Dienstag, 3. Mai 2016

Hähnchenbrust mit Rhabarberchutney und Mandelreis

Jetzt will's der Frühling aber wissen - na ja, zumindest gestern und vorgestern. Heute ist es ja schon wieder grau. Seit vier Wochen bestehe ich quasi nur noch aus Migräne und wäre dankbar, wenn sich das Wetter mal für eine Richtung entscheiden könnte.

Hähnchenbrust mit Rhabarberchutney und Mandelreis.
Dank Dauermigräne ist es hier auch ruhiger - ich mag dann nämlich einfach nicht ans Essen denken. Und zum Food Blog Day am Sonnabend konnte ich auch nicht. Doof, das, denn die kurze Rhabarberzeit geht gerade komplett an mir vorbei.

Rhabarber für's Chutney wird vorbereitet.
Beim Grönhöker gibt's schon seit gut drei Wochen deutschen Rhabarber. Ich esse den ja gerne als das, was er ist: Gemüse. Das kommt beim Gatten nur bedingt an, denn er mag Rhabarber eigentlich gar nicht. Ich hingegen finde dieses Gericht lecker. Könnte ich eigentlich auch mal für mich alleine machen ...

Daraus wird gleich Chutney. 
Das Rhabarberchutney ist schnell gemacht und hält sich nicht lange. Man's kann's sicher auch raffinierter würzen als mit Currypulver - zum Beispiel mit Ingwer und Sternanis - und länger köcheln lassen, dann schmeckt es kräftiger.

Hähnchenbrust mit Rhabarberchutney und Mandelreis

Zutaten für 4 Portionen:

Für das Chutney:
1 kg Rhabarber
2 Äpfel
2 Mango
2 Zwiebeln, gewürfelt
100 ml Apfelessig
250 ml Wasser
100 g brauner Zucker (ggf. mehr)
ggf. 1 TL  Speisestärke
Currypulver
Zimt
gemahlene Vanille
Cayennepfeffer
Salz
Pfeffer

Außerdem:
4 Hähnchenbrustfilets
200 g Reis
200 ml Wasser
50 g Mandeln, gehackt
Öl

Zubereitung:

Das Obst putzen, ggf. schälen und waschen und fein würfeln. Mit Wasser, Essig und Zucker in einen Topf geben und ca. 20 Minuten im offenen Topf einkochen lassen, bis alles zerfallen ist. Sollte noch zu viel Flüssigkeit vorhanden sein, das Chutney mit etwas Stärke binden. Mit den Gewürzen abschmecken.

Während das Chutney köchelt, den Reis in 200 ml Wasser garen und die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett anrüsten. Reis und Mandeln mischen.

Die Hähnenchenbrust in etwas Öl anbraten und zusammen mit Reis und Chutney servieren.

Quelle: CK

Donnerstag, 28. April 2016

Topinambur-Kartoffel-Puffer mit Orangen-Fenchel-Salat

Ist Dir schon nach Frühling? Mir noch so gar nicht. Es ist einfach noch zu kalt, und gestern Morgen lag noch Schnee, als ich aus dem Haus ging. So ist uns einfach noch nicht nach Spargel, Rhabarber und Bärlauch, sondern immer noch nach deftigen Eintöpfen.

Für ein Coq au Vin kaufte der Gatte jüngst nicht nur Kartoffeln, Süßkartoffeln und Wurzeln, sondern auch Topinambur, aber irgendwie war der Topf kleiner als gedacht ...

Topinambur-Kartoffel-Puffer mit Orangen-Fenchel-Salat.
So wurden überzählige Süßkartoffeln und Wurzeln zu Suppe, während Topinambur und Kartoffeln zu Puffern wurden. Orangen sind im Winter ohnehin immer im Gemüsefach, und den Fenchel kaufte ich mal, weil ich mir Orangen-Fenchel-Salat für die Mittagspause machen wollte.

Topinambur-Kartoffel-Puffer mit Orangen-Fenchel-Salat

Zutaten für 4 Portionen:

Für die Puffer:
500 g Topinambur
500 g Kartoffeln
1 - 2 Eier
Stärkemehl
Salz
Pfeffer
Butterschmalz zum Braten

Für den Salat:

1 Fenchelknolle
2 - 3 Orangen
Agavendicksaft
Apfelessig
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Topinambur waschen, ggf. schälen und raspeln. Kartoffeln schälen, raspeln und etwas ausdrücken. Zusammen mit den Topinambur, Eiern und Stärke vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Quellen lassen, währenddessen den Salat zubereiten.

Für den Salat den Fenchel waschen, putzen (dabei etwas vom Grün beiseite legen) und in feine Streifen schneiden. Die Orangen filetieren, dabei den Saft auffangen. Fenchel und Orangenfilets in eine Schüssel geben. Aus Orangensaft, Agavendicksaft, Apfelessig, Olivenöl, Salz und Pfeffer ein Dressing mischen und über den Salat geben. Während der Salat zieht, die Puffer zubereiten.

Die Puffer portionsweise in Butterschmalz ausbraten und im Ofen bei 50°C warmhalten. Portionsweise zusammen mit dem Salat anrichten und mit etwas kleingehacktem Fenchelgrün dekorieren.

