Schmand und die Mayonnaise unterrühren, mit Salz, Pfeffer, Essig und Zucker abschmecken.

Für den Kräutersalat Petersilie, Kerbel und Dill fein zupfen und mit den weißen Frühlingszwiebelringen mischen. Mit einem Spritzer Essig und Olivenöl marinieren, mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Omelett in Stücke schneiden, auf der Grünen Sauce anrichten und mit dem Kräutersalat servieren.

Quelle / Affiliate Link:

Dienstag, 10. November 2015

Sauerkrautsuppe nach Tim Mälzer

Sauerkrautsuppe erschien uns erst befremdlich, aber die Zutaten lasen sich so, als würde sie uns schmecken, also legte ich los. Einzig, dass keine Kartoffeln in der Suppe waren, störte mich. Ich mag es, Kartoffeln in der Suppe zermusen zu können. Also wurden die kurzerhand ergänzt.

Sauerkrautsuppe nach Tim Mälzer.
Grundverpeilt, wie ich bin, kaufte ich beim Schlachter versehentlich grobe statt feiner Kalbsbratwurst - schmeckt auch, sieht aber nicht so fein aus.

Sauerkrautsuppe nach Tim Mälzer


Sauerkrautsuppe nach Tim Mälzer.
Zutaten für 4 bis 6 Portionen:

200 g Zwiebeln
4 Kartoffeln
1 EL Butterschmalz
750 g Sauerkraut
2 EL Honig
1/2 TL Kümmelsaat
425 g kleine stückige Tomaten aus der Dose
1,5 l Gemüsebrühe
4 rohe Kalbsbratwürste (Brät)
1/2 Bund Majoran
Salz
Pfeffer
150 g Crème fraîche

Zubereitung:

Zwiebeln pellen und in feine Streifen schneiden. Kartoffeln schälen und vierteln oder achteln.

Zwiebeln in Butterschmalz farblos andünsten, dann Kartoffeln, Sauerkraut, Honig, Kümmelsaat, Zucker und Tomaten dazu geben. Mit der Gemüsebrühe auffüllen und eine Stunde lang offen kochen.

Das Brät aus der Pelle in den Topf drücken, so dass kleine Kugeln entstehen und 5 Minuten mitkochen lassen.

Majoranblättchen zupfen, hacken und unter die Suppe rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Suppe portionsweise mit einem Klecks Crème fraîche servieren.

Das Rezept stammt aus dem Kochbuch "Heimat" von Tim Mälzer. Affiliate Link:

Freitag, 25. September 2015

Rezension: "Heimat" von Tim Mälzer

Rezepte von Tim Mälzer stehen beim Gatten hoch im Kurs, versprechen sie doch solide (Hausmanns-)Kost, im Gegensatz zu dem exotischen Krams, den ich gerne koche. Auch "Heimat" aus dem Mosaik-Verlag kommt wie der Titel erwaten lässt bodenständig daher.

Der Mosaik-Verlag schreibt über das Buch: "Heimat Deutschland – Bockwurst und Sauerkraut, Präzision und Lederhose? Tim Mälzers Blick auf seine Heimat ist anders und frei von Klischees. Für ihn ist Heimat überall, wo man sich zu Hause fühlt: im Fußballstadion, bei der Familie, am Meer wie in den Bergen, beim Camping, zu Lande und zu Wasser. Wie frisch und kreativ deutsche Küche sein kann, zeigt der Autor in seinem neuen Kochbuch Heimat. Dafür machte sich Tim Mälzer auf eine kulinarische Reise quer durchs Land. Er kostete seltene Käsesorten, entdeckte eine neue Brotkultur, fuhr mit Fischern aufs Meer und sah zum ersten Mal in seinem Leben Schweine in freier Wildbahn vor Glück rennen. In Heimat berichtet er von seinen Gesprächen mit Produzenten, Landwirten und Handwerkern und staunt dabei immer wieder über den kulinarischen Produktreichtum und die Leidenschaft für diese Vielfalt. Vor allem aber liefert er in seinem Kochbuch über 120 Rezepte: umsichtig modernisierte Gerichte, entstaubte Klassiker und einige ganz neue Kreationen: 'Dies hier ist mein ganz persönlicher Blick auf Deutschland und die deutsche Küche. Ein Buch, das Sie inspirieren soll, selbst loszulegen und zu entdecken, wie Deutschland schmeckt – die Vielfalt beginnt gleich an der nächsten Ecke.'“

