Montag, 24. Januar 2022

Topinambursuppe mit Hirschschinken

Im Original wird diese Suppe mit Bündner Fleisch serviert, aber das hatte unser Schlachter ebenso wenig wie Rauchfleisch. Die Verkäuferin empfahl Hirschschinken, den der Gatte sogar probieren durfte, da der Laden gerade leer war, und der passte gut. 

Topinambursuppe mit Hirschschinken.

Das Originalrezept sieht auch 2 TL Lebkuchengewürz vor, auf das ich verzichtete, weil der Gatte befürchtete, der Topnamburgeschmack käme dann nicht richtig durch. 

Topinambursuppe mit Hirschschinken

Zutaten für 4 Portionen:

400 g Topinambur
1 Zwiebel
30 g Butter
100 ml Weißwein
100 ml Wermut (z. B. Noilly Prat)
400 ml Milch
200 ml Wasser
Salz
200 ml Schlagsahne
1 Stiel glatte Petersilie
4 Scheiben Hirschschinken (alternativ Bündner Fleisch oder Rauchfleisch)

Zubereitung:

Topinambur putzen, dünn schälen und in feine Scheiben schneiden. Zwiebel in feine Streifen schneiden. 

Butter in einem Topf zerlassen, Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten glasig dünsten. 300 g Topinambur zugeben und weitere 2-3 Minuten glasig dünsten. Mit Wein und Wermut ablöschen und stark einkochen. Mit Milch und Wasser auffüllen und zugedeckt 20-25 Minuten bei milder Hitze kochen.

Inzwischen restlichen Topinambur 5 Minuten in Salzwasser legen. In ein Sieb gießen und gut abtupfen. Topinambur auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen auf der 2. Schiene von unten bei 200°C (Umluft) 8-10 Minuten knusprig backen.

Suppe im Mixer sehr fein pürieren, durch ein feines Sieb in einen Topf gießen und gut durchdrücken. Sahne unterrühren, einmal aufkochen und bei milder Hitze 20-30 Minuten kochen lassen, bis sie sämig ist, eventuell mit Salz nachwürzen.

Kurz vor dem Servieren Petersilienblättchen vom Stiel zupfen und Schinken in feine Streifen schneiden. Suppe mit dem Schneidstab schaumig aufmixen, in vorgewärmte Teller geben, mit Schinken, Topinambur-Chips und Petersilie bestreuen und servieren.

Samstag, 22. Januar 2022

Wochenplan in KW 3/22: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XCVII

Dadurch, dass wir seit einiger Zeit gezielt nach Angeboten einkaufen, merken wir aktuell die Preissteigerungen deutlich: So gut wie alle Lebensmittel, die wir regelmäßig konsumieren, wurden um 25% teurer, aber auch andere Artikel wie beispielsweise die neue Schlafzimmereinrichtung. 

Uffz.

Trotz Frühverrentung des Gatten und damit gesunkenem Einkommen müssen wir uns zwar kaum einschränken, aber 25% Preissteigerung sind viel, wenn wir den gewohnten Lebensstandard beibehalten wollen. Mit heftigen Nachzahlungen für Strom, Heizung und Wasser müssen wir ja auch rechnen. Da stiegen die Preise um 40%. Die Nebenkostenabrechnung im letzten Jahr hatte sich schon vervierfacht.

Dieser Wocheneinkauf war ziemlich anstrengend, weil's in drei Supermärkte und einen Discounter ging. Normalerweise geht's nur in einen Supermarkt und ein oder zwei Discounter. Der eine Supermarkt ist der einzige, bei dem wir Topinambur und den Lieblingstee des Gatten bekommen, der andere der neben der Bücherhalle, wo ich etwas zu erledigen hatte. Außerdem stellte sich heraus, dass es der Gatte zu anstrengend findet, den ganzen Wocheneinkauf auf einmal zu erledigen. Wir überlegen, ob er ihn zukünftig alleine macht, verteilt auf mehrere Tage, denn dank Wochenplan wissen wir ja, was wir einkaufen wollen (und im Gegensatz zu mir kauft er gerne ein). Ich trüge dann nur die Einkäufe aus dem Auto in die Wohnung, denn das ist zu anstrengend für ihn. Außerdem ist der Gatte ja Rentner und hat Zeit. Ich könnte den Einkauf auch alleine machen, aber das möchte er nicht. Mal schauen, wie sich das einspielt.

