Dienstag, 29. Juli 2014

Aufgewärmt: Wassermelonensirup

Wassermelonensirup.
Der Wassermelonensirup aus dem Sommer 2011 gehört zu den am Meisten geklickten, kopierten und nachgekochten Rezepten meines kleinen Blogs.

Grund genug also, es noch mal zu machen und diesmal alle Schritte festzuhalten - damals war das Ergebnis ja eher Zufall.

Mit dem Rezept nehme ich teil am Juli-Event im Gärtnerblog.

Wassermelonensirup

Zutaten:
1 Melone, bummelig 5 kg
1 kg weißer Zucker pro Liter Melonensaft
20 g Zitronensäure pro Liter Melonensaft

Zubereitung:

Wenn Du einen Entsafter hast, kannst Du die ganze Melone verarbeiten - Schale und Kerne sind essbar. Bei Verwendung eines Entsafters also die Melone waschen, samt Schale in Stücke schneiden und entsaften.

Wenn Du wie ich keinen Entsafter hast, die Melone in Stücke schneiden, das Fruchtfleisch heraustrennen, pürieren (mit den Kernen, die sind ja essbar) und durch ein Sieb streichen.

Die Wassermelone wird durch's Sieb passiert.
Jetzt die Flüssigkeit abmessen, um festzustellen, wie viel Liter es sind. Pro Liter Melonensaft rechnest Du ein Kilo Zucker (ich nehme da am Liebsten weißen, weil der geschmacksneutral ist) und 20 g Zitronensäure.

Wassermelonensirup im Werden.
Den Saft aufkochen, Zucker und Zitronensäure dazu geben und kochen, bis alles aufgelöst ist. Dann heiß in heiße sterile Flaschen abfüllen und verschließen.

Und die Melonenschale, die übrig bleibt, wird eingelegt oder zu einem Curry.

Samstag, 26. Juli 2014

Rückblick mit Sponsored Video: Wochenplan KW 30

Erdbeertorte, vom Gatten im Kühlschrank
gebacken.
Bei der Wochenplanung am Sonnabend konnten wir uns nicht entscheiden, was wir wann essen wollen. Lust zum Einkaufen hatten wir auch nicht.

Eigentlich sollte ich ohnehin die ganze Woche mit Mudderns am Bodensee sein. Die jährliche Mutter-Tochter-Geburtstagsreise wurde allerdings kurzfristig storniert, da Mudderns Keller wieder mal geflutet wurde.

Also verbrachte ich die Woche mit einem Bausachverständigen, einem Bautrockenleger (oder wie auch immer der Beruf von einem heißt, der Bauten trocken legt), einem Rechtsanwalt und der psychosozialen Betreuung einer aufgelösten Mutter. Der Gatte meinte Mitte der Woche, ich sähe nach zwei freien Tagen gestresster aus als nach vier Wochen Vertretungsdienst.

Jetzt ist alles auf den Weg gebracht, und wenn der Herr nicht noch unerwartet viel Hirn wirft, sehen sich Mudderns und ihre Nachbarn vor Gericht wieder - wenn man über 50 Jahre nebeneinander wohnt, hat man viel Zeit, Feindbilder aufzubauen anstatt sich darum zu kümmern, wie die Häuser wieder trocken werden.

Da wir nicht wussten, wie sich die Woche entwickelt, und keine Lust zum Planen hatten, gab es eine unsortierte Folge von Gerichten: Fischpäckchen mit Senfkartoffeln / Rote Grütze / Cheeseburger / Frikadellen mit Kartoffelstampf und Gemüse / Erdbeer-Melonen-Kaltschale / Bickbeersuppe. Und Ravioli wollte ich auch noch machen, hatte ich doch beim Kaffeeröster zwei Gebisspressen* gekauft ...

Baustellen-Piña Colada mit passend
gekleidetem Gatten.
In der Praxis sah unsere Woche dann so aus:

Sonnabend machte der Gatte wie geplant Fischpäckchen mit Senfkartoffeln. Die Reste wollte ich Sonntag essen, aber bei der Hitze reichten mir Rohkostsäfte und die Torte, die der Gatte buk.

Montag gab's Cheeseburger.

