Mittwoch, 3. Juni 2026

Spinatknödel auf Linsenragout

Im Tiefkühler schlummerten noch zwei Portionen Linsen-Bolognese von der Linsen-Lasagne mit Wintergemüse. Ich wusste nicht so richtig was damit anzufangen. Sie zu Nudeln zu essen, war mir aktuell zu langweilig. So freute ich mich, als ich bei Frau Magentratzerl dieses Rezept für Spinatknödel auf Linsenragout sah. Die Knödel passen super zur Linsen-Bolognese.

Spinatknödel auf Linsenragout. 

Das im Originalrezept verwendete Knödelbrot stellte mich vor eine kleine Herausforderung. Normalerweise hätte ich altbackene Rundstücke oder Brot verwendet, aber seit dem Todes des Gatten habe ich kein altbackenes Brot mehr. Ich kaufe das, was ich verbrauchen kann. 

So kam es dann zu folgendem Dialog im großen Edeka: "Moin, 'tschulligung, ich weiß, wir sind in Norddeutschland, aber führen Sie zufällig Knödelbrot?" - "Knödelbrot? Nie gehört! Was macht man damit? Knödel?" Es folgte ein Plausch über die Knödelzubereitung an und für sich. Die lieben da Lebensmittel, wirklich. Das ist der gleiche Markt, wo eine Verkäuferin mir en passant die Zubereitung einer Béchamel erklärte, als ich nach welcher aus dem Tetrapak fragte, weil ich keine Lust auf das Gehühnere mit Butter, Mehl und Milch auf der Baustelle hatte. Knödelbrot gab's nicht, so dass ich als Ersatz Bruscetta-Brot nahm, denn anderthalb Scheiben waren genau die Menge, die ich brauchte (und die übrigen Scheiben gab's getoastet zum Frühstück). 

Zufälligerweise trug ich zu dem Einkauf übrigens mein Trachten-Jeans-Outfit, das mir die bayerische Tante mal schenkte. 

Das Rezept ergibt insgesamt 8 Spinatknödel, wovon ich vier Stück einfror. Spinatknödel kann man ja immer mal brauchen, und mit Schnittlauch-Butter sind sie ein feines schnelles Gericht.

Spinatknödel auf Linsenragout

Zutaten für 2 Portionen:


Für die Spinatknödel:

250 g Babyspinat
1 kleine Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
2 EL Butter
Salz, Pfeffer aus der Mühle
2 Eier
150 g Knödelbrot (oder eine Alternative)
150 ml Milch
2 EL Quark

Außerdem:

zerlassene Butter
Schnittlauch-Röllchen

Zubereitung:

Für die Knödel den Spinat verlesen und in kochendem Wasser kurz blanchieren. Abgießen, gut ausdrücken und hacken. Zwiebel und Knoblauch schälen fein würfeln und in der Butter glasig dünsten. Spinat zugeben und alles mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen; anschließend mit den Eiern fein pürieren.

Die Milch aufkochen und über das Knödelbrot gießen. Die Spinatmasse und den Quark zugeben, alles gut vermengen und die Masse 20 min ruhen lassen.

In einem weiten Topf reichlich Salzwasser erhitzen. Aus der Knödelmasse 8 Knödel rollen und diese in ca. 20 Minuten im siedenden Wasser garziehen lassen. Parallel das Linsenragout aufwärmen.

Das Linsenragout auf tiefe Teller verteilen. Knödel darauf setzen, mit brauner Butter beträufeln und mit Schnittlauch bestreut servieren.

Quelle

Dienstag, 2. Juni 2026

Kochen ohne Tüte: Butter Chicken Lasagne

Vom Dreieinhalb-Kilo-Huhn blieben drei Portionen Hühnerfleisch übrig.

Eine Portion Butter Chicken Lasagne.

Eine Portion kam in dieses Gericht, für das ich auf eine fixe Tüte mit einer Tikka-Masala-Gewürzpaste und folgenden Inhaltsstoffen verzichtet:

41,0% Tomatenmark, Zucker, karamellisierte Zwiebeln (Zwiebeln, Sonnenblumenöl, Zucker, Salz, Zitronensaftkonzentrat), Sonnenblumenöl, Meersalz, Branntweinessig, Gewürze (Zwiebelpulver, Paprika, 2,4% Kreuzkümmel, Ingwer, Kurkuma, Knoblauch, Koriander, Zimt, Chili), 2,5% Curry (Kurkuma, Koriander, Kümmel, Fenchel, Bockshornklee, Salz, Cayennepfeffer, Ingwer, Zimt, Anis, Kardamom, Knoblauch), Bockshornklee, Korianderextrakt, natürliches Kardamomaroma, Zitronensaftkonzentrat.