Im Stamm-Supermarkt werden die Regale übrigens immer leerer. Keine Ahnung, ob das mit der Übernahme durch Kaufland und der dadurch erfolgten Sortimentsumstellung zusammenhängt oder mit Preisverhandlungen etc. Langfristig werden wir uns von diesem Supermarkt wohl eh verabschieden müssen, denn durch die Übernahme wird der Laden vermutlich geschlossen und das Grundstück bebaut. Der nächste Kaufland ist in der Nähe, aber so toll ich das Kaufland-Sortiment finde, so unübersichtlich finde ich die Geschäfte.

Durch Corona hat sich nicht nur unser Kaffee- und Teeverbrauch massiv erhöht, sondern auch der Milchverbrauch. Obwohl ich bei Pürees und überall, wo's geht, Milch durch Pflanzenmilch ersetze, brauchen wir locker vier Liter in der Woche - im Kaffee, im Tee oder weil der Gatte sie gerne so trinkt. Ich verkneife mir das pure Milchtrinken meistens, weil Milchzucker = Kohlenhydrate, aber bei Kaffee und Tee kann ich nicht ohne.

Anders als letzte Woche gab's kaum Bastelrezepte. Außerdem brauchte ich nur wenig aus dem Vorrat. Wie meistens, kochte ich so, dass wir ein Gericht zwei Mal essen können. Es ist noch immer so, dass ich in der Regel alleine koche, weil der Gatte noch nicht wieder so fit ist. Außerdem ist er mit der Umgestaltung des Schlafzimmer beschäftigt, was viel Zeit braucht, da er eben nicht gesund und fit ist (früher wäre das ein Projekt für ein verlängertes Wochenende gewesen). 

Ich helfe zwar, wo ich kann, aber ich arbeite halt, habe mir bislang keinen Urlaub genommen, weil der Gatte das Projekt alleine umsetzen möchte. Immerhin kann ich dank Arbeit im Heimbüro und dadurch fehlender Fahrzeit nachmittags viel machen. Bei der Renovierung können wir auch die Früchte des peniblen Studiums der Angebotsblätter genießen: Dadurch haben wir schon vor Wochen sehr günstig normalerweise sehr teure Wandfarbe bekommen, mit der ich nur einmal streichen muss (das Streichen ist zu anstrengend für den Gatten).

Ein erster Entwurf für den Plan der dritten Januarwoche. Diesmal kam ich nicht dazu, den Plan an die Tafel zu schreiben.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Topinambursuppe, ursprünglich mit Bündner Fleisch, aber das hatte der Schlachter ebenso wenig wie Rauchfleisch. Die Verkäuferin empfahl dem Gatten Hirschschinken, der wirklich fein war.

Der Gatte isst zurzeit gerne Backfisch, von dem zum Glück einiges im Tiefkühler ist, also gab's Sonntag Backfisch mit Salat

Wir hatten noch eine Stange Porree übrig, die Montag zu Pasta mit Porree wurde.

Wurzeln waren ebenfalls übrig, also sollte es Dienstag Klopse, Möhrchen und Kartoffelstampf geben. Aber von der Pasta war noch so viel da, dass es als Beilage reichte, also gab's die zu den Klopsen.

Der Gatte sah unlängst ein Rezept für gefüllte Kohlrabi mit Quinoa. Letzteren ersetzte ich durch Couscous, der reichlich im Vorrat ist, und so sollte es Mittwoch gefüllte Kohlrabi mit Couscous und Hack geben, aber der Gatte wollte lieber Klopse, Möhrchen und Kartoffelstampf. Ich versuche ja immer zu vermeiden, dass es zwei Tage ancheinander das gleich gibt. 

Donnerstag sollte es eigentlich Klopse, Möhrchen und Kartoffelstampf geben, aber da waren ja noch die gefüllten Kohlrabi mit Couscous und Hack.

Freitag gab's nochmal gefüllte Kohlrabi mit Couscous und Hack.

Gebacken wurde nicht. Entweder, es gab die letzten Weihnachtsplätzchen oder Kuchen vom Bäcker.

Bleibt zuversichtlich, bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Freitag, 21. Januar 2022

Bulgarischer Apfelkuchen

"Soll ich echt schon wieder einen Apfelkuchen backen", frug ich den Gatten. "Ja, die Apfelkuchen sind immer lecker." So buk ich letzte Woche zwei mal Apfelkuchen. Das Vorratsregal freute sich, denn es kamen wieder Apfelmus-Gläser aus dem Vorrat zum Einsatz.

Dadurch, dass ich Apfelmus und keine geraspelten Äpfel nahm, wurde diese Kuchen etwas feuchter - wäre es ein Brownie, wäre er chewy. 

Bulgarischer Apfelkuchen.

Dieser Beitrag geht rüber zur Freutag-Linkparty. Vielen Dank für's Sammeln!

Bulgarischer Apfelkuchen


150 g Butter
2 Eier
1/2 Tasse Zucker (ggf. mehr, wenn kein Apfelmus verwendet wird, sondern Äpfel)
ca. 1 1/2 bis 2 Tassen Mehl
1 Pkg Backpulver
2 EL Vanillezucker
750 ml Apfelmus (alternativ 3-4 mittelgroße Äpfel, geschält und geraspelt)
1-2 EL Zimt

Zubereitung

Eier, Butter, Vanillezucker und Zucker schaumig rühren. 

Mehl mit Backpulver vermischen und zu der Eier-Zucker-Masse geben.
Anschließend Apfelmus und Zimt dazugeben, dann alles miteinander verrühren. Blech oder Backform mit Backpapier auslegen (alternativ einfetten und mit Mehl bestäuben), die Masse hineingeben und bei 180°C (Umluft) ca. 40 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Donnerstag, 20. Januar 2022

Garantiert nicht schwedische Apfeltorte, und dann auch noch abgespeckt (Apfelmuskuchen)

Dieser Kuchen geistert als schwedische Apfeltorte durchs Netz, durch Kochzeitschriften und Kochbücher, dabei ist er eines ganz sicher nicht: Aus Schweden. Dort sind solche Sahnetorten gänzlich unbekannt. Das tut dem Geschmack dieses saftigen Kuchens aber kein Abbruch. Das war übrigens binnen einer Woche nach Svensk pølseret das zweite nicht-schwedische schwedische Rezept. 

Normalerweise wird der Kuchen mit geraspelten Äpfeln gebacken, aber ich habe Unmengen an Apfelmus im Vorrat, das ich verwendete. Ursprünglich hatte ich es für Mudderns gekocht, die es aber nicht haben wollte. Okay, bleibt mehr für mich. 

Auf die Sahnedecke verzichtete ich. Ich hatte gerade keine Lust auf Sahnetorte. So wurde aus der schwedischen Apfeltorte ein Iserbrooker Apfelmuskuchen.

Apfelmuskuchen.

Da Apfelmus an sich ja schon süß ist, habe ich die Masse für den Belag erstmal ohne Zucker zusammengerührt und dann abgeschmeckt. Deswegen habe ich keine Zuckermenge angegeben. Außerdem habe ich auf Zitronensaft verzichtet, da ich unterschiedliche Apfelmussorten verwendete, darunter welche mit Zitrusfrüchten und Cider. Die Äpfel aus Mudderns Garten werden beim Kochen rötlich, außerdem verzichtete ich darauf, das Apfelmus so zu behandeln, dass es sich nicht verfärbt. Es wird also braun.