"Heimat" ist im Wesentlichen ein Basis- und Grundkochbuch, aber ich denke, auch profilierte Hobbyköche können das eine oder andere für sie neue Gericht entdecken. Für mich gab's jedenfalls einige Entdeckungen, aber ich kann ja auch nicht kochen. Mit seinem veredelten Pappeinband, dem Lesebändchen, den vielen Farbfotos und liebevollen Illustrationen kommt das Buch sehr fürnehm daher, aber schon die Gartenzwerge auf dem Cover durchbrechen das ironisch.

Einführend gibt Mälzer einen kurzen Einblick in seine Arbeit, stellt die an der Produktion des Buches Beteiligten vor, und dann beginnt die kulinarische Reise durch Deutschland. Die Rezepte sind in die Kategorien Suppen, Mittag, Fisch, Fleisch / Wild, Innereien, Salate / Gemüse / Beilagen, Hausgemachtes, Abendbrot und Süßes gegliedert. Wie der Titel nahelegt, sammelt "Heimat" Rezepte für klassische deutsche Gerichte.

Mich hat besonders gefreut, dass auch Rezepte für Innereien enthalten sind. Okay, die kriege ich zwar nicht in den Gatten, aber in mich, und ich finde es immer wieder schade, dass Herz, Niere oder Zunge weitgehend von unserem Speiseplan verschwunden sind (Leber hingegen gibt es ja noch gelegentlich).

Sehr gut gefiel mir, dass auch immer wieder die Menschen eine Rolle spielen, die an dem Buch mitarbeiteten. Gelegentlich wurde bemängelt, Tim Mälzer habe das Buch gar nicht selbst geschrieben, sondern Stevan Paul. In Wahrheit ist es noch viel schlimmer: An "Heimat" wirkten neben Stevan Paul (Texte und Rezepte) auch Hendrik Thoma (Texte zum Wein) sowie an den Rezepten Marcel Stut und Marion Heidegger aus der "essen & trinken"-Redaktion mit. Aber Ironie beiseite: Ich finde es sehr sympathisch und authentisch, wie hier mit dem Mythos aufgeräumt wird, das Fernsehköche wahre Tausendsassa und kulinarische Einzelkämpfer sind.

Wie bei jeder Rezension koche ich vorher das eine oder andere Gericht nach, um zu gucken, ob die Rezepte funktionieren. Okay, die Rezepte für "Heimat" wurden unter anderem von Stevan Paul entwickelt, insofern war ich mir sicher, dass sie klappen, aber sicher ist sicher. Von der umfangreichen Nachkochliste wurden als erstes Omelette mit Grüner Sauce und Sauerkrautsuppe zubereitet.

Beide Rezepte klappten problemlos, wenngleich ich ein bisschen mit der für vier Portionen angegebenen Menge haderte: Das Omelette schafften wir problemlos zu zweit, aber von der Sauce blieb so viel übrig, dass ich dem Gatten für die nächste Mittagspause ein paar Eier und Kartoffeln dazu kochte, während von der Sauerkrautsuppe problemlos mindestens sechs Esser satt geworden wären (wenn nicht gar acht).

"Heimat" ist ein Koch- und Reisebuch. Es macht Spaß, darin zu blättern, sich die Fotos anzuschauen, und rasch kamen Indexmarker an die Rezepte, die nachgekocht werden sollen. Das Buch ist ein Plädoyer für gute, regionale Zutaten, für saisonale Küche und den respektvollen Umgang mit Lebensmitteln. Mälzer und sein Team stellen Erzeuger und ihrer Produkte vor, und vielleicht lässt sich der eine oder die andere ja dadurch inspirierend, die Einkaufsgewohnheiten zu überdenken.

