Donnerstag, 24. April 2014

Aus eins mach' zwei: Rhabarber mit Orangencreme und Baiserkuchen mit Rhabarber, Sahne und Mandelblättchen

Rhabarber mit
Orangencreme.
Schwiegermutter serviert zu Ostern gerne Erdbeeren, wenn wir bei ihr zum Gabelfrühstück sind. Ich finde Ostern viel zu früh für Erdbeeren - deutsche gibt es hier noch nicht, schon gar nicht vom Erdbeerfeld in der Nachbarschaft, und spanische, marokkanische oder sonstige Importerdbeeren kaufen wir im Gegensatz zu Schwiegermutter nicht.

Aber Rhabarber ist ein schönes Frühlingsobst bzw. -gemüse und verdient einen Platz auf einem österlichen Gabelfrühstückstisch. Und heimischer Rhabarber ist auch im April schon erhältlich.

Ich hatte ein Kilo Rhabarber gekauft, um daraus Kompott zu machen, den ich im Büro zu Mittag essen wollte, kam dann aber nicht dazu, ihn zu verarbeiten. Dann kamen mir zwei Rezepte unter, Dessert und Kuchen, die zusammen ein knappes Kilo Rhabarber erforderten sowie Eiweiß, Orangen und eine Sahnemasse.

Das Problem beim ungeplanten Improvisieren:
So ein Topf kann schnell zu klein werden. 
Nur das Dessert, Rhabarber mit Orangencreme, war für 12 Personen bemessen - viel zu viel für uns. Ich brauchte nur vier Portionen, vier kleine Portionen. Aber warum nicht einen Rhabarberkompott kochen und für beide Rezepte verwenden? Gesagt, getan.

Beide Rezepte hatten einen unerwarteten Nebeneffekt: Der Gatte mag plötzlich Rhabarber.

Die beiden Rhabarberrezepte sind mein erster Beitrag für das aprilfrische Event bei Simone.

Aprilfrisch - das regionale Event von S-Küche (Einsendeschluss 1. Mai 2014)

Okay, bei Jamie Oliver sah er hübscher aus,
der Baiserkuchen mit Rhabarber.
Rhabarber mit Orangencreme und Baiserkuchen mit Rhabarber, Sahne und Mandelblättchen

Zutaten für beide Gerichte:

Für das Kompott:
1 kg Rhabarber, geputzt, gewaschen und in Stücke geschnitten
375 ml Wasser
200 g weißer Zucker (evtl. mehr)
1 - 2 Spritzer roter Sirup (Erdbeere, Himbeere, Grenadine, Preiselbeere - was Du halt gerade da / im Anbruch hast)

Ein Baiser ist ein Baiser ist ein Baiser. 
Für die Orangencreme:
3 EL Orangenschale
150 ml Orangensaft
3 EL weißer Zucker
500 ml Schlagsahne
2 Eiweiß

Nur für Rhabarber mit Orangencreme:
Zuckerwerk zum Verzieren

Nur für den Baiserkuchen:
4 Eiweiß
200 g weißer Zucker
Mark einer Vanilleschote
etwas frisch geriebener Ingwer
Mandeln, gehackt oder gehobelt und geröstet
ggf. Puderzucker

Kuchen ist fertig. 
Zubereitung:

Alle Zutaten für das Kompott in einen Topf geben und den Rhabarber weich kochen (schöner ist es, wenn noch Stückchen zu sehen sind, aber das ist noch nicht gattenkompatibel). Abschmecken, evtl. nachsüßen.

Acht Esslöffel vom Kompott abnehmen, auf vier kleine Gläser verteilen und erkalten lassen.

Das restliche Kompott mit Ingwer und Vanillemark vermischen und erstmal zum Abkühlen beiseite stellen.

Eiweiß steif schlagen, dann den Zucker reinrieseln lassen, dabei weiter schlagen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und bei 150°C (Umluft) etwa 30 Minuten backen lassen, bis der Baiser goldbraun und fest ist.

Zuckerwerk.
Während der Baiser backt, Orangenschale, - saft und Zucker verrühren, bis der Zucker aufgelöst ist.

Sahne steif schlagen. Die Orangensaftmischung langsam dazu geben, dabei weiter schlagen.

Das Eiweiß steif schlagen und unter die Sahne heben. Mischung kalt stellen. Wenn das Rhabarberkompott in den Gläsern erkaltet ist, die Orangenmischung darauf verteilen. Nach Geschmack vor dem Servieren mit Zuckerwerk verzieren.

