Donnerstag, 10. November 2011

Semmeln bröseln

Wird Zeit, dass hier mal wieder ein bisschen gekocht wird. Und da mich schon im normalen Zustand mehr als drei Zutaten überfordern, fangen wir mal mit einer an. Na gut, mit zwei: Brot und Brötchen. Trocken und altbacken. Für Paniermehl bzw. Semmelbrösel, denn das gehört zu den Dingen, von denen ich nicht verstehe, warum man sie kauft. Brot und / oder Brötchen doch eigentlich immer im Haus, wenn man Brot und / oder Brötchen isst. 

Bei uns in der Küche hängt seit Jahren ein Leinenbeutel mit der Aufschrift "Brot - Brötchen". Er stammt aus der DDR und dient eigentlich dazu, damit zum Bäcker zu gehen und die Brötchen oder das Brot im Beutel nach Hause zu transportieren. Uns hingegen dient er dazu, Brot- und Brötchenreste aufzubewahren. Der Beutel läßt genügend Luft durch, damit das Brot schimmelfrei trocknet. Praktischer Nebeneffekt: Wir haben immer genug Brot da für Semmelknödel, Klopse, Falschen Hasen oder Karthäuserklöße.

Ist der Beutel gut gefüllt, kommt der Inhalt in die Moulinette. Was ich nicht mit der Hand zerkleinern kann, teile ich vorher grob mit einem Messer.
Brötchen werden grob mit dem Messer zerkleinert.
Brotscheiben lassen sich meistens mit der Hand zerbröseln und werden gleich in die Moulinette gegeben.
In der Moulinette entstehen dann die Brösel.
Je nach Brotsorte und Mahldauer sind die Brösel mal gröber, mal feiner. Außerdem gebe ich alles in die Moulinette, was wir da haben, egal, ob Vollkornbrot oder Körnerbrötchen. Alles wird portionsweise in eine große Tupperdose geschichtet. Das Ergebnis kann dann je nach Brotsorte schon mal künstlerisch wertvoll ausfallen ;o) Einmal schütteln, und die Brösel sind gleichmäßig in der Dose verteilt.
Semmelbrösel in der Dose, vor dem Schütteln.
Die Brösel haben wesentlich mehr Geschmack als das laffe Zeugs, das man kaufen kann, selbst, wenn man immer noch viel Industriebrot isst. Der Vorrat hält meistens genauso lange, bis der Beutel wieder gut gefüllt ist, so dass ich drei-, vier Mal im Jahr Semmeln brösele. Übrigens kann man stat einem elektrischen Zerkleinerer auch einen Fleischwolf nehmen. Oder eine Reibe. Das ist dann allerdings eher die meditative Variante.

Kommentare:

  1. Oder die, die die Küche am meisten stresst.
    Nennt mich halt Brot-über-der-Spüle-Schneider. Ich steh dazu!

    PS: Warum hab jetzt "excess" als Sicherheitsabfrage? Grmpf.

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  2. Kann man eigentlich mit Bröseln aus Semmeln auch Knödel machen?

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  3. @ Heike,
    ich habe ein Brett mit Krümelauffangschale *g*

    @ Jutta,
    wenn man sich Mühe gibt *g* Nee, im Ernst, wir haben dafür eigentlich immer genug trockne Brötchen hier, dass auch welche für Knödel da sind. Ich geb' dann mehr Flüssigkeit dazu, dann passt es. Oder anders: Die Verkäufer von Knödelbrot finden in mir auch keine Kundin.

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  4. Diese Bröselmethode kenne ich noch aus meiner Kindheit, da wurden auch immer die Brot- und Brötchenreste gesammelt und dann regelmäßig im Mixer zerbröselt.

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  5. Ja Broesen mache Ich auch(es gibt eienn post von mir) .Mir schmeken hausgemachte am besten.Wenn ich sie z.b. mit Fleisch gebrauche mixe Ich immer frische Krauter in diese:)

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