Dienstag hatte ich Zeit, die Gebisspressen* auszuprobieren und machte mit Tomaten und Scamorza gefüllte Ravioli mit Estragon-Butter.

Mittwoch gab's ebenfalls Nudeln, diesmal aber wieder gekaufte, mit Tomaten-Mozzarella-Sauce - ein schnelles Resteessen.

Donnerstag befand der Gatte, es sei kühl genug für Rostbratwürstchen, Kartoffeln und Sauerkraut. Ich hatte schon mit einem seiner Spontaneinkäufe gerechnet, allerdings eher damit, dass er seinen geliebten Kauf-Kartoffelsalat anschleppt. Ja, doch, in diesem Haushalt gibt es Fertigsalate, allerdings selten zum Abendbrot wie in der aktuellen Kampagne von Popp**, sondern zum Wochenendfrühstück.

Freitag gab's wieder Resteverwertung: Von vorgestern blieben Kartoffeln übrig, von Montag ein Eisbergsalat, und im Tiefkühler waren noch Würstchen. Daraus wurden Bratwürstchen mit Bratkartoffeln und geschmortem Eisbergsalat.

In der kommenden Woche werde ich wohl oder übel im Büro Mittagspause machen müssen und bin auf der Suche nach Rezepten mit Bulgur, Couscous, Melone und Beeren - Bulgur und Couscous kann ich schnell frisch brühen, das Obst fertig geschnibbelt von Zuhause mitnehmen. Wenn Du also Ideen für mich hast, freue ich mich über einen Kommentar.

Ansonsten werde ich mal wieder schauen, was sich eigentlich alles im Tiefkühler und im Vorratsschrank verbirgt. Und der Gatte will einiges aus dem aktuellen Diabetes-Ratgeber kochen. Vielleicht schaffen wir es auch heute noch auf den Markt.

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Freitag, 25. Juli 2014

Rezension: Die brennende Frau

Die brennende Frau (Front-Cover) Aus dem Verlagstext: „Dreißig Jahre hat Richard in Brasilien auf diesen Moment gewartet. Jetzt ist der Mord, der ihm angelastet wurde, verjährt. Ein Mord, den er nicht begangen hat. Richard will endlich die Wahrheit ans Licht bringen und zurück in die Öffentlichkeit treten. Denn in Gedanken war er immer bei ihnen: Bei den Menschen, die ihn beschuldigten. Bei den Menschen, die er liebte. Bei Helene, der brennenden Frau.“

Die in Hamburg lebende Autorin und TV-Produzentin (zum Beispiel der Kieler „Tatorte“) Danela Pietrek legt mit dem Buch „Die brennende Frau“ ihren zweiten bei books2read erschienen Krimi vor, den ich für Blogg dein Buch rezensieren durfte. Vielen Dank für diese Möglichkeit!

Die Geschichte, die sich hinter dem Titel verbirgt, setzt sich wie ein Mosaik, wie ein Flickenteppich zusammen. Jeder aus Richards Umfeld trägt etwas aus seiner Perspektive dazu bei. Nur der Leser hat am Schluss ein Gesamtbild – vielleicht ... Das Ende ist jedenfalls überraschend.

Wir begegnen Richard, seiner Frau Helene, die eine geradezu magische Verbindung zu Feuer hat, ihrer Tochter, seinem Bruder und dessen Frau mit ihrem Sohn, Richards Geliebter Tosca und ihrer italienischen Familie. Sie alle fällten vor Jahren Entscheidungen, die sie immer wieder einholen, die sie auf ihnen unbekannte Weise miteinander verbinden.

Mord und Totschlag, Nervenkitzel und Gänsehaut wird die geneigte Leserin vergeblich in Pietreks Buch suchen. Für Spannung sorgt hier das Leben selbst: Welche Konsequenzen haben die Entscheidungen, die wir, manchmal in Sekundenbruchteilen treffen (müssen), für uns und unsere Mitmenschen? Ist es richtig, zu schweigen, um einen geliebten Menschen zu schützen? Oder ist schonungslose Offenheit die richtige Wahl?  

Mit 12 Kapitel auf 145 Seiten ist „Die brennende Frau“ ein eher kurzer Krimi, bei dem die Handlung aber nicht zu kurz kommt. Pietrek weiß die Worte gut zu wählen und zu setzen, so dass das Lesen Spaß macht. Nach jedem Kapitel ergeben sich neue Möglichkeiten, wie der schicksalhafte Abend, der Richard zur Flucht nach Brasilien trieb, abgelaufen sein könnte.

Wer sich auf eine Geschichten mit vielen Protagonisten einlassen kann, wer sich darauf einlassen kann, auch mal das Gefühl zu haben, den Faden verloren zu haben, wird am Ende mit einer melancholisch-dramatischen Geschichte belohnt – und der Erkenntnis, dass manchmal Schicksale enger miteinander verwoben sind, als es auf den ersten Blick scheint.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Übern Tellerrand: Isas Gyrosschichtbraten mit Joghurtsoße und Pommes

Isa von "Meine Kochseite"
Hallo,

ich bin Isa von "Meine Kochseite" und darf heute bei Hamburg kocht! "gastbloggen".

Na gut, wer bin ich?

Eine Frau, Jahrgang 1966, verheiratet, geboren in Niedersachsen, Hamburg-Liebhaberin, Ostdeutsche-Küche-Genießerin, Bayern mögende, Ostsee erfahrene, Nordsee liebender Syltfan, Fastfood- Genießerin, in der Kurpfalz lebende Rezeptliebhaberin und Versuchsköchin.

Bloggen ist neu für mich und ich habe einige Zeit überlegt, was ich Euch aus meiner Küche anbieten könnte. Das ist nicht so einfach, tausend Ideen die verworfen wurden, und dann, ja, das sollte es werden.


Mein Mann und ich lieben griechisches Essen, besonders Gyros .....
Aber immer außer Haus essen iss ja auch nix und deshalb haben wir nach Alternativen gesucht und eine hat unseren Speiseplan wirklich enorm erweitert: Mein Gyrosschichtbraten, den wir mittlerweile in vielen Variationen ausprobiert und genossen haben.



Diese Variante, die ich euch vorstellen möchte, ist unser Platz 1.


Gyrosschichtbraten mit Joghurtsoße und Pommes

Diese Zutaten benötigt man für den Gyrosschichtbraten:

1,5 kg Schweinenacken
250 gr. Zwiebeln
50 gr. Gyrosgewürz
50 ml Rapsöl

Den Schweinenacken vom Metzger in dünne Scheiben schneiden lassen, nicht dicker als Rouladen (eher noch etwas dünner, eventuell kann man auch noch mit dem Fleischklopfer nachhelfen).

Die Zwiebeln in feine Scheiben schneiden (geht gut mit der Brotmaschine oder dem Gemüsehobel).

Das Gyrosgewürz mit dem Öl mischen.

Ein Blech oder eine Auflaufform einfetten oder mit Backpapier belegen und die erste Scheibe Fleisch hineinlegen, mit der Gyrosgewürzmarinade bestreichen und dann wieder Fleisch, Gyrosmarinade und eine Schicht Zwiebeln.

Dies jetzt immer wiederholen, bis alle Fleischscheiben verbraucht sind.

Dann die Scheiben mit Rouladenpieksern fixieren, damit sie nicht auseinanderrutschen.

Das Ganze sollte ca. 1,5 Stunden bei 180°C in die Röhre

Die Dönersoße gehört für uns dazu, sie ist ein guter Tzatziki-Ersatz und schmeckt auch zu diversen anderen Fleischspeisen.

Für die Joghurtsoße braucht man diese Zutaten:

250 gr. Joghurt 10% Fett
125 gr. Mayonaise
1 Teel. frisch gemahlener Pfeffer
1 Eßl. gehackte Petersilie
1 Teel. Dillspitzen
1 gestrichener Teel. Zucker
Salz

Die Zubereitung ist easy und schnell erledigt: Alle Zutaten zusammenrühren, gut durchziehen lassen. Nochmal abschmecken.

Für die Pommes braucht man festkochende Kartoffeln. Die Kartoffeln schälen und mit einem Kartoffelschneider in Stäbchen schneiden (oder die Kartoffel erst in ca. 1 cm dicke Scheiben und diese dann in 1 cm dicke Stifte schneiden).

