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Samstag, 19. Oktober 2024

Wochenplan von KW 40/24 bis KW 42/24: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXXXVIII - CCXL

"Okay, welches Gerät können Sie heute noch liefern?!" - Wir waren keine acht Stunden aus dem Mallorca-Urlaub zurück, als ich Dienstag früh einen neuen Kühlschrank kaufte, womit sich der bis dahin bereits angedachte nächste Mallorca-Urlaub finanziell erledigt hatte ... Unser Kühlschrank war zwar erst vier Jahre alt, hatte aber während unseres Urlaubs einen Kurzschluss. Zum Glück passierte bis auf ein paar verdorbene Lebensmittel nicht mehr. 

Ein für uns typisches Abendessen auf dem Balkon unseres Apartements.

Wenn wir mal die Tagesschau sehen wollten, gab's das Abendessen auf Tellern angerichtet drinnen auf dem Sofa.

Natürlich versuchte ich zuerst, den Kühlschrank reparieren zu lassen, aber Sharp gab die Hausgerätesparte an Vestel ab, und die reparieren nur noch Geräte im Rahmen der zweijährigen Garantie. Es war niemand zu finden, der einen Sharp-Kühlschrank reparieren wollte, bis auf eine wenig seriös wirkende Firma in Hamburg, die einen Arbeitspreis von günstigen 7 Euro pro Minute berechnete. Netto. Plus Anfahrt. Ja, nee, is klaa.

In Alcùdia kehrten wir in der Cerveceria Santa Anna ein. Für mich gab's das IPA Complot, für den Gatten einen Doppelbock.

Bier braucht eine Grundlage. Für mich gab's Ochsenschanz mit Kartoffel, für den Gatten einen Burger mit Fritten.

Die Fachhändler in Buchholz, die ich zurate zog, zeichnen sich ja überwiegend durch großartige Hilfsbereitschaft und Kooperation aus, und so landete ich schnell beim örtlichen Miele-Händler, der keine drei Stunden nach unserem Gespräch einen neuen Kühlschrank brachte, das Altgerätes kostenlos mitnahm. Das war so ziemlich der spontanste Kauf meines bisherigen Lebens, aber ich hatte keine Kapazitäten, tagelang nach einem Kühlschrank zu suchen und wochenlang auf die Lieferung zu warten. 

Beim Ausflug nach Artà kehrten wir wieder im La Bicicleta ein. Diesmal gab's Banana Split mit dem leckersten Erdbeer- und Schokoladen-Eis, das wir seit langem aßen. 

Dass wir ein Haushaltsgerät von Sharp hatten, war ohnehin ein Ausreißer, denn normalerweise haben wir Bosch, die ebenfalls reparieren. Die Bosch-TK-Kombis hatten aber zumindest vor vier Jahren die gleiche Macke wie das Bauknecht-Teil, das wir davor hatten: Es sammelt sich Wasser im / unterm Gemüsefach. Deswegen kamen wir auf Sharp. Die Marke kannten wir aus den Ferienhäusern, sie machte einen robusten Eindruck. Nun Ja. Jetzt schauen wir mal, was Miele kann. Der Miele-Händler bietet übrigens einen Reparaturservice an. Hausgeräte von Sharp bzw. Vestel jedenfalls kommen uns nicht mehr ins Haus.  

Vorspeisen vom Mexiko-Büfett.

Hauptgerichte vom Mexiko-Büfett.

In den ersten beiden Oktober-Wochen war wir auf Mallorca, wieder im Hotel Alcudia Garden, in dem wir uns sehr wohl fühlen. Es ist ein bisschen wie Nach-Hause-kommen, und es ist schön, bei den Mitarbeitenden bekannte Gesichter zu sehen. Wir hatten diesmal mit Halbpension gebucht, weil das merkwürdigerweise günstiger war als Übernachtung mit Frühstück. Wir ahnten aber schon, dass wir die Halbpension kaum nutzen werden, nicht, weil das Essen schlecht ist, sondern weil wir es mögen, abends mit Käse, Schinken, Oliven und Rotwein auf dem Balkon zu sitzen oder in den Restaurants der Umgebung zu essen. Natürlich hätten wir auch mittags statt abends essen können, aber da waren wir meistens unterwegs, und überhaupt sind wir keine großen Mittagesser. 

Ich hätte mich ja komplett am Dessert-Büfett sattessen können. Nicht auf dem Foto, aber mein Favorit: Ein Schokokuchen mit leicht bitterem Orangenpudding und Karamellschicht.

Im Hotel gab's abends Themen-Büfetts zusätzlich zu dem üblichen Misch-Masch aus Pommes, Spaghetti und ähnlichem - schließlich mussten die Geschmäcker von Spaniern, Deutschen, Dänen, Briten, Schweden, Polen, Russen und Ukrainern, Kindern und Erwachsenen gleichermaßen bedient werden. Die Themen-Büfetts waren ganz spannend. So lernte ich beispielsweise Katsu Sando, ein Schnitzel-Sandwich aus Japan, kennen. Das bastle ich bestimmt mal nach, wenn's wieder Schnitzel gibt. Vom Mallorca-Büfett hingegen war ich enttäuscht. Miesmupfel in Glutamat-Brühe - also bitte! Ich hatte nicht die Qualität aus Nana's Stue erwartet, aber Glutamat-Brühe hätte nun echt nicht sein müssen, wo sich die Küche so viel Mühe gibt, mit frischen Produkten zu arbeiten. 

