Samstag, 17. Januar 2026

Wochenplan in KW 03/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCV

Dass ich zwei von ohnehin nur drei Posten auf dem Einkaufszettel austauschen muss, kam lange nicht mehr vor. Angesichts des Sturmtiefs Elli hatte ich den Plan für diese Woche ohnehin so gestaltet, dass ich möglichst nur mit dem Vorrat auskomme. Auf dem Zettel standen also nur Pak Choi, Koriander und Milch. Hätte ich nicht ein Essen beim Schlachter bestellt und einen Schlüssel für einen Veranstaltungsraum abgeben müssen, wäre ich Freitag gar nicht losgegangen, sondern hätte mich bis Dienstag zu Hause eingeigelt. 

So stapfte ich aber am Freitag Vormittag, bevor der Sturm richtig aufdrehte, los. Was Elli da bot, reichte mir schon. Ich war froh über Wanderstiefel und Spikes. Der Hackenporsche war 'ne blöde Idee, aber da ich nicht nur Pak Choi, Koriander und Milch brauchte, sondern auch bei den Altglascontainern vorbei musste, kam der Hackenporsche mit. Die Altglas-Entsorgung ist in der lindgrünen Hölle schwierig und muss geplant werden. In Hamburg stehen so ziemlich auf jedem Supermarkt-Parkplatz und an jeder Straßenecke Container. Das ist hier anders. 

Womit ich nicht rechnete, war, dass jeder Ladeninhaber, der es konnte, sein Geschäft am Freitag schloss. So stand ich dann vor einem geschlossenen Asia-Laden. Pak Choi und Koriander hatten sich damit erledigt. Der Grönhöker neben dem Schlachter war auch zu, hätte aber auch weder Pak Choi noch Koriander gehabt. Der Schlachter war geöffnet, aber so leer, dass ich nicht warten musste. Ohnehin war die Stadt quasi ausgestorben. 

Ich erledigte dann den Einkauf bei Netto, ersetzte Pak Choi durch Chinakohl und Koriander durch glatte Petersilie ... Bei Netto kaufe ich nicht gerne ein, da es keinerlei logische Ordnung im Sortiment gibt, aber ich hatte keine Lust, mich durch den Schneesturm über einen großen Platz zum Supermarkt zu kämpfen. Außerdem ist Netto günstiger, bekomme ich Payback-Punkte.

Außerdem ging's noch in einen Drogeriemarkt und im Laufe der Woche mehrfach zum Bäcker, in die Trafik und in die Apotheke.

Mein Plan für die dritte Januar-Woche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Flower Mushrooms mit Chinakohl, denn Pak Choi war ja nicht zu bekommen.

Sonntag gab's Avocado mit Garnelen in Cocktailsauce. Ich esse aktuell zu viele Avocados. Jetzt ist aber auch erstmal wieder Schluss damit. Am Mittwoch aß ich die letzte. Jetzt ist erst mal wieder Avocado-Pause.

Montag gab's wieder Flower Mushrooms mit Chinakohl.

Dienstag taute ich Kichererbsen-Curry auf. Damit ist das jetzt auch komplett aufgegessen.

Mittwoch kochte ich eine Reispfanne mit Avocado, Mango und Garnelen. Damit wären die TK-Mango aufgebraucht und die meisten der Garnelen.

Für Donnerstag war ich komplett ideenlos. Also kochte ich Pellkartoffeln und aß Kräuterquark dazu.

Freitag gab's nochmal Reispfanne mit Avocado, Mango und Garnelen.

Gebacken wurde nicht (es sind immer noch sechs Stücke veganer Schokokuchen im Tiefkühler ...), und über Too good to go holte ich auch nichts. Für die Mittagspausen gab's Overnight Oats mit Banane und Ananas. Eins von zwei Paketen TK-Ananas ist geschafft.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Freitag, 16. Januar 2026

Spaghetti mit Mupfeln in Tomatensauce (Spaghetti con cozze)

Da ich mich bei diesem Rezept wider besseres Wissen von der Mengenangabe irritieren ließ und nur die Hälfte der Muscheln aß, hatte ich noch welche übrig für dieses Gericht. Natürlich hätte ich auch die ganzen Muscheln essen und mir für den übernächsten Tag was anderes zu essen ausdenken können, aber Wochenplan ist nun mal Wochenplan ;o)

Spaghetti mit Mupfeln in Tomatensauce (Spaghetti con cozze).

