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Montag, 6. Januar 2020

Das #WMDEDGT 1/20-Rezept: Arroz con leche - mexikanischer Milchreis

Ich bin gerade dabei, den Vorratsschrank zu durchforsten - das muss von Zeit zu Zeit einfach sein, und da ich gerade Teilzeit arbeite, habe ich Zeit dafür (zumindest, bis ich die ersten Überstunden machen muss). Dabei fand sich unter anderem eine Dose gezuckerte Kondensmilch. Im Tiefkühler war zudem noch ein Liter Milch. Das schreit geradezu nach Milchreis.

Mexikanischer Milchreis mit Mandarinenkompott.
So oder so ähnlich wird Milchreis im gesamten südamerikanischen Raum und in Spanien zubereitet - üppig und lecker.

Arroz con leche - mexikanischer Milchreis

Zutaten für 4 Portionen:
1 Vanilleschote, Mark und Schote
50 ml Wasser
1 l Milch
250 g Milchreis
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
2 Nelken
180 g gezuckerte Kondensmilch
60 g Sultaninen
1 Zimtstange

Zubereitung:

Vanilleschote einschneiden, das Mark herauskratzen und beides mit Wasser, 250 ml Milch in einen Topf geben. Reis, Zimtstange, Muskat und Nelken hinzufügen. Aufkochen lassen und dabei mehrfach umrühren, dass der Reis nicht ansetzt. Nach dem Aufkochen bei geringer Hitze 5 Minuten garen lassen.

Die gesüßte Kondensmilch hinzugeben, aufkochen lassen und bei geringer Hitze weitere 20 Minuten quellen lassen, dabei öfter umrühren und nach und nach die restliche Milch zugießen. Die Sultaninen zugeben und nochmals bei geringer Hitze quellen lassen, bis der Reis gar ist (umrühren nicht vergessen).

Vanilleschote, Zimtstange und Nelken entfernen. Den Milchreis warm oder kalt servieren.

Quelle

Dienstag, 6. Oktober 2015

Glutenfrei und vegan: Chia-Cracker mit Rosmarin

Chia-Cracker mit Auberginen- und
Pistazienmus.
Trends gehen normalerweise an mir vorbei. Ich registriere sie zwar, hechle ihnen aber nicht hinterher. Dass Chia-Samen seit einiger Zeit in sind, nahm ich wohl wahr. Als aber selbst mein Bäcker ein Chia-Brot anbot, war mir klar, dass der Zenit überschritten ist.

Die Rezepte, die in der Bloggersphäre an mir vorbeischwebten, verführten mich nicht dazu, Chia-Samen auszuprobieren. Ich bin nicht so der Glibberpudding-Fan, und wenn, nehme ich Sago.

Dann waren unter den zu testenden Produkten von Meienburg auch Chia-Samen. Okay, wenn sie da sind, werden sie auch gegessen (ich hätte sie sicher auch foodsharen können, aber das wäre ja langweilig).

Chia-Samen sollen ja in Südamerika sehr bekannt sein. In sollen Fällen ist dann der hobbykochende Chef I, der lange in Brasilien und Argentinien lebte, meine Rettung. Nur: Er kannte sie nicht. Aber Google förderte zumindest einige interessante brasilianische Rezepte zu Tage.

Als angesagten Superfood versprechen Chia-Samen viele Wirkungen: Sie haben massig Mineral- und Ballststoffe, sind reich an Antioxidantien, Proteinen und Fettsäuren, machen mächtig kleine Füße und sollen bei Gewichtsverlust, Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und Krebs helfen.

Unter uns gesagt: Chia-Samen unterscheiden sich im Nährwert kaum vom heimischen Leinsamen, und die restlichen Wirkungen sind noch nicht erprobt (bis auf die mächtig kleinen Füße). Aber ich kann mir schon vorstellen, dass Chia-Samen beim Abnehmen helfen, denn man muss viel trinken, wenn man sie isst, und dann quellen sie im Magen auf, machen satt. Da diese Cracker aber eine ideale Grundlage für Dips, Hummus, Kräuterquark u.ä. sind, hebt sich die gewichtsreduzierende Wirkung der Samen vermutlich wieder auf. Irgendwas ist ja immer.

Anfangs war ich skeptisch, ob dieses Rezept tatsächlich ohne Mehl auskommt, also ohne Bindemittel. Es klappt tatsächlich!

Und da ich die Cracker mit Kräuter machte, nehmen sie am aktuellen "Ich back's mir"-Event von Frau Tastesheriff teil.

Chia-Cracker für die Mittagspause.
Chia-Craker mit Rosmarin

Ich nehme als Tassen-Maßeinheit einen Becher mit 200 ml.

