Mittwoch, 19. Dezember 2018

Spanish Chicken Pie - Hähnchenauflauf spanischer Art

Der nächste Mallorca-Urlaub ist noch 'n büschen hin, also holen wir uns einfach ein bisschen Mallorca-Feeling nach Hause. In diesem Auflauf kannst Du prima gegartes Hähnchenfleisch verwerten, wenn vom Brathähnchen Reste bleiben. Hast Du gerade kein gekochtes Hähnchenfleisch, kannst Du Hähnchen- oder Putenbrust einfach zusammen mit den Kartoffeln kochen.

Spanish Chicken Pie - Hähnchenauflauf spanischer Art.
Spanish Chicken Pie - Hähnchenauflauf spanischer Art

Zutaten für 4 - 6 Portionen:

1kg Kartoffeln, gerne mehligkochend
3 TL Paprika, gerne geräuchert, ansonsten edelsüß
2 TL Olivenöl
2 Zwiebeln, in feine Streifen geschnitten
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
2 x 400 g Dosen gehackte Tomaten
300 g gekochtes Hähnchen, zerpflückt (ggf. auch mehr)
140 g geröstete Paprikaschoten aus dem Glas, in Streifen geschnitten
1 -2  Handvoll Kalamata-Oliven, ggf. halbiert
Salz
Pfeffer
Zucker

Zubereitung:

Die Kartoffeln 15 bis 20 Minuten kochen lassen, bis sie weich sind. Abgießen, zurück in den Topf geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit 2 TL Paprika pürieren.

Während die Kartoffeln kochen, Öl in einer großen Pfanne erhitzen, dann die Zwiebeln und den Knoblauch einige Minuten braten, bis sie weich sind. Den restlichen Paprika unterrühren, etwas Farbe nehmen lassen, dann die Tomaten, die Paprikaschoten und die Oliven dazugeben und zum Kochen bringen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Hähnchenfleisch mit der Sauce in eine Auflaufform geben, den Kartoffelbrei darüber geben und alles bei 180°C (Umluft) etwa 15 Minuten backen, bis der Kartoffelbrei leicht gebräunt ist.

Quelle

Sonntag, 16. Dezember 2018

Das #pmdd29-Rezept: Uborkasaláta magyarosan – Ungarischer Gurkensalat

Von Aufläufen essen wir ja locker zwei Mal, aber bei diesem Auflauf war's am zweiten Tag doch 'n büschen wenig für unseren Appetit. Also gab's vorvorgestern Gurkensalat dazu - nicht saisonal, aber Salate aus saisonalen Zutaten bekomme im im Herbst und Winter nicht in den Gatten.

Ungarischer Gurkensalat.
Uborkasaláta magyarosan – Ungarischer Gurkensalat 

Zutaten für 4 bis 6 Portionen als Beilage:

2 Salatgurken
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
5 TL Zucker
Essigessenz 25%ig
ca. 50-100 ml saure Sahne (nach Geschmack)
1 -2 TL edelsüßes Paprikapulver

Zubereitung:

Die Gurken ggf. schälen und in dünnen Scheiben in eine Schüssel hobeln. Die Knoblauchzehe abziehen und kreuzweise einschneiden, aber nicht durchschneiden. Als ganze Zehe unter den Gurkenscheiben verstecken. Gut salzen und pfeffern.

Für das Dressing in einer großen Tasse, die ca. 250 ml Inhalt fasst, den Zucker geben. Soviel Essigessenz darauf gießen, dass der Zucker die Essenz aufgesaugt hat und sich zähflüssig bewegt. Mit kaltem Wasser auffüllen bis die Tasse voll ist. So lange rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Zu den Gurkenscheiben gießen.

Mindestens 1 Stunde ziehen lassen. Danach die Knoblauchzehe herausfischen.

Zum Servieren die saure Sahne mit dem Paprikapulver verrühren und unter den Salat mischen.

Anikó sagt, der Salat passt gut zu Gulasch, Paniertem, anderen Schmorgerichten oder wozu man einen frischen, säuerlichen Salat braucht.

Quelle: Paprika meets Kardamom

Samstag, 15. Dezember 2018

Das #12von12-im-Dezember-Rezept: Rosenkohl und Hackbällchen mit Kartoffellbreikruste

Anikó postete jüngst ein Bild eines Auflaufs mit Rosenkohl, Hackbällchen und Kartoffelbreikruste. Klar, dass wir den nachkochen mussten.

Rosenkohl und Hackbällchen mit Kartoffellkruste.
Rosenkohl und Hackbällchen mit Kartoffellbreikruste

Zutaten für 4 Portionen:

1 kg Kartoffeln, gerne mehligkochend
500 g Rosenkohl
500 g Mischhack
1 kg Kartoffeln
100 g mittelalter Gouda, gerieben
Butterschmalz
Butter
Milch
Muskatnuss, gerieben
Salz
Pfeffer
Paprikapulver, edelsüß

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, vierteln oder achteln, waschen und zum Kochen bringen.

Rosenkohl putzen, den Strunk kreuzweise einschneiden und zum Kochen bringen. Etwa 10 Minuten kochen.

Hack mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver gut verkneten und in Bällchen formen. In etwas Butterschmalz von allen Seiten kräftig anbraten und in eine Auflaufform geben.

Rosenkohl abgießen und ebenfalls in die Auflaufform geben.

Kartoffeln abgießen und mit Milch und Butter zu einem flüssigen Brei stampfen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und den Käse unterheben. Auf Rosenkohl und Hack in die Auflaufform geben und bei 180°C (Umluft) etwa 15 Minuten backen, bis der Kartoffelbrei goldgelb ist.

Mehr Impressionen vom 12. Dezember gibt's hier.

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Endiviensalat mit Kirschtomaten

Salate im Winter sind bei uns schwierig, weniger für mich, ich finde da immer was mit saisonalen Zutaten, aber für den Gatten, denn für den besteht ein Salat nun mal aus Tomate, Gurke, Paprika und Eisberg.

Endiviensalat mit Kirschtomaten.
Für diesen Salat werden Kirschtomaten aus der Dose verwendet - bislang wusste ich gar nicht, dass es so etwas gibt. Ich hätte auf dieses Wissen auch weiterhin verzichten können. Die Dosentomaten waren so gar nicht meins. Ich hatte die ganze Zeit über den Eindruck, ich esse Ketchup.

Ich mag kein Ketchup.

Endiviensalat mit Kirschtomaten

Zutaten für 4 Portionen:

1 Kopf Endiviensalat
400 g Kirschtomaten aus der Dose, mit Saft
2 EL Wasser
2 EL Weißweinessig
Salz
Pfeffer
1 TL Agavendicksaft*
4 El Olivenöl

Zubereitung:

Salat putzen, längs halbieren, den harten Strunk keilförmig herausschneiden und den Salat in Streifen schneiden. Waschen und trockenschleudern.

Tomaten abgießen, den Saft dabei auffangen. 5 EL vom Saft, Essig, Wasser, etwas Salz, Pfeffer 
und Agavendicksaft verrühren, das Öl unterschlagen. Salatstreifen und Tomaten auf
 Tellern anrichten. Die Sauce darüber verteilen.

Quelle: Für jeden Tag 2/2015 / *Affiliate link

Dienstag, 11. Dezember 2018

Überbackene Polenta mit Rosenkohl

Zurzeit verarbeite ich die Polenta, die sich unkontrolliert im Vorratsschrank vermehrte. Mir würde dieses Gericht auch vegetarisch, also ohne Schinkenwürfel, schmecken, aber dann würde der Gatte protestieren.

Überbackene Polenta mit Rosenkohl.
Der Rosenkohl-Polenta-Fladen auf dem Backblech.
Überbackene Polenta mit Rosenkohl

Zutaten für 4 Portionen:

500 g Rosenkohl
ggf. 100 g gewürfelter Schinkenspeck
2 TL Butter
Salz
Pfeffer
100 ml Wasser
300 ml Milch
300 ml Gemüsebrühe
150 g Polenta
Muskatnuss, gerieben
100 g mittelalten Gouda, gerieben

Zubereitung:

Rosenkohl putzen, den Strunk kreuzweise einschneiden. 
Schinkenwürfel in einer Pfanne ohne Fett kross ausbraten, herausnehmen. Rosenkohl
 und Butter in die Pfanne geben, andünsten, mit Salz und Pfeffer würzen. 100 ml Wasser zugeben, aufkochen und zugedeckt 15 Minuten garen.

Milch und Gemüsebrühe aufkochen. Polenta zugeben und bei milder Hitze unter Rühren 8 bis 10 Minuten quellen lassen. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Zu einem ca. 20 x 15 cm großen Fladen ca. 1 1⁄2 cm dick auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen.

Rosenkohl gut abtropfen lassen. Mit den Schinkenwürfeln auf der Polenta verteilen. Gouda grob raspeln und darüberstreuen. Im Ofen bis 180°C (Umluft) etwa 15 Minuten überbacken.

Quelle: Für jeden Tag 2/2015

Sonntag, 9. Dezember 2018

Szenen einer Ehe: Applaus! Applaus!

Sie: "Dienstag Vormittag bin ich zum Weihnachtsmärchen im Theater. Da nehme ich die Hasen, die am Kühlschrank hängen, mit."

Er hat schon wieder vergessen, dass sie zwei Tage vorher darüber sprachen, dass die Plüschhasen ein neues Zuhause bei einer Theater-Kollegin, die Hasen sammelt, bekommen und fragt irritiert: "Was machst du im Theater mit den Hasen? Statt Applaus 'Mazel tov!' rufen und sie auf die Bühne werfen?!"

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Gebackenes Kürbis-Kartoffel-Gemüse

Der Gatte kochte irgendwas mit Nudeln und Kürbis, und ein halber kleiner Hokkaido blieb übrig. Gerade genug für ein kleines feines Sonntagsessen für mich.

Gebackenes Kürbis-Kartoffel-Gemüse.
Gebackenes Kürbis-Kartoffel-Gemüse

Zutaten für 1 Portion:

1/2 kleiner Hokkaido-Kürbis
3 - 4 Kartoffeln
1 kleine Zwiebel
frischer Thymian (getrockneter geht auch, wenn kein frischer da ist)
frischer Majoran (getrockneter geht auch, wenn kein frischer da ist)
1 Knoblauchzehen
1 TL Paprika edelsüß
5 - 6 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
200 g Saure Sahne (ist 'n büschen viel, aber ich wollte keine Reste haben)
1 Schuss Milch
frische glatte Petersilie, gehackt
1 Spritzer Zitronensaft

Zubereitung:

Kürbis waschen, entkernen und in Spalten schneiden (die Schale kann mit gegessen werden und wird nach dem Schmoren schön weich).

Kartoffeln waschen, nicht schälen und in Zentimeter-dicke Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und in ähnlich dicke Ringe schneiden.

Alles auf ein Blech oder in eine Auflaufform geben.

Das Gemüse salzen und pfeffern. Olivenöl, Thymian, Majoran, Knoblauch und Paprika vermischen und über das Gemüse geben.

Alles für ca. 40 Minuten bei 180°C (Umluft) in den Backofen geben.

In der Zwischenzeit die saure Sahne mit der Milch verrühren. Die Petersilie untermengen. Nach Gusto mit Zitronensaft eine frische Note zufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Quelle

Mittwoch, 28. November 2018

Patisseria L. Vidal in Sóller (Mallorca / Spanien): Don't worry, it's fluffy

Direkt neben dem Bahnhof in Sóller ist eine recht unscheinbare Bäckerei, in der es wunderbaren Kuchen gibt: Die Patisseria L. Vidal.

Außen unscheinbar, innen wunderbar.
Es scheint ein Familienbetrieb zu sein (am Tag unseres Besuches waren Mutter und Tochter im Laden), und auf Touristen ist man nicht eingestellt: Die Beschriftungen sind auf Spanisch, die Mutter spricht kein Englisch, aber wir verstanden uns auch so.

Der Gatte: "Das war sooo lecker!" - "Willst du da nächstes Jahr wieder hin?" - "Unbedingt! Mit der Bahn muss ich nicht noch mal fahren, aber zu diesem Bäcker."
Wir erstanden zwei Ensaïmada de Mallorca, das typische Hefegebäck, mit einer Füllung aus cabell d'àngel, einer Kürbiskonfitüre, und natürlich Apfelsinen, schließlich sind wir in Sóller, der Orangenstadt.

Die Ensaïmada im Detail. 
Das Gebäck packte die englischsprechende Tochter ein. Als ich der Größe der einzelnen Gepäckstücke gewahr wurde, murmelte ich entsetzt "Oh, mein Gott!" Sie antwortete lachend "Oh, don't worry, it's fluffy." Tscha, was soll ich sagen?! Das Gebäck ist in der Tat wunderbar fluffig. Dennoch aßen wir davon zwei Mal.

Noch mehr lecker Kuchen.
Wir hätten den halben Laden leer kaufen könne, weil vieles so lecker aussah, und hoffen, dass es wie geplant mit der Mallorca-Reise im nächsten September klappt. Mehr Mallorca-Impressionen gibt es im Gedöns-Blog.

Dienstag, 27. November 2018

Apfelkuchen mit Doce de Leite (oder einer anderen Karamellcreme)

Von Zeit zur Zeit gehe ich den Vorratsschrank durch. Der ist riesig, wie eine kleine Speisekammer, und zu allem Überfluss hamstert der Gatte auch noch im Keller einiges an Vorräten. Ich habe uns schon Spontankäufe untersagt, aber dennoch landet da immer wieder etwas, was unbedingt mit wollte, wie die Doce de Leite*. Das ist die brasilianische Variante gekochter und gesüßter Kondensmilch*.

Ein paar Äpfel mehr hätte mein Kuchen schon vertragen können.
Wenn sich gerade bei Dir keine im Vorratsschrank findet, kannst Du eine andere Karamellcreme* nehmen oder sie im Ofen selber machen (diese Variante finde ich schöner, als eine Dose Kondensmilch stundenlang zu kochen).

Apfelkuchen mit Doce de Leite.
Apfelkuchen mit Doce de Leite (oder einer anderen Karamellcreme)

Zutaten für eine 32er Springform*:

350 g Butter
200 g Zucker
6 Eier
400 g Mehl
2 TL Backpulver
ca. 8 TL Doce de Leite* oder eine andere Karamellcreme*
ca. 5 Äpfel, je nach Größe auch mehr, gerne säuerlich

Zubereitung:

Butter und Zucker schaumig schlagen und nacheinander die sechs Eier unterrühren. Dabei jedes Ei mindestens eine Minute lang unterschlagen. Mehl und Backpulver mischen und unterrühren.

Den Teig in eine gefettete Springform geben und ca. 8 TL Karamell-Kleckse darauf geben. Mit einem Schaschlikstäbchen oder einem Essstäbchen das Karamell in den Teig wirbeln.

Die geschälten und in schmale Streifen geschnittenen Äpfel schichtweise auf den Teig legen und die Form bei 180°C (Umluft) ca. 35 Minuten im Ofen backen.

Quelle / *Affiliate links

Mittwoch, 21. November 2018

Ofen-Hähnchen mit Feigen in Marsala-Sauce

Zum ersten Mal verarbeitete ich ein Kikok-Hähnchen. Diese Marke war mir bislang unbekannt; ich entdeckte sie beim Wochenmarkt-Schlachter, bei dem ich immer kaufe, wenn ich Mudderns besuche. Die Hähnchen werden ausschließlich mit Weizen und Mais gefüttert, beides gentechnikfrei, ohne Antibiotika aufgezogen, weswegen sie nur im Stall gehalten werden, und sie haben einen Garanzeiger, was mich total irritierte, hatte ich doch die ganze Zeit über das Gefühl, ein Aufblashuhn zu verarbeiten ...

Ofen-Hähnchen mit Feigen in Marsala-Sauce.
Geschmacklich ist das Hähnchen allerdings weit vom Gummitier entfernt, vergleichbar mit denen vom heimischen Schlachter oder der Geflügelfrau auf dem heimischen Wochenmarkt.

Das Hähnchen ist auf dem Weg in den Ofen.
Wir essen von einem Hähnchen immer zwei Mal, wenn keine Gäste da sind. Am ersten Tag gab's Semmelknödelauflauf als Beilage, am zweiten Tag Ofenkartoffeln, die in Bratensaft und Sauce gegart wurden.

Ofen-Hähnchen mit Feigen in Marsala-Sauce

Zutaten für 4 Portionen:

1 küchenfertiges Hähnchen, ca. 1,5 kg
3 Zwiebeln
2 rote Chilischoten
2 Zimtstangen
6 frische Lorbeerblätter
75 g schwarze Oliven ohne Stein
1 Dose grüne Feigen, gezuckert (415 g Inhalt)
250 ml Marsala
250 ml Geflügelbrühe
1 Orange
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Hähnchen abspülen, trockentupfen und innen und außen salzen und pfeffern. Auf der Brustseite in einen Bräter legen.

Zwiebeln schälen und vierteln, Chilischoten halbieren und die Kerne entfernen. Zwiebeln und Chili mit Zimtstangen, Lorbeerblättern, Oliven, Feigensirup, Marsala und Brühe in den Bräter geben. Orange heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale mit dem Sparschäler abschneiden. Orange halbieren, den Saft auspressen und in den Bräter geben.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Umluft) etwa 30 Minuten garen, dabei das Hähnchen regelmäßig mit Sauce und Bratensaft übergießen. Nach einer halben Stunde den Bräter herausnehmen und das Hähnchen umdrehen, so dass die Brustseite oben ist.

Temperatur auf 160°C (Umluft) reduzieren, die Feigen dazu geben und alles weitere 30 Minuten garen. Abschmecken und servieren.

Inspiration

Samstag, 17. November 2018

Das dritte #12von12-im-November-2018-Rezept: Apfel-Calvados-Kuchen nach David Lebovitz

Zurzeit gibt es bei uns jede Woche einen Apfelkuchen. Das liegt daran, dass uns Mudderns Apfelbaum sehr reichlich Äpfel schenkte. Mudderns verschenkt zwar auch viele, und lässt auch den Vögel einen reichen Anteil, aber dennoch haben wir Äpfel im Überfluss. Ich bot sie auch wieder bei Foodsharing an, wo sie diesmal kein Interesse fanden.

Also backe ich jedes Wochenende Apfelkuchen.

Apfel-Calvados-Kuchen nach David Lebovitz.
Bei diesem Kuchen habe ich die Zuckermenge des Original-Rezeptes halbiert. 150 g Zucker reichen auch, wenn die Äpfel sehr sauer sind (wie unsere).

Apfel-Calvados-Kuchen nach David Lebovitz

Zutaten für eine 26er Springform:

455 g Mehl
2 TL gemahlener Zimt
1/8 TL gemahlene Nelken
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
200 g brauner Zucker
3 Eier
350 ml Erdnuss-, Sonnenblumen- oder Raps-Öl
60 ml Calvados
100 g Walnüsse oder Pekannüsse, geröstet und grob gehackt
700 g Äpfel, geschält, entkernt und gewürfelt

Zubereitung:

Zucker und Eier aufschlagen, dann das Öl langsam dazu gießen, als ob eine Mayonnaise entstehen soll. Dabei ständig rühren, damit die Masse emulgiert. Den Calvados dazu geben.

Mehl, Zimt, Nelken, Backpulver und Salz in einer mittelgroßen Schüssel verrühren und unter den Teig heben. Äpfel und Nüsse ebenfalls unterheben.

Den Teig in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kuchenform geben und 90 Minuten bei 160°C (Umluft) backen. Evtl. abdecken, damit er oben nicht zu braun wird. Die Teigmasse ist sehr feucht und kompakt, so dass die Stäbchenprobe täuschen kann. Deswegen die Stäbchenprobe nicht nur in der Mitte machen, sondern an mehreren Stellen. Nach meiner Erfahrung braucht der Kuchen die volel Backzeit, und unser Ofen ist schon sehr fix.

Der Kuchen schmeckt übrigens am nächsten Tag, wenn er durchgezogen ist, noch besser.

Quelle / Affiliate link zum entsprechenden Kochbuch

Freitag, 16. November 2018

Das zweite #12von12-im-November-2018-Rezept: Overnight Oats mit Granatapfel und Mohn

Was mit Quark und Joghurt funktioniert, müsste doch auch mit matschigen Haferflocken Overnight Oats schmecken, dachte ich mir.

Overnight Oats mit Granatapfel und Mohn.
Ja, schmeckt.

Overnight Oats mit Granatapfel und Mohn

Zutaten für 1 Portion:

50 g Hafer- oder andere Getreideflocken
125 ml Milch bzw. Milchersatz
2 EL Joghurt
1 Banane
1 Spritzer Zitronensaft
1 Prise Salz
1 - 2 EL Mohn
1/2 Granatapfel, die Kerne davon

Zubereitung:

Banane mit Milch, Joghurt, 1 Spritzer Zitronensaft und 1 Prise Salz in einen Blender geben und mixen.

Hafer- oder Getreideflocken in ein Bügelverschluss- oder Schraubdeckelglas geben, mit der Bananenmilch übergießen und ein paar Stunden oder über Nacht im Kühlschrank quellen lassen.

Vor dem Verzehr die Hafer- oder Getreideflocken gut verrühren, Mohn und Granatapfel dazu geben und genießen.

Affiliate links:


Donnerstag, 15. November 2018

Das erste #12von12-im-November-2018-Rezept: Schlehensirup

Wenn der erste Frost kommt, ist es Zeit, Schlehen zu sammeln. Ich überlasse das Mudderns, den ich bin zu dusselig, Schlehen eindeutig zu identifizieren.

Fertig zum Verschenken: Der Schlehensirup.
Wenn Du mit dem Sammeln der Schlehen nicht bis zum ersten Frost warten willst, kannst Du sie auch früher sammeln und einfrieren. Wichtig ist nur, dass die Beeren Frost bekommen, denn der entzieht ihnen die Bitterstoffe.

Schlehensirup

Zutaten für ca. 2 Liter Sirup:

1 kg Schlehen, gewaschen und geputzt
800 ml Wasser
ca. 1 kg weißer Zucker
ca. 20 g Zitronensäure

Zubereitung:

Schlehen und Wasser in einen Topf geben und ohne Deckel etwa 10 Minuten auf mittlerer Stufe kochen lassen. An einem kühlen Ort (zum Beispiel auf dem Balkon) über Nacht abkühlen lassen.

Am nächsten Tag die Schlehen durch ein Haarsieb passieren, den Saft auffangen und abmessen. Pro 100 ml Saft 100 g Zucker rechnen. Zusätzlich auf 1 l Saft 20 g Zitronensäure rechnen.

Saft, Zucker und Zitronensirup in einen Topf geben, aufkochen lassen und noch heiß in sterilisierte Flaschen abfüllen.

Affiliate links:

Dienstag, 13. November 2018

Ein fast kroatischer Apfelkuchen (Kolač od Jabuke)

Als ich diesen Apfelkuchen sah, wusste ich, der wird gebacken, wenn es wieder Äpfel von Mudderns gibt, denn wie alle zwei Jahre trug der Baum auch in diesem Jahr wieder üppig, und für diesen Kuchen braucht's viele Äpfel. Eigentlich pflanzten meine Eltern damals ja nur einen Zierapfel, aber das vergaß das Bäumchen schnell und wurde ein prächtiger Baum.

Kroatischer Apfelkuchen.
Genau wie Sina erschreckte mich die Zuckermenge im Originalrezept: In die Füllung kommen 225 g, in den Teig 165 g, und obendrauf noch 1 Esslöffel. Auch ich reduzierte die Zuckermenge, allerdings nicht ganz so stark, denn die Äpfel von Mudderns Baum werden beim Backen arg säuerlich.

