Dienstag, 30. November 2021

Kokosmakronen mit Schokolade nach Kaltmamsell und David Lebovitz

Von den Spaghetti mit Salbei und Erbsen waren sechs Eiweiß übrig, und da der Gatte gerade einen üppigen Frankfurter Kranz gebacken hatte, wollte ich weder einen Eiklar-Kuchen, Russisch Brot oder eine Pavlova machen. Da kamen mir diese Makronen gerade recht.

Kokosmakronen mit Schokolade.
Wichtig ist, dass Du die Mischung wirklich abkühlen lässt, bevor Du sie auf's Backblech gibst. Sie verläuft sonst. Das Ergebnis siehst Du hier. Übrigens kannst Du auch einen Teil der Kokosflocken durch gemahlene Mandeln ersetzen, falls Du mitten im Backen feststellst, dass die Unmengen von Kokosflocken doch begrenzt sind. 

Dieser Beitrag geht rüber zu Dings vom Dienstag. Vielen Dank für's Sammeln!

Kokosmakronen mit Schokolade

Für die Makronen:
7 - 8 Eiweiß
500 g weißer Zucker
1/2 TL Salz
40 g Honig
350 g Kokosflocken
70 g Mehl
1 TL Vanilleextrakt

Außerdem:
120 g Kuvertüre, möglichst Zartbitter oder dunkler (es sei denn, Du magst es süß)

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf die Kuvertüre in einem großen Topf bei mittlerer Hitze unter Rühren erhitzen, bis die Mischung etwas getrocknet ist. Wenn sie am Topfboden anfängt zu bräunen und zu etwas zu zischen, vom Herd ziehen und abkühlen lassen.

Ofen auf 175 Grad Heißluft vorheizen.

Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Mit einem Teelöffel Teighäufchen aufs Backpapier setzen; die Makronen laufen nicht auseinander, sie können also dicht stehen (wie gesagt: Vorausgesetzt, Du lässt die Masse auch wirklich richtig erkalten). Mit nassen Fingern rund oder in Pyramiden formen.

20 Minuten bei 175°C (Umluft) backen. Auf dem Blech völlig abkühlen lassen.

Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Die Unterseite der Makronen damit bepinseln, auf einem Kuchengitter trocknen lassen.

Quelle: Kaltmamsell

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Samstag, 27. November 2021

Wochenplan in KW 47/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten LXXXIX

Ich hab's endlich geschafft, mir mal wieder Gedanken zu machen, was wir aus den Vorräten und dem Convenience im Kühlschrank kochen können. Der Vorratsschrank ist zwar ziemlich gut leer, aber wir haben noch immer Mung-Bohnen, Maismehl und gelbe Erbsen, die mal verbraucht werden könnten, damit wieder Platz ist. Es gibt es jetzt also eine lange Liste mit Koch-Ideen.

Gleichzeitig mussten wir für diese Woche quasi nicht einkaufen, denn wir waren zum Wellnessen an der Ostsee, wurden also bekocht. Einzig für Freitag brauchte ich Spinat.

Unser Plan in der vierten Novemberwoche.

Dementsprechend einfach gestaltete sich die Wochenplanung:

Sonnabend gab's Lasagne mit Paprika und Schafskäse

Sonntag bis Mittwoch aßen wir im Restaurant Sonnenrose. Der Gatte hatte mir einen Wellnessurlaub an der Ostsee geschenkt, und der Einfachheit halber buchten wir mit Halbpension. Coronabedingt gibt es das Abendessen als Büfett, und die Küche muss einen deutsch-skandinavisch-osteuropäischen Einheitsgeschmack treffen, schaffte das aber sehr gut. Jeden Abend gab's Fleisch, Fisch und vegetarische Alternativen, kalte und warme Vorspeisen, Salat- und Dessertbüfett. Am ersten Abend wurde der Gatte durch einen Currywurstsalat verschreckt und befürchtete schlimmes, war dann aber schnell beruhigt, dass es vernünftige Alternativen gab (mich schreckte der Currywurstsalat weniger, war ich doch lange im CK aktiv, aber den Gatten beeindruckte er nachhaltig). Das Frühstücksbüfett ließ ebenfalls keinen Wunsch offen. Ein wenig bedauere ich, dass ich nicht dazu kam, den Pfannkuchenautomaten auszuprobieren, aber irgendwo musste ich Abstriche machen. Dafür nutzte ich gerne den Butterspender - einfach perfekt. Unsere Teezeit ersetzten wir durch Kaffee und Kuchen, der zum Teil aus eigener Herstellung war. Schade, dass das Restaurant zur Kaffeezeit so wenig frequentiert war - der Kuchen war sehr gut. Abends waren wir in der Bar und stellten fest, dass Mai Tai ein Teufelszeug ist. 

Donnerstag gab's Gnocchi im Salbeibutter.

Freitag machte ich einen Maultaschen-Auflauf mit Kürbis-Sahne-Sauce

Der Wocheneinkauf fiel also weitgehend aus. Stattdessen machten wir gestern schon den Einkauf für die kommende Woche und für die Weihnachtsplätzchen, die ich an diesem Wochenende backen werde. 

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Freitag, 26. November 2021

Apfelküchlein

Apfelküchlein machte ich auf besonderen Wunsch des Gatten öfter in diesem Sommer, dabei beginnt ihre Hochzeit eigentlich erst im Herbst. Aber Äpfel, selbst regionale, sind das ganze Jahr über verfügbar - Kühlhäuser im Alten Land machen's möglich. 

Apfelküchlein, noch mit ohne alles.

Dieser Beitrag geht rüber zur Freutag-Linkparty. Vielen Dank für's Sammeln!

Apfelküchlein

Zutaten für 4 Portionen:

125 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
125 ml Milch / Milchersatz
2 Eier
4 säuerliche Äpfel (Boskop)
1 EL Zitronensaft
3 EL Zucker
1 TL Zimtpulver
50 g Butterschmalz

Zubereitung:

Das Mehl mit Backpulver und 1 Prise Salz vermischen. Nach und nach die Milch unterrühren, dann die Eier zugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren.

Äpfel schälen, mit einem Apfelausstecher* die Kerngehäuse ausstechen, und die Äpfel in dicke Scheiben schneiden. Gleich mit etwas Zitronensaft einreiben, damit sie nicht braun werden. Den Zucker mit dem Zimtpulver vermischen.

