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Sonntag, 29. Dezember 2024

Wochenplan in KW 52/24: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCL

In dieser Woche war Fremdessen angesagt, denn wir waren über Weihnachten bei Tante in Dachau. Es tat gut, mal nicht so gut wir gar nicht zu kochen. Ich genoss besonders die Frühstücksbüfetts in den Hotel. 

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend machten wir einen Zwischenstopp in Kaisers Weinland Hotel in Hammelburg. Der Gatte war in der Stadt stationiert und kennt das Hotel noch aus dieser Zeit. Im zugehörigen Restaurant kann man ausgezeichnet essen und Wein trinken. Für mich gab's eine halbe Ente mit Orangen-Ingwer-Sauce und für den Gatten ein Cordon Bleu, von dem er noch Tage später schwärmte. 

Halbe Ente mit Orangen-Ingwer-Sauce, Rotkohl und Kartoffelklößen.

Sonntag fuhren wir weiter nach Dachau. Abends ging's in den ehemaligen Augustenfelder Hof, der nach einem Betrieberwechsel inzwischen Croatica heißt. Die Rezensionen sind unterschiedlich, aber wir dachten uns, wir lassen es einfach drauf ankommen. Schwiegermutter meckert eh ständig, egal, wie das Essen ist, da ist es dann auch egal.

 Kalbsleber mit Kartoffelpüree und Spinat-Salbei-Butter.

Irritierenderweise hatte Schwiegermutter nichts zu meckern. Sie war total glücklich mit einer riesigen Portion Kalbsleber mit Kartoffelpüree und Spinat-Salbei-Butter, Tante ebenso. Der Gatte und ich entschieden uns für den Grillteller. Da war das Fleisch teilweise etwas zu trocken, aber ansonsten hatten auch wir nichts auszusetzen.  

Grillteller, für mich mit Beilagen-Salat.

Montag bis Donnerstag kochte meistens Schwiegermutter, was wir im Vorfeld mit allen Kräften zu verhindern versuchten - vergeblich. Schwiegermutter erinnerte sich diesmal zwar an die Rezepte, kochte aber völlig utopische Mengen. Für einen Nudelauflauf für vier Personen rechnete sie je ein Kilo Nudeln, Hack und Streukäse. Vom Tüten-Pü machte sie 18 Portionen - für vier. Bei den Speck-Bohnen-Päckchen rechnete sie 5 bis 6 Päckchen pro Person, und vom Reis kochte sie auch ein Kilo. Natürlich war sie sauer, dass nicht alles aufgegessen wurde.

Liebevoll gedeckter Weihnachtstisch bei Tante.

Das Reiskochen war ein Drama für sich: Tante macht sich normalerweise Kochbeutel-Reis, was ja völlig okay ist, aber natürlich unter Schwiegermutters Niveau. Das Reiskoch-Drama dauerte gut eine Stunde. Der Gatte und ich saßen derweil im Wohnzimmer und überlegten, ob wir eingreifen sollten, denn Schwiegermutter griff Tante permanent an, weil die halt nur Kochbeutel-Reis kann. "Schwiegermutter, du hast jetzt Sendepause!", sagt man ja auch viel zu selten. Zum Reis gab's TK-Hühnerfrikassee, was für Schwiegermutter ebenfalls nicht gut genug war, denn sie macht ihr Hühnerfrikassee natürlich immer selbst. Erstaunlich, dass sich der Gatte so gar nicht daran erinnern kann, dass seine Mutter mal Hühnerfrikassee zubereitete. 

Ich musste die ganzen Dramen übrigens stocknüchtern ertragen, weil ich Fahrdienst hatte und die Bar im Hotel geschlossen war. Ich lehnte es blöderweise ab, mir bei Rewe Gin und Tonic zu besorgen und sah mich mehr als einmal bei den Flachmännern bei der Tante neben dem Hotel ... Allerdings schockierte mich Schwiegermutter nachhaltig, als sie Sekt aus Wassergläsern trank, weil in Sektflöten ja nicht genug rein geht. Nein, sie hat kein Alkoholproblem. Hauptsache, es ist genug Alkohol da. 

Roastbeef mit brauner Sauce, Speck-Bohnen-Päckchen und Tüten-Pü.

Mittwoch bereiteten der Gatte und ich im Teamwork Roastbeef zu. Die Päckchen-Sauce, die Schwiegermutter dazu vorgesehen hatte, ignorierten wir. Der Gatte verträgt sie ebenso wenig wie Saucenbinder, was Schwiegermutter beharrlich ignoriert. Sie ist ja auch nicht dabei, wenn sich der Gatte mit den Folgen quält. Viel hatte Tante nicht da, vor allem Zwiebeln und Knoblauch fehlten, aber immerhin war auch Stärkemehl da. Ich schaffte es, aus Bratensatz, Speck, Zwiebel-, Knoblauch- und Paprikapulver, Tomatenmark, Rotwein und Stärke eine essbare braune Sauce herzustellen. 

Schwiegermutter kam, anders als bei diesem Kalbsbraten, zum Glück nicht auf die Idee, NT-Garen bedeutet, dass das Fleisch eine Kerntemperatur von 80°C haben müsse, so dass das Fleisch mit etwas über 55°C auf den Tisch kam. Leider gab's bei Tante nur stumpfe Messer mit Wellenschliff, und wir vergaßen, eins einzupacken. Dafür hatten wir zwei Fleischthermometer mit. Die vergessen wir sonst gerne, weswegen wir inzwischen eine ganze Sammlung an dänischen Fleischthermometern haben.

Cordon Bleu.

Freitag machten wir wieder einen Zwischenstopp in Kaisers Weinland Hotel in Hammelburg. Wir waren schon am frühen Nachmittag da und erledigten vorm Einchecken erstmal den Wocheneinkauf bei Edeka. Ich hatte nämlich absolut keine Lust, gestern nach der Rückkehr nochmal loszufahren oder mich Montag ins Gedränge zu stürzen. So muss ich Montag nur zum Bäcker für Brot und Berliner.

Schnitzel Wiener Art.

Abends gab's Cordon Bleu für mich und Schnitzel Wiener Art für den Gatten. Am kommenden Tag durften zwei Flaschen Scheurebe mitkommen. Die Rebe habe ich in Weißenhäuser Strand für mich entdeckt. Leider gibt es sie nur selten.

Gebacken wurde nicht, und über Too good to go holte ich auch nichts. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.  

Samstag, 19. Oktober 2024

Wochenplan von KW 40/24 bis KW 42/24: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXXXVIII - CCXL

"Okay, welches Gerät können Sie heute noch liefern?!" - Wir waren keine acht Stunden aus dem Mallorca-Urlaub zurück, als ich Dienstag früh einen neuen Kühlschrank kaufte, womit sich der bis dahin bereits angedachte nächste Mallorca-Urlaub finanziell erledigt hatte ... Unser Kühlschrank war zwar erst vier Jahre alt, hatte aber während unseres Urlaubs einen Kurzschluss. Zum Glück passierte bis auf ein paar verdorbene Lebensmittel nicht mehr. 

Ein für uns typisches Abendessen auf dem Balkon unseres Apartements.

Wenn wir mal die Tagesschau sehen wollten, gab's das Abendessen auf Tellern angerichtet drinnen auf dem Sofa.

Natürlich versuchte ich zuerst, den Kühlschrank reparieren zu lassen, aber Sharp gab die Hausgerätesparte an Vestel ab, und die reparieren nur noch Geräte im Rahmen der zweijährigen Garantie. Es war niemand zu finden, der einen Sharp-Kühlschrank reparieren wollte, bis auf eine wenig seriös wirkende Firma in Hamburg, die einen Arbeitspreis von günstigen 7 Euro pro Minute berechnete. Netto. Plus Anfahrt. Ja, nee, is klaa.

In Alcùdia kehrten wir in der Cerveceria Santa Anna ein. Für mich gab's das IPA Complot, für den Gatten einen Doppelbock.

Bier braucht eine Grundlage. Für mich gab's Ochsenschanz mit Kartoffel, für den Gatten einen Burger mit Fritten.

Die Fachhändler in Buchholz, die ich zurate zog, zeichnen sich ja überwiegend durch großartige Hilfsbereitschaft und Kooperation aus, und so landete ich schnell beim örtlichen Miele-Händler, der keine drei Stunden nach unserem Gespräch einen neuen Kühlschrank brachte, das Altgerätes kostenlos mitnahm. Das war so ziemlich der spontanste Kauf meines bisherigen Lebens, aber ich hatte keine Kapazitäten, tagelang nach einem Kühlschrank zu suchen und wochenlang auf die Lieferung zu warten. 

