Mittwoch, 16. September 2020

Wochenplan in KW 36/20 und 37/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XXV

In den vergangenen beiden Wochen hatten wir quasi coronafrei und waren in Dänemark, auf Thy, in Vestervig, wie vor drei Jahren. Während der Gatte zum Ergebnis kam, Corona fände in Dänemark überhaupt nicht statt, weil es keine Maskenpflicht gibt, kaum jemand auf Abstand achtete oder die Desinfektionsmittelspender in den Läden nutzte, war ich überrascht, wie viele Anti-Corona-Maßnahmen es doch gibt. Nach den Schilderungen einer Kollegin, die im Juni direkt nach Grenzöffnung in Dänemark war, hatte ich mit noch weniger gerechnet. Sie war auch gerade wieder in Dänemark, und ich bin gespannt, wie sie die Situation jetzt empfand. 

Ohne Kuchen kein Dänemark-Urlaub.
Luxus pur: Smørbrød med rejer und Pommery aus unpassenden Gläsern.
In der Abendsonne Edamame pulen, Bier trinken, nicht an Östrogene denken und dem Gatten beim Grillen zugucken.
Roastbeef vom Grill mit Bratkartoffeln.
Ein Kilo Rumkugel ...

Auf Thy ist die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln sehr einfach: Alle naslang stehen kleine Verkaufsbuden mit Kartoffeln, Eiern, Bickbeeren, Äpfeln, Birnen, Kräutern, Honig, Marmelade und aktuell Pfifferlingen an der Straße. Mein Honig beispielsweise kommt von einem Imker, der drei Kilometer entfernt von unserem Ferienhaus wohnt. 

Agger fiskebil, der Fischwagen im Hafen von Agger.
Das wird das Abendessen.
Das Abendessen auf dem Grill. Endlich kann ich mal die Woodwraps* ausprobieren.
Lachs, selbstgemachte Orangen-Senf-Sauce und Bratkartoffeln.

Auch viele Geschäfte achten darauf, regionale Waren anzubieten, wie Agger Købmandshandel. Fleisch kauften wir beim Hurup Slagter, Fisch frisch vom Wagen in Agger (oder beim Schlachter, was in Dänemark völlig üblich ist), Kuchen entweder bei Røgters Bageri in Hurup oder, wenn wir unterwegs waren, in kleinen Supermärkten, die von Madsens Bageri in Snedsted beliefert werden, und beim Auflug auf Morsø beim KonditorBager in Nykøbing. Von der Insel kam auch das Rapsöl zum Braten, denn wir nahmen kaum Lebensmittel von Zuhause mit.

Blick in den Kühlschrank am Ende der ersten Urlaubswoche. Es dominiert der Getränkevorrat des Gatten.
Kohleintopf. Ohne Kümmel, denn es gab nur Kreuzkümmel.
Chips mit Læsø Sydesalt und Watermelon Mojito.

Der Gatte übernahm das Küchen- bzw. Grillregiment, was bedeutete, dass der Urlaub sehr fleischlastig wurde. Ich gab's schnell auf, an Eisenmangel, Östrogendominanz oder Kalorien zu denken, zumal der Gatte auch darauf achtet, dass ich ausreichend esse, und wenn wir den ganzen Tag zusammen sind, kann ich da nicht tricksen (aufgrund der Zunahme durch die noch immer unbehandelte Östrogendominanz achte ich ja seit Monaten darauf, möglichst wenig Kalorien zu mir zu nehmen und esse meistens nur zwei kleine Mahlzeiten pro Tag). Zum Glück mieteten wir ein Haus mit Pool, so dass ich jeden Tag zusätzlich zu unseren Spaziergängen mindestens eine halbe Stunde schwamm und Wassergymnastik machte und kaum zunahm. 

Komplett selbstgemacht: Schaschlik, Krautsalat und Baguette mit Kräuterbutter.
Kommen gleich auf den Grill: Ribeye Steaks.
Ribeye Steak mit Ofen-Kartoffel. Nicht im Bild: Kräuter-Crème fraîche und Tomatensalat.

Da wir ohnehin jeden Tag unterwegs waren, machten wir keinen Wochenplan. Am ersten Abend gab's die restlichen Sandwiches, Frikadellen und Eier von der Fahrt. Ansonsten gab's Roastbeef, das für zwei Abendessen, diverse Brote und einen Kohleintopf reichte, sehr oft Smørbrød med rejer, besagten Kohleintopf, Steaks, Schaschlik, Fisch ...

Heavy Agger Hotdog und der normale.

Natürlich durfte auch ein Besuch in der Vesterhavshytten nicht fehlen. Diesmal traute sich der Gatte an den Heavy Agger Hotdog - und lernte, dass man danach besser kein Soft Ice mehr isst ... Ansonsten kehrten wir nirgends ein. Normalerweise hätten wir die Kaffeestube am Lodbjerg Fyr und einige Volksfeste besucht, aber da es in Dänemark praktisch keine Maskenpflicht gibt, hielten wir uns so wenig wie möglich unter Menschen auf.

Zum letzten Mal Teezeit, diesmal mit Bøller.

Ein kurioses Dänemark-Erlebnis hatten wir auch: Es gibt anscheinend keinen Kümmel! Wir fanden nur Kreuzkümmel, der anders schmeckt als Schwarzkümmel. Wir vermuten, der gesamten dänische Kümmel geht in die Aquavitproduktion. So kommt auf unsere Dänemark-Packliste neben Schwarztee (gibt's anscheinend nur aromatisiert) und Fencheltee (anscheinend unbekannt) seit diesem Urlaub auch Kümmel - falls der Gatte mal wieder spontan Lust auf Kohleintopf hat.

*Affiliate link

Freitag, 4. September 2020

Schweinemedaillons in Spinat-Tomaten-Sahne-Sauce

Aus Schwiegermutters ehemaligem Garten namen wir einen alten Rosmarinbusch mit. Ich hoffe sehr, dass er sich bei uns genau so wohl fühlt wie bei ihr. Zurzeit schwelgen wir also in Rosmarin.

Schweinemedaillons in Spinat-Tomaten-Sahne-Sauce.

Laut Rezept sollen die Rosmarinzweige um die Medaillons gewickelt werden. Die Zweige unseres Rosmarinbusches sind dafür zu kräftig, also nutzte ich sie als Spieß und gab welche zur Sauce.

Schweinefilet auf Neuseeländer Spinat.

Vom Neuseeländer Spinat konnte ich schon zum zweiten Mal ernten, und wenn die Schnecken nicht schneller sind, bestimmt auch noch ein drittes Mal. Im kommenden Jahr werde ich auf jeden Fall wieder Spinat aussäen. Vielleicht bekomme ich ja auch das Saatgut für Neuseeländer Spinat, wenngleich ich dieses Jahr nicht in die Frankfurter Kleinmarkthalle komme. 

Schweinemedaillons in Spinat-Tomaten-Sahne-Sauce

Zutaten für 6 Portionen:

1  Zwiebel
1  Knoblauchzehe
100 g Neuseeländer Spinat (alternativ Baby-Blattspinat)
7  Zweige Rosmarin
1 Schweinefilet
6 Scheiben Frühstücksspeck
2 EL Öl
Pfeffer
2 EL Tomatenmark
1 Dose Tomaten (850 ml) 
200 g Schlagsahne
Salz
1 Prise Zucker 
ggf. Holzspieße 

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Spinat verlesen, waschen und gut abtropfen lassen. Rosmarin waschen, trocken schütteln, 1 Zweig zum Garnieren beiseitelegen. Filet in Medaillons schneiden. Je 1 Zweig Rosmarin um jedes Medaillon legen, darum je 1 Speckscheibe wickeln, eventuell mit Holzspießen fest stecken

Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Fleisch darin unter Wenden rundherum ca. 8 Minuten braten. Herausnehmen und mit Pfeffer würzen. Holzspieße eventuell entfernen. Spinat in die Pfanne geben und andünsten, bis die Blätter zusammengefallen sind. Herausnehmen und beiseite stellen.

Zwiebel und Knoblauch im Bratfett andünsten. Tomatenmark zufügen, kurz anschwitzen, Tomaten zugeben und mit einem Pfannenwender zerkleinern. Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen, alles ca. 10 Minuten köcheln lassen. Sahne und Spinat unterrühren, abschmecken.

Etwa 2/3 der Soße in eine ofenfeste Auflaufform geben. Medaillons darauf verteilen. Übrige Tomatensahne darauf verteilen. Im Backofen (200 °C Umluft) ca. 15 Minuten backen. Rosmarin zerzupfen. Auflaufform aus dem Ofen nehmen, mit Rosmarin garnieren und servieren.

Dazu schmecken Bandnudeln oder Baguette.

Quelle

Mittwoch, 2. September 2020

Wraps mit Avocado, Gemüse und Garnelen

Ich freue mich ja immer, wenn ich im Garten ernten kann. So kam in dieses Gericht natürlich keine Tüte mit folgenden 

Zutaten: 50,4% Tomatenmark, Gewürze [4,5% Paprika, 3,3% Zwiebeln, Knoblauch, Kreuzkümmel, Curry, Chili, Jalapeno-Chili, Pfeffer], Zucker, Branntweinessig, Sonnenblumenöl, Salz, natürliche Aromen, Thymian, Karamellzuckersirup (Zucker, Wasser), Maisstärke. 

Stattdessen kamen Thymian und Tomaten aus dem Garten hinein, und Tomatenmark, Zwiebel, Knoblauch, Chili hat's eh in der Küche. Den Rest braucht's nicht. Bei mir brauchte es auch nicht den Schmand aus dem Originalrezept - nicht, weil ich Kalorien sparen wollte, sondern weil ich ihn schlichtweg überlas. 

Wraps mit Avocado, Gemüse und Garnelen

Wraps mit Avocado, Gemüse und Garnelen

Zutaten für 6 Stück:

2 Avocado
1 Limette
2 Tomaten
1 gelbe Paprikaschote
1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
Tomatenmark
3-4 Frühlingszwiebeln
1 Bund Koriander
2 Zweige Thymian
Chili
300 g Garnelen, tiefgefroren und küchenfertig
Salz
Pfeffer
6 Tortillas

Zubereitung:

Avocado halbieren, den Kern entfernen, schälen und in Spalten schneiden. Mit Limettensaft beträufeln.

Tomaten putzen, waschen und in grobe Würfel schneiden. Paprikaschote waschen, Kerne und weiße Innenhäute entfernen, Schote in Streifen schneiden. Frühlingszwiebeln waschen und schräg in Ringe schneiden. Koriander waschen, Blättchen von den Stielen zupfen und klein schneiden.

In einer Pfanne Öl heiß werden lassen. Zwiebel und Knoblauch anschwitzen. Tomatenmark, Thymian und Gewürze dazu geben. Gemüse und Garnelen anbraten und garen lassen. Das Grüne der Frühlingszwiebel gegen Ende hinzugeben und kurz mitbraten.

Gemüse, Garnelen und Avocadospalten auf den Tortillas verteilen und mit Koriander bestreuen. Den Wrap aufrollen und servieren. 