In einer großen Pfanne das Butterschmalz erhitzen. Die Apfelscheiben durch den Teig ziehen und bei mittlerer Hitze in 4 bis 5 Minuten pro Seite hellbraun braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und heiß mit dem Zimtzucker bestreuen. Gleich servieren. Dem Gatten schmecken dazu Sahne und Vanille-Eis.

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Mittwoch, 24. November 2021

Schupfnudeln mit Sauerkraut und Speck

Wir sind aktuell ziemlich kochunlustig. Den Gatten strengt es immer noch sehr an, in der Küche zu stehen und zu kochen, auch, wenn er wieder mehr im Haushalt macht - so viel, wie eben geht. Ich hingegen habe nach Monaten alleinigem Küchendienst weder Lust noch Kraft, denn Kochen entspannt mich schon lange nicht mehr. 

Schupfnudeln mit Sauerkraut und Speck.

Zum Glück ist der Tiefkühler gut gefüllt. An anderen Tagen muss dann mal Convenience her. Da ich seit einiger Zeit die Käseblättchen intensiv studiere, um mich mal als sparsame Hausfrau zu fühlen, schließlich ist der Gatte jetzt verrentet, ist der Kühlschrank gerade gut mit Schupfnudeln, Gnocchi und Maultaschen gefüllt.

Schupfnudeln mit Sauerkraut und Speck

Zutaten für 4 Portionen:

520 g Sauerkraut
1-2 Lorbeerblätter, gerne frisch, leicht zerdrückt
1-2 Wacholderbeeren, zerquetscht
1/2 Apfel, klein gewürfelt
500 g Schupfnudeln, selbstgemacht oder Convenience
1 Zwiebel
100 g durchwachsener Speck, gewürfelt
Salz
Pfeffer
Muskat, gemahlen
1 Bund Schnittlauch

Sauerkraut mit Apfel, Lorbeer und Wacholder in einer Topf geben und nach Packungsanweisung garen.

Während das Sauerkraut gart, Zwiebeln pellen und fein würfeln. Schnittlauch waschen, trocken tupfen, in Röllchen schneiden und beiseite stellen.

Speck in einer Pfanne auslassen (ggf. etwas Öl dazu geben), Zwiebeln dazugeben und anbraten. Schupfnudeln zufügen und ebenfalls anbraten. Mit dem Sauerkraut vermischen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken, mit Schnittlauch überstreuen und servieren.

Montag, 22. November 2021

Hirschbraten mit Dattel-Zimt-Sauce, Birnen und Kartoffelgratin mit Ziegenkäse

Kurz vorm ersten Advent kann man sich mal Gedanken ums Weihnachtsessen machen. Das hier war der Hauptgang unseres Weihnachtsessen 2019, als der Gatte noch gesund genug war, ein Menü zu kochen. Im Jahr drauf fiel Weihnachten dann quasi aus, weil der Gatte erst am Tag vorher aus dem Krankenhaus kam, und dieses Jahr lassen wir kochen. So ändern sich die Zeiten. 

Das hier ist ein relativ entspannter Hauptgang: Schmorbraten verzeiht, wenn Gäste nicht pünktlich sind und kann schon Stunden vorher vorbereitet werden. Das gilt auch für die Birnen, wenn sie vorm Servieren erwärmt werden, und die Kartoffeln kann man notfalls abgedeckt auch im Ofen warmhalten.

Hirschbraten mit Dattel-Zimt-Sauce, Birnen und Kartoffelgratin mit Ziegenkäse.

Das Rezept stammt aus einem Discounterheft. Der Gatte nimmt sie gerne mit. Die Zutaten hingegen kommen nicht vom Discounter. Ich kaufe kein Hirsch von einer neuseeländischen Farm, schon gar nicht, wenn er in irgendeiner ominösen Marinade daher kommt, wenn ich Wild aus niedersächsischen oder hamburgischen Staatsforsten haben kann.

Kartoffelgratin mit Ziegenkäse und Lauchzwiebeln.
Sauce und karamellisierte Birnen in Fliederbeerwein.
Hirschkeulenbraten.
Ich verzichte möglichst auf gekörnte Brühe, wenn ich sie nicht selbstgemacht habe. Bei Schmorgerichten bietet es sich ohnehin an, Suppengemüse mitzuschmoren. Beim Binden verzichtete ich auf Mehlbutter und nahm stattdessen Honigkuchen. Lebkuchen oder Printen, beides ohne Schokoladenüberzug, gingen auch.

Hirschbraten mit Dattel-Zimt-Sauce, Birnen und Kartoffelgratin mit Ziegenkäse

Zutaten für 6 - 8 Portionen:

Für den Hirschbraten:

1 Bund Suppengrün
2 Zwiebeln
Butterschmalz
1,5 kg Hirschbraten aus der Keule, ohne Knochen
2 - 3 Lorbeerblätter, gerne frisch und leicht angedrückt
Piment, leicht angedrückt
Wachholder, leicht angedrückt
Vanillesalz*
Salz
Pfeffer
1 Zimtstange
10 getrocknete Datteln
Butterschmalz
400 ml Wasser
400 ml Rotwein
2 Scheiben Honigkuchen, Lebkuchen oder Printen

Für die Birnen:

2 - 3 Birnen
20 g brauner Zucker
200 ml Fliederbeerwein (alternativ Fliederbeersaft oder Rotwein)
1 TL roter Pfeffer*, zerstoßen

Für das Kartoffelgratin:

1 Bund Lauchzwiebeln
600 g Kartoffeln
100 g Ziegenfrischkäse
250 g Schlagsahne
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Suppengrün putzen und würfeln bzw. in Scheiben schneiden. Zwiebeln pellen und vierteln.

Butterschmalz in einem Topf erhitzen und die Hirschkeule von allen Seiten anbraten. Herausnehmen, das Suppengrün in den Topf geben, mit etwas Vanillesalz bestreuen und anbraten, bis das Gemüse Farbe nahm. Mit Wasser und Rotwein ablöschen, die Hirschkeule und alle anderen Zutaten bis auf den Honigkuchen dazu geben. Bei mittlerer Hitze etwa 60 bis 90 Minuten garen, bis das Fleisch von einer Fleischgabel fällt.

Während die Hirschkeule gart, die Birnen waschen, schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Zucker in einem kleinen Topf karamellisieren und mit Fliederbeersaft ablöschen. Sud mit rotem Pfeffer würzen. Birnen  in den Sud geben und etwa 15 Minuten garen, dann herausnehmen und den Sud auf etwa die Hälfte einkochen. Vor dem Servieren die Birnen wieder in den Sud geben und warmziehen lassen.

Für die Kartoffeln die Lauchzwiebeln putzen, in Ringe schneiden und waschen. Etwa 2 EL Lauchzwiebelringe bis zum Servieren beiseite stellen. Kartoffeln schälen, waschen, in dünne Scheiben schneiden und in eine Auflaufform legen. Ziegenfrischkäse klein schneiden, mit Sahne verrühren, Lauchzwiebeln unterheben, mit Pfeffer und Salz würzen. Sahnemischung auf den Kartoffeln verteilen und im Backofen bis 160°C (Umluft) ca. 30 bis 35 Minuten goldbraun backen (ggf. mit Alufolie abdecken). Vor dem Servieren die beiseite gestellten Lauchzwiebelringe auf die Kartoffeln geben.

Mittlerweile sollte die Hirschkeule gar sein. Fleisch und Zimtstange herausnehmen, Fleisch warmstellen, Zimtstange entsorgen. Die Sauce pürieren und durch ein Sieb passieren. Den Honigkuchen zerbröseln, in die Sauce geben und die Sauce unter Rühren aufkochen, bis der Honigkuchen aufgelöst ist. Sollte die Sauce jetzt zu dick sein, noch etwas Rotwein dazu geben.

Birnenspalten fächerartig auf Teller legen und mit etwas Sirup beträufeln. Braten in Scheiben schneiden, mit Sauce und Kartoffeln auf Tellern anrichten und servieren.

Sollte es Reste geben: Die Birnen und der Hirschbraten können vorsichtig auf dem Herd erwärmt werden, das Kartoffelgratin in der Mikrowelle. Der Hirschbraten kann in der Sauce auch gut eingefroren werden.

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Samstag, 20. November 2021

Wochenplan in KW 46/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten LXXXVIII

Wieder kauften wir nach den Angeboten aus den Käseblättchen ein, denn wir sind noch immer absolut kochunlustig und uninspiriert. Wir kauften wieder im Supermarkt im Einkaufszentrum ein, weil der Gatte dort einen Termin hatte. Den Supermarkt mögen wir beide nicht, da unübersichtlich und teuer. Früher, als er noch doppelt so groß war, über zwei Etagen ging, kauften wir gerne dort ein.

Nach dem Supermarkt sollte es noch zum Discounter gehen, aber der Gatte schwächelte. Das gab's lange nicht mehr. Ich war froh, als ich Einkäufe und Gatten im Haus hatte (wobei das mit dem Gatten der schwerere Part ist, da er helfen möchte, selbst kurz vor dem Umfallen).

Also fuhr ich am Sonnabend vor Tau und Tag nochmal los: Discounter, Packstation, Bäcker, zwei Supermärkte ... Ich merkte, wie ich gerne ich sehr früh morgens einkaufe: Die Verkäuferinnen sind noch entspannt und in Plauderlaune, die Geschäfte sind leer (okay, bei einem Supermarkt-Bäcker wand sich die Schlange einmal um's Gebäude), es gibt ausreichend Parkplätze ... Ich schaffte es sogar, das Supermarkt-Parkhaus auf korrektem Wege zu verlassen. Beim letzten Mal war ich nämlich so verpeilt, dass ich durch die leere Einkaufswagenrückgabefläche zur Schranke fuhr. Offensichtlich war ich nicht die einzige, die falsch abbog, denn inzwischen stehen da reichlich Sperrbügel. 

Wenngleich wir wieder überwiegend aus dem Tiefkühler und von Convenience lebten, bereitete ein Fertiggericht doch Kopfzerbrechen: Wir wollten mal wieder Champignon-Plätzli essen. Die schmecken zwar schon lange nicht mehr so wie in unserer Kindheit, aber egal. Ich hatte sie vor Wochen mal zufällig im Dorf-Rewe gesehen, also ging ich davon aus, dass es sie auch in der großen Filiale im Supermarkt gibt. Nein. Im Dorf-Rewe gab's sie auch nicht mehr. Ich fand sie schließlich bei Edeka, ganz hinten, ganz oben in der Ecke, so weit hoch oben und hinten, dass ich Mühe hatte, ranzukommen. Ich war anscheinend nicht die erste: In dem Fach lag ein Paket Fischstäbchen zum Angeln parat. 

Normalerweise achte ich nicht auf Preise, im Gegensatz zum Gatten. Ich kenne nur wenige Preise, zum Beispiel den Eierpreis auf dem Wochenmarkt und den Butterpreis. So war ich entgeistert, dass letzterer um 31 Cent gestiegen ist. Überhaupt Preissteigerungen: Vor gut vier Wochen kaufte ich uns Corona-Tests. Damals kostete das Fünfer-Set knapp 8 Euro. Gestern guckte ich nochmal danach. Da war der Preis auf 20 Euro angestiegen, und heute lag er schon über 20 Euro. Verrückt - wie die ganze Corona-Politik.

Unser Plan für die dritte Novemberwoche.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Klopse mit Wurzeln, roter Bete und Kartoffelstampf. Der Gatte kochte, was sehr schön war (wenngleich es ihn sehr anstrengte).

Sonntag gab's Nudeln mit Bolognese

Montag gab's wieder Klopse mit Wurzeln, roter Bete und Kartoffelstampf

Dienstag gab's die mühselig erlegten Champignon-Plätzli mit grünem Salat. Ich kaufte übrigens gleich die doppelte Menge. Im Tiefkühler ist ja wieder reichlich Platz, weil wir ihn in den letzten beiden Woche leer aßen.

Mittwoch machte ich Schupfnudeln mit Sauerkraut

Donnerstag wurde Lasagne mit Paprika und Schafskäse aufgetaut. 

Freitag wurde Chili con carne aufgetaut. 

Gebacken wurde nicht, es ging mehrfach zum Bäcker. Außerdem ist noch Kürbis-Marmorkuchen im Tiefkühler. Bei Twitter wurde ich auf die Aktion "Plätzchen für dich" aufmerksam: Da backen vier Frauen für die Hinz und Kunzt-Verkäuferinnen und freuen sich über Unterstützung. Ich schaffe dieses Jahr leider keine Weihnachtsplätzchen, sonst wäre ich dabei. Aber vielleicht kannst du ja mitmachen.

Ansonsten habe ich gerade keine Gelegenheit, Gekörnte Brühe selbst zu machen, weswegen ein Glas gekauft wurde. Es enthält zwar weder Glutamat noch Hefeextrakt, dafür aber Unmengen an Zucker in unterschiedlicher Benamsung. Nützt also nix, ich muss gucken, dass ich schnell wieder Gekörnte Brühe mache.

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Freitag, 19. November 2021

Apfelkekse

Diese Apfelkekse sind sehr weich und bleiben recht lange saftig - wobei sie sich bei Mudderns, für die ich sie backe, nie lange halten, da sie eine Süßschnute ist.

Apfelkekse vor Äpfeln.
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Apfelkekse

Zutaten für 1 Backblech:

100 g weiche Butter
70 g brauner Zucker
2 Eier
250 g Mehl
2 TL Backpulver
70 g Mandeln, gestiftelt oder gehackt
2 mittelgroße, säuerliche Äpfel
1 Vanilleschotte, das Mark davon
1/2 TL Zimt

Zubereitung:

Butter, Zucker und Eier schaumig schlagen. Vanillemark mit Mehl, Backpulver, Mandeln und Zimt vermischen und unter die Eimasse heben.

Äpfel schälen, in kleine Stücke schneiden und unter den Teig heben.

Den Teig esslöffelweise auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und bei 200°C (Umluft) circa 10 Minuten backen.

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Dienstag, 16. November 2021

Eggnog (kalter Eierpunsch)

Der Gatte ist ein großer Griswolds-Fan, und so vergeht kein Weihnachten, ohne dass wir "National Lampoon's Christmas Vacation*" (deutscher Titel "Schöne Bescherung") sehen. So kam der Eggnog in mein Leben.

Eggnog, kalter Eierpunsch.
Im Film wird der kalte Eierpunsch in Moose Mugs*, Elchgläsern, serviert. Ich schleiche seit gut zwei Jahrzehnten um die Mugs herum, finde es aber immer noch übertrieben, knapp 40 Euro für ein Glas auszugeben, das wir nur einmal im Jahr nutzen. Und da der Gatte es auch so sieht, tut's ein normales Glas.

Der Eierpunsch hält sich um Kühlschrank etwa eine Woche. In kleine Flaschen abgefüllt, ist er ein nettes Mitbringsel zum Advent. Dieser Beitrag geht rüber zu Dings vom Dienstag. Vielen Dank für's Sammeln!

Eggnog (kalter Eierpunsch)

Zutaten für ca. 1,5 Liter (12 Portionen):

6 Eier
500 ml Sahne
250 ml Milch
115 g Zucker
1 EL Vanillezucker
100 ml brauner Rum
100 ml Whiskey
100 ml Weinbrand

Gemahlene Muskatnuss und Zimt zum Garnieren

Zubereitung:

Eier trennen und Eiweiß beiseite stellen.

Eigelb mit Sahne, Milch, Zucker und Vanillezucker glatt rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Vorsichtig den Alkohol unterrühren.

Eiweiß steif schlagen und unter die Eigelbmasse heben. In eine Kanne oder Flasche füllen und im Kühlschrank einige Stunden durchziehen lassen. Zum Servieren etwas Muskatnuss und Zimt darüber streuen.

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Samstag, 13. November 2021

Wochenplan in KW 45/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten LXXXVII

Auch in dieser Woche kauften wir nach den Angeboten aus den Käseblättchen ein. Würden wir nur das kaufen, was wir wirklich für die Woche brauchten, würden wir dabei wohl sparen, aber wir machen immer Beifang, füllen Vorräte auf etc. Der Vorratsschrank ist zwar nicht wirklich leer, aber zwei Boxen konnte ich immerhin schon auflösen, und so ist Platz für anderes. Außerdem haben wir wieder einen soliden Convenience-Vorrat im Kühlschrank. 

Da wir ohnehin ins Einkaufszentrum mussten, kauften wir im dortigen Supermarkt ein. Anschließend ging's noch zum Discounter, wo der Großteil der Angebote, die uns interessierten, allerdings schon vergriffen war. Also ging's nochmal in einen anderen Supermarkt. Außerdem mussten wir in den Drogeriemarkt, war ich weiterhin auf der Jagd nach einer bestimmten Kerzengröße, drehte der Gatte seine Runden. 

Ausgesprochen nervig ist, dass die Packstation nur noch mittels Smartphone zu nutzen ist. Der Gatte, der viel online kauft, ist nun darauf angewiesen, dass ich mitkomme, wenn er etwas aus der Packstation abholen möchte, denn er hat kein Smartphone. Ich gäbe ihm ja meines mit, aber ihm ist die Bedienung einfach zu kompliziert, weswegen er seines abschaffte. Immerhin klappte es bei der Premiere, bekam ich meine Bestellungen einigermaßen problemlos aus der Packstation. Aber im strömenden Regen ewig dazustehen und zu versuchen, den richtigen Abstand zum Einlesen des QR-Codes zu finden, macht auch keinen Spaß. Beim zweiten Anholen klappte es dann nur mit manueller Eingabe, wurde der QR-Code in mehreren Anläufen nicht erkannt. Dafür fand ich wieder mal ein Paket für einen anderen Kunden unter meiner Post-ID. Da das nicht zum ersten Mal geschah, gucke ich inzwischen auf die Pakete, ob sie auch wirklich für mich sind. Der Gatte nimmt ja grundsätzlich alles mit, wundert sich dann zu Hause und hat Aufwand mit der Retoure.

Irgendwie fehlten uns diese Woche komplett die Ideen. Der Gatte mag gerade keinen Kürbis, und auf Kohl hat er auch keinen Appetit. Rosenkohl hatten wir gerade erst reichlich. Da uns so gar nichts ansprang, beschlossen wir, aus dem Tiefkühler zu leben, denn der ist wieder übervoll. Ich guckte kurz, was aus der Vorwoche übrig war und verbraucht werden wollte - Staudensellerie und Wurzeln. Ansonsten wurde aufgetaut, gab's Convenience. War auch mal ganz schön.

Unser Speiseplan für die zweite Novemberwoche.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend war ich auf dem Swutsch. Der Gatte machte sich zwei TK-Baguettes, die Mudderns uns letzten aufdrängte, weil Fehlkauf. Für mich fiel das Abendessen aus, weil's vorm Theater zu früh war, nach dem Theater zu spät.

Sonntag taute ich Guinness Stew auf. 