Wenn du keine Muscheln übrig hast, musst du sie kurz mit Lorbeer und Zitrone garen, bevor du mit dem Rest des Rezepts loslegst.

Dieser Beitrag geht rüber zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Spaghetti mit Miesmuscheln in Tomatensauce (Spaghetti con cozze)

Zutaten für 1 Portion:

80 g Spaghetti
1/2 rote Paprikaschote
1/2 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 Bund glatte Petersilie
200 ml gehackte Tomaten (Dose)
500 g Miesmuscheln, übrig von diesem Gericht oder entsprechend zubereitet
Weißwein
Salz
Pfeffer
Zucker
Olivenöl
Parmesan, gerieben

Zubereitung:

Spaghetti nach Packungsanweisung kochen.

Während die Spaghetti kochen, Zwiebel und Knoblauch pellen und fein hacken. Paprikaschote waschen, putzen und fein würfeln. Petersilie fein hacken.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Paprika glasig dünsten. Mit einem kräftigen Schuss Weißwein ablöschen. Gehackte Tomaten und die Hälfte der Petersilie dazu geben. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und etwas köcheln lassen. Ist die Sauce zu dick, etwas Nudelkochwasser dazu geben. Die Miesmuscheln dazugeben und warmziehen lassen.

Nudeln und Sauce zusammen mit geriebenen Parmesan und der restlichen Petersilie servieren.

Donnerstag, 15. Januar 2026

Mupfeln mit Cajun-Butter (Miesmuscheln in Cajun-Butter)

Mit der Hummer-Bestellung für Silvester ließ ich auch gleich noch Miesmuscheln mitliefern, denn die hatte ich ebenfalls schon lange nicht mehr gegessen, bekomme ich sie doch hier in der lindgrünen Hölle nicht frisch. Ich muss beizeiten mal beim Fischhöker auf dem Markt fragen, ob ich dort Muscheln bestellen kann, aber zwischen Weihnachten und Neujahr ging sich das nicht aus.

Miesmuscheln in Cajun-Butter.

Aus der Hälfte der Muscheln wurden zwei Tage später Spaghetti mit Miesmuscheln. Ich hätte problemlos auch das ganze Kilo Mupfeln verputzen können, ließ mich aber durch die Angaben im Rezept irritieren. Ich rechne normalerweise mit einem Kilo Muscheln pro Person und schaffe dazu auch noch problemlos Fritten.

Die Muscheln nur in Öl und etwas Zitronensaft zu garen, irritierte mich anfangs, aber es klappt tatsächlich.

Dieser Beitrag geht rüber zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Mupfeln mit Cajun-Butter (Miesmuscheln in Cajun-Butter)

Zutaten für 1 Portion:  
 
1 kg frische Miesmuscheln
1 Zitrone, heiß abgewaschen
3 frische Lorbeerblätter, leicht zerdrückt
30 g Ingwer
3 Knoblauchzehen
1 Handvoll glatte Petersilie
Olivenöl
80 g Butter

Zubereitung:

Muscheln unter fließend kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen. Geöffnete oder kaputte Muscheln aussortieren.

Zitrone in breite Scheiben schneiden. Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Muscheln und Lorbeerblätter zugeben, mit Zitronenscheiben belegen und mit Deckel ca. 5 Minuten garen. Die Muscheln sind fertig, wenn sie sich alle geöffnet haben. Ungeöffnete Muscheln aussortieren. Muscheln danach warmhalten.

Ingwer schälen, Knoblauch pellen. Knoblauch, Ingwer und Petersilie mit Olivenöl in einem Küchenmixer fein pürieren. Butter in einem Topf erhitzen und die gemixte Masse zusammen mit 1 TL Cajun-Gewürz zugeben. Alles bei niedriger Hitze 3-4 Minuten erhitzen. Öfter umrühren und eventuell mit etwas Salz abschmecken. 

Muscheln anrichten und mit der warmen Cajun-Butter beträufeln. Eventuell alles noch mit etwas Cajun-Gewürz bestreuen.

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Mittwoch, 14. Januar 2026

Linsen-Lasagne mit Wintergemüse

Linsen-Bolognese wollte ich schon lange ausprobieren. Als ich im November vegetarisch lebenden Besuch hatte, war es so weit. Der Gatte liebte ja Linseneintöpfe, und so sind im Vorrat drölfzich Dosen gekochte Linsen mit Suppengemüse. So eine Dose beschleunigt die Zubereitung ungemein, vervielfacht allerdings auch die Menge des Gerichts. Die Lasagne als auch die Bolognese lassen sich aber sehr gut einfrieren.

Linsen-Lasagne mit Wintergemüse.

Ich habe bei diesem Gericht mal wieder gemerkt, dass ich immer noch keine Pastinaken mag. Eine Zeitlang aß ich sie sehr gerne, aber inzwischen sind sie mir zu dominant. Hier geht es noch gerade so.

Dieser Beitrag geht rüber zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Linsen-Lasagne mit Wintergemüse

Zutaten für 6 - 8 Portionen:

Für die Linsen-Bolognese:
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 Wurzeln (Karotten, Möhren)
2 EL Tomatenmark
350 ml Gemüsebrühe
2 Dosen gehackte Tomaten (800 g)
1 Dose braune gekochte Linsen (800 g)
Paprikapulver rosenscharf
Oregano
Thymian
Zucker
1 EL Aceto Balsamico
etwas Olivenöl

Für die Béchamelsauce:
1/2 Knollensellerie
1 Pastinake
3 EL Butter
2 EL Mehl
250 ml kalte Milch
150 ml kalte Gemüsebrühe
geriebene Muskatnuss

Außerdem:
Lasagneplatten
200 g Schafskäse
etwas frischer Thymian
Salz
Pfeffer
Zucker

Zubereitung:

Für die Linsen-Bolognese Wurzeln, Zwiebel und Knoblauch putzen bzw. pellen und fein hacken. Etwas Öl in eine Pfanne geben und alles für ein paar Minuten anbraten. Dann das Tomatenmark kurz mit anschwitzen.
Alles mit Brühe und gehackten Tomaten ablöschen. Die restlichen Zutaten bis auf die Linsen dazugeben und auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis alles gar ist. Die Linsen dazugeben und warmziehen lassen. Alles mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.

Während die Bolognesen köchelt, Sellerie und Pastinake putzen, schälen und fein hacken. Butter zerlassen und das Gemüse mit mittlerer Hitze anbraten, ohne dass es Farbe nimmt. Das Mehl hinzugeben und unter Rühren kurz erhitzen. Mit Milch und Brühe ablöschen - dabei zügig rühren, damit es keine Klümpchen gibt. Die Sauce unter Rühren aufkochen lassen und dann köcheln, bis das Gemüse gar ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

In eine Auflaufform etwas Linsen-Bolognese geben, dann eine Schicht Lasagneplatten darauf legen und mit gut einem Drittel der Béchamel bestreichen. Wieder Lasagneplatten, dann Linsen-Bolognese - solange, bis die Form voll ist, die Linsen-Bolognese aufgebraucht ist (sollte welche übrig bleiben, lässt sie sich prima einfrieren). Mit einer Schicht Béchamel abschließen und den Schafskäse darüber bröseln. Die Form abdecken und bei 190°C (Umluft) etwa 30 Minuten im Backofen garen. Dann die Abdeckung von der Folie nehmen und den Käse noch etwas bräunen lassen. Mit frischen Thymianblättchen bestreuen und portionsweise servieren. 

Dienstag, 13. Januar 2026

Hummer in Vanille-Butter auf Pak Choi

Wenn ich in den letzten sechs Jahren eines lernte, dann, dass das Leben blitzschnell zu Ende sein kann und dass Verzicht Moppelkotze ist. Dass Leben will in vollen Zügen genossen werden, und ich will mit Champagner und Schokolade in den Händen ins Grab gleiten. 

Hummer in Vanille-Butter auf Pak Choi.

Es gab viel zu lange keinen Hummer mehr, was auch daran liegt, dass ich ewig nicht mehr bei der Metro war. Als wir noch in Hamburg wohnten, lag die Metro nur einen Katzensprung entfernt, kauften wir oft dort ein. Alternativ gibt es Hummer Pedersen im Fischereihafen. In der lindgrünen Hölle fehlt ein Fischhöker. Es gibt zwar einen Forellenhof, und zwei Mal in der Woche ist ein Fischstand auf dem Wochenmarkt, aber ich kam nicht dort hin, um zu klären, ob ich dort Hummer bestellen kann. 

Einfacher ist es da schon, an Pak Choi zu kommen - zumindest, wenn Sturmtief Elli nicht gerade unterwegs ist. Wir haben nämlich fußläufig einen sehr gut sortierten Asia-Laden. Hier gibt es eine recht große vietnamesische Community, im örtlichen Krankenhaus arbeiten viele Menschen aus Thailand und von den Philippinen. Kurz: An asiatische Lebensmittel komme ich hier leichter als in Hamburg.

Dieser Beitrag geht rüber zum Dings vom Dienstag und zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Hummer in Vanille-Butter auf Pak Choi

Zutaten für 1 Portion:

1 Hummerhälfte, ca. 200 g
3 EL Butter
2 Pak Choi, in Streifen
Fleur de Sel
1 Vanilleschote, das Mark davon

Zubereitung:

Das Hummerfleisch vorsichtig aus Schale, Beinen und Scheren herauslösen. Ggfs. den Darm entfernen.

2 EL Butter in einer Bratpfanne erwärmen. Zuerst die dicken, hellen Teile des Pak Choi darin ca. 2 Minuten dämpfen, dann die zarten grünen Teile kurz garen. Salzen, aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

In derselben Pfanne 1 EL Butter und Vanille erwärmen. Das Hummerfleisch ca. 1 Minute bei mittlerer Hitze rundum anbraten. Hummer und Pak Choi anrichten, mit Vanille-Butter beträufeln und ggfs. noch Salz darüberstreuen.

Samstag, 10. Januar 2026

Wochenplan in KW 02/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCIV

Montag half alles nichts. Ich musste das Karlchen freischaufeln und mit dem Auto zum Einkaufen fahren, trotz Schnee und Eis, denn ich brauchte zu viel für ÖPNV, Hackenporsche und Rucksack. Ich lebe noch immer weitgehend aus dem Vorrat, kann aber keine Linsen-Lasagne, keine Lasagne, keine Linsen-Bolognese oder Bolognese mehr sehen, also mussten ein paar frische Zutaten her. 

Also schaufelte ich 40 cm Schnee vom Auto und fuhr ins Nachbardorf, wo es zwei Discounter, einen Supermarkt mit Bäcker und einen Drogeriemarkt gibt. Im Laufe der Woche war ich in der Trafik, nochmal in einem Drogeriemarkt, im Wollladen und beim Schlachter.

Beim Kochen komme ich langsam mit kleinen Mengen zurecht. Rezepte für vier Portionen lassen sich in der Regel gut teilen, so dass ich zwei Mal davon essen kann, statt zwei weitere Portionen einzufrieren. Auf bestimmte Gerichte, die für vier Portionen schon schwierig zuzubereiten sind, verzichte ich momentan oder hole sie vom Schlachter. Seit gestern gibt es die Idee, beispielsweise Rouladen, Grünkohl, Kohlrouladen oder Gulasch mit der 91jährigen Nachbarin zu teilen, denn sie vermisst diese Gerichte auch. Mal schauen.

Mein Plan für die zweite Januar-Woche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Von Neujahr hatte ich noch Miesmuscheln übrig. Die wurden Sonnabend zu Spaghetti mit Miesmuscheln.

Sonntag gab's Bratwurst mit Sauerkraut und Semmelknödeln. Das kann ich jetzt auch erstmal nicht mehr sehen.

Montag bereitete ich Ofen-Shakshuka mit Avocado und Ei zu.

Dienstag nahm ich Butterchicken aus dem Tiefkühler und kochte Reis dazu. Die Menge für eine Portion Reis habe ich inzwischen im Griff.

Mittwoch wärmte ich Ofen-Shakshuka mit Avocado und Ei auf.

Donnerstag wurde ich etwas aus der Bahn geworfen, denn eigentlich sollte das Abendessen wegen des monatlichen Stricktreffens ausfallen. Da im Laufe des Nachmittags das Wetter aber immer schlechter wurde, entschieden wir uns kurzfristig, das Treffen absagen zu lassen. Ich war völlig überfordert davon, mir zu überlegen, was ich nun essen möchte - Verhungern im vollen Vorratskeller, sozusagen. Lieferdienst schied aus aufgrund des Wetters (und weil ich den Mindestbestellwert nicht erreiche), zu einem der Imbisse in der Nähe wollte ich auch nicht laufen, weil Wetter. Also nahm ich mir den Wochenplan für die kommende Woche vor, der Ofenfisch mit Gurkensalat vorsah. Auf den Gurkensalat hatte ich keinen Appetit, also gab's Ofenfisch mit Ofenkartoffeln

Freitag trabte ich dann trotz des Wetters zum Schlachter, denn ich hatte Sauerbraten mit Salzkartoffeln und Rotkohl bestellt. Als Dessert gab's Cappuccino-Creme. Der Schlachter war eines der wenigen Geschäfte, das geöffnet war. Wer konnte, hielt seinen Laden geschlossen. Dementsprechend ausgestorben war die Stadt.

