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Donnerstag, 9. Juni 2022

In Hamburg um die Welt: Luncheon im Eaton Place (England)

Ende Mai war eine Blog-Freundin in Hamburg, so dass sich ein Treffen ergab. Da sie längere Zeit in UK lebte, beschlossen wir, mittags in den Eaton Place Tearoom einzukehren. Das Lokal war ausgebucht, es war also gut, dass ich vorab reservierte. 

Ploughman's Breakfast.

Eigentlich freuten wir uns auf Cornish Pasties, aber die gab's gerade nicht, und so entschieden wir uns für das Ploughman's Breakfast mit Cheddar Scones, verschiedenen Cheddar-Sorten und Feigen-Portwein-Marmelade. Das war fein.

It's cosy.

Auch die Außenplätze sind sehr gefragt. 

Gerne hätten wir anschließend noch bei Eaton Place at Home eingekauft, aber da gab's 'ne außerplanmäßige Mittagspause, die auch 30 Minuten nach der auf dem Aushang genannten Zeit andauerte. So warteten wir unter den Markisen einen Schauer ab, drückten uns die Nasen an den Scheiben platt und überlegen, was wir kaufen würden, wenn wir kaufen könnten ... 


Samstag, 18. Mai 2019

Dark Horse Wine: Kalifornischer Rock 'n' Roll auf St. Pauli

Winemakerin Beth Liston
(credits: E. & J. Gallo Winery)
Wer hier regelmäßig liest, weiß, dass ich bevorzugt Wein aus deutschen Gefilden trinke, aber auch gerne mal über den Tellerrand hinausschaue.

So nahm ich gerne die Einladung der kalifornischen Weinmarke Dark Horse Wine an. Hinter der Marke steht die charismatische Beth Liston, die, samt Gatten Daniel, eigens für diesen Abend nach Hamburg kam.

Listons Überzeugung ist es, dass mensch mit richtiger Planung und Technik ein guter Wein zu einem günstigen Preis machen kann. To cut a long story short: Das klappt! Die Weine schmecken und machen Spaß!

Nach einem Spaziergang durch St. Pauli, bei dem uns Julian von Angry Koala Street Art zeigte, ging's in den Weinladen St. Pauli, wo uns die Crew des benachbarten Restaurants Haebel das Abendessen, passend zu den jeweiligen Dark Horse Weinen, servierte. Impressionen vom Spaziergang gibt's im Gedöns-Blog.

Amuse: Spargelsuppe mit Schnittlauch-Öl.
Mich beeindruckte vor allem der Dark Horse Rosé, den es zur Vorspeise gab. Die im Stahltank ausgebaute Cuvée aus hauptsächlich Barbera und Grenache passt perfekt zu Spargel und ist für mich ein wunderbarer Sommerwein. Der Rosé ist trocken, aromatisch-fruchtig, ein wenig floral und mit feiner Mineralität.

Vorspeise: Spargel | Morchel | Hirsch | Kamille
Zum Hauptgericht gab's Merlot und Cabernet. Obwohl der Merlot intensiv und komplex ist, fehlte mir die Tiefe. Der Wein schmeckt, ja, aber andefrs als der Rosé löste er bei mir keine Begeisterung aus.

Hauptgericht: Rind | Artischocke | Wurzel | Portulak | Honig. Die  Wurzel war ein Geschmacksfestival, die Sauce war Umami pur, zum Tellerablecken!
Der Cabernet Sauvignon mit Noten von Beeren, Schokolade und Espresso sagte mir da schon mehr zu. Der wird für den Winter vorgemerkt.

Dessert: Pistazie | Ananas | Süßholz
Ebenfalls für Herbst und Winter vorgemerkt wird der Zinfandel mit Aromen von schwarzem Pfeffer, Schokolade und Johannisbeere, den es zum Dessert gab.

Mitgebsel. Der Gedöns-Blog hat jetzt seine eigene Tasche!
Vielen Dank an alle Beteiligten für einen wunderbaren, inspirierenden Abend!

Affiliate links zu den vorgestellten Weinen:

Sonntag, 25. Juni 2017

Essen in der Hackbaron Beefbar

Unter dem Namen "Hackbaron" bieten seit längerer Zeit zwei Imbisswagen Foodtrucks allerlei Gehacktes auf den Straßen der Stadt feil. Seit diesem April gibt es nun in der Großen Bergstraße 247, zwischen Klippkroog und Krögers Kleine Schwester, die Hackbaron Beefbar. Da trafen wir uns vor einigen Tagen.

Okay, die Zusammensetzung war schwierig: Einer liebt Hack, einer isst alles außer Hack und dachte, wir treffen uns beim Mexikaner, und zwei essen Hack. Mit jemandem, der kein Hack isst, zum Hackbaron zu gehen, ist schon eine Herausforderung, aber dieses Detail ging bei der Absprache des Treffens irgendwie unter ... Zwar gibt es beim Hackbaron auch hackfreie Speisen, aber diese wurden ebenfalls nicht goutiert, noch nicht mal die Fritten. Bis dahin dachte ich, Fritten gehn immer. Nun denn.