Beim Ausflug nach Artà kehrten wir wieder im La Bicicleta ein. Diesmal gab's Banana Split mit dem leckersten Erdbeer- und Schokoladen-Eis, das wir seit langem aßen. 

Dass wir ein Haushaltsgerät von Sharp hatten, war ohnehin ein Ausreißer, denn normalerweise haben wir Bosch, die ebenfalls reparieren. Die Bosch-TK-Kombis hatten aber zumindest vor vier Jahren die gleiche Macke wie das Bauknecht-Teil, das wir davor hatten: Es sammelt sich Wasser im / unterm Gemüsefach. Deswegen kamen wir auf Sharp. Die Marke kannten wir aus den Ferienhäusern, sie machte einen robusten Eindruck. Nun Ja. Jetzt schauen wir mal, was Miele kann. Der Miele-Händler bietet übrigens einen Reparaturservice an. Hausgeräte von Sharp bzw. Vestel jedenfalls kommen uns nicht mehr ins Haus.  

Vorspeisen vom Mexiko-Büfett.

Hauptgerichte vom Mexiko-Büfett.

In den ersten beiden Oktober-Wochen war wir auf Mallorca, wieder im Hotel Alcudia Garden, in dem wir uns sehr wohl fühlen. Es ist ein bisschen wie Nach-Hause-kommen, und es ist schön, bei den Mitarbeitenden bekannte Gesichter zu sehen. Wir hatten diesmal mit Halbpension gebucht, weil das merkwürdigerweise günstiger war als Übernachtung mit Frühstück. Wir ahnten aber schon, dass wir die Halbpension kaum nutzen werden, nicht, weil das Essen schlecht ist, sondern weil wir es mögen, abends mit Käse, Schinken, Oliven und Rotwein auf dem Balkon zu sitzen oder in den Restaurants der Umgebung zu essen. Natürlich hätten wir auch mittags statt abends essen können, aber da waren wir meistens unterwegs, und überhaupt sind wir keine großen Mittagesser. 

Ich hätte mich ja komplett am Dessert-Büfett sattessen können. Nicht auf dem Foto, aber mein Favorit: Ein Schokokuchen mit leicht bitterem Orangenpudding und Karamellschicht.

Im Hotel gab's abends Themen-Büfetts zusätzlich zu dem üblichen Misch-Masch aus Pommes, Spaghetti und ähnlichem - schließlich mussten die Geschmäcker von Spaniern, Deutschen, Dänen, Briten, Schweden, Polen, Russen und Ukrainern, Kindern und Erwachsenen gleichermaßen bedient werden. Die Themen-Büfetts waren ganz spannend. So lernte ich beispielsweise Katsu Sando, ein Schnitzel-Sandwich aus Japan, kennen. Das bastle ich bestimmt mal nach, wenn's wieder Schnitzel gibt. Vom Mallorca-Büfett hingegen war ich enttäuscht. Miesmupfel in Glutamat-Brühe - also bitte! Ich hatte nicht die Qualität aus Nana's Stue erwartet, aber Glutamat-Brühe hätte nun echt nicht sein müssen, wo sich die Küche so viel Mühe gibt, mit frischen Produkten zu arbeiten. 

Auswahl vom Themen-Büfett Mallorca.

Mittags gab's an Strandtagen Obst. Wir genossen mallorquinische Mangos, jede Menge Melone und Ananas. Allerdings ist die Wassermelonensaison im Oktober leider schon vorbei, sehr zum Leidwesen des Gatten. Fußläufig war ein Eroski zu erreichen, in dem wir uns versorgtem und für den Notfall gab's direkt am Hotel mehrere Mini-Märkte. Außerdem fuhren wir wieder in den großen Mercadonna wie in den anderen Urlauben. 

Neu ist ein Aldi, in den der Gatte natürlich unbedingt musste. Erstaunlicherweise gab's dort genau den Schwarztee, der hier aus dem Sortiment genommen wurde wegen zu hoher Belastung mit Irgendwas. Ich überlegte kurz, einen Vorrat mitzunehmen, weil wir den Tee vermissen.

Ansonsten kaufte ich Stiefel, die maßgefertigt werden und demnächst kommen sollten, das Lieblings-Winter-Parfüm sowie Salz und Olivenöl für die Nachbarn, die sich um unsere Postberge kümmerten. Spannend war der Besuch in einer Drogerie in Sóller, als ich kurz Taschentücher brauchte. Ich wurde in das zweite Untergeschoß geschickte und musst zwei jahrhundertealte in Felsen gehauene Treppen hinab steigen. Das dürfte hier sicher nicht abgenommen werden, weil es sämtlichen Din-Normen widerspricht. 

Am Strand stieg der Preis für Sonnenliegen in den letzten beiden Jahren um mehr als 45 Prozent! Wir hatten Glück, denn es war nicht mehr so voll, dass wir Strandliegen online reservieren mussten. Stattdessen konnten wir gegen halb elf noch zwei Liegen in der ersten Reihe bekommen. Die neuen Beton-Chiringuitos sind noch Bauruinen, und es waren nur wenig Obst-Verkäuferinnen unterwegs. Neu war, dass auch Sangría und Mojito angeboten wurden. Beides ist nichts für uns. Am Strand essen wir normalerweise Obst, und einmal holte ich Pommes. 

Wenn wir in Port d' Alcùdia sind, ist der Besuch bei Lloyd's Pflicht. Das ist so, seitdem wir 2018 das erste Mal dort urlaubten. Diesmal gab's Halloumi Fritters als Starter.

Fish 'n' Chips, und mein Fisch sieht irgendwie aus wie ein Alien ...

Wieder zu Hause, erledigten wir den Wocheneinkauf nach dem Kühlschrankkauf im Nachbardorf. Viel brauchten wir nicht, da die Woche hart werden würde, die Tage lang würden, wir auf Vorräte und Convenience zurückgriffen. Wir kauften dann allerdings doch mehr als gedacht, denn Angebote lockten. Es ging mehrfach zum Bäcker, und ich kaufte das Internet leer. 

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Käse, Schinken, Oliven und Rotwein auf dem Balkon.

Sonntag waren wir zum Abschiedsessen im Don Chon. Es gab u.a. Chop Suey. Am ersten Abend in Port d' Alcúdia waren wir auch im Don Chon. Das ist so, seitdem wir 2018 das erste Mal dort urlaubten. Wie bei Lloyd's ist es schön zu sehen, dass sich die Qualität des Essens nicht änderte, die gleichen Menschen dort arbeiten. 

Für mich gab's wie immer die gemischte Vorspeisenplatte. Der Gatte entschied sich diesmal für einen Salat.

Chop Suey mit Rindfleisch.

Montag gab's Bocadillos im Flieger.

Dienstag aßen wir Kohlsuppe aus dem Tiefkühler. Der Kurzschluss des Geräts betraf merkwürdigerweise nicht alle Fächer, so dass manches gerettet werden konnte. 

Mittwoch machte der Gatte Frühlingsrollen.

Donnerstag gab's Baked Feta Pasta.

Freitag gab's Fischstäbchen mit Kartoffelsalat.

Gebacken wurde nicht. Ich wollte zwar Dienstag einen Apfelkuchen mit Äpfeln vom kleinen Apfelbaum backen, aber der Tag entwickelte sich ja so komplett anders als gedacht. Eigentlich sollte ich Dienstag auch etwas für die beiden Büro-Tage über Too good to go kaufen, aber wie gesagt, der Tag entwickelte sich anders. Als ich daran dachte, war es zu spät. Einen Tag lebte ich von belegten Brötchen, den zweiten von Weintrauben und Besprechungskeksen, weil ich nicht aus dem Büro kam. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Donnerstag, 17. Oktober 2024

Kaffesmeden in Esbjerg (Dänemark)

In einer Seitenstraße, abseits  von Esbjergs Fußgängerzone - übrigens die längste Fußgängerzone Dänemarks - liegt versteckt in einem Hinterhof ein kleines Juwel: Kaffesmeden, der Kaffeeschmied. Selbst die Adresse passt: Smedegade, Schmiedestraße.

Alle Tische sind liebevoll dekoriert.

Wer auf dem linken Stuhl sitzt, darf sich als Special Guest fühlen. 

So leer ist das Café selten.

Das kleine Lokal liegt perfekt, um auf Hin- oder Rückreise eine Pause einzulegen. Es gibt zwei Gasträume und zusätzlich jede Menge Tische draußen in einem überdachten Hof mit Heizstrahlern.

Das kleine Lokal liegt etwas versteckt in einem Hinterhof.

Caffe Latte mit doppeltem Espresso und Chai latte.

Unterm Grünzeug liegt der Lachs: Sandwich mit Lachs und Porridge mit Apfelkompott und Karamellsirup.