Wetterbedingt arbeitete ich nur zu Hause, brauchte also nichts für die Mittagspause. Gebacken wurde nicht. Über Too good to go holte ich auch nichts.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.


Samstag, 3. Januar 2026

Wochenplan in KW 01/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCIII

Auf der Fahrt zur Tante nach Dachau machte ich auf dem Hin- und Rückweg Station im Hotel Kaisers Weinland in Hammelburg, so wie früher, als der Gatte noch lebte. Dort ist ausgezeichnetes Essen mit ebensolchen Weinen garantiert, und auf dem Weg liegt ein großer Supermarkt, wo ich Sonnabend auf dem Rückweg einkaufte. Viel brauchte ich nicht, lebe ich doch noch immer aus dem Vorrat. Ich bekam alles bis auf Pak Choi und vernünftigen Champagner. Letzteren ersetzte ich durch eine Flasche Schlumberger, ersteren kaufte ich Mittwoch in unserem sehr gut sortierten Asia-Laden. Ansonsten war ich noch beim Bäcker. Hummer und Muscheln wurden ganz dekadent von Deutsche See geliefert. Dekadenz? Kann ich! Eigentlich wollte ich Mittwoch noch eine größere Runde drehen, Blumen zum Friedhof bringen und auch mir einen Strauß kaufen, aber die Straßen waren so glatt, dass ich nur den nötigsten Weg machte.  

Mein Plan für die erste Januar-Woche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

In Restaurants suche ich mir ja bevorzugt Gerichte aus, die ich zu Hause nicht koche, und so aß ich Sonnabend Schäufele mit Kartoffelknödeln

Da ich nicht wusste, wann ich Sonntag nach Hause kommen würde, setzte ich auf Fertigfutter in Form von Ofen-Fisch mit Ofen-Kartoffeln. Die Entscheidung war gut, denn ich war zwei Stunden länger unterwegs als geplant. Lebte der Gatte noch, hätten wir sicher Essen bestellt, aber alleine erreiche ich den Mindestbestellwert nicht mehr.

Montag gab's Bratwurst mit Sauerkraut und Semmelknödeln.

Dienstag taute ich Linsen-Lasagne mit Wintergemüse auf.

Mittwoch bereitete ich Hummer in Vanille-Butter auf Pak Choi zu.

Donnerstag gab's Miesmuscheln in Cajun-Butter. Zwei Mal Fisch nacheinander machte meinem Körper etwas zu schaffen - zu viel Eiweiß. Es ging aber gut.

Da immer zwei Portionen Lasagne in einen TK-Beutel passen, gab's Freitag nochmal Linsen-Lasagne mit Wintergemüse.

Gebacken wurde nichts, und über Too good to go holte ich auch nichts. An einem Echtbüro-Tag gab's Overnight-Oats mit Apfelsine und Mango, am anderen nichts, denn ich musste bis zu einem Arzttermin am Mittag nüchtern bleiben und fuhr danach nach Hause, wo ich erstmal ordentlich frühstückte.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 27. Dezember 2025

Wochenplan in KW 52/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCII

In dieser Woche war ich auf dem Swutsch. Dementsprechend fiel der Wocheneinkauf aus, gab es auch keinen Wochenplan. Stattdessen war ich fremdessen, gab's jede Menge von Bofrost, kochte Schwiegermutter. Zum Glück hatte ich Cola und Salzstangen im Gepäck ...Tante mag nicht kochen, lebt deswegen von Bofrost, Schwiegermutter sollte nicht kochen, und ich darf nicht kochen, denn erstens kann ich es nicht und zweitens nehme ich dann Schwiegermutter die Arbeit weg. Je nach Laune von Schwiegermutter musste ich dann aber doch in die Küche, denn das Auftauen von Fertigfutter traut sie mir gerade noch zu.

Wie zu den Zeiten, als der Gatte noch lebte, machte ich auf der Fahrt zur Tante nach Dachau die traditionelle Station in Kaisers Weinland Hotel in Hammelburg. Da kann man gut essen und trinken und schlafen. Wie vor einem Jahr gab's Sonnabend für mich eine halbe knusprige Rhön-Ente mit Rotkohl und Klößen sowie einem Glas Scheurebe. Das Restaurant hat übrigens auch eine pfiffige vegetarisch-vegane Karte - sehr bemerkenswert! Ich freue mich immer über Lokale, in denen Vegetarier und Veganer nicht nur Beilagen serviert bekommen.