Pommes werden in Belgien in Rinderfett gebacken, die „in“ Sorte nennt sich Blanc de Boeuf. In Deutschland ist sie mir noch nicht aufgefallen weshalb ich meine Pommes in ganz normalem Rapsöl frittiere.

Die Pommes werden knapp 8 Minuten bei 160 Grad vorgebacken. Dabei werden sie weich und bekommen je nach Vorbehandlung mehr oder weniger Farbe.

Werden die Pommes vorab abgewaschen, fehlt schon mal ein wenig Stärke und sie nehmen nicht so viel Farbe wie auf dem Bild zu sehen. Ich mag das jedoch, daher wurden sie nicht vorher abgewaschen. Sie bekommen dadurch auch einen leicht süßlichen Touch (mag auch ein wenig Einbildung sein von wegen Stärke/Zucker usw).

Dann sollten sie einige Zeit liegen aber, so dass das überschüssige Fett noch ablaufen kann. Expertenzungen behaupten, das darf auch schon mal einen halben Tag oder länger sein. Optimal wäre es sie morgens bereits vorzufrittieren und dann im Kühlschrank bis abends zu lagern.

Dann bei 180 Grad bekommen sie in nur wenigen Minuten, wirklich nur wenige Minuten (in meinem Fall zwei) ihre endgültige Farbe und werden außen schön kross.

Da man langsam eine große Menge vorher vor frittiert hat und dann wirklich nur wenige Minuten braucht, werden die bereits fertigen auch nicht wirklich kalt und man bekommt, wenn man möchte, auch gleich eine ordentliche Menge auch bei einer kleinen Fritteuse auf den Tisch.

Optimal ist jedoch eine größere Fritteuse Richtung 4 Liter. Der schlimmste Fehler, den man machen kann ist, zu viel Pommes in zu wenig Öl in einer leistungsschwachen Fritteuse frittieren zu wollen. Da sinkt die Temperatur so schnell ab und krosse Pommes sind fast unmöglich. Auch saugen sie sich so mit Fett richtig voll was ja wohl niemand wirklich essen möchte.

übern Tellerrand

Dienstag, 22. Juli 2014

Übern Tellerrand: Hamburger Rote Grütze von der Hamburger Deern

Heute ist Christin, eine echte Hamburger Deern, in meinem kleinen Blog zu Gast.

Sie schreibt:

"Liebe Sabine,

als ich Deinen Aufruf nach einem Gastblogger hörte, war ich ganz schnell Feuer und Flamme und freue mich sehr Dir und Deinen Lesern hier eines meiner Lieblingsrezepte vorzustellen. Noch mehr freute ich mich allerdings, als ich hörte, dass das Rezept saisonal und tütenfrei sein sollte. In Ergänzung dazu habe ich die Attribute 'regional' und 'original' obendrauf gepackt.

Ich muss vorab sagen, dass ich eine absolute Heimat-Patriotin bin. In meinen Adern fließt glaub ich nix anderes als Alsterwasser und ich kann nicht mit irgendwelchen coolen, exotischen Vorfahren dienen. Nicht einmal aus Niedersachsen oder Schleswig-Holstein.

Weiterhin liebe ich Beeren - jeder Art. Und Kirschen, aber die kann ich roh nicht essen - aber kochen und backen. Und das tu' ich auch!

Um also Deine und meine Wünsche unter einen Hut zu bekommen, habe ich mich für die Hamburger Rote Grütze entschieden. Die ist für mich eine absolute Kindheitserinnerung und ich verbinde damit (außer Hamburg) heiße Sommermittage nach der Schule an denen ich mit meiner Mama auf der Terrasse saß und Rote Grütze mit eiskalter Vanillemilch gelöffelt habe.

Die meisten kennen die Rote Grütze nur als Nachtisch, zugepampt mit dicker Vanillesauce. Warum verstehe ich bis heute nicht, da muss irgendwas schief gelaufen sein, denn traditionell wird sie mit Vanillemilch oder -sahne gegessen. Und das nicht unbedingt nur als Nachtisch.

Nur zu gerne würde ich Dir jetzt ein altes, gut behütetes Familienrezept verraten, aber leider muss ich gestehen, dass es weder bei meinen Großeltern noch bei meinen Eltern die hausgemachte Variante nach alter Tradition gab, sondern die schnöde (aber trotzdem leckere) Variante aus Tüte oder Glas. Für mich kommt das heute aber irgendwie nicht mehr in Frage, denn die Rote Grütze von heute schmeckt irgendwie anders als damals - wie das meistens so ist. Und daher hab ich mir einfach meine eigene Variante gesucht. Zum Glück gibt es nämlich DAS Originalrezept der Roten Grütze nicht. Jeder macht sie anders.

Also, genug geschnackt, hier jetzt mein Rezept. Ich wünsche Dir und allen Lesern viel Spaß beim Nachkochen und einen tollen Sommer!

Liebe Grüße
Christin"

Wie schön - ich liebe Rote Grütze! Bei uns gab es sie im Sommer selbstgemacht, mit Sauerkirschen vom eigenen Baum, die vorher von Mudderns mühevoll entsteint wurden - nicht nur 300 g, sondern die komplette Ernte, denn die Kirschen wurden eingeweckt.

Und wie Christin aß ich sie am Liebsten zum Mittagessen - Vadderns ist Hamburger, der wusste natürlich, dass Rode Grüt eine Hauptmahlzeit ist, kein Dessert. Oft gab's das Mittagessen auch auf der Terrasse - nein, nicht unterm Kirschbaum, denn am dem hing meine Schaukel, da war kein Platz zum Sitzen, aber im Schatten einer riesigen Hemlocktanne. Vadderns war zudem mittags meistens zu Hause, denn als Selbstständiger konnte er sich seine Arbeitszeit frei einteilen.

Hier nun aber das köstliche Rezept von Christin für Hamburger Rote Grütze

Zutaten:

300 g rote Johannisbeeren
300 g schwarze Johannisbeeren
300 g Sauerkirschen
300 g Himbeeren
1 Vanilleschote
1 kleine Zitrone
1/2 l roter Johannisbeer- oder Kirschsaft
4-6 EL Speisestärke
50 g Zucker
250 g Schlagsahne oder Milch

Zubereitung:

Früchte, bis auf die Himbeeren, abspülen, trocken tupfen und putzen.
Himbeeren verlesen. Johannisbeeren von der Stielen abstreifen, Kirschen entkernen.

Die Vanilleschote aufschneiden, Mark herauskratzen und beiseite stellen.

Zitrone heiß abspülen, Schale mit einem Sparschäler als langen Streifen abschälen. Die Vanilleschote, Zitronenschale und den Fruchtsaft aufkochen.

Die Stärke und 3 bis 5 EL Wasser glatt rühren, in den kochenden Fruchtsaft gießen und kräftig rühren. Nochmals aufkochen, dabei immer schön rühren, damit es nicht klumpt. Dann die Früchte dazugeben, unterrühren. Vom Herd nehmen und mit dem Zucker abschmecken.

Die Grütze abkühlen lassen und kalt stellen.

Wenn sie dann richtig schön kalt ist, in kleinen Schüsseln (als Nachtisch) oder tiefen Tellern (als Mittagessen) servieren (aber vorher die Vanilleschote und die Zitronenschale entfernen!)

Wer die Grütze mit Sahne mag, verrührt einfach die Sahne mit dem Mark der Vanilleschote und gießt diese dann über die Grütze, sobald diese in de Schüsseln/Tellern ist. Alternativ kann man auch statt der Sahne (Vanille)milch nehmen - so wurde sie bei uns traditionell gegessen.

Dieser Beitrag gehört zur Reihe "Übern Tellerrand".

übern Tellerrand

Sonntag, 20. Juli 2014

Szenen einer Ehe: Bier her, Bier her ...

Bei der Wochenplanung.

Sie: "Bei den aktuellen Temperaturen möchte ich am Liebsten nur Kaltschalen machen."

Er, hoffnungsfroh: "Gerstenkaltschale?!"

Samstag, 19. Juli 2014

Rückblick: Wochenplan KW 29

Ikarimi-Rücken-Loin im Wasabi-Nori-Mantel.
"Also, zuerst klären wir mal, an welchen Tagen du nicht da bist", leitete der Gatte die Wochenplanung ein.

"Ich bin an allen Tagen da, habe nichts vor", antwortete ich.

"Wie? Das geht doch nicht!"

Doch, doch, ich muss nicht jede Wochen fremdessen, auch wenn der Gatte das manchmal denkt.

Diese Woche hatte ich Spätdienst, gleichzeitig aber Kochlust. Also musste es Gerichte geben, die schnell gehen oder gut vorzubereiten waren. In der Theorie klappte es besser als in der Praxis.

Übrigens: In meinem achtwöchigen Vertretungsdienst ist Halbzeit *tschakka* Bald ist es geschafft, und ich habe wieder normalen Dienst.

Diese Woche waren zumindest in meinem Arbeitsbereich die Ferien auch deutlich spürbar - bei Kollegin II am Schreibtisch gegenüber geht's hingegen unvermindert stressig weiter. Sie muss aber nur noch eine Woche durchhalten, dann hat sie Urlaub (und ich habe das Vergnügen, sie zu vertreten).

Ich selbst bin auch mehr als urlaubsreif, aber außer Pläneschmieden und Food Guides oder Blogs lesen geht momentan nichts. Ich möchte nächstes Jahr endlich zum Koningsdag nach Amsterdam*, nachdem ich den Koninginnedag so oft verpasste.

Der Abendbrottisch vom
Sonnabend, noch weitgehend leer.
Unsere London*-Liste ist inzwischen so lang, dass sie sich in diesem Leben kaum noch abarbeiten lässt, Berlin wurde mehrfach verschoben, ebenso Wien, und Barcelona* wäre auch mal wieder schön. Im Moment gilt aber nur eines: Durchhalten!

Hier jetzt aber unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend kamen liebe Gäste, darunter einer, der gerade in Hamburg urlaubt, weil es hier kühler ist als in seiner derzeitigen Heimat Abu Dhabi - das war zumindest der Plan. Inzwischen ist es ein runnig gag.

Es gab Ikarimi-Lachs / Edamame / Mango-Edamame-Salat / Tomatensalat mit Garnelen / Matcha-Eis mit Himbeeren und viele, viele bunte, fruchtige Sommerdrinks mit und ohne Alkohol.

Sonntag wollte ich Salatreste mit Reststeak essen, hatte aber keinen richtigen Hunger mehr, nachdem wir spät frühstückten und der Gatte Mango-Himbeer-Törtchen machte. Salat- und Steakreste wurden Montag Büro-Mittagessen.

Montag gab's Zucchinisalat mit Grillwürstchen - und einen maladen Gatten.

Dienstag sollte es Rumfort-Pizza geben, und der Gatte wollte den Pizzateig zubereiten - er war ja zu Hause und hatte Zeit. Allerdings las er das Rezept nicht zu Ende.

Als ich abends nach Hause kam, fand ich nur ein Mehl-Salz-Gemisch mit einer Kuhle für die Hefe vor - der Gatte dachte, 25 Minuten reichen, um den Teig gehen zu lassen und befand, es wäre doch kein Problem, erst gegen halb acht mit dem Teig anzufangen. Dusseliger weise sollte der Teig 70 Minuten gehen - mindestens.

Tischdeko von letzten Sonnabend.
Ich hatte Hunger und war entsprechend schlecht gelaunt, also zauberte der Gatte Würstchengulasch mit Nudeln - die eigentlich für Freitag geplanten Rumfort-Nudeln.

Mittwoch sollte es Gnocchi-Salat mit Birnen geben. Der Gatte war allerdings schon wieder malad und zu Hause. Diesmal las er das Pizzateigrezept bis zu Ende, und als ich abends heim kam, erwartete mich ein wunderbar gegangener Teig.

Donnerstag war Schnitzel mit Kartoffelsalat Berliner Art geplant, aber es war noch Pizza da.

Da es die für Freitag geplanten Rumfort-Nudeln schon am Dienstag gab, machte ich gestern das Mittwochsgericht: Gnocchi-Salat mit Birnen und Pecorino.

Heute will der Gatte Fischpäckchen mit Senfkartoffeln und Gemüse zubereiten - er kennt da trotz der Hitze keine Gnade. Für die kommende Woche wünscht er sich Frikadellen, Cheeseburger und Würstchen mit Sauerkraut und Kartoffelstampf. Ich wünsche mir Kaltschalen und Rote Grütze.

Mal schauen, wer sich durchsetzt.

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