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Mittwoch, 13. Mai 2026

Knuspriges Zitronen-Hähnchen mit Apfelsinen-Thymian-Wurzeln und Rosmarin-Kartoffeln

Im letzten Sommer, als der baldige Tod des Gatten absolut unvorstellbar war, kaufte ich beim örtlichen Geflügelzüchter nicht nur das saisonale Grillsortiment aus der Hofschlachtung, sondern auch ein Brathähnchen. Angesichts des Gewichts von dreieinhalb Kilogramm fragte die Bäuerin bei der Bestellung, ob ich sicher sei, dass ich das Hähnchen haben wolle. Ich bejahte und dachte, so viel größer als ein Hähnchen von der Geflügelzüchterin auf dem Hamburger Wochenmarkt könne der Hahn ja nicht sein. Sie verkauft Rhodeländer, die einiges auf die Waage brachten.

Der Teller ist zu klein für das halbe Hähnchen ...

Ich habe nicht gefragt, welche Rasse die hiesigen Hähnchen haben, aber der Hahn, den ich kaufte, war locker doppelt so groß wie der gewohnte Rhodeländer. Er zog erstmal in den Tiefkühler ein, denn bald nach dem Kauf begann die finale neunwöchige Krankenhausphase des Gatten. Eigentlich sollte es das Monster-Hähnchen am 28. September 2025 geben, aber die Einladung an die Sandkasten-Freundinnen mussten wir zurücknehmen. Der Gatte war seit fünf Tagen palliativ. Besuch überforderte ihn, wie sich zwei Tage zuvor zeigte, und so sagte ich allen ab. Der Gatte sollte noch drei Wochen bei mir bleiben dürfen. 

Apfelsinen-Thymian-Wurzeln (rechts) und Rosmarin-Kartoffeln.

Vom Monster-Gockel werde ich noch häufiger essen. Bei den ersten beiden Mahlzeiten machten mich alleine Keulen und Flügel satt. Das restliche Fleisch wurde eingefroren. 

Dank des Gatten habe ich ja drölfzich Auflaufformen, darunter auch zwei gigantisch große. In die ovale passte der Monster-Gockel so gerade eben.

Knuspriges Zitronen-Hähnchen mit Apfelsinen-Thymian-Wurzeln und Rosmarin-Kartoffeln

Zutaten für 4 Portionen:

1 Brathähnchen, küchenfertig
1 Zitrone, heiß abgewaschen
4 Zweige frischer Rosmarin
Olivenöl 
500 g Wurzeln (Karotten, Möhren)
500 g Kartoffeln
1 Zwiebel 
1 Apfelsine (Orange), heiß abgewaschen
2 Zweige frischer Thymian
2 Knoblauchzehen, gepellt und leicht angedrückt

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, mit der ganzen Zitrone in kochendes Wasser geben und garen. Kartoffeln abgießen. Zitrone mehrfach einstechen und in das Hähnchen stecken.

Während die Kartoffeln samt Zitrone kochen, die Wurzeln waschen und schälen, dabei die Schalen in eine große Auflaufform geben. Darauf kommt später das Hähnchen. Die Wurzeln in eine kleine Auflaufform geben.

Zwiebeln schälen und achteln und zu den Wurzelschalen geben. Zwei Rosmarinzweige abstreifen und fein hacken.

Das Hähnchen auf Wurzelschalen und Zwiebeln legen und mit einem Schuss Öl, Rosmarinnadeln und Salz einreiben. Bei 200°C (Umluft) in den Ofen geben. Die Garzeit beträgt pro Kilo Hähnchen ca. eine Stunde. Am Besten verwendest du ein Fleischthermometer. Wenn das Hähnchen an der dicksten Stelle 75°C bis 80°C erreichte, ist es gar. Also immer mal wieder nach der Temperatur schauen und dabei das Hähnchen mit dem ausgetretenen Fleischsaft bepinseln.

Während das Hähnchen gart, In die Auflaufform mit den Wurzeln 1 EL Butter geben. Von der Apfelsine mit einem Sparschäler etwas Schale abnehmen und zu den Wurzeln geben. Die Apfelsine auspressen und den Saft über die Wurzeln geben. Mit Salz und Pfeffer wurzen und die Thymianzweige dazu geben. Die Kartoffeln mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, den restlichen Rosmarinzweigen und dem Knoblauch in eine weitere kleine Auflaufform geben. Beide Formen etwa eine halbe Stunde vor Ende der Garzeit zum Hähnchen in den Ofen geben. Werden Wurzeln und Kartoffeln zu dunkel, die Formen mit etwas Alufolie abdecken.

Das Hähnchen aus dem Ofen nehmen, tranchieren und mit Wurzeln und Kartoffeln servieren.

Donnerstag, 7. Mai 2020

Pasta mit grünem Spargel und Pastrami

Ein Resultat der aktuellen Situation ist, dass ich den Gatten mit meiner Vorliebe für Pastrami ansteckte, geräucherte und gewürzte Rinderschulter, die ich meistens stark verkürzt genau wie Rauchfleisch als "jüdischen Schinken" bezeichne. Sie kam Ende des 19. Jahrhunderts über rumänische Juden in die USA und wurde dort zu einem beliebten Sandwichbelag.

Pasta mit grünem Spargel und Pastrami.
Wir haben hier einen Schlachter, der hervorragende Pastrami macht, und fast jedes Mal muss welche mit - inzwischen die doppelte Menge, denn der Gatte mag sie jetzt ja auch.

Pastrami schmeckt aber nicht nur auf Brot, sondern auch zu Spargel und Nudeln.

Rezepte wie dieses mag ich am liebsten mit grünem Spargel, weil ich seinen Geschmack kräftiger finde, weil weißer Spargel geschmacklich untergeht, aber du kannst natürlich auch weißen Spargel nehmen.

Das Originalrezept ist von Jamie Oliver und verwendet Pancetta.

Pasta mit grünem Spargel und Pastrami

Zutaten für 2 Portionen:

250 g Pasta, Sorte nach Geschmack
250 g grüner Spargel (ein ganzes Pfund passt auch)
10 Scheiben Pastrami, in Streifen gezupft
30 g Parmesan, frisch gerieben, plus etwas zum Servieren
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

In der Zwischenzeit die Pasta nach Packungsanweisung kochen.

