Freitag, 12. März 2010

Schönes und Nützliches

Seit Jahresbeginn verschlägt es mich dienstlich immer wieder nach Winterhude - zurück zu den Wurzeln sozusagen, denn als ich vor einem Vierteljahrhundert nach Hamburg zog, habe ich hier zwischen Alster und Stadtpark gelebt. Ich mag diesen Stadtteil mit seinen unterschiedlichen Facetten sehr, und auf dem platten Acker, auf dem ich jetzt wohne, fehlen mir der Wochenmarkt am Goldbekufer, die Kneipen und Restaurants, das Magazin-Kino und die vielen kleinen inhabergeführten Geschäfte. Dass in Winterhude auch unser 3. Hamburg kocht!-Treffen und das nächste Foodblogger-Treffen stattfinden, ist natürlich reiner Zufall ...

Nach getaner Arbeit, wenn die Papierberge bezwungen sind, belohne ich mich ab und an mal mit einem Bummel rund um den Winterhuder Marktplatz oder den Goldbekplatz. Dusseligerweise komme ich dann nie alleine nach Hause - in irgendeinem Laden findet sich immer was, das "Nimm mich mit!" schreit und dem Gatten gebeichtet werden muss ...

Dank eines Schaukastens am U-Bahnhof Sierichstraße (übrigens ein sehenswerter alter Hochbahn-Bahnhof, denn die Hamburger Untergrundbahn ist ja ursprünglich eine Hochbahn) landete ich in der Dorotheenstraße 176 bei "Schönes und Nützliches" (bislang leider ohne Website). Ich war ohnehin gerade auf der Suche nach einer roten Schöpfkelle von Rosti Mepal für den Gatten, denn die alte beschloss, fortan lieber zweiteilig zu sein und quittierte den Dienst. Ich habe eine Schwäche für Melamin und das Rosti-Design, von dem ich bisher immer dachte, es sei dänisch, denn aus Dänemark haben wir uns die Produkte bislang immer mitgebracht. Dabei kommen die Produkte aus den Niederlanden.
Muss ich erwähnen, dass es nicht bei der Schöpfkelle blieb? Schließlich gibt es in unserer Küche auch Margarethe in Variationen und dank "Schönes und Nützliches" inzwischen sogar mit Deckel. Außer Rosti Mepal gibt es in dem Geschäft sehr schöne japanische Messer, Le Creusset-Töpfe, Rösle-Produkte, Hackenporsche von Andersen, schöne Ausstecher und anderes Backzubehör von Städter, Geschirr, Salz-, Pfeffer- und Gewürzmühlen undundund ... Die Inhaber beraten fachkundig und gut.
Wieder zu Hause, musste ich dem Gatten erklären, dass es durchaus möglich und sehr vernünftig ist, einen deutlich zweistelligen Betrag für eine einzige Pfeffermühle auszugeben, wenn sie von Zassenhaus kommt. Dass sie rot ist, spielte bei der Kaufentscheidung natürlich üüüüüberhaupt keine Rolle, sondern allein die Tatsache, dass er ohnehin eine neue haben wollte (bin ich nicht selbstlos?! ;o)), sie ein Keramikmahlwerk hat und heruntergesetzt war. So waren die Schöpfkelle und der unvermeidbare Rest also quasi eine kostenlose Dreingabe. Weibliche Foodblogger-Logik ;o)

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