Donnerstag, 23. September 2021

Schmorgurke mit Hackbällchen

Schmorgurken mag ich sehr gerne und versuche sie jeden Sommer einmal zuzubereiten. Für diesen Sommer hatte ich sie schon abgeschrieben, weil ich nicht auf den Wochenmarkt kam und es sie im Supermarkt nur sehr selten gibt, denn angeblich sind sie nicht so lange haltbar, dass es sich für Supermärkte lohnt.

Schmorgurke mit Hackbällchen.

Während in Deutschland die Schmorgurkensaison im September zu Ende geht, beginnt sie in Dänemark erst im Oktober. Wenn ich es richtig verstehe, werden sie hauptsächlich für die Produktion von Senfgurken genutzt. Bei uns werden sie geschmort. 

Schmorgurke mit Hackbällchen

Zutaten für 4 Portionen:

1 Schmorgurke (ca. 1kg), geschält, entkernt und gewürfelt
500 g Rinderhack
1/2 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Ei
1 EL Mehl
1-2 TL Senf
400 ml Sahne
100 ml Weißwein
1 Bund Dill, gehackt
Salz
Pfeffer
Öl

Zubereitung:

Hack mit Zwiebel, Knoblauch und Ei vermengen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und zu Bällchen formen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Bällchen von allen Seiten anbraten. Herausnehmen und beiseite stellen.

Schmorgurken in der gleichen Pfanne anbraten, glasig dünsten, mit Weißwein ablöschen, mit Mehl bestäuben, Sahne und Senf dazugeben, verrühren und alles etwa 15 Minuten köcheln lassen.

Jetzt die Hackbällchen und 3/4 des Dills dazugeben und alles etwa 15 Minuten weiterköcheln lassen, bis die Schmorgurke weich ist. Abschmecken und mit dem restlichen Dill servieren.

Uns schmeckt Reis dazu.

Mittwoch, 22. September 2021

Kochen ohne Tüte: Einfaches Zwiebel-Sahne-Hähnchen

Zwiebel-Sahne-Hähnchen ist eines der Lieblingsgerichte des Gatten. Es erinnert ihn an seine Tante Doris und ist so ziemlich das einzige Gericht, bei dem uns eine fixe Tüte ins Haus kommt, denn die Tradition will es, dass die Zubereitung unter Verwendung zweier Tüten Zwiebelsuppe erfolgt. 

Einfaches Zwiebel-Sahne-Hähnchen.

Nun hatten wir im Ferienhaus weder Zwiebelsuppe noch das entsprechende Fix für Zwiebel-Sahne-Hähnchen zur Verfügung. Beides braucht es ohnehin nicht, es sei denn aus Gründen der Tradition. Wir hatten Zwiebeln, Sahne und Hähnchen, das muss reichen. Und es reichte. Ein paar Kräuter mehr wären fein gewesen, insbesondere Lorbeer, aber es schmeckte auch so.

Bereit zum Servieren: Einfaches Zwiebel-Sahne-Hähnchen.

Ich verzichtete also auf zwei fixe Tüten mit folgenden Zutaten:

48,2 % Zwiebeln, Stärke, Jodsalz, Zucker, Hefeextrakt, Palmfett, Aromen (mit Weizen, Gerste, Ei), Gewürze (Kurkuma, Kümmel, Pfeffer, Koriander), Kräuter (Majoran, Thymian), Weißweinextrakt, Sonnenblumenöl, Verdickungsmittel Johannisbrotkernmehl

oder

50,7 % Zwiebeln, Stärke, Jodsalz (Salz, Kaliumjodat), Gewürze (Knoblauch, Pfeffer, Koriander, Kurkuma), natürliches Zwiebelaroma mit anderen natürlichen Aromen (mit Gerste), Sonnenblumenöl, Aromen (mit Weizen), Würze (aus Weizen), Kräuter (Petersilie, Thymian, Lorbeer), Salz.  

Mehr zu unserer diesjährigen Ferienhausküche erfährst du hier.