Montag gab's "rote Tupper". Der Aufkleber fehlte, aber der Gatte war sich sicher: Es muss die Suppe aus Azukibohnen und Vanille-Curry sein. Nein. Es war eine Dose von Schwiegermutter (deswegen kein Aufkleber) mit Himbeeren und roten Johannisbeeren, noch aus ihrem ehemaligem Garten. Es gab also Milchreis aus dem Ofen mit Beerenkompott. Die Menge reichte auch noch für ein Mittagessen. 

Die Wurzeln vom Balkon wanderten Dienstag in ein Wurzel-Spinat-Curry mit Würzreis.

Mittwoch gab's Staudensellerie-Suppe ohne Wurzeln (die kamen ja am Vortag ins Curry), aber mit Walnüssen.

Donnerstag wollte ich Gnocchi in Salbeibutter machen, aber obwohl ich mir Mühe gab, nur zwei Portionen vom Wurzel-Spinat-Curry zu kochen, wurden es wieder mal vier. Also blieben die Gnocchi im Kühlschrank, gab's nochmal Wurzel-Spinat-Curry.

Freitag gab's Schlefi und Ofenkartoffeln - neben Fischstäbchen oft die einzige Möglichkeit, Fisch in den Gatten zu bekommen. 

Vier Tage waren vegetarisch, sogar vegan (den Milchreis machte ich mit Hafermilch, bei der Staudenselleriesuppe ließ ich die Sahne weg, denn sie schmecket auch ohne) - und das trotz Schwiegermutters Anordnung, wir hätten gefälligst mehr Fleisch zu essen! 

Gebacken wurde nicht, es ging mehrfach zum Bäcker.

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Freitag, 12. November 2021

Kürbis-Marmorkuchen mit Zimtglasur

Der Gatte beschloss von jetzt auf gleich, keinen Kürbis mehr zu mögen. Das war etwas ungünstig, denn vom Kürbis-Auflauf war noch ein halber Hokkaido da (und im TK ist noch genug fertige Masse zum Füllen weiterer Kürbis-Cannelloni).  

Kürbis-Marmorkuchen.

Da kommt dieser Kuchen ganz gelegen, denn verbacken soll Kürbis wie Wurzel schmecken, und Karottenkuchen mag der Gatte. Allerdings ist er der Meinung, der Kürbis schmeckt wie Kürbis, während ich ihn nicht herausschmeckte, aber ich finde ja eh, Hokkaido hat keinen nennenswerten Eigengeschmack.

Ich hatte ein paar Probleme mit den Mengenangaben. So soll bei Virginia ein kleiner Kürbis für 5 EL Kürbispüree reichen. Ich fand meinen Kürbis klein und hatte nur die Hälfte davon zu Püree verarbeitet, aber schon das waren locker 10 EL (dementsprechend schlummert noch Püree im Tiefkühler). Gleiches gilt für Puderzuckermenge der Zimtglasur: Mein Schmand war auch ohne Puderzucker schon sehr streichfest, und so war mir unklar, wie viel Puderzucker ich brauche. Ich nahm so viel, dass es süß genug war (und eskalierte beim Zimt).

Kürbis-Marmorkuchen.

Den halben Kürbis garte ich mit dem Kürbis-Nudel-Auflauf mit Salbei und Mandeln im Ofen, also 30 Minuten bei 180°C (Umluft). Ich ließ ihn dann über Nacht im Ofen auskühlen, und dann war er so weich, dass ich ihn mit einer Gabel zermusen konnte.

Kürbis-Marmorkuchen mit Zimtglasur

Zutaten für eine 26er Kastenform:
Für den Kürbiskuchen:
5 EL Kürbispüree
175 g weiche Butter (zimmerwarm)
100 g brauner Zucker
75 g weißer Zucker
3 Eier
350 g Mehl 
1-2 TL Zimt
1/2 Päckchen (entspricht ca. 8g) Backpulver
2 EL Milch plus etwas Milch für die Kakaomasse
2-3 EL Kakao 

Für die Zimtglasur:
200 g Schmand (oder Créme Fraîche), glatt gerührt
Puderzucker (Menge je nach gewünschter Konsistenz. Am besten nach und nach so viel Puderzucker dazu geben, bis die Masse streichfähig oder dickflüssig ist)
Zimt

Zubereitung:

Butter mit dem hellen und braunen Zucker mehrere Minuten lang cremig rühren.

Die Eier eines nach dem anderen dazu geben und unterrühren.

Mehl, Zimt und Backpulver mischen. Kürbispüree mit der Mehlmixtur und Milch zum Teig geben und so lange mixen, bis alles homogen vermengt ist.

Ca. 2/3 des Teiges entnehmen.  Zum verbliebenen Drittel Backkakao und etwas Milch geben, vermixen. Zunächst etwas vom hellen Teig in die Kastenform geben, dann den mit Kakao und obenauf noch restlichen hellen. Eventuell mit einer Gabel leicht verquirlen.

Den Kürbiskuchen bei 160°C (Umluft) ca. 60-65 Minuten backen (Stäbchenprobe). Aus dem Ofen holen und abkühlen lassen. Dann aus der Form nehmen.

Für die Zimtglasur Schmand glattrühren. Nach und nach so viel Puderzucker dazu geben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.  Zum Schluss den Zimt unterrühren. Glasur sofort über den Kuchen geben.

Mittwoch, 10. November 2021

Kochen ohne Tüte: Rosenkohl-Aprikosen-Eintopf

"Gab's so was ähnliches letzte Woche nicht schon mal?", frug der Gatte, während er auf seinem Teller herumstocherte. "Ja, klar, ist ja auch das gleiche Fix." 

Rosenkohl-Aprikosen-Eintopf.

Nein, ich kochte natürlich ohne Fix mit folgenden Zutaten:

Gewürze (Paprikapulver, 10,3% Zwiebeln, Knoblauch, Pfeffer, Chili), Kartoffelstärke, Weizenmehl, Jodsalz (Salz, Kaliumjodat), 4,6% geräucherter Speck (Speck, Salz, Rauch), natürliche Aromen, Kräuter (Petersilie, Thymian, Majoran, Lorbeerblätter), Würze (aus Weizen), Paprika, Zitronensaftpulver, Zitronenextrakt, Sonnenblumenöl, Gerstenmalzextrakt, Salz, Weizenstärke, Zucker.
Allerdings nutze ich anders als beim Rosenkohl-Eintopf diesmal das Paprikapulver und band den Cider mit etwas Stärke zu einer sämigen Sauce.