Verlagsangaben zum Buch: Tim Mälzer: Heimat / Kochbuch. Mit über 120 Rezepten / Originalausgabe / Gebundenes Buch / 304 Seiten / ca. 300 farbige Abbildungen / Lesebändchen / ISBN: 978-3-442-39274-2 / € 19,99 / Verlag: Mosaik Verlag.

Vielen Dank an den Mosaik-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 26. Oktober 2014

Szenen einer Ehe: Nespresso Maragogype Tasting - Grand Cru vs. Grand Cru

Sonnabend, bei der Wochenplanung.

Sie: "Donnerstag bin ich nicht da."

Er: "Soso. Wo bist du denn?"

Sie: "Bei einem Kaffee- und Weintasting."

Er, leicht panisch: "Dann nimm mal besser alle Tabletten, die du hast!"

Sie: "Hä?"

Er: "Schaaahatz, Koffein und Tannin! Du weißt, wie du darauf reagierst."

Sie, leicht genervt und sich daran erinnert, wie sie vor 14 Jahren nach dem Genuss von zu viel ein wenig Espresso und St. Magdalena drei Tage und Nächte wie ein geficktes Hammy, das Eichhörnchen, schlaf. und ruhelos durch Büro und Wohnung fegte: "Menno, das war einmal. Seitdem kam das doch nie wieder vor."

Er, schmallippig: "Ich! Meine! Das! Ernst! Ich! Mache! Mir! Ernsthaft! Sorgen!"

Der Tisch lässt es erahnen: Heute Abend kommt noch was auf uns zu.
Mittwoch, beim Abendessen.

Sie, auf seine Vergesslichkeit spekulierend: "Ich bin morgen Abend übrigens nicht da."

Er: "Soso. Wo bist du denn?"

Sie: "Bei Tim Mälzer."

Er: "Ach. Grüß schön."

Gleich geht's los.
Ich sagte dem Gatten wohlweislich nicht, dass ich zu einem Nespresso-Tasting in der Mälzerschen Kochschule gehe, denn das hätte mir nur Diskussionen über die mangelnde Nachhaltigkeit von Kaffeekapseln eingebracht. Er hat ja recht, und deswegen haben wir auch keine Kapselmaschine zu Hause. Andererseits freut sich der Gatte immer, wenn ich zum Urlaub oder zum langen Wochenende meine kleine Kapselmaschine aus dem Büro mitbringe, freut er sich doch dann auf den brasilianischen Espresso, den sie macht.

Aber man kann die leeren Nespresso-Kapseln natürlich auch verwerten, stylish, so wie twh weimar es macht: Das Modell "George" besteht aus LKW-Plane und sechszehn leeren Nespresso-Kapseln in unterschiedlichen Farbtönen im Überschlag. Innen drin bietet "George" Platz für Portemonnaie, Telefon, Haustürschlüssel, Taschentücher, eBook oder Kamera. Kurzum: "George" ist der perfekte Begleiter zu jedem (Nespresso-)Event!

Gestatten: George, ein handlich-schicker Event-Begleiter.
Beim Tasting stellte uns Nespresso nicht nur die neue, limitierte Sorte Maragogype - Special Reserve* vor, sondern gab auch Riedel Gelegenheit, neue Wein- und Espressogläser vorzustellen. Außerdem verkosteten wir zu jedem Kaffee passende Weine, ausgesucht von Master Sommelier Hendrik Thoma und Coffee Ambassador Dimitrios Sarakinis.

Wein und Gläser funkeln um die Wette.
Für die Grand Cru-Weine entwarf Riedel die Glasserie Veritas*. Die maschinengeblasenen Gläser sind hauchdünn, so dünn, wie es mundgeblasen nicht möglich wäre, und abgestimmt auf verschiedene Rebsorten. Thoma gab uns angesichts der empfindlichen Gläser den Tipp, sie gleich zu polieren, wenn sie aus der Spülmaschine kommen: "Dann sind sie noch warm und flexibel." Das klappt natürlich nicht nur bei der neuen Glasserie, sondern bei allen Weingläsern.

Jeden Kaffee gab's gleich doppelt: Einmal im eigens von Riedel entworfenen Reveal-Glas und in der Tasse. Je nach Sorte - mild oder kräftig - ist die Öffnung des Glases schmaler oder breiter. Ich war verblüfft, wie unterschiedlich eine Kaffeesorte schmecken kann, wenn sie im Glas oder in der Tasse serviert wird.

Glas vs. Espresso-Taste: Geschmacklich kann das einen enormen Unterschied ausmachen.
Los ging's mit säuerlichen, leicht fruchtigen Noten und Röstaromen: Ein 2011er Corton Charlemagne Grand Cru Remoissenet Père & Fils, ein Chardonnay  aus dem Burgund trifft auf Rosabaya de Colombia*. Ich merkte wieder mal, dass ich keine Weine mag, die im Barrique ausgebaut sind: der Corton Charlemagne war für mich schlichtweg nicht trinkbar ... Ich bin gespannt, ob ich mich jemals mit Barrique anfreunden werde. Rosabaya de Colombia hingegen ist sanft und fruchtig, ein schöner Einstieg zur Vorspeise.

Zu diesen Aromen wurde die passend vom Mälzer-Team kreierte Vorspeise serviert: Ceviche vom Lachs | Beete | Orange.

Vorspeise: Ceviche vom Lachs | Beete | Orange.
Als nächstes kamen Röstaromen mit hoher Bitterkeit und Noten von Pfeffer und Gewürzen auf den Tisch, in die Gläser und Tassen: Ein 2011er Cab l'Enclos von Stefan Paeffgen, ein Cabernet Sauvignon aus dem Médoc, traf auf Kazaar*. Beim Wein bedauerte ich, dass ich mit dem Auto kam, denn der schmeckte ausgesprochen gut. Der Kazaar ist sehr kräftig, holzig, würzig - muss man mögen.

Das Mälzer-Team servierte dazu Roastbeef | Chicorée | Lauch | Langpfeffer-Kartoffelpüree.

Hauptgang: Roastbeef | Chicorée | Lauch | Langpfeffer-Kartoffelpüree.
Zum Dessert standen süße, malzige und grüne Noten mit wenig Säure im Mittelpunkt: Ein 2011er Granite, ein Syrah von Mullineux Family Wines aus dem südafrikanischen Swartland, traf auf Maragogype - Special Reserve*. Dazu gab es Malzbisquit | Cerealienmilchschaum | Weizengraseis | Schokolade | Karamell.

Malzbisquit | Cerealienmilchschaum | Weizengraseis | Schokolade | Karamell.
Während mir der Wein auf Anhieb gefiel, wurde mich mit dem Kaffee erst gar nicht warm: Als außergewöhnlich fein und mild beschrieben, viel weniger kräftig als der Kazaar, kam der Maragogype allein bei mir erst gar nicht an. Die süßlichen Noten konnte ich nicht schmecken. Zusammen mit dem Dessert allerdings wurde es ein runder Genuss. 

Resultat des Abends: Ich habe eine neue Lieblingseissorte: Weizengras. So was von genial! Muss ich unbedingt nachmachen. Und: Ich habe Tim Mälzer gegrüßt, klar. Oder hättest Du etwas anderes erwartet?!

*Affiliate links zu den genannten Produkten. Die vorgestellten Weine gibt es bei Hendrik Thoma online zu bestellen.

Freitag, 19. Oktober 2012

Natürlich ohne Tüte gekocht: Currysauce nach Tim Mälzer

Currysauce mit Wurst, Grillgemüse und Ofenpommes.
Der Gatte und ich lieben Currywurst. Es ist eines der Gerichte, auf das wir uns immer einigen können. Für Uneinigkeit sorgt aber die Zubereitung der Sauce.