Einfaches Zwiebel-Sahne-Hähnchen

Zutaten für 4 Portionen:

4 Hähnchenbrustfilets
6-8 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
Öl
Sojasauce
1 EL Mehl
500 ml Sahne (mehr schadet auch nicht, hier wird geklotzt, nicht gekleckert)
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Die Filets angrillen.

Währenddessen Zwiebeln und Knoblauch pellen. Zwiebeln in Ringe schneiden, Knoblauch fein würfeln.

Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebelringe und Knoblauch anbraten, dann glasig dünsten. Mit einem Schuss Sojasauce ablöschen, dann mit Mehl bestäuben. Sahne angießen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Filets in eine Auflaufform legen und mit der Zwiebel-Sahne-Mischung übergießen. Bei 200°C (Umluft) 20 bis 30 Minuten im Backofen garen.

Uns schmeckt dazu Reis.

Sonntag, 19. September 2021

Wochenplan in KW 37/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten LXXVI - LXXIX

In den letzten beiden Wochen waren wir in Dänemark. Normalerweise nehmen wir neben den frischen Lebensmitteln, die gerade da sind, wenigstens die Grundnahrungsmittel wie Mehl, Reis, Nudeln mit, aber diesmal wollte der Gatte das aus Platzgründen nicht, und so waren wir sehr oft einkaufen. Das Argument "Platzgründe" war auf der Rückfahrt obsolet: Wir fuhren mit vier Taschen voller Lebensmittel zurück. Auf der Hinfahrt hatten wir eine.

Zu Urlaubsbeginn überwiegen normalerweise noch die mitgebrachten Lebensmittel, aber diesmal blieb das meiste zu Hause, kam nur wenig Frisches mit.

Planung für die erste Urlaubswoche und Überlegungen, was wir ansonsten noch gerne essen möchten.

Geplant war, so oft wie möglich zu grillen, und so versorgten wir uns wieder beim wunderbaren Schlachter in Hurup mit allerlei Fleisch. Zudem wünschte sich der Gatte Frühlingsrollen und Krabbenbrote, während ich die frischen Lebensmittel verarbeiten wollte. Für den ersten Abend brachten wir eingefrorenes Chili von zu Hause mit, aber da der Gatte die große Dose einpackte, reichte das auch noch für den nächsten Tag. Außerdem lief uns eine Schmorgurke über den Weg. In Dänemark heißen die Asier, beginnt die Saison erst im Oktober. Da ist sie bei uns schon lange vorbei. Zudem aßen wir die letzten Beeren aus heimischer Ernte und die ersten Feigen.

Den ganzen Urlaub über rätselten wir, welchen Zweck dieser Brett hat. Jemand eine Idee? 
Verwertung überreifer Bananen: Pfannkuchen mit Marabou Karamell-Meersalz.

Es ist immer wieder spannend, was es im Urlaubsland nicht gibt. Während wir im letzten Jahr vergeblich Kümmel suchten, war's in diesem Jahr Naturjoghurt. In einem Supermarkt fanden wir welchen, wussten dann aber nicht mehr, welcher das war, als wir ihn nachkaufen wollten. Dafür gibt es Crème fraîche in 500g- bis 1kg-Bechern, weswegen wir vermuten, dass der Däne an sich Joghurt durch Crème fraîche ersetzt. Da ich keinen Trinkjoghurt wollte, griff ich irgendwann zu fettreduziertem Skyr. 

Dänemark für Zuhause.

Schwierig gestaltete sich auch die Suche nach Salbei, der selbst getrocknet nicht zu finden war. Aber den fanden wir schließlich frisch. Und inzwischen wissen wir auch, wo's richtige Pfeifenreiniger gibt, denn obwohl es in Dänemark sehr viele Pfeifenraucher gibt, nutzen die anscheinend keine Pfeifenreiniger (falls du in der Gegend bist: die Shell-Tanke in Thisted am Hafen hat alles, was das Pfeifenraucherherz begehrt, sogar Pfeifenreiniger, und die auch noch für deutsche Verhältnisse sehr günstig).