Wenn der Baiser fertig gebacken ist, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Rhabarberkompott auf dem Baiserboden verteilen, dann die Orangenmischung darüber geben und grob miteinander verwirbeln. Mit gerösteten Mandeln und ggf. Puderzucker bestreuen. Möglichst sofort servieren - der Kuchen ist nicht lange haltbar, das Baiser weicht spätestens nach einem Tag durch.

Quellen: Orange posset with rhubarb und Tray-baked meringue with rhubarb, cream & toasted almonds

Affiliate links zu Jamie Oliver:

Dienstag, 22. April 2014

Feldsalat-Pesto

Noch etwas Käse dazu, und fertig ist das
Abendessen: Feldsalat-Pesto.
Ich hatte für den Wachtelbohnensalat auf Torta de Aceite mit Ibéricosegel eine Schale Feldsalat gekauft, brauchte aber nur eine Hand voll davon.

Der Rest sollte mit Apfel zu einem Mittagspausensalat werden, aber ich kam nicht dazu.

Als Beilage ließ sich der Feldsalat im Wochenplan auch nicht einbauen, also wurde ein Pesto daraus.

Feldsalat-Pesto

Zutaten für 4 Portionen:

ca. 100 g Feldsalat, gerne Bio-Qualität (ist geschmacksintensiver)
1 Handvoll Walnüsse
1/4 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Pecorino oder Parmesan zum Servieren

Zubereitung:

Feldsalat putzen, waschen und trockenschleudern.

Mit den Walnüssen und dem Knoblauch in einen Standmixer geben und so viel Olivenöl hinzufügen, dass eine cremige Paste entsteht.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit Pecorino oder Parmesan zu Nudeln servieren.

Quelle: Alexander Herrmann / The Taste

Affiliate links: Kochbuch-Auswahl von Alexander Herrmann

Sonntag, 20. April 2014

Szenen einer Ehe: Letzte Worte

Sie muss vor Tau und Tag zur Arbeit.

Er darf noch schlafen.

Sie flüstert ihm zum Abschied süße Worte ins Ohr.

Er: "Okay, bring Hack mit!"

Samstag, 19. April 2014

Rückblick: Wochenplan KW 16

Kulinarisch verlief die zurückliegende Woche weitgehend nach Plan.

Sonnabend gab's das Würstchengulasch vom Vortag.

Sonntag war ich zum Gabelfrühstück eingeladen, hatte abends keine Lust mehr zum Kochen und aß die Brötchen, die der Gatte vom Frühstück übrig ließ.

Montag bereitete der Gatte Königsberger Klopse zu.

Dienstag gab's Nudeln mit Feldsalat-Pesto.

Mittwoch sollte es eigentlich die Reste der vergangenen beiden Tage geben. Allein: Es blieben keine Reste übrig. Ich hatte ohnehin keinen Hunger mehr  - Kollegin I meldete sich um 5.55 Uhr telefonisch krank, ich sprang also vor Tau und Tag in Klamotte und Auto, überstand den Tag mit viel Hilfe von Kollegin II und den Fahrern und ernährte mich von den Brötchen, die Kollegin II mit mir teilte bzw. mit denen, die von offiziellen Terminen übrig blieben. Als ich um halb sieben zu Hause war, fiel ich ins Bett. Der Gatte war froh, dass er noch eine Notfall-Dosensuppe im Vorrat entdeckte und aß sie mit einem Fischbrot.

Donnerstag zauberte der Gatte Cheeseburger vom Grill.

Freitag machte der Gatte sein aktuelle Lieblingsgericht: Lachs im Spinat-Blätterteig-Mantel mit Sahne-Meerrettich-Sauce.

Dass es davon heute keine Reste gibt, ist doof, denn sonnabends fehlt uns meistens die Zeit, um zu kochen - Einkaufen, Putzen und was sonst noch so ansteht, nimmt immer so viel Zeit ein. Mal schauen also, was uns einfällt.

In der kommenden Woche habe ich Urlaub und damit alleinigen Küchendienst.  

Freitag, 18. April 2014

Schnee im April: Neules

Neules, Schneeflocken (na gut, in
meinem Falle eher eine ganze Lawine).
Das momentane Vor-Oster-Wetter passt zu diesem eigentlich weihnachtlichen Rezept aus Mallorca: "Neules" ist das mallorquinische Wort für "Schneeflocken".