Da der Gatte schon seit zwei Apfelkuchen möpperte, er wolle einen Apfelkuchen mit Calvados, tat ich ihm hier den Gefallen und ersetzte der Rum damit. In die Apfelfüllung täten übrigens auch Rosinen oder Kranbeeren passen. Das probiere ich dann beim nächsten Mal.

Kroatischer Apfelkuchen.
Der Kuchen schmeckt übrigens am nächsten Tag, wenn er richtig schön durchgezogen ist, noch besser.

Kroatischer Apfelkuchen (Kolač od Jabuke)

Zutaten für eine Auflaufform mit den Maßen 35 x 32 cm*:

Für den Teig:
165 g weiche Butter
100 g Zucker
1 Ei
abgeriebene Schale einer heiß abgewaschenen Zitrone (den Saft brauchst Du für die Füllung)
2 EL Calvados
375 g Mehl plus etwas zum Ausrollen
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Für die Apfelfüllung:
750 g Apfelspalten einer säuerlichen Sorte
2 EL Zucker
Saft einer Zitrone (die Schale brauchst Du für den Teig)
2 EL Calvados
1 EL gemahlener Zimt

Zusätzlich:
1 Ei
etwas kaltes Wasser
2 EL Zucker

Erst wird der Teig zubereitet:

Butter und Zucker sehr schaumig rühren. Ei hinzufügen und gut unterrühren, dann Zitronenschale und Calvados einarbeiten.

Mehl, Backpulver und Salz mischen und unter den Teig heben.

Den Teig 30 bis 60 Minuten im Kühlschrank oder auf dem vorwinterlichen Balkon ruhen lassen.

Währenddessen die Äpfel schälen und in Spalten schneiden. Insgesamt sollen es 750 g Apfelspalten werden.

Die Äpfel mit dem Zucker in einem Topf bei starker Hitze schmoren lassen, bis sie leicht zerfallen sind. Calvados und Zitronensaft einrühren. Topf vom Herd nehmen und die Masse leicht abkühlen lassen.

Auflaufform mit Backpapier auslegen. Den Teig in zwei gleich große Stücke teilen. Eine Hälfte 1 bis 2 cm dick ausrollen und in die Auflaufform legen. Bei 170°C (Umluft) etwa 10 Minuten backen.

Den Teigboden aus dem Herd holen und die Apfelfüllung darauf verteilen.
Die zweite Teighälfte ebenso wie die erste ausrollen und mit Hilfe eines Nudelholzes auf den Äpfel legen. Die Ränder zudrücken.

Das Ei mit Wasser verkleppern und auf die Teigdecke geben. Dann den Zucker darüber streuen und die Teigdecke mit einem Schaschlikspieß ein paar Mal einstechen.

Den Kuchen wieder in den Ofen geben und bei 170°C (Umluft) noch 25 bis 30 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. In der Form abkühlen lassen und servieren.

Quelle / *Affiliate links

Donnerstag, 8. November 2018

Schoko-Kokos-Overnight-Oats mit Banane

Hier kam es mal wieder zu einer ungeplanten Bananenvermehrung. Also gab's Oats mit doppelter Bananenmenge.

Schoko-Kokos-Overnight-Oats mit Banane.
Schoko-Kokos-Overnight-Oats mit Banane

Zutaten für 1 Portion:

50 g Hafer- oder andere Getreideflocken
125 ml Milch bzw. Milchersatz
2 EL Kakao (der echte, ohne Zucker)
1 EL Kokosflocken
2 Bananen
1 Spritzer Zitronensaft
1 Prise Salz

Zubereitung:

Eine Banane mit Milch, Kakao und 1 Prise Salz in einen Blender geben und mixen.

Getreideflocken und Kakao in ein Bügelverschluss- oder Schraubdeckelglas geben, mit der Bananenmilch übergießen und ein paar Stunden oder über Nacht im Kühlschrank quellen lassen.

Die zweite Banane in Scheiben schneiden, in ein Bügelverschluss- oder Schraubdeckelglas geben, mit Zitronensaft beträufeln und kalt stellen.

Vor dem Verzehr die Getreideflocken gut durchrühren, dann die Bananen darüber geben und genießen.

Affiliate links:


Dienstag, 6. November 2018

Kochen ohne Tüte: Paprika-Gulasch

Als wir in der letzten Woche den Garten winterfest machten, ernteten wir die letzten Tomaten, Paprikaschoten und Weintrauben. Für alle drei war der heiße Sommer ideal. Alleine am Paprikastrauch hing noch ein Pfund grüner Schoten. Den Gatten gelüstete es spontan nach Gulasch. Soll sein.

Eigene Ernte: Paprika und ein paar kleine Tomaten.
Wie üblich, koche ich auch Paprika-Gulasch ohne Tüte. Ich verzichte auf die pulverisierte Version von
Zwiebeln, Mehl (Weizen, Reis), 14% Paprika, Stärke, jodiertes Meersalz, Zucker, Palmöl, Würze, Kümmel, Knoblauch, Majoran, Lorbeerblätter, Hefeextrakt, Aromen, Pfeffer, Zitronensaftpulver, Cayennepfeffer, Speisesalz, Spuren von Milch, Ei, Sellerie und Senf.
Vor allem Hefeextrakt und Palmöl braucht es nicht für ein gutes Essen. Es braucht dann allerdings auch mehr Zutaten als einen Beutel Fix für Paprika-Gulasch und ein Pfund Schweinegulasch.

Paprika-Gulasch vor Semmelknödelauflauf.
Paprika-Gulasch

Zutaten für 4 Portionen:

500 g Zwiebeln, geviertelt
500 g Gulasch, gerne Rind
4 EL Paprikapulver, edelsüß
4 Tomaten
4 Stangen Bleichsellerie, gestückelt
500 g Paprika, geviertelt
2 EL Tomatenmark
1 TL scharfe Paprikapaste* (oder Paprikapulver rosenscharf)
1 EL Stärkemehl
300 ml Rotwein
300 ml Gemüsebrühe / Wasser
Salz
Pfeffer
Zucker
Butterschmalz

Zubereitung:

Butterschmalz in einem Topf erhitzen. Zwiebeln und Fleisch darin scharf anbraten, bis alles gut Farbe genommen hat. Mit Paprikapulver bedecken und gut umrühren. Tomaten dazu geben und warten, bis sie etwas geschmolzen sind. Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen.

Sellerie und Paprika dazu geben, warten, bis sie etwas Farbe nahmen, dann Tomatenmark und Paprikapaste einrühren. Alles mit Stärkemehl bestäuben, gut umrühren und mit Rotwein ablöschen.

Den Rotwein einkochen lassen, dann Gemüsebrühe dazu geben und alles unter gelegentlichem Umrühren auf kleiner Flamme etwa 90 Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch so mürbe ist, dass es von der Gabel fällt. Vor dem Servieren noch mal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu schmecken Semmelknödel oder Kartoffelklöße.

* Affiliate link

Donnerstag, 1. November 2018

Rahmkartoffeln aus Schonen (Skånsk potatis)

Rahmkartoffeln sind wunderbar, wenn zu einem Gericht zu wenig Sauce da ist. Sie werden in einer Sahne-Milch-Brühe-Mischung gekocht und werden schön cremig.

Rahmkartoffeln aus Schonen (Skånsk potatis), hier mit schwarzem Pfeffer. 
Sitzen Vegetarier am Tisch, kann die Fleischbrühe durch Gemüsebrühe ersetzt werden. Weißer Pfeffer schmeckt in diesem Gericht feiner, schwarzer geht aber auch.

Rahmkartoffeln aus Schonen (Skånsk potatis)

Zutaten für 4 Portionen:

650 g Kartoffeln, festkochend, in kleine Würfel geschnitten
1 Zwiebel, fein gehackt
20 g Butter
200 g Sahne
200 ml Milch
1 Schuss kräftige Fleischbrühe (alternativ Gemüsebrühe)
Salz
Pfeffer, weiß

Zubereitung:

Kartoffeln, Zwiebeln und Butter in einen Topf geben und 5 bis 10 Minuten goldbraun anbraten. Miclh, Sahne und Brühe dazu geben und köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich und die Sauce eingedickt ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

Quelle / Affiliate link

Dienstag, 30. Oktober 2018

Dänischer Schweinberaten (Flæskesteg med brun sovs)

Ich liebe Schweinekrustenbraten. Es gibt ihn nur selten bei uns, weil der Gatte Schweinebraten nur dünn aufgeschnitten auf Brot goutiert. Jetzt war aber endlich mal wieder Zeit für Schweinekrustenbraten.