In Dänemark gibt es noch die Eisverpackungen aus Pappe, die wir aus unserer Kindheit kennen.
Wenn das Eis aufgegessen ist, wird die Verpackung zusammengelegt und kommt ins Altpapier - viel besser als die Plastikcontainer, die es hier gibt.

Ansonsten neigte der Gatte wieder zu Spontankäufen, war ich froh über den Tiefkühler. Wir bekamen auch alle tiefgekühlten Lebensmittel wohlbehalten mit nach Hause. Brot, Roastbeef und Hackfleisch warten auf den Verzehr.

Den Gatten mit rustikalen Techniken zum Messerschärfen verblüffen. Ich war sicher nicht die erste, die das Schälchen dafür nutzte.

Unsere Wochenpläne für die KW 36 und 37:

Sonntag gab's das mitgebrachte Chili.

Frühstück am ersten Morgen.

Teezeit.

Montag zauberte der Gatte Brote mit Ei, Gurke und Krabben.

Brote mit Ei, Gurke und Krabben - und Weißwein, denn ich darf wieder Alkohol trinken.
Am ersten Abend Rosh haShanah gab's Granatapfel mit Joghurt und Honig, damit das neue Jahr süß beginnt.

Dienstag wurde Entrecôte gegrillt. Dazu gab's gebratene Spargelkartoffeln mit Rosmarin

Entrecôte gebratene, Spargelkartoffeln mit Rosmarin und Gurkensalat mit süßem Sahnedressing. 
Apfel mit Honig am zweiten Abend Rosh haShanah.

Mittwoch waren wir mittags in Café Baghuset in Thisted und kauften anschließend reichlich bei Chocoladekurven und auf einem European Streetfood Market ein. Abends gab's Frühlingsrollen, die uns in Dänemark einfach besser schmecken als hier. Der Vater des Gatten war oft in Dänemark und musste immer von dort Frühlingsrollen mitbringen, deswegen sind das für ihn Kindheitserinnerungen. 

Salat mit Falafel.
Pralinen für die Schwiegermutter.
Flødebøller für uns.
Der Gatte, der keinen Rhabarber mag, ist plötzlich experimentierfreudig.
Italienischer Nougat.


Sizilianisches Gebäck.

Aus Hamburg kamen unzählige Zwiebeln mit, keine Ahnung, was ich mir dabei dachte, denn die halten sich ja länger, aber so gab es Donnerstag Zwiebel-Sahne-Hähnchen. Zu den Dingen, die ich an Dänemark sehr mag, gehört, dass es selbst bei Aldi frische, carrageenfreie Sahne gibt.

Freitag gab's Schmorgurke mit Hackbällchen. Tagsüber waren wir in Thisted, tranken im Café Salto am Hafen Eiskaffee. Die dänische Eiskaffee-Version ist gewöhnungsbedürftig: Das Glas wird halb mit Softeis gefüllt, dann kommt frisch gebrühter Espresso darüber, alles wird gründlich verrührt, Eiswürfel dazu, Sprühsahne drüber, fertig. Und mein Wunsch nach Eisschokolade war unerfüllbar, da komplett unbekannt. Ich hätte aber Schoko-Softeis in den Kaffee bekommen können.

Eiskaffee mit Hafenblick.

Tysk krone kage, also Frankfurter Kranz.

Der aufgeschnittene Kuchen, auf der Autofahrt etwas verrutscht.

Sonnabend gab's wieder Zwiebel-Sahne-Hähnchen.

Der Kühlschrank zu Beginn der zweiten Urlaubswoche.

Sonntag gab's wieder Schmorgurke mit Hackbällchen.

Zum ersten Mal in diesem Urlaub ist es zu kalt für eine Teezeit auf der Terrasse. Heute gibt es Rådhustærte.

