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Dienstag, 30. Januar 2018

Mais-Pfannkuchen aus Rhode Island: Jonny Cakes / Jonnycakes

Mais-Pfannkuchen gelten als Gericht der amerikanischen Ureinwohner und als eines der ersten Gerichte, dass die europäischen Einwanderer von ihnen übernahmen.

Ohne Chichi: Jonny Cakes.
In unterschiedlichen Zubereitungsarten und unterschiedlichen Namen sind Jonny cakes, Hoecakes, Journey cakes, Shawnee cakes, Johnny bread, Yaniqueques oder Yanikeke aber auch in Australien, Puerto Rico, der Dominikanischen Republik, auf den Westindischen Inseln und Jamaica bekannt.

Ich habe mich für ein Rezept entschieden, das seinen Ursprung wohl auf Rhode Island hat und nur Maismehl verwendet, keine Mais- und Weizenmehl-Mischung. Dadurch ist der Teig ein wenig brüchig, fehlt doch Gluten. Wird die Milch durch Pflanzenmilch ersetzt, beim Braten und Servieren auf den obligatorischen Klecks Butter verzichtet, sind die Jonny Cakes vegan. Gibt man Zucker hinzu, können sie als Dessert gegessen werden.

Ich mag Jonny cakes herzhaft als einfaches Abendessen, mit Kräuterquark. Sie ersetzen aber auch wunderbar Kartoffeln als Beilage.

Jonny cakes (herzhaft)

Ich nehme einen 200 ml fassenden Becher zum Abmessen.

Zutaten für ca. 12 Stück:

Zutaten
1 Tasse Maismehl
1/2 TL Salz
1 Tasse kochendes Wasser
3 - 4 EL Milch (für die vegane Variante Pflanzenmilch)
Maisöl zum Braten

Zubereitung:

In einer großen Schüssel Maismehl und Salz verquirlen. Das kochende Wasser hinzufügen und alles verrühren. Den Teig esslöffelweise mit Milch verdünnen, bis die Mischung die Konsistenz von dünnem Kartoffelpüree hat und leicht von einem Löffel fällt.

Maisöl in einer Pfanne erhitzen und den Teig portionsweise hineingeben. Etwa 5 bis 6 Minuten braten, bis eine knusprige, braune Kruste entsteht. Umdrehen und weitere ein paar Minuten braten, bis die Küchlein auf beiden Seiten gebräunt sind.

Mit einem Klecks Butter servieren.

Rezept-Quelle / Zur Geschichte der Jonny Cakes

Sonntag, 14. April 2013

Szenen einer Ehe: Banana Milkshake / Bananen-Milchshake

Banana Milkshake, quasi
direkt aus der Farmville Dairy.
Sie: Soll ich uns gleich statt Kuchen ein Bananenshake machen?

Er: Joa, warum nicht?!

Sie: Okay, dann google ich mal nach einem Rezept.

Er denkt, jetzt dreht sie wieder durch, sagt aber nichts.

Sie: Hmmm, ich könnte uns einen mit Peanut Butter machen. Und willste Vanilleeis rein und Schokosirup und Sahne oben drauf?

Er: Jetzt mach's doch nicht wieder so kompliziert!

Sie: Okay, dann willste also keine Sahne, kein' Sirup und statt Vanilleeis einfach Eiswürfel, ja?

Er: Nein.

Sie: Hä? Was nein?

Er: Na ja, wenn du für dich eh' Sahne schlägst und Eis aus dem Tiefkühler nimmst, wäre ich bereit, das auch zu nehmen ...

Banana Milkshake / Bananen-Milchshake

Zutaten pro Person:
1 Banane, voll- oder überreif
1 großzügige Kugel Vanilleeis
Milch (Menge nach Geschmack)
1-2 EL geschlagene Sahne (carrageenfrei, klar ;o))
Schokoladensirup (Menge nach Geschmack)

Zubereitung:

Banane und Vanilleeis mit dem Stabmixer (oder im Blender, so mensch einen hat) mischen. So viel Milch dazu gegen, dass die Masse trinkbar ist. In ein Glas füllen (möglichst kein getöntes, also anders als auf dem Foto oben), eine Sahnehaube und Schokosirup darüber geben und mit Cocktaillöffel und Strohhalm servieren.  

