Dienstag, 18. Januar 2022

Porree-Pfannkuchen mit Topinambur-Apfel-Salat

Im letzten Jahr setzten wir endlich wieder Topinambur im Garten, und in diesem Jahr freuen wir uns über die Ernte (ja, wir sind spät dran, hätten schon im November ernten können). 

Porree-Pfannkuchen mit Topinambur-Apfel-Salat.

Da ich eine faule Hausfrau bin, machte ich den Pfannkuchen im Ofen. Und wo der schon mal an war, garte auch gleich der Topinambur mit, den ich zwei Tage später für eine Tarte brauchen würde. Bedeutet auch: Nur einmal ernten, putzen, Hände schrubben. 

Ich bin nicht faul, ich bin effektiv.

Porree-Pfannkuchen auf dem Blech, noch Topinambur-Apfel-Salat

Auch hier ersetzte ich die Milch durch Milchersatz. Hier fällt es mir leichter als im Kaffee, wo ich den Geschmack von Milchersatz einfach nicht mag. Vermutlich habe ich nur noch nicht den richtigen gefunden. Den Radicchio ersetzte ich durch ein Salatherz, da Radicchio für den Gatten leider zu bitter ist. 

Dieser Beitrag geht rüber zu Dings vom Dienstag und Handmade on Tuesday. Vielen Dank für's Sammeln!

Porree-Pfannkuchen mit Topinambur-Apfel-Salat

Zutaten für 4 Portionen:

Für den Pfannkuchen:
150 g Mehl
Salz
Pfeffer
250 ml Milch
3 Eier
1 Stange Porree, (Lauch, ca. 350 g)
2 EL Olivenöl

Für den Salat:
3 EL Olivenöl
4 EL Apfelessig
1 TL Senf (grob)
Cayennepfeffer
250 g Topinambur
1 Apfel
100 g Kirschtomaten
1 kleiner Radicchio oder 1 Salatherz
½ Bund Schnittlauch

Zubereitung:

Mehl, Salz, Milch und Eier in einer Schüssel zu einem glatten Teig verrühren. Teig 20 Minuten quellen lassen.

Inzwischen Lauch putzen, waschen und in 5 mm breite Ringe schneiden. Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und den Lauch darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Aus der Pfanne nehmen und mit dem Teig vermischen.

Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig darauf verteilen. Ggf. einen Teigschaber zur Hilfe nehmen, damit sich der Teig gleichmäßig verteilt.

Backblech in den Ofen schieben und bei 180°C (Umluft) ca. 30 Minuten backen.

Für das Salatdressing Essig, Senf und Öl mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Cayennepfeffer in einer Schüssel verquirlen. 

Topinambur unter fließendem Wasser gründlich abbürsten, Apfel entkernen. Topinambur und Apfel in dünne Scheiben hobeln und zum Dressing geben. Tomaten halbieren und untermischen.

Salatherz bzw. Radicchio waschen und in mundgerechte Stücke zupfen. Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Radicchio und Schnittlauch zum Salat geben. Salat auf den Pfannkuchen anrichten und servieren.

Montag, 17. Januar 2022

Kohlrabi mit Fleischklößchen, weißer Sauce und Kartoffeln

Dieses Gericht gab's in meiner Kindheit öfter, als Mudderns noch selbst kochte. Sie hatte dazu nie wirklich Lust, und sobald es ging, lebten wir hauptsächlich von Fertigfutter und Restaurantküche - unter Vadderns Mandanten waren viele Restaurants, und die wurden halt regelmäßig besucht. Schöner Nebeneffekt: Die Mandanten kamen aus Italien, Griechenland und der Türkei, und so lernte ich früh utländische Köök kennen.  

Kohlrabi mit Fleischklößchen, weißer Sauce und Kartoffeln.

Statt Milch nehme ich für Béchamel seit einiger Zeit Mandel- oder Hafermilch - merkt man geschmacklich nicht, wirkt sich positiv auf die Kohlenhydratbilanz aus. Hier kannst du auch das Kochwasser von Kohlrabi und Kartoffeln nehmen, aber dann schmeckt die Sauce recht dünn.