Montag grillte der Gatte Roastbeef. Ich sorgte für die Röstkartoffeln. Wieder mal verblüffte uns die dänische Roastbeef-Variante: Rindfleisch, das eigentlich als wienerschnitzel verkauft wird, wird so zusammengebunden, dass es Roastbeef werden kann. Es ist also kein Lendenstück wie in Deutschland, sondern Filet und entsprechend zart. Wegen der Bindetechnik heißt es bei uns Bondage-Roastbeef.

Roastbeef mit Röstkartoffeln.

Dienstag gab's Koteletts in Salbei-Marinade und Kartoffelsalat.

Mittwoch gab's Roastbeef mit Röstkartoffeln.

Donnerstag gab's Grill-Würstchen und Kartoffelsalat.

Kaffeestunde im Leuchtturm in Lodbjerg.

Freitag waren wir in der legendären Vesterhavshytten und aßen den ebenso legendären Heavy Agger Burger. Tagsüber briet ich für die Rückfahrt noch Frikadellen, kochte Eier und belegte Brote mit Käse und Roastbeef.

Wir schwelgten in den letzten dänischen Beeren der Saison - und in den ersten Feigen.

Der legendäre Heavy Agger Burger.

In diesem Urlaub wurde tatsächlich auch gebacken: Ich nahm sehr viele Äpfel mit, und die landeten in einem Kuchen. 

Lesenswert: "EGN. Råvarer og retter fra vestjylland" von Asmus Gamdrup Petersen Jensen und Peter Nøhr Christensen aus dem Fadl forlag. Insgesamt umfasst die Reihe zur dänischen Esskultur vier Bände.

Die Rezepte gibt's hier in den nächsten Tagen.

Mittwoch, 15. September 2021

Blumenkohl-Brokkoli-Gratin mit Kochschinken

Bei uns gab's diesen Auflauf im April, aber er schmeckt auch im Frühherbst sehr gut und kommt sicher bald mal wieder auf den Tisch. Ich könnte gut auf den Kochschinken verzichten, der Gatte aber nicht.

Blumenkohl-Brokkoli-Gratin mit Kochschinken.

Blumenkohl-Brokkoli-Gratin mit Kochschinken

Zutaten für 4 Portionen:

1 kleiner Kopf Blumenkohl (ca. 800 g)
1 Brokkoli (ca. 500 g)
Salz
150 g gekochter Schinken
150 g Schmand
200 g Schlagsahne
3 Eier
Pfeffer
geriebene Muskatnuss
150 g geriebener Emmentaler (oder ein anderer Käse nach Geschmack)

Zubereitung:

Blumenkohl und Brokkoli putzen, waschen und in Röschen teilen. Die Stiele je nach Dicke der Schale ggf. schälen und grob würfeln. 

Blumenkohl und Stiele in kochendem Salzwasser ca. 6 Minuten garen. Nach 3 Minuten die Brokkoli-Röschen dazu geben. Gemüse abgießen, abschrecken und abtropfen lassen. 

Kochschinken in Streifen schneiden, mit dem Gemüse vermischen und in eine Auflaufform geben.

Schmand, Sahne und Eier verquirlen und kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Die Hälfte des Käses unterrühren und über das Gemüse gießen. Mit dem restlichen Käse bestreuen und bei 180°C (Umluft) etwa 30 Minuten backen, bis der Käse goldbraun ist. 

Quelle: So schmeckt Low Carb 1/21 / Affiliate link:

Freitag, 10. September 2021

Spaghetti mit Thunfischsauce

Der Gatte ist normalerweise fischophob, und so wunderte es mich sehr, als er sagte, er möchte gerne mal Spaghetti mit Thunfischsauce essen. Und dann wollte er auch noch Nachschlag!

Spaghetti mit Thunfischsauce.

Normalerweise hätte ich für die Sauce Pomito genommen, aber bei uns gab's gerade mal wieder eine spontane Kirschtomatenvermehrung, so dass ich die Sauce selbst machte. Dadurch ist sie nicht in maximal 20 Minuten fertig, sondern muss und kann ein wenig vor sich hin köcheln. 

