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Dienstag, 3. September 2024

Pfifferling-Gröstl

Der Gatte interessiert sich aktuell wieder etwas mehr für's Kochen, was für mich eine Erleichterung ist, denn dann muss ich mir nicht alleine Gedanken um's Abendessen machen. 

Pfifferling-Gröstl.

Im August kochten wir uns quer durch den "Diabetes Ratgeber". Da gibt es jeden Monat Gerichte für eine komplette Woche, und diesmal waren sie sogar saisonal. Die Rezepte sind für eine Portion ausgelegt, sehr praktisch. Ich rechne sie allerdings immer aus der Lamäng auf zwei oder vier Portionen hoch.

Dieser Beitrag geht rüber zum Dings vom Dienstag und zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Pfifferling-Gröstl

Zutaten für 1 Portion:

2-3 kleine gekochte Kartoffeln vom Vortag
2 Lauchzwiebeln
100 g Pfifferlinge
Öl
25 g gewürfelter Schinken
1 kleine Knoblauchzehe
1 TL Zitronensaft
Salz
Pfeffer
gehackte glatte Petersilie
1 Ei

Zubereitung:

Kartoffeln in Scheiben, Lauchzwiebeln in Ringe schneiden. Knoblauch feinhacken.

Pilze in Öl anbraten, Zwiebeln, Schinkenwürfel und Knoblauch dazugeben. Abschmecken, mit Zitronensaft beträufeln, aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen. 

Kartoffeln in die Pfanne geben und knusprig braten. Pilz-Mix wieder in die Pfanne geben, die Petersilie unterheben und alles erhitzen.

In einer zweiten Pfanne ein Spiegelei braten und zusammen mit der Kartoffel-Pilz-Mischung servieren.

Quelle

Dienstag, 18. April 2023

Karamellisierte Krautfleckerl

Dieses Gericht ist nicht nur schnelle Feierabendküche, sondern lässt sich auch leicht vegetarisch zubereiten, wenn die Rindsbrühe durch Gemüsebrühe ersetzt wird. 

Karamellisierte Krautfleckerl.

Dieser Beitrag geht rüber zu Dings vom Dienstag, Handmade on Tuesday und Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Karamellisierte Krautfleckerl

Zutaten für 4 Portionen: 

6 EL Butterschmalz (alternativ Öl)
70 g Zucker
1 große Zwiebel (fein gehackt)
1 kg Weißkohl
250 ml Rindsuppe (alternativ Gemüsebrühe)
Salz
1 EL Kümmel
200 g Nudelfleckerln (alternativ Lasagneplatten, in Stücke gebrochen)
Pfeffer
1 Schuss Essig

Zubereitung:

Öl und Schmalz in einem Kochtopf erhitzen. Zucker in dem heißen Fett dunkel karamellisieren. Die fein geschnittene Zwiebel dazu geben und anrösten.

Weißkohl in etwa einen Zentimeter große Quadrate schneiden, anbraten und mit einem Spritzer Essig ablöschen. Rindssuppe und Kümmel in den Topf geben und den Kohl auf kleiner Flamme etwa 30 Minuten köcheln lassen, bis er weich ist. Darauf achten, dass genug Flüssigkeit im Topf ist und ggf. Brühe oder Wasser angießen.
 
Die Fleckerlnudeln bzw. die Lasagneplatten nach Packungsanweisung  kochen und zum Kraut in den Topf geben. Umrühren, Pfeffer würzen und servieren.

Mittwoch, 1. Juni 2022

Kartoffel-Zucchini-Spargel-Gröstl

"Für heute stand doch was ganz anderes auf dem Plan?", wunderte sich der Gatte. Ja, stimmt, nur rechnete ich bei der Planung nicht damit, dass wir vier Portionen Spaghetti mit Zucchini-Tomaten-Bacon-Sauce auf einmal essen. "Das war aber auch lecker!", verteidigte sich der Gatte. Stimmt, nur musste dann halt für den zweiten Abend, an dem das Gericht eingeplant war, was anderes her. 

Noch ohne Rauke und mit weißem Spargel: Kartoffel-Zucchini-Spargel-Gröstl

Nun hätte es TK-Pizza geben können, aber da waren noch eine Zucchini und ein paar Stangen Spargel übrig, und Kartoffeln waren auch mehr als genug da. Rauke mussten wir eh kaufen, da vergessen und am nächsten Tag ohnehin benötigt.

Ein Gröstl ist ein Pfannengericht, das seinen Ursprung in Tirol hat. Es ist eine perfekte Resteverwertung und enthält in aller Regel gekochte Kartoffeln und Braten vom Vortag.

Dieser Beitrag geht rüber zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln.

Kartoffel-Zucchini-Spargel-Gröstl
    
Zutaten für 2 Portionen:

4 Kartoffeln vom Vortag, in Scheiben geschnitten
10 Stangen Spargel, gerne grün
1 Zucchini (ca. 250 g)
1/2 Bund Rauke
2 EL Butter (bzw. mehr Öl für die vegane Variante)
2 EL Olivenöl
4 Eier (natürlich nicht für die vegane Variante)
Salz
Pfeffer 

Zubereitung:

Rauke waschen und trocken schleudern. Spargel waschen, das holzige Ende abbrechen und die Stangen schräg in mundgerechte Stücke teilen. Zucchini waschen, vierteln und in kleine Stücke schneiden. 

Butter und Olivenöl in einer großen Pfanne schmelzen und die Kartoffelscheiben darin beidseitig anbraten. Zucchini- und Spargelstücke zu den Kartoffeln geben und mitbraten. Das Gemüse soll noch knackig sein. Eier in die Pfanne schlagen, untermischen und stocken lassen.

Das fertige Gröstl mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Rauke garnieren und servieren.

Mittwoch, 22. April 2020

Ofen-Spargel mit Ofen-Kartoffeln und Bozener Sauce

In diesem Jahr färbte nicht nur Schwiegermutter Eier, sondern auch der Gatte, so dass wir zwei Wochen nach Ostern immer noch hartgekochte Eier haben. So kam ich auf Bozner bzw. Bozener Sauce.

Ofen-Spargel mit Ofen-Kartoffeln und Bozener Sauce.
Die meisten Rezepte nehmen nur zwei Eier, dafür aber mehr oder weniger viel Öl. Ich habe die Eimenge verdreifacht, denn ich wollte, dass die Sauce nach Eigelb schmeckt, nicht nach Öl.

Ich bin bekanntlich eine faule Hausfrau, weswegen es den Ofen-Spargel bei mir meistens mit Ofen-Kartoffeln gibt. Dafür kaufe ich dicke Spargelstangen, schneide die Kartoffeln in dünne Scheiben und lege sie auf den Spargel. So ist beides gleichzeitig gar.

Ofen-Spargel mit Ofen-Kartoffeln und Bozener Sauce

Zutaten für 2 Portionen:
Für den Ofen-Spargel und die Ofen-Kartoffeln:
1 kg weißer Spargel, gerne dicke Stangen
4-8 Kartoffeln, je nach Größe
50 g Butter
100 ml Öl
Salz
Pfeffer
Zucker

Für die Sauce:
6 Eier, hartgekocht
1 TL mittelscharfer Senf
50 ml Öl
2 EL Weißweinessig
1 Spritzer Zitronensaft
2 EL gehackter Schnittlauch
Salz

Zubereitung:

Spargel schälen, holzige Enden abbrechen und die geschälten Stangen in eine Auflaufform legen.

Kartoffeln schälen, waschen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Auf dem Spargel verteilen. Alles salzen, pfeffern und mit einer Prise Zucker würzen. Butter und Öl darüber geben und bei bei 180°C (Umluft) etwa 30 Minuten im Ofen garen. Mit einer Gabel prüfen, ob Spargel und Kartoffeln gar sind, ggf. Garzeit verlängern.

Währenddessen die Eier aufschneiden, das Eigelb mit einem Teelöffel herauslösen und durch ein feines Teesieb in eine Schüssel drücken. Den Senf unterrühren und unter Rühren das Öl dazugießen. Weißweinessig unterrühren und mit Zitronensaft und Salz abschmecken.

Das Eiweiß in feine Würfel hacken, 2 EL davon beiseitestellen. Restliches Eiweiß mit dem Schnittlauch unter die Sauce rühren.

Spargel und Kartoffeln aus dem Ofen holen, auf Teller geben, mit der Sauce übergießen und mit dem restlichen Eiweiß und Schnittlauch garnieren.

Quelle / Affiliate link

Dienstag, 2. Mai 2017

Tiroler Kartoffelsalat mit Radieschen

Jüngst befand der Gatte, ihm sei nach einem Kartoffelsalat ohne Mayo. Soll sein. In diese kommen auch noch knackige Radieschen, so dass er schön frühlingsfrisch daher kommt.

Wenn Du diesen Salat auf ein Büfett stellst, solltest Du die Zwiebeln kurz anschwitzen, damit sie nicht gären und den Salatgeschmack beeinträchtigen. Ohne frische Zwiebeln zubereitet, lässt sich der Salat auch prima ein, zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Richtig gut durchgezogen schmeckt er gleich noch besser. Dann einfach kurz vor dem Servieren ein paar frisch gehackte Zwiebelwürfel unterheben.

Südtiroler Kartoffelsalat auf Grillwurst.
Ich habe dieses Gericht als Tiroler oder Südtiroler Kartoffelsalat kennengelernt. Ähnliche Rezepte finden sich aber auch in anderen Regionen.

Tiroler Kartoffelsalat mit Radieschen

Zutaten für 4 Portionen:

800 g Kartoffeln, festkochend
1 Zwiebel
1 Bund Radieschen
400 ml Fleischbrühe
3 EL Essig
6 EL Öl
1 EL Senf
Salz
Pfeffer
ggf. glatte Petersilie oder Radieschengrün, beides fein gehackt

Zubereitung:

Kartoffeln in der Schale kochen (alternativ lassen sich Pellkartoffeln vom Vortag nehmen), pellen und in Scheiben schneiden.

Zwiebel pellen und fein würfeln, ggf. anschwitzen. Radieschen waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Beides zu den Kartoffeln geben.

Fleischbrühe mit Essig. Öl und Senf zu einem sämigen Dressing verrühren. Über die Kartoffeln geben und gut vermischen. Den Kartoffelsalat mit Salz und Pfeffer abschmecken, ggf. Petersilie oder Radieschengrün unterheben und servieren.

Der Salat schmeckt kalt und lauwarm.

Freitag, 28. März 2014

... picken dicke Finken tüchtig. Das 19. CK-Kochtreffen: Alpenländische Küche - das Menü

Nach den ganzen Vorbereitungen gab's natürlich auch etwas zu essen. Folgendes Menü kam auf den Tisch:

Graukässuppe mit Vingschgerl-Segel 
Graukässuppe mit Vingschgerl-Segel
Tiroler Schlutzkrapfen 
Tiroler Schlutzkrapfen
Saibling auf Carpaccio vom grünen Spargel mit Basilikumsorbet 
Saibling auf Carpaccio vom grünen Spargel mit Basilikumsorbet 
Ochs im Heu mit Rösti und Babymangold-Karotten-Salat 
Ochs im Heu mit Babymangold-Karotten-Salat.
Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster und Apfelmus
Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster und Apfelmus
Zum Abendessen ließ ich mich dann auch mal zu einem Bier verführen - immer nur Wasser und Tee ist ja auch nichts ...

Hausbier. Doch, doch, es hätte richtige Biergläser gegeben. Aber das hier fand ich hübscher.
Nach dem Aufräumen der Küche ging's zurück ins Hotel, wo einige die Nacht zum Tag machten. Am nächsten Tag ging's dann wieder nach Hause - bis hoffentlich zum Wiedersehen im Herbst.

Ach, und falls Du Dich fragst, was es mit den Finken im Fichtendickicht auf sich hat: Der Zungenbrecher "Hinter dichtem Fichtendickicht picken dicke Finken tüchtig" vergnügte uns den halben Tag. Wir sind schlichte Gemüter.

Kochbuch- und Biertipps (Affiliate-Links)

Donnerstag, 27. März 2014

Hinter dichtem Fichtendickicht ... 19. CK-Kochtreffen in Bad Honnef: Alpenländische Küche - Kochen und Mittagessen

Beim jüngsten CK-Treffen stand die Geselligkeit im Mittelpunkt - so wenig gekocht habe ich zuletzt beim Indien-Treffen. Thema war diesmal die alpenländische Küche.
Wir wanderten kulinarisch durch Österreich, Bayern, Norditalien und die Schweiz.

Hier ein paar Impressionen von den Vorbereitungen des abendlichen Menüs und des Mittagessens.

Dieser kleine Jodler machte uns viel Freude.
Diesmal gab's sogar Live-Musik. Betti, eine Profi-Musikerin, spielte alpenländische Weisen.
Schlutzkrapfenfertigung im Akkord.
Das richtige Krempeln von Schlutzkrapfen will gelernt sein.
Die ersten von etwa 90 Schlutzkrapfen sind fertig.
Engadiner Nusstorte im Werden.
So schneidet man Schnittlauch.
Der Saibling für das Abendessen wird entgrätet.
Das Spargel-Carpaccio zum Saibling im Werden.
Deko.
Noch mehr Deko.
Mittagessen: Dreierlei vom Knödel und Salat.
Mittagessen: Jausenbrett.
Portionieren der Suppe für das Abendessen.
Stärkung zwischendrin: Espresso und Engadiner Nusstorte.
Morgen zweige ich Dir unser Abendmenü.

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Montag, 29. Oktober 2012

Marende

Teil unserer Marende: Kaminwurz, Bel Paese, Salami,
Bergkäse und Gewürzgurken.
Als der Gatte und ich frisch verlobt zusammengezogen waren, fuhr er kurze Zeit später mit seiner Mutter in einen langfristig geplanten Südtirol-Urlaub. Ich blieb zu Hause. Zum einen bekam ich gerade keinen Urlaub, zum anderen wollte ich die Mutter-Sohn-Zweisamkeit nicht stören, und schließlich ging ich selbst ein paar Wochen später mit meiner Mutter auf Kreuzfahrt.

Bei der Rückkehr hatte der Gatte jede Menge südtiroler Köstlichkeiten im Gepäck, die damals für mich noch unbekannt waren: Kaminwurz, Vinschgauer, Bel Paese, Speck und St. Magdalener. Diese Mitbringsel gab's dann in den Tagen nach der Rückkehr als kulinarische Souvenirs.

Südtiroler Speck aus den Meraner Lauben.

Im folgenden Jahr waren wir zum ersten Mal gemeinsam in Südtirol. Ich freute mich auf die Köstlichkeiten, die für mich der einzige Grund sind, meine Massen auf die Gipfel zu hieven.Der Gatte läuft quasi mit einer Speckseite wedeln voran und ich keuche hinterher, fluchend und mich wiederholt fragend, warum ich nicht eigentlich den Bus nehme.

Ein Lift ist keine Alternative - ich bin weder sessel- noch korbliftkompatibel. Als ich das erste Mal mein Leben so einem hängenden Besteckkorb anvertraute, verkrampfte ich sich meine Hand beim Ausstieg so sehr um den Rand des Korbs, dass der Gatte und der Korbliftwärter alle Kräfte aufbieten mussten, um zu verhindern, dass ich am Griff klammernd wieder gen Tal fuhr.

Vinschgauer aus der Bäckerei Schmidt in Lana.
Nach ein paar Tagen, in denen ich von Alm zu Alm gescheucht wurde, fragte ich mich, woher eigentlich der ganze Speck kommt, den es in Südtirol zu kaufen gibt. Vor meinem ersten Besuch sah ich auf den Almen Schweinchen sich in der Sonne suhlen, bis sie zu Speck werden. Allein: Auf den Almen gab's keine Schweine (in etwa zehn Jahrn Südtirol-Urlaub sah ich gerade mal auf einer Alm ein Schwein).

Ich war so verwirrt, dass ich ernsthaft überlegte, ob Schinken nicht normalerweise vom Rind kommt. Inzwischen weiß ich, dass die Schweine in der Regel in den Niederlanden oder in Dänemark gemästet und geschlachtet werden. Durch Barbara erfuhr ich von  Laugenrind. Beim nächsten Urlaub werde ich nach deren Produkten Ausschau halten. Für dieses Mal gab's Speck aus den Meraner Lauben - wo er ihn kaufte, wusste der Gatte nicht mehr. 

Dafür wusste er es um so besser bei den Vinschgauern: Die kamen aus der Bäckerei Schmidt.