Donnerstag, 26. Mai 2016

Grüner Spargel in Kräutervinaigrette mit Parmesan

In diesem Jahr gibt's beim Grönhöker unterm Büro tatsächlich grünen Spargel aus Deutschland - den zu finden, war für mich immer sehr schwierig. Im Supermarkt gab's nur wenig oder ausländischen, was ich in der Saison idiotisch finde (und außerhalb der Saison möglichst nicht kaufe), auf den Markt komme ich nur selten.

Grüner Spargel in Kräutervinaigrette mit Parmesan.
Grünen Spargel mag ich inzwischen fast noch lieber als weißen, weil er kräftiger im Geschmack ist. Spargel schmeckt übrigens auch roh sehr gut, und diese Kräutervinaigrette passt sehr gut dazu: Einfach in dünne Scheiben geschnittenen Spargel auf einem Teller anrichten, mit der Vinaigrette überziehen - fertig.

Grüner Spargel in Kräutervinaigrette mit Parmesan.
Das Originalrezept ist vegetarisch. Bei uns gab's eine gegrillte Hähnchenbrust dazu.

Grüner Spargel in Kräutervinaigrette mit Parmesan

Zutaten für 1 Portion:

250 g geputzter, gewaschener grüner Spargel
3-4 geputzte, gewaschene und gewürfelte Radieschen
1 EL gehackte Kräuter (Basilikum, Zitronenmelisse, Sauerampfer, Radieschengrün)
1 EL Olivenöl
1 TL Weißweinessig
Salz
Pfeffer
1 TL geriebener Parmesan

Zubereitung:

Spargel mit einer Prise Salz in Wasser etwa 10 Minuten kochen, abtropfen lassen.

Radieschen mit Kräutern, Öl, Essig, Gewürzen, Parmesan verrühren.
Spargel mit der Vinaigrette anrichten.

Dazu passt Brot zum Stibben der Vinaigrette.

Quelle: Diabetes Ratgeber

Dienstag, 24. Mai 2016

Pochierte Eier mit Spinat und Polenta nach Haya Molcho

Pochierte Eier finde ich ausgesprochen entzückend. Irgendwann lerne ich auch noch, sie richtig zuzubereiten, so, dass sie nicht nur gut schmecken, sondern auch noch appetitlich aussehen. Noch ist es aber nicht so weit.

Pochierte Eier mit Spinat und Polenta.
Die im Rezept angegeben 600 g Spinatblätter waren für uns viel zu wenig. Nach dem Kochen blieb nur ein winziges Portionchen übrig. Ich weiß aber, dass es die Standardmenge für vier Portionen ist und habe sie deswegen so übernommen (und am nächsten Tag noch mal zwei Portionen zubereitet). Wenn Du also wie wir mehr Gemüse und weniger Polenta isst, kannst Du die Spinatmenge getrost verdoppeln und die Polentamenge halbieren.

Bei den Zutaten sind 250 g Ricotta angegeben, die sich im Rezept nicht wiederfinden. Keine Ahnung, ob sie in den Spinat sollen, als Snack für die Köchin oder als Dessert gedacht sind. Ich rührte den Ricotta durch und kleckste ihn auf die angerichteten Teller.

Pochierte Eier mit Spinat und Polenta nach Haya Molcho

Zutaten für 4 Portionen:
Polenta nach diesem Grundrezept
Butter für das Blech, den Spinat und ggf. zum Braten
1 TL Essig
4 Eier
600 g Spinatblätter
ggf. 1 rote Chilischote, in Ringe geschnitten (ich bin 'ne Mimose, ich lasse die weg und nehme nur ein ganz kleines Prischen Cayenne)
Pfeffer
2 EL getrocknete Kranbeeren
250 g Ricotta
2–3 EL Olivenöl

Zubereitung:

Ein Backblech ausbuttern oder mit Backpapier belegen und die weiche Polenta aufstreichen. Ich bin eine faule Köchin. Ich gebe einen Berg Polenta auf einen Bogen Backpapier, lege einen zweiten oben drauf und quetsche alles mit einem großen Brett platt. Ergebnis ist eine Polentaplatte, die sich wunderbar verarbeiten lässt.

Die Polenta bei 180°C etwa 20 Minuten im Ofen backen, bis sie eine goldbraune Farbe annimmt.

Währenddessen den Spinat putzen, waschen und trockenschleudern. Etwas Butter in einem Topf erhitzen, den Spinat hinzufügen, salzen, pfeffern und etwa drei Minuten dünsten. Kranbeeren und ggf. Chiliringe zufügen und warmziehen lassen.

Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Den Essig hingeben. Die Eier jeweils in eine Tasse oder ein kleines Schälchen aufschlagen und nacheinander in das kochende Essigwasser gleiten lassen. Etwa drei Minuten kochen lassen. Mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Die Polenta aus dem Ofen nehmen, in vier Stücke schneiden und ggf. in einer Pfanne mit etwas geschmolzener Butter anbraten. Mir ist die Polenta nach Molchos Rezept dafür zu weich, ich gebe sie so auf den Teller.

Spinat und Eier auf die Polenta geben. Ricotta glatt rühren und in Nocken auf die Teller geben. Servieren.

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Sonntag, 22. Mai 2016

Szenen einer Ehe: LÜGENKRESSE!!!!einself!!!!!drölf!!!!

Er blickt über die Balkonbepflanzung: "Wassen das da für'n Glibberkram?"

Sie: "Das sollte Brunnenkresse werden. Aber das klappte nicht."

Er: "Na ja, den Brunnen haste ja schön hinbekommen. Nur das mit der Kresse klappte halt nicht."

Ich hatte schon bei der Aussaat befürchtet, dass die Samen nicht ordentlich keimen, wenn sie im Wasser schwimmen und keinen Halt in der Erde finden, aber auf dem Samentütchen stand's genau so.

Donnerstag, 19. Mai 2016

Grundrezept für weiche salzige Polenta nach Haya Molcho

Polenta haben wir viel zu selten, dabei liebe ich sie sehr. Dieses ist ein Grundrezept für weiche salzige Polenta, die sich wie Kartoffelbrei als Beilage einsetzen lässt.

Die richtige Polentazubereitung scheint kompliziert zu sein, und nach gängigen Kriterien mache ich alles falsch, was mensch falsch machen kann: Ich nehme keinen Kupfertopf (ich habe keinen Kupfertopf), ich nehme keinen Polentalöffel (ich habe keinen Polentalöffel), ja noch nicht mal einen Holzlöffel, und ich stehe nicht ständig neben dem Topf und rühre.

Trotzdem gelingt meine Polenta.

Das liegt sicher daran, dass ich einfach nicht kochen kann. 

Weiche salzige Polenta mit 'nem büschen was obendrauf. 


Grundrezept für weiche salzige Polenta nach Haya Molcho

Zutaten für 4 Portionen:

480 ml Gemüsebrühe (Wasser oder Fleischfond geht auch (bei letzterem ist die Polenta dann nicht mehr vegetarisch))
480 ml Milch
170 g Polenta, möglichst feinkörnig
1 TL Salz (plus Salz zum Abschmecken)
30 g Butter
4-5 EL geriebener Parmesan
Pfeffer

Zubereitung:

Gemüsebrühe, Milch und Salz zum Kochen bringen. Die Temperatur reduzieren und die Polenta unter Rühren einrieseln lassen. Aufpassen, dass sich keine Klümpchen bilden und die Masse nicht am Topfboden ansetzt.

Die Polenta unter gelegentlichem Rühren auf mittlerer Temperatur köcheln lassen, bis kleine Bläschen aufsteigen. Das dauert bummelig fünf bis zehn Minuten. Butter und Parmesan einrühren, mit Salz und Pgfeffer abschmecken und servieren.

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Dienstag, 17. Mai 2016

Waldmeistersirup

Vor vier Jahren kaufte ich im Supermarkt mal ein Töpfchen Waldmeister ohne so recht zu wissen, was ich damit anfangen will. Dann fuhr ich in die Reha, und der Gatte pflanzte den Waldmeister in den Garten, unter die Pfingstrosen. Dort scheint er sich ausgesprochen wohl zu fühlen, also der Waldmeister, nicht der Gatte, und ist zu einem willkommenen Bodendecker geworden. Eigentlich sollte an der Stelle Lavendel wachsen, aber der ging immer ein.

Nach zwei Jahren pflanzte ich dann auch auf der anderen Gartenseite Waldmeister - ich mag die Pflanze einfach, und es lässt sich allerhand Leckeres daraus herstellen. Zudem ist Waldmeister den Waldelfen gewidmet, und ich mag die Vorstellung, dass die Elfen der umliegenden Wäldchen des Nachts auch durch unseren Garten streifen.

Waldmeister verspricht aber auch Liebe, Schutz und Geld - das ist ja nie verkehrt. Ein Stängel Waldmeister im Portemonnaie verwahrt soll das ausgegebene Geld wieder zurück locken. Keine Ahnung, ob das klappt, aber zumindest riecht mein Portemonnaie gut.

Aus dem ganzen Waldmeister muss ja nun auch was gemacht werden. Es geht ja nicht an, dass er einfach nur faul vor sich hin wächst.