Währenddessen Spargel waschen, die unteren Enden abbrechen und die Stangen in etwa 1 cm lange Stück schneiden, dabei die Spitzen als ca. 4 -  5 cm lange Stücke belassen und beiseite legen.

In einer Pfanne einen Schuss Olivenöl auf mittlerer Hitze erhitzen und darin Spargel und Pastrami andünsten. Zum Ablöschen eine Kelle Nudelwasser dazugeben und alles auf kleiner Flamme gar dünsten.

Wenn die Pasta fast gar ist, die Spargelspitzen mit in den Nudeltopf geben.

Die fertige Pasta und die Spargelspitzen abgießen, dabei etwas vom Nudelwasser auffangen. Pasta und Spargelspitzen in die Pfanne zum Spargel geben, Parmesan dazu, alles gut vermengen, soviel Nudelwasser dazu geben, bis alles schön glänzend ist. Mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Parmesan bestreut servieren.

Quelle

Donnerstag, 22. Februar 2018

#12von12 im Februar: Brat-Reis mit Ei und Erbsen

Wenn Du noch ausreichend gekochten Reis vom Vortag übrig hast, ist dieses Gericht eine schnell zu bereitete Resteverwertung. Aber auch so ist es schnell zubereitet: Wenn der Reis gar ist, ist das Essen fertig.

Brat-Reis mit Ei und Erbsen.
Letzten Montag hatte ich keinen vorgegarten Reis da und auch keinen Jasmin-Reis. Also kochte ich Basmati und griff dabei auf einen Jamie-Oliver-Trick zurück: Ich warf einen Beutel Jasmintee ins Kochwasser.

Brat-Reis mit Ei und Erbsen

Zutaten für 4 Portionen:

2 EL Öl zum Braten
1 Bund Lauchzwiebel, in dünne Ringe geschnitten
100 g TK-Erbsen
500g fertig gekochter thailändischer Duftreis
2 Eier, verkleppert
2 EL helle Sojasauce
2 TL Sesamöl
Limettenschnitze zum Servieren

Zubereitung:

Öl in einem Wok oder einer großen Pfanne erhitzen, bis es sehr heiß ist. Die Lauchzwiebeln dazu geben, etwa 1 Minute Farbe nehmen lassen. Dann die Erbsen dazu geben und alles eine weitere Minute Farbe nehmen lassen. Den Reis dazu geben und alles gut verrühren.

Wenn der Reis leicht angebraten ist, ein Loch in den Reis schöpfen und die verklepperten Eier hineingeben. Wenn das Ei anfängt zu stocken, die Masse zerkleinern und unter den Reis heben. Mit Sojasauce und Sesamöl abschmecken und mit Limettenschnitzen servieren.

Donnerstag, 24. April 2014

Aus eins mach' zwei: Rhabarber mit Orangencreme und Baiserkuchen mit Rhabarber, Sahne und Mandelblättchen

Rhabarber mit
Orangencreme.
Schwiegermutter serviert zu Ostern gerne Erdbeeren, wenn wir bei ihr zum Gabelfrühstück sind. Ich finde Ostern viel zu früh für Erdbeeren - deutsche gibt es hier noch nicht, schon gar nicht vom Erdbeerfeld in der Nachbarschaft, und spanische, marokkanische oder sonstige Importerdbeeren kaufen wir im Gegensatz zu Schwiegermutter nicht.

Aber Rhabarber ist ein schönes Frühlingsobst bzw. -gemüse und verdient einen Platz auf einem österlichen Gabelfrühstückstisch. Und heimischer Rhabarber ist auch im April schon erhältlich.

Ich hatte ein Kilo Rhabarber gekauft, um daraus Kompott zu machen, den ich im Büro zu Mittag essen wollte, kam dann aber nicht dazu, ihn zu verarbeiten. Dann kamen mir zwei Rezepte unter, Dessert und Kuchen, die zusammen ein knappes Kilo Rhabarber erforderten sowie Eiweiß, Orangen und eine Sahnemasse.

Nur das Dessert, Rhabarber mit Orangencreme, war für 12 Personen bemessen - viel zu viel für uns. Ich brauchte nur vier Portionen, vier kleine Portionen.

Aber warum nicht einen Rhabarberkompott kochen und für beide Rezepte verwenden? Gesagt, getan.

Beide Rezepte hatten einen unerwarteten Nebeneffekt: Der Gatte mag plötzlich Rhabarber.

Die beiden Rhabarberrezepte sind mein erster Beitrag für das aprilfrische Event bei Simone.

Aprilfrisch - das regionale Event von S-Küche (Einsendeschluss 1. Mai 2014)

Okay, bei Jamie Oliver sah er hübscher aus,
der Baiserkuchen mit Rhabarber.
Rhabarber mit Orangencreme und Baiserkuchen mit Rhabarber, Sahne und Mandelblättchen

Zutaten für beide Gerichte:

Für das Kompott:
1 kg Rhabarber, geputzt, gewaschen und in Stücke geschnitten
375 ml Wasser
200 g weißer Zucker (evtl. mehr)
1 - 2 Spritzer roter Sirup (Erdbeere, Himbeere, Grenadine, Preiselbeere - was Du halt gerade da / im Anbruch hast)

Ein Baiser ist ein Baiser ist ein Baiser. 
Für die Orangencreme:
3 EL Orangenschale
150 ml Orangensaft
3 EL weißer Zucker
500 ml Schlagsahne
2 Eiweiß

Nur für Rhabarber mit Orangencreme:
Zuckerwerk zum Verzieren

Nur für den Baiserkuchen:
4 Eiweiß
200 g weißer Zucker
Mark einer Vanilleschote
etwas frisch geriebener Ingwer
Mandeln, gehackt oder gehobelt und geröstet
ggf. Puderzucker

Kuchen ist fertig. 
Zubereitung:

Alle Zutaten für das Kompott in einen Topf geben und den Rhabarber weich kochen (schöner ist es, wenn noch Stückchen zu sehen sind, aber das ist noch nicht gattenkompatibel). Abschmecken, evtl. nachsüßen.

Acht Esslöffel vom Kompott abnehmen, auf vier kleine Gläser verteilen und erkalten lassen.

Das restliche Kompott mit Ingwer und Vanillemark vermischen und erstmal zum Abkühlen beiseite stellen.

Eiweiß steif schlagen, dann den Zucker reinrieseln lassen, dabei weiter schlagen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und bei 150°C (Umluft) etwa 30 Minuten backen lassen, bis der Baiser goldbraun und fest ist.

Zuckerwerk.
Während der Baiser backt, Orangenschale, - saft und Zucker verrühren, bis der Zucker aufgelöst ist.

Sahne steif schlagen. Die Orangensaftmischung langsam dazu geben, dabei weiter schlagen.

Das Eiweiß steif schlagen und unter die Sahne heben. Mischung kalt stellen. Wenn das Rhabarberkompott in den Gläsern erkaltet ist, die Orangenmischung darauf verteilen. Nach Geschmack vor dem Servieren mit Zuckerwerk verzieren.

Wenn der Baiser fertig gebacken ist, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Rhabarberkompott auf dem Baiserboden verteilen, dann die Orangenmischung darüber geben und grob miteinander verwirbeln. Mit gerösteten Mandeln und ggf. Puderzucker bestreuen. Möglichst sofort servieren - der Kuchen ist nicht lange haltbar, das Baiser weicht spätestens nach einem Tag durch.

Quellen: Orange posset with rhubarb und Tray-baked meringue with rhubarb, cream & toasted almonds

Affiliate links zu Jamie Oliver:

Freitag, 14. März 2014

In Hamburg um die Welt - Schweden: Pressedinner "Hamburg Stockholm" im H2O im Scandic Emporio Hotel

Als ich das erste Mal im H2O aß, war ich wenig überzeugt: Dem Essen fehlte irgendwie der Pfiff.

Das Lokal ist nett, keine Frage, der Service aufmerksam - alles gut, wäre nur das Essen besser.

Damals stand für mich fest, dass ich das Lokal ganz sicher noch mal besuchen werde, um mir eine zweite Meinung zu bilden.

So zögerte ich nicht lange, als mich PREventas zu einem Pressedinner einlud, um das neue Restaurant-Konzept "Hamburg Stockholm" vorzustellen.

Idee ist, den urbanen, kreativen Lifestyle Stockholms mit traditionellen und neu interpretierten hamburgisch-norddeutschen Gerichten zusammentreffen zu lassen. Aus dem Zusammenspiel beider Stile entstehen ungewöhnliche Crossover-Gerichte und moderne Versionen von Klassikern, die ihren skandinavisch-norddeutschen Charakter beibehalten.

Blick ins Lokal
(Quelle: PREventas/Momtschew)
Das Herzstück des Restaurants ist eine offene Showküche, an der
Gäste den Köchen bei der Zubereitung der Gerichte zuschauen können. Die verwendeten Lebensmittel sind überwiegend Bio-/Fair Trade-zertifiziert und werden regional bezogen.

"Wir freuen uns, wenn Gäste in die offene Küche gucken, schauen, was die Köche gerade zubereiten, vielleicht Lust bekommen, zu probieren - wir reichen ihnen dann einen Probierteller", sagt Küchenchef Andreas Gullich, der das Restaurant seit der Hoteleröffnung vor anderthalb Jahren leitet, und fährt fort: "Wir freuen uns auch, wenn Kinder direkt in die Küche kommen, und ihr Essen selbst abholen möchten."

Blick auf die offene Küche (Quelle: PREventas/Momtschew).
Nach dem Flammkuchen gab's Brot, Öl
und Salz von Finca Marina.
Unser Pressedinner begann mit dem Kennenlernen beim Gruß aus der Küche in Form von Flammkuchen mit Birnen, Bohnen und Speck bzw. vegetarisch mit Ziegenkäse, eingelegten Aprikosen und Blütenpollen.

Der Start war schon ausgesprochen vielversprechend, wenngleich ich natürlich bei der Zubereitung von Bohnen, Birnen und Speck keinen Spaß verstehe. Dazu gab's einen Aperitif mit Antica Formula Bitter.

Schließlich ging's mit dem Menü los. Vorweg gab's eine Meerrettichschaum-Suppe mit Orangenöl und Rauchfisch-Brot-Sushi (bzw. vegetarisch mit gegrillter Avocado).

Meerrettichschaum-Suppe mit Orangenöl und Rauchfisch-Brot-Sushi.
Zwischengang bildete ein Fjordforellenfilet mit jungen Erdnüssen, Cointreau und Ofengemüse (bzw. ein Salat als vegetarische Alternative).

Fjordforellenfilet mit jungen Erdnüssen, Cointreau und Ofengemüse
Der Fisch wurde sous-vide gegart und schmolz im Mund - ein Traum.

Beim Hauptgang entschied ich mich für das vegetarische Gericht Stockholmer Apfel-Västerbotten-Käse-Pfannkuchen mit Kerbel-Kartoffel-Risotto (Fleischgang wäre Prime Rib-Steak (fünf Wochen am Knochen gereift) und Rotmost mit geräucherten Moorkartoffeln gewesen).

Stockholmer Apfel-Västerbotten-Käse-Pfannkuchen mit Kerbel-Kartoffel-Risotto.
Die Pfannkuchen waren wunderbar fluffig und wären auch als Dessert durchgegangen.

Als Nachtisch gab es Hagebuttensuppe mit Kanelbulle und Vanilleeis.

Hagebuttensuppe mit Kanelbulle und Vanilleeis.
Die Zimtschnecken waren noch warm und ein Traum: Außen rösch, innen knackig, butterig-zimtig ...

War ich beim ersten Besuch noch nicht so ganz vom Restaurant überzeugt, so war für mich jetzt alles geschmacklich ausgewogen, fein nuanciert. Hierher komme ich gerne wieder! Gullich sagte, das Team habe sich inzwischen eingespielt - das merkt man dem Essen an!

Das H2O kennt sich auch in vegetarischer und veganer Küche aus, die Speisepläne für Tagungsgäste wurden in Zusammenarbeit mit Jamie Oliver entwickelt, und für die Besucher der benachbarten MusikLaeiszhalle gibt es spezielle Vor-dem-Konzert-Menüs - viele gute Gründe, dem H2O einen Besuch abzustatten!

Nach Litauen, Spanien,Vietnam, Australien und Schottland war nun Schweden an der Reihe.

Dienstag, 29. Oktober 2013

11. Hamburg kocht!-Treffen - Indien: Mango-Lassi nach Jamie Oliver und Miki-Lassi

Miki-Lassi.
Eigentlich wollten wir ganz viel Mango- und andere Lassi machen, aber die Mangos, die ich kaufte, waren sehr eigenwillig.

Da ich zwei Tage vor dem Kochtreffen einkaufte, nahm ich keine reifen Flugmangos, sondern welche, die noch ein wenig nachreifen sollten, und lagerte sie extra neben Tomaten und Äpfeln, damit der Reifeprozess beschleunigt wird.

Nur: Zwei Tage später waren meine beim Koch schon recht weichen Mangos knüppelhart. So was habe ich noch nicht erlebt! Wir halfen mit Zucker nach, aber mit reifen Mangos schmeckt das Lassi auf jeden Fall besser.

Aber wer braucht schon reife Mangos für ein Rezept vom kochenden Duracell-Hasen, wenn er Miki hat? Miki guckte sich in Obstschale und Kühlschrank um, brachte zusammen, was zusammengehört und machte daraus ein leckeres Lassi.

Ähnlich wie Raita auch, dient Lassi zum Abmildern von Schärfe bei Curries. Normalerweise wird Milch oder Joghurt als Basis genommen und mit Wasser verdünnt, so dass es ein Getränk gibt. Ich verzichte gerne auf das Wasser, mache Lassi nur mit Joghurt und nehme es so gerade im Sommer als trinkbare Mahlzeit mit - gut gekühlt, versteht sich.

Mango-Lassi nach Jamie Oliver

Für 4 Gläser:
250 g Joghurt
130 ml Milch
200 g Mango, geschält
wenn nötig, 4 TL Zucker zum Abschmecken

Zubereitung:

Die Zubereitung ist denkbar kompliziert: Alle Zutaten mixen.

Quelle: Turbohausfrau

Miki-Lassi

Miki-Lassi wird aus der Lamäng gemacht, mit dem, was da ist. Praktisch wären:
2-3 Bananen
2-3 Äpfel
1 Mango
Joghurt
Agavendicksaft
1 - 2 Spritzer Zitrone oder Limette

Zubereitung:

Die Früchte schälen, mit dem Joghurt pürieren und mit Agavendicksaft und Zitrone abschmecken.

Freitag, 5. April 2013

Bananen-Kokos-Eis ohne Eismaschine nach Jamie Oliver

Bananen-Kokos-Eis, ganz ohne Eismaschine gemacht.
Bananen bleiben bei uns oft übrig – wir mögen sie einfach nicht mehr, wenn sie schon braune Flecken haben oder gar ganz braun sind, obwohl das ja nur ein Zeichen für Reife ist, nicht für Verderb. Folglich friere ich Bananen regelmäßig ein – ohne Schale und in Scheiben geschnitten. Zum Backen oder um ein Bananenshake daraus zu machen, sind sie auch eingefroren prima – oder um Bananeneis daraus zu machen. Für dieses Rezept aus dem „30 Minuten Menüs“ von Jamie Oliver braucht es noch nicht mal eine Eismaschine.

Zum Einfrieren kommen die Bananenscheiben entweder in einen Gefrierbeutel, wo sie relativ luftdicht verwahrt sind, oder in eine Gefrierdose, wo ich sie mit etwas Frischhaltefolie abdecken, um sie vor Gefrierbrand zu schützen.

Bananen-Kokos-Eis ohne Eismaschine nach Jamie Oliver

Zutaten für 4 – 6 Portionen:

Die tiefgefrorenen Bananen warten auf die Eiswerdung.
6 Bananen, in Scheiben geschnitten und eingefroren
250 g Naturjoghurt
1 EL flüssiger Honig
2 – 3 Handvoll Kokosraspeln
4 – 6 Schokoladenkekse

Zubereitung:

Die Bananen soweit antauen lassen, dass sie sich in einem Blender oder mit einem Pürierstab verarbeiten lassen.  

Bananen mit Joghurt und Honig zu einer dicken, cremigen Eismasse pürieren. Die Masse portionsweise in kleine Gläser oder Schälchen füllen, mit den Kokosraspeln bestreuen, mit Frischhaltefolie abdecken und bis zum Verzehr einfrieren.

Je nach Leistung des Tiefkühlers etwa 10 bis 30 Minuten vor dem Verzehr herausnehmen, Folie entfernen, in jede Portion einen Schokoladenkeks stecken und servieren.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Philips Homecooker 1050/30 Test VIII: Milchreis - nach Jamie Oliver und nach mir

Milchreis, konventionell zubereitet: Der Topf kommt ins
Bett unter die Decke, und das Schlafschaf passt gut
darauf auf.
Ja, ich weiß, Milchreis ist eines der schwierigsten Gerichte, das es gibt. Die Milch kann anbrennen oder überkochen, weswegen mensch am Herd stehenbleiben und ständig rühren muss.

Aber hey, ich bin eine bekennende faule Hausfrau. Ich mache um Milchreis nicht viel Aufhebens. Ich gebe einen Liter Milch in einen ausreichend großen Topf, dazu eine Prise Salz sowie Vanillezucker oder Puderzucker nach Geschmack, lasse alles einmal aufkochen, gebe dann 250 g Milchreis dazu, rühre 'n büschen, bis alles einmal hoch blubbert, ziehe den Topf von der Herdplatte, setze einen Deckel drauf und verfrachte den Topf ins Bett.

Das Plümo, vulgo die Bettdecke, gut um den Topf wickeln, das Schlafschaf obendrauf setzen, damit ich später weiß, wo der Topf ist, und den Topf vergessen. Spätestens beim nächsten Bettenausschütteln finde ich ihn wieder ;o) Nein, im Ernst, nach ca. 40 Minuten bis 60 Minuten ist der Reis gar - ohne Rühren, ohne Anbrennen.

Milchreis aus dem Homecooker. Darunter verborgen
ist Despinas Apfelkompott.
Milchreis ist auch eines der Gerichte, bei denen sich die begeisterten Kommentare der Homecooker-Testerinnen überschlagen - weil nichts anbrennt, weil frau nicht rühren muss.

Klar, dass ich Milchreis aus dem Kochtrumm auch probierte. Der HC rührte auch brav vor sich hin, nichts brannte an, und nach ca. 40 Minuten  piepste es, war der Milchreis gar.

Wenn ich permanent größere Mengen an Milchreis machte, wäre der HC durchaus eine lohnende Investition - zumindest für den Testpreis von 199 Euro.

