Mittwoch, 1. April 2026

Risotto mit Porree, Erbsen und Lachsschinken

Im Vorrat fanden sich Erbsen und Risotto-Reis, Porree war im Angebot, und da ich seit einiger Zeit nie so wirklich weiß, worauf ich Appetit habe, orientiere ich mich an Angeboten und Vorrat. 

Risotto mit Porree, Erbsen und Lachsschinken.

Ansonsten würde ich mich wohl nur von Schokolade ernähren. 

Risotto mit Porree, Erbsen und Lachsschinken

Zutaten für 2 Portionen:

500 ml Gemüsebrühe
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 Stangen Porree (Lauch)
Olivenöl
100 g Risotto-Reis
50 ml Weißwein
100 g TK-Erbsen
20 g Parmesan oder Pecorino
40 g Lachsschinken
4 Stiele glatte Petersilie
1/2 EL Butter
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Gemüsebrühe erhitzen und warm halten. Zwiebel und Knoblauchzehe pellen und fein würfeln. Porree putzen, längs halbieren, in etwa ein Zentimeter breite Stücke schneiden und waschen.

Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch und die Hälfte des Porrees darin dünsten. Risotto-Reis zugeben und unter Rühren kurz mitdünsten. Mit Weißwein ablöschen und den Weißwein vollständig einkochen. Gerade so viel heiße Brühe zugießen, dass der Reis bedeckt ist. Offen bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren etwa 10 bis 15 Minuten garen. Dabei immer wieder etwas heiße Brühe zugießen, sobald sie vom Reis fast aufgesogen ist. Jetzt die TK-Erbsen und den restlichen Porree untermischen und alles noch 10 bis 15 Minuten garen lassen, bis alles gar ist.

Parmesan bzw. Pecorino reiben. Lachsschinken in Streifen schneiden. Petersilie fein hacken. Butter und die Hälfte des Käses unter den Risotto mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit restlichem Käse, Petersilie und Schinken bestreut servieren.

Dienstag, 31. März 2026

Loubia - veganer marokkanischer Bohneneintopf

Loubia ist ein Bohneneintopf aus der Levante, aus Algerien, Tunesien und Marokko. Normalerweise ist das Gericht vegan, aber wer mag, kann auch Lamm mit schmoren. Normalerweise werden ausschließlich weiße Bohnen verarbeitet; es gibt aber auch Rezepte, in denen zusätzlich Kichererbsen verwendet werden. 

Loubia.

Ich verwendete eine der großen Dosen weiße Bohnen aus dem Vorrat. So konnte ich dann auch frühzeitig Tomatenmark und Salz in den Eintopf geben, musste nicht bis zum Schluss warten, damit die Bohnen nicht hart werden.

Loubia - veganer marokkanischer Bohneneintopf

Zutaten für 4 Portionen:

1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Dose weiße Bohnen, vorgekocht (Abtropfgewicht 530 g)
3 EL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
400 g gehackte Tomaten aus der Dose
500 ml Gemüsebrühe
Kreuzkümmel
Paprikapulver edelsüß
Kurkuma
Cayennepfeffer
Salz
Pfeffer
Zucker
1 Handvoll glatte Petersilie, gehackt

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauchzehen pellen und fein hacken. Bohnen abgießen und abspülen. 

Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten. Tomatenmark, Paprikapulver, Kreuzkümmel und Kurkuma einrühren und kurz anrösten. Die gehackten Tomaten einrühren und alles mit Gemüsebrühe ablöschen. Die weißen Bohnen dazugeben und alles etwa 20 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren. 

Eintopf mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und Zucker abschmecken, mit gehackter Petersilie bestreuen und nach Geschmack zusammen mit Chubz oder einem Landbrot zusammen servieren. 

Samstag, 28. März 2026

Wochenplan in KW 13/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCXV

Verpeilt, wie ich bin, dachte ich, für diese Woche bräuchte ich nur zwei Stangen Porree neben dem Üblichen wie Milch, Eier, Butter und Brot. Dabei hätte ich auch eine Paprika gebraucht. Ich überlegte, ob ich Sonnabend nochmal los möchte, um die Paprika zu holen, was bedeutet hätte, dass ich auch frische Brötchen bekommen hätte, weil der Bäcker direkt neben dem Grönhöker ist, aber ich wollte nicht nochmal unter Menschen. Und da mir das mit der fehlenden Paprika erst Freitagabend auffiel, konnte ich sie auch nicht auf dem Rückweg von Schwiegermutter Freitagnachmittag besorgen ... Da ich partout nicht nochmal unter Menschen wollte, baute ich den Wochenplan kurzerhand um - Leben aus dem Vorrat ist schon immens praktisch. 

