Freitag, 20. Februar 2026

Kochen ohne Tüte: Ofen-Shakshuka mit Avocado und Ei

Wie gestern schon geschrieben, gucke ich oft erstmal, ob sich ein Gericht statt auf dem Herd auch im Ofen zubereiten lässt. Bei Shakshuka geht das prima.

I see faces ... Ofen-Shakshuka mit Avocado und Ei

Bei diesem Gericht verzichte ich zudem auf eine fixe Tüte für eine Paprika-Hack-Pfanne mit folgenden Zutaten:

Gewürze (11,0% Zwiebeln, 8,6% Paprika, 4,1% Knoblauch, Chili, Koriander, Pfeffer, Kreuzkümmel), Weizenmehl, Stärke, Jodsalz (Salz, Kaliumjodat), Tomaten, natürliche Aromen (mit Weizen), Sellerie, Würze (aus Weizen), Kräuter (Thymian, Petersilie, Lorbeerblätter), Gerstenmalzextrakt, Sonnenblumenöl, Salz,  Paprikaöl, Zitronensaft, natürliches Zitronenaroma, Zucker.

Das meiste davon braucht's wie üblich nicht.

Ofen-Shakshuka mit Avocado und Ei.

Dieser Beitrag geht rüber zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln! 

Ofen-Shakshuka mit Avocado und Ei

Zutaten für 2 Portionen:

1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 Paprikaschoten, rot und gelb
400 g  stückige Tomaten (Dose)
250 ml Gemüsebrühe
Olivenöl
2 Eier
1 Avocado 
2 TL glatte Petersilie, gehackt
1 Limette, den Saft davon
Paprikapulver, edelsüß
2-3 Zweige Thymian
Chili
Kreuzkümmel, gemahlen
Salz
Pfeffer
Zucker

Zubereitung:

Zwiebel pellen und in dünne Streifen schneiden. Knoblauchzehe pellen und klein hacken. Paprikaschoten putzen, waschen und in Streifen schneiden. Avocados halbieren. Den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herauslösen. Mit Limettensaft beträufeln. Die beiden Eier in je eine Glasschüssel schlagen.

In einer ofenfesten Pfanne Öl heiß werden lassen. Zwiebeln und Knoblauch andünsten. Paprikastreifen zugeben und mit dünsten. Mit Paprikapulver bestäuben, kurz Farbe nehmen lassen. Gemüsebrühe angießen. Stückige Tomaten zugeben. Alles aufkochen und köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Zucker, Chili und Kreuzkümmel abschmecken und den Thymian dazu geben. 

Die Avocadohälften in die Sauce setzen und die Eier in je eine Hälfte geben. Im Ofen bei 200°C (Umluft) etwa 15 bis 20 Minuten garen, bis die Avocado gar und das Eiweiß gestockt ist (Pfanne ggf. abdecken). Aus dem Ofen nehmen, die Thymianzweige entfernen. Das Shakshuka mit Petersilie bestreuen und servieren.

Donnerstag, 19. Februar 2026

Butter Chicken aus dem Ofen

Ich bin ja bekennende faule Hausfrau. Bevor ich ein Gericht auf dem Herd zubereite, gucke ich sicherheitshalber, ob es sich nicht auch im Ofen zubereiten lässt. Ich muss dann nicht am Herd stehen und kann die Zeit anders nutzen - strickend und um den Gatten trauernd im Sessel sitzen, zum Beispiel. 

Butter Chicken aus dem Ofen.

Dieser Beitrag geht rüber zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Butter Chicken aus dem Ofen

Zutaten für 2 Portionen:

Zutaten für das Fleisch und die Marinade:
1 Hähnchenbrustfilet (ca. 500 g)
Paprikapulver, edelsüß
1 EL Limettensaft
Salz
150 g Joghurt
Cayennepfeffer
Garam Masala
1 Knoblauchzehe, gepellt und fein gehackt
Ingwer, gerieben, Menge nach Geschmack

Zutaten für die Sauce:
4 EL Butter
1 Zwiebeln
400 g passierte Tomaten (eine Dose) 
Zimt
Salz
Cayennepfeffer
Ingwer, gerieben, Menge nach Geschmack
1 Knoblauchzehe, gepellt und fein gehackt
1 EL Honig
200 g Sahne
einige Korianderblätter, fein gehackt

Zubereitung:

Am Vortag das Fleisch in Stücke schneiden. Aus Paprikapulver, Limettensaft, Salz, Joghurt, Cayennepfeffer, Garam Masala, Ingwer und Knoblauchzehe eine Marinade herstellen. Das Fleisch mit der Marinade mischen. Über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen, dann herausnehmen und in eine Auflaufform geben. Bei 180°C (Umluft) für 25 Minuten im Ofen garen.

Währenddessen für die Sauce die Zwiebel pellen, klein hacken und in 2 EL Butter glasig anschwitzen. Die passierten Tomaten, Zimt, Salz, Cayennepfeffer, Ingwer und Knoblauchzehe hinzugeben. Alles 20 Minuten mit Deckel und bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Gelegentlich umrühren. Nun die restlichen 2 EL Butter, Honig und Sahne hinzufügen und noch etwas köcheln lassen. Das Fleisch aus der Marinade nehmen, in die Sauce geben, kurz umrühren und kurz mitköcheln lassen. Mit Korianderblätter bestreuen und servieren.

Dazu passen Reis oder Naan.

Mittwoch, 18. Februar 2026

Lebkuchen-Brownies

Diese Brownies buk ich zum Stricktreffen im Dezember, aber angesichts der aktuellen Schneemassen passen sie immer noch. 

Ein Teller mit weihnachtlich dekorierten Lebkuchen-Brownies.

Dieser Beitrag geht rüber zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Lebkuchen-Brownies

Zutaten für eine rechteckige Form (ca. 28 x 18 cm):

etwas Fett oder Backpapier für die Form
150 g Zartbitter-Kuvertüre (oder Schoko-Reste von Weihnachten)
100 g Butter 
120 g brauner Zucker
75 g Honig
100 g Orangeat
150 g Weizenmehl
2 gestr. TL Backpulver
2 TL Lebkuchengewürz
2 Eier 
2 EL Milch
100 g gehackte Mandeln

Zum Verzieren:
ca. 125 g Puderzucker, in etwas Zitronensaft aufgelöst
Allerlei dekoratives Zuckerzeugs

Zubereitung:

Für den Teig Kuvertüre, Butter, Zucker und Honig in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze erwärmen, bis Fett und Kuvertüre geschmolzen sind. Die Masse etwas abkühlen lassen.

Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie zu durften beginnen.

Orangeat fein hacken und mit den Mandeln beiseite stellen. Mehl mit Backpulver und Lebkuchengewürz in einer Rührschüssel vermischen. Übrige Zutaten hinzufügen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Orangeat und Mandeln kurz unterrühren. Teig in der Form glatt streichen. Form auf dem Rost in den Backofen schieben und bei 160°C (Umluft) etwa 22 Minuten backen (Stäbchenprobe). Kuchen in der Form auf einem Kuchenrost erkalten lassen.

Den Brownie mit Puderzuckerguss verzieren und das dekorative Zuckerzeugs so darauf verteilen, dass sich etwa 12 gleichgroße Stücke ergeben. Nachdem der Guss fest ist den Kuchen aus der Form lösen und  in etwa 12 gleich große Rechtecke schneiden. 

Dienstag, 17. Februar 2026

Thai Lychee Curry

Ich koche noch immer weitgehend aus dem Vorrat. In dem war auch eine Dose Litschis, der der Gatte im Gegensatz zu mir mag. In diesem Curry finde ich die Litschis aber sehr erträglich, so sehr, dass ich fast schon bedauere, dass nur eine Dose da war ...

Thai Lychee Curry auf Reis mit ohne vergessenem Thai-Basilikum.

Dieser Beitrag geht rüber zum Dings vom Dienstag und zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Thai Lychee Curry

Zutaten für 4 Portionen (mit Reis o.ä.):

1 dünn geklopftes Schweineschnitzel, ca. 200 g
1 Dose Litschi (255 g Abtropfgewicht)
400 ml Kokosmilch
2 rote Paprikaschoten
rote Currypaste, Menge nach Geschmack
einige Blätter Thai-Basilikum
1 Zwiebel
Sesamöl

Zubereitung:

Litschis aus der Dose nehmen und abtropfen lassen, dabei den Saft auffangen. Falls erforderlich, die Früchte halbieren.

Das Schnitzel in schmale Streifen schneiden. Die Zwiebel pellen und fein würfeln. Die Paprika waschen, putzen und in feine Streifen schneiden. 

Öl in einer Pfanne oder einem Wok erhitzen. Zwiebel, Fleisch und Paprika anbraten, dann mit dem Litschi-Saft ablöschen. Die Currypaste einrühren, dann die Kokosmilch dazu geben und alles köcheln lassen, bis Fleisch und Paprika gar sind. Die Lychee dazu geben und warm ziehen lassen. Abschmecken, ggf. nachwürzen.

Mit Thai-Basilikum und Reis servieren.

Samstag, 14. Februar 2026

Wochenplan in KW 07/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCIX

Auch diese Woche war davon geprägt, dass mich die Trauer lähmt, mir die Kraft nimmt. Der Wochenplan schaffte es wieder nicht auf die Tafel im Flur.

Den Wocheneinkauf erledigte ich im Nachbardorf bei Aldi und Edeka, meine Lieblingskombi. Ich denke jedes Mal daran, wie wir nach dem Aldi-Einkauf erstmal eine Kaffeepause machte, die der Gatte sehr genoss. Als er zunehmend schwächer wurde, blieb er beim Bäcker sitzen, setzte ich den Einkauf alleine fort. Und ich denke oft daran, wie gerne der Gatte einkaufte, so viel lieber als ich, wie oft er mir den Einkauf abnahm, als er noch gesund war, ich aber gerade keine Kraft hatte. Immer, wenn er alleine einkaufen war, brachte er eine Überraschung für mich mit. Als er zu krank zum Einkaufen war, habe ich versucht, es genau so zu halten.

Im Laufe der Woche ging's dann noch zu Famila, zum Bäcker, in den Drogeriemarkt und zur Apotheke.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Spaghetti Bolognese. Die Bolognese kochte ich Mitte Oktober, und Spaghetti Bolognese war das letzte Gericht, das der Gatte aß. Die Lasagne, zu der ein Teil der Bolognese wurde, konnte er am nächsten Tag schon nicht mehr essen. 

Sonntag wärmte ich Schweinefleisch süß-sauer auf.

Montag hätte es überbackenen Chicorée mit Walnüssen geben sollen, aber die Kraft reichte nur dazu, Granola nach dem Rezept aus Shermins neuem Kochbuch* herzustellen. Dann eskalierten Tante und Schwiegermutter und raubten mir die letzte Kraft. Ich wärmte Spaghetti Bolognese auf.

Dienstag sollte es eigentlich Spaghetti Bolognese geben, aber die aß ich ja schon am Vortag. Für einige Monate führt mich der Weg aufgrund einer Baustelle zum / vom Bahnhof durch die Innenstadt, und so ging ich auf dem Heimweg kurz im Supermarkt vorbei, um mir eine TK-Pizza für den Abend und einen Salat für den kommenden Büro-Tag zu holen.

Mittwoch wollte ich Thai Lychee Curry aufwärmen, hatte aber so gar keinen Hunger oder Kraft zum Reiskochen. Das Brot, das ich am Vortag beim Bäcker kaufte, roch so lecker, und so gab's abends Schnittchen, die ich bei weitem nicht so liebevoll zubereitete wie weiland der Gatte.

Donnerstag fiel das Abendessen aus, denn ich war beim monatlichen Stricktreffen.

Freitag gab's dann endlich den schön öfter aufgeschobenen überbackenen Chicorée mit Walnüssen.

Lieber Besuch hatte sich angesagt, und so wurden Käsekuchen-Pfirsich-Muffins gebacken. An den Echt-Büro-Tagen gab's Granola und einen Kaufsalat. Über Too good to go holte ich nichts. Dienstag wäre das zwar ganz praktisch gewesen, aber beim Italiener neben dem Büro, wo ich mir gerne etwas von der Mittagskarte hole, gibt's immer Pasta, und die hatte ich diese Woche ja schon.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 7. Februar 2026

Wochenplan in KW 06/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCVIII

Ich freute mich darauf, wieder im Nachbardorf einkaufen zu können, hatte einen ellenlangen Einkaufszettel mit diversen Leckereien und einigem Notwendigen. Dann kam wieder der Winter, war unsere Anliegerstraße wieder eine einzige Eisplatte, so dass ich keine Lust hatte, mit dem Auto zu fahren. Alternativ hätte ich die Einkäufe von der Tiefgarage nach Hause schleppen können, aber dazu wollte ich zu viel einkaufen.

Also stellte ich kurzerhand Mittwoch Abend den Wochenplan so um, dass ich weitgehend aus dem Vorrat leben konnte. Der Tiefkühler platzt ohnehin mal wieder aus allen Nähten, und der Vorratsschrank in der Küche wird im Gegensatz zum Vorratsregal im Keller auch nicht wirklich leerer.

