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Samstag, 12. September 2026

Wochenplan von KW 31/26 bis KW 37/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCXXXIII - CCCXXXIX

In den letzten sechs Wochen war ich in einer Reha-Klinik und musste mich meistens nicht ums Essen kümmern. Das war ganz angenehm. Ich konnte mich über die Verpflegung nicht beschweren. Täglich gab es zwei Gerichte zur Wahl, davon immer eines vegetarisch. Der Essensplan wechselt alle sechs Wochen, so dass sich bei mir nichts wiederholte. Die Küche muss mit Minimalstbudget täglich ca. 300 Leute verpflegen.

Sage mir, dass sich Küche und Ernährungsberatung nicht mögen, ohne mir zu sagen, dass sich Küche und Ernährungsberatung nicht mögen. Theorie und Praxis wichen gelegentlich sehr stark voneinander ab. Die Pommes waren übrigens für eine Großküche sehr gut. 

Frühstück im Klinik-Café.

Nachos und Cola im Kino sind ja auch irgendwie Abendessen.

Currywurst und wirklich sehr gute Freibad-Pommes.

Die Essenszeiten waren ungewohnt für mich und kollidierten oft mit dem Therapieplan. Wenn der erste Termin so früh war, dass ich zum Frühstück hätte hetzen müssen, danach aber (stundenlang) Leerlauf war, frühstückte ich im Klinik-Café oder im Erlenhof-Café und sagte dafür das Mittagessen ab. Aus dem Erlenhof kommen übrigens die Torten des Kilinik-Cafés.

Mal ohne Strickzeug im Klinik-Café.

Für den Tag war eigentlich ein richtiges Essen geplant ... 

Immer daran denken: Stricken verbraucht 75 Kalorien pro Stunde ... 

Frühstück mit Buch im Klinik-Café.

Frühstück im Erlenhof-Café.

Auch an den Wochenenden war ich meistens zum Mittagessen abgemeldet. Da war ich entweder auf dem Swutsch oder hielt mich zwischen Frühstück und Abendessen mit Zwieback, Knäckebrot und Obst über Wasser. Das Klinik-Café war an den Wochenenden keine Alternative, öffnete es doch erst nachmittags und bot dann nur Kuchen an. 

Ich war ewig nicht mehr im Steak-House und genoss das Essen sehr.

Fish 'n' Chips in den Rendsburger Brückenterrassen.

Der vergebliche Versuch, Kaffee und Kuchen ohne Strick-Sprechstunde zu genießen. Gleich wird jemand kommen und mir sein Strickzeug hinhalten mit Bitte um Hilfestellung ... 

Abschiedskaffee mit einer Mit-Insassin, fast ganz ohne Strickfragen ...

An den Wochenenden war auch oft eine große Schüssel Kauf-Salat eine beliebte Alternative zum Abendbrot, wenn ich in der Klinik aß. 

Strick-Sprechstunde bei Torte und Kaffee.

Waffeln auf die Hand während des Handwerkermarkts in Dat ole Hus.

Wieder mal Strick-Sprechstunde.

Roastbeef mit Bratkartoffeln, Abschiedsessen im Restaurant Am Boxberg.

Auf dem Rückweg von der Klinik nach Hause hielt ich am Dorf-Supermarkt und besorgte Bier von der Wittorfer Brauerei und Brot. Zu Hause hielt ich dann kurz bei Edeka, um Eier, Milch und Salätchen zu besorgen.

Dementsprechend gab's Mittwoch klassisches Abendbrot.

Donnerstag war das monatliche Stricktreffen, fiel das Abendessen aus.

Freitag gab's Matjes mit Kartoffelsalat.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 13. Juni 2026

Wochenplan in KW 23/26 und KW 24/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCXXV und CCCXXVI

Sechs Tage war ich an der Ostsee, so dass es für die letzten beiden Wochen eigentlich keinen Wocheneinkauf gebraucht hätte. Aber ich musste Muffins für unseren Betriebsausflug backen, brauchte ein paar Sachen aus dem Baumarkt, die Selter war alle ... So war ich dann doch bei zwei Discountern und in einem Supermarkt.

Mein Plan für die letzten beiden Wochen in Theorie und Praxis:

Sonnabend kochte ich rotes Thai-Curry mit Hähnchen. 

Sonntag gab's Polenta-Spargel-Auflauf.

Montag wärmte ich Saganaki mit Spargel-Tomaten-Salat aus dem Ofen auf. Ganz langsam in einer Pfanne klappte das ganz wunderbar. 

Dienstag wärmte ich rotes Thai-Curry mit Hähnchen auf.

Mittwoch aß ich nochmal Polenta-Spargel-Auflauf.

Für Donnerstag hatte ich keinen Plan. Spontan nahm ich mir Fertigfutter in Form von Gyoza mit, als ich im Laufe der Woche einholen war. 

Erdbeer-Schoko-Muffin und Kaffee mit Ostseeblick kurz nach der Ankunft.

Für Freitag hatte ich abends einen Tisch im Hotel-Restaurant reserviert. Ich wusste nicht, wie anstrengend die Anreise werden würde und wollte vermeiden, noch in ein Restaurant laufen zu müssen, und ich hatte. anders bei den Reisen mit dem Gatten, keine Halbpension gebucht. Den Preis esse ich einfach nicht ab, á la Carte ist günstiger und reicht mir. In mich geht weniger rein als in den Gatten rein ging, auch, wenn es immer anders aussah. 

Die Reservierung war eine gute Entscheidung, denn das Hotel war komplett ausgebucht. Das Hotel-Restaurant hat ganz neu Weine aus Schleswig-Holstein, vom Ingenhof auf der Karte. Freitag gab's zum Pannfisch mit Bratkartoffeln, Dijon-Senfsauce und Gurkensalat ein Glas Sauvitage. Ich weiß nicht, woran es lag, aber der Wein überzeugte mich nicht, schmeckte mir zu flach und leicht wässrig. 

Pannfisch mit Bratkartoffeln, Dijon-Senfsauce und Gurkensalat.

Auch Sonnabend reservierte ich einen Tisch im Hotel-Restaurant. Zum Rumpsteak mit buntem Pfannengemüse, Kräuterbutter und Pommes frites gab's ein Glas Cabernet Cantor. Wieder weiß ich nicht, woran es lag, aber auch diesmal überzeugte mich der Wein nicht, empfand ich ihn wieder als zu flach und leicht wässrig.  

Rumpsteak mit buntem Pfannengemüse, Kräuterbutter und Pommes frites. 

Sonntag aß ich im American Diner der Anlage. Angesichts der Buchungslage hatte ich die Befürchtung, das Lokal wäre überfüllt, aber dem war nicht so. 

Crunchy Honey Chicken Burger mit Süßkartoffel-Fritten und Guacamole.

Es gab einen Crunchy Honey Chicken Burger mit Süßkartoffel-Fritten und Guacamole, die ich mir hätte sparen können. Ich war zwar so satt, dass ich nicht mehr Miff sagen konnte, aber für den anschließenden Strandspaziergang zurück ins Hotel musste es unbedingt noch ein Eis sein - inklusiver einer Kugel quietschbuntem Marshmallow-Eis, dem ich einfach nicht widerstehen konnte. Es schmeckte besser als erwartet.  

Zwei Kugeln Eis: Salted Caramell und Marshmellow.

Montag gab's anlassbedingt nachmittags eine Kuchenschlacht. Zusammen mit dem üppigen Frühstück, das ich mir jeden Tag gönnte, reichte das. Abends knabberte ich aus Appetit noch ein paar Oliven und Cracker.

Dienstag holte ich mir nach einem Strandspaziergang ein Fischbrötchen und Pommes frites und aß mit allerschönstem Ostseeblick auf dem Balkon. 

Ich wollte noch so viel Ostsee-Blick wie möglich genießen und entschied mich deswegen am letzten Abend für ein Abendessen auf dem Balkon. Belohnt wurde ich mit einem traumhaften Sonnenuntergang.

Mittwoch fuhr ich wieder nach Hause. Nach einem Blick in den Kühlschrank gab's abends Nudeln mit Tomaten-Mozzarella-Sauce.

Donnerstag war ich beim Stricktreffen, fiel das Abendessen aus.

Freitag gab's Ofen-Spargel mit Parmesan-Sauce.

Backen durften diesmal andere bzw. ich aß zur Tee-Zeit von den Muffins, die vom Betriebsausflug übrig blieben. Für das Picknick war wie üblich viel zu viel da, weil jeder für 12 Personen kochte / buk, es natürlich auch nicht abgezählt aussehen sollte ... Ich überlegte, auf der Rückreise etwas über Too Good To Go von einem der Supermärkte in Wangels bzw. Oldenburg zu holen, verpeilte da aber die Uhrzeiten, zu denen eine Reservierung möglich gewesen wäre. Als ich daran dachte, war's zu spät. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Freitag, 29. Juni 2012

Das erste Ma(h)l: Wie das Silber der Ostsee zu Gold wird

Matjes im Kräutermantel mit Tomatensalat.
Gehört habe ich davon schon öfter. Getan gabe ich es aber erst jetzt: Matjes mehliert, paniert, in die Pfanne gegeben und gebraten. Ist lecker! Musst Du mal probieren! Ist 'ne schöne Alternative zum "normalen" Matjes. Ich finde, der Matjes schmeckt mehliert und gebraten intensiver, salziger (wobei ich aber auch sehr salzempfindlich bin). Im Kräutermantel ist er ebenfalls sehr lecker.

Die Zubereitung ist denkbar einfach.

Für Matjes im Kräutermantel brauchst Du pro Person:

Matjes beim Trockentupfen.
2 Matjesfilets
1 EL Mehl
1 Ei
1 EL Semmelbrösel
2 EL Kräutermischung, frisch oder TK (z.B. Kräuter für Grüne Sauce)
Öl

Zubereitung:

Matjes trockentupfen. Ei verkleppern. Kräuter und Semmelbrösel mischen.

Die Filets in Mehl wenden, leicht abklopfen, dann in Ei und am Schluss in den Semmelbröseln wenden.

Matjes im Kräutermantel und Matjes mehliert.
Öl in einer Pfanne erhitzen und die Filets von beiden Seiten goldbraun braten.

Matjes mehliert läßt sich noch leichter zubereiten. Auch hier brauchst Du wieder zwei Filets pro Person. Trockentupfen, in Mehl wenden und in heißem Öl kurz (maximal eine Minute pro Seite) anbraten.


Matjes in der Pfanne.
Matjes mehliert und gebraten: So wird aus dem Silber der Ostsee Gold.
Der Bratmatjes ist mein Beitrag für natas erstes Ma(h)l.

Blog-Event LXXIX - Das erste Ma(h)l (Einsendeschluss 15. Juli 2012)

Donnerstag, 21. Juni 2012

Bad Segeberg: Ricklinger Landbrauerei

Zum Draußensitzen im Biergarten war's bei unserem
Besuch leider zu kalt.
Eigentlich trinke ich kein Bier. Höchsten mal exotische Sorten im Urlaub. Oder 'n Alster zum Feierabend. Ansonsten bin ich eher der Wasser-, Brause- oder Wein-Typ. Das hat sich seit der Reha gründlich geändert, denn in der Spindel lernte ich die Biere der Ricklinger Landbrauerei kennen und mutierte zur Biertrinkerin.

Da Rickling nur bummelig 15 Autominuten von Segeberg ist, fuhren wir an einem nicht ganz so lauen Sommerabend direkt in die Brauerei, der auch eine Gaststätte angeschlossen ist. Eine Besichtigung der Brauerei ist nach Absprache möglich. Wir wollten jedoch in erster Linie essen und trinken.

Der Biergarten. Bei unserem Besuch war's leider zu kalt, um draußen zu sitzen.

Blick in die vordere Gaststube.
Kaum eingetreten, hatte ich das Gefühl, in die 1970er Jahre zurückversetzt zu sein, als wir regelmäßig in der Bahnhofsgaststätte in Holm-Seppensen, wo Vadderns beruflich zu tun hatte, zu Gast waren: Was die Einrichtung betrifft, ist in der Landbrauerei ein wenig die Zeit stehen geblieben Retrolook angesagt.

Da in der hinteren Gaststube eine große Gruppe, die schon einen Braukurs absolvierte, lautstark zechte, blieben wir in der kleinen vorderen, wo es dank Trennscheiben mit guter Isolierung ziemlich ruhig war. Gerade, weil in der Brauerei auch Reisegruppen willkommen sind, ist diese Teilung der Gaststube wirklich praktisch.

Blick auf den Tresen.
Die kleine Brauerei wird von Kerstin und Udo Lämmer betrieben: Sie kocht, er braut, die Tochter macht den Service. Die Speisekarte ist überschaubar und bietet gute Grundlagen für's Bier, das mit Naturhopfen und ohne Zusatzstoffe gebraut wird, unbehandelt, naturtrüb und unfiltriert ist. Es gibt sieben Sorten, wobei der Maibock natürlich nur saisonal erhältlich ist.

Bauernfrühstück.
Jägerschnitzel und Bratkartoffeln.
Das Essen ist schlicht, ehrlich und lecker, genau wie das Bier. Zum Essen tranken wir Dunkel und Märzen. Nach Hause nahmen wir ein Sixpack mit Maibock, Rauchbier, Märzen, Rickel, Stout und Dunkel mit, außerdem eine Tüte Treberbrot, das die Konsistenz von Knäckebrot hat und gut zu Kräuterquark oder mit etwas Butter schmeckt (und natürlich zum Bier).

Treberbrot aus der Ricklinger Landbrauerei.
Absolut begeistert waren wir beide vom Maibock. Der schmeckt richtig fein, hat eine Fliederbeerblütennote. Davon hätten wir gerne noch mehr getrunken.

Maibock aus der Ricklinger Landbrauerei.
Sehr gespannt war ich auf das Rauchbier. Dank P. kam ich vor bummelig 30 Jahren mal in den zweifelhaften Genuss von Aecht Schlenkerla Rauchbier, das ich als Schinkenwaschwasser bezeichnete, nach einem Schluck an P. weitergab und fortan nur noch kaufte, um es ihm nach Wisconsin zu schicken. Das Ricklinger Rauchbier hat aber eine viel mildere Rauchnote, ist sehr angenehm zu trinken.

Rauchbier aus der Ricklinger Landbrauerei.
Bei uns beiden fiel das Stout durch, weil's uns viel zu herb war.

Das Bier der Ricklinger Landbrauerei gibt es in Hamburg im Klippkroog. Müssen wir demnächst mal hin. Leergut wegbringen. Und Bier trinken.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Bad Segeberg: Imbiss bei Obi

Eines der Gerichte, auf das der Gatte und ich uns immer einigen können, ist Currywurst-Pommes.  Das ist besonders praktisch, wenn der Gatte unterzuckerungsbedingt nölig ist und sofort etwas zu essen haben möchte. Selbst, wenn ich mal keinen Appetit auf die Wurst habe, Pommes gehen bei mir meistens. Leider. Obwohl: Ich habe mal in einer Kantine ein Gespräch mithören müssen, in dem jemand behauptete, Pommes haben mehr Vitamin C als Kartoffeln. Pommes essen ist also gesund und stärkt die Abwehrkräfte. Man muss nur dran glauben.

Beim Imbiss vorm Obi-Baumarkt gibt es für 5 Euro eine üppige Portion Currywurst-Pommes. Die Pommes sind knusprig mit einem weichen Kern - so mag ich sie gerne. Und sie werden frisch zubereitet, warten nicht warmgehalten auf Esser. In der Wurst ist wirklich Curry, nicht, wie so oft nur in der Sauce, und die Sauce ist fruchtig-scharf. Wirklich lecker!

Dienstag, 19. Juni 2012

Bad Segeberg: Gut & Gerne

Gut & Gerne in der Kurhausstraße in Bad Segeberg.
In Segeberg kann man hervorrragend einkaufen, das stellte nicht nur unsere Tischgemeinschaft fest. In der Fußgängerzone und in den umliegenden Straßen gibt es eine schöne Mischung aus inhabergeführten Läden und nur wenige Ketten.

Schon beim ersten Besuch, als ich mir die Klinik und die Umgebung anschaute, fiel mir Gut & Gerne in der Kurhausstraße auf. Klar, dass dem Geschäft ein Besuch abgestattet werden musste. Ebenso klar, dass es nicht bei einem blieb.

Das Geschäft bietet eine enorme Auswahl an Gewüzen, Tees, Chutneys, Marmeladen, Alkoholika, Nudeln und Saucen sowie anderer Delikatessen, Geschirr und Küchenutensilien an. In zwei Kühltheken lagern Wurstwaren bzw. Trüffel. Einiges kann bei gutem Wetter draußen vorm Geschäft verköstigt werden.

Ich nehme Dich mal mit auf einen kleinen Rundgang durch das Geschäft.

Blick auf einen Tisch mit großer Geschirrauswahl und ein paar der Sektsorten, die es zu kaufen gibt.
Blick auf eine kleine Auswahl von Saucen, Nudeln, Chutneys und Marmeladen.
Blick auf die Auswahl an Essig und Öl, beides zum Teil aromatisiert.
Blick auf die Auswahl an Likören und Bränden, die lose verkauft werden.
Beute: Paradieskörner, Tellycherrypfeffer, Kubebenpfeffer und getrocknete Zwergfeigen - und ich dachte, ich hätte schon so ziemlich alles an Gewürzen, was ich brauche ...
Wenn Du ohnehin schon in der Kurhaussstraße unterwegs bist, bummel ruhig noch ein bisschen weiter, denn es gibt schöne und bisweilen kuriose Läden zu entdecken - zu letzteren zählen eindeutig Jorgis Weltladen, wo man Dinge findet, die noch nicht mal die modernde Hausfrau führt, und ein bisschen auch die Stöber-Truhe, wo man altes Geschirr, Glas, Karaffen und Kochbücher findet.

Montag, 18. Juni 2012

Bad Segeberg: Der Gutschmecker

Bruschetta, wobei das Brot nicht geröstet war.
Der Gutschmecker liegt ebenfalls in unmittelbarer Nähe der Klinik und wurde gerne besucht, wenn es zu kalt für den Biergarten der Spindel oder diese sonntags geschlossen war. Im Gutschmecker gibt es einen gemütlichen Loungebereich, in dem auch geraucht werden darf, und den nutzten wir ebenso gerne wie die schöne Dachterrasse. Ansonsten wäre ich nicht unbedingt in das Lokal gegangen, denn die Speisekarte sprach mich nicht so an.

Der Service ist größtenteils sehr, sehr freundlich, teilweise ein wenig bemüht, und manchmal weiß er nicht wirklich, was er eigentlich serviert. So bekamen wir als Gruß aus der Küche ein Gelee (vermutlich Campari oder Aperol) mit einem Schäumchen in einem Schnapsglas und erfuhren auf Nachfrage nur, es wäre was mit Alkohol. Weitere Details konnten wir dann erraten, auch beim Salatdressing, bei dem wir nach dem Öl fragten. Sie habe schon so oft in der Küche nachgefragt, vergesse die Antwort aber immer wieder sofort, falls die Küche ihr denn überhaupt verrate, was drin sein, meinte die Kellnerin. Ah, ja.

Long Island Iced Tea, Sekt und alkoholfreies Bier in der Raucherecke. Zu den Cocktails gab's unterschiedliche Meinungen, ob die stark genug seien. Für mich hat's gelangt.
Hausgemachte Brötchen, Bauernsalat und Backkartoffel.
Hawaiisalat mit Formvorderschinken und Dosenananas (und ich nehme mal optimistisch an, dass der Käse nicht analog war ...)
Hausgemachte Brötchen aus Quark-Öl-Teich, wie wir vermuten - wirklich lecker.
Salat mit Thunfisch.
Sehr putzig fanden wir übrigens die Angewohnheit, das Essen mit weißen Stoffhandschuhen zu servieren. Sieht fast so aus, als wolle jemand keine Spuren hinterlassen. Dabei ist das Essen so schlecht nun wirklich nicht. Ein entzückender Service für Klinikpatienten, die ja eigentlich keinen Alkohol genießen dürfen, ist übrigens das Bereithalten von Kaugummis beim Zahlen. Klar, wenn fünf Leute wiederkäuend und mit spearmintfrischem Atem kurz vor Zapfenstreich durch die Tür hechten, fällt das ja auch gaaaar nicht auf *g* Nee, wirklich, die Kaugummi-Idee fanden wir wirklich nett.