Wie gut der Gatte für uns sorgte, fiel mir wieder mal auf, als unsere Putzfrau sagte, sie müsse noch für Bayram einkaufen, denn ihr Mann kaufe immer zu wenig ein, frage jedes Mal, ob sie das wirklich alles brauche. Das machte der Gatte nie. Er kam eher nach dem Einkauf nach Hause und sagte: "Uns fehlten letztens Kichererbsen. Hier sind zehn Dosen. Ist das genug?!" Auch wenn ich gelegentlich darüber spottete, davon genervt war, dass der Gatte hamsterte, wusste ich es doch zu schätzen, fehlt es mir jetzt. 

Den Wocheneinkauf erledigte ich Donnerstagmittag zuerst bei Netto, dann in der üblichen Aldi-Edeka-Kombination im Nachbardorf. Ich hatte erst überlegt, am Freitag auf dem Rückweg von Schwiegermutter in Hamburg im Supermarkt des Grauens (so nannten wir den riesigen Globus, der den Gatten und mich total überforderte) einzukaufen, realisierte aber rechtzeitig, dass mir das zu viel würde. Ich brauchte auch nichts, was ich nur dort bekommen hätte. Der Gatte schätzte die Tortenauswahl, aber was soll ich alleine mit einer Torte?! Und den Wein, den ich nur dort bekomme, brauche ich auch gerade nicht, trinke ich doch kaum Alkohol.  

Im Laufe der Woche war ich beim Bäcker und in Drogeriemärkten, außerdem beim Schlachter, beim Kaffeeröster und im Eiscafé. Die Kugel Eis kostet aktuell 2 Euro bis 2,50 Euro - da fehlt nicht mehr viel zu den ca. 3,50 Euro, die eine Kugel Eis in Dänemark kostet. Da ist der Preis allerdings seit längerem ziemlich stabil. Ansonsten fiel mir bei diesem Einkauf auf, dass Butter teurer wurde und Kaffee billiger - und ich war sehr froh, als ich feststellte, dass ich das große schwarze Auto im Dezember, als ich zuletzt damit fuhr, volltankte. Selbst das Karlchen ist fast vollgetankt.

Mein Plan für die letzte März-Woche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend holte ich eine der großen Dosen weiße Bohnen aus dem Vorrat, um Loubia, einen Bohneneintopf aus dem Maghreb, zu kochen.

Sonntag kochte ich ein Porree-Risotto mit Lachsschinken

Montag holte ich zwei Stücke Linsen-Lasagne mit Wintergemüse aus dem Tiefkühler.

Dienstag gab's wieder Loubia.

Mittwoch wärmte ich das Porree-Risotto mit Lachsschinken auf.

Donnerstag schob ich das letzte Stück Linsen-Lasagne mit Wintergemüse in die Mikrowelle.

Freitag trabte ich zum Schlachter, um Rinderbäckchen mit Rotkohl und Salzkartoffeln zu holen. Als Dessert gab's Raffaello-Creme.

Gebacken wurden Russische Zupfkuchen-Muffins. Über Too good to go holte ich nichts. Am Echtbüro-Tag gab's Shermins* Granola. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. / *Affiliate link

Freitag, 27. März 2026

Herzhafte Avocado-Waffeln

Wenn das Waffeleisen eh schon mal draußen ist, gibt's halt auch Waffeln zum Abendessen.

Eine Avocado-Waffel mit Tomaten-Topping.

Diese Waffeln schmecken warm und kalt, so dass zwei zum Büro-Mittagessen wurden.

Herzhafte Avocado-Waffeln

Zutaten für 4 Portionen:
1 reife Avocado
1/2 Limette, heiß abgewaschen
60 ml Olivenöl
200 ml Kefir
2 Eier
150 g Mehl 
1 TL Backpulver
1 Tomate
1 rote Spitzpaprika
1/2 Bund Koriander
Salz

Zubereitung:

Avocado schälen, halbieren und den Kern entfernen. Die Schale der Limette fein abreiben, den Saft auspressen. Das Fruchtfleisch der Avocado mit Öl, Kefir und Limettensaft in ein hohes Gefäß geben und fein pürieren. Eier, Limettenschale, Mehl und Backpulver hinzufügen und gut verrühren.