Den Wocheneinkauf erledigte ich dann mit dem Hackenporsche beim kleinen Innenstadt-Famila, wo ich ausgesprochen ungern einkaufe, weil mir die Kette einfach viel zu teuer ist. So zahlte ich dann auch fast genauso viel wie für den Riesen-Einkauf bei Discounter und Supermarkt in der Vorwoche, obwohl ich nur ein gutes Dutzend Artikel brauchte. Teilweise nahm ich andere Marken, weil mir die, die ich gerne mag, einfach zu teuer waren. Angesichts von 1,69 € für eine Pampelmuse kaufte ich dann auch nur zwei anstatt vier, in der Hoffnung, in der nächsten Woche wieder zum Discounter fahren zu können, wo die Pampelmusen ein Drittel kosten (Spoiler: Dort werden die Pampelmusen ausverkauft sein). Der Preis für einen Granatapfel stand in keinen Verhältnis zu seiner Qualität, weswegen ich TK-Ware kaufte. Ich hätte zum Grönhöker gehen können, aber dazu fehlte die Kraft. Deswegen gab's auch keine Blumen, denn für den Umweg zum Blumenhöker fehlte ebenfalls die Kraft. Aber ich schaffte es zum Schlachter, um Büro-Mittagessen zu holen und Essen zu bestellen.

Im Laufe der Woche ging's dann noch in den Sonderpostenmarkt, in ein Kaufhaus und schnell auf dem Rückweg vom Bahnhof in den Discounter, weil zu wenig Milch. 

Mir fehlt aktuell für alles die Kraft. Die Trauer lähmt mich. Das wirkte sich auch auf den Wochenplan aus. Der schaffte es nicht mal an die Tafel im Flur. Hier ist er in Theorie und Praxis:

Sonnabend wollte ich Fliederbeersuppe mit Grießklößchen kochen - keine große Sache, aber es war keine Kraft da. Also gab's Ofenfisch mit Ofenkartoffeln aus dem Vorrat.

Sonntag raffte ich mich auf, asiatisch angehauchten Spitzkohl zuzubereiten, denn der Spitzkohl wäre sonst vergammelt.

Montag musste ich nach Hamburg und besorgte auf dem Rückweg TK-Kartoffelpuffer. Dazu gab's Apfelmus aus dem Vorrat. Geplant war Fliederbeersuppe mit Grießklößchen.

Dienstag gab's wie geplant Asia-Spitzkohl.

Mittwoch war Ofenfisch mit Ofenkartoffeln, aber ich hatte noch ein paar TK-Kartoffelpuffer samt Apfelmus übrig.

Donnerstag raffte ich mich auf, schnibbelte ein Schweineschnitzel aus dem Vorrat und eine Paprika, kippte je ein Glas Asia-Gemüse und süß-saure Sauce aus dem Vorrat drüber und nannte es "Schweinefleisch süß-sauer".  Dazu gab's Reis.

Freitag trabte ich zum Schlachter und holte Grünkohl mit Kohlwurst und Salzkartoffeln. Kurz überlegte ich, die Salzkartoffeln in die Pfanne zu werfen, aber die fehlende Kraft ... 

Gebacken wurde nicht, aber ich aß drei Stück veganen Schoko-Kuchen aus dem TK-Vorrat. Damit ich zukünftig öfter kleine Kuchen für mich backen kann, kaufte ich mir ein entsprechendes Backbuch, nur um festzustellen, dass die Backform in einer Kiste auf dem Küchenschrank steht und mir die Kraft fehlt, sie dort runterzuwuchten. Irgendwas ist ja immer. Ich beschloss, zukünftig öfter Muffins zu backen. Das Muffinblech ist in Reichweite, und Muffins lassen sich gut einfrieren. An den Echtbüro-Tagen gab's Overnight Oats. Über Too good to go holte ich nichts.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 31. Januar 2026

Wochenplan in KW 05/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCVII

Endlich konnte ich mal wieder einen Wocheneinkauf im Nachbardort machen, kam das Karlchen mal wieder aus der Garage! Die Eisplatten in unserer kleinen Anwohnerstraße waren kurzfristig auf ein Minimum getaut, so dass sie mich nicht störten. Ich bin ja der Meinung, ich muss bei diesem Wetter nicht mit dem Auto fahren, wenn es sich vermeiden lässt.