Spaghetti mit Thunfischsauce

Zutaten für 4 Portionen:

320 g Spaghetti (oder andere Nudeln nach Geschmack)
600 g Kirschtomaten (alternativ 500 g Pomito / passierte Tomaten)
2 Knoblauchzehen
1 Dose Thunfisch im eigenen Saft (185 g Netto-Gewicht)
1 Zweig Rosmarin
1 - 2 Stiele Oregano
1 - 2 Zweige Thymian
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker
1-2 Spritzer Balsamico
Olivenöl

Zubereitung:

Wenn du die Tomatensauce selbst kochst, kannst du damit anfangen, denn die freut sich, wenn sie etwas länger köcheln darf: Tomaten waschen, putzen, vierteln. Knoblauch pellen und pressen. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen. Tomaten und Knoblauch hingeben und glasig dünsten. Normalerweise tritt dabei so viel Wasser aus, dass die Tomaten quasi im eigenen Saft zu ende garen können. Ansonsten mit etwas Wasser ablöschen, die Kräuter und den Zucker dazu geben und alles bummelig 30 Minuten vor sich hin garen lassen. 

Währenddessen Spaghetti nach Packungsanweisung zubereiten.

Wenn die Tomaten zerfallen sind, die Kräuter herausnehmen und die Sauce pürieren. Den Thunfisch abgießen, mit einer Gabel etwas zerpflücken und zur Sauce geben. Mit Salz, Pfeffer und Balsamico abschmecken. Spaghetti abgießen, mit der Sauce vermengen und servieren.

Verwendest du Pomito, wird erst der Knoblauch angeschwitzt, dann so verfahren wie bei frischen Tomaten (bis auf das Pürieren).

Mittwoch, 8. September 2021

Käsekuchen mit Aprikosen

Der Gatte brachte sich Aprikosen für's morgendliche Müsli mit, war dann aber total enttäuscht, dass sie nicht schmeckten. Aus diesem Grunde kaufe ich seit ewigen Zeiten lieber TK- oder Dosen-Aprikosen, es sei denn, ich bin zufällig zur Marillensaison in der Wachau. Es ist schlichtweg unmöglich, hier reife, süße, schmeckende Aprikosen zu bekommen. Sie sind meistens mehlig, nicht süß und geschmacksneutral. So landeten diese Aprikosen in einem Käsekuchen für den Gatten-Geburtstag. 

Käsekuchen mit Aprikosen.

Der Kuchen schmeckt am Besten, wen er einen Tag vor dem Verzehr gebacken wird.

Käsekuchen mit Aprikosen am Stück.

Käsekuchen mit Aprikosen

Zutaten für eine 26er Springform:

Für den Boden:
200 g Mehl 
50 g Speisestärke
75 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Ei 
125 g Butter

Für den Belag:
500 g Aprikosen
1 Zitrone, die Schale davon
500 g Quark
150 g Puderzucker
2 TL Vanillezucker
75 g Speisestärke
4 Eier
200 ml Sahne
1 Prise Salz

Außerdem:
Puderzucker zum Bestäuben vor dem Servieren

Zubereitung:

Mehl, Stärke, Puderzucker und die Prise Salz in einer Schüssel vermischen. Die Butter in Flöckchen und das Ei dazu geben. Alle Zutaten zügig zu einem Teig verarbeiten. Dann den Mürbeteig zu einer Kugel formen, flach drücken und in Frischhaltefolie wickeln. Den Teig für eine Stunde in den Kühlschrank legen. [Da ich eine faule Hausfrau bin, rolle ich den Teig erst in einer mit Backpapier ausgelegten Springform aus und stelle beides zusammen in den Kühlschrank.]