Damit sind einerseits die Oblaten für Coca de torró gemeint und andererseits Kekse, die ich bislang nur unter dem französischen Namen "Cigarettes russe" kannte (wie heißen die eigentlich auf Deutsch?)

Neules war das fünfte und letzte Gebäck, das ich zur Feier meines Kollegen machte. Fluffig leichte Schneeflocken wurden es bei mir nicht - eher eine Lawine. Meine Neules waren sehr grob - mir fehlt für solches Feingebäck einfach die Übung.

Auf Mallorca werden Neules in einem speziellen Eisen, ähnlich einem Waffeleisen, hergestellt, so dass der Teig gleichzeitig platt gedrückt und gebacken wird.

Neules werden pur gegessen, als Eislöffelersatz genutzt, mit Schokolade ummantelt, gefüllt ... Kurz: Die Keksröllchen sind vielfältig einsetzbar.

Neules

Zutaten für etwa 6 Stück:

35 g Weizenmehl
2 Eiweiß, übrig geblieben von den Crespells
65 g Zucker
eine Prise Salz
40 g Butterschmalz

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen.

Eiweiß und Zucker schlagen, bis es fast zu Eischnee wird. Dann nach und nach Mehl und Schmalz untermischen.

Den Teig esslöffelweise auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech geben, wo er zu einem dünnen fast durchsichtigen Oval zerlaufen sollte.

Bei 6 bis 8 Minuten backen, bis die Masse goldbraun wird. Aus dem Ofen nehmen und sofort mit einer Palette oder einem Pfannenwender vom Blech nehmen.

Bevor die Neules kalt werden, zigarrenförmig aufrollen und auskühlen lassen.

Donnerstag, 17. April 2014

Coca de torró

Coca de torró.
Ähnlich wie die Krümelkekse ist auch Coca de torró eigentlich eine typische Weihnachtsleckerei, aber für das Geschenk für meinen Kollegen war mir das ziemlich egal.

In Spanien verwendet man für Coca de torró große Oblaten, sogenannte Neules, Schneeflocken. Sie ähneln den Karlsbader Oblaten und sind in der Weihnachtszeit in den Bäckereien erhältlich. Zum Verschenken fand ich kleine Oblaten praktischer.

Coca de torró

Zutaten für ca. 25 Stück:
50 Oblaten, Durchmesser 70 mm
500 g gemahlene Mandeln
400 g Puderzucker
1 Orange
1 Zitrone
Zimt

Coca de torró im Werden.
Zubereitung:

Orange und Zitrone heiß abwaschen und abtrocknen. Orangenschale abreiben, die Frucht auspressen.

Mandeln, Orangenschale, Orangensaft mit Puderzucker und Zimt zu einem Teig verkneten.

Je einen Esslöffel auf eine Oblate setzen und mit einer zweiten Oblate abdecken. Die Oblaten vorsichtig zusammendrücken, so dass sich die Masse verteilt.

Mittwoch, 16. April 2014

Polvorónes de almendra - spanische Krümelkekse

Polvorónes de almendra.
Neben Crespells und Gató almendra machte ich für das Geschenkkörbchen meines Kollegen auch Polvorónes. Die waren eine Empfehlung von Chef I, der im hispanischen Raum zu Hause ist. Dort gibt es die überall, die wären absolut typisch, meint er.

Ich empfand Polvorones eher als absolut tückisch: Der Teig besteht im Wesentlichen aus Krümeln. Ich kam mir beim Backen vor, als sollte ich einen Keks aus tausenden von Teilen zusammen puzzeln. Mir ging irgendwann auch ohne Spanischkenntnisse auf, dass sich der Begriff polvorón vom spanischen Wort für Pulver ableitet.

Viele Krümel machen einen Keks.
Polvorónes sind eigentlich ein Weihnachtsgebäck, aber darüber setzte ich mich großzügig hinweg, denn Chef I meinte, die gäbe es das ganze Jahr über an jeder Straßenecke. Geschmacklich befand er meine Polvorónes als dicht am Original, die Konsistenz meiner Kekse war allerdings fester. Ich presste den Teig ziemlich zusammen. Ich wollte sie schließlich ganz verschenken und nicht als Bausatz.

