Freitag, 5. September 2014

Freitags-Freude:Voll verplant

Der unerwünschte Werbeaufdruck auf dem
Ringbuch wird überklebt. 
Mit dem Job-Wechsel zum letzten August änderte sich einiges: Ich habe kurz vor Vollendung des fünften Lebensjahrzehnts erstmals eine langfristige berufliche Perspektive und weiß, wo ich bis zur Rente arbeiten kann (sofern ich es will).

Ich habe einen geregelten Acht-Stunden-Tag (mit gelegentlichen Ausschlägen nach oben und unten). Ich arbeite wieder Vollzeit. Ich habe gelegentlich Leerlauf, die sogenannte Präsenzzeit. Ich habe eine Arbeit, die mir Spaß macht, die ich kann und die mir Erfolgserlebnisse beschert.

Hübsch machen. 
Ich habe keine Gleitzeit mehr. Ich habe weniger Urlaub - und den auch nur, wenn die Schulferien und die Terminkalender von zwei Kolleginnen und zwei Chefs es zulassen. Ich habe an Tagen ohne Präsenzzeit kaum noch Kraft, nach Hause zu robben oder an den Rechner zu gehen und zu bloggen. Mein blödes Burn Out meldet sich gelegentlich. Auch öfter. Und sehr laut.

Außerdem will ich ab und an abends mal wieder weggehen. Zum Fremdessen. In die Oper. Ins Kino. Ins Theater. Zum Bogenschießen. Oder zu Hause bleiben und stricken, filzen, basteln.

Das Cover ist fertig.
Kurz: Ich will meine Abende und Wochenenden nicht mehr am Rechner verbringen. Lange Zeit ging das nicht - die Arbeit stand immer im Vordergrund, Freizeit gab's kaum.

Durch die Ruhe im Berufsleben kehrt auch zu Hause wieder mehr Ruhe ein. Ich habe Zeit und Kraft zum Räumen, für den Kehraus. Nicht nur Schränke werden entrümpelt, sondern auch der Blog bzw. das, was sich in den letzten fünf Jahren (echt, so lange gibt es diesen kleinen Blog schon!) ansammelte: Massen an Fotos und Rezepten, die archiviert, also gebloggt werden müssen.

Blick ins Blog-Buch.
In all' den Jahren gelang es mir nie wirklich, ein digitales Archivierungssystem anzulegen. Ich bin mehr so der analoge Typ.

Ich schreibe gerne mit Bleistiften in Notizbücher, radiere gerne in Texten herum, sammle Bleistifte, Radiergummis und Notizbücher.

Nichts gegen Excel-Listen - beruflich kann ich sehr gut damit arbeiten. Privat mag ich nicht damit arbeiten.

In meinem Arbeitszimmer stapeln sich nicht nur Kochbücher und -zeitschriften, sondern auch Ausdrucke von Internet-Rezepten. Eine Zeitlang waren darunter auch Listen auf DinA4-Zetteln, um meine Blogbeiträge zu planen, aber das war suboptimal.

Blick ins Blog-Buch.
An einem langen Wochenende schnappte ich mir schließlich ein Notizbuch und machte mir daraus mein persönliches Blog-Buch. In dem kann ich nicht nur meine Beiträge für die nächsten Jahre planen, sondern auch Menüs, Büfetts oder ähnliches.

Noch ein Blick ins Blog-Buch.
Jetzt bin ich voll verplant:
Konstanten werden die Rezepte und der Rückblick sein. Alles andere wird so gebloggt, wie ich es schaffe oder wie es halt passiert.

Kommentare:

  1. Liebe Sabine, ich wünsche dir viel Spaß beim Fremdessen und allen anderen Projekten, die du dir vornimmst und die dir Freude machen. Und das analoge verplant sein schaut schon mal sehr gut aus bei dir. LG Kathrin

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  2. Dein Plan klingt sehr gut! Witzig ist, dass ich mir mein Blogbüchlein am Donnerstag gebastelt habe. Da bin ich genauso analog wie Du. ;-)
    Besonders gut finde ich, dass Du selbst sagst, dass es Konstanten gibt, und dass sich der Rest hinten anstellen kann an das analoge Leben. Wenn Zeit und Lust da ist.

    Danke für Deinen Einblick. :-)

    Liebe Grüße,
    Nele

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    1. Lustig, dass Du genau so analog arbeitest :o) Bei solchen analogen Tätigkeiten finde ich das Haptische wieder, das mir beim Digitalem zu oft fehlt ... LG Sabine

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