Vorne Fighting Irish mit Sweet Potatoe Fries, hinten Double Daddy mit Classic Fries.
Zumindest drei fanden schnell etwas auf der übersichtlichen Speisekarte, für die wir erstmal Hipsterisch lernen müssen: Double Daddy Burger mit Classic Fries, Fighting Irish Burger mit Sweet Potatoe Fries, Meatball mit Kartoffelstampf (sicher heißt der auf Hipsterisch Potatoe Mash oder German PotatoeStampf oder so) und German Bratensauce (bislang dachte ich, die braune Tunke wäre auf Englisch schlichtweg gravy, aber das ist wohl nicht hipp genug).

Während mich der Fighting Irish samt Süßkartoffelfritten überzeugte (wenngleich ich auf die Chips auf dem Klops auch hätte verzichten können, und überhaupt, was zur Hölle sind eigentlich BritishChips? Auf dem Burger waren Crisps. Hipsterisch ist schon 'ne merkwürdige Sprache), fand der Gatte den Double Daddy zu trocken. Die begleitenden Fritten hätten deutlich knuspriger sein können. Das geht besser. Und: In beiden Fällen hätten Burger als auch Fritten wärmer sein können.

Fighting Irish Burger mit Sweet Potatoe Fries.
Während wir mit der Portionsgröße bei Burgern und Fritten zufrieden waren, befand Frau K. ihren Klops mit Kartoffelstampf zwar für lecker, die Portion aber als zu klein. Sie verdrückte hinterher noch woanders problemlos einen großen Salat, und das will was heißen. Herr M. entschied sich für einen Burger mit ohne alles und ansonsten dafür, alles doof zu finden. Okay, auch 'ne Option.

Wir wären nach dem Essen gerne noch auf einen Kaffee und ein Dessert geblieben, aber beides gibt es nicht. Schade.

In der Beefbar gibt's Selbstbedienung, bestellt wird also am Tresen. Das Essen wird dann an den Tisch gebracht. Eine Geschirrrückgabe gibt's nicht, das Geschirr wird direkt dem Spüler in die Hand gedrückt, wenn er denn gerade eine frei hat, und wenn sich bei der Rückgabe eine Schlange bildet, steht man sich gegenseitig im Weg (und kollidiert mit denen, die am Tresen bestellen wollen). Das ist nicht so ganz durchdacht.

Klops mit Kartoffelbrei und Sauce.
Nicht so ganz durchdacht erscheint mir auch das Konzept der Beefbar. Ist es ein Restaurant? Ein Schnellimbiss? Dazu passt auch, dass die Beefbar gar nicht auf der Homepage des Hackbaron erscheint, sondern nur die Imbisswagen Foodtrucks auf der wöchentlichen Street Food Session auf dem Spielbudenplatz. Gleiches gilt für die Speisekarte: Die auf der Homepage bzw. die der Imbisswagen Foodtrucks unterscheidet sich von der in der Beefbar. Fast bin ich versucht zu denken, man möchte keine Gäste in der Beefbar haben.

So blieb dann bei mir der Eindruck, dass fast 35 Euro für zwei ziemlich lauwarme Burger mit Fritten und zwei Kaltgetränken in einem besseren Imbiss schon 'ne Hausnummer sind. Das reißen auch das wirklich gute Fleisch von Die Feinschmecker und die Brötchen von Pritsch nicht 'raus.

Sonntag, 18. Mai 2014

Szenen einer Ehe: Komm, lieber Mai ...

Er in Aktion. 
Jedes Jahr im Frühjahr freut Er sich ganz besonders auf den Volkspark-Spaziergang, fotografiert Er doch zu gerne das Maigrün.

Sie, irgendwann dann doch ein wenig genervt: "Mach' doch mal ein Foto von deiner entzückenden, liebreizenden Frau!"

Er: "Bist du grün?! Bist du ein Baum?!"

Hier ein paar Impressionen von den Nebenwegen im Volkspark.

Frisches Grün. 
Spätestens jetzt dämmert auch dem kleinen braunen Hundevieh, dass wir uns irgendwie verlaufen haben. 
Wer da wohl wohnt?
Okay, falls wir hier nicht mehr raus finden, hätten wir ein Quartier für die Nacht. 
Pilz? Stein? Holz?
Wir haben wieder aus dem Wald herausgefunden. 
Hamburgs größte öffentliche Grünanlage, der Altonaer Volkspark, feiert in diesem Jahr sein hundertjähriges Bestehen mit vielen Veranstaltungen. Mehr Infos gibt es auf dieser Seite.

Freitag, 17. Dezember 2010

Henssler & Henssler

 „Sonst kummst ja ned naus“, meinte mein Besuch augenzwinkernd, als ich mich bedankte, dass ich ihn zu Henssler & Henssler begleiten durfte. Na ja, ganz so schlimm ist es nicht, aber den Gatten in ein Lokal zu bekommen, das rohen Fisch serviert, grenzt an die Quadratur des Kreises, obwohl es bei H&H auch Fleisch gibt – gegrillt, nicht roh. Wir waren mittags da – eine Chance, auch ohne Reservierung kurzfristig einen Tisch zu bekommen. Abends hingegen ist es schwieriger.

Vom Essen bei H&H schwärmte ja schon nata – erst im Blog, dann leibhaftig beim Bloggertreffen. Ich komme ebenfalls zu dem Ergebnis, dass das Essen die Schwärmerei durchaus verdient. Aber anders als nata muss ich nicht unbedingt Steffen Henssler als Leibkoch engagieren – mir reicht es, wenn die Küchenbrigade mehrmals wöchentlich zum Rollen und Schnibbeln in meiner Küche auf dem Acker antritt ;o)

Anstatt lange zu überlegen, was wir essen wollen, entscheiden wir uns für das Henssler Henssler Mix mit Maki, Inside-out-Maki, Nigiri, Spezial-Sashimi und  Tempura, also ein bisschen von allem, das es ab zwei Personen gibt. Wir sind zu dritt – passt. Kurze Zeit später kommt ein Schiff gefahren, voll beladen mit Sashimi von Königsfisch (Thunfisch), Thunfisch und zweierlei Lachs (einmal Lachs pur, einmal Lachs an einer Seite leicht mit dem Bunsenbrenner bearbeitet); Maki mit Avocado, Lachs und Thunfisch; Tempura mit Zucchini, Thai-Spargel, Wurzel und Garnele; Nigiri mit Lachs und Garnelenschwanz sowie Inside-Out-Maki mit Weiß-nicht-mehr-was-war-aber-saulecker-mit-irgendwas-Frittiertem.
Die Fischqualität war ein Traum, ist ja bei dem Restaurant eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Die Avocado war die erste richtig reife, die ich seit meiner Wüstenzeit aß – davon hätte man mir gerne eine ohne Fisch servieren können. Der leicht gesalzene Tempurateig begeisterte mich, den hätte ich pur futtern können. Seit Tagen grüble ich darüber, ob man daraus irgendwie Chips machen kann … Die Sojasauce hätte man mir auch im Glas servieren können. Einzig den Wasabi fand ich nicht so lecker, sondern in erster Linie scharf – kein Vergleich zu dem im Shiawase, das fruchtig-scharf ist. Aber das ist Nörgeln auf hohem Niveau ;o) Jedenfalls gab’s nichts zu beanstanden.

Ein Tipp für die, die mit dem HVV unterwegs sind und den Online-Routenplaner nutzen: Lasst Euch nicht irritieren, dass der bei der Adresse „Große Elbstraße 160“ nur die S-Bahn Königstraße als nächstgelegene Haltestelle anzeigt, sondern sucht den Linienfahrplan von Bus 383. Der fährt montags bis freitags im 30-Minuten-Takt vom Altonaer Bahnhof zum Sandberg und zurück – allerdings nur bis 20.46 Uhr. Zwei Sushistäbchenlängen von der Haltestelle entfernt liegt das Lokal. Von der S-Bahn muss man viel länger laufen. Alternative, zu der man den Routenplaner aber ebenfalls überreden muss, ist die Anfahrt mit Bus 112 bis Fischmarkt oder St. Pauli Hafenstraße. Diese Linie fährt zwischen Altona, Landungsbrücken und Hauptbahnhof durchgehend im 15-Minuten-Takt.

Dienstag, 22. Juni 2010

Ma'asalama we shukran, Saliba! Danke und tschüß, Saliba!

Kaum zu glauben, dass im Palast der 1.000 Lichter am Ende dieser Woche die Lichter ausgehen werden: Hanna Saliba schließt sein Restaurant in der Leverkusener Straße und widmet sich künftig seinen Syrien-Reisen. Kleiner Trost: Das Saliba in den Alsterarkaden, das innen wie ein Damaszener Stadthaus eingerichtet ist, bleibt.

Im letzten Jahr waren bushcook und ich samt den Gatten im Saliba essen. Eigentlich wollten wir uns vorm Zapfenstreich dort noch mal treffen, aber unsere Terminkalender machten uns einen Strich durch die Rechnung ... So bleiben also die Fotos vom letztjährigen Best-of-Saliba-Menü und der Tipp für alle, die ihre Terminkalender besser beherrschen als bushi und ich: Nutzt die Chance, geht noch mal ins Saliba!

Hier ein Rückblick auf unser Best-of-Saliba-Menü: Los ging's natürlich mit Mazza.
Meeräsche auf Sesam-Butter-Sauce und Seewasser-Scampi auf Curry-Apfel-Sauce

Entenbrust auf Aprikosen-Pflaumen-Sauce und Lammlachs auf Schafskäsesauce, verschiedene Gemüse und Zimt-Piment-Reis mit Datteln, Rosinen, Mandeln, Pinienkerne und Granatapfel.
Zum Nachtisch ging's durch die Küche in ein orientalisches Nebengelass,
wo wir uns die süßen Sünden des Orients aussuchen konnten.