Polvorónes de almendra

Zutaten für etwa 1 Backblech:

150 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln
150 g Puderzucker plus Puderzucker zum Bestäuben
1 EL Zimt
1 Prise Salz
1 Zitrone, unbehandelt, die abgeriebene Schale und die Hälfte vom Saft
100 g Butterschmalz (im Original Schweineschmalz)

Kekse auf dem Weg in der Herd. 
Zubereitung:

Das Mehl und die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten, bis das Mehl ganz leicht Farbe angenommen hat und die Mandeln duften. Zucker, Zimt und Salz in einer Schüssel mischen, das Mehl, die Mandeln und die fein geriebene Zitronenschale dazugeben.

Die Zitrone auspressen, die Hälfte vom Zitronensaft und Schmalz unter die Mehlmischung geben und gut verkneten.

Walnussgroße Stücke aus dem Teig formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und ein klein wenig flach drücken. Etwa 30 Minuten kühl stellen.

Die Polvorónes mit Puderzucker bestäuben und bei 170 Grad (Umluft) im Backofen ca. 12 Minuten backen. Anschließend noch warm wieder mit Puderzucker bestäuben und auskühlen lassen.

Quelle: CK

Dienstag, 15. April 2014

Gató almendra - mallorquinischer Mandelkuchen

Gató almendra,
mallorquinischer Mandelkuchen.
Neben Crespells, den mallorquinischen Osterplätzchen, brachte ich zur Feier meines Kollegen auch Mandelküchlein mit, die ich in kleinen Förmchen buk.

Die Rezepte sind alle ziemlich ähnlich. Ich entschied mich für eines von Mestolo und verzichtete auf das Backpulver. Durch die sechs Eiweiß werden die Küchlein auch so wunderbar fluffig leicht.

Gató almendra - mallorquinischer Mandelkuchen

200 g Zucker
200 g gemahlene Mandeln
6 Eier
Saft einer Zitrone
1 TL Zimt
Puderzucker

Zubereitung:

Die Eier trennen und die Eiweiße steif schlagen. Danach alle restlichen Zutaten (außer dem Eischnee) zusammen mit dem Eigelb gut, aber rasch vermischen.

Den Eisschnee vorsichtig unterheben.

Anschließend den Teig in gefettete Muffinförmchen und für ca. 15 Minuten bei 170 Grad (Umluft) backen, bis der Kuchen hell- bis mittelbraun ist. Zwischendurch evtl. mit Alufolie abdecken, dass er nicht zu dunkel wird.

Wird der Teig in eine größere Form (zum Beispiel eine flache Auflaufform) gefüllt, verlängert sich die Backzeit auf ca. 30 Minuten.

Quelle: Mestolo

Montag, 14. April 2014

Sonne, Mond und Sterne: Crespells - mallorquinische Osterplätzchen

Crespells, mallorquinische
Osterplätzchen.
Letzten Sonntag feierte ein Kollege sein 50. Dienstjubiläum, seinen 65. Geburtstag und seine Pensionierung mit einem Gabelfrühstück in einem seiner Lieblingslokale. Da er sich ein Laptop wünschte, legten wir zusammen und schenkten ihm Geld, aber ich wollte trotzdem nicht mit leeren Händen auftauchen.

Da der Kollege spanisch spricht und gerne auf Mallorca urlaubt, stellte ich ihm ein Körbchen mit Gebäck zusammen, wohl wissend, dass er auch gerne Süßes isst. Und da bald Ostern ist, kamen auch Crespells in den Korb, das mallorquinische Ostergebäck.

Korb mit mallorquinischer Gebäckauswahl
und Pfirsichlikör für einen lieben Kollegen.
Auf der Insel stellen traditionell die Kinder das Gebäck her, und das Rezept ist entsprechend kinderleicht, die Zutaten übersichtlich. Angeblich soll das Rezept jüdischen Ursprungs sein, wogegen das Schweineschmalz in der Rezeptur spricht. Das ersetzte ich durch Butterschmalz, welches ich lieber mag.

Crespells werden ausgestochen. Traditionelle Formen sind Sterne, Herzen, Monde und Kreise. Keine Hasen. Das geht in diesem Haushalt natürlich gar nicht.

Da die Crespells in diesem Jahr Bestandteil unseres österlichen Gabelfrühstücks sein werden, reiche ich sie als Beitrag zu Tinas Osterevent ein.



