Dienstag, 11. Dezember 2018

Überbackene Polenta mit Rosenkohl

Zurzeit verarbeite ich die Polenta, die sich unkontrolliert im Vorratsschrank vermehrte. Mir würde dieses Gericht auch vegetarisch, also ohne Schinkenwürfel, schmecken, aber dann würde der Gatte protestieren.

Überbackene Polenta mit Rosenkohl.
Der Rosenkohl-Polenta-Fladen auf dem Backblech.
Überbackene Polenta mit Rosenkohl

Zutaten für 4 Portionen:

500 g Rosenkohl
ggf. 100 g gewürfelter Schinkenspeck
2 TL Butter
Salz
Pfeffer
100 ml Wasser
300 ml Milch
300 ml Gemüsebrühe
150 g Polenta
Muskatnuss, gerieben
100 g mittelalten Gouda, gerieben

Zubereitung:

Rosenkohl putzen, den Strunk kreuzweise einschneiden. 
Schinkenwürfel in einer Pfanne ohne Fett kross ausbraten, herausnehmen. Rosenkohl
 und Butter in die Pfanne geben, andünsten, mit Salz und Pfeffer würzen. 100 ml Wasser zugeben, aufkochen und zugedeckt 15 Minuten garen.

Milch und Gemüsebrühe aufkochen. Polenta zugeben und bei milder Hitze unter Rühren 8 bis 10 Minuten quellen lassen. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Zu einem ca. 20 x 15 cm großen Fladen ca. 1 1⁄2 cm dick auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen.

Rosenkohl gut abtropfen lassen. Mit den Schinkenwürfeln auf der Polenta verteilen. Gouda grob raspeln und darüberstreuen. Im Ofen bis 180°C (Umluft) etwa 15 Minuten überbacken.

Quelle: Für jeden Tag 2/2015

Sonntag, 9. Dezember 2018

Szenen einer Ehe: Applaus! Applaus!

Sie: "Dienstag Vormittag bin ich zum Weihnachtsmärchen im Theater. Da nehme ich die Hasen, die am Kühlschrank hängen, mit."

Er hat schon wieder vergessen, dass sie zwei Tage vorher darüber sprachen, dass die Plüschhasen ein neues Zuhause bei einer Theater-Kollegin, die Hasen sammelt, bekommen und fragt irritiert: "Was machst du im Theater mit den Hasen? Statt Applaus 'Mazel tov!' rufen und sie auf die Bühne werfen?!"

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Gebackenes Kürbis-Kartoffel-Gemüse

Der Gatte kochte irgendwas mit Nudeln und Kürbis, und ein halber kleiner Hokkaido blieb übrig. Gerade genug für ein kleines feines Sonntagsessen für mich.

Gebackenes Kürbis-Kartoffel-Gemüse.
Gebackenes Kürbis-Kartoffel-Gemüse

Zutaten für 1 Portion:

1/2 kleiner Hokkaido-Kürbis
3 - 4 Kartoffeln
1 kleine Zwiebel
frischer Thymian (getrockneter geht auch, wenn kein frischer da ist)
frischer Majoran (getrockneter geht auch, wenn kein frischer da ist)
1 Knoblauchzehen
1 TL Paprika edelsüß
5 - 6 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
200 g Saure Sahne (ist 'n büschen viel, aber ich wollte keine Reste haben)
1 Schuss Milch
frische glatte Petersilie, gehackt
1 Spritzer Zitronensaft

Zubereitung:

Kürbis waschen, entkernen und in Spalten schneiden (die Schale kann mit gegessen werden und wird nach dem Schmoren schön weich).

Kartoffeln waschen, nicht schälen und in Zentimeter-dicke Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und in ähnlich dicke Ringe schneiden.

Alles auf ein Blech oder in eine Auflaufform geben.

Das Gemüse salzen und pfeffern. Olivenöl, Thymian, Majoran, Knoblauch und Paprika vermischen und über das Gemüse geben.

Alles für ca. 40 Minuten bei 180°C (Umluft) in den Backofen geben.

In der Zwischenzeit die saure Sahne mit der Milch verrühren. Die Petersilie untermengen. Nach Gusto mit Zitronensaft eine frische Note zufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Quelle

Mittwoch, 28. November 2018

Patisseria L. Vidal in Sóller (Mallorca / Spanien): Don't worry, it's fluffy

Direkt neben dem Bahnhof in Sóller ist eine recht unscheinbare Bäckerei, in der es wunderbaren Kuchen gibt: Die Patisseria L. Vidal.

Außen unscheinbar, innen wunderbar.
Es scheint ein Familienbetrieb zu sein (am Tag unseres Besuches waren Mutter und Tochter im Laden), und auf Touristen ist man nicht eingestellt: Die Beschriftungen sind auf Spanisch, die Mutter spricht kein Englisch, aber wir verstanden uns auch so.

Der Gatte: "Das war sooo lecker!" - "Willst du da nächstes Jahr wieder hin?" - "Unbedingt! Mit der Bahn muss ich nicht noch mal fahren, aber zu diesem Bäcker."
Wir erstanden zwei Ensaïmada de Mallorca, das typische Hefegebäck, mit einer Füllung aus cabell d'àngel, einer Kürbiskonfitüre, und natürlich Apfelsinen, schließlich sind wir in Sóller, der Orangenstadt.

Die Ensaïmada im Detail. 
Das Gebäck packte die englischsprechende Tochter ein. Als ich der Größe der einzelnen Gepäckstücke gewahr wurde, murmelte ich entsetzt "Oh, mein Gott!" Sie antwortete lachend "Oh, don't worry, it's fluffy." Tscha, was soll ich sagen?! Das Gebäck ist in der Tat wunderbar fluffig. Dennoch aßen wir davon zwei Mal.

Noch mehr lecker Kuchen.
Wir hätten den halben Laden leer kaufen könne, weil vieles so lecker aussah, und hoffen, dass es wie geplant mit der Mallorca-Reise im nächsten September klappt. Mehr Mallorca-Impressionen gibt es im Gedöns-Blog.

Dienstag, 27. November 2018

Apfelkuchen mit Doce de Leite (oder einer anderen Karamellcreme)

Von Zeit zur Zeit gehe ich den Vorratsschrank durch. Der ist riesig, wie eine kleine Speisekammer, und zu allem Überfluss hamstert der Gatte auch noch im Keller einiges an Vorräten. Ich habe uns schon Spontankäufe untersagt, aber dennoch landet da immer wieder etwas, was unbedingt mit wollte, wie die Doce de Leite*. Das ist die brasilianische Variante gekochter und gesüßter Kondensmilch*.

Ein paar Äpfel mehr hätte mein Kuchen schon vertragen können.
Wenn sich gerade bei Dir keine im Vorratsschrank findet, kannst Du eine andere Karamellcreme* nehmen oder sie im Ofen selber machen (diese Variante finde ich schöner, als eine Dose Kondensmilch stundenlang zu kochen).

Apfelkuchen mit Doce de Leite.
Apfelkuchen mit Doce de Leite (oder einer anderen Karamellcreme)

Zutaten für eine 32er Springform*:

350 g Butter
200 g Zucker
6 Eier
400 g Mehl
2 TL Backpulver
ca. 8 TL Doce de Leite* oder eine andere Karamellcreme*
ca. 5 Äpfel, je nach Größe auch mehr, gerne säuerlich

Zubereitung:

Butter und Zucker schaumig schlagen und nacheinander die sechs Eier unterrühren. Dabei jedes Ei mindestens eine Minute lang unterschlagen. Mehl und Backpulver mischen und unterrühren.

Den Teig in eine gefettete Springform geben und ca. 8 TL Karamell-Kleckse darauf geben. Mit einem Schaschlikstäbchen oder einem Essstäbchen das Karamell in den Teig wirbeln.

Die geschälten und in schmale Streifen geschnittenen Äpfel schichtweise auf den Teig legen und die Form bei 180°C (Umluft) ca. 35 Minuten im Ofen backen.

Quelle / *Affiliate links

Mittwoch, 21. November 2018

Ofen-Hähnchen mit Feigen in Marsala-Sauce

Zum ersten Mal verarbeitete ich ein Kikok-Hähnchen. Diese Marke war mir bislang unbekannt; ich entdeckte sie beim Wochenmarkt-Schlachter, bei dem ich immer kaufe, wenn ich Mudderns besuche. Die Hähnchen werden ausschließlich mit Weizen und Mais gefüttert, beides gentechnikfrei, ohne Antibiotika aufgezogen, weswegen sie nur im Stall gehalten werden, und sie haben einen Garanzeiger, was mich total irritierte, hatte ich doch die ganze Zeit über das Gefühl, ein Aufblashuhn zu verarbeiten ...

Ofen-Hähnchen mit Feigen in Marsala-Sauce.
Geschmacklich ist das Hähnchen allerdings weit vom Gummitier entfernt, war aber vergleichbar mit denen vom heimischen Schlachter oder der Geflügelfrau auf dem heimischen Wochenmarkt.

Das Hähnchen ist auf dem Weg in den Ofen.
Wir essen von einem Hähnchen immer zwei Mal, wenn keine Gäste da sind. Am ersten Tag gab's Semmelknödelauflauf als Beilage, am zweiten Tag Ofenkartoffeln, die in Bratensaft und Sauce gegart wurden.

Ofen-Hähnchen mit Feigen in Marsala-Sauce

Zutaten für 4 Portionen:

1 küchenfertiges Hähnchen, ca. 1,5 kg
3 Zwiebeln
2 rote Chilischoten
2 Zimtstangen
6 frische Lorbeerblätter
75 g schwarze Oliven ohne Stein
1 Dose grüne Feigen, gezuckert (415 g Inhalt)
250 ml Marsala
250 ml Geflügelbrühe
1 Orange
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

1. Hähnchen abspülen, trockentupfen und innen und außen salzen und pfeffern. Auf der Brustseite in einen Bräter legen.

Zwiebeln schälen und vierteln, Chilischoten halbieren und die Kerne entfernen. Zwiebeln und Chili mit Zimtstangen, Lorbeerblättern, Oliven, Feigensirup, Marsala und Brühe in den Bräter geben. Orange heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale mit dem Sparschäler abschneiden. Orange halbieren, den Saft auspressen und in den Bräter geben.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Umluft) etwa 30 Minuten garen, dabei das Hähnchen regelmäßig mit Sauce und Bratensaft übergießen. Nach einer halben Stunde den Bräter herausnehmen und das Hähnchen umdrehen, so dass die Brustseite oben ist.

Temperatur auf 160°C (Umluft) reduzieren, die Feigen dazu geben und alles weitere 30 Minuten garen. Abschmecken und servieren.

Inspiration

Samstag, 17. November 2018

Das dritte #12von12-im-November-2018-Rezept: Apfel-Calvados-Kuchen nach David Lebovitz

Zurzeit gibt es bei uns jede Woche einen Apfelkuchen. Das liegt daran, dass uns Mudderns Apfelbaum sehr reichlich Äpfel schenkte. Mudderns verschenkt zwar auch viele, und lässt auch den Vögel einen reichen Anteil, aber dennoch haben wir Äpfel im Überfluss. Ich bot sie auch wieder bei Foodsharing an, wo sie diesmal kein Interesse fanden.

Also backe ich jedes Wochenende Apfelkuchen.

Apfel-Calvados-Kuchen nach David Lebovitz.
Bei diesem Kuchen habe ich die Zuckermenge des Original-Rezeptes halbiert. 150 g Zucker reichen auch, wenn die Äpfel nicht sehr sauer sind (wie unsere).

Apfel-Calvados-Kuchen nach David Lebovitz

Zutaten für eine 26er Springform:

455 g Mehl
2 TL gemahlener Zimt
1/8 TL gemahlene Nelken
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
200 g brauner Zucker
3 Eier
350 ml Erdnuss-, Sonnenblumen- oder Raps-Öl
60 ml Calvados
100 g Walnüsse oder Pekannüsse, geröstet und grob gehackt
700 g Äpfel, geschält, entkernt und gewürfelt

Zubereitung:

Zucker und Eier aufschlagen, dann das Öl langsam dazu gießen, als ob eine Mayonnaise entstehen soll. Dabei ständig rühren, damit die Masse emulgiert. Den Calvados dazu geben.

Mehl, Zimt, Nelken, Backpulver und Salz in einer mittelgroßen Schüssel verrühren und unter den Teig heben. Äpfel und Nüsse ebenfalls unterheben.

Den Teig in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kuchenform geben und 90 Minuten bei 160°C (Umluft) backen. Evtl. abdecken, damit er oben nicht zu braun wird. Die Teigmasse ist sehr feucht und kompakt, so dass die Stäbchenprobe täuschen kann. Deswegen die Stäbchenprobe nicht nur in der Mitte machen, sondern an mehreren Stellen. Nach meiner Erfahrung braucht der Kuchen die volel Backzeit, und unser Ofen ist schon sehr fix.

Der Kuchen schmeckt übrigens am nächsten Tag, wenn er durchgezogen ist, noch besser.

Quelle / Affiliate link zum entsprechenden Kochbuch

Freitag, 16. November 2018

Das zweite #12von12-im-November-2018-Rezept: Overnight Oats mit Granatapfel und Mohn

Was mit Quark und Joghurt funktioniert, müsste doch auch mit matschigen Haferflocken Overnight Oats schmecken, dachte ich mir.

Overnight Oats mit Granatapfel und Mohn.
Ja, schmeckt.

Overnight Oats mit Granatapfel und Mohn

Zutaten für 1 Portion:

50 g Hafer- oder andere Getreideflocken
125 ml Milch bzw. Milchersatz
2 EL Joghurt
1 Banane
1 Spritzer Zitronensaft
1 Prise Salz
1 - 2 EL Mohn
1/2 Granatapfel, die Kerne davon

Zubereitung:

Banane mit Milch, Joghurt, 1 Spritzer Zitronensaft und 1 Prise Salz in einen Blender geben und mixen.

Hafer- oder Getreideflocken in ein Bügelverschluss- oder Schraubdeckelglas geben, mit der Bananenmilch übergießen und ein paar Stunden oder über Nacht im Kühlschrank quellen lassen.

Vor dem Verzehr die Hafer- oder Getreideflocken gut verrühren, Mohn und Granatapfel dazu geben und genießen.

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