Waldmeister entfaltet sein Aroma am Besten leicht welk. Es lohnt sich also, ihn nach dem Pflücken ein paar Stunden liegen zu lassen. Du wirst schnell merken, wie der Geruch immer intensiver wird. Nach dem Blühen sollte Waldmeister nicht mehr verarbeitet werden, da der Cumaringehalt dann noch höher ist als so schon (das mit dem Cumarin nehmen aber wohl nicht alle so ernst - es gibt ein dänisches Rezept für Schnaps aus Waldmeisterblüten).

Waldmeistersirup.
Waldmeistersirup schmeckt verdünnt mit Wasser, im Sekt oder im Eis. Ich trinke ihn gerne mit Wasser verdünnt an warmen Tagen, da er entwässernd wirkt und ich dann keine dicken Beine bekomme, wenn ich die meiste Zeit des Tages sitze. Wirklich viel davon kann ich aber nicht trinken, das gibt Kopfschmerzen. Aber irgendwas ist ja immer.

Wenn Du magst, kannst Du den Sirup mit Lebensmittelfarbe grün färben. Ich kann darauf verzichten. Er schimmert auch so leicht grün, selbst verdünnt.

Waldmeistersirup

Zutaten für ca. 2 Liter:

1 kleine Hand voll Waldmeister, angewelkt
1 kg Zucker
1 l Wasser
20 g Zitronensäure

Zubereitung:

Wasser und Zucker langsam aufkochen und noch heiß über den Waldmeister gießen. Die Mischung zwei bis drei Tage an einem kühlen Ort stehen lassen. Umso länger der Sirup ziehen kann, desto intensiver wird der Geschmack (und der Cumaringehalt).

Ein Sieb mit einem Mulltuch oder einem Küchenhandtuch auslegen und den Sirup abfiltern. Die Zitronensäure zufügen, aufkochen lassen und heiß in sterilisierte Flaschen abfüllen.

Freitag, 13. Mai 2016

Rezension: Christian Henze "A Tavola! Die echte Cucina Italiana für zu Hause"

Der mehrfach ausgezeichnete Koch Christian Henze ist sicher vielen bekannt als Fernsehkoch - oder in diesem Frühjahr als Testimonial für eine Burgerbraterei.

Henze ist bekannt geworden durch Auftritte in TV-Kochsendungen wie „Kerners Köche“ oder „Promi-Kocharena“. Aktuell ist er immer freitags auf MDR im Kochblock „iss' was“ im Rahmen der Sendung „MDR ab vier“ zu sehen.

Im letzten Jahr erschien das Kochbuch "A Tavola!", mit dem der Allgäuer die italienische Küche nach Deutschland holt, im Südwest Verlag.

Der Untertitel "Die echte Cucina Italiana für zu Hause" ist dabei durchaus ernst gemeint: "A Tavola!" vermittelt jede Menge Italien-Flair und Urlaubsstimmung, die Fotos wurden aber allesamt auf dem Holunderhof im fränkischen Rittern aufgenommen.

Die Rezepte von Antipasti bis Dolci sollen die Lieblingsgerichte des Kochs sein. Dass die Zutaten, wie der Klappentext verspricht, überall erhältlich sind, stimmt so nicht ganz, zumindest, wenn man so einkaufsfaul ist wie ich und nicht beim italienischen Feinkosthändler vorbeischauen mag.

Fregola Sarda* beispielsweise bekomme ich nicht im Supermarkt, genauso wenig wie Strozzapreti*.
Überhaupt die Nudeln: Schade finde ich, dass es nicht ein Rezept zur Nudelherstellung gibt. Aber dafür gibt es ein Grundrezept für Pizzateig, das ist ja auch nicht verkehrt.

"A Tavola!*" ist eines der Kochbücher, das sogar den Gatten zum Experimentieren anregte - er aß mit Genuss Kombinationen, die er sich sonst kaum vorstellen konnte. Bislang kochten wir Nudeln mit Lachs, Scamorza und Trauben, Lachspizza mit Mascarpone und Sardellen, Kartoffelpizza mit Thunfisch, Hähnchen-Piccata mit Gorgonzola-Speck-Sauce und Omelett mit gebratenem Fenchel und Feigen. Die nachgekochten Rezepte klappten gut, selbst nach langen Arbeitstagen, wenn ich nur noch grundverpeilt bin.

Für mich sind in "A Tavola!*" im Wesentlichen Sommergerichte enthalten, was ich schade finde, denn in der italienischen Küche gibt es doch auch schöne Herbst- und Wintergerichte. Außerdem vermisse ich Schmorgerichte. Dafür gibt es Grillrezepte, was ja auch ganz schön ist.

Mein Fazit: "A Tavola!*" ist ein Kochbuch, das Spaß macht!


*Affiliate links und weitere Kochbücher von Christian Henze: