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Freitag, 8. Januar 2021

Saftiger Apfel-Mohn-Kuchen (glutenfrei)

Ich bemühe mich ja wirklich, ketogen / Low Carb zu zu essen. Mit diesem Kuchen wäre es mir fast gelungen: Er enthält kein böses Mehl, viel Eier und Butter - perfekt keto. Wäre da nicht der Zucker ... 

Ich tue mich mit Zuckeraustauschstoffen schwer, denn gegen viele bin ich allergisch. Da bekomme ich Hals, buchstäblich, denn der schwillt mir dann zu. Deswegen verwende ich stur Zucker, wenn auch normalerwiese stark reduziert. 

Apfel-Mohn-Kuchen.

Saftiger Apfel-Mohn-Kuchen (glutenfrei)

Zutaten für eine 26er Springform:
6 - 8 säuerliche Äpfel (Menge je nach Größe)
200 g weiche Butter
200 g Zucker
6 Eier
80 ml Milch
250 g Mohn
100 g gemahlene Mandeln (Mandelmehl), ggf. etwas mehr
1 Zitrone, die Zesten davon
1/2 Vanilleschote, das Mark davon

Zubereitung:

Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und die Früchte würfeln.

Butter und Zucker schaumig schlagen. Nach und nach die Eier dazugeben, alles verrühren, dann die Milch. Mohn und Mandelmehl vermischen und unter den Teig ziehen. Wenn der Teig zu flüssig ist, mehr Mandeln unterheben. Zitronenzesten und Vanillemark dazugeben, dann die Apfelstücke unterheben.

Teig in eine Springform füllen und bei 165°C (Umluft) etwa 50 bis 60 Minuten backen.

Quelle: Zeit-Magazin, 15.11.2018

Freitag, 27. November 2020

Glutenfreier Apfelkuchen aus dem Glas

Mudderns Gesellschafterin hatte Geburtstag, und normalerweise wären die beiden aus diesem Anlass konditorn gegangen. Vermutlich hätte ich mir den Vormittag frei genommen und wäre dazu gekommen, und dann hätten wir es uns im Café Paradies gut gehen lassen (und einen Blick auf die Ausstellung von Teena Leitow geworfen). 

Glutenfreier Apfelkuchen aus dem Glas vor Äpfeln aus Mudderns Garten.

Aber die Zeiten sind nicht normal, und so buk ich wieder einmal Kuchen im Glas, denn selbst der Bäcker, bei dem die beiden sonst einkehren, verkauft ja momentan nur zum Mitnehmen. Ich hatte die Hoffnung, die beiden könnten sich einen Kaffee holen und sich ein gemütliches Plätzchen suchen, um den Kuchen direkt auf dem Glas zu löffeln, aber leider regnete es an dem Tag in Strömen ... 

Dieser Beitrag geht rüber zum Freutag. Vielen Dank für's Sammeln!

Glutenfreier Apfelkuchen aus dem Glas

Zutaten für 4 - 6 Sturz-Form-Gläser (à 290 ml Inhalt):

125 g weiche Butter
100 g weißer Zucker
1 EL Vanille-Zucker
1 Prise Salz
3 Eier
200 g Mandelmehl (gemahlene Mandeln)
2 gestrichene TL Backpulver (glutenfrei)
2 EL Milch
3-4 Äpfel, je nach Größe auch mehr oder weniger

Zubereitung: 

Gummiringe in kaltes Wasser legen. 

Butter geschmeidig rühren. Nach und nach Zucker, Vanille-Zucker und Salz unter Rühren hinzufügen, bis eine gebundene Masse entsteht. Jedes Ei etwa ½ Minute auf höchster Stufe unterrühren. Mandelmehl mit Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch in 2 Portionen kurz unterrühren.

Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und die Früchte würfeln. Unter den Teig heben.

Gläser buttern und den Teig gleichmäßig auf 6 Gläser verteilen. Glasränder säubern und Gläser auf dem Blech in den Backofen schieben. Bei 160°C (Umluft) etwa 35 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Nach dem Backen je einen nassen Gummiring auf die Innenseite eines Glasdeckels legen und den Deckel mit 2-3 Klammern am Glas fixieren. Gebäck in den verschlossenen Gläsern auf einem Kuchenrost erkalten lassen.

Die Kuchen halten etwa 2 Wochen.

Quelle

Freitag, 8. Mai 2020

Mohnie aka Mohn-Brownie

Von der Weihnachtsbäckerei war noch ein Paket Dampfmohn übrig. Daraus wurde ein Kuchen, bei dem sich der Gatte endlich mal nicht über zu wenig Mohn beschwerte.

Mohn-Brownie
Mohnie (Mohn-Brownie)

Zutaten für eine 26er-Springform:
200 g Dampfmohn
100 g Mandeln, gemahlen
100 g Zartbitter-Kuvertüre oder Blockschokolade, gerieben
250 g Butter, weich
130 g weißer Zucker
4 Eier
1 Orange, die Schale davon
3 EL Rum
ggf. Puderzucker

Zubereitung:
Springform mit Backpapier auslegen und sicherheitshalber mit etwas Alufolie umhüllen, da die Butter raustropfen kann.

Die Eier trennen. 30 g Zucker und Eigelb zu einer cremigen Masse aufschlagen. 20 g Zucker zusammen mit dem Eiweiß zu Schnee schlagen.

Butter mit 80 g Zucker und Orangenschale cremig rühren. Nacheinander die Eigelb-Zucker-Masse zugeben und gut unterrühren. Den Eischnee unter die Buttermasse heben.

Dampfmohn, Mandeln und Schokolade in einer Schüssel gründlich vermischen und mit dem Rum unter die Buttermasse heben.

Den Teig in die Form füllen und glatt streichen. Den Kuchen bei 160°C (Umluft) ca. 40 Minuten backen.

Nach dem Auskühlen aus der Springform nehmen und ggf. Puderzucker darübersieben.

Quelle

Sonntag, 5. April 2020

#WMDEDGT 4/20-Rezept: Rüebli-Kuchen aus dem Glas

Kuchen aus dem Glas hielt ich bislang für herzlich überflüssig. Als aber klar war, dass wir Mudderns aufgrund der Corona-Krise Ostern nicht besuchen können, war das die beste Möglichkeit, um ihr in einem kleinen Osterpaket Rüebli-Kuchen zu schicken.

Rüebli-Kuchen aus dem Glas und aus der Springform.



Und wo ich schon mal dabei war, bekam auch die fast 90jährige Tante gleich ein Paket. Sie wohnt ja in Bayern, kann in diesem Jahr nicht wie sonst zwei Mal im Jahr für einige Wochen zu uns kommen und soll wissen, dass sie vermisst wird.

Im Vorrat fanden sich nach einigem Kramen zwei 375 ml-Sturzgläser, aber dann stellte sich heraus, dass Mudderns Gesellschafterin Gründonnerstag zu ihr kommt, und sie soll natürlich auch einen Kuchen bekommen. Die Beschaffung des fehlenden dritten Glases stellte mich vor Probleme. Im Vorrat war keines mehr. In Super- und Drogeriemarkt gab's keine. Haushaltswarenläden sind geschlossen. Aufgrund der aktuell längeren Lieferzeiten konnte ich keine bestellen.

Rüebli-Kuchen aus dem Glas schmeckt auch aus der Springform.
Zum Glück hatte ich einen Dienst-Termin bei einem Künstler, dem ich beim privaten Pausenplaudern von meinem Dilemma erzählte. In seinem Regal leerer, auf ihren Einsatz wartender Farbgläser fand sich ein sauberes Glas samt Deckel. Das wurde dann mit den anderen beiden Gläsern im Ofen sterilisiert - Problem gelöst. Die vierte Portion buk ich in einer kleinen Springform.

Rüebli-Kuchen aus dem Glas

Zutaten für 4 Weck-oder Schraubdeckel-Gläser à 500 ml (hier: 3 Schraubdeckelgläser à 375 ml und eine 20er Springform):

400 g  Wurzel (Karotten, Möhren, Rüebli)
6 Eier
1 Prise Salz
100 g brauner Zucker
50 ml Rapsöl
50 g weißer Zucker
1 TL Zimt
1/2 Päckchen Backpulver
2 EL Vanillezucker
200 g Mandeln, gemahlen
50 g Speisestärke

Außerdem: Öl oder Butter zum Ausfetten der Gläser

Zubereitung:

Wurzeln schälen und fein raspeln.

Eier trennen. Eigelbe, braunen Zucker, Salz und Rapsöl mindestens 5 Minuten sehr cremig aufschlagen. Eiweiße mit 1 Prise Salz steif schlagen, weißem Zucker einrieseln lassen und 2 Minuten weiterschlagen.

Mandeln, Backpulver, Stärke, Vanillezucker und Zimt mischen, mit den Wurzelraspeln unter die Eigelbmasse rühren. Ein Drittel des Eischnees unterrühren, den Rest mit einem Spatel vorsichtig unterheben.

4 sterilisierte Gläser à 500 ml Inhalt gut ausfetten. Teig in die Gläser füllen. Im Ofen bei 160°C (Umluft) auf
 der untersten Schiene 35 – 40 Min. backen. Aus dem Ofen nehmen und je nach Glas sofort mit Deckeln, Gummiringen und Klammern oder Schraubdeckel verschließen. Gläser auf einem Gitter abkühlen lassen.

In verschlossenen Gläsern soll sich der Kuchen drei bis vier Wochen halten. Hier wurde er quer durch die Republik verschickt, um Ostern gegessen zu werden, musste also keine zwei Wochen halten.

Quelle / *Affiliate links

Mittwoch, 1. April 2020

Kartoffelcurry nach Tanja Grandits und Magentratzerl

In der letzten Woche gab's dieses Kartoffelcurry, das schnell gekocht ist, weil wir normalerweise alles im Vorrat haben. Normalerweise, weil: Das, was ich beim Blick in den Vorratsschrank für ein Pfund rote Linsen hielt, entpuppte sich als Adzukibohnen. Ich nahm Berglinsen, die etwas länger kochen als die im Rezept verlangten roten Linsen.

Kartoffelcurry.
Den gerösteten Buchweizen ersetzte ich durch geröstete Sonnenblumenkerne, denn die waren im Froster. Für den Buchweizen hätte ich raus müssen, und dieses Draußen ist ja momentan nicht so angesagt. Alternativ zum Buchweizen ginge Amaranth, aber auf den reagiere ich allergisch.

Kartoffelcurry

Zutaten für 4 Portionen:

1 Schalotte
2 Zehen Knoblauch
3 EL Rapsöl
500 g Kartoffeln
400 g Kirschtomaten
200 g rote Linsen
1 TL Currypulver
1 TL gemahlener Piment
1 TL Paprika edelsüß
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
Salz
Pfeffer
2 EL schwarze Senfkörner
etwas frisch geriebene Muskatnuss
einige Zweige Thymian
400 ml Gemüsebrühe
400 ml Kokosmilch
1-2 Spritzer Agavendicksaft
4 EL Buchweizen oder Sonnenblumenkerne

Zubereitung:

Schalotte und Knoblauch schälen und fein würfeln. Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Tomaten vierteln. Linsen in ein feinmaschiges Sieb geben, abbrausen und abtropfen lassen. Thymian zupfen und die Blättchen hacken.

Öl in einem großen Topf erhitzen und Zwiebel und Knoblauch darin glasig anbraten. Alle Gewürze zugeben und mitrösten, bis es duftet. Kartoffeln, Linsen und Tomaten zugeben. Salzen, Gemüsebrühe und Kokosmilch angießen und alles ca. 20 min köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.

In der Zwischenzeit Sonnenblumenkerne bzw. Buchweizen in einer Pfanne trocken rösten.

Das Curry mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem gerösteten Buchweizen bestreut servieren.

Quelle / Affiliate links zu Kochbüchern von Tanja Grandits:

Mittwoch, 4. März 2020

Einfache Mandelhörnchen

Mandelhörnchen gehen bei uns immer. Meistens kaufen wir sie beim Bäcker, wohlwissend, dass die Marzipanmasse selten tatsächlich aus Mandeln besteht, sondern im besten falle aus Persipan, gemahlenen Pfirsichkernen, oder gar aus aromatisiertem weißen Bohnenmus.

Mandelhörnchen im Rudel.
Bei selbstgemachten Mandelhörnchen kann ich mir hingegen sicher sein, dass Marzipan enthalten ist, und schnell gemacht sind sie auch. Gute Marzipan-Rohmasse enthält übrigens über 50% Mandeln. Dann kann man auch auf Bittermandelaroma verzichten.

Einfache Mandelhörnchen

Zutaten für etwa 10 Stück:
400 g Marzipan-Rohmasse
160 g Puderzucker
1 Eiweiß
100 g gehobelte Mandeln
200 g dunkle Kuvertüre

Zubereitung:

Marzipan-Rohmasse reiben und in eine Rührschüssel geben. Puderzucker und Eiweiß hinzufügen und alles mit dem Mixer gut verrühren.

Etwa Portionen abstechen, zu Rollen formen, in den gehobelten Mandeln wälzen und zu einem Hörnchen geformt auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech legen. Hörnchen etwas flach drücken und bei 160°C (Umluft) etwa 15 Minuten backen, dann mit dem Backpapier auf einen Kuchenrost oder ein kaltes Bratrost ziehen und erkalten lassen.

Kuvertüre grob zerkleinern und im Wasserbad bei schwacher Hitze schmelzen. Die Enden der Hörnchen eintauchen und auf Backpapier fest werden lassen.

Donnerstag, 13. September 2018

Kokosmehl und Kokosmilch aus Kokosraspel

Inzwischen gibt es ja so viele unterschiedliche Mehle, da kommt 'ne alte Frau gar nicht mehr hinterher, zumal, wenn sie ihr Mehl normalerweise im Supermarkt kauft.

Als ich jüngst für ein Rezept Kokosmehl* brauchte, dachte ich, das wären einfach Kokosraspel. Weit gefehlt! Normalerweise hätte ich das Mehl gekauft, aber in den Geschäften um den Acker herum war's auf die Schnelle nicht zu finden, selbst beim normalerweise gut sortierten Budni. Ich brauchte es schnell, und Kokosraspel hatte ich in großer Menge, also machte ich das Mehl kurzerhand selbst.

Kokosmehl.
Kokosmehl und Kokosmilch aus Kokosraspel

Zutaten für ca. 50 g Mehl und ca. 400 ml Kokosmilch

100 g Kokosraspeln
500 ml kochendes Wasser
1 Haarsieb*, Passiertuch* oder Kaffeefilter

Zubereitung:

Wasser über die Kokosraspeln geben, alles gut durch rühren und für 20 Minuten stehen lassen. Wenn die Kokosflocken gequollen sind, die ganze Masse ca. 2 Minuten mit einem Pürierstab auf höchster Stufe mixen, für 5 Minuten ruhen lassen und noch einmal eine Minute mixen.

Das Passiertuch in ein Haarsieb über eine Schüssel legen, die ganze Masse einfüllen und dann das Wasser gut ausdrücken. Die Flüssigkeit auffangen, abfüllen und beiseite stellen.

Für das Mehl die Reste aus dem Passiertuch auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 60°C (Umluft) trocknen lassen. Dabei den Ofen einen Spalt offen lassen. Nach ca. 2 Stunden sollte alles gut trocken sein - ich schalte den Ofen aus lasse das Mehl nach Möglichkeit über Nacht drin. Das Kokosmehl noch mal in den Mixer geben, damit es feiner wird.

Trocken gelagert, sollte sich das Mehl etwa vier Wochen halten. Die Kokosmilch sollte sich etwa vier Tage im Kühlschrank halten. Ich verbrauche beides normalerweise sofort.

Quelle
* Affiliate links


Dienstag, 11. September 2018

Pfirsich-Maracuja-Quark-Muffins / Käsekuchen-Muffins

Im Kühlschrank dümpelte ein großer Topf Pfirsich-Maracuja-Quark vor sich hin, auf den niemand so recht Appetit hatte. Was liegt da näher, als ihn zu verbacken?!

Diese Muffins sind blitzschnell gemacht und glutenfrei, sofern Du Kartoffelstärke und Maisgrieß (Polenta) nimmst. Verwendest Du keinen süßen Fruchtquark, musst Du die Zuckermenge sicher erhöhen.

Pfirsich-Maracuja-Quark-Muffins / Käsekuchen-Muffins.
Pfirsich-Maracuja-Quark-Muffins / Käsekuchen-Muffins

Zutaten für 12 Stück:

500 g Pfirsich-Maracuja-Quark
100 g Butter
100 g Zucker (nach Geschmack auch weniger / mehr)
2 Eier
2 EL Stärke
2 EL Grieß

Zubereitung:

Alle Zutaten gut miteinander vermischen. Die Masse auf Muffinformen verteilen und bei 170°C (Umluft) etwa 35 Minuten backen. Die Muffins gehen stark auf, fallen beim Abkühlen dann wieder zusammen. Nach dem Abkühlen aus der Form nehmen und servieren.

Dienstag, 30. Januar 2018

Mais-Pfannkuchen aus Rhode Island: Jonny Cakes / Jonnycakes

Mais-Pfannkuchen gelten als Gericht der amerikanischen Ureinwohner und als eines der ersten Gerichte, dass die europäischen Einwanderer von ihnen übernahmen.

Ohne Chichi: Jonny Cakes.
In unterschiedlichen Zubereitungsarten und unterschiedlichen Namen sind Jonny cakes, Hoecakes, Journey cakes, Shawnee cakes, Johnny bread, Yaniqueques oder Yanikeke aber auch in Australien, Puerto Rico, der Dominikanischen Republik, auf den Westindischen Inseln und Jamaica bekannt.

Ich habe mich für ein Rezept entschieden, das seinen Ursprung wohl auf Rhode Island hat und nur Maismehl verwendet, keine Mais- und Weizenmehl-Mischung. Dadurch ist der Teig ein wenig brüchig, fehlt doch Gluten. Wird die Milch durch Pflanzenmilch ersetzt, beim Braten und Servieren auf den obligatorischen Klecks Butter verzichtet, sind die Jonny Cakes vegan. Gibt man Zucker hinzu, können sie als Dessert gegessen werden.

Ich mag Jonny cakes herzhaft als einfaches Abendessen, mit Kräuterquark. Sie ersetzen aber auch wunderbar Kartoffeln als Beilage.

Jonny cakes (herzhaft)

Ich nehme einen 200 ml fassenden Becher zum Abmessen.

Zutaten für ca. 12 Stück:

Zutaten
1 Tasse Maismehl
1/2 TL Salz
1 Tasse kochendes Wasser
3 - 4 EL Milch (für die vegane Variante Pflanzenmilch)
Maisöl zum Braten

Zubereitung:

In einer großen Schüssel Maismehl und Salz verquirlen. Das kochende Wasser hinzufügen und alles verrühren. Den Teig esslöffelweise mit Milch verdünnen, bis die Mischung die Konsistenz von dünnem Kartoffelpüree hat und leicht von einem Löffel fällt.

Maisöl in einer Pfanne erhitzen und den Teig portionsweise hineingeben. Etwa 5 bis 6 Minuten braten, bis eine knusprige, braune Kruste entsteht. Umdrehen und weitere ein paar Minuten braten, bis die Küchlein auf beiden Seiten gebräunt sind.

Mit einem Klecks Butter servieren.

Rezept-Quelle / Zur Geschichte der Jonny Cakes

Sonntag, 4. Dezember 2016

Szenen einer Ehe: Zimtsterne

Weihnachten naht mit großen Schritten. Also ran an den Ofen, Plätzchen backen. Zimtsterne will der Gatte auf jeden Fall haben, mindestens eine Fuhre. Und am Liebsten noch eine für seine Chefin. Der hat er nämlich vor Jahrenden mal erzählt, sein Frau backe jedes Jahr so gerne Zimtsterne. Und die seien so lecker.

Zimtsterne.
Ich weiß nicht, wie er darauf kam.

Ich weiß nur, dass er bis dahin schon acht Jahre lang jedes Jahr mit mir zusammen Zimtsterne kaufte und wir jedes Mal überlegten, welche Marke uns im Jahr davor schmeckte.

Okay, jetzt soll ich also Zimtsterne backen. Eine Premiere wäre es nicht. Ich habe das schon einmal versucht. Nach einen idiotensicheren Rezept aus einem Wochenblatt, von einer leibhaftigen Bäckerin/Konditorin, die damit angeblich ihre Prüfung bestand. Mir ist bis heute ein Rätsel, wie sie das schaffte. Der Teig klebte überall, ergab aber keine Zimtsterne. Mich konnte ich ja einfach unter die Dusche stellen, aber bis ich die Küche sauber hatte ... Ergo: Zimtsterne wurden fürderhin gekauft.

Zimtsterne im Werden.
Bis zu dem Tag, an dem der Gatte seiner Chefin selbstgebackene versprach. Also machte ich mich notgedrungen auf die Suche nach einen Rezept und fand dieses. So viele begeisterte Nachbäckerinnen können nicht irren, dachte ich, und machte mich ans Nachbacken. Und siehe da, es klappte mit mir und den Zimtsternen!

Ich könnte es jetzt so machen wie eine Kochzeitschrift und meine Klicks steigern, indem ich lauthals verkünde, ich hätte _endlich_ ein Rezept für glutenfreie und vegane Zimtsterne gefunden. Lasst Euch nicht für blöd verkaufen: Zimtsterne waren quasi schon immer glutenfrei, Rezepte mit Mehl sind eine Ausnahme.

Für eine vegane Variante kannst Du das Eiweiß durch Wasser ersetzen - theoretisch. Für den praktischen Erfolg kann ich nicht garantieren, ich habe es noch nie probiert.

Dieses Rezept geht rüber zur Advent-Linkparty, zum #sonntagsglück und zum "Weihnachtszauber 2016".

Zimtsterne

Zutaten für ca. 30 Stück:

2 Eiweiß
100 g Puderzucker
100 g braunen Zucker
1 Zitrone, abgeriebene Schale davon
1 gehäufter TL Zimtpulver plus 1 Prise für den Guss
etwas Nelkenpulver
300 g gemahlene Mandeln
150 g Marzipanrohmasse
Braunen Zucker, Mehl oder Backpapier zum Ausrollen

Zubereitung:

Eiweiß sehr steif schlagen, dabei nach und nach Puderzucker und Zucker zufügen und so lange schlagen bis die Masse glänzt. Zitronenschale hinzugeben.

1/3 der Masse mit 1 Prise Zimt vermischen und zum Bestreichen auf die Seite stellen.

Die Mandeln mit dem restlichen Zimtpulver, dem Nelkenpulver und mit der Marzipanrohmasse verkneten und den Eischnee vorsichtig unterheben.

Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kühl stellen (je nach Witterung in den Kühlschrank oder auf den Balkon). Der Teig sollte nicht mehr kleben, wenn er weiterverarbeitet wird.

Den Teig auf ein mit Zucker oder Mehl bestreute Arbeitsfläche geben oder zwischen zwei Lagen Backpapier legen und vorsichtig ca. einen halben Zentimeter dick ausrollen.

Sterne ausstechen. Damit der Teig nicht in der Form hängen bleibt, die Ausstecher immer wieder in kaltes Wasser tauchen. Wenn der Teig wieder klebt, ist er zu warm und wird nochmals kaltgestellt.

Die Zimtsterne auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit einem Pinsel die Eischneemasse auftragen und im vorgeheizten Ofen bei 130°C (Umluft) für 20 bis 25 Minuten trocknen lassen.

Die Zimtsterne schmecken besonders gut, wenn sie vor dem Verzehr ein paar Tage liegen können. 

Quelle: CK

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Neu bei World of Sweets: Die Magic Candy Factory - Fruchtgummi aus dem 3D-Drucker

Der unfreiwillige Urlaub in Hamburg brachte die Möglichkeit mit sich, das eine oder andere Presseevent zu besuchen - neben dem Brotjob lässt sich so was ja leider selten einrichten. So freute ich mich sehr über die Einladung des Norderstedter Unternehmens "World of Sweets", die Magic Candy Factory auszuprobieren - ein zuckersüchtiges Speckbällchen wie ich lässt sich so eine einmalige Gelegenheit nicht entgehen.

Playmobil-Gesicht aus Fruchtgummi.
Ideal für eine Einladung zur Halloween-Party: Eine 3D-Fruchtgummi-Spinne.
Ein 3D-Seepferdchen aus Fruchtgummi.
Die Magic Candy Factory ist nichts weniger als der weltweit erste 3D-Drucker für Fruchtgummi. Exklusiv erhältlich sind die süßen Wunderwerke bei, genau, "World of Sweets". Das individuelle Fruchtgummi kostet 10 Euro pro Stück, bei Fotos 12 Euro. Im Preis enthalten ist ein Zeitraffer-Video der Herstellung und natürlich eine hübsche Geschenkverpackung.

Voll im Focus: Der weltweit erste 3D-Fruchtgummi-Drucker.
Akribisch wird der Druckprozess festgehalten. Wer online bestellt, bekommt ein Zeitraffer-Video von der Herstellung seines persönlichen Fruchtgummis.
Das Design der Magic Candy Factory erinnert so'n büschen an 'ne Teekiste mit großen Fenstern und Internetanschluss.  Zuerst wird das Motiv ausgewählt. Der Fantasie sind quasi keine Grenzen gesetzt: Fotos, persönliche Botschaften, Zeichnungen, bis zu fünf Zentimeter hohe Figuren - alles geht, selbst Mandalas, was sogar die World-of-Sweets-Mitarbeiter erstaunte. Was nicht passt, wird passend gemacht, sprich: In eine Vektorgraphik umgerechnet.

Wer keine Motividee hat, kann aus einer Vielzahl von Motiven zu unterschiedlichen Anlässen wählen.
Steht das Motiv fest, wird die Geschmacksrichtung ausgewählt. Davon gibt es acht (Grüner Apfel, Zitrone, Ananas, Erdbeere, Mango, Fliederbeere, Schwarze Johannisbeere und Himbeere), die wirklich lecker sind (nein, alle habe ich nicht probiert, aber so zwei, drei).

Die Magic Candy Factory und ihr Operator in Aktion. 
Was das wohl wird?
Sie das nicht toll aus?!
In den Drucker wird eine mit Fruchtgummi gefüllte Patrone eingespannt und erwärmt. Das dauert je nach Farbe so bummelig fünf Minuten. Dann wird das Weingummi schichtweise auf einen Karton aufgetragen - maximal fünf Zentimenter hoch. Hier gibt es ein Video vom Druck meines Fruchtgummimotives.

Ein echtes Einhorn muss natürlich Glitzerstaub haben. 
Nach dem Drucken kann das Fruchtgummi noch mit einem Topping aus Brausepulver, Glitzerstaub oder saurem Zucker versehen werden, dann kommt es in die Schmuckverpackung und kann verschenkt werden. Hier sind die einzelnen Schritte noch mal ganz genau erklärt.

Candy Buffet mit Cupcakes und Cake Pops aus der Zuckermonarchie, Macarons, Pralinen und anderen Köstlichkeiten von World of Sweets.
Cupcakes, Jelly Beans und Pralinen.
World of Sweets bietet alles, um farblich abgestimmte Candy Buffets zu gestalten.
Individualisierte Cupcakes.
Das individuelle Fruchtgummi kann verschenkt werden oder aber auch ganz vorsichtig abgelöst und als Tortenverzierung genutzt werden. Es kann an die Wand gehängt oder einfach gegessen werden. Mir gefällt besonders die Idee, Hochzeitsfotos herstellen zu lassen - das ist doch mal eine schöne Danksagung! Auch als Einladungen kann ich mir die 3D-Wunderwerke gut vorstellen. Der Druck ist nämlich ziemlich stabil, der Karton kann von der Rückseite vorsichtig beschrieben werden.

Ein kleiner Teil des World of Sweets-Sortiments.
Noch sind nur einfarbige Motive möglich, aber die Britin Melissa Snover, die den Fruchtgummi-3D-Drucker erfand, entwickelt ihn zusammen mit Katjes ständig weiter, so das das bald mehr möglich sein wird. Auch Markus Heide, Gründer und Inhaber von World of Sweets, sieht diese Technologie erst am Anfang.

Weihnachten kommt immer so überraschend. Bei World of Sweets gibt es den passenden Schnobkram.
Ich bin ganz verliebt in die Merry Marshmallow und über lege schon, welche winterliche Torte ich damit dekorieren kann.
Das Unternehmen mit Sitz in Norderstedt bei Hamburg beschäftigt 38 Festangestellte und ca. 30 Aushilfsmitarbeiter, um die Spitzenzeiten rund um die Festtage abzudecken. Verkauft wird an Endabnehmer wie an Großkunden, Wiederverkäufer und Einzelhändler, wobei die privaten Kunden mit rund 75 Prozent die größte Zielgruppe sind. Ihr könnt wählen zwischen Marken-Klassikern, nostalgischen Produkten, Marktneuheiten und internationalen Köstlichkeiten. Einen Mindestbestellwert gibt es nicht.

US-Serien-Junkies kommen auch bei World of Sweets auf ihre Kosten, denn das Unternehmen hat die passenden Süßigkeiten und Snacks wie Pop Tarts, Reese's oder Twizzlers (angesichts des Hypes um die Fortsetzung der "Gilmore Girls" wünschte ich mir eine Rubrik für US-Serien).

Blick in einen der kleinen, liebevoll gestalteten Räume der Zuckermonarchie.
Die Vorstellung der Magic Candy Factory fand in der entzückenden Zuckermonarchie statt - ein passender Rahmen. Vielen Dank an die Veranstalter für die Einladung!

Dienstag, 6. Oktober 2015

Glutenfrei und vegan: Chia-Cracker mit Rosmarin

Chia-Cracker mit Auberginen- und
Pistazienmus.
Trends gehen normalerweise an mir vorbei. Ich registriere sie zwar, hechle ihnen aber nicht hinterher. Dass Chia-Samen seit einiger Zeit in sind, nahm ich wohl wahr. Als aber selbst mein Bäcker ein Chia-Brot anbot, war mir klar, dass der Zenit überschritten ist.

Die Rezepte, die in der Bloggersphäre an mir vorbeischwebten, verführten mich nicht dazu, Chia-Samen auszuprobieren. Ich bin nicht so der Glibberpudding-Fan, und wenn, nehme ich Sago.

Dann waren unter den zu testenden Produkten von Meienburg auch Chia-Samen. Okay, wenn sie da sind, werden sie auch gegessen (ich hätte sie sicher auch foodsharen können, aber das wäre ja langweilig).

Chia-Samen sollen ja in Südamerika sehr bekannt sein. In sollen Fällen ist dann der hobbykochende Chef I, der lange in Brasilien und Argentinien lebte, meine Rettung. Nur: Er kannte sie nicht. Aber Google förderte zumindest einige interessante brasilianische Rezepte zu Tage.

Als angesagten Superfood versprechen Chia-Samen viele Wirkungen: Sie haben massig Mineral- und Ballststoffe, sind reich an Antioxidantien, Proteinen und Fettsäuren, machen mächtig kleine Füße und sollen bei Gewichtsverlust, Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und Krebs helfen.

Unter uns gesagt: Chia-Samen unterscheiden sich im Nährwert kaum vom heimischen Leinsamen, und die restlichen Wirkungen sind noch nicht erprobt (bis auf die mächtig kleinen Füße). Aber ich kann mir schon vorstellen, dass Chia-Samen beim Abnehmen helfen, denn man muss viel trinken, wenn man sie isst, und dann quellen sie im Magen auf, machen satt. Da diese Cracker aber eine ideale Grundlage für Dips, Hummus, Kräuterquark u.ä. sind, hebt sich die gewichtsreduzierende Wirkung der Samen vermutlich wieder auf. Irgendwas ist ja immer.

Anfangs war ich skeptisch, ob dieses Rezept tatsächlich ohne Mehl auskommt, also ohne Bindemittel. Es klappt tatsächlich!

Und da ich die Cracker mit Kräuter machte, nehmen sie am aktuellen "Ich back's mir"-Event von Frau Tastesheriff teil.

Chia-Cracker für die Mittagspause.
Chia-Craker mit Rosmarin

Ich nehme als Tassen-Maßeinheit einen Becher mit 200 ml.

Zutaten für 1 Backblech:

1/2 Tasse Chiasamen
1/2 Tasse Sonnenblumenkerne
1/2 Tasse Kürbiskerne
1/2 Tasse Sesam
1 Tasse Wasser
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 frisch geriebener Zwiebel
1 EL Rosmarin, getrocknet
Pfeffer
Salz

Zubereitung:
Alle Saaten in einer großen Schüssel mischen.

Wasser, Knoblauch und geriebene Zwiebel in eine kleine Schüssel geben und gut verrühren. Über die Saaten gießen und rühren, bis die Saaten quellen und eine dicke Masse entsteht. Mit Salz, Pfeffer und Rosmarin abschmecken.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Matschepampe darauf verteilen (das geht am Besten mit den Händen) und bei 160°C (Umluft) etwa 30 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, in Stücke schneiden (das geht ganz gut mit einem Pizzaroller), umdrehen und wieder für 25 Minuten backen, bis die Chips oben leicht gebräunt sind.

Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

In einer Plastikdose halten sich die Chips ein paar Tage. Sie sind eine prima Grundlage für allerlei Dips.

Quelle: Bendito limon

Donnerstag, 13. August 2015

Zum Saisonende nochmal in Erdbeeren schwelgen: Erdbeer-Pavlova

Von den Spaghetti mit Erbsen und Salbei hatte ich sechs Eiweiß übrig und keine Lust, sie einzufrieren. Erdbeeren waren auch reichlich da. Was liegt da näher als eine Pavlova?

Erdbeer-Pavlova von oben.
Für uns beide war's zu viel zum Sonntagstee, also gab ich die Reste in eine Schüssel und hatte am nächsten Tag für die Kollegen im Büro noch eine nette Süßigkeit zum zweiten Frühstück.

Erdbeer-Pavlova aus der Nähe betrachtet.
Erdbeer-Pavlova

Zutaten für eine Pavlova mit ca. 32 cm Durchmesser:

Für den Baiser:
6 Eiweiß
375 g weißen Zucker
2 TL Essig
1 gehäuften TL Maismehl (Speisestärke)
1 TL gemahlene Vanille (oder das Mark einer Vanilleschote)

Für den Belag:
500 g Erdbeeren
4 - 5 EL Erdbeermarmelade
400 ml Sahne
3 EL Puderzucker

Zubereitung:

Edbeer-Pavlova auf dem Teller. Kann man sicher auch
irgendwie hübsch anrichten ...
Eiweiß zu Schnee schlagen, dann den Zucker esslöffelweise dazu geben, dabei weiter schlagen, bis das Baiser glänzend ist. Essig, Maismehl bzw. Speisestärke und Vanille unterheben.

Die Baisermasse kreisförmig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Dabei darauf achten, dass die Seiten etwas höher sind als die Mitte (Du kannst auch einen Tortenring auf das Backpapier stellen, dann besteht keine Gefahr, dass das Baiser verläuft).

Das Baiser für ca. 60 Minuten bei 150°C (Umluft) backen, dabei kontrollieren, dass es nicht braun wird und ggf. abdecken. Nach einer guten Stunde den Ofen ausschalten und das Baiser im Ofen auskühlen lassen.

Während das Baiser backt und auskühlt, die Erdbeeren waschen, putzen und vierteln oder achteln.

Wenn das Baiser abgekühlt ist, die Erdbeermarmelade darauf verteilen. Die Sahne mit dem Puderzucker steif schlagen und auf das Baiser geben. Die Früchte auf die Sahne geben und sofort servieren.

Quelle: BBC Good Food

Dienstag, 11. August 2015

Kochen ohne Tüte: Maispuffer nach Haya Molcho

Maispuffer mit Labane.
Kennst Du noch das Fix für Gemüsepuffer, das es in den 1990er Jahren mal gab? Ich habe damit immer Maispuffer gemacht und war geradezu süchtig danach. Dafür brauchte man eben diese fixe Tüte, Wasser, Ei und Dosenmais.

Ich liebe Dosenmais.

Ich dachte jahrzehntelang, Mais muss aus der Dose kommen. Ich dachte, er wächst quasi in der Dose, in irgendwelchen fernen Ländern, denn wenn wir mal an Maisfeldern vorbei fuhren, sagte Vadderns immer, da wüchse Futtermais, den könnten Menschen nicht essen.

Egal. Wo war ich? Ach ja, die Maispuffer.

Irgendwann ging mir auf, dass auch Maispuffer ja eigentlich nur mit Mehl gemacht werden, dass in der fixen Tüte nicht viel anderes drin sein kann. Ich versuchte es ohne Tüte. Es klappte nicht. Fürderhin beschied ich, Maispuffer sind doof. Wer braucht schon Maispuffer?!

Dann flatterte mir das Kochbuch "Balagan" von Haya Molcho ins Haus, und darin gab es ein Rezept für Asiatische Maispuffer. Klar, dass ich das sofort probieren musste! Und was soll ich sagen? Die Maispuffer gelangen und schmeckten so wie in meiner Erinnerung!

Natürlich kannst Du auch frischen oder TK-Mais nehmen, musst ihn dann aber vor der Weiterverarbeitung kurz garen.

Maispuffer mit Labane.
Maispuffer nach Haya Molcho

570 g Mais aus der Dose, abgetropft (2 Dosen Mais mit einem Abtropfgewicht von je 285 g)
1/2 Bund Koriander oder glatte Petersilie
6 EL Reismehl
1 TL Currypaste (gelbe oder welche Du gerade magst / zur Hand hast)
1 EL Soja- oder Fischsauce (wenn's nicht vegan zu sein braucht)
Maismehl zum Panieren
Öl zum Braten

Maispuffer in der Pfanne, bereit zum Wenden.
Zubereitung:

2/3 der Maiskörner pürieren.

Koriander bzw. Petersilie waschen, trockenschwenken und fein hacken.

Pürierten Mais, die restlichen Maiskörner, Reismehl, Currypaste, Soja- und Fischsuace und die Kräuter miteinander vermischen. Den Teig etwa 30 Minuten quellen lassen.

Der Teig wird auch nach dem quellen noch ziemlich flüssig sein, aber es sollten sich trotzdem Puffer formen und in Maismehl wenden lassen. Falls nicht, verzichte auf das Formen der Puffer und gib den Teig portionsweise in eine Pfanne mit heißem Öl.

Die Puffer von beiden Seiten goldbraun braten, auf Küchenkrepp abtropfen lassen und mit Sweet-Chili-Sauce, Labane oder einem Dip und Salat servieren.

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Donnerstag, 30. Juli 2015

Kirschkuchen mit Quarkhaube (bei Bedarf gluten- und laktosefrei)

Nach der Lektüre des Buches "Die Weizenwampe" ist Kollegin II der Ansicht, sie sei glutenintolerant. Für laktoseintolerant hält sie sich schon lange. Normalerweise ignoriere ich solche Anwandlungen bei ihr, da sie Chubz und Fladenbrot, Sahneeis, Nudeln, Brötchen, Kekse und TK-Pizza verträgt, Vollmilch und Streuselschnecken angeblich aber nicht (außer, sie bedient sich an meiner Vollmilch im Gemeinschaftskühlschrank).

Kurz: Ich glaube nicht an ihre Gluten- und Laktoseintoleranz, sondern denke, es liegt eine Vollmilch- und Streuselschneckenintoleranz vor.

Da ich aber ihren vermeintlichen Intoleranzen gegenüber tolerant bin, wenn ich für das gesamte Team backen muss, gibt's zum Betriebsausflug extra für Kollegin II gluten- und laktosenfreien Kuchen - von dem sie übrigens kein Stück aß, weil sie dachte, der gluten- und laktosehaltige Kuchen, der daneben stand, wäre speziell für sie. Sie schlug da gut zu - ohne irgendwelche Folgen ...

Falls jemand meint, ich mokiere ich über Menschen mit Nahrungsmittelintoleranzen: Mitnichten. Nur auf Intoleranzen, die nach Lektüre eines populärwissenschaftlichen Werkes selbst diagnostiziert werden, reagiere ich intolerant.

Kirschkuchen mit Quarkhaube. Wie immer, wenn ich mit glutenfreiem Mehl backe, ist der Teig nach dem Backen sehr feucht ...
Kirschkuchen mit Quarkhaube (bei Bedarf gluten- und laktosefrei)

Zutaten für eine 26er Springform:
Für den Rührteig:
150g weiche Butter (ggf. laktosefrei)
100 g Zucker
1 EL abgeriebene Zitronenschale
2 Eier
100 g geschälte gemahlene Mandeln
125 g Mehl (ggf. glutenfrei)
2 TL Weinsteinbackpulver
4 EL Sahne (ggf. laktosefrei)
600 g entsteinte Kirschen

Für die Quarkhaube
250 g Quark (ggf. laktosefrei)
2 EL Zucker
Saft und Schale einer Biozitrone
2 Eier
2 EL Maisstärke
2 EL Zucker

Zubereitung:

Für den Rührteig die Butter mit dem Zucker schaumig rühren, die Eier und die abgeriebene Zitronenschale dazu geben und gut unter rühren.

Die Mandeln mit dem Mehl und der Sahne kurz unterrühren bis sich die Masse verbunden hat.

Die Masse in eine gefettete Springform streichen. Die entsteinten Kirschen darauf verteilen.

Für die Quarkhaube den Quark mit Zucker, Mondamin, Zitronensaft und abgeriebener Zitronenschale verrühren.

Die Eier trennen, Die Eiweiße steif schlagen, den Zucker dazu geben und weiter schlagen bis die Masse glänzt. Locker unter den Quark mischen und auf den Kirschen verteilen.

Im Backofen bei 160°C (Umluft) 60 Minuten backen. Zum Schluss ein Backpapier über den Kuchen legen, falls er zu dunkel wird.

Quelle: Trudels glutenfreies Blog

Sonntag, 17. Mai 2015

Kaffeepause im Schweizer Milchhäuschen in Bad Nauheim

Beim letzten Bad-Nauheim-Rundgang vor der Abfahrt wollte der Gatte noch ein paar Erinnerungsfotos machen. Da er bis nachmittags noch Anwendungen hatte, landeten wir zur Kaffeezeit nicht im Café Müller, sondern im Schweizer Milchhäuschen.

Bickbeer-Käsekuchen für den Gatten.
In dem kleinen, denkmalsgeschützen Fachwerkhaus wird seit 1892 Milch ausgeschenkt - einst an Kurgäste, die mit Schweizer Kuh- und Ziegenmilch eine Trinkkur machten, heute an Kurgäste und Touristen in Form von Torten, Milchspeisen, Milchkaffee und ähnlichem.

Milchkaffee für mich.
Angeboten werden auch gluten- und laktosefreie sowie vegane Köstlichkeiten, gerne mit Zutaten aus biologischem Anbau.

Tischdeko in Schweizer Nationalfarben.
Wenn es das Wetter zulässt, sitzt man draußen unter den Bäumen des Kurparks, ansonsten in kleinen Nischen im kleinen Gastraum.

Im Garten des Schweizer Milchhäuschens.
Das Schweizer Milchhäuschen im Kurpark.
Das Schweizer Milchhäuschen ist ein schöner Ort zum Verweilen im Kurpark. Schade, dass es nicht auch abends geöffnet hat.


Donnerstag, 17. Juli 2014

Polentakuchen mit Himbeeren und Zitrone

Polentakuchen mit Himbeeren und Zitrone.
Gelegentlich muss ich glutenfrei backen, und dann verwende ich gerne Polenta, also Maisgrieß.

Dieses Mal kombinierte ich zum ersten Mal Polenta mit glutenfreiem Mehl, wobei irgendwas schief ging.

Nach der Stäbchenprobe war der Kuchen durch und wunderbar goldbraun, also so, wie's sein soll.

Als ich aber am nächsten Tag in die Küche kam, um den Kuchen für einen Ausflug zu verpacken, hatte sich in der Mitte der Form ein kleiner Teigsee gebildet. Die Randstücke schmeckten super und kamen mit auf den Ausflug, waren aber auch sehr feucht.

Ich habe keine Ahnung, woran es liegt, dass der Kuchen über Nacht so feucht wurde. War es das schwüle Wetter? Das glutenfreie Mehl? Obwohl das ja eigentlich mehr Flüssigkeit brauchen soll als "normales" Mehl, habe ich mir sagen lassen.

Waren es die nicht aufgetauten Himbeeren? Oder schlichtweg zu viele Himbeeren? Ich habe sie nicht gewogen, sondern mich auf das Gefühl des Gatten verlassen, die die Beeren aus dem Keller holte.

Aber auch wenn er sich teilweise verflüssigte: Der Kuchen ist sehr lecker und aromatisch! Und um sicher zu gehen, dass er Dir nicht flüssig wird, solltest Du ihn am Backtag essen.

Der Kuchen ist mein zweiter Beitrag für das Geburtstagsevent der Herzensköchin.

Banner Herzensköchin -

Polentakuchen mit Himbeeren und Zitrone

Zutaten für eine rechteckige Backform mit den Maßen ca. 32 x 24 cm (oder eine Brownieform*):

200 g Polenta
150 g glutenfreies Mehl
100 g brauner Zucker (+ 2 EL extra)
100 g Butter
250 ml Milch
2 Eier
1 TL Natron oder Weinstein-Backpulver
1 Prise Salz
1 Zitrone
125 g Himbeeren

Zubereitung:
Blick auf den Kuchen,
bevor er in den Ofen kommt.

Die Eier trennen und das Eiweiß zu Schnee schlagen.

Die Zitrone heiß abwaschen und abtrocknen. Die Schale abreiben, den Saft auspressen und anschließend mit allen anderen Zutaten (außer Eischnee und Himbeeren) verrühren.

Das Eiweiß unter den Teig heben.

Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegt Form geben. Die Himbeeren gleichmäßig darauf verteilen und alles noch mit zwei Esslöffeln Zucker bestreuen.

Den Kuchen bei 175°C (Umluft) für etwa 30 Minuten backen, bis er goldbraun ist (Stäbchenprobe machen!).

Quelle: Berliner Küche
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Dienstag, 15. April 2014

Gató almendra - mallorquinischer Mandelkuchen

Gató almendra,
mallorquinischer Mandelkuchen.
Neben Crespells, den mallorquinischen Osterplätzchen, brachte ich zur Feier meines Kollegen auch Mandelküchlein mit, die ich in kleinen Förmchen buk.

Die Rezepte sind alle ziemlich ähnlich. Ich entschied mich für eines von Mestolo und verzichtete auf das Backpulver. Durch die sechs Eiweiß werden die Küchlein auch so wunderbar fluffig leicht.

Gató almendra - mallorquinischer Mandelkuchen

200 g Zucker
200 g gemahlene Mandeln
6 Eier
Saft einer Zitrone
1 TL Zimt
Puderzucker

Zubereitung:

Die Eier trennen und die Eiweiße steif schlagen. Danach alle restlichen Zutaten (außer dem Eischnee) zusammen mit dem Eigelb gut, aber rasch vermischen.

Den Eisschnee vorsichtig unterheben.

Anschließend den Teig in gefettete Muffinförmchen und für ca. 15 Minuten bei 170 Grad (Umluft) backen, bis der Kuchen hell- bis mittelbraun ist. Zwischendurch evtl. mit Alufolie abdecken, dass er nicht zu dunkel wird.

Wird der Teig in eine größere Form (zum Beispiel eine flache Auflaufform) gefüllt, verlängert sich die Backzeit auf ca. 30 Minuten.

Quelle: Mestolo

Freitag, 11. April 2014

Kuchen von Earl Grey und Salzkaramell-Schokolade

Kuchen von Earl Grey und
Salzkaramell-Schokolade.
Mein letzter Beitrag zur Metro Kochherausforderung Frühling 2014 ist wie der Käsekuchen von Nelson Müllers Tante Hilde das personifizierte Böse gemessen an den Mengen von Butter, Zucker und Eiern, die er enthält. Und natürlich brachte ich ihn wieder mit ins Büro. Wobei: Der Kuchen ist so leicht und fluffig, der kann keine Kalorien haben.

Blaumann I meinte jüngst entnervt, er werde immer fetter. Zu einem Event passte ihm der Smoking schon nicht mehr. Seine Frau beschied, das sei nicht so schlimm, ein Smoking sei ein Stehanzug, er müsse darin nicht sitzen können. Pragmatisch, wie ich nun mal bin, fragte ich, ob man ihn zum Event denn im Liegen transferiert habe, wenn der Anzug zum Sitzen zu eng sei. Blaumann I konnte darüber nicht lachen und beschied fürderhin, den Aufzug zu meiden.

Earl Grey-Teebeutel in Milch.
Mein böberster Chef ist nicht der einzige, der Figurprobleme hat, seitdem ich in der Abteilung arbeite. Nach Jahren vergeblicher Diäten habe ich beschlossen, dass alle um mich herum fetter werden müssen, damit ich schlanker wirke. Ist einfacher als Diät und sehr effektiv. Außerdem sind die Kollegen ja selbst schuld. Sie müssen die mitgebrachten Köstlichkeiten ja nicht essen. Sie könnten auch die Selbstdisziplin haben, die eine dürre Umwelt immer von uns Fetten verlangt, und den Süßkram ignorieren.

Gehackt gelegte Schokolade.
Wobei das mit dem Ignorieren bei diesem Kuchen echt schwer fällt. Schon der Teig war so lecker, dass ich am liebsten darin gebadet hätte. Wäre ich nicht schon verheiratet, ich hätte den Kuchen geehelicht!

Da ich anders als im Originalrezept keine dunkle Schokolade, sondern sehr süße Salted Caramel-Schokolade verwendete, reduzierte ich die Zuckermenge radikal. Eigentlich hätte ich den zusätzlichen Zucker auch ganz weglassen können. Außerdem gab ich den Tee nicht samt der Blätter in den Teig, da ich mir nicht vorstellen konnte, auf Teeblättern zu kauen.

Kuchen von Earl Grey und Salzkaramell-Schokolade

Viele, viele Kalorien in Form von
Schokolade und Butter.
Zutaten für eine 26er Springform:

4 g Earl Grey-Blätter (ca. 2 Teebeutel)*
100 ml  Milch
200 g Salzkaramell-Schokolade*
50 g dunkle Schokolade
200 g kalte Butter plus etwas zimmerwarme zum Ausfetten der Form
140 g gemahlene Mandeln plus ein paar mehr zum Ausstäuben der Form
6 Eier
75 g brauner Zucker

*Zutaten aus der Metro Kochherausforderung Frühling 2014

Gleich gibt es Kuchen.
Zubereitung:

Milch mit dem Tee kurz zum Kochen bringen und abkühlen lassen. Teebeutel gut in die Milch auspressen.

Schokolade grob hacken und mit der Butter über einem Wasserbad schmelzen.

Eier trennen. Eiweiß steif schlagen, Zucker hinzugeben und nochmal aufschlagen.

Schokoladen-Butter-Masse mit den Mandeln aufschlagen. Eigelb dazu geben, dann die Milch. Gut verrühren. Eischnee unterheben.

Kuchen von Earl Grey und
Salzkaramell-Schokolade.
Springform ausfetten und mit gemahlenen Mandeln ausstäuben. Teig in die Springform geben und bei 180°C (Umluft) ca. 40 Minuten backen, bis ein hinein gestochenes Holzstäbchen fast trocken ist, die Masse in der Form aber noch etwas wabbelt.

Form aus dem Ofen nehmen und den Rand vorsichtig mit einem Messer lösen. Auf ein Kuchengitter stellen und komplett abkühlen lassen.

Mit Sahne und / oder Vanilleeis servieren.

Quelle: BBC Good Food Magazine 4/2011