Auswahl vom Themen-Büfett Mallorca.

Mittags gab's an Strandtagen Obst. Wir genossen mallorquinische Mangos, jede Menge Melone und Ananas. Allerdings ist die Wassermelonensaison im Oktober leider schon vorbei, sehr zum Leidwesen des Gatten. Fußläufig war ein Eroski zu erreichen, in dem wir uns versorgtem und für den Notfall gab's direkt am Hotel mehrere Mini-Märkte. Außerdem fuhren wir wieder in den großen Mercadonna wie in den anderen Urlauben. 

Neu ist ein Aldi, in den der Gatte natürlich unbedingt musste. Erstaunlicherweise gab's dort genau den Schwarztee, der hier aus dem Sortiment genommen wurde wegen zu hoher Belastung mit Irgendwas. Ich überlegte kurz, einen Vorrat mitzunehmen, weil wir den Tee vermissen.

Ansonsten kaufte ich Stiefel, die maßgefertigt werden und demnächst kommen sollten, das Lieblings-Winter-Parfüm sowie Salz und Olivenöl für die Nachbarn, die sich um unsere Postberge kümmerten. Spannend war der Besuch in einer Drogerie in Sóller, als ich kurz Taschentücher brauchte. Ich wurde in das zweite Untergeschoß geschickte und musst zwei jahrhundertealte in Felsen gehauene Treppen hinab steigen. Das dürfte hier sicher nicht abgenommen werden, weil es sämtlichen Din-Normen widerspricht. 

Am Strand stieg der Preis für Sonnenliegen in den letzten beiden Jahren um mehr als 45 Prozent! Wir hatten Glück, denn es war nicht mehr so voll, dass wir Strandliegen online reservieren mussten. Stattdessen konnten wir gegen halb elf noch zwei Liegen in der ersten Reihe bekommen. Die neuen Beton-Chiringuitos sind noch Bauruinen, und es waren nur wenig Obst-Verkäuferinnen unterwegs. Neu war, dass auch Sangría und Mojito angeboten wurden. Beides ist nichts für uns. Am Strand essen wir normalerweise Obst, und einmal holte ich Pommes. 

Wenn wir in Port d' Alcùdia sind, ist der Besuch bei Lloyd's Pflicht. Das ist so, seitdem wir 2018 das erste Mal dort urlaubten. Diesmal gab's Halloumi Fritters als Starter.

Fish 'n' Chips, und mein Fisch sieht irgendwie aus wie ein Alien ...

Wieder zu Hause, erledigten wir den Wocheneinkauf nach dem Kühlschrankkauf im Nachbardorf. Viel brauchten wir nicht, da die Woche hart werden würde, die Tage lang würden, wir auf Vorräte und Convenience zurückgriffen. Wir kauften dann allerdings doch mehr als gedacht, denn Angebote lockten. Es ging mehrfach zum Bäcker, und ich kaufte das Internet leer. 

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Käse, Schinken, Oliven und Rotwein auf dem Balkon.

Sonntag waren wir zum Abschiedsessen im Don Chon. Es gab u.a. Chop Suey. Am ersten Abend in Port d' Alcúdia waren wir auch im Don Chon. Das ist so, seitdem wir 2018 das erste Mal dort urlaubten. Wie bei Lloyd's ist es schön zu sehen, dass sich die Qualität des Essens nicht änderte, die gleichen Menschen dort arbeiten. 

Für mich gab's wie immer die gemischte Vorspeisenplatte. Der Gatte entschied sich diesmal für einen Salat.

Chop Suey mit Rindfleisch.

Montag gab's Bocadillos im Flieger.

Dienstag aßen wir Kohlsuppe aus dem Tiefkühler. Der Kurzschluss des Geräts betraf merkwürdigerweise nicht alle Fächer, so dass manches gerettet werden konnte. 

Mittwoch machte der Gatte Frühlingsrollen.

Donnerstag gab's Baked Feta Pasta.

Freitag gab's Fischstäbchen mit Kartoffelsalat.

Gebacken wurde nicht. Ich wollte zwar Dienstag einen Apfelkuchen mit Äpfeln vom kleinen Apfelbaum backen, aber der Tag entwickelte sich ja so komplett anders als gedacht. Eigentlich sollte ich Dienstag auch etwas für die beiden Büro-Tage über Too good to go kaufen, aber wie gesagt, der Tag entwickelte sich anders. Als ich daran dachte, war es zu spät. Einen Tag lebte ich von belegten Brötchen, den zweiten von Weintrauben und Besprechungskeksen, weil ich nicht aus dem Büro kam. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Sonntag, 25. September 2022

Wochenplan in KW 37/22 und 38/22: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CXXXI - CXXXII

In den letzten beiden Wochen waren wir auf Mallorca, in Port d'Alcúdia, in dem Hotel, in dem wir beim ersten Urlaub vor vier Jahren waren und uns ausgesprochen wohl fühlten. Wir hatten im Hotel nur Frühstück gebucht und freuten uns darauf, abends essen gehen zu können, denn in Laufnähe gibt es viele Lokale. 