Freitag, 15. April 2016

Rezension "From Farm to Grill - eine Grillosophie"

Mit dem Grillbuch "Love, Chill & Grill" von Rösle tat ich mich ja ein wenig schwer. So war ich dann sehr gespannt auf  das aktuelle Grillbuch "From Farm to Grill - eine Grillosophie", das im letzten Herbst erschien.

Der Verlag schreibt über das Buch: "Grillen kann so viel mehr sein als nur eine weitere Methode der Speisenzubereitung. Mit den richtigen Produkten und einigen raffinierten Techniken trägt Grillen sogar zu Steigerung von Lebensfreunde und Lebensqualität bei. „From Farm to Grill“ soll diese Tatsache verdeutlichen, ist daher auch kein gewöhnliches Grillbuch, sondern geht weit über das eigentliche Thema hinaus. Das Unternehmen Rösle hat zu diesem Zweck einige Küchenchefs und Produzenten, wie Viehzüchter, Fischer oder Landwirte, besucht, die in enger Zusammenarbeit stehen. Wichtig dabei ist, dass sie alle mit großer Überzeugung ökologisch verträglich, sozial verantwortlich und ökonomisch erfolgreich handeln. Die Paarungen werden Ihnen in diesem Buch vorgestellt, die Produkte landen natürlichen auf dem Grill, und zubereitet werden sie von den jeweiligen Chefs. Mit diesem Buch erhalten Sie die außergewöhnliche Möglichkeit, gewissermaßen mit den Chefs zusammen an einem Tisch zu sitzen und Einblicke in ihr Privatleben zu bekommen."

Die Köche, die vorgestellt werden, sind Tanja Grandits, Sascha Stemberg, Sebastian Prüßmann, Erich Schwingshackl, Heiko Antoniewicz, Christian Mittermaier und Ludwig Maurer. Den Erzeugern, mit denen sie zusammenarbeiten, sind jeweils ein, zwei Seiten gewidmet. Mehr Raum erhalten Hovmand-Simonsen, die auf der dänischen Ostseeinsel den Hof Knuthenlund bewirtschaften.

Gerade das Konzept, die Erzeuger auch mal etwas weiter in die Mitte zu rücken, finde ich sehr spannend. Ebenso spannend ist es zu erfahren, welchen Einfluss Köche, die sich entscheiden, mit regionalen Erzeugern zusammenzuarbeiten, haben. Genau so wie die Köche haben es die Verbraucher auch jeden Tag in der Hand zu entscheiden, ob sie mit ihrem Einkauf einen Erzeuger stärken oder ihre Lebensmittel im Supermarkt, beim Discounter kaufen, was oft für die Landwirte nur wenig Einnahmen bedeutet.

Als ein Beispiel aus dem Buch sei Sascha Stemberg genannt, der vor einigen Jahren begann, Landwirte aus der Velberter Region auf Direktvermarktung anzusprechen, also ihnen nahezuglegen, dass, was sie erzeugen, auch selbst zu verkaufen statt über Zwischenhändler oder Supermärkte.

Durch das Restaurant "Haus Stemberg" haben die regionalen Erzeuger einen großen Abnehmer für ihre Produkte und der Koch hat die Gewissheit, gute Ware in gleichbleibender Qualität zu bekommen. Gleichzeitig hat das Lokal einen Werbeeffekt für die Erzeuger: Gäste wissen, woher die Zutaten auf ihrem Teller stammen und können dort einkaufen gehen. Beide Seiten gewinnen also.

Dem Konzept "From Farm to Grill" entsprechend hätte ich mir gewünscht, dass, wenn die Erzeuger schon so einen breiten Raum einnehmen, es eine Übersicht mit Adressen gibt, damit auch die geneigte Leserin weiß, wo sie die Produkte kaufen kann, aber diese Übersicht fehlt leider.

Und um gleich einen weiteren Minuspunkt zu benennen: Rösle bleibt auch hier dem sexistischen Konzept von "Love, Chill & Grill" treu. Der Grill wird immer wieder als "Männerspielzeug" bezeichnet. Da reißt auch Tanja Grandits als einzige Frau unter Männer nichts raus.

Dabei sind die Rezepte so gar nicht gattenkompatibel. Zumindest in diesem Haushalt ist also nicht der Mann die Zielgruppe, denn für den Gatten wären die Rezepte viel zu viel Gedöns. Schlüge ich ihm vor, einen Kürbis erst zu vakuumieren und zwei Stunden bei 90°C zu garen, um ihn dann zu grillen, zeigte er mir freundlich, wo der Grill steht - bestenfalls. Um die Mehrzahl der Rezepte nachzukochen, muss ich mir also ein paar experimentierfreudige Freundinnen einladen.

Fazit: "From Farm to Grill" ist ein schön fotografiertes und gestaltetes Buch für ambitionierte Hobbyköche und alle, die sich für die Herkunft ihrer Lebensmittel interessieren.

Danke an Rösle und Blogg Dein Buch für das Rezensionsexemplar.