Nach der Kühlzeit den Mürbeteig aus der Kühlung nehmen und zu einem etwa 30 Zentimeter großem Kreis ausrollen. Den Teig in die Springform legen und gleichmäßig mit einer Gabel einstechen. Backpapier auf den Boden legen und Backerbsen darauf verteilen. Den Boden bei 160°C (Umluft) etwa 15 Minuten backen, dann herausnehmen und die Backerbsen und das Backpapier entfernen.

Während der Boden backt und abkühlt, die Aprikosen und die Käsemasse vorbereiten: Die Aprikosen waschen, trocknen, halbieren und den Kern entfernen. 

Die Zitrone lauwarm abwaschen, abtrocknen und die Schale abreiben. Die Frucht für später aufbewahren (das geht gut im Kühlschrank).

Zwei Eier trennen und die Eiweiße steif schlagen.

Quark, zwei Eigelb und zwei Eier zusammen mit der Zitronenschale in eine Schüssel geben und verrühren.

Puderzucker, Vanillezucker, Speisestärke und Salz vermischen und unter die Quarkmasse rühren. Die Sahne halb steif schlagen und zusammen mit dem steifgeschlagenen Eiweiß unter die Quarkmasse heben.

Die Füllung auf dem Boden verteilen und glattstreichen. Anschließend die Aprikosenhälften mit der Schnittfläche nach unten auf die Füllung legen.

Danach die Backform in den Ofen schieben und den Kuchen bei 150°C (Umluft) 60 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Nach einer Stunde die Backofentür öffnen und den Kuchen eine weitere Stunde darin stehen. Ich habe ihn dann über Nacht auf dem Balkon auf einem Backgitter zum Auskühlen gestellt und erst am nächsten Tag aus der Form gelöst. Der Kuchen verträgt es, vor dem Servieren mit reichlich Puderzucker bestäubt zu werden.

Montag, 6. September 2021

Zitrus-Kabeljau mit Tomatensalat

Fisch ist hier schwierig, denn der Gatte ist fischophob. Fisch darf weder nach Fisch aussehen noch wie Fisch schmecken. Fischstäbchen und Schlefi sind also ideal. Oder Pute. Huhn geht auch. Hier aß der Gatte aber tapfer das Kabeljaufilet.

Zitrus-Kabeljau mit Tomatensalat.

Zitrus-Kabeljau mit Tomatensalat

Zutaten für 4 Portionen:

800 g Kabeljaufilet  
4 EL Öl  
1 Zitrone, heiß abgewaschen und abgetrocknet, Saft und abgeriebene Schale davon  
Salz
Pfeffer
Cayennepfeffer  
500 g Kirschtomaten  
1 Peperoni  
je 5 Stiele Petersilie und Minze  
3 EL Sherryessig  
1 Knoblauchzehe  
400 g griechischer Joghurt  
6 Spieße 
 
Zubereitung:

Fisch waschen, trocken tupfen und in ca. 2,5 cm große Würfel schneiden. In einer Schüssel mit 2 EL Öl und Zitronensaft mischen, mit Salz und Pfeffer würzen. Abgedeckt ca. 15 Minuten ziehen lassen.

Inzwischen für den Salat Tomaten waschen und halbieren. Peperoni längs aufschneiden, entkernen, waschen und in Streifen schneiden. Kräuter waschen, Blättchen abzupfen. Mit Tomaten, der Hälfte der Zitronenschale, Peperoni, Essig und 2 EL Öl mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für den Dip Knoblauch schälen, fein hacken, mit Joghurt und der übrigen Zitronenschale verrühren. Mit Salz und Cayennepfeffer würzen.

Eine große, beschichtete Pfanne ­erhitzen. Fischwürfel auf Spieße ­stecken und darin von jeder Seite ca. 3 Minuten braten. Fischspieße auf Salat und Joghurtdip anrichten.

Falls Reste von Dip und Salat bleiben, schmecken die lecker zu geröstetem Graubrot zu Frühstück oder Abendbrot. 