Apfelmuskuchen

Zutaten für eine 26er Springform:

Für den Teig: 
3 Eier
75 g Zucker
75 g Butter
150 g Mehl
3 EL Milch
1 EL Vanillezucker
1TL Backpulver

Für den Belag:
3/4 Tasse Wasser
750 ml Apfelmus (alternativ 6 geraspelte Äpfel)
Zucker nach Bedarf
2 Eier
1 Päckchen Puddingpulver Vanille 
50 g Butter
ggf. Saft einer Zitrone 

Zubereitung: 

Alle Zutaten für den Boden zu einem  Rührteig verarbeiten und in eine Springform füllen. Bei 160°C (Umluft) etwa 15 Minuten backen (Stäbchenprobe). Den Boden in der Springform abkühlen lassen.

Alle Zutaten für den Belag in einen Topf gegen, verrühren und die Masse zum Kochen bringen. Die Masse auf den Boden geben und gut abkühlen lassen (im Winter geht's auf dem Balkon, ansonsten im Kühlschrank). 

Im Original wird der Kuchen jetzt noch mit zwei Bechern geschlagener Sahne und Schokosplittern getoppt.

Mittwoch, 19. Januar 2022

Blätterteig-Tarte mit Topinambur, Wurzeln, Pastinaken und Ziegenkäse

Im letzten Jahr setzten wir endlich mal wieder Topinambur im Garten, den wir jetzt ernten können. Wir mögen beide das Gemüse, das mal als Kartoffelersatz galt, sehr. Im Supermarkt ist es nur selten zu bekommen, und auf den Wochenmarkt schaffen wir es noch seltener, weswegen wir froh sind, es endlich wieder aus eigener Ernte zu bekommen.

Blätterteig-Tarte mit Topinambur, Wurzeln, Pastinaken und Ziegenkäse.

Das Rezept braucht ein bisschen Vorlauf, denn der Topinambur wird im Ofen gegart. Faule Hausfrau, die ich bin, erledigte ich das am Vortag, als der Porree-Pfannkuchen im Ofen war.

Blätterteig-Tarte mit Topinambur, Wurzeln, Pastinaken und Ziegenkäse

Zutaten für 4-6 Portionen (mit Salat reicht es auch für 8):

500 g Topinambur
Salz
4 Pastinaken
4 Wurzeln (Möhren, Karotten)
1 EL Butter
1 EL Olivenöl
1 EL Kümmelsaat
100 ml Wasser plus 1 EL
1 Rolle Blätterteig
Pfeffer
2 Rollen reifer Ziegenkäse (ca. 150 g), ggf. auch mehr
30 g Hagebuttenmarmelade
1 EL Wasser

Zubereitung:

Topinambur waschen, in ein großes Stück Alufolie legen, mit Salz bestreuen und fest einwickeln. Im Backofen bei 180°C (Umluft) etwa 90 Minuten garen.

Inzwischen Pastinaken putzen, schälen, längs vierteln und quer in 5 cm lange Stücke schneiden. Wurzeln putzen, schälen, längs vierteln und in 5 cm lange Stücke schneiden.

Butter und Öl in einem Topf erhitzen, Kümmel darin bei milder Hitze kurz erwärmen. Wurzeln, Pastinaken und 100 ml Wasser zugeben, zugedeckt bei milder Hitze 15-18 Minuten garen, mit Salz würzen. Wurzeln und Pastinaken mit einer Schaumkelle herausheben, abtropfen lassen, auf einen Teller legen. Fond beiseitestellen.

Eine Tarteform oder eine flache Auflaufform mit Backpapier auslegen und den Blätterteig hineinlegen (oder einfach die Teigränder einmal umklappen). 

Topinambur aus dem Ofen nehmen, auswickeln, abkühlen lassen, ggf. pellen, klein schneiden, fein pürieren, mit Salz und Pfeffer würzen.

Topinambur-Creme auf dem Teig verteilen. Pastinaken und Möhren darauflegen und mit dem Kümmel-Gemüse-Fond bestreichen. Käserolle in je 4-6 Scheiben schneiden und auf die Tarte legen. 

