Samstag, 24. Februar 2024

Wochenplan in KW 03/24 bis KW 08/24: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCI - CCVI

In den letzten fünf Wochen wurde ich fremdverpflegt, weil ich in einer Reha-Klinik war. Das bedeutete, dass ich meine Essgewohnheiten ziemlich umstellen musste und kräftig zunahm. Die ersten zwei Kilo gewann ich schon auf der Fahrt von zu Hause in die Klinik, denn die Klinikwaage zeigte zwei Kilo mehr an (und für Kleidung samt Schuhen wird nichts abgezogen). 

Ein typisches Frühstück.

Mein Essverhalten ist darauf ausgelegt, dass ich mindestens 1.000 Kalorien essen muss wegen meiner Medikation, maximal 2.600 Kalorien essen darf, um mein Gewicht zu halten, und nicht mehr als 2.000 Kalorien essen sollte, um noch weitere 70 Kilo abzunehmen, um den ärztlich gewünschten BMI von 18 zu erreichen. Die 1.000 Kalorien waren kein Problem, die erreichte ich schon fast mit dem Frühstück. Nur die 2.000 Kalorien waren nicht zu schaffen, auch nicht die 2.600 Kalorien. Im Wochendurchschnitt lag ich bei 2.800 Kalorien, und zwar ohne Fressanfälle oder Schlemmerorgien, nur mit dem Minimum. Wenn ich mal beim Abendbrot mit anderen an einem Tisch saß, guckten die entgeistert auf meinen fast leeren Teller, während ich wiederum entgeistert über deren übervolle Teller war. 

Vegetarisches Sonntagsessen: Gebackener Camembert mit Preiselbeeren, Rosmarinkartoffeln und grünen Bohnen sowie ein Berliner als Dessert. 

Morgens frühstückte ich in der Regel Magerquark mit Obstsalat, denn meistens hatte ich direkt nach dem Frühstück die erste von bis zu vier Sporteinheiten pro Tag und oft nur eine halbe Stunde Zeit für das Frühstück. Da mag ich keinen vollen Magen haben, sind Brot oder Brötchen eher schlecht. Außerdem wollte ich so selten wie möglich die fürchterliche Margarine essen, die die Klinik anbot. Butter gab's nicht, aus Kostengründen und weil ungesund. Die Margarine ist gesund, weil zugesetztes Omega 3. Ja, nee, is klaa. Es würde bessere Margarine gegeben, aber die würde mehr kosten und hätte womöglich kein zugesetztes Omega 3. Den fertigen Obstsalat hatte ich irgendwann über, als ich eine Charge erwischte, die total bitter war (an manchen Tagen waren die Obststücke teilweise auch noch gefroren). Ein, zwei Tage schnibbelte ich mir selbst Obst in den Magerquark - zum Glück hatte ich mir ein scharfes Messer besorgt - aber das hielt doch sehr auf, weil ich ja eh selten wirklich Zeit zum Frühstücken hatte. Sonntags gab's Rührei, das ich auf Schwarzbrot legte - willkommene Abwechslung zu Magerquark mit Obstsalat.

Maccaroni-Auflauf mit Tomatensauce und Vanillecreme mit Weihnachtsdeko als Dessert.

Mittags gab's warmes Essen. Ich bin es nicht gewohnt, mittags warm zu essen, so dass es eine große Umstellung für mich war - und es gelang mir nicht wirklich, mich darauf einzustellen. Wir essen abends warm, was mir besser bekommt. Mittags esse ich normalerweise Overnight Oats, Salat oder etwas Joghurt (oder gar nichts, weil Teezeit mit dem Gatten). In der Klinik entschied ich mich meistens für das vegetarische Essen, außer, es gab Fisch. Den bekomme ich zu Hause selten, und wenn ich fremdesse, esse ich gerne Gerichte, die ich zu Hause nicht bekomme. In der Klinik gab's viel Fisch, abends auch gerne in Form von Matjes- oder Heringssalat oder Forellenfilet. Das vegetarische Essen war gut, außer am letzten Tag, als es gekochten Brokkoli mit Blumenkohl und Käse gab, dazu Hollandaise und Kartoffeln. Das war ziemlich einfallslos. Weil ich mir das beim Lesen des Speiseplans aber schon dachte, entschied ich mich für den Fisch. Mittags gab's übrigens immer eine Salatbüfett, so dass ich mich gegen die kohlehydratreichen Beilagen hätte entscheiden können.

Ein typisches Abendessen: Schwarzbrot mit Hummus und gemischtem Salat, dazu ausnahmsweise mal Thunfischsalat.

Wenn es der Therapieplan zuließ, meldete ich mich vom Mittagessen ab und aß nur eine Banane. Einmal fuhr ich ins Dorf zum Wochenmarkt, wollte dort essen, aber der Markt besteht tatsächlich nur aus einem Gemüsestand und einem Stand für Hundefutter - ich dachte, ich hätte die Info im Internet falsch verstanden. Nach zwei Wochen meldete ich mich an den Wochenenden grundsätzlich vom Mittagessen ab und entschied spontan, ob ich Frühstück oder Abendessen wahrnahm. Von den beiden Mahlzeiten musste man sich nicht abmelden. An den Wochenenden gelang es mir trotz üppigem Frühstück und Kuchen am Nachmittag, meine Kalorien einzuhalten. 

