Mittwoch, 8. April 2020

Rhabarber-Auflauf

Sobald ich den ersten deutschen Rhabarber auf dem Markt sehe, muss ich diesen Auflauf machen. Sonntag war's soweit.

Rhabarberauflauf, noch warm und dementsprechend mit flüssiger Eier-Vanille-Sauce. Kühlt der Auflauf ab, wird die Eierschicht fest. 
Das Rezept stammt aus dem Dr. Oetker Schulkochbuch von 1952, das ich beim Auszug von meiner Mutter bekam. Es ist zurzeit als Nachdruck erhältlich*.

Rhabarber-Auflauf

Zutaten für 4 Portionen:
500 g Rhabarber
100 g brauner Zucker
6 Stück / 125 g Zwieback (bzw. je nach Größe der Auflaufform)
60 g Butter
3 Eier
2 EL Vanillezucker
30 g Zucker
4 EL Speisestärke
1 TL Backpulver
7 EL Sahne, süße oder saure

Zubereitung:

Den Rhabarber waschen, in 3-4 cm lange Stücke schneiden (nicht abziehen!) und mit Zucker bestreuen. Sobald er Saft gezogen hat, ihn zum Kochen bringen, bei schwacher Hitze weich dünsten und kalt stellen.

Zwieback von beiden Seiten mit Butter bestreichen und auf den Boden einer gefetteten Auflaufform legen. Darauf den erkalteten Rhabarber geben.

Für die Eimasse die Eier trennen. Das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen. Eigelb, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Eiweiß auf die Eigelbcreme geben, die mit Backpulver gemischte Speisestärke darauf sieben und alles vorsichtig unter die Eigelbcreme ziehen. Die Sahne beim Mischen der Zutaten nach und nach dazugeben.

Im Backofen bei 175°C (Umluft) in ca. 25 Minuten backen.

Der Auflauf schmeckt warm und kalt. Dazu kann man Milch, Kondensmilch, Sahne oder Vanillesauce servieren.

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Sonntag, 5. April 2020

#WMDEDGT 4/20-Rezept: Rüebli-Kuchen aus dem Glas

Kuchen aus dem Glas hielt ich bislang für herzlich überflüssig. Als aber klar war, dass wir Mudderns aufgrund der Corona-Krise Ostern nicht besuchen können, war das die beste Möglichkeit, um ihr in einem kleinen Osterpaket Rüebli-Kuchen zu schicken.

Rüebli-Kuchen aus dem Glas und aus der Springform.



Und wo ich schon mal dabei war, bekam auch die fast 90jährige Tante gleich ein Paket. Sie wohnt ja in Bayern, kann in diesem Jahr nicht wie sonst zwei Mal im Jahr für einige Wochen zu uns kommen und soll wissen, dass sie vermisst wird.

Im Vorrat fanden sich nach einigem Kramen zwei 375 ml-Sturzgläser, aber dann stellte sich heraus, dass Mudderns Gesellschafterin Gründonnerstag zu ihr kommt, und sie soll natürlich auch einen Kuchen bekommen. Die Beschaffung des fehlenden dritten Glases stellte mich vor Probleme. Im Vorrat war keines mehr. In Super- und Drogeriemarkt gab's keine. Haushaltswarenläden sind geschlossen. Aufgrund der aktuell längeren Lieferzeiten konnte ich keine bestellen.

Rüebli-Kuchen aus dem Glas schmeckt auch aus der Springform.
Zum Glück hatte ich einen Dienst-Termin bei einem Künstler, dem ich beim privaten Pausenplaudern von meinem Dilemma erzählte. In seinem Regal leerer, auf ihren Einsatz wartender Farbgläser fand sich ein sauberes Glas samt Deckel. Das wurde dann mit den anderen beiden Gläsern im Ofen sterilisiert - Problem gelöst. Die vierte Portion buk ich in einer kleinen Springform.

Rüebli-Kuchen aus dem Glas

Zutaten für 4 Weck-oder Schraubdeckel-Gläser à 500 ml (hier: 3 Schraubdeckelgläser à 375 ml und eine 20er Springform):

400 g  Wurzel (Karotten, Möhren, Rüebli)
6 Eier
1 Prise Salz
100 g brauner Zucker
50 ml Rapsöl
50 g weißer Zucker
1 TL Zimt
1/2 Päckchen Backpulver
2 EL Vanillezucker
200 g Mandeln, gemahlen
50 g Speisestärke

Außerdem: Öl oder Butter zum Ausfetten der Gläser

Zubereitung:

Wurzeln schälen und fein raspeln.

Eier trennen. Eigelbe, braunen Zucker, Salz und Rapsöl mindestens 5 Minuten sehr cremig aufschlagen. Eiweiße mit 1 Prise Salz steif schlagen, weißem Zucker einrieseln lassen und 2 Minuten weiterschlagen.

Mandeln, Backpulver, Stärke, Vanillezucker und Zimt mischen, mit den Wurzelraspeln unter die Eigelbmasse rühren. Ein Drittel des Eischnees unterrühren, den Rest mit einem Spatel vorsichtig unterheben.

4 sterilisierte Gläser à 500 ml Inhalt gut ausfetten. Teig in die Gläser füllen. Im Ofen bei 160°C (Umluft) auf
 der untersten Schiene 35 – 40 Min. backen. Aus dem Ofen nehmen und je nach Glas sofort mit Deckeln, Gummiringen und Klammern oder Schraubdeckel verschließen. Gläser auf einem Gitter abkühlen lassen.

In verschlossenen Gläsern soll sich der Kuchen drei bis vier Wochen halten. Hier wurde er quer durch die Republik verschickt, um Ostern gegessen zu werden, musste also keine zwei Wochen halten.

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Samstag, 4. April 2020

Wochenplan in KW 14/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten III

Eigentlich wollte der Gatte ja unter der Woche einkaufen, aber wir schafften dann doch das meiste wie üblich am Sonnabend.

Der Plan für die Kalenderwoche 14.
Erst ging's zum Schlachter, wo sich vor der Tür das Schlangestehen mit Abstand schon eingespielt hat. Es dürfen maximal vier Kunden in den Laden. Öffnungszeiten und Sortiment sind leicht eingeschränkt. So gab's kein Fleisch für Gyros (wir bekamen es dann später beim Schlachter im Supermarkt). Vorbestellungen wurden schon letzte Woche nicht mehr angenommen, sonst hätten wir Schweinerücken vorbestellt un dim Laufe der Woche abgeholt.

Verderbliche Waren wie Hack werden vakuumiert verkauft. Wir haben jetzt zwei Halb-Pfund-Rollen Mischhack im Tiefkühler. Mett war letzte Woche schon nur vakuumiert zu haben. Ansonsten brauchten wir neben Currywurst nur ein bisschen Aufschnitt.

Auf dem Wochenmarkt war's proppenvoll, aber nicht so ausverkauft wie in den letzten beiden Wochen. Sogar die Geflügelfrau hätte noch Fleisch gehabt, nur brauchten wir keines. Einige Stände fehlten - seit letzten Sonnabend dürfen ja nur noch Lebensmittel verkauft werden. Zum Glück dürfen noch Blumen verkauft werden, was der Gatte reichlich nutzte. Die wöchentlichen Blumensträuße für Schwiegermutter und mich fielen üppiger aus als sonst. Stiefmütterchen für den Balkon gab's auch.

Im Supermarkt gab's 'ne Neuerung: Es gibt nur noch einen Eingang (letzte Woche waren es noch zwei), und der Sicherheitsdienst greift hart durch: Es darf nur noch jeweils eine Person mit einem Einkaufswagen in den Markt. Selbst Paare, also gemeinsame Haushalte, dürfen nicht mehr zusammen in den Supermarkt, ganze Familien erst recht nicht.

Da weder der Gatte noch ich Lust hatten, alleine in den Markt zu gehen, schoben wir mit zwei Einkaufswagen los. An der Kasse fragte ich, ob ich die Einkäufe aus beiden Wagen zusammen zahlen dürfe, was möglich war. Die nette Kassiererin entschuldigte sich für die Umstände und erzählte, Hintergrund für das harsche Durchgreifen sei, dass es Anfang der Woche ganze Familienparties im Markt gegeben hätte, und dem Markt deswegen die Schließung angedroht worden sei. Deswegen griffe man nun durch - verständlicherweise.

Einige Regale waren nach wie vor abgegrast, aber nicht so hirnlos wie in den Vorwochen, wo die Mehl- und Nudelregale komplett leer waren - inklusive Nudeln oder Mehl aus Kichererbsen, Teff, Linsen und ähnlich exotischen Sorten. Wir haben allerdings genug Nudeln (und nach Mehl, Reis, Hefe oder Klopapier guckte ich nicht, weil wir davon noch genug haben - ohne zu hamstern).

Der Gatte besorgte unter der Woche das eine oder andere wie frisches Brot oder Wurzeln, weil ich spontan beschloss, für Mudderns und Tante, die wir Ostern nicht sehen werden, Wurzelkuchen im Glas zu backen. Ich musste Mittwoch zu einem Büro-Termin und besorgte auf dem Weg ein paar Kleinigkeiten im Drogeriemarkt und Mittagbrötchen beim Bäcker.

Im Drogeriemarkt musste ich zwangsläufig durch den ganzen Laden, bis ich meinen Krams zusammengesucht hatte, und stellte dabei fest, dass Seife fast komplett ausverkauft und Klopapier noch immer Mangelware ist. Inzwischen bin ich mir sicher, dass diejenigen, die nicht an einem Corona-Impfstoff aus Klopapier, Nudeln, Reis, Hefe, Mehl und Sterillium arbeiten, sich zu Hause als Mumie verkleiden. Anders ist dieser hirnlose Klopapierkauf nicht zu erklären. Viele haben auch herausgefunden, dass es in den Drogeriemärkten auch Reis, Mehl und Nudeln gibt: Die Regale waren ebenfalls leer gefegt.

Beim Bäcker waren zwar Brot, Brötchen und Gebäck reichlich vorhanden, zumindest morgens vor Tau und Tag, als ich da war, aber dort, wo normalerweise belegte Brötchen in der Kühlvitrine liegen, liegen jetzt die Zutaten dafür. Brötchen und Brote werden bei Bedarf frisch belegt - klar, so muss man abends weniger wegwerfen.

Spannend finde ich die Synergieeffekte, die sich aktuell ergeben. So verkauft der Blumenladen im Dorf jetzt auch Kartoffeln. Einmal auf der Ecke, guckte ich nach unserem Stamm-Griechen in der Hoffnung, er habe auf Lieferdienst / Abholung umgestellt, aber das Lokal ist ganz geschlossen. Ich hoffe, die Inhaber kommen gut durch die Corona-Krise.

Ein paar Einkaufsbilder gibt's im Gedöns-Blog zu sehen, denn der 28. März war Picture my Day-Day. 

So sah unser Wochenplan dann in Theorie und Praxis aus:

Sonnabend gab's Currywurst und Pommes frites.

Sonntag koche ich ja meistens für mich alleine und esse, was da ist. Auf dem Markt fand ich Rhabarber aus den Vier- und Marschlanden, also aus Hamburg, und machte mir einen Rhabarberauflauf.

Montag und Mittwoch gab's Gyros mit Reis, Weißkohlsalat, Knoblauchcreme und Tsatsiki.

Dienstag und Donnerstag gab's Asiatische Bohnensuppe - ich fand im Vorrat Azukibohnen*.

Freitag gab's das öfter verschobene Bangers and mash.

Neu ist, dass der Gatte seit Mittwoch in Kurzarbeit ist, also mittags zu Hause isst. Mal gucken, wie sich das einspielt, denn er hätte gerne eine komplette Mahlzeit, während mir Joghurt und Obst reicht, wenn ich zu Hause bin. Aber er ist ja schon groß und kann sich selbst bekochen.

Bleibt gesund, bleibt zu Hause und passt auf eure Lieben auf.

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Freitag, 3. April 2020

Einfache Bananen-Pfannkuchen

Vorletzte Woche, als ich noch dachte, ich wäre täglich im Büro, kaufte ich Bananen. dann aber arbeitete ich von Zuhause aus und dachte nicht an die Bananen. Ich bin einfach ein schlechter Obstesser.

Einfache Bananen-Pfannkuchen, schnell gemacht.
Die Bananen gab's dann als Frühstück, bevor ich ins Heimbüro verschwand.

Falls du nicht nur zu viele Bananen, sondern auch zu viel Frischmilch kauftest und die inzwischen dick oder gar sauer wurde, musst du sie übrigens nicht weggießen. Du kannst sie prima in Pfannkuchen oder Waffeln verarbeiten.

Einfache Bananen-Pfannkuchen

Zutaten für 4 Portionen (12 Stück):

350 g Mehl
1 TL Backpulver

1 Prise Salz
2 - 3 sehr reife Bananen
2 Eier
1 TL Vanille-Extrakt (alternativ gemahlene Vanille)
250 ml Vollmilch
Butter oder Öl zum Braten

Zum Servieren:
2 Bananen, in Scheiben geschnitten
Ahornsirup
ggf. geröstete und grob gehackte Walnüsse oder Pecannüsse

Zubereitung:

Mehl, Backpulver und eine Prise Salz in eine große Schüssel sieben.

In einer separaten Rührschüssel die Bananen pürieren und dann Eier, Vanille und Milch unterrühren. Mit den trockenen Zutaten zu einem glatten Teig verrühren.

Butter oder Öl in eine erhitzte Pfanne geben und den Teig portionsweise (je 2-3 Esslöffel) hineingeben. Wenn kleine Blasen auf der Oberfläche erscheinen, die Pfannkuchen wenden und von der anderen Seite garen. Die fertigen Pfannkuchen bis zum Servieren bei ca. 50°C im Backofen warmhalten.

Mit Bananenscheiben, Ahornsirup und ggf. Nüssen servieren.

Quelle: BBC Good Food, Ausgabe Februar 2019

Mittwoch, 1. April 2020

Kartoffelcurry nach Tanja Grandits und Magentratzerl

In der letzten Woche gab's dieses Kartoffelcurry, das schnell gekocht ist, weil wir normalerweise alles im Vorrat haben. Normalerweise, weil: Das, was ich beim Blick in den Vorratsschrank für ein Pfund rote Linsen hielt, entpuppte sich als Adzukibohnen. Ich nahm Berglinsen, die etwas länger kochen als die im Rezept verlangten roten Linsen.

Kartoffelcurry.
Den gerösteten Buchweizen ersetzte ich durch geröstete Sonnenblumenkerne, denn die waren im Froster. Für den Buchweizen hätte ich raus müssen, und dieses Draußen ist ja momentan nicht so angesagt. Alternativ zum Buchweizen ginge Amaranth, aber auf den reagiere ich allergisch.

Kartoffelcurry

Zutaten für 4 Portionen:

1 Schalotte
2 Zehen Knoblauch
3 EL Rapsöl
500 g Kartoffeln
400 g Kirschtomaten
200 g rote Linsen
1 TL Currypulver
1 TL gemahlener Piment
1 TL Paprika edelsüß
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
Salz
Pfeffer
2 EL schwarze Senfkörner
etwas frisch geriebene Muskatnuss
einige Zweige Thymian
400 ml Gemüsebrühe
400 ml Kokosmilch
1-2 Spritzer Agavendicksaft
4 EL Buchweizen oder Sonnenblumenkerne

Zubereitung:

Schalotte und Knoblauch schälen und fein würfeln. Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Tomaten vierteln. Linsen in ein feinmaschiges Sieb geben, abbrausen und abtropfen lassen. Thymian zupfen und die Blättchen hacken.

Öl in einem großen Topf erhitzen und Zwiebel und Knoblauch darin glasig anbraten. Alle Gewürze zugeben und mitrösten, bis es duftet. Kartoffeln, Linsen und Tomaten zugeben. Salzen, Gemüsebrühe und Kokosmilch angießen und alles ca. 20 min köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.

In der Zwischenzeit Sonnenblumenkerne bzw. Buchweizen in einer Pfanne trocken rösten.

Das Curry mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem gerösteten Buchweizen bestreut servieren.

Quelle / Affiliate links zu Kochbüchern von Tanja Grandits:

Montag, 30. März 2020

Paprikaschoten orientalisch-mediterran gefüllt mit Tomatensauce

In der vorletzten Woche brachte der Gatte Paprika mit, weil er dachte, ich möge die als Smoothie-Zutat.

Paprikaschoten orientalisch-mediterran gefüllt mit Tomatensauce.
Nun machte ich in der Woche weder Smoothies, weil ich größtenteils zu Hause arbeitete, noch mag ich generell Gemüse im Obst. Also gab's die Paprikaschoten gefüllt als Abendessen. Tomaten, die ich eigentlich für einen Mittagspausensalat kaufte, den ich aber nicht machte, weil ich ja zu Hause war, kamen in die Sauce.

Paprikaschoten orientalisch-mediterran gefüllt mit Tomatensauce

Zutaten für 3 Portionen:

3 Paprikaschoten
400 g Hack
200 g Schafs- oder Ziegenkäse
1 Handvoll Rosinen
Zimt
Tomatenmark
Salz
Pfeffer
Paprika edelsüß
500 ml Gemüsebrühe
200 g Kirschtomaten
1 TL Stärkemahl

Zubereitung:

Paprikaschoten waschen und putzen.

Schafs- oder Ziegenkäse würfeln. Hack mit Zimt, Tomatenmark, Salz, Pfeffer und Paprika abschmecken, mit Rosinen und Käse vermischen. In die Paprikaschoten geben.

Paprikaschoten in einen Topf geben. Die Topfgröße sollte so sein, dass die Schoten nicht umfallen können. Gemüsebrühe angießen und aufkochen lassen.

Kirschtomaten waschen, putzen, halbieren und zur Gemüsebrühe geben. Alles bei kleiner Hitze etwa 50 Minuten köcheln lassen.

Paprikaschoten vorsichtig mit dem Schaumlöffel aus der Brühe heben und beiseite stellen.

Gemüsebrühe pürieren. Stärkemehl in etwas Wasser verrühren, zur Brühe geben, kurz aufkochen lassen. Paprikaschoten mit der Sauce servieren.

Wir essen zu gefüllten Paprikaschoten normalerweise Reis, aber Couscous, Bulgur, Emmer oder Dinkel schmecken auch - wähle einfach eine Beilage nach deinem Geschmack.

Sonntag, 29. März 2020

Das #pmmd-im-März-2020-Rezept: Schneller Mohnkuchen mit Créme fraîche

Von der Weihnachtsbäckerei hatte ich noch 100 g Mohn übrig, aus dem letzten Dänemark-Urlaub jede Menge Crème fraîche, also suchte ich gezielt nach einem Rezept für beides.

Schneller Mohnkuchen mit Crème fraîche.
Schon beim Lesen des Rezepts erschienen mir die Butter- und Zuckermenge zu hoch. Der Zucker passt, auch, weil ich auf das Bestäuben mit Puderzucker verzichtete, aber mein nächsten Mal reduziere ich die Buttermenge um 50 Gramm. Ich mag Butter, sehr sogar, aber das war zu viel.

Schneller Mohnkuchen

Zutaten für eine 30 cm-Kastenform:

250 g weiche Butter (plus etwas mehr für die Form) - besser: 200 g Butter
5 zimmerwarme Eier
75 g zimmerwarme Crème fraîche
200 g Zucker
1 Zitrone, die Schale davon
100 g frisch gemahlener Mohn
200 g Mehl (plus etwas mehr für die Form)
2 TL Backpulver

Zubereitung:

Butter und Zucker cremig rühren, dann nach und nach die Eier zufügen. Die Zitrone heiß waschen und die Schale auf einer feinen Reibe direkt zur Eier-Butter-Masse reiben. Crème fraîche und Mohn dazugeben und ebenfalls unterrühren. Das Mehl dazugeben, Backpulver darüber verteilen und ein letztes Mal alles gut verrühren.

Kastenform mit Butter auspinseln und mit Mehl bestäuben. Den Teig in die Form füllen und glatt streichen.

Im Ofen bei 160 °C (Umluft) etwa 45 bis 50 Minuten backen (Stäbchenprobe). Aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen, dann aus der Form auf einen Kuchenteller stürzen. Wenn der Kuchen vollständig abgekühlt ist, ggf. mit Puderzucker bestäuben.

Quelle

Samstag, 28. März 2020

Wochenplan in KW 13/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten II

Seitdem ich überwiegend zu Hause arbeite und, wenn ich ins Büro muss, mit dem Auto fahre, spare ich jeden Tag zwei bis drei Stunden Fahrzeit. Das ist doof für das Projekt Verspätungsschal, aber irgendwas ist ja immer. Dafür habe ich mehr Kraft zum Kochen und mache mich langsam daran, unseren Vorratsschrank aufzuräumen. Außerdem koche ich öfter vegetarisch, meistens zum Unmut des Gatten.

Unser Plan für die vierte Märzwoche in der Theorie.
In dieser Woche machten wir den Wocheneinkauf noch am Sonnabend, aber im Supermarkt war das ziemlich nervig, so dass wir zukünftig öfter unter der Woche einkaufen werden. Im Supermarkt war jede dritte Kasse geöffnet - Mindestabstand gut und schön, aber so knubbelten sich die wenigen Kunden an den wenigen Kassen. Ansonsten waren die Regale immer noch ziemlich leer, aber da wir weder Klopapier noch Hefe, Reis, Mehl oder Nudeln brauchten, war uns das egal.

Der Gatte beschloss, künftig unter der Woche das auf dem Heimweg einzukaufen, was wir nicht auf dem Markt oder beim Schlachter bekommen. Ich könnte den Einkauf auch übernehmen, aber solange er noch jeden Tag ins Büro muss, muss so nur einer von uns jeden Tag raus. Verringerung des Ansteckungsrisikos und so.

Gestern war ich dann noch mal kurz einkaufen, weil Toast für das Wochenende fehlte. Die Parkplatzsituation im Dorf war so wie sonst auch unter der Woche, und der kleine Dorf-Rewe war sehr voll. Die Hinweisschilder zum Mindestabstand waren gut und schön, aber in Gängen, die kaum zwei Meter breit sind, 150 cm Abstand zu halten, ist einfach nicht drin. Die Regale waren allerdings voll. Okay, ich hab' jetzt auch weder nach Mehl oder Reis, Nudeln, Hefe, Klopapier gesucht, sondern nur Toast und Milch gekauft - und Kümmelbrötchen. Seitdem ich öfter unter der Woche zum Bäcker komme, schwelge ich in Kümmelbrötchen.

Beim Schlachter, wo sich letzte Woche noch dicht an dicht Familien, die aus den Ferien zurückkamen, drängten, achtete man jetzt darauf, nur einen Kunden pro Verkäuferin einzulassen. Der Rest wartete mit gebührendem Mindestabstand draußen. Das mit dem einen Kunden pro Verkäuferin nahm man übrigens wörtlich: Gatten bzw. Gattinnen mussten draußen bleiben.

Eine alte Dame randalierte in der Warteschlange, schlug um sich, wehrte sich gegen ihre Betreuerin, die sie begleitete, und marschierte krückstockbewehrt in den Laden, denn "Man kennt mich hier! Man kann mich hier nicht warten lassen!" Sie wurde aus dem Laden gebeten - und warf erst mal ihren Krückstock in die Warteschlange. Leute gibt's.

Die Stimmung unter den Verkäuferinnen war bedrückt, denn sie wissen nicht, ob sie weiter geöffnet haben, ob sie ihren Arbeitsplatz behalten, denn weniger Kunden bedeuten weniger Umsatz.

Auf dem Wochenmarkt war die Stimmung ebenfalls gedrückt, denn die Händler, die keine Lebensmittel verkaufen, erfuhren, dass sie vorerst Marktverbot haben. Außerdem war drei Stunden vor Marktende schon wieder vieles ausverkauft. Ein Händler meinte, es kämen weniger Kunden, aber dafür kämen alle früher.

Diese Woche klappte es ganz gut mit dem Wochenplan. Sonnabend gab's Pizza - der Tag ist bei uns meistens Fast Food-Tag. Sonntag machte ich mir klassisches Abendbrot. Montag und Mittwoch gab's Kartoffelcurry. Der Gatte langte mehr zu als bei einem vegetarisch-veganen Gericht gedacht, so dass es Mittwoch noch etwas Salat von Dienstag dazu gab. Der Salat war zwar nicht saisonal, aber solange wir noch Gelegenheit haben, knackig-frisches Gemüse zu bekommen, wollte ich was knackig-frisches. Donnerstag und Freitag gab's Schichtkohl. Davon wanderte auch wieder etwas in den Tiefkühler. Außerdem gab's für mich ein Luxus-Frühstück unter der Woche: Banana pancakes. Es waren wieder mal überreife Bananen da.

Bleibt gesund, bleibt zu Hause und passt auf eure Lieben auf.