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Donnerstag, 14. April 2016

Nudelomelett an 917xfm

"Heute Abend freue mich mich auf ein Glas Rotwein, stelle mir 917 xfm im Radio ein und mache für Schatzi und mich ganz gemütlich ein Nudelomelett", seufzte Kollegin II eines Freitagnachmittags angesichts einer stressigen Woche.

Nudelomelett mit Kräutern.
"Nudelomelette Wie machst du das?" fragte ich. Sie schilderte mir ihr Rezept - das, was ich gerne mit Kartoffeln mache, macht sie mit Nudeln. Praktischerweise hatten wir noch Nudeln vom Vortag übrig. Eier waren auch reichlich da, ebenso Kräuter. So gab's dann abends auch bei uns Nudelomelett an 917 xfm, nur ohne Rotwein.

Nudelomelett mit Kräutern.
Nudelomelett mit Kräutern

Zutaten für 4 Portionen:

ca. 300 g gekochte Nudeln vorm Vortag
reichliche frische Kräuter, gehackt (zum Beispiel Petersilie und Schnittlauch)
4-6 Eier, je nach Größe und Hunger
etwas Milch oder Mineralwasser
Salz
Pfeffer oder Cayennepfeffer
Paprika
Öl

Zubereitung:

Die Nudeln in etwas Öl in einer Pfanne kräftig anbraten.

Die Eier mit etwas Milch, Kräutern und Gewürzen vequirlen und über die Nudeln geben. Hitze etwas reduzieren und garen, bis die Eier gestockt sind.

Omelette in vier Teile teilen und mit ein paar gehackten Kräutern servieren.

Dienstag, 12. April 2016

Limoncello - Kokos - Kuchen

Limoncello-Kokos-Kuchen
Gelegentlich kaufe ich Likör und stelle dann fest, dass ich ihn gar nicht so schnell trinken kann. Dann bietet sich ein Kuchen an. In so 'nen Kuchen geht 'ne Menge Likör.

Limoncello - Kokos - Kuchen

Zutaten für 1 Portionen:

5 Eier
2 EL  Vanillezucker
250 g Puderzucker
250 ml Öl
250 ml Limoncello
125 g Mehl
125 g Speisestärke
1 Pck. Backpulver
100 g Kokosraspel
50 g weiße Kuvertüre (oder weiße Schokolade)
ggf. etwas gemahlene Vanille und etwas abgeriebene Zitronenschale

Zubereitung:

Die Eier mit dem Vanillezucker schaumig schlagen. Den Puderzucker unter Rühren langsam dazu geben, dann Öl und Limoncello ebenfalls langsam unterrühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver unterheben, ebenso die Zitronenschale, sofern verwendet. Die Hälfte der Kokosflocken in einer Pfanne ohne Fett leicht bräunen und unter den Teig heben.

Eine Gugelhupf- oder Kranzkuchenform fetten. Den Teig hineingeben und bei 175° (Ober- / Unterhitze) ca. 45 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Den Kuchen abkühlen lassen und aus der Form stürzen. Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, ggf, die gemahlene Vanille zufügen, Die zweite Hälfte der Kokosflocken in einer Pfanne ohne Fett leicht bräunen. Den Kuchen mit der Kuvertüre überziehen und die Kokosflocken auf die noch feuchte Kuvertüre streuen.

Dienstag, 5. April 2016

Bananen-Mandel-Mohn-Kuchen

Es kommt nur noch selten vor, dass ich braune Bananen übrig habe. Jetzt war's mal wieder so weit.

Bananen-Mandel-Mohn-Kuchen.
Gut, ich hätte sie Chef II für seinen kleinen Sohn mitgeben können, denn der liebt Bananenmilch zum Frühstück, aber irgendwie vertorfte ich das. Also wurde am Wochenende mal wieder ein Kuchen gebacken und am Montag mit ins Büro genommen.

Bananen-Mandel-Mohn-Kuchen.
Ich war mir sicher, dass ich noch Walnüsse im Vorrat hatte, aber nein. Mandeln hingegen hatten wir reichlich.

Bananen-Mandel-Mohn-Kuchen

Zutaten für eine 26er Springform:

175 g weiche Butter
 250 g Zucker
Mark einer Vanilleschote schaumig rühren.
3 Eier
2 EL Sahne (oder Joghurt oder Crème fraîche)
4 vollreife Bananen
350 g Mehl
100 g gehackte Mandeln
100 g gemahlener Mohn
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Zubereitung:

In einer Schüssel Butter, Zucker und Vanillemark schaumig rühren. Nach und nach Eier,  Sahne und Bananen unterrühren.

In einer zweiten Schüssel Mehl, Mandeln, Mohn, Backpulver und Salz vermischen, dann die Mischung unter die in der ersten Schüssel heben.

In eine Form füllen und im Ofen bei 180 °C (Umluft) ca. 50 bis 60 Minuten backen (Stäbchenprobe), ggf. mit Alufolie abdecken, falls der Kuchen zu braun wird. Anders als bei Melanie war der Kuchen hier schön saftig.

Auskühlen lassen und servieren.

Quelle: Pimpimella