Eine halbe knusprige Rhön-Ente mit Rotkohl und Klößen sowie ein Glas Scheurebe. 

Die folgenden sechs Tage waren kulinarisch eher schwierig, aber das wusste ich ja vorher. 

Sonntag gab es Lasagne mit Lachs und Spinat.

Montag verteilte Schwiegermutter den Inhalt von drei Menüschalen getrennt auf zwei Formen, um sie im Backofen zu erwärmen. Immerhin waren es drei gleiche Menüschalen. Es gab Spätzle mit Pute und Gemüse. Essbar, aber würde Gatte noch leben, hätte sich Schwiegermutter das nicht getraut.

Dienstag kochte Schwiegermutter Spaghetti Bolognese. Mein Körper verriet mir, dass es nicht ohne Fix ging. Nudelkochen traute Schwiegermutter mir plötzlich zu, aber natürlich kann ich auch das nicht, denn ich befand, 250 g Spaghetti reichen für drei Personen. Als Schwiegermutter das mitbekam, warf sie erzürnt die restlichen 250 g Spaghetti ins Kochwasser. Überraschenderweise blieben reichlich Spaghetti übrig.

Nachdem es Sonntag zum Rotgarnelen-Gate kam, fand Schwiegermutter dann doch noch die richtigen Garnelen. Mittwoch servierte sie ihren berüchtigten berühmten Garnelen-Cocktail. Besonders stolz ist sie auf ihre selbstgemachte Cocktailsauce. Schwiegermutter ist eine geborene Knorr. Aus Gründen, die ich aus Contenance nicht hinterfragte, servierte Schwiegermutter nicht wie früher Meterbrot oder Toast zum Garnelen-Cocktail, sondern Börek. Eine ... ähm ... interessante Kombi.  

Donnerstag gab's Lachsfilet im Spinat-Blätterteig-Mantel.

Freitag wurde ich von Bofrost enttäuscht. Tante und ich erwärmten Rehgulasch, während Schwiegermutter Entenbrustfilet in Orangensauce essen wollte. Eine Portion wog 250 g - beim Rehgulasch waren das ca. 100 g Fleisch (5 bis 6 Stückchen) und 150 g Sauce. Beim Entenbrustfilet war die Relation etwas besser, aber auch hier schwamm das Fleisch in Unmengen von Sauce. Mit Wasser verdient man Geld. Das gilt auch für das Kartoffelpüree aus der Tüte, das es dazu gab und dessen Zubereitung mich mehr fordert als die eines "echten" Pürees. 

An den beiden Weihnachtstagen wurde das Rührei frisch zubereitet. An den anderen Tagen kam es aus dem Chafing Dish.

Als wir den Urlaub planten, schlug ich dem Gatten vor, ein anderen Hotel als in den Vorjahren zu buchen, aber er war nicht davon abzubringen, das Hotel zwischen Supermarkt, Tankstelle und Baumarkt zu buchen. Da landeten wir, weil es fußläufig zur Tante liegt, aber gehen konnte der Gatte ja schon länger nicht mehr. Als klar war, dass ich ohne den Gatten fahren muss, buchte ich mich im Hotel Modi ein. Eine gute Wahl! 

Weißwurst-Frühstück.

Frühstück gibt es beim Bäcker im Haus, was gute Backwaren und Kuchen garantiert (nur an den beiden Feiertagen, als der Bäcker geschlossen war, gab's Aufbackbrötchen), und auf dem Büfett findet sich nicht die Standard-Auswahl. Es gab auch Weißwürste, viele Salate, mediterrane Köstlichkeiten ... Ich genoss es, ausgiebig und in Ruhe zu frühstücken. 

Ein Teil der großartigen Kuchen-Auswahl. Ich konnte mich kaum entscheiden.

Tante erinnerte sich an den Konditor, bei dem sie früher gerne kaufte, als sie noch mobil war, und freute sich, als ich Heiligabend anbot, dort vorbeizufahren. So gab's eine große Kuchenplatte für alle und Petit Fours für mich alleine. Angesichts von Schwiegermutters Launen brauchte ich Nervennahrung, zumal ich alles nüchtern ertragen musste, da ich ja mit dem Auto unterwegs war. 

Petit Fours kann ich nicht widerstehen, vor allem, wenn sie so frisch und gut sind wie hier.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.