Sonntag, 15. September 2019

Szenen einer Ehe: Nur Fliegen ist schöner

Sie: "Mudderns bittet darum. dass du dir morgen mal ihren Gehwagen anschaust. Da stimmt irgendwas mit der Bremse am linken Hinterrad nicht. Und du sollst bitte schauen, ob du auch bei den Vorderrädern Bremsen einbauen kannst, weil nur zwei Bremsen sind ihr zu unsicher."

Er, augenrollend: "Will sie etwa vier Hebel an den beiden Griffen?! Braucht sie auch noch Tragflächen und Seitenstrahlruder?"

Samstag, 14. September 2019

Zwei Wochen Mallorca kulinarisch

In diesem Jahr waren wir ganze zwei Wochen auf Mallorca, wieder in Port d' Alcúdia. Während wir im letzten Jahr ein optimales Hotel hatten und es genossen, abends bummeln zu können, mussten wir dieses Jahr auf ein anderes Hotel ausweichen, etwa zwei Kilometer von dem vom letzten Jahr entfernt.

Der Gatte kochte: Cheeseburger.
Kein Problem, dachten wir, denn Restaurants und Bars gibt es ja an der ganzen Bucht bis hoch nach bis Can Picafort, da wird der Unterschied schon nicht so groß sein. Oh doch!

Der Gatte kochte: Tumbet mallorquin.
In vielen Restaurants zwei Kilometer rund ums Hotel (weiter wollten wir nicht laufen) gab's All-you-can-eat-Büfetts mit lauwarmem, aufgetautem Convience-Futter, in den Bars Flatratesaufen, ansonsten Systemgastronomie wie Pizza Hut, Burgerläden und KFC. In den ersten Tagen waren wir ein wenig verzweifelt, denn trotz Appartements wollte der Gatte eigentlich nicht jeden Tag kochen.

Der Gatte kochte: Salat aus Tomaten, Oliven, Pfirsich, Zwiebel und Schafskäse an Pa amb oli. 
Zwei Mal landeten wir in der Stiu Bar. Man sitzt nett, das Estrella ist süffig, und zu jedem Glas gibt es kostenlose Tapas. Dass es dort nur aufgetautes Convience gibt, fällt auf, wenn man sich eines der Gerichte bestellt: Das Essen ist mit Glück nicht mehr halbgefroren, sondern lauwarm, die Pommes kommen aus der Mikrowelle. Kein Wunder, dass die einheimischen Stammgäste dort nur trinken, nicht essen.

Restesalat aus Tomaten, Oliven und Schafskäse am letzten Strandtag.
Wesentlich besser ist das Essen in der Cafeteria Croasan, wo im Wesentlichen Einheimische und Residenten als Stammgäste einkehren, kaum Touristen, denn das Lokal liegt nicht an der Hauptstraße. Die Pizza hat einen knusprigen, dünnen Boden, das Frito mallorquin schmeckt, das Bier ist süffig. Einmal fuhren wir nach Port d' Alcúdia und aßen gut im La Recoleta.

Arroz brut im Restaurant Sa Mata in Valldemossa.
Mit Abstand am Besten aßen wir im Blue Sapphire, ein Juwel in direkter Nachbarschaft des Hotels, abseits der Hauptstraße. Eigentlich wollten wir dort am letzten Urlaubsabend noch mal hin, aber das Unwetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Für's nächste Jahr ist aber mindestens ein Besuch geplant.

Blue Sapphire: Gegrillter Oktopus für mich, Schweinefilet mit Ziegenkäse für den Gatten.
Blue Sapphire: Fondant au chocolat mit Eis für den Gatten.
Blue Sapphire: Mojito-Sorbet für mich.
Unterwegs aßen wir putzigerweise Eis - und einmal traute sich der Gatte an Arroz brut, und da es den "schmutzigen Reis" nur für zwei Personen gab, aß ich mit. Hoffen wir mal, dass in der Portion des hasophilen Gatten kein Kaninchen war ...

Muss in Sóller einfach sein: Mit 'nem Eis von Ca'n Pau auf dem Marktplatz sitzen.
Wenn wir den Tag am Strand verbrachten, gab's mittags für jeden eine große Tupper mit Obst - meistens Honigmelone für den Gatten und Wassermelone für mich. Außerdem kamen für den Gatten Cracker und Schnobkram mit. Einmal nahmen wir Salat mit, zwei Mal gab's wirklich leckere Pommes von der Strandbar. Blieb Obst übrig, wurde es abends zum Smoothie, denn aus irgendeinem Grund gab's im Appartement einen Pürierstab.