Würziger Milchreis nach Jamie Oliver aus dem Homecooker

Zutaten für 4 bis 6 Portionen:

Konventionell gekochter Milchreis mit Himbeeren.
800 ml Milch
200 ml Sahne (oder insgesamt 1 l Milch)
250 g Milchreis
1 Prise Salz
1/2 Zimtstange
1 Vanilleschote
1 Prise gemahlene Muskatnuss
2 EL Weißer Zucker oder Puderzucker
Zubereitung:

Den HC auf 130 Grad stellen. Vanilleschote halbieren und das Mark heraus kratzen.

Sobald der Topf heiß ist, Reis, Zucker, Milch, Sahne, etwas Muskat, Vanillemark und -schote und die Zimtstange hinzu geben. Aufkochen lassen und dann die Temperatur auf 110 °C reduzieren. Das dauert ca. 10 bis 15 Minuten. Den Zeitschalter auf 30 Minuten stellen.

Nach Ablauf der Zeit sollte der Milchreis schön cremig sein - ansonsten noch etwas Zeit und Milch oder Sahne dazu geben. Vanilleschote und die Zimtstange heraus nehmen  und den Milchreis portionsweise servieren.

Hier wieder der Vergleich zwischen meiner Methode und dem HC:

Quelle: Philips

Montag, 26. November 2012

Philips Homecooker 1050/30 Test V: Ratatouille, fast alla Jamie Oliver

Ratatouille aus dem Homecooker.
An Tag 5 des HC-Tests fügten wir uns ins Unvermeidliche und akzeptierten, dass Kochen mit dem HC einfach dauert. Normalerweise macht der Gatte Ratatouille in der Mikrowelle - in 15 Minuten. Die Zubereitung im Homecooker hingegen dauert geschmeidige 75 Minuten.

Ratatouille kochen wir natürlich ohne Tüte und verzichten dadurch auf
Tomatenpulver, jodiertes Speisesalz, Zitronenpulver, Farbstoff und Paprika-Extrakt (die Zutaten des grün-gelben Produkts) bzw.
Tomatenpulver, modifizierte Stärke, Jodsalz, Zucker, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver, Hefeextrakt, Maltodextin, Aroma, Gewürze, Rote Bete, Sonnenblumenöl, Citronensäure, Säurungsmittel sowie Spuren von Ei, Soja, Milch, Weizen, Senf und Sellerie (die Zutaten des rot-gelben Produkts).
Es schmeckt auch prima ohne so'n Krams.

Ratatouille (fast) alla Jamie Oliver

Zutaten für 4 bis 6 Portionen:

1 Gemüsezwiebeln, geschält und in dicke Scheiben geschnitten
4 Knoblauchzehen, frisch, geschält und gequetscht
4 Zweige frischer Thymian, Blätter gezupft
Olivenöl
Salz
Pfeffer
1 Aubergine, gewürfelt
2 Zucchini, in dicke Scheiben geschnitten
2 rote Paprika, entkernt und in Scheiben geschnitten
6 Tomaten, in dicke Scheiben geschnitten
Balsamico
1 EL Basilikum, getrocknet (frisches hatten wir leider nicht)

Zubereitung:

Zwiebel mit Knoblauch und Thymianblättern mit etwas Olivenöl und einer Prise Salz und Pfeffer vermischen.

HC auf 175 Grad einstellen, Rührarm einsetzen. Sobald der Topf heiß ist, die Zwiebeln und den Knoblauch hinzu geben und den Zeitschalter auf 10 Minuten stellem.

Anschließend Aubergine, Zucchini und Paprika hinzu geben und den Zeitschalter auf 20 Minuten stellen. Nach Ablauf der Zeit die Tomaten mit einem Schuss Olivenöl in den Topf  geben und weitere 35 Minuten garen.

Mit Salz, Pfeffer, Balsamico und Basilikum abschmecken und servieren.

Wir aßen am ersten Tag Reis und Putenschnitzelchen und am zweiten Fladenbrot dazu.

Hier der Vergleich zwischen unserer normalen Zubereitung und der Zubereitung im Homecooker:


Donnerstag, 1. November 2012

Und jetzt kommst Du!

Bei den Konsumgöttinnen darf ich als Nachrückerin einen guten Monat lang den Philips Homecooker testen, aber umso mehr ich darüber lese, umso mehr frage ich mich, was ich mit dem Teil eigentlich will. Okay, ich gebe zu, ich bin tendenziell anfällig für einen Moulinex Masterchef (der ist so schön rot!), Thermomix oder Kenwood Cooking Chef, ganz einfach, weil ich alles an Küchengeräten haben möchte, was der Markt her gibt. Gleichzeitig kann ich mich nicht von alten Schätzchen trennen. Das ist wie beim Gatten, der dreiundzwölfzig Parmesanreiben hat, am Ende aber doch immer noch das Vierkantteil von Ikea nimmt.

Jetzt steht diese eierlegende Wollmilchsau also hier - na ja, jedenfalls fast, denn seit drei Tagen steht sie im Lager von des Gatten Büro -, und ich frage mich ernsthaft, was ich damit will. Die meisten Rezepte, die ich bislang fand, überzeugten mich nicht so wirklich. Rosmarinkartoffeln machen sich von selbst im Ofen. Auch wenn der Gatte gelegentlich Schmelzkäse isst: Käse-Lauch-Suppe mit viel Schmelzkäse und Frischkäse und Sahne wäre für ihn ein Scheidungsgrund, genauso wie Geschnetzeltes mit 400 ml Sahnezeugs auf 500 g Fleisch. Gulasch köchelt geruhsam bummelig zwei Stunden auf dem Herd vor sich hin - warum sollte ich das vier Stunden in den Homecooker geben? Milchreis kommt ins Bett (und meistens packe ich mich dazu, dann haben wir es beide kuschelig), bei Risotto rühre ich mir auch keinen Wolf. Bolognese kocht der Gatte (bzw. die kann das alleine, wenn erst mal alles im Topf ist) ... Also, momentan bin ich wirklich ratlos, was ich damit kochen soll.

Und deswegen gebe ich diese Frage an Dich weiter. Also: Sag' Du mir, was ich mit dem Philips Homecooker kochen soll oder was Du gerne damit kochen würdest!