Montag, 8. April 2013

Mac 'n' Cheese - Makkaroni mit Käse

Mac 'n' Cheese kannte ich aus vielen, vielen amerikanischen TV-Serien, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, es selbst zu machen, selbst dann nicht, als ich noch mit Tüten kochte und von Kraft Foods eine Fertig-Packung in den USA-Abteilungen der Supermärkte sah.

Erst durch unsere Farmville-Spielerei kam ich auf die Idee, das Gericht mal zuzubereiten, denn auf der virtuellen Farm ernte ich regelmäßig Giant Mac 'n' Cheese-Trees. So'n Baum wäre praktisch, aber auch so lässt sich Mac 'n' Cheese einigermaßen schnell zubereiten.

Das Gericht ist typisches comfort food: Sättigend (auch für die Seele), preiswert und lecker. Inzwischen koche ich es aus der Lamäng, so dass es auch noch eine wunderbare Resteverwertung ist. Vom Vortag sind gekochte Nudeln, egal welche, übrig? Im Kühlschrank oder Tiefkühler schlummern Käsereste? Milch muss weg? Prima, das schreit nach Mac 'n' Cheese! Am Besten schmeckt es uns allerdings mit tatsächlich mit Cheddar. 
 
Mac 'n' Chesse, Makkaroni mit Käse.
Natürlich koche ich Mac 'n' Cheese ohne Tüte und verzichte dadurch auf das meiste von einer 60 g Mischung bestehend aus
Stärke, pflanzlichem Fett, jodiertem Speisesalz, Reismehl, 4,5% Schmelzkäse (Käse, Molkenerzeugnis, Speisesalz), Milchzucker, Hefeextrakt, Milcheiweiß, Zwiebeln, Speisesalz, Zucker, Maltodextrin, Muskatnuss, Essig, Senfsamen, Gemüsesaftkonzentrate (Sellerie, Karotten, Lauch, Zwiebeln), Curcuma, Cayennepfeffer, Pfeffer, Fruktose, Aroma (mit Milch), Sojasauce (Sojabohnen, Weizen), modifizierter Stärke.
Okay, die Mehlschwitze ist nicht sooo einfach zu machen, aber hey, wenn Du es schaffst, eine Tütenpampe klümpchenfrei anzurühen, schaffst Du auch die Mehlschwitze! Versprochen! Und wenn Du auf das Fix verzichtest, musst Du Nudeln vorkochen, aber tschakka! Das schaffst Du! Auf geht's!

Mac 'n' Cheese - Makkaroni mit Käse

Zutaten für 6 - 8 Portionen
6 EL Butter
3 EL Mehl
1-2 TL Senf
600 ml Milch (je nach Konsistenz der Sauce ggf. auch mehr)
400 g Cheddar
Salz
Pfeffer
Cayenne
Muskatnuss, gemahlen
400 g Makkaroni, vorgekocht oder vom Vortag
100 g Semmelbrösel

In der Auflaufform.
Zubereitung:

Senf und Milch vermischen. Den Cheddar reiben. Eine große Auflaufform fetten.

4 EL Butter in einem Topf zerlassen. Das Mehl darüber stäuben und anrösten lassen, dabei rühren, damit nichts anbrennt. Die Milch-Senf-Mischung unter ständigem Rühren unter die Mehlschwitze ziehen.

Den Topf vom Herd nehmen,

Zwei Drittel des Cheddars unter die Sauce heben und mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Cayenne abschmecken.

Die Makkaroni in eine ausgefettete Auflaufform geben, die Sauce darüber geben und alles mit dem restlichen Cheddar bestreuen. Die restliche Butter erhitzen, Semmelbrösel unterrühren und über den Auflauf geben.