Montag, 31. August 2020

Kasseler Strünkchen, fast klassisch zubereitet

Kasseler Strünkchen gehört zu den vergessenen Gemüsesorten. Selbst in Hessen wissen kaum noch Menschen etwas damit anzufangen. Dabei war das gemüse bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts noch sehr bekannt und geschätzt. Zum einen war's eine schmackhafte Spargelalternative, zum anderen konnte es auch gut eingelegt werden und sorgte für Vitamine im Winter. Außerdem schmecken die Blätter auch roh, denn schließlich ist das Strünkchen eine Romana- oder Spargel-Salatsorte. Vermutlich wanderte das Gemüse Anfang des 19. Jahrhunderts aus China ein.

Kasseler Strünckchen auf Kartoffelbrei vor Bratwurst.

Die Samen meiner Strünkchen kaufte ich in der Frankfurter Kleinmarkthalle - nicht gezielt, sondern einfach aus Neugier. Später musst eich erst mal googlen, was ich da kaufte. Die Strünke können richtig groß und kräftig werden, mit einem Durchmesser bis zu sieben Zentimetern und einer Höhe bis zu 60 cm (hier gibt es neben vielen Infos auch Fotos dieser imposanten Exemplare zu sehen). Meine Pflanzen schossen zwar in die Höhe, die Strünke waren aber nur fingerdick. Dem Geschmack tat's keinen Abbruch, und als Beilage für zwei reichten sie auch.

Kasseler Strünckchen in der Pfanne.

In den meisten Rezepten wird das Gemüse in Brühe gegart, die dann mit Mehl gebunden wird, oder es wird gleich in einer Béchamel gegart. So sehr ich Béchamel mag, so wenig gefiel es mir, die zarten Blätter in Mehlschwitze zu ertrinken. Also änderte ich das Rezept etwas ab und bereitete die Sauce separat zu.

Kasseler Strünkchen, fast klassisch zubereitet

Zutaten für 2 Portionen:
2-3 Kasseler Strüncken (je nach Dicke der Strünke ggf. auch mehr)
1 Zwiebel, fein gewürfelt
100 g gewürfelter Speck
Butter oder Öl zum Braten

Zubereitung:

Die Blätter von den Strünkchen abmachen, waschen und trockenschleudern. Große Blätter ggf. in Streifen schneiden. Die Strünke ggf. schälen (bei zarten, dünnen Strünken muss das nicht sein). Strünke kleinschneiden.

Butter erhitzen, dann Strünke, Zwiebel und Speck dazu geben und anschwitzen. Wenn alles fast gar ist, die Blätter dazu geben und agren, bis sie zusammengefallen sind. 

Das Gemüse mit Béchamel, Kartoffelbrei und Bratwurst oder Frikadelle servieren.

Samstag, 29. August 2020

Wochenplan in KW 35/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XXIV

Ich freue mich immer, wenn ich etwas im Garten ernten kann, und so kamen diese Woche Kasseler Strünkchen, Neuseeländer Spinat, Tomaten, Thymian und Rosmarin auf den Tisch. Das Strünkchen sollte eigentlich noch etwas wachsen, aber es wucherte so, dass ich es doch noch vor dem Urlaub ernten wollte, und der Neuseeländer Spinat war schon wieder so weit nachgewachsen, dass ich zum zweiten Mal ernten konnte.

Neuseeländer Spinat und Schlupperkohl aka Kasseler Strünkchen.

Der Wocheneinkauf war schnell erledigt: Für den Wochenmarkt waren wir zu spät, die Schlange beim Schlachter war eine Viertelstunde vor Ladenschluss meterlang, im Discounter war der Gatte schon unter der Woche, also ging's nur zum Supermarkt. Da kauften wir auch Bratwurst und Schinkenwürfel für Montag. Normalerweise wäre der Gatte Montag zum Schlachter gegangen, aber da ist Schlachttag, ist der Laden geschlossen. So war der Gatte dann Dienstag da für Schweinefilet und Hack. Im Laufe der Woche besorgte der Gatte wie üblich auch wieder Vergessenes und kaufte für seine Mutter ein.

Ansonsten ging's zum Bäcker, in den Drogeriemarkt und ins Einkaufszentrum, wo's fast schon wieder so ist wie vor Corona. Es gibt keine Einbahnstraßenregelung mehr, Masken tragen auch immer weniger. 

Der Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Pizza. Die hatten wir ewig nicht mehr.

Sonntag isst der Gatte seit dem Umzug Schwiegermutters zu Hause. Es gab die gefüllten Paprikaschoten vom Freitag.

Montag gab's Kasseler Strünkchen mit Bratwurst und Kartoffelstampf.

Dienstag gab's Wraps mit Avocado und Garnelen. Das reichte auch noch für ein Mittagessen des Gatten. Ich lasse ja seit Monaten das Mittagessen ausfallen, um trotz unbehandelter Östrogendominanz mein Gewicht zu halten und dennoch mit dem Gatten nach Feierabend eine gemeinsame Tee- und Kuchenzeit zu genießen. Das klappt, allerdings fällt die Tee- und Kuchenzeit auch immer öfter aus, so dass ich nur zwei Mahlzeiten pro Tag esse.

Ich bin permanent unterzuckert, hungrig und schlecht gelaunt, aber ich halte mein Gewicht. Normalerweise müsste angesichts der geringen Kalorienzufuhr und der vielen Bewegung mein Gewicht runter gehen, dann wäre ich sicher besser gelaunt, aber solange die Östrogendominanz nicht behandelt wird, bin ich schon froh, nicht weiter zuzunehmen.

Mittwoch kochte ich Schweinemedaillons in Spinat-Tomaten-Sauce. Zwei Portionen wurden eingefroren.

Donnerstag hatte der Gatte Küchendienst und machte Frikadellen mit vergessenen Ofen-Kartoffeln - ein Gedicht! Der Gatte nimmt mehr Fett als ich, so dass die Kartoffeln wie frittiert waren. Anstatt wie sonst nur eine viertel Portion zu essen, aß ich mich tatsächlich mal satt. Ich konnte einfach nicht widerstehen. Aktuell bin ich ziemlich genervt davon, dass ich beim Essen und Trinken immer nur daran denke, ob etwas gut bei Eisenmangel oder Östrogendominanz ist. Einfach nur lecker gibt es schon lange nicht mehr.

Freitag waren wir beim Griechen. Das ist für mich auch nicht mehr so unbeschwert wie früher, denn wie gesagt: Einfach nur lecker gibt es schon lange nicht mehr.

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Freitag, 28. August 2020

Mit Bulgur gefüllte Paprika und Gurken-Quark

Paprika haben gerade Saison, also kommen sie zurzeit öfter bei uns auf den Tisch. Gleiches gilt für Gurken und Dill, den wir dieses Jahr überproportional oft essen - insbesondere dafür, dass ich eigentlich keinen Dill mag. Aber Geschmäcker ändern sich ja. Frischen Dill esse ich inzwischen einigermaßen gerne.

Statt Bulgur können die Schoten in diesem Gericht auch mit Couscous oder einem anderen Getreide gefüllt werden. 

Mit Bulgur gefüllte Paprika und Gurken-Quark.

Im Original reichen die Zutaten für zwei Portionen. Wir hingegen schaffen nicht mehr als eine Paprikaschote pro Person und aßen entsprechend zwei Mal davon. Dieses Gericht ist vegetarisch, was bedeutet, dass der Gatte Schinkenwürfel erwartete ... Vergeblich.

Mit Bulgur gefüllte Paprika und Gurken-Quark

Zutaten für 2 - 4 Portionen:

Für den Quark:
200 g Salatgurke
1/2 Bund Dill
1 kleine Zehe Knoblauch
250 g Magerquark
3 EL Milch
2 EL Zitronensaft
Salz
Pfeffer

Für die Paprikaschoten:
300 ml Gemüsebrühe
60 g Bulgur
2 kleine rote Paprika
2 kleine gelbe Paprika
1 große Tomate
1/2 Bund Petersilie
1/2 TL abgeriebene Zitronenschale
2 EL kalt gepresstes Olivenöl

Zubereitung:

Für den Quark die Gurke schälen, längs halbieren, die Kerne mit einem Teelöffel entfernen und die Hälften in kleine Würfel schneiden. Den Dill waschen, trocken tupfen, die Spitzen abzupfen und fein hacken. Die Knoblauchzehe schälen, in feine Würfel schneiden und mit Quark und Milch verrühren. Gurkenwürfel und Dill untermischen und alles mit 1 bis 2 TL Zitronensaft, Salz und Pfeffer kräftig würzen. Den Dip zugedeckt kühl stellen.

Für die Paprika in einem Topf die Hälfte der Brühe aufkochen. Den Bulgur hinzufügen und offen bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten garen, bis die Flüssigkeit vollständig eingekocht ist. Dabei ab und zu umrühren.

Von den Paprikaschoten einen Deckel abschneiden, die Kerne entfernen und die Schoten waschen. Die Tomate waschen und in kleine Würfel schneiden, dabei Stielansatz und Kerne entfernen. Die Petersilie waschen, trocken tupfen, die Blätter abzupfen und fein hacken.

Den Bulgur mit einer Gabel auflockern und mit Tomate und Petersilie in eine Schüssel geben. Mit übrigem Zitronensaft, Zitronenschale und Olivenöl mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Paprika mit der Bulgurmasse füllen, nebeneinander in eine kleine Auflaufform stellen und die Paprikadeckel daraufsetzen. Die übrige Brühe dazugießen und die Paprika im Ofen bei 180°C (Umluft) etwa 30 Minuten garen. 

Herausnehmen und mit Gurkenquark servieren.

Quelle / Affiliate link

Montag, 24. August 2020

Avocado-Lachs-Wraps mit Dill-Dip

Eigentlich wird in diesem Rezept eine Salatmischung verwendet. Bei mir sollte es ein Romanaherz werden, wurde aber Kasseler Strünkchen, eine Art des Romanasalates. Eigentlich wollte ich den später ernten, wenn die Strünke richtig ausgebildet sind, aber jetzt ergab es sich so, weil das Romanaherz, das noch im Kühlschrank war, dann doch mau war.

Avocado-Lachs-Wrap mit Dill-Dip

Avocado-Lachs-Wraps mit Dill-Dip

Zutaten für 6 Wraps:

1 Bund Dill
2-3 EL Frischkäse
150 g griechischer Joghurt
2 TL Currypulver
Salz
Pfeffer
2 Avocado
1 EL Zitronensaft
6 Tortilla Wraps
10 - 12 Blätter Kasseler Strünkchen (alternativ 1 Romanaherz)
200 g Räucherlachs (gern auch mehr)

Zubereitung: 

Dill waschen, zupfen und grob hacken. Frischkäse und griechischen Joghurt in einer Schüssel cremig rühren. Dill, Currypulver, Salz und Pfeffer dazugeben. Salatblätter waschen und trockenschleudern.

Avocado halbieren, entkernen, das Fruchtfleisch mit einem Messer längs in dünne Streifen schneiden, mit einem Löffel aus der Schale lösen und mit Zitronensaft beträufeln.

Die Wraps ausbreiten und dünn mit der Hälfte des Dips bestreichen. Salat, Avocado und Räucherlachs in Bahnen darauf verteilen. Die Wraps bis zur Hälfte zusammenrollen. Dann die äußeren, offenen Enden einfalten und den Wrap zuwickeln. Den Wrap ggf. auf beiden Seiten mit einer Kordel fixieren und zum Servieren schräg aufschneiden.