Bislang stehen folgende Gerichte auf meiner Liste:
Ich bin gespannt, was Du mir vorschlägst. Und dann hoffe ich, der Gatte bringt das Teil bald mit nach Hause, denn am 14. Dezember soll's schon wieder bei Philips sein, wenn ich es nicht behalten möchte.

Mittwoch, 29. August 2012

Schnelle Bananen-Toffee-Törtchen nach Jamie Oliver

In der Küche lagen mal wieder Bananen, die uns zu reif zum Essen waren und verwertet werden mussten. In einem Kochforum unterhielt man sich über die Schnelle Bananen-Toffee-Torte aus Jamie Olivers "30 Minuten Menüs". Die sähe so lecker aus. Grund genug, das Kochbuch mal wieder zur Hand zu nehmen.

Ich habe das Rezept ein wenig verändert. Zum Einen bin ich kein kochender Duracell-Hase, sondern kann mir Zeit lassen. Zum Anderen fand ich kleine Törtchen praktischer als einen großen Tortenboden, gerade, weil alles in den Kühlschrank bzw. Tiefkühler soll. Wobei ich mir das Erkalten im Kühlschrank hätte sparen können, denn da ich eben kein kochender Duracell-Hase bin, brauchte ich nicht gleichzeitig eine Fischpfanne aus dem Ofen, Jersey-Royal-Kartoffeln, Salsa Verde und Spinatsalat zubereiten. Ich gab die Törtchen trotzdem kurz in den Kühlschrank und erledigte zwischendrin einen kleinen Abwasch.

Die Törtchen schmecken wie Banana Split ohne Eis - sehr lecker. Am Besten schmecken sie übrigens, wenn sie einen Tag im Kühlschrank durchziehen konnten (zwei oder drei Tage machen ihnen auch nichts).

Schnelle Bananen-Toffee-Törtchen nach Jamie Oliver

Okay, bei Jamie Oliver ist der Karamell ein
wenig dunkler als bei mir ...
Zutaten für 12 Törtchen:

4 gehäufte EL Kristallzucker
Zitronensaft (fehlt im Original, aber ich habe gelernt, den braucht's für Karamell)
4 reife Bananen
100 ml Milch
12 Wiener Torteletts (im Original ein süßer Mürbeteigboden)
300 ml Sahne (wenn Du 400 ml nimmst, passt es auch, 200 ml sind aber zu wenig)
1 EL Schokoladensirup (im Original 1 EL Kaffeesirup)
Bitterschokolade, geraspelt (oder Raspelschokolade)

Zubereitung:

Zwei Bananen pellen und mit der Milch und einem Spritzer Zitronensaft pürieren.

Torteletts bereitstellen. Wenn Du welche in einer Plastikschale gekauft hast, lass' sie darin, dann lassen sie sich besser in den Kühlschrank stellen. Später, wenn die Törtchen serviert werden, kannst Du sie dann vorsichtig mit einem Löffel aus den Mulden heben.

Bananen-Toffee-Törtchen im Werden.
Zucker mit einem Spritzer Zitronensaft in einem Topf erhitzen, gleichmäßig verteilen und schmelzen lassen. Ist der Zucker zu goldgelbem Karamell geworden, die Bananenmilch dazu geben (Achtung, das spritzt!). Weiterrühren, bis die Mischung goldbraun ist, dann die Mischung gleichmäßig über die 12 Torteletts verteilen und ggf. glattstreichen.

Während die Bananencreme (ggf. im Kühlschrank oder Tiefkühler) abkühlt, die Sahne stief schlagen. Laut Rezept soll mensch dafür eine große Rührschüssel nehmen. Ich muss meine Küche selbst putzen und nehme einen Rührbecher. Schokoladensirup unter die Sahne ziehen, möglichst so, dass ein Marmoreffekt entsteht.

Die restlichen beiden Bananen pellen und schräg in Scheiben schneiden. Törtchen aus dem Kühlschrank holen und die Bananenscheiben darauf verteilen. Dann die Sahne auf die Törtchen verteilen und sorgfältig verstreichen. Schokolade über die Törtchen raspeln und bis zum Servieren kalt stellen.

Freitag, 24. August 2012

Zitronen-Ingwer-Limonade nach Jamie Oliver

Zitronen-Ingwer-Limonade.
Bei diesen Temperaturen freue ich mich über selbstgemachte Limonade. Was mir daran besonders gut gefällt: Ich kann den Zuckergehalt selbst bestimmen. Gekaufte Brause, bei uns Blubberlutsch genannt, ist mir inzwischen nämlich zu süß und wird mit meistens mit Mineralwasser verdünnt. Nach diesem Jamie Oliver-Rezept ist die Limonade ratzfatz zubereitet, ohne lange Wartezeit.

Natürlich kannst Du sie auch länger stehen lassen. Dann setzt sich der Minzgeschmack besser durch, aber die Kohlensäure verschwindet. Die benötigte Dose Zitronenbrause kannst Du dann durch diese Zitronenlimonade ersetzen (ohne das Basilikum). Ansonsten mag ich nachwievor gerne die Limonata von San Pellegrino und nehme die auch gerne für dieses Rezept.

Im Originalrezept wird eine große Kanne (keine Ahnung, wie groß) zur Hälfte mit Eiswürfeln gefüllt. Ich verzichtete darauf, denn die kann man später immer noch dazu geben. Ich gebe zu: Statt Eiswürfeln mag ich auch gerne eine Kugel Zitronensorbet. Es können auch zwei sein. Irgendwo muss ja der Zucker wieder her kommen, auf den ich bei selbstgemachten Limonaden verzichte ;o)

Zitronen-Ingwer-Limonade im Werden.
Zitronen-Ingwer-Limonade nach Jamie Oliver

Zutaten für einen Ein-Liter-Krug:
330 ml Zitronenbrause
3 Stängel Minze
2 cm Ingwerwurzel
Mineralwasser mit Kohlensäure zum Auffüllen

Zubereitung:

Ingwer in den Krug raspeln, dann die Minze und die Zitronenbrause dazu geben. Mit Leitungswasser oder Mineralwasser auffüllen. Gut umrühren, einige Zeit zum Ziehenlassen in den Kühlschrank stellen (mindetens 30 Minuten - je länger die Mischung zieht, um so intensiver wird der Minzgeschmack).

Zum Servieren Eiswürfel in ein Glas geben und die Zitronen-Ingwer-Limonade durch ein Sieb eingießen (andernfalls hat Du die Ingwerspäne im Glas - ich mag das nicht).