Bei 150°C (Umluft) etwa 20 Minuten goldbraun backen.

Inspiration: CK

Sonntag, 12. August 2012

Szenen einer Ehe: Bauernleben

Sonnabend Morgen, beim Kaffeetrinken am Schreibtisch. Sie liest. Er spielt.

Sie, erstaunt: Blumenkohl hat gerade Saison?!

Er: Bei Farmville oder in echt?

Dienstag, 9. November 2010

Farmville Bakery II: Triple Berry Pie – Waldbeeren Pie

Der Triple Berry Pie gehört ebenfalls zu den virtuellen Produkten der Farmville Bakery, wie der Raspberry Blondie. Das Rezept für den Pie fand ich beim Stöbern in den kleinen Heften von Anne Wilson, die, bei Könemann erschienen, für kleines Geld in den Supermärkten zu haben sind.

Mitte der 1990er Jahre kaufte ich diese Heftchen beinahe wahllos. Als unerfahrene Köchin fand ich die Rezepte teilweise problematisch – auch heute sind es nicht gerade meine Lieblingskochbücher, denn die Rezepte haben Ecken und Kanten, sind alles andere als gelingsicher. Keine Ahnung, ob es an der Übersetzung liegt oder daran, dass die Produkte in Großbritannien / Amerika oftmals andere sind. Für Kochanfänger sind diese Bücher jedenfalls absolut ungeeignet, finde ich.

Der Triple Berry Pie gelang dann überraschenderweise auf Anhieb. Allerdings machte ich ihn nicht als klassischen Pie, bei dem die Teigschicht auf die Füllung kommt, denn mir fehlt dabei einfach der Boden. Also teilte ich die Teigmenge, nahm die eine Hälfte als Boden und die andere als Deckel. Und beim Kramen nach den Beeren im Tiefkühler stellte ich fest, dass ich doch keine Bickbeeren hatte. Also nahm ich Fliederbeeren.

Ein einzelnes Kuchenstück hat es übrigens merkwürdigerweise nicht vor die Kamera geschafft ...

Triple Berry Pie – Waldbeeren Pie

Zutaten für eine 26er oder 28er Springform oder Pieform
Für den Teig:
500 g Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Natron
125 g Butter, zimmerwarm
2 EL brauner Zucker
1 Ei
4 EL Milch

Für die Füllung:
2 EL Maismehl (alternativ Stärke, dient zum Binden der Füllung)
4 EL brauner Zucker
1 TL geriebene Orangenschale
½ TL gemahlene Vanille
1 Orange, Saft davon
800 g Himbeeren, Blaubeeren und Bickbeeren (ersatzweise Fliederbeeren), frisch oder tiefgekühlt (müssen nicht vorher aufgetaut werden)

Für’s Dekor:
1 Eigelb
Puderzucker

Zubereitung:
Die Teigzutaten zu einem festen, geschmeidigen Teig verarbeiten und etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Währenddessen in einem Topf oder eine Pfanne Maismehl, Zucker, Orangenschale und Orangensaft mit der Hälfte der Beeren zum Kochen bringen.
Hitze reduzieren und die Flüssigkeit solange unter Rühren reduzieren, bis sie eingedickt ist. Die restlichen Früchte dazu geben und kurz mitziehen lassen.

Teig in zwei Hälften teilen. Eine Hälfte in Springformgröße als Boden ausrollen, in die Form geben und so in der Form verteilen, dass sich auch ein Rand hochziehen lässt.

Die Füllung auf den Boden geben.Die zweite Teighälfte in Springformgröße als Deckel ausrollen. Ich stelle dazu die Springform auf den ausgerollten Teig und schneide mit dem Messer drum herum, so dass ich die exakte Größe der Form habe. Mit einem Ausstecher Formen ausstechen. Ausgestochene Formen beiseite legen und den Deckel vorsichtig auf die Springform legen.
Deckel mit Eigelb bestreichen und mit ein paar ausgestochenen Formen belegen. Aus den Teigresten eine Rolle formen und als Rand auf den Deckel legen.

