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Montag, 1. Oktober 2012

Das Franziskaner Royal 2012 und ein Kürbis-Mango-Avocado-Salat

Kürbis-Mango-Avocado-Salat.
Wenn zum Franziskaner Royal 2011 Kürbis passt, kann das für das Franziskaner Royal 2012 nicht ganz falsch sein, dachte ich, und lag richtig damit. Zur Bier-Verkostung, der letzten Phase der Franz-Runde 2012, gab's einen Kürbis-Mango-Avocado-Salat. Der Gatte grillte dazu Rindswürstchen, die noch im Tiefkühler waren, aber mit etwas Brot ist der Salat auch eine vollwertige vegetarische Mahlzeit.

Der Salat war außerdem Resteverwertung. Im Kühlschrank war noch ein Viertel Butternuss-Kürbis, und im Laufe der Woche kauften wir Avocado und Mango, aßen sie aber nicht. Der Gatte bestand zudem darauf, dass in einen ordentlichen Salat Gurke gehört.

Kürbis-Mango-Avocado-Salat

Zutaten für 4 bis 6 Portionen:

2 EL Sesam
1/4 Butternuss-Kürbis
1/2 Gurke
1 reife Mango
2 Hass-Avocados
1 Zitrone, Saft davon
Orangenpfeffer
Fleur de Sel mit Orange
Orangenöl

Zubereitung:

Sesam in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis er zu duften beginnt und abkühlen lassen.

Den Kürbis schälen und entkernen, dann raspeln und in eine Schüssel geben. Die Gurke waschen, halbieren und raspeln (wenn Du magst, kannst Du sie auch vor dem Raspeln längs durchschneiden und entkernen. Die halbe Gurke, die übrig bleibt, kannst Du knabbern oder zu einem kleinen Beilagen-Salat verarbeiten).  Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Kern schneiden und stifteln oder würfeln. Die Avocados halbieren, entkernen, aus der Schale löffeln und stifteln oder würfeln. Gurke, Mango und Avocado zum Kürbis geben, mit dem Zitronensaft beträufeln und gut mischen. Mit Pfeffer, Salz und Öl abschmecken und den Sesam unterheben.

Der Gatte, dem meine Salate nie sauer genug sind, machte sich noch eine extra Vinaigrette.

Der Salat ist mein Beitrag zum Blog-Event anläßlich des 100. Beitrags bei Sarah, die ich bei der Franz-Runde kennenlernte.

Herbst in der Küche

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Rechtzeitig zum Oktoberfestauftakt, am 21. September, traf ein Kasten Franziskaner Royal 2012 zur Verkostung ein. Da unser Leben durch den Einbruch kräftig durcheinander gewirbelt wurde, mussten wir den Plan, ein paar Freunde zu einem bayerischen Probierabend einzuladen, fallen lassen, und verkosteten nur zu zweit.

Der Gatte befand das Royal 2012 kräftiger als das "normale" Franziskaner, also das natürtrübe. Ansonsten: "Na ja, Bier halt!" Okay, Begeisterung sieht beim Gatten anders aus ... Für mich war es schon ein Favorit bei der Weißbierverkostung der Franz-Runde.

Ich mag den kräftigen, karamellig-süßen Geschmack oder, um Biersommelier Karl Schiffner zu zitieren: "Franziskaner Royal Jahrgangsweissbier Edition 2 präsentiert sich in einem kompakten, dichten Braun mit rötlich-orangem Schimmer. Der elfenbeinfarbene Schaum sitzt fest darüber. Ein wahrer Duftreigen beginnt mit reifer Banane, gefolgt von Honigmelone, getrockneten Aprikosen hin zu dunklen Beeren und Feigen. Der Antrunk gefällt mit einer unaufdringlich fruchtigen Süße, die an Bratäpfel erinnert. Elegante Karamell-Malztöne zeigen sich sehr selbstbewusst. Sie sind getragen von einem weichen, moussierenden Mundgefühl, das von einem zart-herben Hopfenaroma ummantelt ist."

Kurz gesagt: Das Bier ist lecker!
  Ich gab außerdem ein paar Flaschen an einen Kollegen, der sehr gerne kocht und Bier trinkt, bislang aber nur Heinecken. Also wirklich, das geht nun gar nicht! Der arme Kerl braucht mal ein anständiges Bier! Er freute sich sehr und überlegte, was er zum Bier kochen kann. Zum Glück sind die Rezepte der Franz-Runde inzwischen online. Bin gespannt, was M. zum Bier kocht.

Mehr zur Franz-Runde 2012:
Das Sensorik-Seminar mit Karl Schiffner zum Einstieg
Kochen mit Klaus Velten
Das Menü

Freitag, 14. September 2012

Die Franz-Runde 2012: Das Menü

Nach dem Sensorik-Seminar und dem Kochen wurde gegessen, natürlich mit Bierbegleitung. Biersommelier Karl Schiffner suchte die passenden Franziskaner-Weißbiere aus. Und das war unser Menü:

Riesengarnelen im Kartoffel-Spaghetti-Mantel mit Tomaten-Chili-Kompott
Riesengarnelen im Kartoffel-Spaghetti-Mantel mit Tomaten-Chili-Kompott
Dazu gab's Franziskaner Kristallklar, das ich als zu herb für das Gericht empfand, aber das ist natürlich Geschmackssache. Die Vorspeise war ein genialer Einstieg. Das Kompott war ein Hammer, schön fruchtig-scharf, steht auf meiner Nachkochliste.