Resteverwertung: Vom Flug hatten wir noch ein Laugenbrötchen mit Grillgemüse übrig. Dazu gab's einen Gemüse-Eintopf mit Paprika, weißer Zucchini, viel Tomate und Oliven. 

Die gebratenen Garnelen sehen auf dem Foto sehr merkwürdig aus ... Sie gab's zu den Resten des Gemüse-Eintopfs.

Das Appartement hatte zudem eine Pantry: Kühlschrank mit Eisfach, zwei Herdplatten, Mikrowelle. Eigentlich wollte ich dort nur Kaffee und Tee kochen, aber in der ersten Woche machte die Tropenhitze mit Temperaturen um 34°C tagsüber und 30°C nachts dem Gatten so sehr zu schaffen, dass wir möglichst viel im klimatisierten Appartement blieben und dort entsprechend abends auch aßen. Das für die Jahreszeit ungewöhnlich heiße Wetter hatte zwar den Vorteil, dass wir fast jeden Tag am Strand waren, aber wir waren froh, als es in der zweiten Woche etwas abkühlte. 

Vitello tonnato als Vorspeise, die locker für zwei reicht. Einzig Brot fehlte uns.

Endlich mal wieder eine anständige Pizza: Für mich mit Rauke, Tomaten und Parmesan, für den Gatten nach Art des Hauses.

Zu unserer Grundausstattung gehörten drei 100 ml-Fläschchen mit Essig, Olivenöl und Balsamicocrème sowie kleine Döschen für Salz, Pfeffer und Zucker. Dafür funktionierte ich so ein Reiseset für Kosmetika um. Außerdem kamen eine kleine Packung Kondensmilch, Süßstoff, Nescafé (vom Glas umgefüllt in einen Ziplock-Beutel), eine Reiseflasche Spüli, zwei Küchenhandtücher, ein Schwamm und Salatfix-Tüten mit. Das hört sich nach viel an, aber es fand alles in zwei Plastikdosen Platz, die wir am Strand für die tägliche Obstportion brauchen. Die Salatfix-Tüten hätte ich nicht gebraucht, aber der Gatte liebt sie, und sie lassen sich vielfältig einsetzen, zum Beispiel, um einen Gemüse-Eintopf zu würzen ...

Nach dem Abholen des Mietwagens fuhren wir zum weiter entfernten Mercadonna mit der großartigen Kuchentheke. Ansonsten wurde in einem der Supermärkte in Hotelnähe eingekauft.

Teezeit nach dem Einkauf. Die kleinen Teilchen sind Schokoladentrüffel, kleine Cheesecake, Mandeltörtchen, Merenguito (Baisre im Schokotässchen), Flan chino (Vanillepudding mit Karamell) und Tocino de cielo (Himmelsspeck, ein Dessert aus Eigelb, Zucker und Wasser). 

Küchenhandtücher, Schwamm und Spüli hätten wir auch im Hotel bekommen können, aber das wusste ich nicht. Statt Nescafé hätten wir auch Filterkaffee machen können, was ich aber auch nicht wusste. Normalerweise hätten wir auch noch Teebeutel mitgenommen, aber wir vergaßen, hier welche zu kaufen, holten das vor Ort nach.

Das sollten Nudeln mit Tomaten-Schafskäse-Sauce werden - leider erwischte ich die mallorquinische Variante des Frischkäses, die im Prinzip festes, weißes, geschmackloses Wasser ist ...

Im Supermarkt gab's Empanadas mit unterschiedlichen Füllungen. Sie kamen mit einem Stich Butter kurz in die Mikrowelle und wurden mit Tomatensalat serviert.

Resteverwertung am vorletzten Urlaubstag: Tortilla mit Tomaten, Oliven, Käse und Salami. In der ersten Woche setzte die Hitze dem Gatten so zu, dass ich ihn ausschlafen ließ und alles für ein Frühstück im Appartement kaufte. So hatten wir in der zweiten Woche Eier übrig.

Gespannt waren wir auf das Preis-Niveau, hatte ich doch öfter gehört, Mallorca wäre sehr teuer geworden. Das können wir nicht bestätigen. Essengehen war so teuer wie hier in Hamburg - wir zahlten inklusive Trinkgeld zwischen 35 € und 50 €. Auch der Preis für zwei Strandliegen mit Schirm blieb mit 13 € gleich. Wesentlich günstiger als in Hamburg waren überraschenderweise Butter (die gab's selbst im teuren Supermarkt für 1,66 € / halbes Pfund), Dallmayr-Kaffee und Nescafé. Teurer waren Haribo, importierte Molkereiprodukte und spanische Tomaten, zudem mallorquinische Produkte, was wir schon beim letzten Urlaub vor drei Jahren feststellten

Auf das Abendessen bei Don Chon am ersten Abend freuten wir uns schon lange vor der Reise. Als Vorspeise gab's für den Gatten sauer-scharfe Suppe und für mich eine gemischte Vorspeisenplatte (von der sich auch der Gatte bediente, da sie reichlich war). Dann aßen wir beide Schweinefleisch süß-sauer mit einer irritierend knallroten Sauce - hier kennen wir sie eher orange.

Vorspeisen bei Don Chon: Oktopus für mich, gemischter Salat mit Gambas für den Gatten.

Als Hauptspeise gab's Bratnudeln mit Rindfleisch für uns beide.

Leere Regale, wie wir sie phasenweise aus Hamburg kennen, sahen wir nur im Duty Free - da waren Zigaretten ausverkauft. Öle gab's in jedem Supermarkt reichlich (und ähnlich teuer wie in Deutschland). Benzin war günstiger, der Mietwagen mehr als drei Mal so teuer wie vor drei Jahren - da wir ihn dieses Mal nur selten nutzten, wäre es viel günstiger gewesen, ihn tageweise beim Anbieter im Hotelkomplex zu buchen, aber das konnten wir vorher nicht wissen.

Für den Gatten gab's bei Lloyd's regular Fish 'n' Chips, für mich Steak and Kidney Pie mit Gravy und Chips.

Bei m zweiten Lloyd's-Besuch aß ich large Fish 'n' Chips, der Gatte einen Bacon-Cheeseburger mit Chips.

Gesetzt war das Essengehen im China-Restaurant "Don Chon" am ersten Abend, worauf wir uns beide sehr freuten. Dort aßen wir im Laufe der beiden Wochen nochmal.

Muss in Sollér einfach sein: Eis von Ca'n Pau

Aus der Patisseria L. Vidal in Sóller kamen Empanadas de chocolate mit für die Teestunde im Hotel.

Zwei Mal waren wir auch bei Lloyd's, einem Chippy, bei dem wir zufällig landeten, weil Don Chon Ruhetag hatte.

Mallorquinische Pizza mit getrockneten Tomaten, Spargel und Sobrasada für mich, Pizza mit Schinken und Pilzen für den Gatten im Restaurante Sa Caseta.

Einmal aßen wir bei Don Vito, einer Pizzeria, und auch bei unserem Bummel durch Alcúdia landeten wir mit dem Restaurante Sa Caseta in einer Pizzeria. Wir hatten Glück, dass wir vor 19 Uhr kamen, denn dann waren schlagartig alle Tische besetzt, sofern sie nicht ohnehin reserviert waren. 

Café con leche und Lemon Pie bei MDQ in Palma. Wir wären auch gerne in einem der traditionellen Cafés eingekehrt, aber die hatten entweder keine Sitzmöglichkeiten oder waren voll.

Zuhause nutzen wir ja gerne Too good to go, und das wäre auch in Alcúdia möglich gewesen. Wir verzichteten allerdings darauf, denn wir hätten unseren Tagesablauf an den Abholzeiten orientieren müssen. Fairteiler hingegen scheinen völlig unbekannt zu sein, was doof war, denn wir hatten tatsächlich einiges an Lebensmittel übrig, die wir nicht mitnehmen konnten, weil wir für Dosenbier und Co. keinen Übergepäckzuschlag zahlen wollten.

Burger und Steak im Steak-House Carabella.

Bleibt zuversichtlich, bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.  

Freitag, 2. Juli 2021

Spanisches Kartoffelgulasch

Ich habe aktuell tatsächlich ein Heft mit Rezepten der Gewichtswächter hier - reiner Zufall, aber in diesem Falle ganz praktisch, weil im Vorrat Chorizo war, die weg musste. 

Spanisches Kartoffelgulasch.

Ich habe keine Ahnung, ob dieses Rezept wirklich authentisch spanisch ist, und dass ich mich nicht sklavisch an die kalorien- und fettreduzierten Zutaten halte, ist eh klar. Immerhin kamen Chorizo und Paprikapulver tatsächlich aus Spanien.

Das Rezept geht rüber zur Freutag-Linkparty. Vielen Dank für's Sammeln!

Spanisches Kartoffelgulasch

Zutaten für 4 Portionen:

1 Zwiebel 
250 g Chorizo
600 g Kartoffeln
2 Wurzeln (Karotten, Möhren)
1 Zweig Rosmarin
1 TL Olivenöl
250 ml Gemüsebrühe
1 Flasche passierte Tomaten (720 ml)
2 Paprika, Farbe nach Geschmack
1 Handvoll Oliven, Farbe nach Geschmack
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
Cayennepfeffer

Anleitung:

Zwiebel pellen und würfeln. Chorizo würfeln. Kartoffeln und Wurzeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Rosmarin waschen, trocken schütteln und hacken.

Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel-, Chorizo-, Kartoffel- und Wurzelwürfel sowie Rosmarin dazugeben, anbraten, mit Paprikapulver bestäuben, kurz anschwitzen lassen, mit Brühe und Tomaten ablöschen und alles 10 Minuten köcheln lassen.

Paprika waschen, entkernen, würfeln, mit den Oliven zu den Kartoffeln geben und weitere ca. 10 Minuten garen. 

Kartoffelgulasch mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken und servieren.