Waffel mit Kirschgrütze und Sahne im Museumskroog Dat ole Hus.

An guten Tagen gab's abends kalte Reste vom Mittagessen (zum Beispiel Kartoffelauflauf), Nudel- oder Reissalat. Das war eine willkommene Abwechslung zum Schwarzbrot mit Kräuterquark oder Hummus (beides machte die Klinikküche selbst). Einmal holte ich mir ein Fischbrötchen, als ich ohnehin im Dorf war und der Fischhöker gerade vorm Supermarkt stand. In der Klinik wurde zwei Stunden früher zu Abend gegessen als zu Hause, und ein kaltes Abendessen macht mich nicht satt. Dementsprechend habe ich zwei Stunden später wieder Hunger. Die Handvoll Salzbrezeln oder Oliven rechnete ich natürlich in die täglichen Kalorien ein.

Frühstück im Café Oldehus, dem ältesten Café Neumünster. Im dem entzückenden Gebäude befindet sich seit 1851 eine Bäckerei, die mittlerweile von der fünften Generation geführt wird. Der Garten muss im Sommer zauberhaft sein. Ich hatte Glück, einen freien Platz zu bekommen - Reservierung tut not.

Von meinen persönlichen Befindlichkeiten abgesehen, ist die Klinikküche gut. Letztlich ist es ja Massenversorgung von knapp 400 Menschen, und man gab sich Mühe, auf alle Allergien oder Unverträglichkeiten einzugehen. Erstaunt war ich über das reichliche Angebot an Schweinefleisch, das ich so aus Kantinen gar nicht mehr kenne, schon gar nicht, wenn auf gesunde Ernährung geachtet wird. Wer sich halal ernährt, dürfte ähnliche Probleme haben wie Veganer, denn darauf war die Küche nicht wirklich eingestellt, aber ich bin sicher, sie macht alles möglich. Wer irgendwelche Intoleranzen hatte, erhielt natürlich auch entsprechende Verpflegung.  Erstaunlich war, dass die Köche beim Binden der Saucen die gleichen Probleme haben wie ich: Sie sind entweder zu dick oder zu dünn. 

Petit fours aus dem Café Oldehus. Für die Verpackung für den Außer-Haus-Verkauf gibt es noch Verbesserungsbedarf. Ein Karton wäre schön. Zum Glück entschiedet ich für etwas Robustes, nicht für empfindliche Torte. Die hätte ich nie heil nach Hause bekommen.

Aufgrund meines Gewichts musste ich natürlich in die Ernährungsberatung - dass ich die gerade erst hinter mir hatte in Form einer sechsmonatigen Schulung, war egal. Ich lernte so sinnvolle Dinge wie das Grundnahrungsmittel keinen Zucker haben und per se gesund sind und dass man gegen Süßstoffe nicht allergisch sein kann, weil die künstlich hergestellt werden. Dusseligerweise weiß mein Körper das nicht und läuft bei Aspartam Amok. Außerdem brauche man keine Nahrungsergänzungsmittel, wenn man regelmäßig Bananen ist und sich nur von Grundnahrungsmittel ernährt. Zum Glück trage ich in ungelüfteten, vollen Innenräumen noch immer konsequent Maske, so dass niemand sah, was mein Gesicht machte. Zur Ernährungsberatung gehört auch eine Lehrküche. Ich verzichtete auf die Teilnahme, weil die Plätze da sehr begehrt sind und ich froh war, mal fünf Wochen nicht kochen zu müssen. Die, die an der Lehrküche teilnahmen, waren begeistert, und da die Lehrküche auf dem Weg zu Speisesaal lag, ich dort täglich vorbei musste, weiß ich: Es roch immer sehr lecker. 

In Rendsburg waren alle vorab ausgeguckten Frühstückslokalitäten übervoll, saßen schon Gäste trotz des Schietwetters draußen, so dass ich schließlich in einem Kaufhaus frühstückte. Ich hatte Glück, einen freien Platz zu bekommen, denn sonnabends frühstücken dort viele Stammkunden.

Als der Gatte die für ihn lange und anstrengende Fahrt auf sich nahm und mich drei Tage besuchte, machten wir nachmittags einen Ausflug zum Waffelessen in Dat ole Hus, einem kleinen Heimatmuseum mit Kroog. Abends aßen wir zweimal im Boxberg. Dorthin wäre ich auch gerne nachmittags zum Kuchenessen nach langem Spaziergang gefahren, aber der Dauerregen ließ mich faul werden. Dafür stricke ich inzwischen ein Paar Socken in zwei Tagen ... Einmal holten wir uns im Dorf Döner, und einmal hatten wir Kaffee und Kuchen im Klinik-Café. Der Gatte hätte auch in der Klinik essen können, aber wir wollten zeitlich unabhängig sein. 

Wieder zu Hause, ging's nach dem Wochenplan des Gatten weiter: Zwei Mal gab's Würstchen-Gulasch, einmal Steaks mit Salat und Ofen-Kartoffel.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Sonntag, 14. Januar 2024

Szenen einer Ehe: Verstrickt

Bei ihr steht eine mehrwöchige Reha an. Bei ihrer letzten Reha kam er sechs Wochen lang jedes Wochenende zu Besuch und nahm die Wäsche mit, um sie am kommenden Wochenende frisch gewaschen und gebügelt wieder mitzubringen. Darum wurde sie von vielen Patientinnen beneidet. 

Bei dieser Reha wird dieser Service fehlen, denn er ist zu krank, um jedes Wochenende fast 200 km zu fahren. Vermutlich wird er überhaupt nicht zu Besuch kommen können, außer, er lässt sich doch noch auf das Abenteuer einer Bahnfahrt ein. 

So muss sie also ihre Wäsche selbst waschen. Als bekennende faule Hausfrau versucht sie, den Aufwand auf ein Minimum zu reduzieren.

Sie: "Du, ich wusste ja gar nicht, wie viele Koffer wir haben! Ich überlege, ob ich alle aus dem Lager in die Reha mitnehme. Ich fahre ja mit dem Auto und muss nichts tragen. Da kann ich ja ruhig mit drei, vier Koffern anreisen. Dann muss ich nicht so oft waschen. Und einen Koffer brauche ich ja schon für die Wolle." 

Er: "Klar, nimm so viele Koffer, wie du willst - und einen großen leeren für Wolle. Du hast doch sicher schon längst das einzige Wollgeschäft in der Gegend entdeckt."

Hier ist bis Anfang März Blogpause. Bei Gelegenheit poste ich im Gedöns-Blog den Samstagsplausch.

Samstag, 13. Januar 2024

Wochenplan in KW 02/24: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CC

Der vorletzte Wocheneinkauf, bevor ich für mindestens fünf Wochen fremdverpflegt werde, sich der Gatte selbst versorgen muss, gestaltete sich schwierig. Eigentlich wollten wir letzten Freitag in einer langen Mittagspause durch diverse Läden, schafften aber aufgrund der Maladie des Gatten nur den Sonderpostenmarkt, bevor wir sehr schnell nach Hause mussten. 

Sonnabend fuhren wir nach Hamburg in die ehemalige Wohnung. Der Gatte wollte auf dem Rückweg in dem riesigen Globus-Markt einkaufen, der dort ist, wo bis vor zwei Jahren unser Stamm-Supermarkt war. Ich war skeptisch, denn bislang nervte uns der Markt immer sehr, da absolut unübersichtlich und viel zu groß. So war es auch diesmal. Es fing schon beim Gemüse an, dass nicht für uns nicht zu durchschauenden Kriterien sortiert ist. Was bitte darf ich mir unter "Helden der Saison" vorstellen?! Jedenfalls nicht Kohl oder Kürbis. Die einzige Kürbissorte, die wir irgendwann fanden, kam aus Spanien, und der Kohl blieb da, weil wir erst an der Kasse erfuhren, dass wir ihn hätten abwiegen müssen - beim Metzger. Doch, das macht sicher Sinn ... 

Käse ist anscheinend kein Milchprodukt, denn der Käse ist drölfzich Meter von den Milchprodukten entfernt zu finden, am anderen Ende des Marktes. Gewürze fanden wir nur mit Hilfe eines Mitarbeiters, und im Vergleich zur Menge der Fixprodukte ist die Gewürzauswahl winzig. Winzig sind auch die Verpackungsgrößen - wir hätten gerne Paprikapulver im Kilo gekauft, zumindest aber 450 g, was beides nicht möglich war (im ehemaligen Stamm-Supermarkt aber problemlos ging). So gingen wir dann genervt, nachdem wir knapp ein Drittel vom Einkaufszettel hatten und wussten, wir kommen über's Wochenende. Auf dem Rückweg zur Autobahn hielten wir nochmal beim Discounter. Theoretisch hätten wir auch noch den Rest der Einkäufe in Buchholz erledigen können, aber zum einen war das Karlchen voll, weil ich es noch nicht zum Gebrauchtwarenkaufhaus schaffte, zum anderen waren in Buchholz ab Ortsbeginn die Straßen spiegelglatt, so dass ich froh war, wieder zu Hause zu sein. 

Die Preise bei Globus sorgten auch für Schnappatmung. "Das ist teurer als bei Famila!", japste der Gatte entsetzt. Milchprodukte kosten 30 bis 40 Cent mehr als bei Edeka oder eben Famila, und für den Preis für 80 g Kümmel kann ich woanders fast ein Pfund kaufen. Davon ab, fiel mir auf, dass Butter 35 Cent teurer wurde. Da muss ich nach der Reha wieder auf Angebote achten und einfrieren.

Im Laufe der Woche ging's für einen Großeinkauf in den Drogeriemarkt - wir haben jetzt eine Putzfrau, und da wir jetzt auf vier Etagen wohnen, soll es zumindest auf drei Putzmittel, Wischmopp und Staubsauger geben, da war noch nicht alles da - zum Bäcker, in die Trafik, zur Post, ins Kaufhaus, in die Apotheke und zum Wollladen. Eigentlich hatte ich genug Wollvorrat und Projekte für die Reha, aber die Möbelpacker räumten kurzerhand meine Werkstatt um, um alles unterzubekommen, und so ist der Wollvorrat erst wieder zugänglich, wenn die Werkstatt aus- und neu wieder eingeräumt ist.

Die Küchenplanung beschäftigt uns weiterhin. Ich habe mich inzwischen von einem Backofen in Augenhöhe verabschiedet, denn der kostet zu viel Arbeits- und Stellfläche. Ich weiß so schon nicht, wohin mit Kaffeemaschine, Wassersprudler, Teekocher, Brotkasten, Messerblock, Ständern für Kochlöffel, Toaster etc. Lustig war, dass ich mit der Entscheidung für einen Backofen in Augenhöhe dem Gatten etwas Gutes tun wollte, damit er es einfacher hat, während er mir etwas Gutes tun wollte, weil ich den Backofen öfter brauche. "Ich brauche das nicht. Ich mache mir da doch höchstens mal 'ne Pizza warm", meinte er, als er meine Bedenken hörte. Beide möchten wir einen Backofen mit Dampffunktion. Mal gucken, ob sich das machen lässt.

Richtige Routinen konnte ich in den knapp drei Wochen, die ich zwischen Umzug und Reha hatte, nicht entwickeln. Wie in der Vorwoche versuchte ich, an den beiden Tagen, an denen ich pendle, nicht oder etwas Einfaches zu kochen, denn ich weiß nicht, wie lange ich mit der Bahn unterwegs bin oder ob der Gatte fit genug ist, um zu kochen. Für den Fall, dass wir beide zu platt sind, um zu kochen, haben wir immer noch einen soliden Vorrat an Fertigfutter. 

Ein süßer Abschiedsgruß meiner Kolleginnen.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Paprika-Hack-Pfanne.

Sonntag schmurgelte Schichtkohl auf dem Herd. 

Montag gab's Pasta mit Salsiccia. Ich räumte zudem den Vorratskeller aus, denn am kommenden Tag sollte dort ein neuer Zählerschrank installiert werden. Nachdem das erledigt ist, können wir endlich die Einrichtung des Vorratsschranks planen.

Dienstag gab's wieder Schichtkohl, und Mittwoch Pasta mit Salsiccia.

Mir waren die letzten Tage zu fleischlastig, und so gab's Donnerstag winterliches Ofengemüse (Kürbis, Wurzeln, Rosenkohl, Champignons und Kartoffeln) mit Schafskäse.

Freitag kochte ich karamellisierte Krautfleckerl.

Gebacken wurde nicht, und über Too good to go holten wir auch nichts. Ich wollte mir zwar Dienstag etwas für zwei Büro-Mittagessen holen, aber die Abholzeiten kollidierten mit Büro-Terminen. Dafür schaffte ich es endlich mal, mir vor der Fahrt nach Hamburg ein belegtes Brötchen bei den freundlichen Damen vom BahnhofsCafée zu holen. Das mit der Selbstverpflegung klappt nämlich noch nicht, leider. Aber Mittwoch hatte ich immerhin schon mal meinen Thermobecher wieder und konnte Kaffee mit ins Büro nehmen.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Samstag, 6. Januar 2024

Wochenplan in KW 01/24: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CXCIX

Mit dem Einkaufen vor Silvester hatten wir Glück: Der Gatte fühlte sich fit genug, um mitzukommen, und so kauften wir Freitag am frühen Nachmittag nach meinem Feierabend ein. Sonst wäre ich wieder Sonnabend früh um sieben Uhr losgefahren. Wir erwischten genau das Zeitfenster, in dem es bei Discounter und Supermarkt leer war. Als wir vom Parkplatz fuhren, kamen uns viele Auto entgegen, deren Fahrer einkaufen wollten.

Im Laufe der Woche ging's in die Trafik, zum Bäcker, in den Baumarkt, besorgte der Gatte Vergessenes wie Milch und Champignons. 

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Kohlrabi mit Fleischklößchen, diesmal mit Reis statt Kartoffeln und mit viel frischem Thymian, weil der gerade da war. 

Sonntag gab's Fertigfutter in Form von Königinnenpasteten mit Ragout fin

Montag waren wir bei Schwiegermutter und Tante zum Mittagessen eingeladen. Schwiegermutter ließ es sich nehmen, ein paar Kleinigkeiten zuzubereiten, obwohl ich ihr anbot, etwas mitzubringen. Bis zum Umzug waren Schwiegermutter und Tante bei uns zum Neujahrsessen, jetzt ändert sich die Tradition. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass wir noch nicht eingerichtet sind. Sonst hätte ich die beiden zu uns geholt, hätten wir bei uns gegessen. Abends gab's Nudeln mit Frischkäse-Erbsen-Schinken-Sauce.

Schwiegermutter bereitete Neujahr die Blätterteigtaschen vor, die der Gatte so gerne mag. Dazu gab's Cracker und, ganz im Stiele der Siebziger, Kochschinkenröllchen.

Dienstag war ich aufgrund von Zugproblemen länger unterwegs als geplant und freute mich, dass der Gatte mich mit warmer Bohnensuppe erwartete, als ich durchgefroren nach Hause kam. Geplant war Kohlrabi mit Fleischklößchen, die auch im Kühlschrank standen, die der Gatte aber nicht sah. Ich habe mich sehr gefreut, dass er selbst daran dachte, etwas zu essen zu machen. Vor seiner Erkrankung war das normal. Seit vier Jahren ist es das nicht mehr.

Mittwoch sollte es Paprika-Hack-Pfanne geben, aber da war ja noch Kohlrabi mit Fleischklößchen

Die für Donnerstag geplante Bohnensuppe gab's schon Dienstag, wobei im Tiefkühler noch ausreichend Bohnensuppe gewesen wäre und der Gatte nichts dagegen gehabt hätte, sie nochmal zu essen. Es gab Fertigfutter in Form von Tortelloni mit Salbeibutter.

Freitag gab's Paprika-Hack-Pfanne, auf Wunsch des Gatten ergänzt um Champignons. 

Gebacken wurde nicht. Über Too good to go wurde auch nichts geholt.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Samstag, 30. Dezember 2023

Wochenplan in KW 52/23: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CXCVIII

Nach mehr als zwei Wochen Umzug bin ich durch, in jeglicher Hinsicht. Da ich vorher keine Zeit zum Einkaufen hatte, stand ich Sonnabend um halb sechs auf (um die Uhrzeit wache ich zurzeit automatisch auf, weil ich die letzten beiden Wochen ja früh nach Hamburg fuhr) und stand tatsächlich zehn vor sieben vorm noch geschlossenen Supermarkt! Ich war übrigens nicht die einzige. 

Eine Stunde später war ich mit dem Einkauf in Discounter und Supermarkt durch und wieder zu Hause. Unser großer Kühlschrank, der am Vortag umzog, ist frisch geputzt und gut bestückt. Außerdem kam das Eichhörnchen in mir zum Vorschein: Ich kaufte auch für den Vorratskeller ein. Beim Gatten meckere ich immer darüber, jetzt überkam es mich (und dabei waren die Kartons mit den aus Hamburg mitgebrachten Vorräten noch nicht mal ausgepackt, wusste ich gar nicht, ob es danach noch Platz im Vorratskeller gibt). 

Eine wirkliche Wochenplanung machte ich nicht. Ich guckte nur, dass wir über Weihnachten kamen. Mittwoch waren die Geschäfte ja wieder geöffnet. Da wir den Umzug des Lagers am Mittwoch absagten, hatte ich einen unerwarteten Urlaubstag, den wir für verschiedene Erledigungen nutzten. Der Tag war ziemlich optimal ausgewählt - außer beim Lieblingsbäcker war es überall wunderbar leer. 

Zu den Dingen, die diese Woche schwer zu bekommen waren, gehörten aus irgendeinem Grund Pickelpflaster. Die fand ich erst im dritten Laden. Der Lieblingszahnkleber des Gatten des Gatten ist chronisch schwer zu bekommen, weswegen ich immer zwei, drei Tuben kaufe, wenn ich in einem Drogeriemarkt bin. Vergriffen war auch die Milch von Hamfelder, weswegen wir auf eine Handelsmarke zurück griffen. 

Am letzten Umzugstag kam die Küche und wie schon erwähnt, steht dort endlich der große Kühlschrank aus der Wohnung. Außerdem hängen die Oberschränke, stehen die Unterschränke, die uns gehören und mit umziehen durften. Ich werde ein paar Monate improvisieren müssen, bis ich dazu gekommen bin, eine neue Küche zu planen und zu kaufen. Bis dahin fehlen mir jeweils vier Ober- und Unterschränke, die zur Wohnung gehören. Ich überlege, die Kisten mit dem Geschirr, das keinen Platz findet, im Gartenhäuschen zu parken, damit sie erstmal aus dem Weg sind. Dafür müsste es aber längere Zeit einigermaßen trocken sein, denn momentan muss ich zum Gartenhäuschen waten oder um den Block gehen.