Der Gatte, der seine Rezepte selten verrät, macht die Sauce aus Hela-Gewürzketchup und gekauftem Currypulver, zwei Zutaten, die er liebt.

Ich kam irgendwann zu dem Ergebnis, dass wir eigentlich immer alle Zutaten im Hause haben, um eine Currysauce selbst zu machen – okay, bis auf den O-Saft, der ist nicht immer da.

Der Gatte war sehr skeptisch, als ich vorschlug, eine Currysauce selbst zu machen. Auch, dass das Rezept von Timmi ist, stimmte ihn nicht fröhlicher. Er versprach, zu probieren, immerhin.

Ums kurz zu machen: Der Gatte befand, die Sauce komme nicht an seine heran, denn: „Die schmeckt nicht wie Hela!“ Okay, das war zwar Sinn der Übung, aber der Gatte soll natürlich auch ein Essen haben, das ihm schmeckt. Also machen wir zukünftig zwei Currysaucen, wobei meine den Vorteil hat, dass sie sich einfrieren lässt. Während also der Gatte unsere Würstchen grillt und seine Sauce rührt, nehme ich eine Portion von meiner aus dem Tiefkühler und lasse sie langsam auftauen.

Durch’s Selbermachen verzichten wir auf 40 g von folgenden fixen Pülverchen für Currywurst, die in 200 ml Wasser eingerührt werden und folgendes enthalten:
Zucker, Tomatenpulver, 9% Curry-Gewürzzubereitung (mit Sellerie), Speisesalz, Weizemehl, pflanzliches Fett gehärtet, Apfelpulver, Stärke, Geschmacksverstärker, Sojasauce, Zwiebelpulver, Aroma, Rote-Beete-Pulver, Säuerungsmittel Citronensäure, Säureregulator Natriumdiacetat, Knoblauch, Ingwer, Cayenne Pfeffer, Milchzucker, Koriander, Muskatnuss, Traubenzucker und Rosmarin (das sind die Zutaten des grün-gelben Produkts aus Hamburg)
bzw. auf Zucker, modifizierte Stärke, Tomatenpulver, Gewürze (Zwiebeln, Paprika, Bockshornklee, Kurkuma, Knoblauch, Kreuzkümmel, Senf, Koriander, Chili, Pfeffer, Kardamom, Ingwer), Maltodextrin, Fruchtzucker, Jodsalz, pflanzliches Öl (gehärtet), Apfelpulver, Reismehl, pflanzliches Eiweiß, Hefeextrakt, Sojasaucenpulver, pflanzliches Öl, geräuchertes Speckfett, Rote-Bete-Saftkonzentrat, Aroma, Branntweinessigpulver, Säuerungsmittel Citronensäure und Spuren von Eiern, Milch, Sellerie und Senf (die Zutaten des rot-gelben Beutels aus Frankfurt).
Das Pulver kostet zwischen 0,49 Euro und 0,89 Euro pro Tüte und reicht laut Hersteller gerade mal für zwei Portionen. Außerdem ist die Hauptzutat Zucker. Kann mensch getrost drauf verzichten, zumal die Zeitersparnis des Einrührens der Tüte in kochendes Wasser nun auch nicht so groß ist wie das Selbermachen einer ordentlichen Sauce.

Currysauce nach Tim Mälzer

Zutaten für 4 bis 5 Portionen:

Olivenöl
125 g Tomatenmark, dreifach konzentriert
250 ml passierte Tomaten
250 ml Orangensaft
Brauner Zucker
Gekörnte Gemüsebrühe
Sternanis
Cayennepfeffer oder gemahlene Chili
Currypulver, zum Beispiel Madras oder Pondichéry
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Olivenöl in einem Topf erhitzen, das Tomatenmark dazu geben und unter kräftigem Rühren anrösten. Currypulver, Cayenne oder Chili darüber stäuben, unterrühren und mit dem Orangensaft ablöschen. Passierte Tomaten, Sternanis und gekörnte Brühe dazu geben und alles etwa 5 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und ggf. noch etwas Curry abschmecken. Ist die Sauce zu dickflüssig, mit etwas Orangensaft oder Wasser verdünnen. Ist sie zu dünnflüssig, noch etwas einköcheln lassen.