Donnerstag, 13. August 2020

Das zweite #12von12-im-August-Rezept: Cassola de patata a la abuela - mallorquinischer Kartoffeltopf nach Großmutters Art

Ich habe keine Ahnung, nach wessen Großmutter dieses Rezept benamst ist oder ob es wirklich mallorquinisch ist, aber es ist ein schönes  vegetarisches Sommergericht. Ohne Ziegenkäse und Honig ist es sogar vegan.

Mallorquinischer Kartoffeltopf, mit Ziegenkäse überbacken.

Wenn du keine Lust auf das Mörsern von Mandelstiften, Crackern, Knoblauch und Gewürzen hast, kannst du die Mandelstifte durch gemahlene Mandeln und die Cracker durch Paniermehl ersetzen, gemahlene Gewürze nehmen und den Knoblauch pressen. Die Mischung dient übrigens zur Bindung der Sauce. Ich mag zurzeit am Liebsten die Wasa Cracker und nahm hier die mit Oliven*. Oliven würden ohnehin gut in das Gericht passen.

Essen ist fertig.

Cassola de patata a la abuela - mallorquinischer Kartoffeltopf nach Großmutters Art

Zutaten für 4-6 Portionen:

600 g Kartoffeln
1/2 Liter Gemüsebrühe, ggf. auch mehr, wenn mehr Suace gewünscht wird
2 grüne Paprika
1-2 große Tomate
1 kleine Zwiebel
3 Knoblauchzehen
100 g Mandelstifte
15 Cracker
1 TL schwarze Pfefferkörner
1 Lorbeerblatt
2 Nelken
1 Prise gemahlener Safran
Paprikapulver
Olivenöl
Salz
300 g Ziegenweichkäse von der Rolle
Akazienhonig

Zubereitung:

Kartoffeln schälen und vierteln. Zwiebel fein hacken. Knoblauchzehen pressen. Paprika putzen und in kleine Würfel schneiden. Tomate würfeln. Die Hälfte der Mandelstifte in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.

Olivenöl in einem Topf geben und die Zwiebel- und Paprikawürfel dünsten. Die Tomatenstücke zugeben und rund 10 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Pfefferkörner und Nelken mischen und in einem Mörser zerstoßen. Mandelstifte, Knoblauch und Cracker in einem Blender mahlen, die gemörserten Gewürze zugeben und nochmal gut mischen, dann in den Gemüsetopf geben. Mit Paprikapulver, Safran und Salz abschmecken. Zum Schluss die Kartoffeln und das Lorbeerblatt unter das Gemüse rühren und mit Brühe aufgießen.

Zugedeckt köcheln lassen, bis die Kartoffeln fast gar sind, dann alles in eine Auflaufform geben. Ziegenkäse in Scheiben schneiden, auf der Masse verteilen, etwas Honig und die restlichen Mandelstifte darauf geben und bei 160°C (Umluft) ca. 10 Minuten überbacken.

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Montag, 10. August 2020

Pimientos mit mariniertem Serrano-Schinken, getrockneten Tomaten und Mandel-Oliven nach Armin Roßmeier

Ich mag Pimientos de Padrón gerne, aber nur in Olivenöl gebraten und mit Meersalz serviert, waren sie mir irgendwann langweilig. Da ist diese Variante eine schöne Abwechslung.

Tapas-Tisch mit Pimentos.

Pimientos mit mariniertem Serrano-Schinken, getrockneten Tomaten und Mandel-Oliven

Zutaten für 3-4 Portionen:

200 g Pimientos de Padrón
4 EL Olivenöl, raffiniert
200 g Serrano-Schinken, in Streifen geschnitten
16 halbe getrocknete Tomaten (grob zerkleinert)
6 Salbeiblätter, in Streifen geschnitten
1 Knoblauchzehe, gehackt
12 Mandel-Oliven, gehackt
2 EL geräuchertes Olivenöl*
1/2 EL grobes Meersalz*

Zubereitung:

Pimientos kalt abbrausen und trocknen. In heißem Olivenöl ringsum anbraten.

Serrano-Schinken, Tomaten, Salbei, Knoblauch und Mandel-Oliven vermengen, mit geräuchertem Olivenöl vermengen. Die Pimientos unterheben, mit Meersalz bestreuen und servieren.

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Donnerstag, 30. Juli 2020

Tortilla mit Chorizo und geriebenem Manchego nach Armin Roßmeier

Dass wir in diesem Jahr nicht auf Mallorca urlauben werden, war schon letzten Herbst klar, also lange vor der Corona-Pandemie. Grund war die für dieses Jahr anstehende Auflösung von Schwiegermutters Haus und ihr Umzug in eine Seniorenwohnanlage. Da war unsere Hilfe gefragt, mussten wir mit der Urlaubsplanung flexibel sein.