Probleme gibt es leider mit dem Geschirrspüler. Der sollte an die Stelle, an der auch schon meine Eltern eine Spülmaschine stehen hatten. Allerdings ist da inzwischen ein Kabelkanal für die Außensteckdose verlegt, so dass jetzt ein Zentimeter fehlt ... Aktuell steht der Geschirrspüler also vor der Terrassenküchentür, mitten im Weg, denn er soll neben die Spüle, und die können wir nicht mal eben einen Zentimeter zur Seite schieben, weil dann die Anschlüsse nicht mehr passen. Wir brauchen erst den Elektriker, um den Kabelkanal anders zu legen, dann den Klempner, um den Geschirrspüler anzuschließen. Nun, das wird sich finden, auch, wenn es einige Wochen dauern wird und nervt. Vor der Reha Mitte Januar bis Ende Februar werde ich es nicht mehr regelt bekommen. Die Handwerker haben erstmal Betriebsferien.

Umso mehr ich in der Küche werkle, desto mehr fehlt mir nicht nur die Spülmaschine, sondern beschäftigt mich auch die Küchenplanung. Die Küche ist in etwa so groß wie unsere bisherige, aber durch die Terrassenküchentür ist sie nicht U-förmig, haben wir viel weniger Arbeitsfläche und Stellflächen für Messerblock, Kaffeemaschine, Wasserkocher, Sprudelmacher, Küchenmaschine, Geschirr, Schneidbrett ... Ich fürchte, ich muss mich davon verabschieden, einen Backofen in Schulterhöhe zu haben, denn der kostet zu viel von der kostbaren Arbeitsfläche. Ich zweifle auch immer öfter daran, ob ich die neue Küche tatsächlich von Ikea haben möchte oder nicht doch lieber von einem Anbieter vor Ort. Nun, das wird sich finden. Irgendwann. Hoffentlich schon im kommenden Jahr ... 

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's zum vorerst letzten Mal Essen vom SchlachterGrünkohleintopf mit Kohlwurstscheiben. 

Sonntag gab's Würstchen mit Kartoffelsalat - für uns kein traditionelles Weihnachtsessen, aber ich war froh, dass sich der Gatte darauf einließ. Nachdem ich mir Sonnabend einen Ruhetag gönnte, war ich nämlich Sonntag damit beschäftigt, die Küchenschränke durchzuputzen und einzuräumen, so gut es im Provisorium geht.

Montag waren wir bei Schwiegermutter zum traditionellen Essen am ersten Weihnachtstag eingeladen. Zum ersten Mal fand es mittags statt - das Brunch mit meiner Mutter findet ja nicht mehr statt. Es fiel auch schon im letzten Jahr aus, weil sie schon zu krank war. Ursprünglich wollten der Gatte und ich uns einen Tisch zum Brunch reservieren, aber dann wurde es uns durch den Umzug zu viel. Hoffen wir auf das nächste Jahr. Bei Schwiegermutter gab's Krabbencocktail, Filet Wellington und Crème Brûlée - das Lieblingsessen des Gatten.

Dienstag sollte es Currywurst mit Pommes frites geben - nicht gerade festlich, ich weiß, aber es war noch von der Lieblingssauce des Gatten da, und die musste weg. Allerdings hatte der Gatte mal wieder Magenprobleme, so dass es Hühnerfrikassee mit Reis gab. Die Sauce wanderte in den Tiefkühler. 

Mittwoch wollte ich Nudeln mit Frischkäse-Erbsen-Schinken-Sauce kochen. Beim Einräumen des Kühlschranks fiel mir auf, dass wir wahnsinnig viel gewürfelten Schinken haben, der sich langsam dem MHD nähert. Allerdings verschwanden irgendwie die Nudeln, die ich extra vor dem Umzug mit ins Haus nahm, damit wir im Notfall auf jeden Fall Nudeln mit Sauce machen können ... Es gab Currywurst mit Pommes frites.

Donnerstag gab's Kartoffelpuffer mit Lachs - im Kühlschrank war noch Orangen-Senf-Sauce die verbraucht werden wollte.

Freitag gab's schließlich Nudeln mit Frischkäse-Erbsen-Schinken-Sauce. Die mitgebrachten Nudeln warn zwar noch immer verschwunden, aber wir waren einkaufen.

Gebacken wurde nicht. Vor dem Umzug entsorgte ich die alten, zum Teil rostigen Backformen. Zu Weihnachten gab's neue, die aber noch nicht ausgepackt sind. Über Too good to go wurde auch nichts geholt.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Samstag, 23. Dezember 2023

Wochenplan in KW 51/23: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CXCVII

Es ist die zweite Woche unseres Umzugs, und ich bin zu platt zum Kochen. Außerdem erwischte mich Corona, was ich nur zufällig merkte, da ich die Symptome tagelang für Allergie hielt und die Allergie-Medikamente auch wirkten. So gab's denn im Wechsel Fertigfutter und Mittagstisch vom Schlachter.