Dieses Rezept stammt aus Dänemark und Norwegen. Die Zubereitung ist in beiden Ländern gleich, einzig am Einschnitt der Kruste ist zu sehen, ob es ein dänisches oder norwegisches Schwein ist: Die Dänen schneiden die Schwarte in schmale Streifen, die Norweger in Rauten. Meinem Schwein dürfte es egal sein: Es wuchs in Schleswig-Holstein auf. Die in schmale Streifen geschnittene Schwarte hat allerdings den Vorteil, dass sich der Braten leichter portionieren lässt.

Schweinebraten mit Kruste.
Dieses Gericht kommt mit drei Zutaten aus: Schwein, Salz und Wasser. Wenn's unbedingt sein muss, kannst Du noch Lorbeer nehmen. Um so wichtiger ist die Fleischqualität. Ein mageres turbogemästetes Schwein hat schlichtweg nicht genug Fett, um eine gute Schwarte zu ergeben.

Da der Gatte keine Kruste isst, habe ich sie vor dem Servieren abgenommen und gleichzeitig so viel Fett wie möglich vom Fleisch entfernt, denn Fleisch mit Fettrand mag der Gatte ebenfalls nicht.

Kruste, hier ohne Braten.
Sowohl in Dänemark als auch in Norwegen gibt es eine Reihe von Beilagen zum Schweinebraten wie Frikadellen, geräucherte Schweinswürstchen, Preiselbeeren, Braunkäse, Rotkohl, karamellisierte Kartoffeln oder Pellkartoffeln, gebratene Apfelspalten und natürlich brun sovs, die braune Sauce...

Für die braune Sauce wird in der dänischen Küche immer noch gerne Zuckercouleur verwendet. Ich finde es widersinnig, gute Zutaten damit zu verhunzen. Hielte ich mich ans Rezept, bestünde meine Sauce aus Schweinebratenwasser, Zuckercouleur und Mehlbutter. Das geht auch anders.

Schweinebarten schmeckt auch prima kalt auf Brot - zum Beispiel als Rundstück warm.

Dänischer Schweinberaten (Flæskesteg med brun sovs)

Zutaten für 8 - 10 Portionen:

ca. 2 kg Schweinebraten mit Schwarte, am Besten gleich beim Schlachter eingeschnitten
grobes Meersalz
Wasser
ggf. Lorbeerblätter

Für die Sauce:
1 - 2 Schuss Sojasauce
1 - 2 Schuss Rotwein
1 EL Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
1 - 2 EL Stärkemehl, in kaltem Wasser aufgelöst

Zubereitung:

Das Fleisch rundum mit reichlich Salz einreiben, so dass es auch in die Schnitte der Schwarte gelangt. In die Schwarte ggf. Lorbeerblättern stecken. Das Fleisch in einen Bräter geben und so viel Wasser angießen, das es etwa 2,5 cm hoch im Topf steht. Das Fleisch darf zu keinem Zeitpunkt trockenfallen. Regelmäßig den Wasserstand kontrollieren und bei Bedarf Wasser nachfüllen.

Den Bräter auf dem Gitterrost in den Ofen schieben und bei 200°C (Ober-/Unterhitze) so lange garen, bis das Fleisch eine Kerntemperatur von 60°C anzeigt. Das dauert je anch Herd zwischen zwei und drei Stunden. Zeigt das Thermometer 55°C an, ist die Kruste aber noch weich, die Temperatur auf 250°C erhöhen, dabei aber darauf achten, dass die Kruste nicht verbrennt.

Den Braten aus dem Ofen nehmen und ca. 15 Minuten beiseite stellen, damit das Fleisch ruhen kann. In dieser Zeit aus dem Bratensaft wie folgt eine Sauce zubereiten: Bratensaft bei starker Hitze aufkochen und reduzieren lassen. Mit Sojasauce, Rotwein, Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer abschmecken und mit Stärkemehl binden.

Das Fleisch entlang der Einschnitte in Scheiben schneiden und mit der Sauce servieren.

Quelle / Affiliate link

Sonntag, 28. Oktober 2018

Szenen einer Ehe: Grüner wird's nicht

Sie: "Schatz, kannst du mir bitte einen Gefallen tun?"

Er: "Ist ja schon gut, ich bring' den Müll 'raus."

Sie: "Ja, das auch, aber das meine ich nicht. Kannst du bitte mal nach eine Pflanzlampe für die großen Töpfe gucken?"

Er: "Die großen Pflanzen sollten doch weg. Die wolltest du doch verschenken."

Sie: "Ja, das will ich auch immer noch, aber bislang fand sich ja niemand, der die aufnehmen will."

Er: "Wir fahren nachts zum Botanischen Garten und pflanzen die da irgendwo ein?!"

Falls wer will: Ich habe immer noch zwei große Ficus benjamini und eine sehr ausladende Strahlenaralie zu verschenken ...


Dienstag, 23. Oktober 2018

Aufgewärmt: Mohn-Käsekuchen mit Äpfeln

Momentan liegt der Balkon voller Äpfel, so dass es jedes Wochenende Apfelkuchen gibt. Rezepte gibt es zwar genug, aber als ich jüngst guckte, was den Kühlschrank so voll macht, fand ich u.a. 500 g Magerquark. Das schreit nach Käsekuchen. Und da auch meist ein Päckchen Dampfmohn* im Hause ist, war alles da, um diesen Kuchen mal wieder zu backen.

Mohn-Käsekuchen mit Äpfeln.
Mohn-Käsekuchen mit Äpfeln

Zutaten für eine 26er Springform:

125 g Mohn, gemahlen
50 g Butter, weich
60 ml Milch, heiß
4 Eier
600 g Äpfel
ggf. 3 EL Zitronensaft
500 g Magerquark
155 g weißer Zucker
1 TL Vanillezucker
50 g Grieß
1 Prise Salz
ggf. Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
 
Springform fetten und mit Mehl ausstäuben oder mit rundem Backpapier* auslegen. Gemahlenen Mohn mit heiße Milchr übergießen und 15 Minuten quellen lassen.

Währenddessen Äpfel schälen, halbieren oder vierteln, entkernen und ggf. mit Zitronensaft beträufeln.

Schmand, Quark, 3 Eier, 125 g Zucker, Vanillezucker, 1 Prise Salz und Grießbrei mit den Schneebesen des Handrührgerätes kurz verrühren. In die Springform streichen.

Weiche Butter, 30 g Zucker und 1 Ei unter den gequollenen Mohn rühren.

Äpfel mit der Wölbung nach oben auf die Käsemasse legen, dabei ca. 1 cm Rand lassen. Vorsichtig etwas in die Quarkmasse drücken.

Mohnmasse in Klecksen darauf verteilen.

Im Backofen bei 150 °C (Umluft) 60 bis 70 Minuten backen. Ca. 4 Stunden in der Form auskühlen lassen. Nach Geschmack mit Puderzucker bestäuben.

Quelle: Küchenlatein / *Affiliate links

Sonntag, 21. Oktober 2018

Szenen einer Ehe: Wat mutt, dat mutt

Er: "Wir haben lange nichts mehr von Frau K. gehört."

Sie: "Ich war Donnerstag mit ihr im Theater und sehe sie einmal im Monat auf der Demo."

Er: "Hm, die monatlichen Treffen in Restaurants im letzten Sommer fand ich schöner."


Mittwoch, 17. Oktober 2018

Porree-Tarte mit Ziegenkäse und Pinienkernen

Momentan essen wir gerne Porree. Er passt gut zum Herbst. Noch herbstlicher wird diese Tarte mit Walnüssen. Die können, anders als die Pinienkerne, von Anfang an mitgebacken werden.