Quelle: Diggilotta

Sonntag, 30. Oktober 2011

Lieber Tim Mälzer, sag' mir, wo die Birnen sind ...

Wenn Du genau hinschaust, findest Du vereinzelte Birnen.
Der Gatte hat zwei Lieblingsköche: Timmi und Ralfi. Seit diesem Kuchen hat seine Liebe zu Timmi aber einen empfindlichen Dämpfer erlitten. Daran ist nicht nur Timmi Schuld. Daran ist auch des Gatten Chefin Schuld. Wenn ich am Wochenende backe, nehmen der Gatte oder ich den übriggebliebenen Kuchen, sofern er nicht eingefroren wird, am Montag mit ins Büro. Diesmal war der Gatte dran. Seine Chefin probierte und fragte: "Den Kuchen haben sicher Sie gebacken, Herr Kaoskoch, nich?" - "Wieso?" - "Ihre Frau backt besser!"

Nein, diesen Kuchen hat nicht der Gatte verbrochen. Ich habe ihn verbrochen, auch wenn mir beim Lesen des Rezepts von Tim Mälzer und bei der Zubereitung schon einiges sehr merkwürdig vorkam. Dass im Ursprungsrezept anscheinend noch Schweinebauch vorkam und die Backzeit nicht stimmte - geschenkt. Dass ich nicht weiß, wie ich Butter an der Topfwand entlang laufen lassen soll, so dass gleichzeitig der Topf gefettet wird - egal. Auch darüber, dass 3/4 Becher Zucker und 1/2 Becher Zucker nicht 4/4 Becher Zucker, sondern 5/4 Becher Zucker ergeben, kann ich hinweg sehen. Ich kann eh' nicht rechnen (in der Zutatenliste steht's richtig, nur im Rezept nicht). Aber dass ein Birnenkuchen mit nur zwei Birnen gebacken wird, hätte mich stutzig machen sollen. Ich nahm schon drei Birnen, weil sich zwei doch sehr verloren, aber zwölf wären sicher besser gewesen.

Der fertige Birnenkuchen. Beim Buttern des Topfes war ich
nicht sorgfältig genug.
Andererseits - einen Birnenkuchen mit fast ohne Birnen kann auch nicht jeder backen ... Und so blieben dann mehr Birnen übrig für Birnen-Chutney.

Birnenkuchen nach Tim Mälzer

Zutaten für 10 bis 12 Stück (also für einen ofenfesten Topf mit ca. 26 cm Durchmesser)
1 Becher Schlagsahne (200 ml)
1½ Becher Zwieback (im Original Amaretti)
1 Becher brauner Zucker plus brauner Zucker zum Karamellisieren
4 Eier
2 Becher Mehl
1 TL Backpulver
3 Birnen (im Original 2 Stück. Beim nächsten Mal: Mehr! Viel mehr!)
Saft einer halben Zitrone
1 Würfel Butter

Zubereitung:

Schlagsahne in eine große Rührschüssel gießen. Den Becher auswaschen und zum Abwiegen verwenden.

Sahne halb steif schlagen. 3/4 Becher Zucker einrieseln lassen und die Sahne kurz weiterschlagen. Eier nacheinander jeweils gut unterrühren.

Zwieback grob zerbröseln. Mehl, Backpulver und Zwieback kurz unter die Sahne rühren.

Birnen vierteln, entkernen und in Spalten schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln.