Rosenkohl-Aprikosen-Eintopf

Zutaten für 4-6 Portionen: 
ca. 400 g Nürnberger Rostbratwürstchen (oder, wie sie bei unserem Schlachter heißen: Osdorfer Mini-Griller)
50 g Speck, durchwachsen und geräuchert
1 Zwiebel
Paprikapulver, edelsüß
500 g Rosenkohl
300 g Kartoffeln
1 großer Apfel
50 g Aprikosen, getrocknet
Öl
330 ml Cider (hier natürlich lokalpatriotisch Elbler)
200 ml Wasser
1/2 TL Stärkemehl
Thymian, getrocknet
Majoran, getrocknet
Salz
Pfeffer
200g Crème fraîche

Zubereitung:

Bratwürstchen in Scheiben schneiden. Speck in Würfel schneiden. Rosenkohl putzen, waschen und halbieren. Kartoffeln waschen, schälen und in Würfel schneiden. Äpfel waschen, in Viertel schneiden, das
Kerngehäuse entfernen und in Spalten schneiden. Aprikosen in Würfel schneiden.

In einem Topf Öl heiß werden lassen. Würstchen und Speck darin anbraten. Rosenkohl und Kartoffeln zugeben und mit dünsten. Mit Paprikapulver und Kräutern bestäuben.

Stärke in Wasser auflösen, den Cider dazu geben, alles in den Topf geben und aufkochen lassen. Bei geringer Wärmezufuhr mit Deckel ca. 15 Minuten garen. Dann Apfelspalten und Aprikosen zugeben und alles noch etwa 5 Minuten garen lassen. Mit Crème fraîche garniert servieren.

Montag, 8. November 2021

Kochen ohne Tüte: Lasagne mit Paprika und Schafskäse

Anders, als der Name vermuten lässt, ist dieses Rezept nicht vegetarisch. Ich habe die Zutaten auf unsere große Auflaufform* umgerechnet, so dass es sechs bis acht Portionen sind. Die schaffen wir natürlich nicht zu zweit, also freute sich der Tiefkühler.

Lasagne mit Paprika und Schafskäse.

Natürlich verzichtete ich auch hier auf ein Fix, diesmal mit folgenden Zutaten:

66,4 % Tomaten, Meersalz, Zucker, Zwiebeln, Knoblauch, Thymian, Petersilie, Rosmarin, Paprika, Oregano, Lorbeer, Pfeffer, Karotten, Sonnenblumenöl.

Da der Tüteninhalt, verrührt mit 400 ml Wasser, eher Suppe als Sauce wird, muss eigentlich noch etwas zum Binden in der Tüte stecken, Mehl. Stärke etc., aber das fehlt in der Auflistung komplett. Ich ersetzte den Tüteninhalt einfach durch Tomatensaft, Stärke, Kräuter und Gewürze.

Lasagne mit Paprika und Schafskäse 

Zutaten für 6 - 8 Portionen:
4 rote Paprikaschoten
200 g Schafskäse
15 g Peperoni, eingelegt (alternativ 5-6 Kapernäpfel)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Öl
500 g Rinderhack
500 ml Wasser
500 ml Tomatensaft
1 TL Stärkemehl
8 Blätter Lasagne
200 g Crème fraîche
250 g Käse, gerieben
Thymian, getrocknet
Rosmarin, getrocknet
1 - 2 Lorbeerblätter, getrocknet oder frisch
Oregano, getrocknet
Paprikapulver, edelsüß
Salz
Pfeffer

Zubereitung: 

Paprikaschoten waschen, Kerne und weiße Innenhäute entfernen und in kleine Würfel schneiden. Schafskäse würfeln. Kapernäpfel abtropfen lassen und in Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Knoblauch pellen und fein hacken.

In einer Pfanne Öl heiß werden lassen. Hackfleisch darin zusammen mit
der Paprika, Knoblauch und Zwiebeln anbraten. Kräftig mit Paprikapulver bestäuben und kurz weiterbraten.

Stärkemehl in Wasser und Tomatensaft auflösen, die Kräuter einrühren, das Lorbeerblatt dazu gegeben. Das Hack mit der Flüssigkeit ablöschen und alles kurz aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In eine Auflaufform abwechselnd Sauce, Schafskäse und Lasagneplatten schichten. Mit Sauce beginnen und abschließen. Kapernäpfel und Crème fraîche darauf verteilen. Käse darüberstreuen. Die Lasagne im Backofen bei 170°C (Umluft) ca. 30 Minuten backen.

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Samstag, 6. November 2021

Wochenplan in KW 44/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten LXXXVI

Wie in der letzten Woche kauften wir nach Angeboten ein. Dafür mussten wir diesmal nur in den gewohnten Supermarkt, ausnahmsweise schon am Donnerstag, um am Freitag das schöne Herbstwetter zum Spazierengehen nutzen zu können. Wir kauften mehr, als wir für die Woche brauchten, um die Vorräte mal wieder aufzufüllen. Die Angebote waren gerade günstig dafür. Wir hielten uns sogar strikt an den Einkaufszettel, was bei uns sehr selten vorkommt. So gesehen hätten wir sogar sparen können. Allerdings waren wir Sonnabend noch auf dem Wochenmarkt und in einem Supermarkt bei Mudderns, und da gab's vieles, was wir bei uns nicht bekommen ... Und der Gatte drehte natürlich seine Discountertouren - ohne Beifang geht's bei uns halt nicht. 

Im Laufe der Woche war der Gatte beim Bäcker und beim Schlachter, mussten wir ins Einkaufszentrum, kämpfte ich mich durch die Geschäfte in der Innenstadt, um Weihnachtsdeko-Gedöns zu kaufen - und Twinkies*, denn der Gatte beschwerte sich, dass ich ihm letzte Woche keine mitbrachte. Ich fand's halt unsinnig für viel Geld pappsüßen Kram zu kaufen, von dem vorher klar ist, dass wir maximal ein Stück essen und der Rest zum Fairteiler geht, aber so schrecklich schmecken die Twinkies gar nicht. Den Hxpe darum verstehen wir dennoch nicht. 

Anders als im heimischen Einkaufszentrum gibt's in einem in der Innenstadt eine Ampel, die auf Rot springt, wenn zu viele Leute in der Passage sind, und einen Sicherheitsdienst an den Eingängen - wobei der Sicherheitsdienst im heimischen Einkaufszentrum auch aktiver ist und gegen Maskenmuffel vorgeht, wenn sie ihm denn auffallen. 

Der Gatte war zudem noch einen sehr langen Vormittag mit seiner Mutter unterwegs, damit sie mal in andere Geschäfte kommt als sonst und Vorräte einkaufen kann (und eine Zitronenpresse, die es ihrer Meinung nach nur bei Ikea gibt). Das war sehr anstrengend, vor allem, weil Schwiegermutter seit einiger Zeit sehr garstig und egozentrisch ist.  

Unser Plan für die erste Novemberwoche.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend machte ich Lasagne mit Paprika und Schafskäse. Die war ausgesprochen lecker.

Sonntag gab's Kürbis-Nudel-Auflauf. Dem Gatten schmeckte es beim ersten Mal zu vegetarisch; er briet sich ein Putenbrustfilet dazu. 

Montag gab's wieder Lasagne mit Paprika und Schafskäse. Zwei Portionen wurden zudem eingefroren. Der Tiefkühler ist wieder mehr als gut gefüllt.

Der Gatte hatte mal wieder Lust, Bolognese zu kochen, und so gab's die Dienstag mit Spaghetti. Die Bolognese roch ich schon vor der Haustür, denn der Gatte köchelt sie immer mehrere Stunden. Und wie üblich wurde auf Vorrat gekocht, ging ein Teil zur Schwiegermutter und in den Tiefkühler.

Mittwoch gab's Rosenkohl mit Bratwurst

Donnerstag gab's wieder Bolognese.

Freitag gab's wieder Rosenkohl mit Bratwurst.

Diese Woche wurde auch tatsächlich wieder gebacken: Vom Kürbis-Nudel-Auflauf war ein halber Hokkaido übrig, und da der Gatte beschloss, keinen Kürbis mehr zu mögen, wanderte der Kürbis kurzerhand in einen Marmorkuchen. Verbacken schmeckt er wie Wurzel. Damit war der Gatte zufrieden.

Ich nahm mir auch etwas anderes ins Büro mit als Käsebrot, nämlich Avocado mit Mango und Hüttenkäse, quasi Salat. Im Laden kann ich zwar nicht wirklich in Ruhe essen, aber das ließ sich ganz gut löffeln. Es sind ohnehin nur noch sieben Ladendienste geplant, bis wir aus dem Laden ausziehen und ihn ganz der Nachbarabteilung überlassen (okay, wenn ich eine sehr unzuverlässige Kollegin vertreten muss, können es mehr Dienste werden, aber zum Jahresende ist definitiv Schluss).   

Das hier ist übrigens Blog-Beitrag 2.000 - ich bin mal kurz beeindruckt.

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Donnerstag, 4. November 2021

Kochen ohne Tüte: Kürbis-Nudel-Auflauf mit Salbei und Mandeln

Für dieses Rezept verzichtete ich auf eine fixe Tüte für dieses Gericht mit folgenden Zutaten:
65% Tomaten, Zucker, Meersalz, Stärke, Kräuter (Oregano, Basilikum, Thymian), Sonnenblumenöl, Pfeffer, Paprikaextrakt. 
Erfreulicherweise ist inzwischen der Tomatengehalt höher, enthält die Tüte keinen Hefeextrakt mehr. Ich könnte sie also bedenkenlos kaufen, nur brauche ich sie einfach nicht.

Kürbis-Nudel-Auflauf mit Salbei und Mandeln.

Die fixe Tüte enthält allerdings Stärke, um die Wassermenge, die zugegeben werden muss, zu binden. Um das gleiche zu erreichen, machte ich flugs eine leichte Béchamel. Alternativ kannst du Wasser oder Gemüsebrühe auch mit etwas Stärke binden.

Kürbis-Nudel-Auflauf mit Salbei und Mandeln

Zutaten für 4 - 6 Portionen:

1/2 kleiner Hokkaido (oder ein anderer Kürbis, dann ggf. geschält)
300 g Rigatoni oder andere Nudeln
400 g Champignons
250 g Mozzarella
50 g Mandeln, gehackt
1 TL Öl
50 g Butter
40 g Mehl
500 ml Wasser / Gemüsebrühe
200 ml Schlagsahne
1 - 2 Stängel Salbei
1 EL Tomatenmark
Oregano, getrocknet
Thymian, getrocknet
Basilikum, getrocknet
gemahlene Muskatnuss
Salz
Pfeffer

Zubereitung: 

Kürbis waschen, putzen und in kleine Würfel schneiden. Zusammen mit den Rigatoni in eine Auflaufform geben. Champignons abbürsten und
vierteln. Abgetropften Mozzarella in Scheiben schneiden.

Für die Béchamel Butter in einem Topf schmelzen. Mehl dazugeben und unter Rühren anrösten. Nach und nach und unter ständigem Rühren Wasser oder Gemüsebrühe hinzugeben. Das geht am Besten mit einem Schneebesen. Die Hitze reduzieren und alles etwa 5 bis 8 Minuten köcheln lassen. Mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken.

Pilze und Tomatenmark in einer Pfanne in heißem Öl anbraten. Die getrockneten Kräuter dazu geben. Mit der Béchamel ablöschen und mit den Salbeizweigen aufkochen lassen. Kurz abkühlen lassen und die Sahne einrühren. Salbeizweige entfernen (du kannst sie auch drin lassen, es ist nur leichter, sie jetzt herauszunehmen, als sie aus dem fertigen Auflauf zu pulen). Die Sauce über die Zutaten in der Auflaufform gießen und alles vermischen. Die Nudeln sollen mit Sauce bedeckt sein.

Mozzarella darüber verteilen und mit den gehackten Mandeln bestreuen. Im Backofen bei 180°C (Umluft) ca. 30 Minuten überbacken. 

Mittwoch, 3. November 2021

Brændende Kærlighed - Brennende Liebe

Brændende Kærlighed, auf Deutsch Brennende Liebe, ist ein klassisches dänisches Gericht, das ich ewig schon mal zubereiten wollte, aber irgendwas ist ja immer. Zum ersten Mal lernte ich das Gericht in diesem Kochbuch* kennen. Ich vermute, dass ich es auch als Kind oft aß, wenn wir bei Onkel und Tante in Kopenhagen zu Besuch waren, aber an diese Urlaube habe ich kaum noch Erinnerungen. Kulinarisch erinnere ich aus Dänemark lediglich die (in den Augen meiner empörten Eltern Un-) Sitte, nach dem Abendessen noch Kaffee und Kuchen aufzutischen. Für mich gab's Kaukau statt Kaffee, und abends Kuchen zu essen, gefiel mir sehr gut.