Porree-Tarte mit Ziegenkäse und Pinienkernen.
Porree-Tarte mit Ziegenkäse und Pinienkernen.
Porree-Tarte mit Ziegenkäse und Pinienkernen

Zutaten für 1 Backblech:
Olivenöl
Butter
2 Lauchstangen, in Ringe geschnitten
2 EL Thymian, gehackt
1/2 Zitrone, Schale und Saft davon
Salz
Pfeffer
1 Packung Blätterteig
200 g weicher Ziegenkäse
50 g Pinienkerne
glatte Petersilie, fein gehackt

Zubereitung:

Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und dann die Butter hinzufügen. Porree hinzugeben und bei mittlerer Hitze garen, bis er weich ist. Der Porree sollte möglichst nicht braun werden. Mit Thymian, Zitronensaft und -schale, Salz und Pfeffer abschmecken. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausrollen und etwa 1 cm vom Rand entfernt leicht einschneiden. Den Boden mit einer Gabel einstechen..

Den Porree auf dem Teig verteilen. Den Käse darauf zerbröckeln. Alles mit etwas Olivenöl beträufeln und die Teigränder mit etwas Öl bestreichen. Die Tarte bei 200°C (Umluft) etwa 15 bis 20 Minuten backen, bis der Teig an den Rändern aufgebläht ist und goldbraun ist. Dabei den Teig nach etwa 10 Minuten mit Pinienkerne und Petersilie bestreuen.

Warm oder kalt servieren.

Quelle

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Nudeln in cremiger Porree-Schinken-Sauce

Porree und Schinken gehen immer. Hier treffen sie auf Kräuter-Frischkäse und Nudeln. Alles ist blitzschnell in unter 20 Minuten zubereitet, wenn die Nudeln schon ins kalte Wasser gegeben werden. Das klappt und schmeckt, vertraue mir.

Nudeln in cremiger Porree-Schinken-Sauce.
Nudeln in cremiger Porree-Schinken-Sauce

Zutaten für 4 Portionen:

400 g Nudeln
Olivenöl
100 g gewürfelter Schinkenspeck
1 - 2 Stangen Porree (Lauch), halbiert und fein geschnitten
300 g Kräuter-Frischkäse
1 - 2 Spritzer Zitronensaft
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Nudeln nach Packungsanweisung kochen.

Während die Nudeln kochen, Öl in einer Pfanne erhitzen. Speck und Lauch darin erst anbraten, dann mit einer Kelle Nudel-Kochwasser ablöschen und weich dünsten.

Den Frischkäse mit 1 - 2 Kellen Nudel-Kochwasser verrühren, zum Porree geben und warm werden lassen. Die so entstandene Sauce mit Salz, Pfeffer und Zitrone abschmecken und ggf. mit Nudel-Kochwasser verdünnen, falls die Sauce zu dick ist.

Nudel abgießen, dabei ggf. noch etwas Kochwasser zum Verdünnen der Sauce auffangen, und mit der Sauce vermengen.

Quelle

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Sesam-Zuckerschoten mit Hühnchen aus dem Wok

Im Moment steht bei uns hauptsächlich schnelle Feierabendküche auf dem Plan, und das wird sich bis zum Jahresende kaum ändern. Wir sind beide mitten im Weihnachtsgeschäft. Ich werde zudem zu Jahresbeginn einen neuen Arbeitsbereich bekommen, auf den ich gerade eingearbeitet werde. Die Kollegin, deren Aufgaben ich übernehme, geht in den Ruhestand.

Sesam-Zuckerschoten mit Hühnchen aus dem Wok.
Ich arbeite ja seit diesem Jahr endlich wieder in Teilzeit, die Kollegin hat aber eine Vollzeitstelle, die zudem auch noch niedriger dotiert ist als meine, was bedeutet, dass ihr Aufgabenbereich so zugeschnitten werden muss, dass er in meine Teilzeitstelle passt, während die Teile, die nicht in mein Profil passen, neu ausgeschrieben werden. Also stricken wir gerade die Profile und Konzepte für drei Stellen.

Gleichzeitig sind die beiden Kolleginnen, mit denen ich bislang ein Team bildete, völlig durch den Wind, weil ihnen dämmert, dass sie nach nur einem Jahr wieder eine neue Kollegin bekommen werden, und das, wo es gerade mal drei Monate her ist, dass sie einen neuen Chef bekamen. Für mich als einzige im Team war der nicht neu; er war schon früher mal mein Vorgesetzter.

Den Damen dämmert wohl auch, dass die neue Kollegin Weisungsbefugnis haben wird, sie mehr arbeiten müssen, sich nicht mehr den halben Tag über's Wetter und ihre generelle Überlastung unterhalten können. Die Weisungsbefugnis hatte ich zwar auch, kam aber nicht dazu, sie wahrzunehmen, weil es dazu eines Konzeptes bedarf, das erst jetzt erarbeitet wird. Es durchzusetzen, überlasse ich meiner Nachfolgerin. Angesichts der Proben für die Palastrevolution, die ich gerade erlebe, wird es spaßig werden.

Die beiden Kolleginnen und die ausscheidende Kollegin treiben mich seit der Rückkehr aus Mallorca in den Wahnsinn. Mein Antrag auf Zulage für psychosoziale Betreuung wurde leider abgelehnt, ebenso wie die Schokoladenflatrate und die regelmäßige Valiumausgabe. Zum Glück habe ich Aufbissschienen und versuche, regelmäßig meine Überstunden abzubummeln.

Abends bin ich froh, wenn ich mich auf meinen Strickkrams oder Bastelkrams konzentrieren kann, weil mir der Schädel platzt. Zum Bloggen komme ich kaum, denn abends mag ich mich nicht mehr an den PC setzen, Buchstaben sehen und um Worte ringen. Rezepte mit mehr als drei Zutaten überfordern mich aktuell, und ich bin froh, wenn der Gatte kocht, denn ihn entspannt Kochen.

Dieses Rezept hat kaum mehr als drei Zutaten und ist ratzfatz auf dem Tisch. Uns schmeckt es ohne Reis. Mit Reis reicht die Menge locker für acht.

Sesam-Zuckerschoten mit Hühnchen aus dem Wok

Zutaten für 4 Portionen:
2 Hähnchenbrustfilets, je nach Größe auch weniger oder mehr
Sesam-Öl
400 g TK-Zuckerschoten
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 - 2 Chilischoten
1 - 2 cm Ingwer
5 EL Sesam
1 guter Schuss Sojasauce

Zubereitung:

Filet würfeln. Einen Wok sehr heiß erhitzen, das Öl hinzufügen und das Fleisch kräftig anbraten.

Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden. Die Kerne der Chilischote entfernen und das Fruchtfleisch fein hacken. Ingwer schälen und fein hacken. Zum Fleisch in die Pfanne geben und ebenfalls anbraten.

Zuckerschoten hinzufügen, durchschwenken und mitbraten. Mit einem Schuss Sojasauce würzen.

Sesam in einer Pfanne ohne Fett rösten. In den Wok geben, alles vermischen und servieren.

Quelle

Donnerstag, 27. September 2018

Pfannkuchenrolle mit Hack und Champignons

Langsam wird's Herbst. Im Garten wollen zwar noch Tomaten und Paprika geerntet werden, aber die Blätter färben sich schon bunt. Da kann langsam die Pilzsaison eingeläutet werden.

Pfannkuchenrolle mit Hack und Champignons.
Wir mögen gefüllte Pfannkuchen, die ich immer öfter im Ofen zubereite. Das ist einfacher, als Pfannkuchen um Pfannkuchen am Herd stehend zu machen. Der Herd ist ohnehin mit den Pfannen für Füllung und Sauce besetzt.

Pfannkuchenrolle mit Hack und Champignons

Zutaten für 1 Backblech:

Für den Teig:
5 Eier
100 ml Milch
100 ml Mineralwasser
100 g Mehl

Für die Füllung:
1 Zwiebel, gewürfelt
500 g Rinderhack
Paprikapulver, edelsüß
2 EL Tomatenmark

Für die Sauce:
200 g Champignons, in Scheiben beschnitten
200 ml dunkles Bier
200 ml Gemüsebrühe
Sojasauce
Thymian, frisch oder getrocknet

Außerdem:
Öl
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Für den Pfannkuchen Eier, Milch, Mineralwasser und Mehl zu einem glatten Teig verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig darauf geben. Bei 180°C (Umluft) 15 bis 20 Minuten backen.