Tarte im Backofen bei 200°C (Umluft) etwa 20 Minuten backen, bis der Blätterteig goldbraun und der Käse leicht zerschmolzen ist.. 

Marmelade mit 1 EL Wasser erwärmen. Tarte vorsichtig aus der Form nehmen, mit der Marmelade bepinseln und auf einem Rost leicht abkühlen lassen. 

Dienstag, 18. Januar 2022

Porree-Pfannkuchen mit Topinambur-Apfel-Salat

Im letzten Jahr setzten wir endlich wieder Topinambur im Garten, und in diesem Jahr freuen wir uns über die Ernte (ja, wir sind spät dran, hätten schon im November ernten können). 

Porree-Pfannkuchen mit Topinambur-Apfel-Salat.

Da ich eine faule Hausfrau bin, machte ich den Pfannkuchen im Ofen. Und wo der schon mal an war, garte auch gleich der Topinambur mit, den ich zwei Tage später für eine Tarte brauchen würde. Bedeutet auch: Nur einmal ernten, putzen, Hände schrubben. 

Ich bin nicht faul, ich bin effektiv.

Porree-Pfannkuchen auf dem Blech, noch Topinambur-Apfel-Salat

Auch hier ersetzte ich die Milch durch Milchersatz. Hier fällt es mir leichter als im Kaffee, wo ich den Geschmack von Milchersatz einfach nicht mag. Vermutlich habe ich nur noch nicht den richtigen gefunden. Den Radicchio ersetzte ich durch ein Salatherz, da Radicchio für den Gatten leider zu bitter ist. 

Dieser Beitrag geht rüber zu Dings vom Dienstag und Handmade on Tuesday. Vielen Dank für's Sammeln!

Porree-Pfannkuchen mit Topinambur-Apfel-Salat

Zutaten für 4 Portionen:

Für den Pfannkuchen:
150 g Mehl
Salz
Pfeffer
250 ml Milch
3 Eier
1 Stange Porree, (Lauch, ca. 350 g)
2 EL Olivenöl

Für den Salat:
3 EL Olivenöl
4 EL Apfelessig
1 TL Senf (grob)
Cayennepfeffer
250 g Topinambur
1 Apfel
100 g Kirschtomaten
1 kleiner Radicchio oder 1 Salatherz
½ Bund Schnittlauch

Zubereitung:

Mehl, Salz, Milch und Eier in einer Schüssel zu einem glatten Teig verrühren. Teig 20 Minuten quellen lassen.

Inzwischen Lauch putzen, waschen und in 5 mm breite Ringe schneiden. Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und den Lauch darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Aus der Pfanne nehmen und mit dem Teig vermischen.

Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig darauf verteilen. Ggf. einen Teigschaber zur Hilfe nehmen, damit sich der Teig gleichmäßig verteilt.

Backblech in den Ofen schieben und bei 180°C (Umluft) ca. 30 Minuten backen.

Für das Salatdressing Essig, Senf und Öl mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Cayennepfeffer in einer Schüssel verquirlen. 

Topinambur unter fließendem Wasser gründlich abbürsten, Apfel entkernen. Topinambur und Apfel in dünne Scheiben hobeln und zum Dressing geben. Tomaten halbieren und untermischen.

Salatherz bzw. Radicchio waschen und in mundgerechte Stücke zupfen. Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Radicchio und Schnittlauch zum Salat geben. Salat auf den Pfannkuchen anrichten und servieren.

Montag, 17. Januar 2022

Kohlrabi mit Fleischklößchen, weißer Sauce und Kartoffeln

Dieses Gericht gab's in meiner Kindheit öfter, als Mudderns noch selbst kochte. Sie hatte dazu nie wirklich Lust, und sobald es ging, lebten wir hauptsächlich von Fertigfutter und Restaurantküche - unter Vadderns Mandanten waren viele Restaurants, und die wurden halt regelmäßig besucht. Schöner Nebeneffekt: Die Mandanten kamen aus Italien, Griechenland und der Türkei, und so lernte ich früh utländische Köök kennen.  