Schaumsuppe vom gelben Curry mit Entensaté
Schaumsuppe vom gelben Curry mit Entensaté
Zur Suppe gab's Franziskaner Naturtrüb, was ich als passend empfand. Die Suppe war für mich persönlich zu scharf, aber davon abgesehen, baue ich sie bestimmt mal in ein Menü ein, denn ansonsten war sie geschmacklich toll. Und ich wünschte, ich bekäme Ente so zart hin *seufz* Gut gefiel mir auch der geröstete Sesam zur Suppe. Da fiel mir mal wieder auf, dass ich viel weniger mit Saaten arbeite als früher, weil der Gatte sie nicht mag. Ich muss sie mal wieder öfter einsetzen.

Steak vom Ribeye, Café de Paris-Butter und Kräuterkartoffeln mit selbstgemachtem Ketchup
Steak vom Ribeye, Café de Paris-Butter und Kräuterkartoffeln mit selbstgemachtem Ketchup
Das Bier zum Hauptgang: Franziskaner Dunkel.
Am Hauptgang kochte ich mit. Gemeinsam mit Maria parierte und portionierte ich das Fleisch, dann machte ich die Café de Paris-Butter und trat dabei Klaus Velten auf die Zehen, indem  seine sorgfältig hergestellte Gewürzmischung auf Tomatenmarkbasis als schnödes Ketchup bezeichnete. 'Tschulligung. Natürlich half ich auch mit, "meinen" Gang anzurichten.

Bei der Fertigstellung des Desserts hatten wir viel Spaß, denn ein Brenner wollte nicht so, wie er sollte, und die kleinen Gläschen erwiesen sich als nicht so wirklich richtig feuerfest. Aber zum Glück waren genügend Gläschen vorbereitet, um alle, inkl. Crew, den fleißigen Helfern im Hintergrund, mit der Brüllcreme zu versorgen, ohne dass es eine crunchige Überraschung gab.

Crème Brûlée und Zwetschgen-Crumble
Crème Brûlée und Zwetschgen-Crumble
Das Bier zum Dessert: Franziskaner Royal Edition 2.
Hier gibt es alle Rezepte der diesjährigen Franz-Runde.

Ich freue mich schon sehr auf das Probierpaket mit dem Jahrgangsbier, denn das war an dem Abend mit eindeutiger Favorit. Außerdem lernten wir noch Bierzapfen mit dem Resultat, dass ich jetzt unbedingt eine Perfect Draft Anlage möchte. Der Gatte verdrehte nur stumm die Augen. 

Mittwoch, 12. September 2012

Die Franz-Runde 2012: Das Sensorik-Seminar zum Einstieg oder: Auch Bier muss unter die Zunge

Die Macher des Abends: Oliver, Konditor und Koch, Klaus,
der sich zu Recht als kochender Entertainer bezeichnet,
und Karl, der Bier-Sommelier, der eigens aus Österreich kam
(von links nach rechts).
Die Marketingplattform trnd suchte Tester für das aktuelle Jahrgangsweißbier von Franziskaner, das Mitte September in den Verkauf geht. Je nach dem, wofür mensch ausgelost wurde, ging's um ein Koch-Event mit Weißbierverkostung, die so genannte Franz-Runde, plus ein Probierpaket des Jahrgangsweißbiers oder um das Probierpaket. Ich hatte Glück und durfte zur Franz-Runde (und freue mich noch auf das Probierpaket).

Da ich erst seit meiner Reha bewusst Bier trinke, durch die Biere der Ricklinger Landbrauerei richtig auf den Geschmack kam, freute ich mich sehr über die Möglichkeit, viel über Bier und Weißbier im Besonderen zu lernen - und dann auch noch beim Weltmeister der Bier-Sommeliers, Karl Schiffner, höchstpersönlich. Wir hatten einen wunderbaren Abend in der Kochschule Hamburg, hoch über den Dächern Bahrenfelds. Vielen Dank dafür an alle Beteiligten, die für die perfekte Organisation und den Ablauf verantwortlich waren!

Zur Begrüßung gab's Franz Leicht mit Apérol -
sehr spritzig und lecker!
Bevor es an die Töpfe ging, stand Theorie auf dem Plan, die aber alles andere als trocken war, da sie von viel Bier begleitet wurde. Ich war heilfroh, dass ich kurz vorher noch ein Salami-Brötchen aß, denn sonst wäre ich schon kurz nach Beginn in die Knie gegangen (dass meine Fotos im Laufe des Abends immer unscharfer wurden, lag natürlich nur an meiner unzuverlässigen Kamera *hüstel*).

Zur Begrüßung gab's Franz Leicht mit Apérol, eine sehr schöne, erfrischende Alternative zum Apérol Sprizz, an dem ich mich inzwischen irgendwie satt getrunken habe. Werde ich zu Hause bestimmt nachmachen!

Nach der launigen Einstimmung ging's zum Sensorik-Seminar. Es galt, Gerüche zu erkennen, insgesamt 13. Karl Schaffner erläuterte, warum er nur mit hochwertigen natürlichen Aromen arbeitet (wobei der Begriff "natürliche Aromen" auch nicht mehr stimmt, denn mittlerweile gibt es per Gesetz keine künstlichen Aromastoffe mehr, nur noch natürliche - mal wieder eine wunderbare Verbrauchertäuschung. Vielleicht sollten wir lieber von "echten Aromen" sprechen, wenn wir natürliche meinen?).

Gerüche erkennen als Teil des Sensorik-Seminars.
Woran erinnert dieser Duft bloß?
Ich habe fertig - und immerhin fünf Richtige, was nicht sooo schlecht ist.
Wer sein Bier ans Ohr hält, hört die
Schaumbläschen platzen.
So einen Gerüche-erkennen-Test machte ich zuletzt vor zwei Jahren im Zusatzstoffemuseum anhand von künstlichen Aromen. Das war echt grausam. Vor allem Pfirsich und Banane prägten sich tief ein. Bei den natürlichen Aromen, die Karl uns schnuppern ließ, erkannte ich beide Früchte sofort. Lecker roch das! Aber das Meiste war wirklich tricky. Wusstest Du, dass Dörrpflaume wie Maggi riecht? Und geröstetes Weißbrot wie Basamti-Reis? Schon faszinierend!

Weiter ging's mit der Weißbierverkostung. Sechs Sorten wollten verkostet werden, ohne dass wir wussten, was in den Gläschen ist (Franziskaner, klar, aber davon gibt es immerhin sehchs Sorten)..

Bei der Aufforderung "Ihr müsst das Bier unter die Zunge kriegen" musste ich unweigerlich an meine erste Weinprobe denken - und an Loriot. Brav hielten wir die Gläschen ans Ohr, um die Schaumbläschen platzen zu hören - das sah mäßig bescheuert aus, muss aber so sein. Dann sogen wir das Bieraroma in das linke Nasenloch, in das rechte, durch beide Nasenlöcher, schließlich durch beide Nasenlöcher bei geöffnetem Mund. Nein, getrunken wurde jetzt immer noch nicht. Erst wurde das Bier im Glas gedreht, wobei mancher sein Bier daran hindern musste, aus dem Glas zu flüchten. Merke: "Wenn das Glas zu Ende ist, ist das Glas zu Ende!"

Wir hielten die Gläschen gegen das Licht, um zu gucken, ob das Bier kristallklar oder kupfergolden ist, der Schaum sahnig, cremig oder reinweiß.

Welche Farbe hat das Bier?

Wie sieht der Schaum aus?
Dann endlich ging es ans Probieren. Wir achteten auf den Körper (schlank, mild, spritzig, erfrischend), auf das Mundgefühl und Aroma bzw. Geschmack.

Wonach mag das Bier wohl schmecken? Und wie ist das Mundgefühl?
Die Eindrücke werden akribisch festgehalten.
Unermüdlich versorgte und Kaes mit Bierproben.
Während wir probierten, erfuhren wir von Karl Schaffner viel über das Bier und das Brauen. So erklärte er uns, dass das Braujahr traditionell von Georgi (23. April) bis Michaeli (29. September) geht und beschrieb den Unterschied zwischen ober- und untergärigem Bier so, dass wir es uns einfach merken können: Bei obergärigem Bier braucht die Hefe höhere Temperaturen, setzt sich oben ab, ist nicht so lange haltbar, während sich die Hefe bei untergärigem Bier bei kälteren Temperaturen unten am Bottich absetzt. Untergäriges Bier ist länger haltbar, lässt sich lagern, ist Lagerbier, kurz: Lager. Weißbier ist obergäriges Bier.

Ich habe fertig: Alle sechs Biere sind verkostet.
Wir erfuhren auch, dass Weißbier keine bayerische Erfindung ist, sondern, das freut die Lokalpatriotin, die Hamburger maßgeblich an der Entwicklung beteiligt waren (siehe Wikipedia).

Weißbier wurde uns wegen seiner Nährwerte und Zusammensetzung als ideales Getränk nach dem Sport vorgestellt, insbesondere Franziskaner Leicht oder Alkoholfrei. Neu und ein wenig befremdlich war der Vorschlag, Weißbier mit Buttermilch zu mischen. Ich kann's mir echt nicht vorstellen und bleibe erstmal bei Zitrone in der Buttermilch.

Spannend fand ich es, Weißbier zum Essen zu trinken. Bislang tranken wir zu Menüs Wein, es sei denn, es gibt was Deftig-Norddeutsches. Irgendwie hat Bier immer noch den Ruf, nicht fein genug für ein Menü zu sein. Auch deswegen freute ich mich über die Teilnahme an diesem Event, denn zu den Franziskaner Weißbieren wurde ein passenden Menüs gekocht.

Über das Kochen berichte ich morgen.