Smoothie aus Honigmelone, Ananas und Pflaume.
In Sóller waren wir natürlich auch wieder in der Patisseria L. Vidal, aber diesmal war's eher enttäuschend: Die Ensaïmada de Mallorca war trocken, nicht fluffig.

Mit einer Tortenschlacht wird das Unwetter erträglich.
Gewundert hat uns immer wieder das unterschiedliche Preis-Niveau auf der Insel: Während wir in Palma für zwei Cappuccino knapp 19 Euro zahlten, gab's die in Son Servera für unter fünf Euro. Hielten wir die Kugel Eis für 1,70 € in Palma für teuer, wurden wir in Port de Pollença mit 2,25 € für eine Kugel eines Besseren belehrt. In Cala Bona zahlten wir für den halben Liter Wasser im Supermarkt 40 Cent, in Alcúdia 80 Cent. Unschlagbar günstig mit 2,40 € war die HP Sauce, die prompt mit nach Hause kam und für die im nächsten Jahr mehr Platz im Koffer freigehalten wird.

Fette Beute gemacht in der Markthalle von Palma.
Erfreulich fand ich das große und sehr gute Angebot auf Märkten und in Supermärkten, selbst noch in den kleinsten Spar-Märkten. Schnell fiel uns aber auf, dass mallorquinische Lebensmittel grundsätzlich teurer als importierte sind, egal, ob sie vom spanischen Festland oder von viel weiter weg kamen. Wir kauften, wann immer es ging, mallorquinische Lebensmittel. Alles andere erschien uns widersinnig, schließlich kaufen wir Zuhause auch möglichst regional.

Diesmal schaffte ich es endlich, Honig von Mels de na Marta aus Artà zu kaufen und bin gespannt, wie er schmeckt.
Für nächstes Jahr ist ein Mallorca-Urlaub quasi schon beschlossene Sache. Mal schauen, ob's klappt. Mehr Mallorca-Impressionen gibt's übrigens im Gedöns-Blog.

Sonntag, 8. September 2019

Szenen einer Ehe: Leg' dich doch gehackt!

Im Supermarkt, kurz vor der Kasse. Er kontrolliert die von ihr geschriebene Einkaufsliste auf vollständige Abarbeitung.

Er, empört: "Kannst du nicht einmal mit normalen Zutaten kochen?"

Sie: "???"

Er: "Kannst du nicht Rinderhack nehmen? Oder Schwein? Oder wenigstens vom normalen Huhn?"

Sie: "Äh, wir waren doch vorhin beim Schlachter. Und wir brauchen nächste Woche doch gar kein Hack? Jedenfalls habe ich keines aufgeschrieben. Und Hühnerhack müsste ich eh selbst machen, aber ich brauche doch keins?"

Er: "Doch, guck, hier steht's: Perlhuhnhack! So'n Kokolores esse ich nicht!"

Perlmutlack. Sie schrieb Perlmutlack auf. Für ihre Fingernägel.

Mittwoch, 4. September 2019

Panna cotta-Grundrezept

Lange Zeit klappte es nicht mit mir und der Panna cotta. Mit diesem Grundrezept wird sie aber so, wie sie für mich sein soll. Das Rezept reicht für 4 Portionen, wird bei uns aber gerne mal auf sechs aufgeteilt, wenn es mehrere Gänge gibt.

Panna cotta mit Rhabarber-Erdbeer-Kompott und Erdbeeren
Panna cotta-Grundrezept

Zutaten für 4 Portionen:

3 Blatt Gelatine
1 Vanilleschote
500 g Sahne
50 weißer Zucker

Zubereitung:

Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und das Mark herausschaben. Beides mit Sahne und Zucker zum Kochen bringen. Bei schwacher Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren. Vom Herd nehmen und die Vanilleschote entfernen.

Gelatine ausdrucken, mit 1-2 EL Sahne verrühren zum Temperaturausgleich, dann in die Sahne geben und unter Rühren auflösen. In kalt ausgespülte Gläser geben und mindestens 3 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Sonntag, 1. September 2019

Szenen einer Ehe: Kleider machen Leute II

Beim Morgenkaffee.

Sie: "Du musst mir noch hinlegen, was ich noch waschen soll, damit du es mit in den Urlaub nehmen kannst."

Er: "Ich glaube kaum, dass ich was anderes trage als das, was ich jetzt anhabe."

Sie: "'nen Schlafanzug?!"

Er: "Ach komm, die Hose hat sogar Taschen!"

Freitag, 23. August 2019

Dänischer warmer Kartoffelsalat - varm kartoffelsalat

Kartoffelsalat geht immer. Dieser passt vor allem zu Grillwürstchen.

Dänischer warmer Kartoffelsalat - varm kartoffelsalat.
Dänischer warmer Kartoffelsalat - varm kartoffelsalat

Zutaten für 4 Portionen:

600 g Kartoffeln, gerne festkochend
Salz
Pfeffer
1 Zwiebel, gewürfelt
50 g Butter
1 EL Zucker
4 EL Apfelessig
je 1 Bund Schnittlauch und glatte Petersilie, gehackt

Zubereitung:

Die Kartoffeln in Salzwasser fast gar kochen, pellen und je nach Größe halbieren oder in dicke Scheiben schneiden.

In einer ausreichend großen Pfanne die Zwiebeln in der Butter glasig anschwitzen. Zucker und Essig zufügen und köcheln lassen, bis der Essig fast verdampft ist.

Die Kartoffeln zufügen und darin schwenken, so dass die Kartoffeln den Essig und die Butter absorbieren. Dabei sollten die Kartoffeln nicht zerfallen.

Salzen und pfeffern und mit den gehackten Kräutern servieren.

Quelle / Affiliate link zum Kochbuch

Montag, 19. August 2019

Das zweite #12von12-im-August-Rezept: Schmorgurken-Steinpilz-Ragout mit Ofen-Rösti

Wenn der Sommer langsam in den Herbst übergeht, lassen sich Schmorgurken wunderbar mit Pilzen kombinieren. In diesem Falle waren es Steinpilze, die noch bei uns im Tiefkühler schlummert. Pfifferlinge sind aber auch fein.

Schmorgurken-Steinpilz-Ragout mit Ofen-Rösti.
Verwendest Du frische Pilze, ist die Zubereitungszeit kürzer.

Schmorgurken-Steinpilz-Ragout mit Ofen-Rösti

Zutaten für 4 Portionen:
Für das Ragout:
1 kg  Schmorgurken 
1  Zwiebel
100 g  geräucherter durchwachsener Speck 
300 g  Steinpilze (TK, nicht aufgetaut) 
250 g  Schlagsahne 
Butterschmalz

Für die Ofen-Rösti:
800 g  Kartoffeln 
2 EL Speisestärke 
1 Ei  
Muskatnuss 

Außerdem:
Salz
Pfeffer 

Zubereitung:

Für die Rösti Kartoffeln schälen, waschen, grob raspeln und ausdrücken. Stärke und Ei unterrühren, mit Salz und Muskat würzen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen, acht Rösti formen und darauf verteilen. Bei 200°C (Umluft) 20 Minuten im Ofen garen, dann umdrehen und weitre 10 bis 15 Minuten bei 180°C (Umluft) garen,

Währenddessen für das Ragout die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Speck würfeln. Gurken schälen, der Länge nach vierteln, Kerne entfernen und Fruchtfleisch in Streifen schneiden.

Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und Pilze darin unter Wenden schmoren. Zwiebel dazugeben und glasig andünsten. Gurken und Steinpilze in die Pfanne geben, andünsten, mit Salz und Pfeffer würzen, mit etwas Wasser ablöschen und in der geschlossenen Pfanne ca. 5 Minuten dünsten. Sahne einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und das Ragout mit den Rösti servieren.

Sonntag, 18. August 2019

Das erste #12von12-Rezept: Infused Water mit Gurke, Minze und Fliederbeerblüte

Momentan ist Gurke und Minze meine Lieblingsmischung, um Wasser zu aromatisieren. Zum Hype um das Infused Water habe ich hier was geschrieben.

Infused Water mit Gurke, Minze und Fliederbeerblüte.
Infused Water mit Gurke, Minze und Fliederbeerblüte

Zutaten für 2 Liter:

1/4 Gurke, heiß abgewaschen und gewürfelt

2 Zweige Minze

2 EL Fliederbeerblütensirup pro Aufguss

Zubereitung:

Gurke, Minze und Sirup in einen Ein-Liter-Krug oder eine Flasche geben, mit kaltem stillem oder kohlesäurehaltigem Leitungs- oder Mineralwasser auffüllen und ein bis zwei Stunden kalt stellen.

Den Ansatz kannst Du zwei Mal aufgießen, je nach Geschmack auch noch ein drittes Mal, aber der Geschmack wird immer schwächer.