Der Einkauf war ziemlich umfangreich, weil ich einiges brauchte, was ich lange nicht mehr kaufte. Seit dem Tod des Gatten stelle ich ja meine Ernährung langsam um. Bevor der Gatte in mein Leben trat, aß ich viel vegetarisch, kochte meistens Gerichte aus der Levante. Dahin werde ich schrittweise wieder zurückkehren, wenn die Fleischberge aus der Hofschlachtung verbraucht sind. 

So schlich ich denn mit einem langen Einkaufszettel durch den Supermarkt und schaffte erstmals wieder einen dreistelligen Betrag - Schnappatmung an der Kasse! Obwohl ich akribisch den Einkaufszettel abarbeitete, schaffte ich es, zwei Flaschen Erdnussöl zu kaufen anstelle je einer Flasche Erdnuss- und Sesamöl. Dafür fand ich den Tee, den ich letztens vergeblich suchte, von dem ich dachte, er Supermarkt habe ihn nicht im Sortiment. Doch, er ist im Sortiment, steht allerdings bei den Bio-Waren. Diese Unterteilung in Bio und Konventionell finde ich ohnehin unsinnig, vor allem für grundverpeilte Frettchen wie mich. 

Es ging zu Supermarkt und Discounter, zum Bäcker und zum Schlachter. Im Laufe der Woche war ich dann noch im Drogeriemarkt, beim Asia-Markt und natürlich nochmal beim Kaffeeröster, um die ausgedruckte Mail vorzulegen und meine Ware abzuholen.

Mein Plan für die letzte Januar-Woche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend war ich bei Freunden zum Fondue / Raclette / heißer Stein eingeladen. 

Sonntag bereitete ich ein Thai Lychee Curry zu und merkte wieder mal, dass ich inzwischen schärferes Essen vertrage. Okay, die Refluxösophagitis meldet sich zwar jedes Mal, aber die meldet sich selbst bei stillem Wasser, gegen die komme ich nicht an, muss lernen, mit ihr zu leben. Jedenfalls ist die Dose Lychee, die der Gatte mal kaufte, jetzt auch verbraucht. Ich mag eigentlich keine Lychees, aber im Curry waren sie lecker. Ein Schweineschnitzel aus der Hofschlachtung konnte ich ebenfalls verbrauchen.

Montag gab's nochmal Kartoffel-Cabanossi-Ragout. Damit sind nur noch zwei Cabanossi im Tiefkühler. 

Dienstag gab's wieder Thai Lychee Curry. Eine Portion wanderte zudem in den Tiefkühler.

Nun geriet mein Wochenplan etwas aus dem Tritt. Für Mittwoch waren Pesto-Nudeln geplant, aber die Kraft reichte noch nicht mal mehr zum Nudelkochen. Also holte ich über Too good to go Tortellini Formaggio

Auch Donnerstag reichte die Kraft für die geplante Fliederbeersuppe mit Grießklößchen nicht aus. Stattdessen gab's eine TK-Pizza, die ich vom Einkauf für die Folgewoche mitbrachte. Seitdem ich weiß, wie ich mit unseren noch immer neuen Herd TK-Pizza perfekt zubereite, schmeckt sie direkt wieder. Schade, dass der Gatte von diesem Wissen nicht mehr profitieren konnte. In der kurzen Zeit, die er nach der Entlassung aus dem Krankenhaus noch leben durfte, hatte er keinen Appetit auf TK-Pizza, gab's nur seine Lieblingsgerichte.

Freitag wollte ich Entenkeule mit Rotkohl und Röstkartoffeln vom Schlachter holen, verbaselte aber die Bestellung. Außerdem waren von den Frühstückstoasties aus Shermins neuem Kochbuch* noch zwei Wiener übrig. Also gab's Würstchen mit Kartoffelsalat

Gebacken wurde wieder mal nichts. Mir fehlt das wöchentliche Backen. Über Too good to go holte ich ein Abendessen. Da ich in den Mittagspausen keinen Appetit mehr auf Overnight Oats hatte, holte ich mir einmal einen Salat und bekam prompt Schnappatmung, weil der inzwischen 10 Euro kostet. Dafür bekam ich vor zwei, drei Jahren noch einen Salat mit Brötchen plus Getränk und süßes Teilchen. Für die zweite Mittagspause holte ich mir beim Schlachter einen super leckeren Linsen-Granatapfel-Salat. Ich muss mal schauen, ob ich das Rezept bekomme ...

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

*Affiliate link

Samstag, 24. Januar 2026

Wochenplan in KW 04/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCVI

Auch für diese Woche plante ich so, dass ich den Wocheneinkauf wetterunabhängig mit Hackenporsche bei Netto erledigen konnte. Mittlerweile sind zwar fast alle Straßen schneefrei, aber in den Anwohnerstraßen ohne Winterdienst wie unsere sieht es anders aus, liegen kleine und größere Eisplatten. Ach wenn ich vor 40 Jahren meinen Autoführerschein bei genau so einem Wetter machte, muss ich dennoch nicht unbedingt über Eisplatten fahren, wenn ich es lassen kann. Außerdem brauchte ich auch nicht viel. Also konnte das Karlchen in der Garage bleiben.

Außer zum Discounter ging's ins Kaufhaus, mehrfach zum Bäcker, zum Schlachter, zum Kaffeeröster und in die Buchhandlung. Beim Kaffeeröster braucht es zum Abholen der Bestellungen jetzt einen QR-Code. Das entsetzte Gesicht der Verkäuferin, als sie hörte, dass ich meine eMails nicht auf dem Taschentelefon dabei habe, war entzückend. Ich darf also nächste Woche nochmal zum Kaffeeröster traben, um die ausgedruckte eMail vorzulegen.

Generell ist "Kochen aus dem Vorrat" noch immer mein Projekt, und das heißt im Wesentlichen, den Fleischberg aus den Einkäufen der Hofschlachterei im Tiefkühler abarbeiten. Ich weiß inzwischen, dass die örtliche Tafel auch "Einzelspenden" annimmt und muss mal gucken, dass ich mir einen Tag freinehme, um die Vorräte, die ich nicht mag, dorthin zu bringen. Das ist einfacher, als damit zum Fairteiler nach Hamburg zu fahren. 

Mein Plan für die vorletzte Januar-Woche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Von den Flower Mushrooms war noch ein halber Chinakohl übrig. Den gab's Sonnabend als Chinakohlpfanne mit Walnüssen und Speck, der aus dem Tiefkühler kam.

Sonntag verwandelten sich zwei Bratwürste aus dem Tiefkühler zu Toad in the Hole, einem Bratwurstauflauf.

Montag gab's wieder Chinakohlpfanne mit Walnüssen und Speck.

Dienstag war Strick-Kino, aber da ich unsicher war, ob ich nach einem Tag im Echtbüro nicht zu platt bin, um ins Kino zu gehen, plante ich sicherheitshalber Toad in the Hole als Abendessen ein. Alternativ hätte ich die Stunde zwischen Ankunft in der lindgrünen Hölle und Kinobeginn beim Bäcker überbrückt, Strickzeug hatte ich sicherheitshalber im Rucksack, aber bei dem kalten Winterwetter ging ich dann doch lieber gleich nach Hause zu beheiztem Relax-Sessel und Hasen-Kuscheldecke. 

Mittwoch wollte ich Ofenfisch mit Gurkensalat essen, hatte dann aber doch mehr Appetit auf Kohlenhydrate in Form von Burger und Fritten, musste zudem lange arbeiten, so dass ich auf dem Heimweg bei der Schiebetür vorbei ging. Da ist seit einem Betreiberwechsel die Qualität des Essens ja leider sehr schwankend. Diesmal hatte ich Pech: Das Bun war hart, und im Tsatsiki des Gyros-Burgers fand sich ein Haar, das ganz sicher nicht mir gehörte. Beim nächsten Mal werde ich den Burger-Bräter um die Ecke ausprobieren, der vor einem Jahr, rechtzeitig zu unserem Hochzeitstag eröffnete. Damals wollten wir da tatsächlich unser Hochzeitsessen dort bestellen, waren aber zum zweiten Mal in dem Jahr vergrippt und appetitlos. 

Donnerstag nahm ich mich der Cabanossi im Tiefkühler an. Sie würden zu einem Kartoffel-Cabanossi-Ragout.

Freitag trabte ich zum Schlachter, um Honigrippchen mit grünen Bohnen und Salzkartoffeln zu holen. Als Dessert gab's Philadelphia-Creme.

Gebacken wurde schon wieder nicht, aber ich bestellte etwas über Too good to go. In den Mittagspausen der Echtbüro-Tage gab's wieder Overnight Oats. Langsam bräuchte ich da mal Abwechslung ...  

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.