Kohlrabi mit Fleischklößchen, weißer Sauce und Kartoffeln

Zutaten für 4 Portionen:

4 Kohlrabi (ggf. mehr, insgesamt ca. 1 kg)
2 frische feine Bratwürste
4 EL Butter
4 EL Mehl 
500 ml Milch 
Salz
weißer Pfeffer
Muskatnuss
Zitronensaft
1/2 Bund glatte Petersilie

Zubereitung:

Kohlrabi und Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. In kochendem Salzwasser ca. 10 Minuten garen.

Bratwurstbrät aus der Pelle drücken und zu kleinen Klößchen formen. Beiseite stellen. 

Butter in einem Topf erhitzen. Mehl darüber stäuben und ein bis zwei Minuten anschwitzen. Milch unter ständigem Rühren dazugeben, weiterrühren, bis eine cremige Sauce entsteht. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Kohlrabi- und Kartoffelstücke abgießen und zusammen mit den Bratwurst-Klößchen zur Sauce geben. Auf niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Fleischklößchen gar sind. Mit Zitronensaft abschmecken.

Petersilie fein hacken und jede Portion damit bestreuen.

Samstag, 15. Januar 2022

Wochenplan in KW 2/22: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XCVI

Wir kaufen immer noch nach den Käseblättchen ein. Ich habe keine Ahnung, ob wir durch die Angebote tatsächlich sparen, aber zumindest fühle ich mich so als sparsame Hausfrau. Aber um wirklich zu sparen, müssten wir uns an den Einkaufszettel halten, und das klappt selten. Außerdem stört mich, dass das Gemüse aus dem Angebot selten saisonal ist. Da wären wir auf dem Wochenmarkt besser aufgehoben, aber zu dem kommen wir seit einiger Zeit nicht. 

Wochenmarkt hätte auch den Vorteil, dass wir nur die Mengen einkaufen können, die wir brauchen. So sitze ich gerade hier mit einem halben Kilo Wurzeln und überlege, was ich kommende Woche daraus koche. Okay, ich könnte das Gemüse zum Fairteiler bringen, aber das mache ich nur im Notfall.

Fleisch und Brot kaufen wir nicht im Supermarkt, sondern beim Schlachter bzw. Bäcker. Milch ist zurzeit doof, denn frische gibt's nur bei Edeka oder im großen Rewe, und beides liegt nicht auf dem Weg. Im Stammsupermarkt gibt's nur noch ESL-Milch, aber die immerhin vom Hamfelder Hof. So ist der Preis wenigstens fair. In dieser Woche kaufte ich allerdings einen Teil der Milch im Discounter, um sicher zu sein, dass wir welche haben, denn auch Hamfelder Milch ist im Supermarkt nicht immer zu bekommen.

In dieser Woche kauften wir in Discountern und im Supermarkt ein. Außerdem ging's in den Baumarkt, in die Trafik, ins Sanitätshaus, in den Getränkemarkt (ungewohnt leer), zum Bäcker und Schlachter sowie durch diverse Geschäfte in der Innenstadt. Zudem versuche ich, viel aus dem Vorrat zu verarbeiten, denn der ist mal wieder mehr als üppig. 

Zudem fuhren wir zum schwedischen Möbelhaus. Der Gatte war erst zögerlich wegen der hohen Inzidenzen, beschloss dann aber, dass das Ansteckungsrisiko dort auch nicht höher sei als beim Einkaufsbummel in der Innenstadt mit seiner Mutter, und außerdem will er jetzt endlich mit dem Umbau des Schlafzimmer anfangen. Die aktuelle 2G-Regelung wurde akribisch kontrolliert, im Restaurant ist 2Gplus mit fest zugewiesenen Tischen und Kontaktverfolgung. Ikea war so leer, dass wir einen idealen Parkplatz zwischen Ein- und Ausgang bekamen und nirgendwo warten mussten - gespenstisch. 

Beim Recyclinghof waren wir diese Woche auch noch und lernten, das so ziemlich alles, was wir bislang dort abgeben konnten, inzwischen Hausmüll ist: Lumpen und Schuhe (angenommen wird nur noch tragbare Kleidung, aber die geht eh in die Kleiderkammer), Medikamente, brauchbarer Hausrat (ging früher zu Stilbruch). Das erklärt, warum die Mülltonnen hier immer übervoll sind. Für mehr als Batterien und Elektroschrott müssen wir da nicht mehr hinfahren.   

Unser Plan für die zweite Januarwoche.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's ein Kindheitsgericht: Kohlrabi mit Fleischklößchen, weißer Sauce und Kartoffeln. Meine Mutter machte das öfter, als sie noch selbst kochte. Viel Spaß am Kochen hatte sie nie, und so wurde der Haushalt bald komplett auf Fertigfutter und Restaurantessen umgestellt, aber einige Gerichte aus der Kindheit erinnere ich noch.

Sonntag ging's endlich an die Ernte des im Garten angeboten Topinamburs. Es gab Porree-Pfannkuchen mit Topinambur-Apfel-Salat.

Montag gab's nochmal Kohlrabi mit Fleischklößchen, weißer Sauce und Kartoffeln.

Dienstag machte ich eine Blätterteig-Tarte mit Topinambur, Wurzeln, Pastinaken und Ziegenkäse. Wir mussten Topinambur dazu kaufe, aber der war diesmal sehr regional. In den Vorjahren kam er in der Regel aus Frankreich.

Mittwoch kochte ich Svensk pølseret, ein Kartoffel-Würstchen-Topf vermeintlich schwedischen Ursprungs. Den gab's auch am Freitag. Eine schöne Alternative zum Würstchengulasch, das wir sonst gerne machen, wenn sich die Würstchen im Vorratsschrank ungeplant vermehren (und das Rezept für's Würstchengulasch habe ich noch immer nicht gebloggt ...). Einzig Gemüse fehlte uns, was aber daran lag, dass ich mich ans Ursprungsrezept hielt.  

Donnerstag sollte es Labskaus geben, damit dann auch die eingefrorene Rote Bete verarbeitet und der Tiefkühler angenehm leer wird. Bei der Blätterteig-Tarte mit Topinambur, Wurzeln, Pastinaken und Ziegenkäse hatte ich dann allerdings doch so viel Gemüse, dass es für vier Portionen bzw. zwei Tage reichte 

Diese Woche wurde auch wieder gebacken, sogar zwei Mal, trotz der Fika im schwedischen Möbelhaus. Da aus meinem Ladentag ein Bürotag wurde, gibt es normalerweise wieder jeden Tag die Möglichkeit einer gemeinsamen Teezeit, weil ich mir die Arbeitszeit frei einteilen kann. Ich buk eine garantiert nicht schwedische Apfeltorte sowie einen bulgarischen Apfelkuchen. Damit verarbeitete ich auch ein paar Gläser Ofen-Apfelmus aus dem Vorrat - und reichlich Eier, denn aus unerfindlichem Grunde haben wir gerade 30 Stück hier.

Eigentlich war auch Essengehen geplant, denn der Gatte entdeckte bei einem seiner Bummel einen Edel-Pommes-Laden, den er gerne mal ausprobieren würde. Den hatten wir in der Hinterhand, falls es mit dem Wochenplan nicht hinhauen würde, aber das ergab sich nicht. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Freitag, 14. Januar 2022

Das 12-von12-im-Januar-Rezept: Svensk pølseret: Dänischer Wurst-Kartoffel-Eintopf

Auf Deutsch heißt dieser Eintopf "Schwedisches Wurstgericht" und ist ein in Dänemark sehr beliebtes Familiengericht. Vielleicht ist es eine vereinfachte Variante des schwedisches Gerichts Korv stroganoff, das statt mit Filetspitzen aus Falukorv, einer Art Leberkäse in Wurstform, zubereitet wird. Angeblich aßen dänische Kinder dieses Gericht, als sie irgendwo in Schweden in einem Sommerlager waren, und nahmen das Rezept mit nach Hause.  

Svensk pølseret: Dänischer Wurst-Kartoffel-Eintopf.

Svensk pølseret ist typische Hausmannskost mit wenigen, preisgünstige Zutaten. Wer hat und mag, gibt Gemüse und Gewürze dazu, so wie miho es hier beschreibt. Das Gericht ist schnell zubereitet, vor allem, wenn du noch gekochte Kartoffeln vom Vortag da hast. Falls nicht, sind Scheibenkartoffeln aber auch schnell gar.

Ach ja, die dänische Königin begeht heute ihr 50jähriges Thronjubiläum. Tillyke! Die dänische Königsfamilie gilt ja als recht bodenständig mit einem Hang zu Hausmannskost wie Biksemad, so dass dort sicherlich auch gelegentlich Svensk pølseret auf den Tisch kam.

Dieser Beitrag geht rüber zur Freutag-Linkparty. Vielen Dank für's Sammeln!

Svensk pølseret: Dänischer Wurst-Kartoffel-Eintopf

Zutaten für 4 Portionen:

800 g Kartoffeln
25 g Butter
1 Zwiebel, fein gehackt
500 g mild geräucherte Würstchen (z.B. Wiener oder Bockwürstchen), in Scheiben geschnitten
3 TL Paprikapulver
3 EL Tomatenmark
200 g Sahne
Salz
Pfeffer
1-2 EL gehackter Schnittlauch oder gehackte glatte Petersilie

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und kochen. 

Wenn die Kartoffeln fast gar sind, die Butter in einem Topf zerlassen, die Zwiebel dazu geben und glasig dünsten (nicht bräunen). Wurstscheiben, Tomatenmark und Paprikapulver dazu geben und 1 bis 2 Minuten braten. Mit etwas Kartoffelkochwasser ablöschen.

Kartoffel abgießen, dabei etwas Kochwasser zurückhalten, und mit der Sahne in den Topf geben. Sanft köcheln lassen, bis die Sauce andickt. Wird sie zu dick, mit etwas Kartoffelkochwasser verdünnen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Schnittlauch oder Petersilie servieren.

Dienstag, 11. Januar 2022

Raclette-Auflauf mit Shrimps

Ursprünglich sollte es Silvester Raclette geben, sollte aus den unvermeidlichen Resten zwei Tage später ein Auflauf werden. Dann entschied der Gatte spontan, er habe keine Lust auf das Gehühnere mit den kleinen Pfännchen und machte schon Silvester aus den Raclette-Zutaten einen Auflauf.

Ein wenig monochrom: Raclette-Auflauf mit Shrimps.

Fertig-Hollandaise ist bei uns immer im Vorratsschrank, denn der Gatte liebt sie. Ich hingegen finde sie meistens überflüssig, mag sie lieber frisch (hier geht's zum Rezept). Unentbehrlich ist Fertig-Hollandaise allerdings bei Aufläufen, denn anders als frische enthält sie so viele Bindemittel, dass sie sich im Ofen nicht zerlegt. 

Dieser Beitrag geht rüber zu Dings vom Dienstag und Handmade on Tuesday. Vielen Dank für's Sammeln!

Raclette-Auflauf mit Shrimps

Zutaten für 4 - 6 Portionen:

500 g Shrimps (TK-Ware, aufgetaut)
1 kleine Zwiebel, geschält und fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gepellt und fein gewürfelt
Kokos-Öl
1 guter Schuss Weißwein
4-6 Kartoffeln, gekocht und in Scheiben genschnitten
250 - 300 ml Sauce Hollandaise 
8 Scheiben Raclettekäse (je nach Größe der Auflaufform auch mehr oder weniger)
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Kokos-Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin andünsten, dann die Shrimps dazu geben und etwas Farbe nehmen lassen. Mit Weißwein ablöschen.

Den Boden einer Auflaufform mit etwas Hollandaise einpinseln, dann die Kartoffeln darauf geben, gefolgt von den Shrimps und der restlichen Hollandaise. Mit Käsescheiben abdecken und bei 180°C (Umluft) etwa 20 Minuten im Ofen backen, bis der Käse geschmolzen und goldgelb ist.

Samstag, 8. Januar 2022

Wochenplan in KW 1/22: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XCV

Den Einkauf für diese Woche übernahm netterweise der Gatte am letzten Donnerstag, und prompt überanstrengte er sich dabei. Wenigstens war er dann so vernünftig, zumindest einen Teil der Einkäufe im Auto zu lassen, bis ich nach Hause kam und sie hereintragen konnte. 

Den Großteil der Einkäufe erledigte der Gatte im Supermarkt. Im Laufe der Woche war er dann noch beim Schlachter, denn der Fleischvorrat im Tiefkühler war total aufgebraucht. Außerdem ging's in den Baumarkt, in die Apotheke, in die Trafik, ins Sanitätshaus (leider vergeblich, da falsches Rezept) und zum Bäcker.