Kohlrabi mit Fleischklößchen, weißer Sauce und Kartoffeln.

Statt Milch nehme ich für Béchamel seit einiger Zeit Mandel- oder Hafermilch - merkt man geschmacklich nicht, wirkt sich positiv auf die Kohlenhydratbilanz aus. Hier kannst du auch das Kochwasser von Kohlrabi und Kartoffeln nehmen, aber dann schmeckt die Sauce recht dünn.

Kohlrabi mit Fleischklößchen, weißer Sauce und Kartoffeln

Zutaten für 4 Portionen:

4 Kohlrabi (ggf. mehr, insgesamt ca. 1 kg)
2 frische feine Bratwürste
4 EL Butter
4 EL Mehl 
500 ml Milch 
Salz
weißer Pfeffer
Muskatnuss
Zitronensaft
1/2 Bund glatte Petersilie

Zubereitung:

Kohlrabi und Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. In kochendem Salzwasser ca. 10 Minuten garen.

Bratwurstbrät aus der Pelle drücken und zu kleinen Klößchen formen. Beiseite stellen. 

Butter in einem Topf erhitzen. Mehl darüber stäuben und ein bis zwei Minuten anschwitzen. Milch unter ständigem Rühren dazugeben, weiterrühren, bis eine cremige Sauce entsteht. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Kohlrabi- und Kartoffelstücke abgießen und zusammen mit den Bratwurst-Klößchen zur Sauce geben. Auf niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Fleischklößchen gar sind. Mit Zitronensaft abschmecken.

Petersilie fein hacken und jede Portion damit bestreuen.

Samstag, 15. Januar 2022

Wochenplan in KW 2/22: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XCVI

Wir kaufen immer noch nach den Käseblättchen ein. Ich habe keine Ahnung, ob wir durch die Angebote tatsächlich sparen, aber zumindest fühle ich mich so als sparsame Hausfrau. Aber um wirklich zu sparen, müssten wir uns an den Einkaufszettel halten, und das klappt selten. Außerdem stört mich, dass das Gemüse aus dem Angebot selten saisonal ist. Da wären wir auf dem Wochenmarkt besser aufgehoben, aber zu dem kommen wir seit einiger Zeit nicht. 

Wochenmarkt hätte auch den Vorteil, dass wir nur die Mengen einkaufen können, die wir brauchen. So sitze ich gerade hier mit einem halben Kilo Wurzeln und überlege, was ich kommende Woche daraus koche. Okay, ich könnte das Gemüse zum Fairteiler bringen, aber das mache ich nur im Notfall.

Fleisch und Brot kaufen wir nicht im Supermarkt, sondern beim Schlachter bzw. Bäcker. Milch ist zurzeit doof, denn frische gibt's nur bei Edeka oder im großen Rewe, und beides liegt nicht auf dem Weg. Im Stammsupermarkt gibt's nur noch ESL-Milch, aber die immerhin vom Hamfelder Hof. So ist der Preis wenigstens fair. In dieser Woche kaufte ich allerdings einen Teil der Milch im Discounter, um sicher zu sein, dass wir welche haben, denn auch Hamfelder Milch ist im Supermarkt nicht immer zu bekommen.

In dieser Woche kauften wir in Discountern und im Supermarkt ein. Außerdem ging's in den Baumarkt, in die Trafik, ins Sanitätshaus, in den Getränkemarkt (ungewohnt leer), zum Bäcker und Schlachter sowie durch diverse Geschäfte in der Innenstadt. Zudem versuche ich, viel aus dem Vorrat zu verarbeiten, denn der ist mal wieder mehr als üppig. 

Zudem fuhren wir zum schwedischen Möbelhaus. Der Gatte war erst zögerlich wegen der hohen Inzidenzen, beschloss dann aber, dass das Ansteckungsrisiko dort auch nicht höher sei als beim Einkaufsbummel in der Innenstadt mit seiner Mutter, und außerdem will er jetzt endlich mit dem Umbau des Schlafzimmer anfangen. Die aktuelle 2G-Regelung wurde akribisch kontrolliert, im Restaurant ist 2Gplus mit fest zugewiesenen Tischen und Kontaktverfolgung. Ikea war so leer, dass wir einen idealen Parkplatz zwischen Ein- und Ausgang bekamen und nirgendwo warten mussten - gespenstisch. 

Beim Recyclinghof waren wir diese Woche auch noch und lernten, das so ziemlich alles, was wir bislang dort abgeben konnten, inzwischen Hausmüll ist: Lumpen und Schuhe (angenommen wird nur noch tragbare Kleidung, aber die geht eh in die Kleiderkammer), Medikamente, brauchbarer Hausrat (ging früher zu Stilbruch). Das erklärt, warum die Mülltonnen hier immer übervoll sind. Für mehr als Batterien und Elektroschrott müssen wir da nicht mehr hinfahren.   

Unser Plan für die zweite Januarwoche.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's ein Kindheitsgericht: Kohlrabi mit Fleischklößchen, weißer Sauce und Kartoffeln. Meine Mutter machte das öfter, als sie noch selbst kochte. Viel Spaß am Kochen hatte sie nie, und so wurde der Haushalt bald komplett auf Fertigfutter und Restaurantessen umgestellt, aber einige Gerichte aus der Kindheit erinnere ich noch.

Sonntag ging's endlich an die Ernte des im Garten angeboten Topinamburs. Es gab Porree-Pfannkuchen mit Topinambur-Apfel-Salat.

Montag gab's nochmal Kohlrabi mit Fleischklößchen, weißer Sauce und Kartoffeln.

Dienstag machte ich eine Blätterteig-Tarte mit Topinambur, Wurzeln, Pastinaken und Ziegenkäse. Wir mussten Topinambur dazu kaufe, aber der war diesmal sehr regional. In den Vorjahren kam er in der Regel aus Frankreich.

Mittwoch kochte ich Svensk pølseret, ein Kartoffel-Würstchen-Topf vermeintlich schwedischen Ursprungs. Den gab's auch am Freitag. Eine schöne Alternative zum Würstchengulasch, das wir sonst gerne machen, wenn sich die Würstchen im Vorratsschrank ungeplant vermehren (und das Rezept für's Würstchengulasch habe ich noch immer nicht gebloggt ...). Einzig Gemüse fehlte uns, was aber daran lag, dass ich mich ans Ursprungsrezept hielt.  

Donnerstag sollte es Labskaus geben, damit dann auch die eingefrorene Rote Bete verarbeitet und der Tiefkühler angenehm leer wird. Bei der Blätterteig-Tarte mit Topinambur, Wurzeln, Pastinaken und Ziegenkäse hatte ich dann allerdings doch so viel Gemüse, dass es für vier Portionen bzw. zwei Tage reichte 

Diese Woche wurde auch wieder gebacken, sogar zwei Mal, trotz der Fika im schwedischen Möbelhaus. Da aus meinem Ladentag ein Bürotag wurde, gibt es normalerweise wieder jeden Tag die Möglichkeit einer gemeinsamen Teezeit, weil ich mir die Arbeitszeit frei einteilen kann. Ich buk eine garantiert nicht schwedische Apfeltorte sowie einen bulgarischen Apfelkuchen. Damit verarbeitete ich auch ein paar Gläser Ofen-Apfelmus aus dem Vorrat - und reichlich Eier, denn aus unerfindlichem Grunde haben wir gerade 30 Stück hier.

Eigentlich war auch Essengehen geplant, denn der Gatte entdeckte bei einem seiner Bummel einen Edel-Pommes-Laden, den er gerne mal ausprobieren würde. Den hatten wir in der Hinterhand, falls es mit dem Wochenplan nicht hinhauen würde, aber das ergab sich nicht. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.