Tomate und Paprika waschen, putzen und fein würfeln. Koriander waschen, trocken schütteln und die Blätter fein hacken. Alles unter den Teig heben.

Ein Waffeleisen vorheizen. Den Teig portionsweise einfüllen. Die fertig gebackenen Waffeln im vorgewärmten Backofen auf einem Kuchengitter ruhen lassen. Die Waffeln schmecken warm und kalt, zum Beispiel mit Tomatensauce oder Kräuterquark.

Quelle

Donnerstag, 26. März 2026

Hot Aperol

Ich hänge mal wieder hoffnungslos allen Trends hinterher, ich weiß. Dass Aperol auch heiß getrunken werden kann, erfuhr ich erst im letzten Dezember beim Stricktreffen, zu dem ich diese Brownies beisteuerte.

Hot Aperol mit Apfelsinenscheibe und Rosmarinzweig.

Das mit dem heißen Aperol musste ich gleich ausprobieren, als die Sandkastenfreundinnen zum Adventstee kamen. Da sie zu mir in der Regel zu Fuß kommen, also bummelig zwei Kilometer gelaufen sind, waren sie angesichts der winterlichen Temperaturen froh über ein alkoholisches Heißgetränk zur Begrüßung. 

Hot Aperol

Zutaten für 4-6 Portionen:

500 ml trockener Weißwein
200 ml Aperol
330 ml Apfelsaft
2 Apfelsinen (Orangen), heiß abgewaschen
Honig
Rosmarinzweige

Zubereitung:

Weißwein, Aperol, Apfelsaft und den Saft einer Apfelsine mit einem Rosmarinzweig in einen Topf geben und erhitzen (nicht kochen lassen). Mit Honig abschmecken.

Die zweite Apfelsine in Spalten oder Scheiben schneiden und auf vier bis sechs Gläser verteilen. Den warmen Aperol ebenfalls auf die Gläser verteilen und mit einem Rosmarinzweig garniert servieren. 

Mittwoch, 25. März 2026

Kochen ohne Tüte: Tomaten-Mozzarella-Tortelloni

In den fünf Jahren, in denen die Arzt- und Krankenhaus-Termine des Gatten unseren Alltag bestimmten, hatte ich immer Tortelloni, Tortellini, Maultaschen und Gnocchi im Tiefkühler. Die waren fix zur Hand, wenn wir keine Kraft mehr zum Kochen hatten. Nach dem Tod des Gatten war noch ein Paket Tortelloni da, aus dem dieser Auflauf wurde.  

Tomaten-Mozzarella-Tortelloni, geschnitten.

Ich verzichte bei der Zubereitung auf eine fixe Tüte mit folgenden Zutaten:

30,7 % Tomaten, Stärke, Reismehl, Gewürze (7,5% Zwiebelpulver, Knoblauch, Pfeffer), Jodsalz (Salz, Kaliumjodat), Palmfett, 2,5% Zwiebeln, Zucker, Milchzucker, Kräuter (Basilikum, Oregano, Thymian), Würze (aus Weizen), Milcheiweißerzeugnis, Salz, natürliches Aroma, Zitronensaft, natürliches Zitronenaroma.

Tomaten-Mozzarella-Tortelloni, am Stück.

Wie meistens, braucht's das Meiste davon nicht.

Tomaten-Mozzarella-Tortelloni

Zutaten für 6 Portionen:

5 - 6 Tomaten, je nach Größe
250 g leichter Mozzarella
750 g Tortelloni mit Spinat-Ricotta-Füllung aus dem Kühlregal
500 ml passierte Tomaten
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Prise Zucker
Salz
Pfeffer
Öl
Basilikum, getrocknet
Oregano, getrocknet
Thymian, getrocknet

Zubereitung:

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze (170°C Umluft) vorheizen.

Tomaten waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Mozzarella gut abtropfen lassen und in Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch pellen und fein hacken. In einer Pfanne Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten. Passierte Tomaten dazu geben, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Kräuter unterrühren.

