Posts mit dem Label Schottland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schottland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 29. April 2020

So was wie Scotch Eggs

Scotch Eggs sind ein britischer Picknick-Klassiker und werden normalerweise kalt serviert. Außerdem werden die hartgekochten Eier normalerweise mit einer Mischung aus Brät und Mett umhüllt.

Scotch Eggs auf Salat.
Uns schmecken die Schottischen Eier besser warm, und wir haben sie mit Hack umhüllt. Das war nämlich im Tiefkühler, während wir für Mett und Brät extra zum Schlachter müssten, also nach draußen, und dieses Draußen ist ja momentan nicht so angesagt. Picknicks außerhalb des eigenen Gartens fallen also auch aus.

Scotch Eggs sind prima, wenn ohnehin hartgekochte Eier da sind, nach Ostern zum Beispiel. Dazu wird gerne Piccalilli* serviert, eingelegtes Senfgemüse, oder eine Sauce aus Mustard Powder* und Worcestershire Sauce*. Muss man mögen. Ich mag's nicht.

Scotch Eggs - Schottische Eier

Zutaten für 6 Eier
6 hartgekochte Eier
2 Eier
1 EL Salbei, fein gehackt
1 EL Thymian
1 EL glatte Petersilie
500 g Rinderhack
2 TL Worcestershiresauce*
4 EL Mehl
100 g Semmelbrösel
3 EL Butterschmalz
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Hack mit Kräutern und Worcestershiresauce mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. In sechs Portionen aufteilen.

Die hartgekochten Eier pellen und mit dem Hack umhüllen. Das Hack sehr sorgfältig zusammendrücken.

Mehl in einen tiefen Teller schütten, Eier in einem weiteren tiefen Teller verquirlen, Brösel in einen dritten tiefen Teller geben. Umhüllte Eier nacheinander in Mehl, Eiern und Bröseln panieren und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen.

Butterschmalz in einer kleinen Pfanne zerlassen. Schmalz gleichmäßig über die Eier träufeln. Im vorgeheizten Backofen bei 200°C (Umluft) 15 Minuten backen. Hitze auf 180°C (Umluft) reduzieren und weitere 10 Minuten backen. Eier aus dem Ofen nehmen und entweder warm servieren oder abkühlen lassen.

*Affiliate links

Samstag, 7. Februar 2015

Rückblick: Wochenplan in KW 5 und 6 - Haggis und ein Aufruf gegen Lebensmittelabfälle

Frau SchokoladenFee erarbeitet zu Studienzwecken gerade eine App zum Thema Lebensmittelverschwendung, und da unser Wochenplan ja eine Möglichkeit ist, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, trommle ich doch gerne für ihre Aktion. Hier informiert sie ausführlich darüber, und hier ist der Fragebogen zur Aktion.

Die zurückliegende Woche war durch Vertretungsdienst geprägt. Ich hatte Spätdienst, also gab's Gerichte, die schnell gehen. Zudem leidet der Gatte immer noch unter krankheitsbedingter Appetitlosigkeit, also darf er den Speiseplan bestimmen, denn ich bin froh, wenn er überhaupt was isst.

Unser Plan für die KW 6 sah vor:

Sonnabend: Brotfrikadellen und Blumenkohl. Es wurde ein Brot-Blumenkohl-Auflauf.

Sonntag: Knipp und Bratkartoffeln. Es gab nochmal den Auflauf.

Montag: Hühnerfrikassee.

Dienstag: Aus den Spaghetti Bolognese wurden Pellkartoffeln mit Quark.

Mittwoch: Aus "Vermutlich wie Dienstag, hängt von der Abendgestaltung ab" wurden die für Dienstag geplanten Spaghetti Bolognese.

Donnerstag: Da es die Pellkartoffeln mit Quark oder Grüner Sauce schon am Dienstag gab, aß der Gatte nochmal Spaghetti Bolognese. Für mich gab's israelische Köstlichkeiten - Fremdessen im Leonar vor dem Theater.

Freitag: Burger, hausgemacht.

In der KW 5 war das jährliche Haggis-Essen angesagt. Aber erst gab's am Sonnabend die Reste vom Freitagshuhn, in der Pfanne aufgebraten.

Sonntag war ich dann mit lieben Menschen im Gasthof Möhrchen zu Gast, wo Oliver Trific für das traditionelle Burns Supper Zuflucht fand - sein Restaurant an der Holzbrücke ist ja noch nicht fertig.

Hier ein paar Impressionen:

Die Musiker machen sich schon bereit für den Haggis.
Aber erst kommt die Vorspeise: Zitroniger Lachs auf Rote-Bete-Creme mit Wachtelei und Rote-Bete-Chips.
Der Haggis kommt.
Da liegt der Haggis und wartet auf sein Schicksal.
Address to the Haggis.
Gleich geht's dem Haggis an den Kragen: "His knife see rustic Labour dight ..."*
"... An cut you up wi ready slight, Trenching your gushing entrails bright, Like onie ditch ..."*
" ... And then, O what a glorious sight, Warm-reekin, rich!"*
Der Haggis wäre dann so weit. 
Haggis, Neeps und Tatties. 
Korinthenküchlein mit Stilton.
Kein Haggis ohne Whisky.
Der Abend war wieder zauberhaft!

Montag gab's Hähnchenbrustfilets mit Za'atar und Tahini - Filets hat der Bürschlachter zum Glück auch ohne Vorbestellung da.

Dienstag sollte es eigentlich gefüllte Pfannkuchen geben, aber der Gatte bereitete den für Mittwoch geplanten Schichtkohl vor. Der reichte locker für zwei Tage.

Donnerstag gab's Blumenkohlsalat.

Freitag wollten wir eigentlich ausgehen und fremdessen, aber unsere Verabredung sagte ab. Der Gatte hatte eine anstrengende Woche hinter sich, ich vertrat seit Mittwoch mal wieder Kollegin II und war ebenfalls durch, also fielen wir ins Bett. Später gab's dann ein paar Nudeln.

*Quelle der Burns-Zitate

Affiliate Links zum Whisky Flight des Burns Supper

Donnerstag, 30. Januar 2014

In Hamburg um die Welt: Schottland - Annual Burns Supper im trific

Wir reisen in Hamburg kulinarisch
um die Welt.
Wieder mal das trific.

Wieder mal ein Burns Supper.

Wieder mal war's sehr fein.

Und da der 25. Januar endlich mal auf einen Sonnabend fiel, konnte ich sogar den einen oder anderen Whisky probieren.

Das heißt, wir nahmen sogar den kompletten Whisky-Flight, teilten aber schwesterlich, damit wir es noch nach Hause schafften (wobei der Nachbartisch anbot, uns zum Bus zu rollen, aber ich glaube, das hätten die nicht wirklich wollen gewollt).

Dieses Jahr gab es

Scoth Egg

Scoth Egg.
Haggis, Neeps and Tatties

Haggis, Neeps and Tatties.
Gedämpfter Pudding mit Drambuie-Parfait und Butterscotch-Sauce

Gedämpfter Pudding mit Drambuie-Parfait und Butterscotch-Sauce.
Für die Unterhaltung sorgten auch dieses Jahre wieder Axel Bogdan und Hannah Rautmann, diesmal unterstützt von Matthias Koitzsch.

Ausschnitt des Whisky-Flights.
Bei den Whiskys fand ich es erstaunlich, wie sehr sich mein Geschmack seit dem ersten Tasting in Dänemark im September entwickelte. Ich mag inzwischen Whiskys, von denen ich früher nie gedacht hätte, dass sie mir schmecken würden.

Whisky-Fight beim Whisky-Flight.
Nach getrennten Weinregalen haben der Gatte und ich nun auch getrennte Whisk(e)y-Regale. Die eine oder andere Flasche aus dem Whisky-Flight kommt sicher auf meinen Geburtstagswunschzettel.

Und da nächstes Jahr das Burns Supper auf einem Sonntag ist, werde ich sicherheitshalber für den nächsten Tag schon mal Urlaub einreichen. Besser ist das.

NachLitauenSpanien,Vietnam und Australienging's diesmal nach Schottland.

Montag, 28. Januar 2013

Burns Night 2013 im Trific: Schottische Sitten, himmlisches Essen

In den "Memoiren des Herren von Schnabelewopski" stellt Heinrich Heine fest, dass das Essen in Hamburg himmlisch ist und die Sitten englisch. Am letzten Freitag im gut gefüllten Trific war das Essen wie üblich himmlisch, die Sitten hingegen aber waren schottisch, denn wir trafen uns zum Burns Supper zu Ehren des schottischen Dichters Robert Burns.

Der Ablauf so einer Burns Night ist relativ festgelegt. Das Essen besteht aus drei Gängen. 

Vorspeise ist traditionell eine Suppe. Ich bin Suppenkaspar und war alles andere als Böse, dass die Suppe durch ein wunderbares Lachstatar ersetzt wurde.

Tatar of Scottish salmon with roe and quials egg (und meine neue Kamera zeigt, dass sie
auch unscharfe Fotos machen kann ...).
Dann kommt der Höhepunkt, das Hauptgericht, der Haggis. Unter den Klängen des Dudelsacks wird er aus der Küche ins Lokal getragen. Dann wird das Burns-Gedicht "Address to a Haggis" rezitiert.

Axel Bogdan (rechts) rezitiert "Address to a Haggis"
Zu den Versen "His knife see rustic Labour dight, / An' cut you up wi' ready sleight, / Trenching your gushing entrails bright, / Like ony ditch; / And then, O what a glorious sight, / Warm-reekin', rich!" fährt das Messer in den Haggis. Noch ein Toast, dann wandert der Haggis zurück in die Küche, um zerlegt und mit Neeps (Steckrüben) und Tatties (Kartoffeln) serviert zu werden.

Haggis mit Neeps und Tatties.
Als Dessert gibt es beim Burns Supper traditionell Trifle, was für mich ein eher langweiliges Dessert ist. Spannend (und lecker!) hingegen war das Scottish Tiramisu aus Shortbread, Whisky, Bitterorangenmarmelade und Ziegenfrischkäse, das es als Dessert gab.

Scottish Tiramisu.
Meine Begleiterinnen witzelten schon, irgendwann erhielte ich im Trific Hausverbot, weil ich immer Gäste mit Sonderwünschen anschleppe. Diesmal aßen zwar alle brav den Haggis, wenngleich G. der Meinung war, er schmecke umso besser, je mehr Apfelmus sie dazu äße, aber wir rechneten nicht damit, dass G. keine Ziegenprodukte isst ...  

Nach dem offiziellen Teil ging's weiter mit Musik und Gesang. Wir drei waren allerdings ziemlich geschafft von der zurückliegenden Woche, so dass wir nicht mehr allzu lange blieben. Da ich unerwarteterweise doch mit dem Auto unterwegs war, musste ich auch auf die Whiskybegleitung verzichten ... Hoffe ich dafür halt auf das nächstjährige Burns Supper!