Ein richtiger Wocheneinkauf fiel aus. Ich war öfter beim Discounter, vor allem, um Getränke für die Möbelpacker zu holen, und beim Bäcker, um belegte Brötchen für die Möbelpacker zu holen. Ansonsten ging's zur Apotheke und zu Budni. Erschreckenderweise gab's kaum noch Weihnachtssüßigkeiten. Ich hoffe, dass ich heute noch etwas bekomme für die Tütchen für die Nachbarn. Aus irgendeinem Grund ist es auch gerade mal wieder schwierig, Zahnkleber zu bekommen. Dafür gab's das Diabetes-Medikament des Gatten, das in Hamburg nicht aufzutreiben war und auch online vergriffen ist. Die Apothekerin war selbst überrascht, dass das Medikament auf Lager war. 

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Schupfnudeln mit Sauerkraut und Speck.

Der Gatte befand Sonntag, Hühnerbrühe sei gut bei grippalem Infekt und Corona. Da situationsbedingt keine im Tiefkühler war, tobte ich im Sonntags-Edeka, den es hier auf dem Lande zum Glück gibt, und kaufte mich einmal durch das Dosensuppensortiment. 

Montag gab's für den Gatten wieder Hühnerbrühe, während ich ein übriggebliebenes belegtes Brötchen aß. Seit zwei Wochen habe ich mal wieder Probleme damit, genug zu essen, um auf 1.000 Kalorien täglich zu kommen. Mein Gürtel sagt, ich habe abgenommen. Ich befürchte, die Waage wird dennoch etwas anderes sagen. 

Dienstag gab's ein typisches Siebziger-Jahre-Essen: Schinken-Porree-Röllchen mit geschmortem Porree und Salzkartoffeln sowie als Dessert Mandarinenquark.

Mittwoch gab's für mich geschmorte Hühnerkeule in Tomaten-Paprikasoße mit Reis und für den Gatten Schweinefilet mit Pfefferrahmsoße, Brokkoli und Kartoffelgratin. Für uns beide gabs' Bratapfeldessert.

Donnerstag holte ich Pastizio und Gurkensalat. Als Dessert gab's Sahnejoghurt mit Zimtbirnen. Außerdem kam für heute Abend Grünkohleintopf mit Kohlwurstscheiben mit.

Freitag gab's Putenrouladen, gefüllt mit Porree, Tomaten und Frischkäse, dazu Tomaten-Porree-Gemüse und Salzkartoffeln. Diesmal teilten wir uns eine Portion, so dass die zweite in den Tiefkühler wanderte. Praktischerweise sind die Rebowls ja TK-tauglich. Die Eierlikörcreme bewahrten wir uns für heute auf. 

Gebacken wurde nicht, und über Too good to go wurde auch nichts geholt. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Samstag, 16. Dezember 2023

Wochenplan in KW 50/23: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CXCVI

Wir sind mitten im Umzug, was bedeutet, dass ich in dieser Woche zwischen Buchholz und Hamburg pendelte, während der Gatte in Buchholz blieb. Er schaffte es nämlich, dort nicht nur einen neuen Diabetologen zu finden, sondern auch noch in diesem Jahr einen Termin zu bekommen! So kommt außerdem für ihn auch etwas mehr Ruhe in den Umzug, wenngleich er es nicht entspannend fand, nicht dabei sein zu können, als Arbeitszimmer und Wohnzimmer gepackt wurden. Gerade im Arbeitszimmer hätte er gerne noch aussortiert, aber er war dazu vor dem Umzug nicht mehr in der Lage. Die Situation ist für ihn eine totale Überforderung.

Der Wocheneinkauf war schnell erledigt. Es ging wieder in das Nachbardorf. wo wir drei Discounter, zwei Supermärkte und einen Drogeriemarkt mehr oder weniger auf einen Fleck haben. Wir brauchten nur wenig und bekamen fast alles bei Budni, Aldi und Edeka. Nur Toppits Frischhaltefolie ist partout nicht zu bekommen, und alle anderen Frischhaltefolien taugen nichts. Letzte Woche war ich die Frischhaltefolie von Edeka weg, weil sich partout kein Anfang finden lässt. Immerhin ist die Budni-Eigenmarke ganz okay. Nachdem ich so ziemlich alle Läden vergeblich nach Toppits absuchte, werde ich versuchen, vorm Umzug noch im großen Supermarkt in Hamburg einen stabilen Vorrat zu kaufen. Ansonsten bleibt nur Amazon. Überraschenderweise fand ich in einem Supermarkt einen Sonderposten der Backpapier-Bögen von Toppits*, die ich normalerweise auch nicht bekomme. und schlug sofort zu. Sie waren zwar teurer als im Internet, aber ich finde es doof, so etwas online zu bestellen, wenn ich es auch offline bekomme. 

Geärgert habe ich mich über die Edeka-App, in der nach einem Jahr alle "Genuss+"-Punkte verfallen. So schafft man quasi nie den Aufstieg in die nächste Stufe des Bonusprogramms mit Gutscheinen etc., sondern fängt immer wieder bei Null an. Wie blöd ist das denn bitte?! 