Eine weitere Kaffesmeden gibt es in Ribe. Beide Lokale lohnen einen Abstecher!

Dienstag, 15. Oktober 2024

Lighthouse Burger in Rindby auf Fanø (Dänemark)

Als ich Kind war, gab's im Dorf einen dänischen Imbiss, in dem wir oft aßen. Mudderns kochte ungern, Vadderns hatte viele Restaurantbesitzer als Mandanten, und so wuchs ich überwiegend mit Restaurantessen und Fertigfutter auf. 

Fanø Classic Burger als Combo mit Fries und Estragon-Dip.

In dem dänischen Imbiss gab's die besten Pommes, die ich je aß, und nach denen ich seitdem vergeblich suche. Die, die Lighthouse Burger in Rindby auf Fanø serviert, sind ganz dicht dran! Würde ich dort leben, ich wäre Stammgast. 

Stricken während des Wartens auf's Essen.

Die Fritten sind außen knusprig und innen saftig. Sie werden mit einem Rosmarin-Salz serviert, und die Portion ist so groß, dass ich mir Mühe geben musste. Dass ich bei Pommes schwächle, kommt sehr, sehr, sehr selten vor.  

Das Lokal ist kaum zu übersehen.

Auch der Burger ist unglaublich gut: Das Patty ist nicht trocken, hat noch einen kleinen rosa Kern, und der Bun hat eine schöne Kruste. Absolute Empfehlung!

Donnerstag, 10. Oktober 2024

Café Nana's Stue in Sønderho auf Fanø (Dänemark)

Café Nana's Stue, also Omas Stube, ist ein entzückendes Lokal in Sønderho auf der dänischen Nordseeinsel Fanø. 

Moules et frites, originell und praktisch serviert.

So sieht's aus, wenn alle Teller geöffnet und sortiert sind. 

Nach der Schlacht. Die Muscheln kamen in einer sehr schmackhaften Brühe mit Wurzeln und Pastinaken, die mit Sahne verfeinert war.

Außerdem dem Restaurant beherbergt das Lokal auch ein Museum für niederländische Fliesen vom 17. bis zum frühen 20. Jahrhundert.

Das Restaurant beherbergt auch ein Fliesenmuseum. 

Die Fliesen links im Bild hängen auch zu Hause über unserem Kaminofen.

Das Lokal mit Fliesenmuseum von außen.

Anlässlich des Festivals Fanø Strik fand hier Dinner-Strick-Konzert mit Kira Martini und Cille Dyrberg statt, bevor das Restaurant in die Winterpause ging.

Zum Strickkonzert mit Dinner war das Lokal ausverkauft.

Davor waren wir zum Muschelessen dort. 

Vorspeise: Gazpacho mit Krabben und Oktopus.

Hauptgericht: Dorsch mit Pastinakenpüree, Kartoffeln und gegrilltem Spitzkohl. Zum Dessert hatte ich nur einen Kaffee.

Falls du auf Fanø urlaubst, ist ein Abstecher nach Sønderho mit einem Besuch im Café Nana's Stue sehr zu empfehlen. 

Samstag, 4. Mai 2024

Wochenplan in KW 18/24: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXVI

Diese Woche war Schwiegermutter ein paar Tage zu Besuch, und da wir zwar inzwischen eine rudimentäre Küche haben, aber noch immer keinen richtigen Esstisch, weil der Großteil der Küche in Kartons im Esszimmer steht, war fremdessen angesagt. Wir hätten Lokale auswählen sollen, in die wir garantiert nicht nochmal gehen wollen ... Es war ausgesprochen kompliziert mit Schwiegermutter. 

Bei der Pizza befand Schwiegermutter, der Teig wäre zuerst ohne Belag gebacken worden, dann hätte man sie belegt und nochmals gebacken, denn sonst wäre der Boden nicht so hart. Da ich für sie die Pizza schneiden musste, weiß ich: Der Teig war nicht hart. Der Pannfisch sagte ihr nicht zu, weil er nicht so serviert wurde wie weiland im Haseldorfer Hof. Die Rhabarber-Baiser-Torte hätte fast Gnade gefunden, hätte sie nicht zu viel Teig gehabt. Beim Frühstücksbüfett im Hotel fehlten das Angebot und die Personaldichte des Travemünder Maritims ... Einigermaßen versöhnt war sie, als ich ihr am letzten Tag ein Schälchen Heringssalat hinstellte. Den hatte sie bislang nicht entdeckt. Erstaunlicherweise hatte Schwiegermutter dann nichts an der Kalbsleber in Salbeibutter zu meckern, abgesehen von der Tatsache, dass sie auf einem Glasteller serviert wurde, auf dem sich schlecht schneiden ließ (das Geschirr war aber auch eine schlechte Wahl).