In der letzten Woche drängte sich Brændende Kærlighed, also Kartoffelbrei mit gebratenem Speck und geschmorten Zwiebeln, geradezu auf, denn der Gatte kaufte Kartoffeln und Zwiebeln en gros, und da er ja gerne Preise vergleicht, lieber Großpackungen kauft, wenn's günstiger ist, war auch tatsächlich noch reichlich Bacon aus dem letzten DK-Urlaub da. 

Brændende Kærlighed - Brennende Liebe: Kartoffelbrei mit gebratenem Speck und geschmorten Zwiebeln.

Traditionell gibt es Roggenbrot und eingelegte Rote Bete als Beilage. Wenngleich beides da war, sogar als Urlaubsmitbringsel, schmeckt uns das Gericht so. 

Brændende Kærlighed - Brennende Liebe

Zutaten für 2 - 4 Portionen (je nachdem, ob mit Beilagen oder ohne):

300 g Frühstückspeck, fein gewürfelt oder in feine Streifen geschnitten
6 Zwiebeln, in Ringe geschnitten
6 Kartoffeln, geschält und geviertelt / geachtelt
20 g Butter
125 ml Milch. lauwarm
Muskatnuss, gerieben
Salz
Pfeffer
glatte Petersilie oder Schnittlauch

Zubereitung:

Da die Zwiebeln viel Zeit brauchen, bis sie schon weich geschmort und dunkel karamellisiert sind, unbedingt damit anfangen: Speck in einer Pfanne bei mittlerer Hitze auslassen, bis auf dem Pfannenboden eine glänzende Fettschicht ist. Die Zwiebeln dazu geben. kurz anbraten, dann schmoren lassen, bis sie weich und dunkel karamellisiert sind. 

Kartoffeln in leicht gesalzenem Wasser garen und abgießen. Butter und Milch dazu geben und alles stampfen. Mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Zusammen mit Speck und Zwiebeln, mit gehackter Petersilie oder Schnittlauchröllchen servieren. 

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Dienstag, 2. November 2021

Kochen ohne Tüte: Rosenkohl-Eintopf

Endlich wieder Rosenkohl! Ich mag das Gemüse ja sehr, und der Gatte zum Glück auch. Dieser Eintopf ist die bei uns übliche schnelle Feierabendküche. Am längsten dauert das Rosenkohlputzen, und das geht auch nicht mit Tüte schneller. Aber die 45 Minuten, die das Tütengericht braucht, passen selbst dann, wenn noch flugs eine Zwiebel gewürfelt wird.

Rosenkohl-Eintopf. Ich verzichtete auf Paprikapulver, Stärke und Mehl, das im Fix ist, weswegen meine Sauce ungebunden, klar und nicht rot ist.

Ich verzichtete auf ein Fix mit folgenden Zutaten:
Gewürze (Paprikapulver, 10,3% Zwiebeln, Knoblauch, Pfeffer, Chili), Kartoffelstärke, Weizenmehl, Jodsalz (Salz, Kaliumjodat), 4,6% geräucherter Speck (Speck, Salz, Rauch), natürliche Aromen, Kräuter (Petersilie, Thymian, Majoran, Lorbeerblätter), Würze (aus Weizen), Paprika, Zitronensaftpulver, Zitronenextrakt, Sonnenblumenöl, Gerstenmalzextrakt, Salz, Weizenstärke, Zucker.

Bei dem meisten Zeugs ist mir völlig unklar, was es bezwecken soll. Eine Zwiebel ist schnell gewürfelt, die Kräuter sind auch da, der Lorbeer aktuell sogar immer noch frisch. Auf Speckwürfel verzichtete ich, einfach, weil ich vergaß, sie dem Gatten auf den Zettel für den Schlachter zu schreiben. Und da ich auf Paprika und Stärke verzichtete, ist meine Sauce nicht rot oder gebunden.

Rosenkohl-Eintopf 

Zutaten für 4 Portionen:

1 Zwiebel
8 Kartoffeln
500 g Rosenkohl
Öl
500 g Rinderhack
500 ml Gemüsebrühe
glatte Petersilie, ggf. getrocknet
Thymian, ggf. getrocknet
Majoran, ggf. getrocknet
Lorbeerblätter, ggf. getrocknet
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Zwiebel pellen und fein würfeln. Kartoffeln waschen, schälen und in Würfel schneiden. Rosenkohl putzen, waschen und den Strunk kreuzweise einschneiden.

Öl in einem Topf heiß werden lassen. Zwiebelwürfel und Hack darin anbraten, dann Rosenkohl und Kartoffeln kurz Farbe nehmen lassen. Kräuter dazu geben, gut umrühren und alles mit Gemüsebrühe ablöschen. Etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. 

Montag, 1. November 2021

Staudensellerie-Suppe mit Wurzeln und Walnüssen

Vom Guinness Stew war noch Staudensellerie übrig, und  aus irgendeinem Grunde wohnten auch zwei Wurzeln im Gemüsefach. Dabei wurden die schon abgezählt gekauft. Da lag eine Suppe nahe.

Staudensellerie-Suppe mit Wurzeln und Walnüssen.

Staudensellerie-Suppe

Zutaten für 2 - 3 Portionen:

350 g Staudensellerie
2 - 3 Kartoffeln
2 Wurzeln (Karotten, Möhren)
1 Zwiebel 
1 EL Öl
1 EL Butter
500 ml Gemüsebrühe
100 ml trockener Vermouth oder Weißwein
25 g Walnusskerne
200 ml Schlagsahne
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Staudensellerie putzen und die zarten Blätter in kaltes Wasser legen. Stangen quer in 1 cm breite Stücke schneiden. Kartoffeln und Wurzeln schälen und würfeln. Zwiebel pellen und fein würfeln.

Öl Butter in einem mittelgroßen Topf erhitzen. Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Sellerie und Kartoffeln kurz mitbraten. Gemüsebrühe und  Vermouth oder Weißwein zugeben, zugedeckt aufkochen. Bei milder Hitze 20 Minuten kochen lassen.

Walnusskerne grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze goldbraun anrösten, gelegentlich wenden. Beiseitestellen. 

Selleriegrün trocknen und grob schneiden.
 
Sahne in die Suppe geben und alles fein pürieren. Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Nüssen und Selleriegrün bestreut anrichten.