Sonntag, 4. Dezember 2016

Szenen einer Ehe: Zimtsterne

Weihnachten naht mit großen Schritten. Also ran an den Ofen, Plätzchen backen. Zimtsterne will der Gatte auf jeden Fall haben, mindestens eine Fuhre. Und am Liebsten noch eine für seine Chefin. Der hat er nämlich vor Jahrenden mal erzählt, sein Frau backe jedes Jahr so gerne Zimtsterne. Und die seien so lecker.

Zimtsterne.
Ich weiß nicht, wie er darauf kam.

Ich weiß nur, dass er bis dahin schon acht Jahre lang jedes Jahr mit mir zusammen Zimtsterne kaufte und wir jedes Mal überlegten, welche Marke uns im Jahr davor schmeckte.

Okay, jetzt soll ich also Zimtsterne backen. Eine Premiere wäre es nicht. Ich habe das schon einmal versucht. Nach einen idiotensicheren Rezept aus einem Wochenblatt, von einer leibhaftigen Bäckerin/Konditorin, die damit angeblich ihre Prüfung bestand. Mir ist bis heute ein Rätsel, wie sie das schaffte. Der Teig klebte überall, ergab aber keine Zimtsterne. Mich konnte ich ja einfach unter die Dusche stellen, aber bis ich die Küche sauber hatte ... Ergo: Zimtsterne wurden fürderhin gekauft.

Zimtsterne im Werden.
Bis zu dem Tag, an dem der Gatte seiner Chefin selbstgebackene versprach. Also machte ich mich notgedrungen auf die Suche nach einen Rezept und fand dieses. So viele begeisterte Nachbäckerinnen können nicht irren, dachte ich, und machte mich ans Nachbacken. Und siehe da, es klappte mit mir und den Zimtsternen!

Ich könnte es jetzt so machen wie eine Kochzeitschrift und meine Klicks steigern, indem ich lauthals verkünde, ich hätte _endlich_ ein Rezept für glutenfreie und vegane Zimtsterne gefunden. Lasst Euch nicht für blöd verkaufen: Zimtsterne waren quasi schon immer glutenfrei, Rezepte mit Mehl sind eine Ausnahme.

Für eine vegane Variante kannst Du das Eiweiß durch Wasser ersetzen - theoretisch. Für den praktischen Erfolg kann ich nicht garantieren, ich habe es noch nie probiert.

Dieses Rezept geht rüber zur Advent-Linkparty, zum #sonntagsglück und zum "Weihnachtszauber 2016".

Zimtsterne

Zutaten für ca. 30 Stück:

2 Eiweiß
100 g Puderzucker
100 g braunen Zucker
1 Zitrone, abgeriebene Schale davon
1 gehäufter TL Zimtpulver plus 1 Prise für den Guss
etwas Nelkenpulver
300 g gemahlene Mandeln
150 g Marzipanrohmasse
Braunen Zucker, Mehl oder Backpapier zum Ausrollen

Zubereitung:

Eiweiß sehr steif schlagen, dabei nach und nach Puderzucker und Zucker zufügen und so lange schlagen bis die Masse glänzt. Zitronenschale hinzugeben.

1/3 der Masse mit 1 Prise Zimt vermischen und zum Bestreichen auf die Seite stellen.

Die Mandeln mit dem restlichen Zimtpulver, dem Nelkenpulver und mit der Marzipanrohmasse verkneten und den Eischnee vorsichtig unterheben.

Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kühl stellen (je nach Witterung in den Kühlschrank oder auf den Balkon). Der Teig sollte nicht mehr kleben, wenn er weiterverarbeitet wird.

Den Teig auf ein mit Zucker oder Mehl bestreute Arbeitsfläche geben oder zwischen zwei Lagen Backpapier legen und vorsichtig ca. einen halben Zentimeter dick ausrollen.

Sterne ausstechen. Damit der Teig nicht in der Form hängen bleibt, die Ausstecher immer wieder in kaltes Wasser tauchen. Wenn der Teig wieder klebt, ist er zu warm und wird nochmals kaltgestellt.

Die Zimtsterne auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit einem Pinsel die Eischneemasse auftragen und im vorgeheizten Ofen bei 130°C (Umluft) für 20 bis 25 Minuten trocknen lassen.

Die Zimtsterne schmecken besonders gut, wenn sie vor dem Verzehr ein paar Tage liegen können. 

Quelle: CK

1 Kommentar:

  1. Zimtsterne die nicht kleben das speichere ich ab in meiner Rezeptdatei.
    L G Pia

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