Quelle

Samstag, 22. August 2020

Wochenplan in KW 34/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XXIII

Auch in dieser Woche erledigten wir den Einkauf am Sonnabend wieder vor Tau und Tag. Diesmal verbanden wir ihn mit einem Besuch bei Mudderns. Auf dem dortigen Wochenmarkt war's so leer, dass wir noch nicht mal beim Schlachter anstehen mussten. Anschließend ging's zum Discounter und, wieder zurück in Hamburg, in zwei Drogeriemärkte. Bereits am Vortag war der Gatte schon im Supermarkt, um Vorräte aufzufüllen. Aus unbekanntem Grund hatten wir nur noch Asia-Nudeln ... Da muss ich mal gezielt nach Rezepten suchen. Wie üblich, besorgte der Gatte im Laufe der Woche immer mal wieder Vergessenes und erledigte auch mal wieder den Wocheneinkauf für seine Mutter.

Ich war drei Tage im "echten" Büro und brauchte etwas für die Mittagspause. So gab's die letzten Erdbeeren der Saison und Bickbeeren mit Joghurt, außerdem übriggebliebene Avocado-Lachs-Wraps, die ersten Tomaten aus eigener Ernte und Bananen-Quark. Da ich zurzeit sehr früh im Büro bin, kam das Mittagessen dort noch einigermaßen kühl an. Bei späterem Dienstbeginn an heißen Tagen war das in den letzten beiden Jahren problematisch, weswegen ich mir dann lieber etwas vom Bäcker holte. Für die Brotdose habe ich ein Kühlakku, denn bei frühem Dienstbeginn frühstücke ich im Büro.

Die ersten Tomaten aus eigener Ernte mit Za'atar*.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's wieder mal Tapas, bei uns Synonym für eine bunte Auswahl mediterraner Köstlichkeiten vom Wochenmarkt. 

Sonntag isst der Gatte seit Schwiegermutters Umzug in die Seniorenwohnanlage abends zu Hause. Das ist nach 20 Jahren eine Umstellung, nicht nur für mich. Bislang hatte ich den Sonntagabend nämlich meistens für mich. Jetzt muss ich mir wieder Gedanken darüber machen, was es zum Abendessen gibt. Mir langten bislang meistens Reste, Pellkartoffeln mit Quark oder ein Bütterken - was halt gerade so da war. Diesmal gab's die Reste vom mallorquinischen Kartoffeltopf.

Montag gab's Schmorgurken mit Fleischbällchen. Zwei Portionen und eine Mini-Portion für Mudderns wanderten in den Tiefkühler. 

Dienstag standen Avocado-Lachs-Wraps mit Dill-Dip auf dem Plan. 

Mittwoch gab's mit Hack gefüllte Schmorgurken. Ich habe keine Ahnung, was mit der Schmorgurke los war, denn die verweigerte sich hartnäckig dem Garprozess, auch nach über einer Stunde im Ofen.

Für Donnerstag setzte ich Reste auf den Plan. Das hat sich bewährt, denn durch die Kurzarbeit des Gatten braucht er kein Büro-Mittagessen mehr, und bei den aktuellen Temperaturen isst er so wenig, dass es selbst dann Reste gibt, wenn ich nur zwei Portionen zubereite. Wenn es Gerichte sind, die sich gut einfrieren lassen, wandern Reste für Mudderns in den Tiefkühler, aber das war in den letzten Wochen selten der Fall. Diesmal gab's die Schmorgurken vom Vortag, die selbst beim langsamen Erwärmen immer noch nicht richtig gar wurden.

Vor einigen Monaten empfahl ich Schwiegermutter das Diabetes-Kochbuch der "Ernährungs-Docs"*, das sie sich prompt kaufte. Als wir ihr Haus ausräumten, fanden wir es bei den Dingen, die sie in ihrer Verwirrtheit als Sperrmüll ansah. Inzwischen ist sie zwar wieder klarer, besteht aber darauf, das Kochbuch gehöre nicht ihr. So zog es bei uns ein, und Freitag gab's daraus mit Bulgur gefüllte Paprika und Gurkenquark.

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

*Affiliate link