Der Wocheneinkauf war relativ schnell am Freitag Nachmittag in Baumarkt, Sonderpostenmarkt, Supermarkt und Discounter erledigt. Im Laufe der Woche ging's nochmal zum Discounter, außerdem zu Ikea wegen unserer Küche und in die Parfümerie sowie zum Optiker, mehrfach in die Apotheke, zum Blumenladen und zum Schlachter. 

Die neue Küche wird, nach der Planung zu urteilen, wirklich schön. Es ist die erste Küche, die wir nicht selbst bauen, was vor allem für den Gatten eine Umstellung ist. Aber er kann solche Arbeiten einfach nicht mehr machen. Spannend werden Kochfeld und Backofen, denn da gibt es nichts mehr mit Knöpfen, nur noch mit Touchpanels. Deren Bedienung ist für den Gatten schwierig. Wir müssen mal schauen, ob er mit den ausgesuchten Geräten zurecht kommt. Falls nicht, müssen wir gucken, ob es irgendwo noch Geräte mit Knöpfen gibt. Ich blicke auch noch nicht durch, für welche Anschlüsse noch ein Elektriker notwendig ist - ich hoffe, unser Elektriker blickt durch ... 

Unser Wochenplan für den beginnenden Mai.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend hatten wir Hilfe im Garten, und dem Gatten ging's so weit gut, dass er auch selbst etwas machen konnte. Abends waren wir einfach nur platt. Mir taten jeder Knochen, jeder Muskel weh. Anstelle des grünen Spargels mit Hackbällchen bestellten wir Currywurst und Pommes frites bei Mr. Schiebetür - und ließen liefern, denn ich wollte keinen Schritt mehr machen, auch nicht, wenn es nur anderthalb Kilometer gewesen wären. 

Sonntag sollte es nochmal Spargel-Ricotta-Tarte geben, aber ich entschied mich, grünen Spargel mit Hackbällchen zu machen. Die hätte ich sonst Montag gemacht, aber ich wusste, da hätte ich abends keine Kraft mehr zum Kochen. 

Montag gab's Spargel-Ricotta-Tarte statt grünen Spargel mit Hackbällchen.

Dienstag hatte ich einen Zehn-Stunden-Tag, sollte der Gatte sich um's Abendessen kümmern, weswegen es Hühnerfrikassee geben sollte. An manchen Tagen ist Fertigfutter leichter für ihn zuzubereiten. Es war aber noch ausreichend grüner Spargel mit Hackbällchen da.

Mittwoch ging's zum Fremdessen ins Lim's. Wir mögen das Lokal, weil der Service großartig und geduldig ist mit Müttern, Schwiegermüttern und sonstigen komplizierten Gästen. Außerdem ist die Karte so umfangreich, dass jeder etwas finden sollte - dachten wir zumindest, bis wir mit Schwiegermutter da waren ...  

Burger und Pommes frites im Lim's.

Donnerstag waren wir zum Fremdessen bei Frommann. In dem Hotel-Restaurant verbrachte ich einen Großteil meiner Kindheit, denn meine Eltern aßen so ziemlich wöchentlich dort. Dor fanden Besprechungen, Weihnachtsfeiern und Stammtische statt, und ich musste immer mit. Zum Glück gab's gegenüber einen Spielplatz, wurde ich schon früh darauf konditioniert, dass man mich einfach in eine Ecke stellen und warten lassen kann. Wenn ich dann noch ein Buch habe, bin ich sogar einigermaßen zufrieden. Diese Fähigkeit kam mir in den letzten sieben, acht Jahren beim Warten in und vor Krankenhäusern sehr zugute. 

Bauernfrühstück, immer eine Kindheitserinnerung.

Bei Frommann war ich zuletzt vor 26 Jahren zur Trauerfeier meines Vater. Ich war sehr gespannt, wie sich das Lokal entwickelte, und freudig überrascht, dass es beim Hineingehen noch immer wunderbar nach frischen Bratkartoffeln riecht! Als Kind aß ich entweder Hochzeitssuppe mit Markklößchen (die einzige klare Brühe, die ich mag), Roastbeef mit Bratkartoffeln und Remoulade oder Bauernfrühstück, und letzteres bestellte ich mir auch jetzt wieder. Vom süffigen selbstgebrauten Bier, das der Gatte trank, durfte ich leider nichts, weil ich Fahrdienst hatte, aber eine Flasche wartet im Kühlschrank. Ich bin gespannt. 

Rhabarbertorte im Garten des Schafstalls.

Freitag versuchten wir einen Spaziergang im Büsenbachtal, was aufgrund der Erkrankung des Gatten leider nichts wurde. Selbst die Kaffeepause im Schafstall strengte ihn an, und die 700 Meter zum Fontana mussten wir fahren. 

Kalbsleber in Salbeibutter.

Gebacken wurde nicht, und über Too good holten wir auch nichts. Inzwischen sind sehr viele Läden, Bäckereien und Restaurants aus der lindgrünen Hölle bei Too good to go. Das ist einerseits toll, andererseits heißt das aber auch, dass zu wenig gekauft wird, wenn abends noch so viel übrig ist. Gleichzeitig macht sich eine Schnäppchen-Mentalität breit, und in der lokalen FB-Gruppe gab's Beschwerden, weil in der Überraschungstüte Sachen drin waren, die man nicht mag ... 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 28. Oktober 2023

Wochenplan in KW 43/23: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CLXXXIX

"Müssen wir überhaupt irgendwas einkaufen?" frug der Gatte bei der Wochenplanung. Wir haben uns ja vorgenommen, bis zum Umzug Mitte Dezember möglichst nur aus dem Vorrat zu leben, und dementsprechend klein fällt der Einkaufszettel für den Wochenplan aus. 

Den Wocheneinkauf erledigte der Gatte alleine. Da wir über's Wochenende Besuch hatten und er nicht wusste, ob die Gästin bei uns frühstückt, besorgte er abseits des Einkaufszettels eine vegane Grundausstattung. Die Gästin frühstückte im Hotel, und wir haben nun Hafermilch und veganen Aufschnitt. Ich war Sonnabend im Drogeriemarkt und erlebte einen Höhepunkt des Kleinstadtlebens: Es gab Gelbe Säcke! Die importieren wir aktuell aus Hamburg, denn im Landkreis sind sie meistens vergriffen. Eigentlich soll es schon seit Jahresbeginn in jedem Haushalt eine Gelbe Tonne geben, aber eine Entsorgungsfirma legte Widerspruch ein, und das kann jetzt dauern. Dienstag besorgte ich auf dem Heimweg noch Porree und Paprika. Außerdem ging's in die Trafik, in die Apotheke, in den Wollladen und mehrfach zum Bäcker. 

Wir bekamen alles, was wir brauchten, nur der vegane Weichspüler war aus, und Wasch-Soda scheint nicht zum Angebot des hiesigen kleinen Budnis zu gehören. Das Brotregal war zudem sehr leer - ich hatte den Bäcker im mir unbekannten Supermarkt nicht gefunden. Paprikapreise sorgen aktuell für Schnappatmung, aber Paprika hat nun mal gerade keine Saison. 

Ansonsten arbeiten wir weiterhin an der Quadratur des Kreises. Gesund, lecker, kaliumarm und diabetikerfreundlich schließt sich einfach aus. Die letzte Blutuntersuchung vor zwei Wochen zeigt aber, dass der Kaliumspiegel des Gatten langsam sinkt. Kommende Woche gibt es neue Laborwerte. Wir sind gespannt. Meine Laborwerte sind derweil schlechter denn je. Ich bin mehr mit der Ernährung des Gatten als mit meiner eigenen beschäftigt. 

Neu in der Baustellenküche sind tiefe Teller, ein Wok und ein großer Kochtopf - der Gatte will kommende Woche Huhn süß-sauer und Gulasch kochen. 

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend waren wir fremdessen. Mittags wollten wir eigentlich im Café im Hof im Jägerstübchen essen, aber es war keine Bedienung sichtbar, und Speisekarten gab's auch nicht. Sicherlich wäre irgendwann eine Bedienung gekommen, aber solange wollten wir nicht warten, und wirklich warm war's im frisch eingeheizten Jägerstübchen auch nicht. Also weiter ins Café Alte Sägerei, wo's zwar warm war und reichlich Personal da war, nur war das mit einer Hochzeit komplett ausgelastet. Von den vielen herzhaften Angeboten gab's keins, weil die Küche mit der Hochzeit ausgelastet war. Man bot uns Gulasch mit Nudeln an - für eine Vegetarierin nicht das Richtige. 