Tortilla mit Chorizo und geriebenem Manchego nach Armin Roßmeier
Als dann Mitte Juni wieder Mallorca-Reisen möglich waren, der Termin für Schwiegermutters Umzug feststand, kamen wir kurz ins Grübeln, ob wir nicht doch fliegen sollten, aber es schien uns sicherer, in Deutschland oder einem Nachbarland zu urlauben. Zu unberechenbar war uns das Eintreffen einer zweiten Infektionswelle, das Risiko, im Ausland festzusitzen, keinen Flug zu bekommen, so wie bei der Rückholaktion im März, zu Hause womöglich in Quarantäne zu müssen. Zudem gehört der Gatte zur Hochrisikogruppe, da versuchen wir, jedes Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten, die gewohnten Ärtzte / Krankenhäuser in der Nähe zu haben. Und die Entwicklung in den letzten Wochen scheint uns Recht zu geben.

Gegen das Mallorca-Weh kocht der Gatte gelegentlich spanisch, weniger mallorquinisch, machen wir Tapas-Abende mit mallorquinischem Rotwein und freuen uns auf das kommende Jahr, wenn wir hoffentlich wieder auf die Insel fliegen können.

Tortilla mit Chorizo und geriebenem Manchego nach Armin Roßmeier

Zutaten für 4-6 Portionen:

400 g Kartoffeln
300 g Chorizo
3 halbe Paprikaschoten
1 Zwiebel
4 Knoblauchzehen
1/2 Bund Petersilie
3 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
6 Eier
3 EL geriebenen Manchegokäse

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, waschen, in dünne Scheiben schneiden. Paprikaschoten würfeln, Zwiebel schälen, halbieren und in feine Streifen zerteilen. Knoblauch schälen, fein hacken. Petersilie waschen, fein hacken.

Chorizo häuten, in dünne Scheiben zerteilen. In einer Pfanne 2 EL Öl erhitzen, die Kartoffeln darin bei mittlerer Hitze unter Wenden circa fünf Minuten braten. Paprika, Zwiebeln und Knoblauch zugeben und circa fünf Minuten mitbraten, bis die Kartoffeln fast weich sind. Petersilie untermischen und alles in einer Schüssel vermengen.

Chorizo in Streifen schneiden, in der Pfanne leicht angehen lassen, zu den Kartoffeln geben und alles mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken.

Die Eier verquirlen, salzen und untermischen. Das restliche Öl in einer großen Pfanne erhitzen, die Kartoffel-Ei-Masse zugeben, zudecken und bei schwacher Hitze circa 18 bis 20 Minuten stocken lassen – am besten im Backofen bei circa 120°C (Umluft). Zum Schluss mit geriebenem Manchegokäse bestreuen.

Quelle / Affiliate links zu Kochbüchern von Armin Roßmeier

Mittwoch, 15. Juli 2020

Salat aus Tomaten, Oliven, Pfirsich, Zwiebel und Schafskäse an Pa amb oli

Dieses Jahr werden wir es nicht nach Mallorca schaffen, aber die Erinnerungen an die letzten beiden Urlaube dort sind präsent, und so langsam gibt es ja auch hier aromatische Tomaten und Pfirsiche. Da holen wir uns einfach ein bisschen Mallorca nach Hamburg.

Salat aus Tomaten, Oliven, Pfirsich, Zwiebel und Schafskäse an Pa amb oli.
Pa amb oli (sprich: Pamboli) ist eines der typischen mallorquinischen Gerichte, quasi Bratbrot. Traditionell nehmen Mallorquiner dafür pan moreno, ein dunkles, ungesalzenes Brot, und ramellets, kleine, festfleischige, säuerliche Tomaten, die sich auf das Brot reiben lassen. Traditionell wird das Brot über dem Holzfeuer oder in einer speziellen Stielpfanne geröstet.

Im Heimathafen nehme ich Bauernbrot und würfle die Tomate. In der karg ausgestatteten Ferienhausküche leben wir die Improvisation - da tut's dann auch schon mal Toastbrot, und zum Rösten ein Toaster (der Gatte nahm auch schon mal die Herdplatte ...).

Salat aus Tomaten, Oliven, Pfirsich, Zwiebel und Schafskäse an Pa amb oli

Zutaten für zwei Portionen:

Für den Salat:
2 - 3 Stängel glatte Petersilie
1 -2 Stiele Thymian
2 EL Weißweinessig
3 EL Olivenöl
500 g Tomaten
1 - 2 Pfirsiche, nicht zu weich
1 kleine Zwiebel
50 g Oliven, grün oder schwarz
200 g Schafskäse
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker

Für das Brot:
2 Scheiben pan moreno oder Bauernbrot
1 - 2 Ramellet-Tomaten oder eine andere festfleischige, aromatische Tomate
1 - 2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz / Fleur de sel
Pfeffer

Zubereitung

Kräuter waschen, trockenschütteln und grob hacken. Mit Essig, Salz, Pfeffer und Zucker vermischen. Das Öl darunterschlagen

Tomaten waschen, putzen und in Spalten schneiden. Pfirsiche waschen, putzen und in Spalten schneiden. Zwiebel pellen und in dünne Spalten schneiden. Käse würfeln oder zerbröseln. Alles mit Oliven und Marinade mischen und ca. 30 Minuten ziehen lassen.

Währenddessen das Brot toasten oder in der Pfanne mit Öl rösten und mit Knoblauch einreiben. Olivenöl und Salz darübergeben.

Die Tomate aufschneiden und mit sanftem Druck mit der Schnittfläche über die Brotscheibe reiben. Alternativ die Tomate fein würfeln und auf das Brot geben. Mit Pfeffer abschmecken (ich mag einfach keine Tomaten ohne Pfeffer). Zusammen mit dem Salat servieren.

Montag, 6. Januar 2020

Das #WMDEDGT 1/20-Rezept: Arroz con leche - mexikanischer Milchreis

Ich bin gerade dabei, den Vorratsschrank zu durchforsten - das muss von Zeit zu Zeit einfach sein, und da ich gerade Teilzeit arbeite, habe ich Zeit dafür (zumindest, bis ich die ersten Überstunden machen muss). Dabei fand sich unter anderem eine Dose gezuckerte Kondensmilch. Im Tiefkühler war zudem noch ein Liter Milch. Das schreit geradezu nach Milchreis.

Mexikanischer Milchreis mit Mandarinenkompott.
So oder so ähnlich wird Milchreis im gesamten südamerikanischen Raum und in Spanien zubereitet - üppig und lecker.

Arroz con leche - mexikanischer Milchreis

Zutaten für 4 Portionen:
1 Vanilleschote, Mark und Schote
50 ml Wasser
1 l Milch
250 g Milchreis
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
2 Nelken
180 g gezuckerte Kondensmilch
60 g Sultaninen
1 Zimtstange

Zubereitung:

Vanilleschote einschneiden, das Mark herauskratzen und beides mit Wasser, 250 ml Milch in einen Topf geben. Reis, Zimtstange, Muskat und Nelken hinzufügen. Aufkochen lassen und dabei mehrfach umrühren, dass der Reis nicht ansetzt. Nach dem Aufkochen bei geringer Hitze 5 Minuten garen lassen.

Die gesüßte Kondensmilch hinzugeben, aufkochen lassen und bei geringer Hitze weitere 20 Minuten quellen lassen, dabei öfter umrühren und nach und nach die restliche Milch zugießen. Die Sultaninen zugeben und nochmals bei geringer Hitze quellen lassen, bis der Reis gar ist (umrühren nicht vergessen).

Vanilleschote, Zimtstange und Nelken entfernen. Den Milchreis warm oder kalt servieren.

Quelle

Mittwoch, 18. September 2019

Tumbet mallorquin (mallorquinischer Gemüseeintopf)

"Wenn wir ein paar Auberginen und Zucchini und Kartoffeln und Tomaten in den Topf werfen und langsam schmoren, das müsste doch schmecken", sinnierte der Gatte im mallorquinischen Supermarkt und plante so unbewusst einen einfachen Tumbet mallorquin.

Tumbet mallorquin (mallorquinischer Gemüseeintopf).
Ins Original kommen statt Tomaten Paprika (ob grüne oder rote, scheint Geschmackssache), Knoblauch, Lorbeer und zahlreiche andere Kräuter. Des Gatten Variante ist den äußeren Umständen angepasst etwas einfacher gewürzt, aber ebenso schmackhaft.

Das Original wird auch im Ofen zubereitet, aber im Appartement hatten wir nur zwei verrostete Kochplatten, die nur sehr langsam warm wurden, einen Pfannenwender, ein Sägemesser, einen für die Kochplatten zu großen Topf, eine Pfanne und eine Kasserolle.

Normalerweise ist das Gericht vegan, aber der Gatte wünschte sich ein bisschen Hühnerfleisch dazu. Darauf hätte ich getrost verzichten können, weswegen es bei den Zutaten nicht auftaucht.

Tumbet mallorquin (mallorquinischer Gemüseeintopf)

Zutaten für 4 Portionen:

4 große Kartoffeln
1 Aubergine
2 Zucchini
4 Tomaten
1 Zwiebel
1 Dose stückige Tomate (425 g)
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Zucker

Zubereitung:

Kartoffeln kochen, abkühlen lassen, pellen und in Scheiben schneiden.

Währenddessen die Aubergine waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Zucchini waschen und in Scheiben schneiden. Zwiebel pellen und achteln. Tomaten waschen, putzen und vierteln.

Reichlich Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel glasig dünsten, dann Aubergine und Zucchini dazugeben und leicht glasig dünsten. Tomaten und eine gute Prise Zucker dazugeben, dann die Tomatenstücke. Alles etwa 20 Minuten einkochen lassen, dann die Kartoffeln dazugeben und warmziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

Samstag, 14. September 2019

Zwei Wochen Mallorca kulinarisch

In diesem Jahr waren wir ganze zwei Wochen auf Mallorca, wieder in Port d' Alcúdia. Während wir im letzten Jahr ein optimales Hotel hatten und es genossen, abends bummeln zu können, mussten wir dieses Jahr auf ein anderes Hotel ausweichen, etwa zwei Kilometer von dem vom letzten Jahr entfernt.

Der Gatte kochte: Cheeseburger.
Kein Problem, dachten wir, denn Restaurants und Bars gibt es ja an der ganzen Bucht bis hoch nach bis Can Picafort, da wird der Unterschied schon nicht so groß sein. Oh doch!

Der Gatte kochte: Tumbet mallorquin.
In vielen Restaurants zwei Kilometer rund ums Hotel (weiter wollten wir nicht laufen) gab's All-you-can-eat-Büfetts mit lauwarmem, aufgetautem Convience-Futter, in den Bars Flatratesaufen, ansonsten Systemgastronomie wie Pizza Hut, Burgerläden und KFC. In den ersten Tagen waren wir ein wenig verzweifelt, denn trotz Appartements wollte der Gatte eigentlich nicht jeden Tag kochen.

Der Gatte kochte: Salat aus Tomaten, Oliven, Pfirsich, Zwiebel und Schafskäse an Pa amb oli. 
Zwei Mal landeten wir in der Stiu Bar. Man sitzt nett, das Estrella ist süffig, und zu jedem Glas gibt es kostenlose Tapas. Dass es dort nur aufgetautes Convience gibt, fällt auf, wenn man sich eines der Gerichte bestellt: Das Essen ist mit Glück nicht mehr halbgefroren, sondern lauwarm, die Pommes kommen aus der Mikrowelle. Kein Wunder, dass die einheimischen Stammgäste dort nur trinken, nicht essen.

Restesalat aus Tomaten, Oliven und Schafskäse am letzten Strandtag.
Wesentlich besser ist das Essen in der Cafeteria Croasan, wo im Wesentlichen Einheimische und Residenten als Stammgäste einkehren, kaum Touristen, denn das Lokal liegt nicht an der Hauptstraße. Die Pizza hat einen knusprigen, dünnen Boden, das Frito mallorquin schmeckt, das Bier ist süffig. Einmal fuhren wir nach Port d' Alcúdia und aßen gut im La Recoleta.

Arroz brut im Restaurant Sa Mata in Valldemossa.
Mit Abstand am Besten aßen wir im Blue Sapphire, ein Juwel in direkter Nachbarschaft des Hotels, abseits der Hauptstraße. Eigentlich wollten wir dort am letzten Urlaubsabend noch mal hin, aber das Unwetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Für's nächste Jahr ist aber mindestens ein Besuch geplant.

Blue Sapphire: Gegrillter Oktopus für mich, Schweinefilet mit Ziegenkäse für den Gatten.
Blue Sapphire: Fondant au chocolat mit Eis für den Gatten.
Blue Sapphire: Mojito-Sorbet für mich.
Unterwegs aßen wir putzigerweise Eis - und einmal traute sich der Gatte an Arroz brut, und da es den "schmutzigen Reis" nur für zwei Personen gab, aß ich mit. Hoffen wir mal, dass in der Portion des hasophilen Gatten kein Kaninchen war ...

Muss in Sóller einfach sein: Mit 'nem Eis von Ca'n Pau auf dem Marktplatz sitzen.
Wenn wir den Tag am Strand verbrachten, gab's mittags für jeden eine große Tupper mit Obst - meistens Honigmelone für den Gatten und Wassermelone für mich. Außerdem kamen für den Gatten Cracker und Schnobkram mit. Einmal nahmen wir Salat mit, zwei Mal gab's wirklich leckere Pommes von der Strandbar. Blieb Obst übrig, wurde es abends zum Smoothie, denn aus irgendeinem Grund gab's im Appartement einen Pürierstab.

Smoothie aus Honigmelone, Ananas und Pflaume.
In Sóller waren wir natürlich auch wieder in der Patisseria L. Vidal, aber diesmal war's eher enttäuschend: Die Ensaïmada de Mallorca war trocken, nicht fluffig.

Mit einer Tortenschlacht wird das Unwetter erträglich.
Gewundert hat uns immer wieder das unterschiedliche Preis-Niveau auf der Insel: Während wir in Palma für zwei Cappuccino knapp 19 Euro zahlten, gab's die in Son Servera für unter fünf Euro. Hielten wir die Kugel Eis für 1,70 € in Palma für teuer, wurden wir in Port de Pollença mit 2,25 € für eine Kugel eines Besseren belehrt. In Cala Bona zahlten wir für den halben Liter Wasser im Supermarkt 40 Cent, in Alcúdia 80 Cent. Unschlagbar günstig mit 2,40 € war die HP Sauce, die prompt mit nach Hause kam und für die im nächsten Jahr mehr Platz im Koffer freigehalten wird.

Fette Beute gemacht in der Markthalle von Palma.
Erfreulich fand ich das große und sehr gute Angebot auf Märkten und in Supermärkten, selbst noch in den kleinsten Spar-Märkten. Schnell fiel uns aber auf, dass mallorquinische Lebensmittel grundsätzlich teurer als importierte sind, egal, ob sie vom spanischen Festland oder von viel weiter weg kamen. Wir kauften, wann immer es ging, mallorquinische Lebensmittel. Alles andere erschien uns widersinnig, schließlich kaufen wir Zuhause auch möglichst regional.

Diesmal schaffte ich es endlich, Honig von Mels de na Marta aus Artà zu kaufen und bin gespannt, wie er schmeckt.
Für nächstes Jahr ist ein Mallorca-Urlaub quasi schon beschlossene Sache. Mal schauen, ob's klappt. Mehr Mallorca-Impressionen gibt's übrigens im Gedöns-Blog.