Den Wochenplan warfen wir schnell um, denn der Gatte befand, er habe keine Lust auf Raclette an Silvester. Aus den Zutaten wurde ein Auflauf, von dem wir zwei Mal aßen. Außerdem war die für einmal geplante Portion Schäufele so viel, dass wir zwei Mal davon aßen.

Unser Plan für die erste Woche des dritten Corona-Jahres.

Unser Wochenplan im Detail:

Sonnabend sollte es Nizza-Salat geben. Nach dem fetten Raclette war uns nach was Frischem. Nur wurde das Raclette ja zum Auflauf, war Schäufele übrig, also gab's nochmal Schäufele mit Semmelknödel und Sauerkraut

Sonntag waren wir mittags mit Mudderns fremdessen. Für abends war Steckrüben-Eintopf aus dem Tiefkühler geplant. Es gab stattdessen Nizza-Salat, der auch noch für Montag reichte. Diesmal ergab es sich mittags im Restaurant, dass ich ein wenig mit der Bedienung plaudern konnte, die wir schon seit Jahrenden kennen, weil sie meistens im Dienst ist, wenn wir dort essen. Sie erzählte, dass die Hälfte des Personals, vor allem die Aushilfen, entlassen werden musste, dass die Öffnungszeiten verkürzt sind, dass viel, viel weniger als früher eingekauft wird, weil nur wenige Gäste kommen, dass sie in Kurzarbeit sind, und dass sie keine Hoffnung hat, dass sich das schnell ändert. Corona ist Moppelkotze. Das Lokal tut, was es kann, setzt auf 2G innen wie außen, kontrolliert akribisch und war bei 2Gplus lange Teststation, weil's im Dorf zu wenige gibt und um es den Gästen bequemer zu machen.

Montag waren wir wieder im Plan, schließlich sollte es Raclette-Reste geben. Es gab also den Rest des Auflaufs, dazu den Rest des Nizza-Salats.

Dienstag gab's Hackfleisch-Lauch-Käse-Suppe

Mittwoch machten wir Rostbratwürstchen mit Sauerkraut und Kartoffelstampf.

Donnerstag gab's wieder Hackfleisch-Lauch-Käse-Suppe. Eigentlich sollte ein Rest für den Tiefkühler übrigbleiben, aber der Gatte langte ordentlich zu ...

Für Freitag fehlte uns jegliche Phantasie, also gab's Backfisch mit Ofen-Kartoffeln und Gurkensalat. Ursprünglich war Schlemmerfilet geplant. Panierter Fisch ist aktuell der einzige Fisch, den der Gatte isst. 

Gebacken wurde nicht. Wir waren entweder beim Bäcker oder aßen weiterhin Weihnachtsplätzchen. Die wollen irgendwie kein Ende nehmen. 

In der kommenden Woche werde ich mal schauen, ob wir im Garten Topinambur und Knollenziest ernten können. Beim Knollenziest bin ich noch etwas ratlos, was ich daraus kochen kann, aber das wird sich finden. Außerdem habe ich inzwischen wieder eine lange Liste an Koch-Ideen, die im Idealfall auch wieder den Tiefkühler füllen. Der Gatte hat inzwischen seine ÖPNV-Jahreskarte und überlegt, regelmäßig zum Wochenmarkt zu fahren. Mal schauen, wann er fit genug ist, das umzusetzen. Es wäre auf jeden Fall schön, wieder Lebensmittel direkt vom Erzeuger zu kaufen, und das Angebot ist auch vielfältiger als im Supermarkt, die Qualität besser.

Bleibt zuversichtlich, bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Freitag, 7. Januar 2022

Spontaner Eggnog, diesmal warm (Eggnog II)

Für das Weihnachtsfest, das wir mit Schwiegermutter bei der Tante in Bayern verbrachten, wurde eine Flasche Fertig-Eggnog besorgt, der so grauslich schmeckte, dass wir die Gläser nach dem ersten Schluck stehen ließen.

Eggnog, warm serviert.

Schwiegermutter wollte aber unbedingt Eggnog trinken, und da man dafür im Prinzip ja nur Sahne, Eier und etwas Alkoholisches braucht, inspizierten wir die Vorräte bei Tante, machte ich mich ans Werk. Schließlich galt es auch, Schwiegermutter mal für einen Moment aus ihrem Dauer-Keif-Modus zu holen, der für alle Beteiligten ausgesprochen anstrengend war. Ein warmes Sahne-Milch-Eigelb-Zucker-Gemisch mit einem üppigen Schuss Cognac wirkt da Wunder ... 

