Dienstag, 12. Januar 2016

Gekochte Integration oder Schwaben trifft Griechenland: Ofenschlupfer nach Art einer Moussaka

In Hvide Sande kauften wir beim Bäcker ein sehr leckeres französisches Weißbrot, das wir im Urlaub nicht ganz auf aßen. Wieder zu Hause, befand ich, die letzten fünf Scheiben würden nicht zu Semmelbröseln, sondern zu einem pikanten Ofenschlupfer. Da wir auch noch Schafskäse hatten, der von Hamburg nach Bjerregård und zurück fuhr, war schnell klar, wir bräuchten nur noch Hack, dann würde "irgendwas griechisch Inspiriertes" daraus.

Ofenschlupfer nach Art einer Moussaka.
Es wurde gekochte Integration: Brot und Eier kamen aus Dänemark, Hack und Milch aus Schleswig-Holstein, der Schafskäse aus Bulgarien, die Aubergine aus Marokko, Knoblauch, Zwiebeln und Petersilie irgendwo aus Deutschland, der getrocknete Oregano aus dem Garten, das Salz aus Bayern, der Pfeffer aus Weitfortistan ...

Ofenschlupfer nach Art einer Moussaka

Zutaten für 6 bis 8 Portionen:

5 Scheiben altbackenes Weißbrot
800 ml Milch
800 g Schafskäse
1 Aubergine, gewaschen, geputzt und in Scheiben geschnitten
1 Zwiebel, geschält und fein gehackt
1 Knoblauchzehe, geschält und gepresst
500 g Hack
Tomatenmark
Paprikapulver, edelsüß
Öl
2 Eier
Glatte Petersilie, Menge nach Geschmack, die Blätter fein gehackt
Oregano, getrocknet
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Eine Auflaufform mit dem Weißbrot auslegen.

Die Hälfte der Milch mit der Hälfte des Schafskäses vermischen (das geht gut mit dem Pürierstab) und über die Brotscheiben gießen.

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Auberginenscheiben darin anbraten. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Öl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten. Hack, Tomatenmark und Paprika dazu geben und das Hack krümelig braten. Mit Petersilie, Oregano, Salz und Pfeffer abschmecken und auf die Brotscheiben geben. Die Auberginen auf das Hack geben.

Die restliche Milch mit den Eiern verquirlen und den restlichen Schafskäse hineinbröseln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und über die Auberginen gießen.

Den Ofenschlupfer bei 160°C (Umluft) ca. 30 Minuten im Ofen garen, bis er oben goldbraun ist.

Montag, 11. Januar 2016

Eine Woche Dänemark oder: 7 Tage, 7 Biere

Relativ kurzfristig entschlossen wir uns, die letzte Dezemberwoche und den Jahreswechsel in Dänemark zu verbringen, an der Nordsee, in unserer Lieblingsgegend, Holmsland Klit. Das ist immer ein bisschen wie Nachhausekommen: Sobald wir in Nymindegab am Kro über die Nehrung blicken, atmen wir tief durch, fällt aller Stress von uns ab.

Nach der Ankunft im Ferienhaus: Erstmal eine Teepause machen. Den Kuchen gab's vom Vermieter, die Zimtsterne kamen von Zuhause mit. Die Tischsets tauschte ich danach gegen eine mitgebrachte Tischdecke aus.
Stau, Sturm und Dauerregen machten die Anfahrt am zweiten Weihnachtstag sehr anstrengend, zumal Heiligabend und der erste Weihnachtstag schon sehr anstrengend waren. Wir brauchten alleine drei Stunden für die Strecke Hamburg - Flensburg.

Ein Rest Chokoladekage und Smørhorn, wunderbares Mürbgebäck vom Bäcker in Hvide Sande. Muss ich unbedingt nachmachen. 
Hinter der dänischen Grenze konnte ich den Gatten endlich überzeugen, eine Pause zu machen. Bis dahin hatte ich ihn mit Haribo und Kaffee bei Laune gehalten, merkte aber, dass er schon eigentlich seit Flensburg nicht mehr konnte. Normalerweise stoppen wir bei den Hüttener Bergen, aber der Gatte wollte partout vorwärts kommen.

Die wunderbaren Smørhorn. Eins hat sich der Gatte schon gesichert.
So hielten wir dann endlich bei Monarch in Vojens und aßen frokostret med rejer - selten schmeckte ein Krabbenbrot so gut! Die restliche Strecke fuhren wir dann ohne Pause durch. Der Gatte wollte noch im Hellen ausladen.

In der Küche. Frische Lebensmittel, die zu Hause sind, nehmen wir mit ins Ferienhaus.
Kurz vor Schluss holten wir den Schlüssel beim Vermieter ab, fanden in der Dämmerung auf Anhieb unser kleines Häuschen, luden in Sturm und Regen aus, fuhren schnell zum Købmand an der Ecke, um Holz, Kartoffeln, Gewürzgurken und Brot zu kaufen, richteten schnell die Küche ein, um Tee zu trinken und anzukommen.

Blick aus dem Küchenfenster.
Eigentlich hatte ich als Abendessen eine Kohlsuppe aus dem TK-Vorrat mitgenommen, aber schon auf der Fahrt gelüstete uns nach einem ordentlichen Bauernfrühstück, so dass die Suppe für den nächsten Tag in den Kühlschrank wanderte (und der Gatte in die Küche zwecks Zubereitung des Bauernfrühstücks).

Muss auch mal sein: Pizza, selbst gekauft.
Der Gatte schenkte mir zu Weihnachten eine Flasche Tanqueray und schlug vor, sie gleich mit in den Urlaub zu nehmen, aber ich freute mich auf die dänischen Weihnachtsbiere und legte mir gleich beim ersten Købmand-Besuch eine Auswahl zu.

"White Christmas" von Fuglsang. 
Den Auftakt machte "White Christmas" von Fuglsang. Das Pils traf nicht wirklich meinen Geschmack. Mir fehlte vor allem das Karamellige, Malzige, das das Bier laut Brauerei haben soll. Stattdessen schmeckte ich den Hopfen sehr stark Ich fand es ziemlich fad. Aber es ist mit 4,8% vol. ein leichtes Bier, von dem man, wenn man es denn mag, viel trinken kann.

Der russische Kühlschrank funktioniert auch in Dänemark. Den Grill brauchten wir nicht - der Gatte hatte keine Lust zum Wintergrillen. 
Wesentlich besser schmeckte mir hingegen "Ding Dong" von Fuglsang, ein kräftiges, dunkles Pils mit viel Karamell und Hopfen, von dem ich, wäre ich kein Mädchen, gerne mehr getrunken hätte. Aber der Alkoholgehalt von 7,6% vol. schafft mich schnell.

"Julebryg" von Hancock.
Aber es geht noch stärker: Den Gatten, der gerne Bock trinkt, machte das "Julebryg" von Hancock ob seines Alkoholgehalts von 10,5% vol. sprachlos. Mir hingegen schmeckte das Lager, das vor der Abfüllung anderthalb Jahre eingefroren wird, richtig gut. Es ist sehr malzig-süß und voller Aromen - ein Mädchenbier. Putzigerweise nahm ich, anders als bei "Ding Dong" den Alkoholgehalt gar nicht so schnell wahr. "Julebryg" ist vermutlich das stärkste dänische Weihnachtsbier.

"Merry Christmas" von Hancock.
Die leichtere Alternative ist "Merry Christmas, Happy New Year" von Hancock (wobei der Alkoholgehalt von 6,3% vol. ebenfalls nicht gerade leicht ist). Malz und Hopfen haben hier eine harmonische Balance, finde ich.

Silvester-Tisch. Es gibt Raclette mit Krabben, Kartoffeln und Brot.
Durch mich angesteckt, kam auch der Gatte auf den Starkbier-Geschmack. Seine Wahl fiel auf "H. C. Andersen Eventyr" von Albani. Das Bier wurde erstmals 1988 zum 1000jährigen Bestehen der Stadt Odense aufgelegt.

Silvester isst man in Dänemark Kransekage. 
Seitdem gibt es jährlich zum 2. April, dem Geburtstag Andersens, eine neue, limitierte Flasche mit wechselndem Motiv. Die nummerierten Flaschen sind begehrte Sammlerobjekte. Inzwischen gibt es auch nichtnummerierte Dosen, bei denen ebenfalls jährlich das Motiv wechselt.

"H. C. Andersen Eventur" ist trotz 9,0% vol. ein Bier, das leicht und trotz des hohen Zuckergehalts nicht zu süß schmeckt (um einen höheren Alkoholgehalt zu bekommen, wird Zucker zugesetzt). Stattdessen dominieren Zitrusnoten. Unser Fazit. Kann man trinken. Muss man aber nicht.

"Julbock" von Jacobsen.
Eine leckere Alternative zum "Julebryg" von Hancock ist "Julebock" von Jacobsen. Durch die Süße des gerösteten Malzes, Noten von Karamell, Schokolade und Kaffee ist das Bockbier mit 6,5% vol. auch ein schönes Mädchenbier. Ich bedauerte, dass ich nur eine Flasche kaufte, dachte dann aber auch nicht mehr daran, vor der Heimfahrt noch was nachzukaufen.

"Ludvigs Jul" aus dem Mylius-Erichsen Bryghus. Und: Doch, ja, ich hätte ich das passende IPA-Glas gehabt. 
Zu guter Letzt gab's "Ludvigs Jul" vom Mylius Erichsen Bryghus, einer lokalen Microbrauerei aus dem nahegelegenen Ringkøbing, ein Pale Ale mit 6,2% vol. Es ist fruchtig und füllig, mit einem Hauch Nelke, war mir allerdings nicht süß genug (diesen Winter stehe ich anscheinend echt auf Mädchenbiere).

Zwischen den Bieren wurde natürlich auch gekocht, aber unsere Ferienhausküche ist ziemlich simpel. Neben Bauernfrühstück und Kohlsuppe gab's Klopse mit Wurzelgemüse, Pizza, zu Silvester Raclette und an Neujahr Rinderfilet. 

Rinderfielt, Ofentomate, Bratkartoffel, Béarnaise. Ja, ich weiß, den Teller hätte man schöner anrichten können. 
Dieser Beitrag nimmt teil an der Montagsfreuden-Linkparty und der Urlaubs-Linkparty.

Donnerstag, 7. Januar 2016

Warmer Ebbelwoi mit Rum und Gewürzen

Bei der klirrenden Kälte der letzten Tage frieren der Gatte und ich um die Wette. Unsere Büros werden aus unterschiedlichen Gründen nicht richtig warm, so das Hände und Füße immer eisekalt sind.

Während meine wenigstens auf dem Heimweg im Auto warm werden, kommt der Gatte schon mal mit blau gefrorenen Fingern heim - sein Fahrtweg ist kurz, seine Autoheizung nicht so stark wie meine (auch in Grund, warum ich an dem alten, kleinen schwarzen Auto hänge).

Da hilft es dann, wenn zu Hause ein wärmendes Getränk wartet - Ebbelwoi mit Rum und Gewürzen zum Beispiel.

Warmer Ebbelwoi gegen Eiseskälte.
Warmer Ebbelwoi mit Rum und Gewürzen

Zutaten für 1 - 2 Portionen:

400 ml Ebbelwoi, Apfelwein oder Cider
1/2 Teelöffel gemahlenen Zimt
1 - 2 Prisen geriebene Muskatnuss
1 guter Schuss Rum
evtl. etwas Agavendicksaft oder Honig
evtl. Apfelscheiben und Zimtstangen als Garnitur

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf die Garnitur in einem Topf erhitzen und gut miteinander verrühren.

Ebbelwoi auf zwei hitzebeständige Tassen aufteilen und ggf. mit Apfelscheiben und Zimtstangen garniert servieren.

Dieser Beitrag macht mit bei der Rezepte-Linkparty.

Dienstag, 5. Januar 2016

Erste Zusammenfassung zum Blog-Event: Pegida aufessen oder Wie deutsch isst du wirklich? [Blogger für Flüchtlinge]

Blogevent: NOPEGIDAIm September fragte ich, wie deutsch Du isst, denn die "Patriotischen Esser Gegen die Islamisierung Der Alimente" aka "PEGIDA" fordern ja gerne mal dazu auf, sich auf die deutsche Küche zu besinnen - während sie sich beim Schotten treffen oder Dönertier essen. Die Logik der Besorgtbürger ist eben rational nicht immer nachvollziehbar.

Ursprünglich wollte ich das Blog-Event bis Ende 2015 laufen lassen, aber da Pegida noch immer Kreislauf hat, kochen wir weiter, denn: Kochen ist unendlich. Rassismus hingegen ist beschränkt.

Falls Du also Lust hast, "typisch deutschen" (oder "typisch britischen", typisch schweizerischen, "typisch woherauchimmerischen") Rezepten auf den Grund zu gehen, bist Du herzlich eingeladen, teilzunehmen.

Weitere Infos gibt's hier, und vierteljährlich werde ich Zusammenfassungen bloggen.

Krautspätzle.
Die erste, die einem vermeintlich typischen deutschen Gericht nachspürte, war Martha.

Sie wanderte selbst erst vor relativ kurzer Zeit nach Hamburg ein - aus Schwaben. Und da ich sie inzwischen persönlich kennenlernen durfte, kann ich sagen, dass sie inzwischen schon so weit assimiliert ist, dass sie Grünkohl isst.

Natürlich bereitete Martha als echte Schwäbin Krautspätzle zu. Die sind typisch deutsch - oder vielleicht doch nicht? Schaut selbst!


Grünkohl mit Kartoffeln und
Kohlwurst.
Apropos Grünkohl: Der ist doch ganz sicher typisch norddeutsch, nich? Weit gefehlt, wie Britta durch Grünkohl mit Kartoffeln und westfälischer Kohlwurst aufzeigt.

Sie kommt zu dem Ergebnis, dass Salzleckstein ein geeignetes Nahrungsmittel für Pegidioten wären. Hört sich nach eine guten Diät an - zumindest an Elektrolyten fehlt es dann nicht.


Miri verließ ihre süße Welt und nahm sich dem beliebten deutschen Sonntagsessen Rinderroulade mit Blaukraut und Kloß an.

Was von der Rinderroulade
deutsch ist. 
Klares Fazit auch bei ihr: Mehr als gesalzenes Wasser aus der hohlen Hand bleibt dabei für Pegidianer nicht übrig, denn alle Zutaten samt Geschirr und Glas sind nicht wirklich deutschen Ursprungs.

Wenn man wirklich deutsch isst, bleibt wohl nur eine Nulldiät.


Birgit, die Landfrau, nahm sich der Quitte an und ließ Quittensirup rühren. Nebenbei lässt sie uns erfahren, wie die Quitte zu ihrem Namen kam. So viel sei verraten: Wirklich deutsch ist da kaum was.


Quittensirup.
Spätestens jetzt sich wir aber auf der ganz sicheren Seite, denn die Frankfurter Grüne Sauce, das Lieblingsgericht von Johann Wolfgang von Goethe muss doch durch und durch deutsch sein, nich?

Nun ja, lest selbst, was Lari herausfand.


Frau Kochschlampe, zwischen Hamburg, Berlin und Zürich zu Hause, beschäftigte sich mit einem Gericht, das typisch für die Innenschweiz ist: Älplermagronen, stilecht zubereitet auf dem Holzherd einer Maiensäss.

Älplermagronen.
Die Zutatenliste liest sich abenteuerlich, aber was so'n echtes Nordlicht ist, liebt broken seut, die gebrochenen Süße. Da geht dann auch Apfelmus mit Knoblauch.


Bodenständig geht's auch bei Frau Magentratzerl zu. Susanne serviert eines der bajuwarischen Nationalgerichte: Schweinsbraten mit Krautnockerl. Deutscher geht's doch nun wirklich nicht!

Wie das Gericht aber wohl ohne Kümmel, den die Bayern meiner Wahrnehmung nach an so ziemlich alles geben, schmeckte? Der ist nämlich a Zugeroaster (und nicht unbedingt mein Lieblingsgewürz, wie ich in manchen Bayern-Urlauben feststellte).

Schweinsbraten
mit Krautnockerln.
Genau genommen müsste ein wahrhafter Pegidiot beim Schweinsbraten nicht nur auf den Kümmel verzichten, sondern auch noch auf das Schwein und auf die Krautnockerln ... Es ist schon ein Kreuz mit der typisch deutschen (und schweizerischen) Küche.

Dank an alle Teilnehmerinnen!

Ich bin gespannt auf die nächsten Beiträge. Falls Du mitmachen möchtest und keinen Blog hast, kannst Du gerne bei mir gastbloggen. Und: Es dürfen nicht nur Food-Blogger mitmachen.

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Teigtaschen (Ravioli) mit Paté-Füllung

Nein, Ravioli kann ich das Ergebnis wirklich nicht nennen, denn Ravioliteig und ich können immer noch nicht miteinander. Aber ich versuche es regelmäßig. Am Besten allerdings gelingen mir Ravioli mit fertig gekauften Dim-Sum-Teigblättern. Ansonsten schaffte ich es bislang nur selten, den Teig dünn genug auszurollen.

Teigtaschen mit Paté-Füllung.
Das Rezept von Happy Serendipity änderte ich leicht ab: Aus unerfindlichem Grund gab's beim Mittagspausen-Rewe keine Kresse. Thymian hatten wir zu Hause, der passt ja auch. Während des Kochens befand ich, mir sei nach einer Sahnesauce. Da aber die Sahnevorräte im heimischen Kühlschrank gerade aufgebraucht wurden, nahm ich Ricotta. In den Teig mogelte sich noch etwas Steinpilzpulver, dafür nahm ich weniger Mehl.

Teigtaschen im Werden.
Teigtaschen (Ravioli) mit Paté-Füllung

Für den Teig:
290 g Mehl
10 g Steinpilzpulver
3 Eier
1 Prise Salz
evtl. etwas Wasser oder Olivenöl

Für die Füllung:
200 g Paté (Leberwurst)
1 Schalotte
4 Champignons
Thymianblättchen von 1 - 2 Stängeln

Für die Sauce
8 Champignons
1 Schalotte
ein paar Thymianblättchen
1 Schuss Weißwein
2-3 EL Ricotta
Olivenöl

Zubereitung:

Alle Teigzutaten mischen und zu einem glatten, elastischen Teig kneten. Ist der Teig zu trocken, etwas Wasser oder Olivenöl dazu geben. Den Teig in Frischhaltefolie hüllen und etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

In der Zwischenzeit für die Füllung die Pilze und die Schalotte kleinhacken, kurz anbraten und mit der Leberwurst und den Thymianblättchen vermischen.

Den Teig portionsweise zu feinen Nudelplatten auswalzen, mit einem Ravioliformer* ausstechen, füllen und zusammenklappen.

Für die Sauce die Champignons und die Schalotte kleinhacken, in Olivenöl angebraten, mit einem Schuss Weißwein ablöschen und den Ricotta einrühren.  Mit salz und pfeffer abschmecken.

Salzwasser zum Kochen bringen und die Ravioli 4 bis 5 Minuten darin garen. Wenn sie nicht so dick sind wie bei mir, garen sie schneller. Wenn die Ravioli an die Oberfläche steigen, sind sie in der Regel gar.

Ravioli mit der Sauce anrichten und mit ein paar Thymianblättchen garnieren.

Teigtaschen mit Paté-Füllung.
Quelle: Happy Serendipity

Dienstag, 29. Dezember 2015

Apfelkuchen mit Ebbelwoi, Rosinen und Nüssen

Aus Bad Nauheim brachten wir einige Flaschen Ebbelwoi mit in der Hoffnung, eine Sorte zu finden, die uns beiden schmeckt - oder wenigstens einem von uns. Nachdem wir nun einige probierten, steht fest: Cider, egal, ob deutsch oder britisch, mögen wir, Ebbelwoi nicht - warum auch immer.

Aber mit Ebbelwoi kann man prima kochen, backen und Cocktails mischen.

Für dieses Rezept brauchst Du 300 g Zucker. Das ist mir persönlich zu süß, aber da ich die familiären und kollegialen Süßschnäbel kenne, habe ich die Menge nicht reduziert. Unter uns: 200 g Zucker plus Puderzucker obendrauf tun's vermutlich auch.

Apfelkuchen mit Ebbelwoi, Rosinen und Nüssen.
Apfelkuchen mit Ebbelwoi, Rosinen und Nüssen

Zutaten für eine 26er Springform:

50 g Rosinen und / oder Sultaninen
6 EL Ebbelwoi, Apfelwein oder Cider
215 g Mehl
15 g Speisestärke
1½ TL Backpulver
½ TL Salz
½ TL gemahlener Zimt
¼ TL gemahlene Nelken
¼ TL gemahlener Ingwer
¼ TL frisch geriebene Muskatnuss
300 g brauner Zucker
175 g weiche Butter
2 Eier
750 g Äpfel (etwa 6 Stück), geschält, entkernt und in 1 cm Stücke geschnitten
100 g leicht gerösteten Walnüsse oder andere Nüsse nach Wahl, in kleine Stücke gehackt

Zubereitung

Sultaninen und Rosinen in eine kleine Schüssel geben, mit 3 EL Apfelwein vermischen und mindestens 2 Stunden oder über Nacht einweichen lassen.

Mehl, Speisestärke, Backpulver, Salz und Gewürze in eine Schüssel geben. Zucker und Butter dazugeben und alles miteinander vermischen, dabei auch immer wieder die Reste an den Schüsselrändern unterheben.

Eier dazu geben und alles miteinander schaumig rühren, dann die verbleibenden 3 EL Apfelwein einrühren. Schließlich die vorbereiteten Äpfeln, Sultaninen bzw. Rosinen und Nüsse unterheben. Die Mischung wird zu dick und zu apfelig aussehen, aber keine Sorge, das passt schon.

Die Mischung in eine gebutterte Springform löffeln und die Oberfläche glattstreichen. Die Form mit Alufolie abdecken und für 1 Stunde bei 160°C (Umluft) im Ofen backen. Dann die Alufolie abnehmen und den Kuchen noch ca. 35 Minuten backen lassen (Stäbchenprobe). So entsteht eine schöne Kruste.

Den Kuchen auskühlen lassen und nach Geschmack mit Puderzucker überstäuben (am Besten schmeckt er allerdings, wenn er einen Tag ruhen durfte). Dazu passen Sahne, Vanillesauce und eine Kugel Eis.

Quelle: Delicious Magazine

Dienstag, 22. Dezember 2015

Gebackene Topinambur-Suppe mit geröstetem Fladenbrot mit Ziegenkäse

Wenn der Gatte alleine für die Woche einkaufen geht, dann spontan und ohne Plan. In diesem Fall war er bei der Metro, weil er argentinisches Rinderfilet haben wollte, und kam mit Topinambur wieder, weil "Die sehen doch aus wie gemalt!"

Gebackene Topinambur-Suppe mit geröstetem Fladenbrot mit Ziegenkäse.
Ja, in der Metro gibt es die besten Toppis, wenn wir nicht zum Bio-Höker auf dem Markt kommen (im Garten haben wir keine mehr, da wir zurzeit ja keinen Garten mehr haben).

Geröstetes Fladenbrot mitZiegenkäse.
Schnell war klar, es würde eine Topinambur-Kartoffel-Suppe geben, und da ich etwas Zeit hatte, guckte ich nach Rezepten. Erstaunt war ich darüber, wie sehr sich das Backen der Topinambur auf ihren Geschmack auswirkt: Sie schmecken viel intensiver als gekochte. Wenn ich also die Zeit habe, werde ich Topinambur sicher öfter erstmal backen.

Gebackene Topinambur-Suppe mit geröstetem Fladenbrot mit Ziegenkäse

Gebackene Topinambur-Suppe
mit geröstetem Fladenbrot
mit Ziegenkäse.
Zutaten für 4 Portionen:

500 g Topinambur, gewaschen und in Stücke geschnitten
2-3 Kartoffeln, geschält und geviertelt oder geachtelt
1 Petersilienwurzel, geschält und in Stücke geschnitten
Olivenöl
1 Zwiebel, gewürfelt
1 Knoblauchzehe, gehackt
1 Schuss Weißwein
3 Zweige frischer Thymian
750 ml Gemüsebrühe
ggf. etwas Milch
Salz
Pfeffer
Fladenbrot
Ziegenfrischkäse
ein paar Blättchen frischer Thymian

Zubereitung:

Topinambur, Kartoffeln und Petersilienwurzel auf ein Backblech legen und mit Olivenöl beträufeln. Bei 170°C (Umluft) etwa 35 bis 40 Minuten backen, bis sie fast gar und leicht gebräunt sind. Gelegentlich nachschauen, denn je nach Ofen kann das schneller gehen als man denkt.

Gleich geht's in den Ofen.
In der Zwischenzeit Olivenöl in einem Topf  erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch dazugeben und anbraten, bis sie weich und glasig sind. Mit einem Schuss Weißwein ablöschen. Brühe und Thymian dazu geben und köcheln lassen. Das Gemüse aus dem Ofen nehmen und in den Topf geben. Noch etwa 10 Minuten köcheln lassen, dann den Thymian entfernen und die Suppe pürieren.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und ggf. mit Milch verdünnen, wenn die Suppe zu dick ist. Soll's feiner sein, die Suppe durch ein Sieb streichen (bei normalen Alltagsessen verzichte ich darauf).

Für das Fladenbrot etwa 5 cm x 5 xm große Rauten schneiden, kurz auftoasten (ich nehme dafür die Brötchentaste des Toasters, aber die Restwärme des Ofens tut's vielleicht auch) und mit Frischkäse bestreichen sowie mit ein paar Thymianblättchen bestreuen. Zusammen mit der Suppe servieren.

Inspiration: Toast NZ

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Das zweite #12von12-Rezept: Apfelkuchen mit Marzipan

Beim Adventskaffeetrinken gab's Äpfel im Überfluss. Zu den Bratäpfeln hätte ich eigentlich lieber einen Kuchen mit Orangen, Mandarinen oder anderen Zitrusfrüchten gemacht, aber der gatte bestand auf Apfelkuchen, weil "Du hast es versprochen!" Ja doch, er hat ja recht, denn dieser Apfelkuchen stand schon lange auf meiner Nachbackliste.

Apfelkuchen mit Marzipan.
Ich habe das Rezept eine Wönzigkeit abgewandelt und zum Glasieren Orangenmarmelade statt Butter genommen.

Das Rezepte ist das zweite von "12 von 12" im Dezember.

Apfelkuchen mit Marzipan  

Für den Mürbeteig:

250 g Mehl
60 g brauner Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
125 g kalte Butter

Für den Belag:

100 g Marzipanrohmasse
125 g weiche Butter
75 g Zucker
3 Eier
1 TL abgeriebene Zitronenschale
50 g gemahlene Mandeln
4-5 mürbe Äpfel

Außerdem:

2 EL Bittere Orangenmarmelade

Zubereitung:

Für den Mürbteig alle Zutaten in der Küchenmaschine oder mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten und anschließend in Folie gewickelt ca. 30 Minuten kühlen.

Für den Belag Marzipan würfeln. Butter mit einem Rührgerät schaumig schlagen, dann Marzipan und Zucker dazugeben. Rühren, bis eine glatte Masse entstanden ist. Nacheinander die Eier, die Zitronenschale und die gemahlenen Mandeln unterrühren.

Springform mit Backpapier auslegen oder fetten. Teig auf etwas Mehl etwas größer als die Form ausrollen und hineinlegen. Dabei einen Rand hochziehen. Erneut kühlen.

Äpfel schälen, halbieren, entkernen und die Hälften an der runden Seite fächerförmig einschneiden. Marzipancreme auf den Mürbteig streichen und mit den Apfelhälften belegen.

Den Kuchen bie 180°C (Umluft) ca. 45 Minuten goldbraun backen, dann mit der Orangemarmelade bestreichen und abkühlen lassen, bis das Marzipan nicht mehr wabbelt (der Kuchen schmeckt auch frisch aus dem Ofen, mir schmeckt er aber besser, wenn er einen Tag durchgezogen ist)

Quelle: Serendipity