Vegan Bowl mit Falafel. Doch ja, ich kann zwei Mal am Tag Falafel essen.

Also weiter, diesmal ins be low. Das ist vegan, das passt. Die Autoheizung sorgte dafür, dass wir gut aufgewärmt dort ankamen. 

Mexican Bowl für den Gast. Die Bowl roch so lecker, dass ich beim nächsten Besuch mal schauen werde, ob ich Fleischersatz vertrage. Damit tue ich mich ja schwer.

Abends ging's dann noch ins Lim's, unser Lokal für Freud und Leid. Die Speisekarte ist so riesig, dass sich eigentlich immer etwas Passendes findet. Der Besuch hatte Nachos, der Gatte Jägerschnitzel mit Pommes und ich Kürbis-Falafel.   

Buchweizentorte mit Chococino und Bickbeer-Buchweizen-Kuchen mit Latte Macchiato. 

Sonntag war wieder fremdessen angesagt, gab's zum Mittagessen Buchweizentorte bzw. Bickbeer-Buchweizen-Kuchen. Torte zu Mittag ist einer der Vorteile des Erwachsenseins. Die Kalorien liefen wir anschließend wieder ab. 

Doch ja, das könnte ein Stück Torte gewesen sein ... 

Zum Abend gab's Ofenkartoffel mit Ofengemüse bzw. Flammkuchen mit Rauke und Tomaten. Der Gatte bekam zu Hause Ofengemüse mit Putenbrustfilet. 

Ofenkartoffel mit Ofengemüse hinter Flammkuchen mit Rauke und Tomate.

Montag aßen wir Hähnchenbrust in Champignonsahnesauce. 

Da der Vorrat leer werden soll, gab's Dienstag Fertigfutter in Form von Tortelloni mit Hollandaise. Der Gatte liebt die Fertigsauce, ich finde sie grauslig, aber muss ja wech ... 

Mittwoch gab's Ofenfisch mit Bratkartoffeln. Letztere wurden natürlich kaliumarm zubereitet, und der Tiefkühler ist wieder etwas leerer. 

Donnerstag kochte ich eine Kürbis-Hack-Pfanne. Der Kürbis wurde natürlich kaliumarm zubereitet. Aus dem Vorrat stammte immerhin das Hack, das eingefroren war.

Freitag kochte ich Würstchengulasch. Aus dem Vorrat stammten Würstchen, Tomatensauce und Nudeln. Der Gatte befand, wir müssen nie wieder Nudeln kaufen. Er könnte recht haben. 

Gebacken wurde auch, ein Käsekuchen mit Kirschen. Aus dem Vorrat stammten ein Glas Kirschen, Sahne und der Magerquark. Über Too good to go wurde nichts geholt. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Freitag, 29. September 2023

Frankfurt: frankfurtersalon

Sonntag Nachmittag hatte ich zwischen zwei Yarncamp-Sessions eine Pause und keine Lust, die im Haus des Buches zu verbringen, so schön es dort auch ist. 

Latte macchiato und Schoko-Himbeer-Kuchen.

Rund rum den Römer war's allerdings sehr voll, so dass ich die Idee, ein wenig zu bummeln, schnell aufgab und mir ein ruhiges Lokal suchte. Das war leichter gesagt als getan. 

Blick ins Lokal.

Im frankfurtersalon fand ich ein ruhiges Plätzchen und schaffte es, "Gefilte Fisch und wie es weiterging*" zu Ende zu lesen (das Buch hat knapp 700 Seiten, und mir saß die Leihfrist im Nacken). Anders als vor zwei Tagen im Iimori war der Latte macchiato heiß. Auf jedem Tisch stand eine Zuckerdose. Der Schoko-Himbeer-Kuchen schmeckte schokoladig-fruchtig. 

Noch ein Blick ins Lokal.

Das Lokal ist ein soziales Projekt, das mit regionalen Erzeugern zusammenarbeitet, und will ein zweites Wohnzimmer für's Viertel sein. Das Konzept scheint aufzugehen. Die Einrichtung und das Geschirr sind bunt zusammengewürfelt, teilweise etwas abgeranzt - muss man mögen. Ich fand's sympathisch.

Dieser Beitrag geht rüber zum Freutag. Vielen Dank für's Sammeln! / *Affiliate link