Posts mit dem Label Helmut Österreicher werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Helmut Österreicher werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Weihnachtsmenü 2010: Mozartknödel mit Marzipancreme

Meinetwegen könnte ein mehrgängiges Menü nur aus Desserts bestehen; ich bin doch bekennendes zuckersüßes Speckbällchen … Bei den Desserts habe ich also meistens die Qual der Wahl, auch beim diesjährigen Weihnachtsmenü, wobei es mir besonders Bastel-Desserts angetan haben, also die, für die ich stundenlang in der Küche stehe. Das entspannt mich. Dagegen ist dieses Dessert fast simpel.

Allerdings hatte das Rezept dann doch so seine Tücken, was ich schon öfter bei den Büchern aus der Österreich kocht-Reihe feststellte. Die Knödelhülle sollte unter ständigem Rühren bei kleiner Hitze köcheln – nur wie, wenn nach Zugabe von Grieß in Milch sofort ein Klumpen da ist, keine Flüssigkeit?
 Außerdem stimmte die Nussmenge für die Füllung nicht – wo die Hülle zu hart war, war die Fülle zu flüssig …

Überhaupt, die Füllung: Während der Zubereitung dachte ich, mit Pistazien statt mit Walnüssen gefiele es mir besser. Das wäre geschmacklich etwas kräftiger und farblich kontrastreicher – beim Aufschneiden sieht der Mozartknödel dann quasi aus wie eine Mozartkugel. Beim nächsten Mal werden als Pistazien als Füllung genommen.

Im Rahmen eines Menüs kann das Dessert am Vortag vorbereitet werden. Vor dem Servieren muss dann nur noch die Hülle um die Fülle, und dann ziehen die Knödel gar. Ich habe die Reste eingefroren – laut Rezept sind 3 Knödel pro Person vorgesehen, aber das schafften selbst wir Vielfraße nicht, hätten wir auch nicht bei weniger Gängen geschafft. Die Knödel sind nämlich mächtig mächtig. Ich bin gespannt, ob Knödel und Creme tk-tauglich sind.

Das Originalrezept stammt von Helmut Österreicher, der im Wiener MAK kocht, und ist aus dem Buch „Österreichs Klassiker. Wiener Küche modern interpretiert.“ 

Mozartknödel mit Marzipancreme

Zutaten für 18 Knödel:

Für die Knödelfülle:
100 ml Milch
40 g Kristallzucker
1 EL weißer Rum
200 g gemahlene Walnüsse (alternativ Pistazien)
40 g weiße Schokolade, grob gerieben
40 g Löffelbiskuits, gemahlen / zerbröselt

Für die Knödelhülle:
250 ml Milch sowie Milch zum Glattrühren
60 g Butter
80 g Hartweizengrieß (Durum / Semola, also sehr fein gemahlener Grieß, wie er für Nudeln verwendet wird, auch Hartweizenmehl genannt)
1 Zitrone, davon die Schale
1 TL Vanillezucker
3 Eier
90 g Weißbrotbrösel
Salz

Für die Marzipancreme:
250 g Marzipanrohmasse
375 ml Milch
60 ml Schlagsahne
½ TL Maisstärke
50 g Kristallzucker
20 ml Amaretto

Für die Deko:
Fein gehackte Pistazien sowie Nougat- oder Schokoladenspäne oder Schokoladenfiguren
Löffelbiskuits, gemahlen / zerbröselt

Zubereitung:
Für die Knödelfülle Milch, Zucker und Rum aufkochen, dann die Nüsse hinein geben und unter ständigem Rühren einkochen, bis die Masse fester wird. Dann Schokolade und Biskuitbrösel einrühren. Die Masse abkühlen lassen. Anschließend daraus 18 Knödel formen und einfrieren.

Für die Knödelhülle Milch, Butter und die Prise Salz aufkochen. Zitronenschale dazu geben, dann den Grieß. Die Masse dickt sehr schnell ein, also noch etwas Milch zum Glattrühren verwenden. Die Masse abkühlen lassen, dann Vanillezucker, Eier und Weißbrotbrösel unterarbeiten. Völlig erkalten lassen.

Für die Marzipancreme das Marzipan in kleine Stücke teilen und mit Milch, Sahne, Stärke und Zucker aufkochen. Dann bei sehr kleiner Hitze so lange rühren, bis sich das Marzipan aufgelöst hat (Hektiker und Österreicher nehmen einen Stabmixer ;o)). Dann mit Amaretto  aromatisieren. Wer mag, passiert die Creme vorher noch durch ein Haarsieb, dann wird die Creme feiner und etwas flüssiger.

Die Knödelfülle aus dem Tiefkühler nehmen und einzeln mit Knödelhülle umhüllen. Die Knödel in leicht siedendem Wasser gar ziehen lassen, so lange, bis sie an die Oberfläche steigen. Das dauert ca. 10 Minuten. Dann die Knödel mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser heben, in den übrigen Biskuitbröseln wälzen, auf Teller setzen, Marzipancreme dazu geben und alles mit geriebenen Pistazien bestreuen. Mit Nougat- oder Schokoladenspänen oder Schokoladenfiguren dekorieren.

Samstag, 25. Dezember 2010

Unser Weihnachtsmenü 2010

Nachdem es im letzten Jahr ein spontanes Notfall-Menü geben musste, konnte das diesjährige Menü wie geplant stattfinden. Eigentlich wollte ich das Meiste am Tag vor Heiligabend vorbereiten, aber das klappte aus verschiedenen Gründen nicht. Trotzdem war's ein entspanntes Menü, da ich nur für Zwei kochte und es nicht auf perfekte Zeitplanung ankam. Sollte ich dieses Menü (oder einzelne Komponenten) mal für Gäste machen, fange ich am Vortag an, dann ist es entspannter.

Und das gab's:

Essenz von der Petersilienwurzel mit gehobelten Wurzeln und Brotengeln


Hummer in der Orangenkruste (nach einem Rezept von Johanna Maier)

Granatapfelsorbet, bei dem mir leider die neue Gefrierkombi einen Streich spielte. Unsere alte schaffte ein Sorbet irgendwie schneller ... Deswegen war's eher ein Kaltgetränk. Meine virtuelle Kochgruppe meinte, ein Mango- oder Passionsfruchtsorbet passe besser, aber hey, ich bin ein Mädchen - das Sorbet wurde also farblich passend zur Tischdeko ausgewählt ;o)


Kalbsfilet im Brotmantel mit (leider etwas zerkochtem) Zimt-Vanille-Rosenkohl (nach einem Rezept von Alfons Schuhbeck). Ich befürchtete, es könne zu trocken sein,  aber das Filet war unglaublich zart und saftig. Wegen des Brotmantels verzichteten wir auf Kartoffeln oder eine andere Sättigungsbeilage. 




Mozartknödel mit Marzipancreme (nach einem Rezept von Helmut Österreicher)


Die Rezepte stelle ich in den nächsten Tagen nach und nach online.

Am ersten Weihnachtstag wird traditionell fremdgegessen, und ab dem zweiten geht's dann an die Resteverwertung. Falls jemand akuten Knödelappetit hat: Ich hätte da noch 14 Stück .... Sie sind total lecker, aber halt auch mächtig.