Den Pie bei 180 Grad Umluft ca. 35 Minuten backen. Lauwarm abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und mit Sahne, Vanillesauce, Vanille-Eis oder Eierlikör (oder mit allem ;o)) servieren.

Sonntag, 29. August 2010

Farmville Bakery I: Raspberry Blondie

Ich bekenne, ich bin Farmville-süchtig. Das Spiel ist aber auch ideal für Foodies: Man kümmert sich den ganzen Tag um’s Essen, ohne zuzunehmen. Und es ist absolut realistisch: Braune Kühe geben Schokomilch, rosane Erdbeermilch, orangene Pfirsich-Melba … Als Nebeneffekt kann ich jetzt eine Reihe von Obst- und Gemüsesorten auf Englisch runterbeten, was auf dem Flottbeker Wochenmarkt gelegentlich für Verwirrung sorgt, da mir die englischen Namen oft eher als die deutschen einfallen.

Seit Neustem gibt es Bakery, Winery und Spa, kann man virtuell backen, keltern und verschönern. Und wie’s so kommt, dachte ich mir irgendwann: Guck’ doch mal, ob’s zu Pie, Tart, Bread, Muffin und Co. auch Rezepte gibt.

Gibt es.

Den Auftakt macht der Raspberry Blondie. Vorweg: Der Teig bleibt leider ziemlich feucht. In allen Blogs und Rezepten, die ich las, ist das auch der Fall gewesen. Deswegen (und weil noch was vom letzten Menü übrig war) entschied ich mich für eine Variante mit Himbeerpüree, denn da soll genau das nicht passieren. Im Original werden die Zutaten noch durch Mandeln, Macadamia oder Walnüsse ergänzt. Tastespotting nutzt Macadamia und weiße Schokolade als Zwischenschicht, um den Kuchen trockener zu bekommen. Werde ich beim nächsten Mal auch versuchen.

Aber die Dinger schmecken auch jetzt schon. Und haben leider mehr Kalorien als die virtuelle Variante. Dabei habe ich den Zucker schon radikal reduziert. Ich fand Rezepte mit bis zu 385 g. Plus Zucker in der Schokolade und Zucker für die Himbeeren. Da zog sich selbst mir zuckersüchtigem Speckbällchen alles zusammen.

Raspberry Blondie

Zutaten für eine 25 cm x 15 cm-Form:

500 ml Himbeerpüree, gesüßt und kernlos
2 TL Stärkemehl
200 g weiße Schokolade
125 g Butter
100 g brauner Zucker
2 Eier
1 TL Vanille-Extrakt
500 g Dinkelmehl
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1 Prise Salz
Milch
Nach Wunsch frische Himbeeren und Puderzucker zum Dekorieren

Zubereitung:

Himbeerpüree erhitzen und die Stärke einrühren.
Während das Himbeerpüree abkühlt, Mehl, Backpulver, Natron und die Prise Salz in einer Schüssel mischen und die Schokolade grob hacken.

In einer zweiten Schüssel Butter und Zucker schaumig rühren. Vanille-Extrakt und Eier dazu geben und gut verrühren. Dann die Mehlmischung einrühren und die Hälfte der Schokolade unterziehen. So viel Milch dazu geben, dass der Teig schwer reißend vom Löffel fällt.

Die Hälfte des Teigs auf einer mit Backpapier ausgelegten quadratischen Form verteilen. Glatt streichen und das Himbeerpüree gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Die zweite Teighälfte in großen Klecksen auf das Püree geben und die restliche Schokolade darüber streuen.
Bei 180°C (Umluft) ca. 30 Minuten backen, dann mit Alufolie abdecken und nochmals 30 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Nach Geschmack mit Puderzucker bestreuen und mit frischen Himbeeren servieren. Dazu passt Vanillesahne, Vanillesauce oder Vanille-Eis.