Für die Füllung die Zwiebel in etwas Öl glasig dünsten. Das hack mit Tomatenmark, Paprikapulver, Salz und Pfeffer vermischen und krümelig braten. Warmstellen, bis der Pfannkuchen fertig ist.

Für die Sauce die Champignons mit Thymian, Salz und Pfeffer in etwas Öl anschwitzen. Aus der Pfanne nehmen und den Bratensatz mit Bier und Gemüsebrühe loskochen. Die Flüssigkeit auf etwa die Hälfte einkochen lassen. Champignons wieder in die Pfanne geben und mit Sojasauce abschmecken. Warmhalten bis zum Servieren.

Pfannkuchen aus dem Ofen nehmen und lauwarm abkühlen lassen. Die Hackmasse darauf verteilen und den Pfannkuchen von der langen Seite her fest aufrollen. In Scheiben schneiden und mit der Champignonsauce servieren.

Dienstag, 25. September 2018

Grundrezept: Apfelmus aus dem Ofen

Mudderns Apfelbaum trägt trotz Rückschnitts üppig. Im vorletzten Jahr verschenkte ich einen Großteil der Äpfel. Im letzten Jahr befand der Gatten, wir könnten daraus Apfelmus und Apfelsaft machen.

Wir. Ja, nee, is klaa. Der Anteil des Gatten an dem "Wir" ist, dass er den Entsafter von seiner Mutter holt, die geernten Äpfel ins Auto, aus dem Auto und auf den Balkon trägt und ansonsten meckert, weil die Küche unordentlich ist oder ich Gläser und Flaschen kaufe. "Davon haben wir doch schon genug!"

Reiche Apfelernte.
Ja, stimmt, wir haben reichlich Gläser und Flaschen. Voll. Im Vorratsschrank. Die leeren hatte ich zu Beginn der Erntesaison einer Kollegin gegeben, damit sie der Obstflut in ihrem Schrebergarten Herrin wird. Damals war ich noch der Meinung, ich bräuchte keine leeren Gläser mehr.

Dusseligerweise hatte ich letzten Herbst keinen Urlaub, um die Apfelflut zu bewältigen, damit sie vor dem ersten Frost vom Balkon kommt. Wenn die Zeit knapp ist, hilft nur Effektivität. Während ich nach Rezepten guckte, überlegte ich mir, dass sich Apfelmus doch auch im Ofen herstellen lassen müsste.

Dann kann ich dank Umluft drei Bleche auf einmal herstellen, nebenbei noch Gläser sterilisieren oder einkochen, abends, nach der Arbeit, während auf dem Herd das Abendessen kocht oder ich auf dem Sofa liege. Im Backofen kann ja nichts überkochen, mehr oder weniger. Außerdem kann der Gatte dann schon mal die Küche aufräumen.

Das Apfelmus aus dem Ofen kommt zum Beispiel bei Apple Pie Oats zum Einsatz.
Die Idee mit dem Apfelmus aus dem Backofen hatten zum Glück schon andere, und so konnte ich mich an einigen Rezepten orientieren, wusste, welche Garzeit ich brauche.

Das hier ist ein Grundrezept für ein Apfelmus ohne Zugabe von Flüssigkeit. So eignet es sich zum Beispiel als Füllung für Pfannkuchen oder Kuchen. Ich habe es bewusst nur mit Vanille gewürzt und kaum gesüßt, damit es vielfältig einsetzbar ist.

Grundrezept: Apfelmus aus dem Ofen

Zutaten für ca. 1 kg Apfelmus

1 kg Äpfel, geschält, geviertelt und geputzt gewogen
3 EL brauner Zucker
1 Vanillestange
ggf. Zitrone, falls das Apfelmus nicht braun werden soll

Zubereitung:

Die Äpfel mit Zucker und Vanillestange in eine Auflaufform mit Deckel oder in einen ofenfesten Topf mit ofenfestem Deckel geben (ist beides nicht da.

Auflaufform / Topf mit Alufolie verschließen und bei 160°C (Umluft) für ca. 2 Stunden in den Ofen geben, dann den Ofen abschalten. Noch ca. 2 Stunden in der Restwärme stehen lassen. Anschließend je nach Konsistenz ggf. noch pürieren und in sterilisierte Gläser abfüllen. Die Gläser nur bis etwa einen Fingerbreit untern Rand befüllen. Die Ränder müssen sauber sein (ich nehme einen Marmeladentrichter*) .

Die Gläser auf ein Backblech stellen, ohne dass sie sich berühren. Einen halben Liter warmes Wasser auf das Backblech gießen, den Ofen auf 160° Umluft einstellen und laufen lassen, bis die Gläser ‚perlen‘. Das dauert, je nach Größe, 30 bis 45 Minuten.

Gläser herausnehmen, auf ein Handtuch stellen und abkühlen lassen. Wenn die Deckel sich nach innen wölben und /oder ein Knacken zu hören ist, sind sie dicht. Andernfalls haben die Gläser kein Vakuum gezogen. Solche Gläser bewahre ich im Tiefkühler auf (keine Angst, das Glas platzt normalerweise nicht), die anderen im Vorratsschrank.

Eine ausführliche Anleitung zum Sterilisieren und Einkochen im Ofen gibt es bei Friesi.

*Affiliate links

Sonntag, 23. September 2018

Szenen einer Ehe: Oben

Sie schenkte ihm Karten für Jeff Lynne's ELO, seiner erklärten Lieblingsband. Beim Kauf war die Arena schon ziemlich ausgebucht, also entschied sie sich für den Oberrang. Der ist, wie man sich denken kann, oben. Also hoch. Und sie hat Höhenangst, die sie bei der Kartenbuchung irgendwie verdrängte.

In der Arena stellt sie erschrocken fest, dass der Oberrang selbst im unteren Drittel nun mal, genau, oben ist.

Sie: "Scheiße, ist das hoch. Wieso ist das so hoch?"

Er: "Die Sicht ist echt klasse."

Sie: "Aber so weit oben."

Er: "Ja, und steil. Merkt man vor allem, wenn man die Treppe runtergeht und Speed bekommt. Da hält einen die niedrige Glasbalustrade im Notfall auch nicht auf."

Doch, doch, das ist eine ungemein beruhigende Vorstellung, wenn jemand Höhenangst hat ...

Donnerstag, 20. September 2018

Torta de Banana - Drei-Schichten-Bananen-Kuchen aus Brasilien

Falls Du mal ganz viele vollreife Bananen und etwas Zeit übrig hat, hab' ich hier was für Dich: Einen Bananenkuchen mit drei Schichten: Bananenpudding, Kokos-Vanille-Pudding und Baiser.

Bananenkuchen mit drei Schichten.
Von diesem brasilianischen Rezept gibt es so viele Varianten wie Bananen. Allen gemein ist, dass sie sehr süß sind. Ich habe den Zucker reduziert. Für den Gatten, sonst sehr allem süßen zugeneigt, hätte es noch weniger sein können. Nun ja.

Torta de Banana - Drei-Schichten-Bananen-Kuchen aus Brasilien

Zutaten für eine 26er Springform:

Für den Teig:
200 g Mehl
1 Ei
1 Prise Salz
100 g kalte Butter
30 g brauner Zucker

Für den Bananenpudding:

6-8 reife Bananen
2 EL brauner Zucker
1 TL gemahlener Zimt

Für den Kokos-Vanille-Pudding:

400 ml Kokosmilch
100 ml Milch
1 EL brauner Zucker
2 gestrichene EL Maismehl
2 Eigelb
Mark einer Vanilleschote

Für den Baiser:

2 Eiweiß
2 EL brauner Zucker
1 Schuss Essig
2 TL Speisestärke
1 Prise Salz

Zubereitung:

Mehl, Ei, Salz, Butter und Zucker gut durchkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Diesen in eine gefetteten Springform drücken und einen kleinen Rand formen. Mit einer Gabel ein paar Mal in den Boden stechen und im Backofen bei 150°C (Umluft) etwa 15 Minuten backen.

Den Teig abkühlen lassen.

Die Bananen pellen und pürieren, dann zusammen mit Zucker und Zimt bei schwacher Hitze köcheln lassen. Dabei ständig umrühren, bis die Masse einen gold-braunen Teig ergibt und das meiste an Flüssigkeit verkocht ist.

Die Bananen-Masse auf den Teig geben.

Für den Pudding Kokosmilch, Milch, Zucker, Maismehl, Vanillemark und Eigelb in einem Topf verrühren und bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis die Zutaten zu einer cremigen Masse werden. Etwas abkühlen lassen und auf die Bananenmasse geben.

Wenn der Pudding ganz abgekühlt ist, das Eiweiß mit einer Prise Salz und einem Schuss Essig steif schlagen, Zucker und Speisestärke unterheben, kurz verschlagen und auf den Pudding geben.

Bei 150°C (Umluft) etwa 30 Minuten backen, bis der Baiser goldbraun ist. Abkühlen lassen und genießen.

Dienstag, 18. September 2018

Kranbeeren-Kokos-Mürbchen

Mudderns liebt Kranbeeren, und so wandert alles, was ihr schmecken könnte, schnell auf meine Nachkochliste. Sie selbst backt nicht mehr, sondern isst Fertigkuchen und Billigstkekse. Zumindest sonntags geht sie konditorn, und dafür lobe ich sie immer. Es mangelt nicht am Geld für solche Vergnügungen, sondern am Wollen.

Kranbeeren-Kokos-Mürbchen.
Ich mache ihr das Fertigzeugs nicht madig, weiß ich doch, dass sie einfach keine Lust zum Backen hat. Stattdessen freue ich mich über ihre Freude und ihr strahlendes Gesicht, wenn ich ihr Selbstgebackenes mitbringe. Das schmeckt doch so viel besser!

Kranbeeren-Kokos-Mürbchen

Zutaten für zwei Backbleche:

175 g Butter
200 g Mehl
100 g Kokosmehl
60 g getrocknete Kranbeeren (Cranberries)
60 g Puderzucker

Zubereitung:

Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und zu einer runden oder eckigen Stange formen, in Folie packen und für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank geben.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig aus der Folie holen, in etwa 3-4 mm dicke Scheiben schneiden und diese auf die Backbleche geben.

Die Bleche bei 180°C (Umluft) im Ofen für etwa 5 bis 8 Minuten backen, bis die Mürbchen maximal goldbraun am Rand sind. Dann aus dem Ofen nehmen, auf dem Blech kurz abkühlen lassen, auf ein Gitter geben und komplett abkühlen lassen.

Quelle: From Snuggs Kitchen

Affiliate link

Donnerstag, 13. September 2018

Kokosmehl und Kokosmilch aus Kokosraspel

Inzwischen gibt es ja so viele unterschiedliche Mehle, da kommt 'ne alte Frau gar nicht mehr hinterher, zumal, wenn sie ihr Mehl normalerweise im Supermarkt kauft.

Als ich jüngst für ein Rezept Kokosmehl* brauchte, dachte ich, das wären einfach Kokosraspel. Weit gefehlt! Normalerweise hätte ich das Mehl gekauft, aber in den Geschäften um den Acker herum war's auf die Schnelle nicht zu finden, selbst beim normalerweise gut sortierten Budni. Ich brauchte es schnell, und Kokosraspel hatte ich in großer Menge, also machte ich das Mehl kurzerhand selbst.

Kokosmehl.
Kokosmehl und Kokosmilch aus Kokosraspel

Zutaten für ca. 50 g Mehl und ca. 400 ml Kokosmilch

100 g Kokosraspeln
500 ml kochendes Wasser
1 Haarsieb*, Passiertuch* oder Kaffeefilter

Zubereitung:

Wasser über die Kokosraspeln geben, alles gut durch rühren und für 20 Minuten stehen lassen. Wenn die Kokosflocken gequollen sind, die ganze Masse ca. 2 Minuten mit einem Pürierstab auf höchster Stufe mixen, für 5 Minuten ruhen lassen und noch einmal eine Minute mixen.

Das Passiertuch in ein Haarsieb über eine Schüssel legen, die ganze Masse einfüllen und dann das Wasser gut ausdrücken. Die Flüssigkeit auffangen, abfüllen und beiseite stellen.

Für das Mehl die Reste aus dem Passiertuch auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 60°C (Umluft) trocknen lassen. Dabei den Ofen einen Spalt offen lassen. Nach ca. 2 Stunden sollte alles gut trocken sein - ich schalte den Ofen aus lasse das Mehl nach Möglichkeit über Nacht drin. Das Kokosmehl noch mal in den Mixer geben, damit es feiner wird.

Trocken gelagert, sollte sich das Mehl etwa vier Wochen halten. Die Kokosmilch sollte sich etwa vier Tage im Kühlschrank halten. Ich verbrauche beides normalerweise sofort.

Quelle
* Affiliate links


Dienstag, 11. September 2018

Pfirsich-Maracuja-Quark-Muffins / Käsekuchen-Muffins

Im Kühlschrank dümpelte ein großer Topf Pfirsich-Maracuja-Quark vor sich hin, auf den niemand so recht Appetit hatte. Was liegt da näher, als ihn zu verbacken?!

Diese Muffins sind blitzschnell gemacht und glutenfrei, sofern Du Kartoffelstärke und Maisgrieß (Polenta) nimmst. Verwendest Du keinen süßen Fruchtquark, musst Du die Zuckermenge sicher erhöhen.

Pfirsich-Maracuja-Quark-Muffins / Käsekuchen-Muffins.
Pfirsich-Maracuja-Quark-Muffins / Käsekuchen-Muffins

Zutaten für 12 Stück:

500 g Pfirsich-Maracuja-Quark
100 g Butter
100 g Zucker (nach Geschmack auch weniger / mehr)
2 Eier
2 EL Stärke
2 EL Grieß

Zubereitung:

Alle Zutaten gut miteinander vermischen. Die Masse auf Muffinformen verteilen und bei 170°C (Umluft) etwa 35 Minuten backen. Die Muffins gehen stark auf, fallen beim Abkühlen dann wieder zusammen. Nach dem Abkühlen aus der Form nehmen und servieren.

Freitag, 7. September 2018

NIDO-Revival-Abend aka Sushi- und Schitzel-Abend im Mozzer's Wohnzimmerbistro

Viele haben mir von der austro-asiatischen Küche im NIDO vorgeschwärmt, aber ich hab's einfach nicht geschafft, dort einmal essen zu gehen. Zum Glück gibt's regelmäßig NIDO-Revival-Abende im Mozzer's Wohnzimmerbistro, das die ehemaligen NIDO-Macher betreiben.

Blick ins Wohnzimmerbistro.
Einer dieser Abende fiel mit meinem Geburtstag zusammen, und so musste der ausgehmuffelige Gatte mit, ob er wollte oder nicht. Ich versprach ihm aber, er müsse kein Sushi essen, fischophob, wie er nun mal ist.

Sushi.
Beim Lesen der Speisekarte befand der Gatte dann allerdings, das Menü läse sich gut.

Schnitzel.
"Öhm, das ist mit Sushi." - "Ja, und?" - "Sushi ist mit Fisch." - "Ja, und?" - "Der Fisch ist roh." - "Das macht doch nichts." - "Du isst keinen rohen Fisch. Du isst nur Fisch, der weder nach Fisch aussieht noch nach Fisch schmeckt." - "Ach was."

Kasierschmarrn.
Was soll ich sagen? Der Kerl isst Sushi. Freiwillig. Er befindet es für lecker. Und will seitdem regelmäßig Sushi essen. Sachen gibt's!

Kaiserschmarrn.
Die nächste Chance auf Sushi und Schnitzel gibt's kommenden Freitag, am 14. September 2018, ab 18 Uhr.