Zutaten für 1 Backblech:

1/2 Tasse Chiasamen
1/2 Tasse Sonnenblumenkerne
1/2 Tasse Kürbiskerne
1/2 Tasse Sesam
1 Tasse Wasser
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 frisch geriebener Zwiebel
1 EL Rosmarin, getrocknet
Pfeffer
Salz

Zubereitung:
Alle Saaten in einer großen Schüssel mischen.

Wasser, Knoblauch und geriebene Zwiebel in eine kleine Schüssel geben und gut verrühren. Über die Saaten gießen und rühren, bis die Saaten quellen und eine dicke Masse entsteht. Mit Salz, Pfeffer und Rosmarin abschmecken.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Matschepampe darauf verteilen (das geht am Besten mit den Händen) und bei 160°C (Umluft) etwa 30 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, in Stücke schneiden (das geht ganz gut mit einem Pizzaroller), umdrehen und wieder für 25 Minuten backen, bis die Chips oben leicht gebräunt sind.

Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

In einer Plastikdose halten sich die Chips ein paar Tage. Sie sind eine prima Grundlage für allerlei Dips.

Quelle: Bendito limon

Montag, 13. Mai 2013

Pfui-Teufel-Kekse

Alfajores mit Dulce de leche.
Nein, Pfui-Teufel-Kekse heißen sie nicht in Echt. Der Gatte nannte sie so, weil sie so verteufelt lecker schmecker. Und ungefährt dreiundrölzig Fantastilliarden Kalorien haben. Pro Stück.

In Echt heißen die Kekse Alfajores con Dulce de leche. Dulche de leche ist eine Karamellcreme aus gezuckerter Kondensmilch, die stundenlang in der Dose gekocht wird. Ich hab' mich da jahrelang nicht ran getraut, weil ich dachte, mir fliegt die Dose um die Ohren. Jetzt hatte ich eine angebrochene Dose übrig. Pur im Kaffee schmeckte mir die gezuckerte Kondensmilch nicht, aber zum Wegwerfen war sie mir nun auch zu schade.

Da kam mir dieses Rezept gerade recht. Ich verschloss die bereits geöffnete Dose also mit Alufolie (da sie schon geöffnet war, musste ich ja keine Angst mehr vor irgendwelchen Explosionen haben ;o)) und gab sie für einige Stunden ins Wasserbad. Das Ergebnis war so lecker, dass ich die Kekse bestimmt öfter mache.

Alfajores con Dulce de leche

Die Kekse im Werden.
Zutaten für ca. 18 Stück (keine Bange, das erscheint wenig, aber die Kekse sind wirklich sehr üppig - das reicht völlig):
1 Dose gesüßte Kondensmilch (200 ml)
100 g zimmerwarme Butter
40 g Zucker
1 EL Vollmilch
1/2 TL Zitronensaft
150 g Maismehl
30 g Weizenmehl
1 TL Vanillezucker
1/2 TL Backpulver
70 g Kokosraspel

Zubereitung:

Die Dose mit Kondensmilch in einen großen Topf mit Wasser legen oder stellen - die Dose muss vollständig mit Wasser bedeckt sein. Aufkochen, die Hitze etwas reduzieren und die Dose mindestens drei Stunden sieden lassen. Regelmäßig den Wasserstand kontrollieren und ggf. heißes Wasser nachfüllen.

Die heiße Dose herausnehmen, abschrecken und abkühlen lassen.

Während die Dose samt Inhalt vor sich hin kocht, ist mehr als genug Zeit, den Teig zuzubereiten. 

Butter und Zucker geschneidig rühren. Milch und Zitronensaft hinzufügen. Mais- und Weizenmehl, Vanillezucker und Backpulver vermischen, in den Teig rühren und alles miteinander verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wicklen und etwa 25 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Pfui Teufel, sind die lecker!
Dann den Teig in 36 Stücke teilen und jedes Stück zu Kugeln rollen. Die Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit der Hand leicht flach drücken.

Bei 175°C (Umluft) etwa 15 bis 17 Minuten im Ofen backen, bis die Ränder Farbe bekommen Haben (meine Kekse sind etwas zu braun geworden - sie können ruhig noch etwas weich sein, werden härter, wenn sie kalt sind).

Die Kekse aus den Ofen nehmen und abkühlen lassen - Achtung: Sie brechen leicht!

Die Hälfte der Kekse mit Dulche de leche bestreichen (Achtung, die Kekse brechen noch immer leicht!) und die restlichen Kekse als Deckel darauf legen. Dann die Seiten der Kekse in Kokosraspel wälzen.

Falls es Dir zu mühselig ist, die Kondensmilch einzukochen, kannst Du natürlich auch fertige Karamellcreme kaufen, Spekuloos, Nuss-Nougat-Creme oder ähnliches nehmen.

Das Rezept stammt aus dem Buch "Mein Grillvergnügen" von Lisa Lemke.