Tortelloni in eine Auflaufform geben. Dia Tomatensauce darüber geben und alles vermischen. Die Tomatenscheiben darüber verteilen. Mit den Mozzarellascheiben belegen.

Bei 170°C (Umluft) etwa 20 Minuten im Backofen backen, bis der Mozzarella geschmolzen ist. 

Dienstag, 24. März 2026

Penne Creme Spinaci

Dieses Gericht aß ich als Fertigfutter, als der Gatte im Krankenhaus war. Da es mir gut schmeckte, baute ich es nach. Der Gatte kam leider nicht mehr in den Genuss.

Penne Creme Spinaci.

Die Zubereitung geht blitzschnell.

Penne Creme Spinaci

Zutaten für 2 Portionen:

200 g Blattspinat
2 Tomaten
160 g Penne (oder andere Nudeln nach Geschmack)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Butter
80 ml Gemüsebrühe
200 g Schlagsahne
Parmesan (frisch gerieben), Menge nach Geschmack
Muskatnuss (frisch gerieben)

Zubereitung:

Die Nudeln nach Packungsanweisung garen.

Währenddessen den Spinat verlesen, waschen und trockenschleudern. Die Tomaten waschen, putzen und achteln. Zwiebel und Knoblauch schälen, fein hacken und in einer Pfanne mit Butter hell andünsten. Dann den Spinat in die Pfanne geben und unter Rühren zusammenfallen lassen. Mit Gemüsebrühe und Schlagsahne aufgießen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und leicht köcheln lassen. Kurz vor Ende der Garzeit die Tomatenstücke hinzugeben und den frisch geriebenen Parmesan einrühren.

Die abgegossenen Nudeln unterheben, nochmals abschmecken und servieren. 

Montag, 23. März 2026

Kochen ohne Tüte: Kürbis-Kichererbsen-Curry

Im Vorrat sind zwei große Dosen Kichererbsen. Eine wanderte in dieses Curry.

Kürbis-Kichererbsen-Curry.

Bei diesem Gericht verzichte ich auf eine Tüte für Curry-Geschnetzeltes mit folgenden Zutaten: 

Stärke, Sonnenblumenöl, Zucker, Jodsalz (Salz, Kaliumjodat), Reismehl, 5% Curry (Koriander, Kurkuma, Pfeffer, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Kardamom, Chili, Paprika), Milchzucker, Zwiebeln, Würze (aus Weizen), Salz, Kurkuma, Petersilie, Milcheiweiß, natürliche Aromen

sowie auf eine Flüssigwürze mit folgenden Zutaten: 

Wasser, pflanzliches Eiweiß, biologisch aufgeschlossen (Wasser, Weizenprotein, Salz), Salz, Aroma (mit Weizen), Geschmacksverstärker (Mononatriumglutamat, Dinatriuminosinat), Hefeextrakt, Zucker, Chiliaroma (mit Sellerie), Verdickungsmittel Xanthan.

Das meiste davon braucht's nicht, schon gar kein Glutamat.

Kürbis-Kichererbsen-Curry

Zutaten für 4 Portionen
350 g Kirschtomaten
1 kleine Zwiebeln
100 g Babyspinat
1 Dose Kichererbsen (800 g)
Olivenöl
1 Dose Kokosmilch (400 ml)
400 ml Gemüsebrühe
Currypulver, Schärfe nach Geschmack
2 Stängel Lauchzwiebel

Zubereitung;

Kürbis schälen, putzen und in kleine Würfel schneiden. Kirschtomaten waschen, putzen und halbieren. Zwiebeln schälen und in Würfel schneiden. Babyspinat waschen und trocken schleudern.

Kichererbsen abspülen und abtropfen lassen.

In einer großen Pfanne Öl erhitzen, Zwiebeln darin kurz anbraten, Kürbiswürfel und Kichererbsen dazugeben und leicht anrösten. Alles mit Currypulver bestreuen und das Currypulver kurz Farbe nehmen lassen. Mit Gemüsebrühe ablöschen. Kokosmilch hinzufügen. Kurz aufkochen lassen und die Tomaten hinzufügen. Köcheln lassen, bis die Tomaten gar sind. Spinat dazugeben und kurz zerfallen lassen.

Wer mag, serviert das Curry mit Reis.