Zucker in einem ofenfesten Topf  auf dem Herd karamellisieren. 2/3 der Birnenspalten hineinlegen. Einen Butterwürfel, in dem ein Messer steckt, an der Topfwand entlang auf den Topfboden lassen, so dass der Topfrand gefettet wird. Die Hälfte des Teigs auf die Birnen geben und mit den übrigen Birnenspalten belegen. Übrigen Teig darauf verteilen.

Im heißen Ofen bei 160 Grad Umluft auf einem Rost im unteren Drittel ca. 50 Minuten backen (Stäbchenprobe). Nach ca. 30 Minuten den Kuchen abdecken, falls er zu braun wird. Dann den Kuchen aus dem Ofen nehmen, vom Topfrand lösen, mit Hilfe des Gatten auf eine Platte stürzen und leicht abkühlen lassen. Lauwarm servieren.

Dazu passen Schlagsahne, Karamelleis, oder, falls Dir auch die Birnen fehlen, ein Birnenragout aus der Lamäng aus Birnen, Birnengeist, etwas Zitronensaft, Zucker und Zimt. .


Quelle: Tim Mälzer

Donnerstag, 28. Juli 2011

Aus zwei mach' eins: Huftsteaks mit Süßkartoffeln und Pfirsichen

Dies ist mal wieder ein Eigentlich-Gericht. Eigentlich hätte es Simmentaler Huftsteaks schlicht zu Ofenkartoffeln und Kräuterbutter geben sollen und die Süßkartoffeln mit den Pfirsichen zu Saltimbocca, nach einem Tim Mälzer-Rezept, als Beitrag zum Garten-Koch-Event im Juli, wo sich diesmal alles um den Pfirsich dreht.

Dann kam an dem Steak-Tag einiges anders und der Gatte erlegte das Abendessen beim Schotten. Hatten wir lange nicht mehr, war dadurch direkt mal wieder lecker. Am Saltimbocca-Tag legte mich Erkältung 5.0 flach, und ich schaffte es nicht zum Schlachter.

Halbwegs wieder hergestellt, sollte es erst Barbaras Süßkartoffeln zu Steak und Himbeer-Salat geben und einen Tag später endlich Saltimbocca. Jetzt machte uns aber das Wetter einen Strich durch die Rechnung: Durch den plötzlichen Wintereinbruch gab's auf dem ganzen Markt keine Himbeeren mehr. Beim Grünhöker im Einkaufszentrum waren die Himbeerpreise indiskutabel, im Garten waren nicht genug reif, und mit tiefgefrorenen Himbeeren wollte ich den Salat nicht machen. Kalbfleisch für das Saltimbocca hatten wir noch nicht gekauft, dafür aber immer noch Pfirsiche im Kühlschrank, und Süßkartoffeln waren auch noch da - also warum nicht einfach aus zwei Gerichten eines machen?

Garten-Koch-Event Juli 2011: Pfirsich [31.07.2011]

Huftsteaks mit Süßkartoffeln und Pfirsichen

Zutaten für 2 Portionen:
3 Süßkartoffeln
Olivenöl
Rosmarinzweige
2 Huftsteaks
Butterschmalz
2 Pfirsiche
Weißwein
Salz
Pfeffer
Öl
Chiliflocken

Zubereitung:
Süßkartoffeln schälen, würfeln und mit Rosmarinzweigen in eine Auflaufform geben. Einen Rosmarinzweig für die Pfirsiche aufbewahren. Im Backofen bei 200°C (Ober-/Unterhitze) etwa 20 - 30 Minuten garen. Dabei regelmäßig wenden, damit nichts anbrennt.

Die Pfirsiche waschen, halbieren und den Stein entfernen. Rosmarinnadeln vom Zweig abzupfen.

Nach ca. 20 Minuten die Steaks in reichlich Butterschmalz von beiden Seiten anbraten, die Pfirische und die Rosmarinnadeln dazu geben und die Früchte von jeder Seite jeweils eine Minute garen. Mit Weißwein ablöschen, mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken würzen.

Süßkartoffeln zusammen mit den Steaks und den Pfirsichen servieren.