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Dienstag, 26. Dezember 2017

Gebackenes Wintergemüse mit Quinoa

Bei uns stehen immer noch schnelle Gerichte auf dem Wochenplan. Meine Kochlust hält sich nämlich erschöpfungsbedingt nach wie vor in Grenzen. Immerhin bin ich seit zwei Tagen im neuen Job. Sicher, die Einarbeitungszeit ist anstrengend, aber ich habe mir meinen Traum von Teilzeitarbeit erfüllen können, was es etwas leichter macht. Erschöpft bin ich dennoch - vier Jahre Springertätigkeit fordern ihren Tribut.

Gebackenes Wintergemüse mit Quinoa.
Schnelle Küche heißt in diesem Falle: Das Gemüse wird geschnibbelt, in den Ofen geschoben und erstmal vergessen. Beim Quinoa muss ich auch nur warten, bis er einmal aufgekocht ist, dann schalte ich den Herd fast aus, lasse ihn ausquellen, bevor er mit in den Ofen kommt.

Von der Grundidee her ist dieses Gericht vegan. Uns schmeckte Kräuterquark dazu (und der Gatte hätte sicher auch Schinkenwürfel nicht verschmäht). Der Granatapfelsirup*, den ich verwende, ist aus der türkischen Küche und damit säuerlich. Du kannst ihn durch Balsamico ersetzen.

Da Knollensellerie und Rote Bete zu den Wurzelgemüsen zählen, wandert dieses Rezept rüber zum Blog-Event von Zorra und Eva.

Blog-Event CXXXVII - Zurück zu den Wurzeln (Einsendeschluss 15. Januar 2018)

Gebackenes Wintergemüse mit Quinoa 

Zutaten für 4 bis 6 Portionen:
1 Knoblauchzehe
1 kleiner Knollensellerie
2 - 3 Knollen Rote Bete
2 rote Zwiebeln
1/2 Kürbis (gerne Hokkaido)
Olivenöl
Granatapfelsirup* (alternativ Balsamico)
2 -3  Zweige Thymian (alternativ getrockneter Thymian)
Salz
Pfeffer
200 ml Quinoa
400 ml Gemüsebrühe

Zubereitung

Knoblauch, Sellerie und Rote Bete schälen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel schälen und vierteln. Kürbis waschen oder schälen, putzen und in große Stücke schneiden.

Alles in eine Auflaufform geben. Olivenöl und Granatapfelsirup darüber gießen. Mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen und gut vermischen. Abgedeckt im vorgeheizten Backofen bei 160 °C Umluft ca. 30 Minuten garen.

Inzwischen Quinoa in einem feinen Sieb unter fließenden Wasser abspülen. In einen Topf geben, 400 ml Gemüsebrühe dazu geben, aufkochen und zugedeckt 10 Minuten bei mittlerer Hitze kochen. Zum Gemüse geben und weitere 20 Minuten garen.

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Donnerstag, 21. Dezember 2017

Rote-Bete-Tarte mit Feta und Thymian

Auch diese Tarte kam auf das Büro-Abschiedsbüfett für die Kolleginnen und Kollegen, denn ich wollte ja gerne saisonale Gerichte servieren. Die Tarte schmeckt warm und kalt, auch noch am (über-)nächsten Tag. Die Kollegen aßen gerne Kräuterquark dazu. Mir schmeckte sie so.

Rote-Bete-Tarte mit Feta und Thymian.
Für den Transport ins Büro wickelte ich die Tarteform fest in Frischhaltefolie ein. So überstand sie dann auch den Flug von der Rückbank bei einer Vollbremsung. Im Büro schnitt ich die Tarte dann auf und drapierte sie auf einem Servierteller.

Da Rote Bete zu den Wurzelgemüsen zählt, wandert dieses Rezept rüber zum Blog-Event von Zorra und Eva.

Blog-Event CXXXVII - Zurück zu den Wurzeln (Einsendeschluss 15. Januar 2018)Rote-Bete-Tarte mit Feta und Thymian

Zutaten für 1 Tarte-Form* mit ca. 26 cm Durchmesser:

100 g  kalte Butter, gewürfelt
200 g  Mehl
60 ml kaltes Wasser
1 rote Zwiebel
500 g  Rote Bete
5–6 Stiele Thymian
4 EL Olivenöl
1 EL Rohrzucker
4 EL Weißwein-Essig
50 ml Wasser
5 Eier
200 g saure Sahne
200 g Schafskäse
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Butter in Würfel schneiden. Mehl, 1/2 TL Salz und Butter mit den Fingern schnell zu einem krümeligen Teig verarbeiten. 60 ml kaltes Wasser zugeben und zügig zu einem glatten Teig verkneten. Teig in eine Tarteform geben und ca. 30 Minuten kalt stellen.

Inzwischen Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden. Rote Bete waschen, putzen, schälen und grob reiben. Thymian waschen, trocken schütteln und, bis auf 2 Stiele zum Garnieren, fein hacken.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel unter Wenden bei schwacher Hitze ca. 4 Minuten dünsten. Rote Bete, Thymian, Zucker, Essig und 50 ml Wasser zugeben. Bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Teig aus dem Kühlschrank nehmen und den Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Bei 150°C (Umluft) etwa 20 Minuten backen, dann lauwarm abkühlen lassen.

Eier mit saurer Sahne verquirlen, mit Salz würzen. Käse zerbröckeln. Rote Bete-Mischung und Käse auf dem Teigboden verteilen. Eierguss darübergießen und im Backofen bei 150 °C (Umluft) ca. 30 Minuten backen.

Herausnehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Aus der Form lösen, warm oder kalt anrichten. Mit Thymian garnieren.

Quelle / *Affiliate link

Sonntag, 17. Dezember 2017

Honig-Gewürzkuchen vom Blech

Dieses Rezept begleitet mich schon seit den frühen 1990ern, aber diesmal habe ich den Kuchen endlich so hinbekommen, dass ich zufrieden bin. Ich tat mich immer mit der Zugabe der Dickmilch schwer.

Im Originalrezept, das aus einem Anzeigenblättchen stammt, steht nämlich "1 Becher" als Mengenangabe. Wenn ich überhaupt Dickmilch im Supermarkt finde (die scheint keiner mehr zu essen), kommt sie in einem 400 g-Becher. Das ist schlichtweg zu viel. Doch, ich weiß, es gibt auch Dickmilch in 200g-Bechern, aber seit Jahrenden schon nicht mehr in den Läden, in denen ich einkaufe (und das waren seit den frühen 1990er Jahren einige).

Dieses Mal gab ich die Dickmilch esslöffelweise dazu, bis der Teig schwer reißend vom Löffel fiel, und siehe da: Es klappte. Endlich war mir der Kuchen nicht zu feucht!

Honig-Gewürzkuchen vom Blech.
Dieses Rezept nimmt am Weihnachtszauber 2017 teil.

Honig-Gewürzkuchen vom Blech

Zutaten für 1 Blech:

125 g Butter weich
250 g Honig
4 Eier
2 EL Kakaopulver
4 - 5 EL Dickmilch
1 Pck. Lebkuchengewürz (ich nehme am liebsten das von Staesz)
500 g Mehl
1 TL Backpulver
1 EL Rum
1 TL Hirschhornsalz
250 g Puderzucker
Rum oder Wasser für den Puderzuckerguss
ggf. essbare weihnachtliche Deko

Zubereitung:

Das Hirschhornsalz in 1 EL Rum auflösen.

Butter und Zucker sehr schaumig schlagen, dann nach und nach unter Rühren Eier, Kakao, Lebkuchengewürz, Mehl und Backpulver unterrühren. Die Dickmilch esslöffelweise zugeben – so viel Dickmilch nehmen, dass der Teig schwer reißend vom Löffel fällt. Das aufgelöste Hirschhornsalz durch ein Sieb geben und ebenfalls unterrühren.

Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und etwa 25 Minuten bei 180°C (Umluft) backen.

Den Kuchen erkalten lassen und mit Puderzuckerguss überziehen. Wer mag, nimmt dafür etwas Rum.

Mittwoch, 28. September 2016

Überbackener Tafelspitz in Rotwein-Tomaten-Sauce mit Kartoffel-Kräuter-Püree

Wer im Gedöns-Blog meiner monatlichen Zusammenfassung über die Bücher, die ich las, folgt, weiß, dass ich im August viel Vergnügen mit den Chiemsee-Krimis von Heinz von Wilk* hatte. Das war auch im September nicht anders, und inzwischen habe ich mir die Krimis gekauft.

Resteessen: Tafelspitz in Rotwein-Tomaten-Sauce, überbacken mit Kartoffel-Kräuter-Püree.
Von Wilk garniert die Fälle mit Rezepten, ist der Protagonist doch Kneipenwirt. Im ersten Band, "Chiemseejazz*", wird dieses Gericht drei rumänischen Mafiosi serviert. Mir gefiel diese andere Art, Tafelspitz zuzubereiten, auf Anhieb, denn immer nur klassisch ist doch langweilig.

Überbackener Tafelspitz in Rotwein-Tomaten-Sauce.
Dieser Beitrag geht rüber zu Shermins Lesehunger-Blogevent, denn das Gericht sprang von der Seite auf den Teller.

Kartoffel-Kräuter-Püree.
Überbackener Tafelspitz in Rotwein-Tomaten-Sauce mit Kartoffel-Kräuter-Püree

Zutaten für 6 Portionen:

Für den Tafelspitz:
6 Scheiben gekochten Tafelspitz (zum Beispiel von diesem Rezept)
500 ml passierte Tomaten
gute 125 ml trockenen Rotwein
1 Zweig Rosmarin
1 Knoblauchzehe, gepresst
Zucker
Salz
Pfeffer
1 kleine Zucchini, gewaschen, geputzt und feingewürfelt
ggf. etwas Tafelspitzbrühe
200 g Crème Fraîche
100 g geriebenen Emmentaler

Für das Püree:
800 g geschälte Kartoffeln, gerne mehlig-kochend
150 g Butter
150 ml Milch, erwärmt
geriebene Muskatnuss
Salz
Pfeffer
je 1 Zweig, Rosmarin und Basilikum sowie ein paar Zweige Petersilie und Schnittlauch

Zubereitung:

Für den Tafelspitz Tomaten mit Wein, Rosmarin und Knoblauch in einen Topf geben, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und auf etwa die Hälfte einköcheln lassen (wenn die Sauce zu lange eingekocht wurde, mit etwas Brühe und Wein verdünnen. Die Zucchiniwürfel zur Sauce geben, den Rosmarinzweig entfernen.

Tafelspitzscheiben in eine Auflaufform legen und mit der Sauce übergießen. Crème Fraîche und Emmentaler verrühren und auf die Sauce geben. In den Backofen geben und bei 220°C etwa 5 bis 7 Minuten überbacken, bis der Käse verlaufen ist (bei mir dauerte das knapp 15 Minuten, wobei ich am Ende noch den Grill dazuschaltete, also bleib besser am Ofen stehen).

Für das Püree die Kartoffeln kochen, das Kochwasser abgießen, mit der erwärmten Milch und der Butter stampfen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Die Kräuter fein hacken und vor dem Servieren über das Püree geben. Zusammen mit dem überbackenen Tafelspitz servieren.

Reste lassen sich am nächsten Tag prima mit dem Püree überbacken.

*Affiliate links zu den Chiemsee-Krimis von Heinz von Wilk:

Donnerstag, 18. Februar 2016

Pikante Gewürzmandeln mit Curry, Paprika und Salz

Wenn sich die Mandeln bei uns mal wieder ungeplant vermehrten oder Eiweiß übrig ist, ist es wieder mal Zeit für gewürzte Mandeln. Die sind schnell gemacht und auch ein schönes kulinarisches Geschenk.

Pikante Gewürzmandeln mit Curry, Paprika und Salz.
Ich bevorzuge ungeschälte Mandeln, weil ich finde, die Würzmischung haftet besser an der Schale. Werden geschälte Mandeln verwendet, ist der Geschmack natürlich etwas feiner.

Alle Zutaten auf einen Blick.
Die Mandeln schmecken lecker zu Wein oder Bier oder auch zum Aperitif.

Dieses Rezept nimmt teil an der Linkparty "Crealopee".

Pikante Gewürzmandeln mit Curry, Paprika und Salz

Zutaten für 1 Portion (ein Backblech):

2 Eiweiß
3 TL grobes Meersalz
500 g Mandeln, ungeschält
2 TL Currypulver
2 TL Paprikapulver, edelsüß
1 Prise Cayennepfeffer

Zubereitung:

Meersalz im Mörser zerkleinern. Paprikapulver mit Cayennepfeffer vermischen. Mandeln in drei Portionen teilen.

Meersalz im Mörser.
Das Eiweiß mit 1 TL Meersalz steif schlagen. 2 EL Eiweiß mit dem Currypulver mischen und eine Portion Mandeln darunter heben. Sorgfältig mischen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen.

Currypulver und Eiweiß gehen eine Verbindung ein. 
2 EL Eiweiß mit dem Paprikapulver mischen und die zweite Portion Mandeln darunter heben. Sorgfältig mischen und neben den Currymandeln auf dem Backblech verteilen.

Die letzten 2 EL Eiweiß mit dem restlichen Salz vermischen und die dritte Portion Mandeln darunter heben. Sorgfältig mischen und neben den anderen Mandeln auf dem Backblech verteilen.

Gleich geht's ab in den Ofen.
Backblech auf der zweiten Schiene von unten in den Ofen schieben und bei 200 Grad (Ober- / Unterhitze) ca. 20 Minuten backen.

Die Mandeln kurz abkühlen lassen, dann mit den Händen zerpflücken und ggf. in einem Sieb die überschüssige Panade abschütteln.

Montag, 8. Februar 2016

Kostprobe: "überNormalNull", das erste alkoholfreie IPA aus der Kehrwieder Kreativbrauerei

Momentan trinke ich relativ wenig Bier - ich gehe zu selten aus und komme zu selten in den Lieblingsgetränkemarkt. So wäre mir ohne den Social-Media-Abend "Ausgegraben" im Helms-Museum dann doch glatt das erste alkoholfreie IPA durch die Lappen gegangen.

Der Eindruck täuscht: Weder die Trinkerin noch das Bier schwanken, denn "überNormalNull" ist alkoholfrei.
"überNormalNull" wurde in der Kehrwieder Kreativbrauerei gebraut und hat mich wirklich überzeugt. Es ist aromatisch, satt und voll im Geschmack, keine flache Plörre. Es ist angenehm hopfig, malzig und leicht bitter, dabei ziemlich zitronig im Abgang - die Pampelmusen- und Maracuja-Noten kommen ganz klar durch. Möglich wird dieser volle Geschmack auch durch eine Spezialhefe, die Malzhefe nicht vergären kann (und das ganz ohne irgendeine Manipulation).

Viel Auswahl bei den Kehrwieder-Bieren. 
Ohne Oliver Wesseloh, der das Bier zusammen mit Joash Morris und Sebastian Jakob vom Brauhaus Nittenau entwickelte, zu nahe zu treten: Wegen seiner Zitronigkeit ist "überNormalNull" für mich eher ein Mädchenbier. Aber das ist ja nichts schlechtes. Wichtig ist: Es schmeckt! Und wie!

"überNormalNull" hat einen oberpfälzischen Zwilling, nämlich das "LeChauffeur FreIPA".

Ich muss dringend mal wieder zum Getränkemarkt.

Dieser Beitrag macht mit bei den "Montagsfreuden".

Montag, 11. Januar 2016

Eine Woche Dänemark oder: 7 Tage, 7 Biere

Relativ kurzfristig entschlossen wir uns, die letzte Dezemberwoche und den Jahreswechsel in Dänemark zu verbringen, an der Nordsee, in unserer Lieblingsgegend, Holmsland Klit. Das ist immer ein bisschen wie Nachhausekommen: Sobald wir in Nymindegab am Kro über die Nehrung blicken, atmen wir tief durch, fällt aller Stress von uns ab.

Nach der Ankunft im Ferienhaus: Erstmal eine Teepause machen. Den Kuchen gab's vom Vermieter, die Zimtsterne kamen von Zuhause mit. Die Tischsets tauschte ich danach gegen eine mitgebrachte Tischdecke aus.
Stau, Sturm und Dauerregen machten die Anfahrt am zweiten Weihnachtstag sehr anstrengend, zumal Heiligabend und der erste Weihnachtstag schon sehr anstrengend waren. Wir brauchten alleine drei Stunden für die Strecke Hamburg - Flensburg.

Ein Rest Chokoladekage und Smørhorn, wunderbares Mürbgebäck vom Bäcker in Hvide Sande. Muss ich unbedingt nachmachen. 
Hinter der dänischen Grenze konnte ich den Gatten endlich überzeugen, eine Pause zu machen. Bis dahin hatte ich ihn mit Haribo und Kaffee bei Laune gehalten, merkte aber, dass er schon eigentlich seit Flensburg nicht mehr konnte. Normalerweise stoppen wir bei den Hüttener Bergen, aber der Gatte wollte partout vorwärts kommen.

Die wunderbaren Smørhorn. Eins hat sich der Gatte schon gesichert.
So hielten wir dann endlich bei Monarch in Vojens und aßen frokostret med rejer - selten schmeckte ein Krabbenbrot so gut! Die restliche Strecke fuhren wir dann ohne Pause durch. Der Gatte wollte noch im Hellen ausladen.

In der Küche. Frische Lebensmittel, die zu Hause sind, nehmen wir mit ins Ferienhaus.
Kurz vor Schluss holten wir den Schlüssel beim Vermieter ab, fanden in der Dämmerung auf Anhieb unser kleines Häuschen, luden in Sturm und Regen aus, fuhren schnell zum Købmand an der Ecke, um Holz, Kartoffeln, Gewürzgurken und Brot zu kaufen, richteten schnell die Küche ein, um Tee zu trinken und anzukommen.

Blick aus dem Küchenfenster.
Eigentlich hatte ich als Abendessen eine Kohlsuppe aus dem TK-Vorrat mitgenommen, aber schon auf der Fahrt gelüstete uns nach einem ordentlichen Bauernfrühstück, so dass die Suppe für den nächsten Tag in den Kühlschrank wanderte (und der Gatte in die Küche zwecks Zubereitung des Bauernfrühstücks).

Muss auch mal sein: Pizza, selbst gekauft.
Der Gatte schenkte mir zu Weihnachten eine Flasche Tanqueray und schlug vor, sie gleich mit in den Urlaub zu nehmen, aber ich freute mich auf die dänischen Weihnachtsbiere und legte mir gleich beim ersten Købmand-Besuch eine Auswahl zu.

"White Christmas" von Fuglsang. 
Den Auftakt machte "White Christmas" von Fuglsang. Das Pils traf nicht wirklich meinen Geschmack. Mir fehlte vor allem das Karamellige, Malzige, das das Bier laut Brauerei haben soll. Stattdessen schmeckte ich den Hopfen sehr stark Ich fand es ziemlich fad. Aber es ist mit 4,8% vol. ein leichtes Bier, von dem man, wenn man es denn mag, viel trinken kann.

Der russische Kühlschrank funktioniert auch in Dänemark. Den Grill brauchten wir nicht - der Gatte hatte keine Lust zum Wintergrillen. 
Wesentlich besser schmeckte mir hingegen "Ding Dong" von Fuglsang, ein kräftiges, dunkles Pils mit viel Karamell und Hopfen, von dem ich, wäre ich kein Mädchen, gerne mehr getrunken hätte. Aber der Alkoholgehalt von 7,6% vol. schafft mich schnell.

"Julebryg" von Hancock.
Aber es geht noch stärker: Den Gatten, der gerne Bock trinkt, machte das "Julebryg" von Hancock ob seines Alkoholgehalts von 10,5% vol. sprachlos. Mir hingegen schmeckte das Lager, das vor der Abfüllung anderthalb Jahre eingefroren wird, richtig gut. Es ist sehr malzig-süß und voller Aromen - ein Mädchenbier. Putzigerweise nahm ich, anders als bei "Ding Dong" den Alkoholgehalt gar nicht so schnell wahr. "Julebryg" ist vermutlich das stärkste dänische Weihnachtsbier.

"Merry Christmas" von Hancock.
Die leichtere Alternative ist "Merry Christmas, Happy New Year" von Hancock (wobei der Alkoholgehalt von 6,3% vol. ebenfalls nicht gerade leicht ist). Malz und Hopfen haben hier eine harmonische Balance, finde ich.

Silvester-Tisch. Es gibt Raclette mit Krabben, Kartoffeln und Brot.
Durch mich angesteckt, kam auch der Gatte auf den Starkbier-Geschmack. Seine Wahl fiel auf "H. C. Andersen Eventyr" von Albani. Das Bier wurde erstmals 1988 zum 1000jährigen Bestehen der Stadt Odense aufgelegt.

Silvester isst man in Dänemark Kransekage. 
Seitdem gibt es jährlich zum 2. April, dem Geburtstag Andersens, eine neue, limitierte Flasche mit wechselndem Motiv. Die nummerierten Flaschen sind begehrte Sammlerobjekte. Inzwischen gibt es auch nichtnummerierte Dosen, bei denen ebenfalls jährlich das Motiv wechselt.

"H. C. Andersen Eventur" ist trotz 9,0% vol. ein Bier, das leicht und trotz des hohen Zuckergehalts nicht zu süß schmeckt (um einen höheren Alkoholgehalt zu bekommen, wird Zucker zugesetzt). Stattdessen dominieren Zitrusnoten. Unser Fazit. Kann man trinken. Muss man aber nicht.

"Julbock" von Jacobsen.
Eine leckere Alternative zum "Julebryg" von Hancock ist "Julebock" von Jacobsen. Durch die Süße des gerösteten Malzes, Noten von Karamell, Schokolade und Kaffee ist das Bockbier mit 6,5% vol. auch ein schönes Mädchenbier. Ich bedauerte, dass ich nur eine Flasche kaufte, dachte dann aber auch nicht mehr daran, vor der Heimfahrt noch was nachzukaufen.

"Ludvigs Jul" aus dem Mylius-Erichsen Bryghus. Und: Doch, ja, ich hätte ich das passende IPA-Glas gehabt. 
Zu guter Letzt gab's "Ludvigs Jul" vom Mylius Erichsen Bryghus, einer lokalen Microbrauerei aus dem nahegelegenen Ringkøbing, ein Pale Ale mit 6,2% vol. Es ist fruchtig und füllig, mit einem Hauch Nelke, war mir allerdings nicht süß genug (diesen Winter stehe ich anscheinend echt auf Mädchenbiere).

Zwischen den Bieren wurde natürlich auch gekocht, aber unsere Ferienhausküche ist ziemlich simpel. Neben Bauernfrühstück und Kohlsuppe gab's Klopse mit Wurzelgemüse, Pizza, zu Silvester Raclette und an Neujahr Rinderfilet. 

Rinderfielt, Ofentomate, Bratkartoffel, Béarnaise. Ja, ich weiß, den Teller hätte man schöner anrichten können. 
Dieser Beitrag nimmt teil an der Montagsfreuden-Linkparty und der Urlaubs-Linkparty.

Dienstag, 5. Januar 2016

Erste Zusammenfassung zum Blog-Event: Pegida aufessen oder Wie deutsch isst du wirklich? [Blogger für Flüchtlinge]

Blogevent: NOPEGIDAIm September fragte ich, wie deutsch Du isst, denn die "Patriotischen Esser Gegen die Islamisierung Der Alimente" aka "PEGIDA" fordern ja gerne mal dazu auf, sich auf die deutsche Küche zu besinnen - während sie sich beim Schotten treffen oder Dönertier essen. Die Logik der Besorgtbürger ist eben rational nicht immer nachvollziehbar.

Ursprünglich wollte ich das Blog-Event bis Ende 2015 laufen lassen, aber da Pegida noch immer Kreislauf hat, kochen wir weiter, denn: Kochen ist unendlich. Rassismus hingegen ist beschränkt.

Falls Du also Lust hast, "typisch deutschen" (oder "typisch britischen", typisch schweizerischen, "typisch woherauchimmerischen") Rezepten auf den Grund zu gehen, bist Du herzlich eingeladen, teilzunehmen.

Weitere Infos gibt's hier, und vierteljährlich werde ich Zusammenfassungen bloggen.

Krautspätzle.
Die erste, die einem vermeintlich typischen deutschen Gericht nachspürte, war Martha.

Sie wanderte selbst erst vor relativ kurzer Zeit nach Hamburg ein - aus Schwaben. Und da ich sie inzwischen persönlich kennenlernen durfte, kann ich sagen, dass sie inzwischen schon so weit assimiliert ist, dass sie Grünkohl isst.

Natürlich bereitete Martha als echte Schwäbin Krautspätzle zu. Die sind typisch deutsch - oder vielleicht doch nicht? Schaut selbst!


Grünkohl mit Kartoffeln und
Kohlwurst.
Apropos Grünkohl: Der ist doch ganz sicher typisch norddeutsch, nich? Weit gefehlt, wie Britta durch Grünkohl mit Kartoffeln und westfälischer Kohlwurst aufzeigt.

Sie kommt zu dem Ergebnis, dass Salzleckstein ein geeignetes Nahrungsmittel für Pegidioten wären. Hört sich nach eine guten Diät an - zumindest an Elektrolyten fehlt es dann nicht.


Miri verließ ihre süße Welt und nahm sich dem beliebten deutschen Sonntagsessen Rinderroulade mit Blaukraut und Kloß an.

Was von der Rinderroulade
deutsch ist. 
Klares Fazit auch bei ihr: Mehr als gesalzenes Wasser aus der hohlen Hand bleibt dabei für Pegidianer nicht übrig, denn alle Zutaten samt Geschirr und Glas sind nicht wirklich deutschen Ursprungs.

Wenn man wirklich deutsch isst, bleibt wohl nur eine Nulldiät.


Birgit, die Landfrau, nahm sich der Quitte an und ließ Quittensirup rühren. Nebenbei lässt sie uns erfahren, wie die Quitte zu ihrem Namen kam. So viel sei verraten: Wirklich deutsch ist da kaum was.


Quittensirup.
Spätestens jetzt sich wir aber auf der ganz sicheren Seite, denn die Frankfurter Grüne Sauce, das Lieblingsgericht von Johann Wolfgang von Goethe muss doch durch und durch deutsch sein, nich?

Nun ja, lest selbst, was Lari herausfand.


Frau Kochschlampe, zwischen Hamburg, Berlin und Zürich zu Hause, beschäftigte sich mit einem Gericht, das typisch für die Innenschweiz ist: Älplermagronen, stilecht zubereitet auf dem Holzherd einer Maiensäss.

Älplermagronen.
Die Zutatenliste liest sich abenteuerlich, aber was so'n echtes Nordlicht ist, liebt broken seut, die gebrochenen Süße. Da geht dann auch Apfelmus mit Knoblauch.


Bodenständig geht's auch bei Frau Magentratzerl zu. Susanne serviert eines der bajuwarischen Nationalgerichte: Schweinsbraten mit Krautnockerl. Deutscher geht's doch nun wirklich nicht!

Wie das Gericht aber wohl ohne Kümmel, den die Bayern meiner Wahrnehmung nach an so ziemlich alles geben, schmeckte? Der ist nämlich a Zugeroaster (und nicht unbedingt mein Lieblingsgewürz, wie ich in manchen Bayern-Urlauben feststellte).

Schweinsbraten
mit Krautnockerln.
Genau genommen müsste ein wahrhafter Pegidiot beim Schweinsbraten nicht nur auf den Kümmel verzichten, sondern auch noch auf das Schwein und auf die Krautnockerln ... Es ist schon ein Kreuz mit der typisch deutschen (und schweizerischen) Küche.

Dank an alle Teilnehmerinnen!

Ich bin gespannt auf die nächsten Beiträge. Falls Du mitmachen möchtest und keinen Blog hast, kannst Du gerne bei mir gastbloggen. Und: Es dürfen nicht nur Food-Blogger mitmachen.

Montag, 28. September 2015

Blog-Event: Pegida aufessen oder Wie deutsch isst du wirklich? [Blogger für Flüchtlinge]

"Kartoffel", ein gerne genommenes Synonym
für Deutsche. Dumm nur, dass der Erdapfel
eigentlich aus Südamerika kommt.
Update: Da die Pegidioten noch immer Kreislauf haben, kochen wir weiter. Das Blog-Event läuft also auch 2016. Zusammenfassungen wird's vierteljährlich geben [04.01.2016]. 

Wie im Beitrag über die "Patriotischen Esser Gegen die Islamisierung Der Alimente" schon beschrieben, finde ich die Idee der Dresdner Pegidioten, sich auf deutsches Essen zu besinnen, um das Abendland zu retten, ausgesprochen inspirierend.

Montags, wenn die Pegidioten und die Legidioten das Abendland retten wollen, habe ich mit einigen anderen aus Dresden, aber auch von weiter weg, viel Spaß auf Twitter.

Letzten Montag erfuhren einige Legidioten viel über persisches Essen, ob sie wollten oder nicht, denn Legida wurde immer in die Tweets mit einbezogen: Eine Gesprächspartnerin, die im Dresdner Raum mit Neuankömmlingen arbeitet, lernte durch sie Loomi kennen und ist nun ganz begeistert von den kulinarischen Möglichkeiten, die sich ihr dadurch eröffnen.

Und genau so entwickelte sich nicht nur unsere deutsche Küche: Irgendjemand hat irgendwo etwas gegessen, fand es lecker und brachte Rezept und Zutaten mit nach Hause. Was uns mit Menschen anscheinend schwer fällt, klappt mit Essen schon seit Jahrhunderten: Integration.

Durch die Twitter-Blödelei über die Patridioten kam die Idee auf, den Hashtag #nopegida wieder in die Twittertrends zu bringen, auch, um den Pegida-Gegnern den Rücken zu stärken. Wie einige andere kann ich es nämlich nicht verstehen, dass die Mehrheit der Dresdner den Pegidioten widerspruchslos die Straßen überlässt. In Hamburg machen wir mit dem Pack kurzen Prozess, wie sie vor zwei Wochen am "Tag der paar Idioten" erleben durften.

Die Küche meines Heimathafens Hamburg entwickelte sich durch die vielfältigen Verbindungen nach Übersee, in die Kolonien, aber auch durch die Menschen, die als Fremde hierher kamen und zu Hanseaten wurden. Sie brachten ihre Speisen mit, egal, ob sephardische Juden oder hugenottische Christen, Engländer, Skandinavier und wem wir sonst noch unsere Tore öffneten, weil wir uns, getreu dem hansischen Kaufmannsgeist, Vorteile davon versprachen.

Gibt es ein deutscheres Essen als Schweinbauch, Schweinswürste, Kassler, Sauerkraut und Kartoffeln? Nun ja, das Foto zeigt elsässisches Choucroute garnie. Lange bevor Sauerkraut erstmals in Deutschland erwähnt wurde, kannten es die Chinesen. 
Die hanseatischen Hausfrauen und Köchinnen lernten schon vor Jahrhunderten, mit Gerichten und Zutaten umzugehen, die in anderen Teilen Deutschlands noch unbekannt waren. In den Vier- und Marschlanden oder im Alten Land wurde vieles aus dem Ausland heimisch, beispielsweise Rhabarber, der aus dem Himalaya über Russland, Frankreich, die Niederlande und schließlich England nach Hamburg kam, oder Matjes aus den Niederlanden.

Und wie sieht's bei Dir in der Region aus? Welche Gerichte gelten bei Dir als "typisch deutsch"? Seit wann gibt es sie in Deiner Region? Woher kommen die Zutaten? Kurz: Wie deutsch essen wir wirklich?

Bereite Gerichte aus Deiner Region zu, spüre den Zutaten und ihrer Herkunft nach, blogge darüber, binde eines der Banner ein und nutze gerne auch den Hashtag #nopegida. Wenn Du keinen eigenen Blog hast, aber trotzdem mitmachen möchtest, kannst Du gerne hier einen Gastbeitrag veröffentlichen.

Das Event läuft, solange Pegida, Legida und die anderen Gidioten ihr Unwesen treiben - im Idealfall also nur kurz. Im Zweifelsfall gilt: Kochen ist unendlich.

Hinweis:

Am Ende des Blogevents gibt es auf dieser Webseite eine Zusammenfassung. Für die Zusammenfassung werden - soweit vorhanden - Bilder aus den eingereichten Beiträgen zur Illustration verwendet. Mit der Bekanntgabe Deines Beitrags über das Kommentarfeld unten, erklärst du Dich damit einverstanden, dass eines Deiner Bilder in kleinerem Format auf der Zusammenfassungsseite in meinem Blog eingebaut wird.

Zur Teilnahme genügt es, einen kurzen Kommentar mit einem Link auf den Beitrag in Deinem Blog hier zu hinterlassen. - Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2015 um 23:59 Uhr. Bei Bedarf geht's dann 2016 weiter.

Blogevent: NOPEGIDA

Blogevent: NOPEGIDA

Hier die Bannercodes zum Mitnehmen:
Hochformat 130×250:


Querformat: 500×112:


Herzlichen Dank an Peter vom Blog "Aus meinem Kochtopf", der die Banner erstellte und diesen Beitrag in seinen Blog übernimmt. Und natürlich unterstützt auch dieser Beitrag die Aktion "Blogger für Flüchtlinge".

Donnerstag, 3. September 2015

Ich back's mir: Schneller Pflaumenkuchen mit Zimtstreuseln

Dem Gatten gelüstete es nach Pflaumenkuchen mit Streuseln. Er liebt Streusel. Wie so oft beim Sonntagskuchen lief mir die Zeit weg für einen Hefeteig. Außerdem mag ich Hefeteige eh nicht so wahnsinnig gerne. Da kam mir dieses Rezept von Sasibella gerade recht.

Das Besondere: Sie macht Boden und Streusel aus dem gleichen Teig. So hast Du nur einmal Teiggemansche, und der Kuchen steht ratzfatz auf dem Tisch. Ich habe das Rezept minimal verändert, weil ich keine Lust hatte, 25 g Butter übrig zu haben und 1 kg Pflaumen hatte.

Das Einfetten der Form spare ich mir, seitdem ich Backpapier für Springformen* entdeckte. Es hat den Vorteil, dass die Beschichtung, die bei meiner alten Springform nicht mehr so toll ist, gleich mit abgedeckt wird. Aber auf lange Sicht führt wohl nichts an dem Kauf einer neuen Springform vorbei.

Mit diesem Kuchen nehme ich am Blog-Event "Ich backs mir" von Tastesheriff teil, wo es diesen Monat um Streuselkuchen geht.

Unter der Sahne ist der Kuchen: Pflaumenkuchen mit Zimtstreuseln.
Pflaumenkuchen mit Zimtstreuseln

Zutaten für eine 26er Springform:
250 g Butter, zimmerwarm
1 kg Pflaumen
500 g Mehl (ggf. etwas mehr, je nach dem, wie sich der Teig anfühlt)
175 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1/2 TL Zimt
1 Messerspitze Backpulver
1 Prise Salz
1 Ei
Fett für die Form

Zubereitung:

Pflaumen waschen, halbieren und entsteinen.

Weiche Butter, Ei, Mehl, Zucker, Vanillezucker, Zimt, Backpulver und Salz erst mit den Knethaken des Handrührgerätes, dann mit den Händen zu Streusel verkneten.

Springform fetten. Ca. 2/3 der Streusel in die Form geben, zu einem flachen Boden drücken. Pflaumen auf dem Boden verteilen, restliche Streusel darauf geben.

Im Backofen (E-Herd: 200 °C / Umluft: 175 °C / Gas: Stufe 3) auf der unteren Schiene 40-50 Minuten backen.

Quelle: Sasibella
*Affiliate link

Dienstag, 18. August 2015

#twitterkocht wieder mit 3Glocken: Nudeln mit Lachs und Kohlrabi-Sahne-Sauce

Ein Jahr nach der #twitterkocht-Premiere konnte ich endlich mal wieder dabei sein. So viel Spaß die Aktion mir macht, so anstrengend ist sie auch für mich, denn ich merke zurzeit wieder immer öfter, dass ich nicht voll einsatzfähig bin.  Aber vorgestern hatte ich Urlaub und lieben Besuch, so dass einer Teilnahme an #twitterkocht nichts im Wege stand.

Nudeln mit Lachs und Kohlrabi-Sahne-Sauce.
Der Ablauf der Aktion ist einfach: Ein paar Tage vor der Veranstaltung trifft ein Paket von 3Glocken ein mit Nudeln, Einkaufsliste, Liste der benötigten Küchenhelfer, Rewe-Gutschein und Give Away ein. Am #twitterkocht-Abend wird dann häppchenweise das Rezept getwittert und nachgekocht.

Diesmal gab's Nudeln mit Lachs und Kohlrabi-Sahne-Sauce. Das Rezept stammt von den Kitchen Girls.

Spannende Frage bei mir, ob der Gatte es schafft, das Inter-Netz in die Küche zu bringen oder ob ich zwischen Küche und Schreibtisch hin und her laufen müsste. Wir haben nämlich kein wlan, und mein Smartphone zickt bei Twitter (deswegen twitterte ich auch keine Fotos).

Da mein Smartphone noch immer zickt, wurde das Netbook in der Küche installiert.
Das Netbook wird in der rumpeligsten Küchenecke positioniert, denn da stört es am Wenigsten.
Gemeinsam haben wir es dann geschafft, das Netbook ins Netz zu bringen.

Die Verbindung blieb den Abend über stabil.
Frau K., befragt, ob sie Lust zu #twitterkocht hätte, befand, die Aktion höre sich spaßig an, traf rechtzeitig ein, und gemeinsam stellten wir uns der Herausforderung.

Frau K. ist multitaskingfähig: Mit links rührt sie die Nudeln, mit rechts hält sie den Lachs zum Fotografieren fest.
Auch kleine Pannen warfen uns nicht aus der Bahn.

Merke: Das nächste Mal den Besuch vorwarnen, dass die Pfeffermühle elektrisch ist und nicht gedreht werden muss, weil die Pfefferkörner dann herausfallen.
Wir haben eine Pfeffer-Sahne-Orangensauce zu den Nudeln ... 
Zum Glück passierte der Pfefferunfall, bevor Sahne und Brühe im Topf waren, so dass wir die meisten Pfefferkörner mit einem Sieb herausbekamen.

Während Nudeln und Kohlrabi auf dem Herd kochten, garte der Lachs im Ofen. Am Schluss kam dann bei uns alles zusammen in einer großen Schüssel auf den Tisch.

#twitterkocht hat wieder viel Spaß gemacht! Danke an 3Glocken für Idee und Organisation!