Dieser Beitrag geht rüber zur Freutag-Linkparty. Vielen Dank für's Sammeln!

Eggnog II 

Zutaten für 4 - 6 Portionen: 

200 ml Sahne
200 ml Milch
4 Eigelb (das Eiweiß aufbewahren, ggf. einfrieren und nach einem dieser Rezepte verwerten)
80 g Zucker
1 Packung Vanillinzucker
1 Msp. Muskatnuss, gemahlen
1 Msp. Zimt, gemahlen 
ggf. 1 Prise Salz
100 ml Weinbrand (Cognac, Brandy), Whisk(e)y oder Rum

Zubereitung:

Milch und Sahne in einen Topf geben und bei mittlerer Temperatur auf dem Herd erhitzen. Es soll nicht kochen, sondern nur heiß werden.

Eigelb, Vanillinzucker und Zucker aufgeschlagen, bis sie hell weiß und sehr voluminös geworden ist. Achtung, dafür ein Gefäß nehmen, das so groß ist, dass auch noch die Sahne-Milch-Mischung hineinpasst. 

Jetzt die Sahne-Milch-Mischung ganz langsam unter ständigem Rühren zur Eigelb-Mischung geben, damit die Mischung vorsichtig temperiert wird und nicht gerinnt. Du willst ja kein Rührei haben. Da durfte dann der Gatte assistieren, der froh war, einen Moment aus den Fängen seiner Mutter zu sein. 

Anschließend kommt alles in den Topf und wird unter ständigem Rühren erhitzt, ohne zu kochen, bis die Flüssigkeit etwas dickflüssiger geworden ist. Das dauert ca. fünf Minuten. 

In jede Tasse einen guten Schuss Weinbrand (Cognac, Brandy), Whisk(e)y oder Rum geben, mit dem warmen Eigelb-Gemisch auffüllen, mit Muskat und Zimt garnieren und servieren.

Dienstag, 4. Januar 2022

Matcha-Cranberry-Knusper

Mudderns liebt ja Kranbeeren, und so dachte ich, dieses Konfekt wäre etwas für sie. Allerdings überforderte sie der Matcha total, bekam ich das Konfekt wieder zurück. Tante und Schwiegermutter hingegen, die jeweils etwas Konfekt in eine Geschenktüte mit handgestrickten Spültüchern und passendem Gedöns bekamen, mussten davon abgehalten werden, aus dem Konfekt Tee zuzubereiten, denn Matcha ist ja schließlich Grüner Tee. Irgendwas ist ja immer.  

Matcha-Cranberry-Knusper.

Mach' das Konfekt also am Besten für dich selbst! Der herbe Matcha ist ein schöner Kontrast zu den süßen Kranbeeren. Außerdem ist er so gesund, dass er die Inhaltsstoffe der weißen Schokolade neutralisiert. Du musst nur fest genug daran glauben.

Matcha-Cranberry-Knusper inmitten von Keksen am letzten #pmdd des Jahres.

Dieser Beitrag geht rüber zu Dings vom Dienstag und Handmade on Tuesday. Vielen Dank für's Sammeln!

Konfekt im Detail.

Matcha-Cranberry-Knusper

Zutaten für 12-14 Stück:

50 g Mandelstifte
200 g weiße Schokolade / Kuvertüre
1-2 EL Matcha*
50 g Cornflakes
1-2 EL getrocknete Cranberries

Zubereitung:

Mandelstifte in einer Pfanne ohne Fett anrösten.

Schokolade fein hacken und in einer Metallschüssel in einem warmen Wasserbad lang­sam schmelzen lassen, dabei gut rühren. 

Mat­cha­-Teepulver mit einem Quirl gut unter­rühren. Cornflakes, Mandelstifte und die Hälfte der Cranberries gründlich unter die flüssige Scho­kolade mischen, bis alles gut mit Scho­kolade überzogen ist.

Jeweils etwa 1 EL der ­Masse auf Backpapier geben. Die restlichen Cranberries leicht in die feuchte Schoko­lade drücken. Konfekt vollständig abkühlen und fest werden lassen. Kühl aufbewahrt, hält sich das Konfekt ein bis zwei Wochen. 

Quelle / *Affiliate link