Wie so oft, braucht's die Tüte nicht.

Butter Chicken Lasagne ganz.

Da mein Hähnchenfleisch schon fertig gegart war, brauchte ich es nur warmziehen zu lassen. 

Butter Chicken Lasagne

Zutaten für 3 Portionen:

1-2 Hähnchenbrustfilets (insgesamt ca. 400 g)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Butter
1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
etwas Wasser
Lasagneplatten je nach Größe der Auflaufform
250 g Mozzarella
5 Stängel Koriander
Garam Masala
Paprikapulver rosenscharf
Cumin / Kreuzkümmel
Salz
Pfeffer
Zucker

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauch pellen und fein würfeln. Hähnchenbrustfilet klein würfeln. Korianderblätter fein hacken. Mozzarella in Scheiben schneiden. 

Für die Sauce Butter in einer Pfanne zerlassen. Zwiebel, Knoblauch und Fleisch darin anbraten. Mit Garam Masala und Paprikapulver bestäuben und die Gewürze kurz Farbe nehmen lassen. Mit den gehackten Tomaten und etwas Wasser ablöschen. Mit Cumin, Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und kurz köcheln lassen.

In eine Auflaufform (ca. 20 x 20 cm) abwechseln Sauce und Nudelplatten schichten. Mit Sauce beginnen und abschließen. Mit Mozzarella bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Umluft) ca. 25 Minuten backen, bis der Käse zerlaufen und goldbraun ist. 

Die Butter Chicken Lasagne aus dem Ofen nehmen, mit Korianderblätter bestreuen und servieren.

Montag, 1. Juni 2026

Brotaufstrich mit Rauke, Oliven und Tomaten

Ich hatte Rauke im Kühlschrank vergessen, denn für den Erdbeer-Rhabarber-Salat brauchte ich nicht viel. In weiser Voraussicht hatte ich die Rauke allerdings mit etwas Wasser in einen Ziplock-Beutel gegeben, so dass das Kraut auch nach über einer Woche noch knackfrisch war.

Brotaufstrich mit Rauke, Oliven und Tomaten.

Daraus wurde dieser Brotaufstrich.

Brotaufstrich mit Rauke, Oliven und Tomaten

Zutaten für 6 Portionen:

30 g Oliven
1 Lauchzwiebel
7 getrocknete Tomaten
1 Bund Rauke (Rucola)
150 g Frischkäse Natur
150 g Schmand
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Lauchzwiebel putzen und fein hacken. Getrocknete Tomaten in feine Streifen schneiden. Rauke waschen, trockenschleudern, putzen und mittelfein hacken. Alles mit Frischkäse und Schmand in einen Blender geben und pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Samstag, 30. Mai 2026

Wochenplan in KW 22/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCXXIV

Den Wocheneinkauf erledigte ich zu Fuß beim Discounter, bei Spargel- und Erdbeerbuden, beim Grönhöker und beim Bäcker. Ich brauchte nicht viel, hatte außerdem Zeit, öfter loszugehen, da Urlaub. So ging's denn auch mehrfach ins Kaufhaus. Es ist so praktisch, das mitten im Ort zu haben. So brauchte ich für Sitzauflagen für die Terrassenbank und Plastikboxen für die Stellage neben / unter dem Grill weder in den Baumarkt noch zum Möbelhaus.

Da ich Trauer und Maladien pflegte, entwickelte sich die Urlaubswoche etwas anders als geplant, was sich auch am Wochenplan widerspiegelt. 

Mein Plan für die letzte Mai-Woche.

Der Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend wollte ich eigentlich wie schon am Vortag ins Kino, aber die Kraft reichte nicht. Sie reichte auch nicht für's Kochen, wobei es den geplanten Ofen-Spargel mit Tahina-Sauce ja eh am Vortag gab. Ich hatte aber gerade mal wieder ein leckeres Bauernbrot und verarbeitete Rauke, Oliven und Tomaten zu einem Brotaufstrich.

Sonntag gab's Butter Chicken Lasagne. Das Huhn war eine der drei eingefrorenen Portionen vom Dreieinhalb-Kilo-Huhn

Montag entwickelte sich eine Aktion, die nur "ein paar Minuten" dauern sollte, zu einer größeren Sache. Als ich endlich wieder zu Hause war, fehlte die Kraft zum Kochen, so dass ich eine Portion Butter Chicken Lasagne aufwärmte, statt die Spinatknödel auf Linsenragout zuzubereiten. Eine Portion Lasagne kam in den Tiefkühler. 

Die Spinatknödel auf Linsenragout gab's dann am Dienstag - die Zubereitung war ideal für die 31°C, die's an dem Tag hatte ... Ich hätte den Spinat einfrieren können, aber auch dafür hätte ich ihn blanchieren müssen, also zog ich die Zubereitung kurzerhand durch. 

Mittwoch gab's nochmal Ofen-Spargel mit Tahina-Sauce.

Donnerstag wärmte ich Spinatknödel auf Linsenragout auf. Außerdem kamen vier Knödel in den Tiefkühler. 

Freitag gab's Saganaki mit Spargel-Tomaten-Salat - so lecker, dass ich glatt beide Portionen hätte verdrücken können. 

Gebacken wurden Rhabarber-Muffins mit Marzipan-Streuseln und Spargel-Lachs-Törtchen, denn es kam Besuch. Außerdem war Bayram, verwöhnte mich unsere Putzfrau mit Baklava, Erdbeerkuchen und Himbeer-Roulade. Das Baklava war das Beste, was ich je aß - und ich aß einiges an Baklava!  Der Gatte war ein Krümelmonster, ich bin es auch. Also schlug ich zu, als es jetzt über Too good to go ein Riesen-Paket Kekse gab. Jetzt bin ich optimal auf Massen an Spontan-Besuch vorbereitet. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Freitag, 29. Mai 2026

Zupfkuchen-Muffins

Heute mal Backen aus dem Vorrat: Es waren noch zwei Pakete Magerquark da, längst jenseits jeglichem MHD, aber immer noch gut. 

Seitdem ich alleine lebe, weiß ich Muffins sehr zu schätzen. Zwölf Stück reichen normalerweise von Donnerstag bis Montag, also für die Tage, an denen ich zu Hause arbeite. Bleiben dennoch welche übrig, kommen sie in den Tiefkühler. So ist dann eigentlich auch immer Kuchen da, wenn überraschend Besuch kommt (und meine beiden Sandkasten-Freundinnen kommen gerne mal spontan vorbei).

Zupfkuchen-Muffins.

Übrigens hat Russischer Zupfkuchen überhaupt nichts mit Russland zu tun, wie ich lange Zeit dachte, wie ich lange Zeit dachte. Weil das Rezept in den 1990er Jahren, also kurz nach der "Wende" auftauchte, dachte ich sogar, es käme über Russland aus der ehemaligen DDR und wunderte mich, warum es in keinem meiner DDR-Backbücher auftaucht. Das Rezept ist ein Ergebnis eines Wettbewerbs des Bielefelder Backmischungsherstellers. Die gezupften Teigstücke sollen optisch an die Kirchturmspitzen traditioneller russischer Kirchen erinnern. Ja, nee, is klaa.  

Zupfkuchen-Muffins

Zutaten für 12 Portionen:

Für den Rührteig
100 g weiche Butter 
100 g Zucker
2 EL Vanillezucker
1 Pr. Salz
Eier 
200 g Mehl
20 g Kakao
1 gestr. TL Backpulver
8 EL Milch

Für die Quark-Füllung:
500 g Speisequark (Magerstufe)
1 Pck. Puddingpulver Vanille

Zubereitung:

Butter geschmeidig rühren. Nach und nach Zucker, Vanillezucker und Salz unter Rühren hinzufügen, bis eine gebundene Masse entsteht. Die Eier kurz auf höchster Stufe unterrühren. Mehl, Kakao und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch auf niedrigster Stufe unterrühren. 

Für die Quark-Füllung Quark mit Puddingpulver verrühren. Jeweils etwa 1 EL Teig in die Muffinförmchen füllen. Füllung in 12 gleich große Portionen teilen. 10 Portionen zu Kugeln formen und in die Mitte der Muffinformen auf den Teig geben. Jeweils wieder etwa 1 EL Teig darauf verteilen. Übrige Quarkkugeln auf die Muffins zupfen. Muffins bei 160°C (Umluft) etwa 30 Minuten backen (Stäbchenprobe). Aus dem Ofen nehmen, etwa 10 Minuten in der Form auf einem Kuchenrost stehen lassen, dann aus der Form lösen und auf dem Kuchenrost erkalten lassen.

Donnerstag, 28. Mai 2026

Chia-Joghurt mit Himbeeren und Granola

Dadurch, dass ich das Granola aus Shermins aktuellem Kochbuch* machte, habe ich Chia-Samen übrig. Mit Chia kann ich nicht so viel anfangen, was vielleicht daran liegt, dass ich noch nicht Chia-Pudding ausprobierte. 

Chia-Joghurt mit Himbeeren und Granola.

Jedenfalls wohnen die Chia-Samen aktuell im Vorratsschrank.

Chia-Joghurt mit Himbeeren und Granola

Zutaten für 1 Portion:

50 g gefrorene Himbeeren
1 TL Zucker
200 g Joghurt
50 ml Haferflocken
1 EL Chia-Samen
2 EL Granola als Topping

Zubereitung:

Beeren mit Zucker in einen kleinen Topf geben und kurz aufkochen. Abschmecken und in ein Deckel-Glas* oder in einen Lunch-Pot* füllen.

Joghurt, Haferflocken und Chia-Samen mischen und über die Beeren gießen. Abdeckeln und mindestens vier Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen. Vorm Servieren Granola über die Joghurt-Mischung geben.

Wenn du wie ich einen Lunch-Pot* nimmst, kannst du das Granola in den Deckel geben, alles zusammen transportieren und bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.

Quelle / *Affiliate links

Mittwoch, 27. Mai 2026

Kartoffelstampt mit Scamorza und Paprika

Einer der Vorteile am Leben in der lindgrünen Hölle ist die uneingeschränkte Verfügbarkeit von Scamorza. Dieser stammt aber tatsächlich noch aus der Metro, wo ich im Herbst 2024 zum letzten Mal mit dem Gatten war. 

Kartoffelstampf mit Scamorza und Paprika.

Der Gatte liebte es, durch den Großmarkt zu bummeln, und litt darunter, dass der aus der lindgrünen Hölle nicht mal eben so zu erreichen war, vor allem, als der Gatte nicht mehr selbst Auto fahren konnte. 

Kartoffelstampf mit Scamorza und Paprika

Zutaten für 2 Portionen

400 g Kartoffeln (gerne mehligkochend)
1 rote Paprika
100 ml Milch (3,5%)
25 g Butter
1 EL Tomatenmark
Salz
Pfeffer
Muskatnuss, gerieben
125 g Scamorza
1 Lauchzwiebel

Zubereitung:

Kartoffeln schälen und in ausreichend Salzwasser gar kochen.

Paprikaschote waschen, putzen und in kleine Würfel schneiden. Lauchzwiebel putzen, in Ringe schneiden und waschen. Scamorza fein reiben.

Kartoffeln abgießen und mit Milch, Butter und Tomatenmark fein zerstampfen. Mit Salz, Muskat und Pfeffer abschmecken.

Etwa ¾ des Scamorzas zusammen mit den Paprikawürfeln unter den Kartoffelstampf heben. Den restlichen Scamorza zusammen mit den Lauchzwiebelringen dekorativ über dem Stampf verteilen und servieren.

Dienstag, 26. Mai 2026

Kichererbsen-Cabanossi-Eintopf

Anders als der Gatte bin ich ja eher ein Suppenkasper. In meinem Vorrat werden sich also eher keine Cabanossi für einen Eintopf finden, aber wenn sie noch da sind, werden sie natürlich auch verbraucht. 

Kichererbsen-Cabanossi-Eintopf.

Gleiches gilt für die Unmengen an Linsen und Bohnen. Da werde ich im kommenden Herbst sicher passende Rezepte finden. Aber erstmal genieße ich Frühling und Sommer, soweit es die Trauer zulässt. 

Kichererbsen-Cabanossi-Eintopf

Zutaten für 4 Portionen:

1 Dose Kichererbsen (850 ml brutto)
1 Gemüsezwiebel 
2 Knoblauchzehen
2 rote Paprika
Öl
500 g stückige Tomaten
1 EL Tomatenmark
¼ l Gemüsebrühe 
½ TL Oregano (getrocknet)
250 g Cabanossi (ca. 3 Stück)
Salz
Pfeffer
Zucker

Zubereitung:

Kichererbsen in ein Sieb gießen, abspülen und abtropfen lassen. Zwiebel schälen und hacken. Knoblauch schälen und fein hacken oder pressen. Paprika putzen, waschen und in Stücke schneiden.

Öl in einem Topf erhitzen. Knoblauch, Zwiebeln und Paprika darin andünsten. Kichererbsen, Tomaten, Tomatenmark, Brühe und getrockneten Oregano zufügen und ca. 10 Minuten köcheln. Cabanossi in Scheiben schneiden und ca. 3 Minuten vor Ende der Garzeit zufügen.

Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Auf Tellern anrichten. Dazu schmeckt kräftiges Bauernbrot.