Der Wocheneinkauf war schnell erledigt, weil wir nicht viel brauchten. Wir sind mitten im Umzug, und ich mag abends nicht mehr kochen. Der Gatte ist aktuell nicht in der Lage zu kochen. Also kam das Essen meistens vom Schlachter. Außerdem ging's mehrfach zum Bäcker, auch, um die Möbelpacker mit belegten Brötchen zu versorgen, in den Baumarkt, zur Apotheke, in die Trafik, ins kleine Kaufhaus, nochmal zum Discounter. Außerdem kaufte ich bei Manar Soap Kleinigkeiten zu Weihnachten für die Nachbarn und für die Freundinnen, die mir in der Umzugsphase halfen.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's die Lieblingspizza des Gatten.

Sonntag aßen wir getrennt voneinander Maultaschen, der Gatte als Maultaschen in Brühe, ich als Maultaschen in Salbeibutter.

Montag machte ich uns Nudeln in Tomatensauce, als ich vom Einpacken und Abbauen des Arbeitszimmer wieder zu Hause war. Zu mehr war ich nicht in der Lage.

Dienstag trabte ich zum Schlachter, nachdem die Möbelpacker mit dem Aufbau der Arbeitszimmer und der Tischler mit dem Einbau von Terrassenküchentür und Esszimmerfenster fertig waren. Es gab glacierten, gepökelten Schinkenbraten mit Speckbohnen und Semmelknödel sowie Rote Grütze mit Vanillesauce.

Auch Mittwoch trabte ich zum Schlachter. Es gab Schaschlikpfanne in pikanter Soße mit Speck, Zwiebeln, Paprika und Reis sowie Grießflammerie.

Donnerstag holte ich vom Schlachter für mich gebratenes Fischfilet in Weißweinsauce mit Salzkartoffeln und Gurkensalat und für den Gatten Schnitzelchen mit Champignon-Möhrengemüse in Sahnesauce mit Rösti. Als Dessert gab's für uns beide Lebkuchencreme.

Auch Freitag war ich kochfaul. Tagsüber begleitete ich das Einpacken des Wohnzimmers, und dann ging's über die erfreulich leere A7 zurück nach Buchholz. Abends gab's Spitzkohleintopf mit Kohlwurstscheiben, den ich schon Mittwoch vom Schlachter mitbrachte, und belegte Brötchen, die die Möbelpacker übrig ließen. 

Gebacken wurde nicht, und über Too good to go wurde auch nichts geholt. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Samstag, 9. Dezember 2023

Wochenplan in KW 49/23: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CXCV

Manchmal geht der Wocheneinkauf ganz schnell: Letzten Sonnabend bekamen wir tatsächlich alles, was wir jenseits des Vorrats brauchten, im Discounter! Das ist ausgesprochen selten, denn normalerweise müssen wir noch in wenigstens einen Supermarkt. 

Außer zum Discounter ging's mehrfach zum Bäcker, auch, weil die Möbelpacker u.a. mit belegten Brötchen versorgt wurden, war der Gatte im riesigen Supermarkt, bummelte durch's große Einkaufszentrum und erfuhr zudem, dass eines seiner Diabetes-Medikamente in den Apotheken nicht mehr verfügbar ist, da es als "Abnehm-Spritze" gilt. Das ist Moppelkotze. Auch in den Internet-Apotheken ist es nicht verfügbar, und es ist offen, wann es wieder in die Apotheken kommt. Schon schön. 

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's "Schlemmerfilet" mit Ofenkartoffeln und Gurkensalat. Letzteren machte der Gatte. Ich freue mich immer, wenn seine Finger so beweglich sind, dass das geht. Das "Schlemmerfilet besteht auch aus immer mehr Panade ...

Sonntag sollte es Nudeln mit Thunfischsauce geben, aber ich war fix und fertig und hatte keinen Hunger. Der Gatte taute sich Bohnensuppe auf.

Montag machte ich eine Kartoffel-Garnelen-Pfanne. Damit wurde der Tiefkühler von Garnelen und TK-Kräutern befreit. Das Gericht sollte eigentlich für zwei Tage reichen, aber obwohl ich die Zutatenmenge schon verdoppelte, kam es gerade so hin für ein Abendessen.

Dienstag machte ich einen Nudelauflauf, denn ich weigere mich weiterhin, mit drölfzich Kilo Nudeln umzuziehen. Der Nudelauflauf reichte auch noch für Mittwoch und Donnerstag.

Freitag trabte ich zum Schlachter, nachdem wir im alt-neuen Haus endlich ein Sofa und ein Bett, ein richtiges Bett in einem richtigen Schlafzimmer, hatten! Es gab Rinderbraten in Rotweinsauce mit Rotkohl und Salzkartoffeln. Nur die Eierlikörcreme fanden wir nicht. Stattdessen gab's leckeren Himbeerquark - oder mit unserem Geschmackssinn stimmt was nicht. 

Gebacken wurde nicht, aber über Too good to go holte ich mir ein Brötchen, ein süßes Teilchen und einen Salat für zwei Büro-Mittagessen. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.