Mittwoch, 29. Februar 2012

Spinat-Feta-Pastete nach Jamie Oliver

Spinat-Feta-Pastete nach Jamie Oliver
Pasteten machen wir gerne als Resteverwertung: Blätter- oder Yufkateig in eine Auflaufform legen, einen Blick durch die Küche werfen und gucken, was weg muss, ab damit auf den Teig, Käse-Sahne-Ei drüber, Teig umklappen und ab mit der Form in den Ofen. Das Ergebnis ist immer anders, aber immer lecker.

Gelegentlich gibt es aber auch Pasteten nach Rezept - in diesem Fall nach einem aus Jamie Olivers "30 Minuten Menüs". Da ich keine Lust hatte, für Yufkablätter zur Metro zu fahren, und da Pecannüsse weg mussten, haben wir zwei Zutaten ersetzt. Außerdem habe ich das Rezept ein wenig vereinfacht, da ich keine Lust hatte, Backpapier mit Olivenöl zu bestreichen und zu zerknüllen. Ja, ich weiß, ich widersetze mich dem Konzept dieses Buches, und das mit dem Backpapier ist bestimmt total sinnvoll, wenn man die Pastete in einer Pfanne macht. Im Original gibt es zur Pastete übrigens noch Gurkensalat, Tomatensalat, Eis im Nuss-Schokomantel und Tortillas. Und das nennt sich dann "Menü" ... Okay, okay, ich bin ja schon still.

Spinat-Feta-Pastete nach Jamie Oliver

Ei-Feta-Nuss-Mischung.
Zutaten für 4 bis 6 Portionen:
100 g Pecannüsse (im Original Pinienkerne)
5 Eier
300 g Feta
50 g Cheddar
Oregano, frisch oder getrocknet
abgeriebene Schale von einer Zitrone
500 g Blattspinat (frisch oder TK, aufgetaut, im Original 400 g)
250 g Blätterteig (frisch oder TK, aufgetaut, im Orignal frische Filo- oder Yufkateigblätter)
Cayennepfeffer
Muskatnuss
Knoblauchflakes oder frischer Knoblauch (fehlt im Original)
Salz
Pfeffer
Olivenöl
Butter

Die gefüllte Auflaufform.
Zubereitung:

Die Pecannüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten und erkalten lassen. Grob hacken.

Die Eier in eine Schüssel schlagen. Den Feta hineinbröckeln, den Cheddar hineinreiben. Salz, Pfeffer, reichlich Oregano, Zitronenschale und einen Schuss Olivenöl dazugeben und die gerösteten Nüsse unterrühren.

Spinat waschen und trockenschleudern (TK-Spinat etwas ausdrücken, falls man ihn nicht in einem Sieb aufgetaut hat). Etwas Butter und etwas Olivenöl in einer Pfanne oder in einem Topf erhitzen, den Spinat portionsweise unter Rühren garen (zusammenfallen lassen) und leicht abkühlen lassen.

Die Pastete ist fertig.
Eine Auflaufform mit etwas Öl auspinseln. Die Blätterteigplatten etwas dünner rollen und die Auflaufform so damit auskleiden, dass die Platten auf dem Boden der Form überlappend liegen. Was über die Form ragt, nach außen umklappen. Die Platten mit einer Prise Cayennepfeffer bestäuben. Falls eine Pastetenpfeife vorhanden ist, die mittig in der Form platzieren.

Spinat zur Ei-Käse-Mischung geben, unterheben und mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. Mischung in der Auflaufform verteilen und die überstehenden Teigstücke in die Form klappen. Die Auflaufform bei 200°C (Umluft) in den Ofen geben und ca. 30 Minuten backen, bis der Blätterteig aufgegangen und gebräunt ist.

Die Pastete in Stücke schneiden und portionsweise servieren.

Reste können am nächsten Tag vorsichtig in Butter in einer Pfanne aufgebacken werden.

Freitag, 13. Januar 2012

Schokoladen-Blog-Event: Eeeend zeeeee Bärchenbackform gooos tuuu ...

Wenn man so einen Blog-Event macht, bei dem man was verlost, braucht man eine Glücksfee, habe ich gelernt. Eigentlich wollte ich dafür unseren bayerischen Gastdackel nehmen, der wie Martin vom Blog "Einfach ein schönes Leben", zu dessen Ehren ich den Blog-Event startete, fast aus München kommt. Aber krankheitsbedingt bekam ich das nicht auf die Reihe, und inzwischen ist der Gastdackel wieder in der Heimat. Der Gatte wollte partout keine Glücksfee sein, und ansonsten sehe ich momentan krankheitsbedingt eigentlich niemanden.

Doch halt! Da gibt es doch noch Arthurs Enkeltochter, die regelmäßig bei uns is(s)t. Die kann doch Glücksfee für die Bärchenbackform sein. Nur wie es der Teufel will, steckte sie über Weihnachten erst die Nase in Mudderns Töpfe und Kühlschränke, war dann mit der Wohnungssuche beschäftigt und hatte in der ersten Woche des neuen Jahres auch sonst Besseres vor *tsetsetse* Deswegen fand die Gewinnerauslosung erst vorgestern Abend statt.

Aber bevor es zur großen Gewinner-Verkündung geht, hier erstmal das Line up der Teilnehmer:

Martin, der den Anstoß für den Event gab, weil er bzw. sein Sohn eine ausgesprochen entzückende Lebkuchenstadt für einen Weihnachtsfilm baute, war der erste Einsender. Er versüßt uns den Vorabend mit Pfefferminztalern oder "Vor acht Uhr Plätzchen" - Hüftgold auf die feine bayerische Art, das man sicher rund um die Uhr genießen kann. Überschaubare Zutaten, Eiweißverwertung und viel Geschmack - wunderbar!


Bei Mel, der sympathischen Bauerhof-Besitzerin aus dem Allgäu, gibt es Schokokuchen nach Nigella Lawson - ohne Mehl, mit sechs Eiern, feinem Orangenaroma und mit Löchern, in die man Sahne füllen kann! Ideal für Glutenintolerante, die nicht auf das pöhse Cholesterin achten müssen ;o) Sieht unschuldig aus der Kuchen, legt sich aber vermutlich direkt auf die Hüften. Andererseits ist da bestimmt kein Platz mehr für Kalorien, wenn die Löcher mit Sahne gestopft sind.

