Mittwoch, 15. Februar 2012

Kurz hinter den Kaminen oder: Mittagsimbiss in der Curry-Queen

Teil des Degustationsmenüs der Curry Queen.
Es gibt Straßen, die machen mich schon irre, wenn ich alle Sinne beieinander habe. Die Erikastraße gehört dazu. Ich finde sie nicht und lande entweder in der Martinistraße oder in der Eppendorfer Landstraße. Irgendwann um 1985 hatte ich mal ein Date in einer Kneipe in der Erikastraße. Nur: Ich fand diese dusselige Kneipe nicht ... Und Funkruftelefone gab's damals noch nicht. Das Date platzte. Wir haben's dann einige Tage später nachgeholt, und ich stellte schnell fest: War nicht schade, dass ich die Erikastraße nicht fand. Und seitdem habe ich sie nicht mehr finden müssen.

Jetzt wollte Bushcook ausgerechnet in die Erikastraße, zur Curry Queen. Na toll ... Wie befürchtet, irrten wir dann auch erst ein wenig zwischen Martinstraße und Eppendorfer Landstraße umher, bis wir bei Otto Koch um Hilfe fragten - nein, nicht bei dem Koch, sondern in einer Papeterie gleichen Namens. Eine der Mitarbeiterinnen verstand sich auf exakte Wegbeschreibungen: "Sehen Sie da drüben den Laden mit den schwedischen Kaminen?" Doppeltes Nicken. "Dahinter ist die Curry Queen."

Blick in den hinteren Gastraum der
Curry Queen - ein Schnellschuss, als der Raum
mal einen Moment lang leer war.
So eingenordet fanden wir das Lokal schnell und wurden beim Betreten freundlich von Bianca Habermann, eine der beiden Inhaber, freundlich begrüßt: "Kommt schnell 'rein, hier is' warm. Bei dem Wetter bieten wir auch Plätze hinterm Grill an!" Wir waren auch dankbar für die Wärme nach dem Vormittagsbummel durch die Schanze. Das Lokal ist sehr schmal geschnitten und verfügt über zwei Gasträume. Unsere Sitznachbarn auf der Bank im hinteren Gastraum meinten, abends müsse man unbedingt reservieren - eine kuriose Vorstellung, die den Erfolg des Konzepts zeigt.

Ich hatte mich noch nicht wirklich mit der Curry Queen auseinandergesetzt, hatte zwar Mit-Inhaber Sascha Basler vor drei Jahrem beim damals noch gelegentlich perfekten Dinner gesehen (das er übrigens gewann), das Lokal dann aber irgendwo in den Hirnwinden abgelegt und war beim Lesen der Speisekarte ein wenig davon überrumpelt, dass es keine Fritten zur Wurst gibt. Baslers Teilnahme war damals übrigens auch Herrn Paulsen einen Bericht wert.


Fenster zum Hof.
In Ermangelung der Fritten entschied ich mich für einen Kartoffelsalat mit Gurken und Speckstippe. Lecker, aber irgendwie kommt für mich nichts an Fritten zur Wurst ... Wir entschieden uns beiden für das Degustationsmenü, das sechs der Curry Queen-Curries enthält, die mit einer Kalbswurst serviert werden. Es gäbe auch noch Lamm, Bison-Büffel- oder Wagyu-Kobe-Style-Wurst oder Tofu. Die Curry-Mischungen werden von Ingo Holland zusammengestellt und sind auch in den Curry Queen-Lokalen erhältlich, ebenso wie das hauseigene Ketchup.

Degustationsmenü mit Curries von sehr mild (unten links) bis sehr scharf (oben rechts).

Curry Mumbai (unten links), Curry Jaipur (unten mitte), Curry Queen Quick Killer (ganz rechts), Curry Anapurna (oben links) und Curry "Curry Queen" (oben mitte).

Curry Queen Quick Killer. Zu scharf für mich. Ja, ich weiß, ich bin ein Mädchen.
Eine Beschreibung der einzelnen Curries gibt es hier. Mein Favorit war das sehr milde, kindertaugliche Purple Curry mit Hibiskusblüte, schon alleine wegen der entzückenden Farbe. Das sehr scharfe "Curry Queen" fand ich nicht so scharf, während ich in "Quick Killer" nur die Gabelzinkte steckte, ableckte - und aufgab.

Ach, schon bemerkt? Alle Fotos sind scharf ... Morgen kommt es wieder anders, leider ...

Das Verwöhnwochenende im Überblick:

Freitag: Abendessen im Sgroi
Sonnabend: 8. Hamburg kocht!-Treffen
Sonntag: Frühstück im Café Paris
Sonntag: Abendessen im Hala
Montag: Portugiesisches Frühstück in der Schanze
Montag: Mittagessen in der Curry Queen
Montag: Abendessen im Ono

Kommentare:

  1. Auch wenn mich die Curryqueen von den besuchten Lokalitäten am wenigsten anlacht: ich glaube, ich möchte auch mal mit Dir in Hamburg um die Häuser ziehen. Gute Besserung weiterhin!

    AntwortenLöschen
  2. Gerne, Hesting, melde Dich einfach, wenn Du nach HH kommst! Solange Du nicht in die Erikastraße möchtest, mache ich alles mit *g* Und danke für die guten Wünsche!

    AntwortenLöschen

Ein Kommentar, wie schön! Ich bemühe mich, alle Kommentare zu beantworten. Allerdings kann das manchmal etwas dauern - das Leben neben dem Blog, Du verstehst. Wenn Du Dich durch eine Sicherheitsabfrage quälen musst oder der Kommentar erst moderiert wird, heißt das, dass es gerade viele Spamkommentare gibt. Last but not least: Ich behalte mir vor, einzelne Kommentare zu löschen. Für die Löschung von Kommentaren, die zu kommerziellen Webseiten führen, stelle ich dem Webseiteninhaber 200 Euro in Rechnung.