Quelle / Affiliate link

Samstag, 4. September 2021

Wochenplan in KW 35/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten LXXV

Dadurch, dass ich Freitag und Sonnabend arbeiten musste, ab Sonntag Urlaub haben würde, gab's keinen richtigen Wocheneinkauf und eigentlich auch keinen richtigen Wochenplan. Tante ist zu Besuch, es steht ein runder Geburtstag an, da gehen wir viel essen - zumindest war das der Plan, bis Tante aufgrund des GdL-Streiks drei Tage früher abreisen musste. 

Ansonsten lebten wir aus dem Vorrat, denn der Vorratsschrank ist inzwischen aufgeräumt! Also zumindest der größere der beiden. Und eine Liste mit dem Inhalt gibt's auch. Reis und Nudeln werden wir so schnell nicht wieder kaufen müssen. Auf dem Einkaufszettel standen folglich nur Gurke und Sahne. 

Der Plan für diese Woche.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend musste ich lange arbeiten, dann wurde Tante vom Bahnhof abgeholt. Auf dem Heimweg holten wir sauer-scharfe Suppe, Frühlingsrollen und Hähnchen süß-sauer beim Asia-Imbiss. Normalerweise essen wir von den großen Portionen zwei Mal, aber heute waren wir beide ausgehungert.   

Sonntag waren wir beim Griechen. Den Damen waren die Portionen wie üblich zu groß, der Gatte schaffte seinen Grillteller auch nicht ganz, so dass Bifteki übrigblieben. Einzig ich schaffte meine Portion Gyros mit Calamari bis zum letzten Salatblatt (und zum Ausgleich ging ich die drei Kilometer zum Restaurant hin und zurück zu Fuß). 

Montag gab's die übriggebliebenen Bifteki vom Vortag (ja, wir lassen uns Reste einpacken, wenn sie noch für eine Mahlzeit reichen - wäre doch schade, das wegzuwerfen!) mit Tomatensalat

Dienstag ging's anlassbedingt zum Portugiesen. Stockfischkroketten, yeah! Viele schwören ja auf die Lokale im Portugiesenviertel. Ich weiß, der beste Portugiese ist in Klein Flottbek

Ohne Schnickschnack: Stockfischkroketten.

Für mich gab's Stockfischkroketten und Pulpo mit Kartoffel-Aioli und Koriander-Pesto (ich liebe Bacalhau, hätte auch Bacalhau à Bras essen können, aber das war mir mit den Stockfischkroketten dann doch zu viel Stockfisch), danach Schokoladenmalheur mit Vanille-Eis und Galão. Der Gatte und die Damen aßen Entrecôte mit allerlei Gemüse und Süßkartoffelpommes mit Trüffelmayonnaise, gefolgt von Früchtecrumble mit Eis oder Espresso mit Vanille-Eis.

Mit Schnickschnack: Pulpo mit Kartoffel-Aioli und Koriander-Pesto.

Mittwoch gab's Kabeljau mit Salat - für mich vorbildlich low carb, für den Gatten mit Reis. Nachmittags war eigentlich Konditorngehn mit Tante angesagt, aber die saß schon wieder im Zug nach Hause.

Diese Woche war fischig. Donnerstag gab's Spaghetti mit Thunfischsauce. Wie gesagt: Wir lebten aus dem Vorratsschrank. Die Tomatensauce, in die der Thunfisch kam, kochte ich allerdings frisch, denn wir hatten eine spontane Kirschtomatenvermehrung. So blieb ein Tetrapack mit stückigen Tomaten weiter im Vorratsschrank.

Freitag gab's Hühnerfrikassee mit Reis.

Gebacken wurde anlassbedingt auch: Aprikosen-Käsekuchen. Und zwei Tage waren immerhin low carb. Ansonsten sprengte ich oft mein Kalorienlimit. Neben dem Fremdessen lag das hauptsächlich am Anlass-Alkohol, der einfach wahnsinnig viele Kalorien hat. Okay, Champagner hat andererseits kaum Kohlenhydrate, aber irgendwas ist ja immer.

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.