Crespells

Sonne, Mond und Sterne werden ausgestochen.
Zutaten für etwa zwei Backbleche:

500 g Mehl plus Mehl zum Ausrollen
150 g Puderzucker plus Puderzucker zum Bestäuben
100 g Butterschmalz
100 ml Olivenöl
1 Orange, der Saft davon
2 Eigelb
1/2 Zitrone, die Schale davon
1 Prise Zimt

Zubereitung:

Da hat sich doch glatt ein Hase
eingeschlichen!
Alle Zutaten bis auf den Puderzucker zum Bestäuben in eine Küchenmaschine geben und zu einem glatten Teig verkneten.

Dann den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig auf einer Silikonmatte oder einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Sterne, Herzen, Monde und Kreise ausstechen und auf ein Backblech mit Backpapier legen.

Bei 180 Grad (Umluft) die Plätzchen etwa eine Viertelstunde backen.

Wenn sie goldbraun sind, herausnehmen und dick mit Puderzucker bestäuben.

Quelle: Mallorca today

Sonntag, 13. April 2014

Szenen einer Ehe: Nicht Fisch, nicht Fleisch

Sie: "Ich freue mich: A. besorgt heute früh bei Hagenah frische Fischfrikadellen. Die essen wir dann in der Mittagspause."

Er, völlig empört: "Und warum bekomme ich keine?!"

Sie: "Ähm, du isst doch keinen Fisch?"

Er: "Fischfrikadellen sind aber was völlig anderes!"

Samstag, 12. April 2014

Rückblick: Kühlschrank und Wochenplan KW 14

Der Kühlschrank nach
dem Wochenendeinkauf,
ziemlich übersichtlich. 
Letzten Sonnabend hing ich durch Zeitumstellung, Erkältung, Wetterwechsel und viel Stress auf der Arbeit ein wenig in den Seilen. Den Sonnabend verschlief ich weitgehend. Der Gatte war so nett, alleine einkaufen zu gehen.

Zudem hatte keiner von uns Lust, einen Wochenplan zu machen. Letztlich haben wir uns dann aber doch aufgerafft.

Im Büro war die Wochen dann für uns beide ziemlich hart. Ab Mittwoch fiel ich direkt nach der Heimkehr ins Bett. Dem Gatten ging es ähnlich, nur, dass er sich aufraffte, irgendwann noch was zu kochen.

Sonnabend gab es Wachtelbohnensalat auf Tortas de Aceitas mit Ibéricosegel, ein Beitrag zur Metro Kochherausforderung Frühling 2014. Für den Gatten briet ich noch etwas Putenbrust mit Rosmarin und Knoblauch dazu.

Sonntag machte ich mir eine Forelle blau mit Fliederbeerblütenessig.

Montag sollte es eigentlich aus nostalgischen Gründen ein Fertiggericht geben: Champignon-Plätzli. Allein, in vier Läden waren die nicht aufzutreiben. Ob's die überhaupt noch gibt? Stattdessen gab's Nasi Goreng.

Dienstag musste ich das geplante Fremdessen wegen der Situation im Büro absagen - der Schreibtisch wurde und wurde nicht leerer. Abends bummelte ich mit dem Gatten, um auf andere Gedanken zu kommen, und dabei fanden wir zufällig die gesuchten Champignon-Plätzli. Muss ich sagen, dass sie nicht so gut schmeckten wie in unserer Erinnerung?

Die ursprünglich geplanten "Sieben Köstlichkeiten aus dem Wok" - so heißt seit ewigen Zeiten ein asiatisch inspiriertes Gericht aus Wurzeln, Brokkoli, Soja- und Bambussprossen, Pilzen und Zuckerschoten mit Fleisch und Reis - gab's am Mittwoch. Die Fleischeinlage war die Putenbrust vom Sonnabend - beim Gatten waren die Augen größer als der Magen.

Donnerstag wollte ich Albondigas machen, aber es gab die Reste vom Mittwoch.

Freitag wollte der Gatte Lachs im Blätterteig-Spinat-Mantel zubereiten. Allerdings zeigte die Woche jetzt auch bei ihm Spuren: Er nahm nichts dafür aus dem Tiefkühler. Stattdessen machte er Würstchengulasch - frisches Futter für die Reihe Kochen ohne Tüte.

Wir hoffen, die nächste Woche wird etwas ruhiger. Wir wissen, dass dem nicht so ist.