Wie nicht anders zu erwarten, kocht Frau Küchenlatein Pudding (und nicht nur den) ohne Tüte, auch wenn ihr bester Ehemann von allen gelegentlich der Meinung ist, mit Tüte kochen zu müssen. So gab's bei ihr den winterlichen Schokoladenpudding erst aus der Tüte, gekocht von Herrn Küchenlatein, und dann in einer nachgebauten Version ohne Tüte, gekocht von Frau Küchenlatein höchstselbst. Du hast noch Spekulatiusgewürz von Weihnachten übrig? Mach' diesen Pudding, denn da kommt genau das rein!

Schokoladenkuchen ist quer durch die Republik beliebt, und so kommt nicht nur einer aus dem Allgäu, sondern auch von Hella aus Niedersachsen. Ihr Schokoladenkuchen ist einer, der richtig gesättigt ist mit Schokolade, und der sicher auch satt und glücklich macht. Mit nur fünf Eiern ist er aber fast schon eine choleresterinarme Version, die auch ohne Löcher, in die Sahne gefüllt werden kann, daher kommt. Ideal also für alle, die nach Weihnachten Kalorien sparen wollen oder müssen  ;o)

Kommt ein Mann zum Bäcker: "Ich möchte gerne Rumkugeln". Sagt der Bäcker: "Von mir aus. Aber bitte draußen!" An den Kalauer muss ich beim Anblick von Rumkugeln immer denken. Für diese köstlichen Exemplare muss man nicht in die Bäckerei gegen, denn Barafra von Barafras Kochlöffel verrät das Rezept. Und in Deiner eigenen Küche kannst Du beim Herstellen der pralinigen Köstlichkeiten aus Schokolade, Zucker und Mandeln so viel durch die Küche kugeln wie Du willst.

Schnuppschnüss Jutta bekam angesichts der zu verlosenden Backform Petzi-Panik und wehrte sich mit Eau de Javel dagegen, einem ausgesprochen aggressiven französischen Reiniger, den sie mir zum nächsten Hamburg kocht!-Treffen mitbringt. Ihre Schokoladen-Walnuss-Tarte ist zwar französisch inspiriert, aber ganz sicher nicht aggressiv, sondern schlichtweg lecker. Die erforderlichen Walnüsse kamen aus München, wurden eigenhändig von Nathalie unterm Baum hinter ihrem Haus gesammelt. Grandios!

Cami aus Hamburg zeigt, dass sie nicht nur tolle Torten, sondern auch wunderbare Schokoplätzchen backen kann. Die kommen ganz unschuldig daher, sind in Wahrheit aber ganz raffiniert: Außen ist Kakaopulver, aber innen sind sie gefüllt mit weißer Schokolade. Das Originalrezept stammt von Jamie Oliver - sieh mal einer an, der backt auch Kekse.

Nata von Pastasciutta pflückt keine Walnüsse zum Verschenken wie ihre Münchner Namensvetterin, sondern backt stattdessen Schokobrot Liebesbrot und hat uns sogar so lieb, dass sie die kleinen Brote zumindest virtuell mit uns teilt. Das Brot sei so unwahrscheinlich lecker, dass sie kein anderes mehr essen möchte, schreibt Nata. Damit rückt das Brot sicher auf vielen Nachkoch- und Nachbacklisten ganz nach oben, nicht nur auf meiner. Jetzt müsste ich nur noch Brotbacken können. 

Für jeden Sündenfall mit Rezepten gerüstet ist die Schweizerin Kerstin. Ihr Mandel-Schokoladen-Parfait fällt in die Kategorie "Verboten gut". Die eventuell vorhandenen winzigen Mengen an Kalorien werden dabei gut versteckt zwischen Sahne und Creme double. Beim Dessertwettbewerb einer deutschen Frauenzeitschrift landete Kerstins schokoladige Sünde schon auf Platz 1 der besten Schokoladendesserts, und jetzt teilt sie das Rezept virtuell mit uns.
Bushcook aus München wird zum Trüffelschwein zur wahren Pralinenliebhaberin. Sie verwöhnt uns mit Szechuanpfeffer-Trüffeln (links) und mit Rosmarin-Trüffeln (nicht im Bild). Gewürze, verpackt in ganz viel Schokolade, Butter und Sahne - eine schöne Idee, nicht nur zu Weihnachten. Tipps für die Resteverwetung gibt es auch noch: Aus den Kakaoresten der Pralinenproduktion läßt sich heiße Schokolade machen. Die Idee wird Martin in seinem nächsten Pralinenkurs sicher gleich umsetzen.
Einen Pralinenkurs besuchte Mercedes aus Dortmund, die dem Backeifer verfallen ist. Das im Kurs gelernte setzte sie gleich um und machte sich mit ihrer Schwester an die Herstellung von Mangopralinen. Die sehen zum Reinbeißen und höchst professionell aus! Dabei ist die Herstellung vergleichsweise einfach - wenn man's kann: Eine Mangoganache wird in Schokoladenhohlkörper gefüllt. Auch wenn die Hülle fertig geliefert wird, braucht man für die richtige Temperierung der Schokolade für die Ganache Fingerspitzengefühl.

Krisz von Culinaria Ungaria verwöhnt uns mit einem frischen und fruchtigen Eierlikör-Mandarinen-Schokoladenkuchen, der auch noch blitzschnell im Kühlschrank statt im Backofen gemacht ist. Und schlank macht der Kuchen auch noch, denn er kommt mit Joghurt statt mit Sahne aus - also, wenn das kein Rezept gegen nachweihnachtlichen Hüftspeck ist!
Die Auslosung fand zwischen Rouladen, Klößen und Rotkohl statt. Und endlich ist auch das verschwundene Kabel, das dafür sorgt, dass die Fotos aus der Kamera auf den PC kommen, wieder da.

Alle Lose sind im Lostopf.
Nach gründlichem Durchmischen ist das Gewinnerlos gefunden.
Die Spannung steigt. Trommelwirbel! Uuuuuund die Gewinnerin der Bärchenbackform ist - taataaaataaaataaaa - Barafra mit den Rumkugeln! Glückwunsch!

Die Gewinnerin steht fest.
Herzlichen Glückwunsch an Barafra, die schon über den Gewinn informiert ist. Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer!