Freitag, 14. Februar 2014

12. Hamburg kocht!-Treffen - Korea: Oyi Sobagi (Gurken Kim Chi)

Oyi Sobagi, Gurken Kim Chi.
Kim Chi ist den meisten sicher als Chinakohl in Milchsäuregärung bekannt - quasi das koreanische Sauerkraut; eine Möglichkeit, im Winter Vitamin C und andere wichtige Nährstoffe zu bekommen und gleichzeitig Gemüse haltbar zu machen.

Bis heute hat die Herstellung von Kim Chi in Korea einen wichtigen sozialen Aspekt: Wenn sich die Frauen versammeln, um große Mengen Chinakohls zu verarbeiten, bleiben die Männer außen vor, werden die alten Rezepte von Mutter zur Tochter weitergereicht. Kein Wunder, dass es die Zusammenkunft anlässlich der Kim Chi-Herstellung auf die UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes schaffte.   

Die Herstellung von Chinakohl-Kim Chi braucht etwas Vorlauf, was weder Mun-ju noch ich schafften - das Leben neben dem Blog, Du verstehst.

Also entschieden wir uns für das Korea-Kochtreffen für zwei Kim Chi-Varianten, die rasch vorbereiten werden können: Gurke und Rettich.  Das Gurken Kim Chi ist wohl die älteste Kim Chi-Variante, denn erstmals wurde das Einlegen einer Gurke nach Kim Chi-Methode vor ca. 3.000 Jahren erwähnt.

Einen Teil der Zutaten - asiatischen Schnittlauch, Gotchugaru und Minicrevetten - bekommst Du nur im Asialaden. 

Oyi Sobagi (Gurken Kim Chi)

Zutaten für 4 Portionen:

10 Mini- oder Einlegegurken
1 gehäufter EL Salz
100 g geraspelte Karotten
3 Stängel Frühlingszwiebeln in Streifen
150 g asiatischer Schnittlauch
2-3 Zehen Knoblauch
1-2 EL Fischsauce oder Minicrevetten
50 g Gotchugaru
1 TL Zucker

Projekt Kim Chi. Teilnahme bis 21. April 2014Zubereitung:

Die Enden der Gurken abschneiden, die Gurken (je nach Größe) in zwei bis drei Stücke schneiden. Die Stücke dann von einer Seite her kreuzweise einschneiden (unten ca. 1,5 cm stehen lassen). Mit dem Salz mischen und ca. 1 Stunde weinen lassen.

Die restlichen Zutaten mischen. Die Gurken nach dem Weinen abspülen und die Würzmischung in die Schlitze stopfen. Was nicht in die Schlitze passt, einfach drum herum legen.

Um Reste vom Oyi Soabgi im Kühlschrank zu lagern, geht man ähnlich vor wie bei Baechu Kim Chi, wobei man allerdings darauf achtet, dass die Gurkenabschnitte mit dem Fuß nach unten aufrecht stehen. Es hält sich so mindestens einen Monat.

Dieses Rezept ist ein Beitrag für das Projekt Kim Chi bei Foodfreak.



Donnerstag, 13. Februar 2014

12. Hamburg kocht!-Treffen - Korea: Muu Sengtshe (Rettichsalat)

Muu Sengtshe, Rettichsalat.
Dieser Salat ist echtes Fast Food - ratzfatz gemacht.

Bis auf Gotchugaru bekommst Du alle Zutaten im Supermarkt. Gotchugaru kannst Du notfalls durch Chili ersetzen, falls es keinen Asialaden in der Nähe gibt.

Muu Sengtshe (Rettichsalat)

Zutaten für 4 Portionen:

½ weißer Rettich
1 TL Salz
1 Stängel Frühlingszwiebel
2 Zehen Knoblauch, gepresst
1 EL Essig
2 TL Gotchugaru
1 Prise Zucker
1 TL gerösteter Sesam

Zubereitung:

Den Rettich schälen und in Julienne (streichholzstark) schneiden. Mit 1 TL Salz vermischen und ca. 5 Minuten weinen lassen. Dann überschüssiges Wasser auspressen.

Während der Rettich weint, Frühlingszwiebeln putzen und in Streifen schneiden. Dann mit den restlichen Zutaten zum ausgepressten Rettich geben. Alles gut miteinander vermengen.

12. Hamburg kocht!-Treffen - Korea: Boochoo Namul (Salat aus asiatischem Schnittlauch)

Boochoo Namul, Salat aus
asiatischem Schnittlauch
Für die Hauptzutat dieses Salates musst Du sicher in den Asialaden, denn der asiatische Schnittlauch (Chinesischer Schnittlauch, Knoblauch-Schnittlauch, Knolau oder Schnittknoblauch) lässt sich sich nicht ersetzen.

Asiatischer Schnittlauch sieht zwar wie Schnittlauch aus, schmeckt aber nach Knoblauch. In Asialäden mit Frischeabteilungen sollte er vorrätig sein.
Und wenn Du dann eh' schon im asiatischen Supermarkt bist, kannst Du Dir auch gleich einen Vorrat an Gotchugaru und Gochujang mitnehmen - beides brauchst Du in der koreanischen Küche öfter.

Anders als bei den von uns zubereiteten Namul-Gerichten wird hier nichts gekocht oder auch nur blanchiert - der Schnittlauch ist so fein, dass er quasi sofort matschig würde. Die Prise Vanillezucker sorgt dafür, den Lauchgeschmack herauszukitzeln.

Boochoo Namul (Salat aus asiatischem Schnittlauch)

Zutaten für 4 Portionen:

100 g asiatischer Schnittlauch
1 EL Sojasauce
1 EL Reisessig
2 TL Gotchugaru
1 EL dunkles Sesamöl
1 TL gerösteter Sesam
1 Prise Vanillezucker

Zubereitung:

Den Schnittlauch waschen, evtl. vorhandene Wurzelknollen entfernen und den Lauch in ca. 6 cm lange Stücke schneiden.

Die restlichen Zutaten mischen und mit dem Schnittlauch vermengen.

12. Hamburg kocht!-Treffen - Korea: Shigumtshi Namul (Spinatsalat)

Shigumtshi Namul, Spinatsalat.
Für Namul, einem gekochten Salat, kann man wirklich jedes Gemüse oder Kraut nehmen, Wurzeln, ja sogar Blumen wie Chrysanthemen bzw. Astern.

Bei unserem Korea-Kochtreffen war's weniger exotisch.

Bis auf Gochujang, die Chilipaste, sind alle Zutaten im Supermarkt zu bekommen. Die Chilipaste gibt es im Asiamarkt. Sie hät sich sehr lange. Notfalls kann sie aber auch durch Chili ersetzt werden.

Shigumtshi Namul (Spinatsalat)

Zutaten für 4 Portionen:

250 g frischer Spinat
1 EL Reisessig
2 EL Wasser
1 EL Sojasauce
1 TL Gochujang
1 Zehe Knoblauch
1 TL Sesam, geröstet
n. B. dunkles Sesamöl

Zubereitung:

Den gewaschenen Spinat ca. 1 Minute blanchieren, abgießen, abschrecken und ausdrücken, damit der Salat nicht zu sehr verwässert.

Aus den restlichen Zutaten ein Dressing anrühren und über den Spinat geben. Gut mischen.

12. Hamburg kocht!-Treffen - Korea: Hobak Namul (Geschmorte Zucchini)

Zucchini, geschmort.
Namul ist der generelle koreanische Ausdruck für ein würziges Gemüse-Schmorgericht bzw einem gekochten Salat.

Bei unserem Korea-Kochtreffen gab es verschiedene Namul. Hier ist erst mal das Rezept für eines mit Zucchini.

Hobak Namull (Geschmorte Zucchini)

Zutaten für 4 Portionen:
1 Zucchino
1 EL Sojasauce, dunkle
1 Knoblauchzehe
1 TL Gochujang
1 TL dunkles Sesamöl
etwas Pfeffer
1 Prise Zucker
Öl zum Anbraten

Zubereitung:

Zucchino hobeln. Öl in einem Topf erhitzen und die Zucchinischeiben hinzufügen. Wenn sie gerade anfangen, Farbe anzunehmen, die restlichen Zutaten hinzufügen und das Gemüse ca. 10 Minuten schmoren.

12. Hamburg kocht!-Treffen - Korea: Jangjorim (Geschmorte Rindfleischwürfelchen)

Rindfleischwürfel, geschmort.
Jorim ist der koreanische Ausdruck für ein Schmorgericht, das mit verschiedenen Zutaten wie Rindfleisch und Eiern, Makrele, Lotuswurzel, Tofu oder Shiso hergestellt werden kann.

Wir entschieden uns beim Kochtreffen für Rindfleisch ohne Eier.

Die Zutaten gibt es allesamt im Supermarkt zu kaufen.

Jangjorim  (Geschmorte Rindfleischwürfelchen)

Zutaten für 4 Portionen:

300 g Rindfleisch (Schmorfleisch)
200 g Zwiebeln
3 rote Peperoni
3 Stängel Frühlingszwiebeln
2-3 Knoblauchzehen
125 ml Wasser
125 ml Sojasauce
1 TL Zucker

Zubereitung:

Rindfleisch in Würfel mit Kantenlänge ca. 2 cm schneiden, in einen Topf geben, so viel Wasser zugeben, bis das Fleisch bedeckt ist und zum Kochen bringen. Dabei abschäumen (den Sud kann man als Suppenbasis für z. B. Miyeok Guk verwenden).

Wenn das Fleisch gerade gar ist, den Sud abgießen, alle anderen Zutaten in den Topf geben und ca. 45 min bei kleiner Hitze schmoren.

Dabei gelegentlich umrühren.

12. Hamburg kocht!-Treffen - Korea: Kong Namul Muchim (Sojabohnensprossensalat)

Eigentlich sollte es beim koreanischen Kochtreffen auch diesen Sojabohnensprossensalat geben. Dann aber landeten alle Sojabohnensprossen in der Suppe, und wir verzichteten kurzerhand auf den Salat. Da ich ihn aber schon in Bad Honnef aß, kann ich sagen: Er schmeckt!

Bis auf das Gotchugaru gibt es alle Zutaten im normalen Supermarkt. Das Gotchugaru kannst Du durch Chilipulver ersetzen, wenn Du nicht zum Asialaden kommst.

Kong Namul Muchim (Sojabohnensprossensalat)

Zutaten für 4 Portionen:

300 g Sojasprossen
2 EL dunkle Sojasauce
2 EL Wasser
1 EL Reisessig
1 EL dunkles Sesamöl
1 Knoblauchzehe
1 Prise Zucker
Gotchugaru nach Geschmack
1 Prise Pfeffer

Zubereitung:

Keimlinge waschen und verlesen, dabei nicht vergessen die Häutchen von den Köpfen zu entfernen.

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, die Sojabohnenkeimlinge hinein geben und ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Die restlichen Zutaten miteinander zu einem Dressing verrühren und über die blanchierten Keimlinge gießen.

Dieser Salat hält sich bis zu einer Woche gut im Kühlschrank.

12. Hamburg kocht!-Treffen - Korea: Oyi Sengtshe (Gurkensalat)

Oyi Sengtshe, Gurkensalat.
Koreanischer Gurkensalat gehört inzwischen zu meinen Lieblingsmittagspausenrezepten, und so war es klar, dass er auch bei unserem Koreakochtreffen auf den Tisch muss.

Bis auf Gotchugaru, dem Chilipulver, bekommst Du alle Zutaten im Supermarkt.

Gotchugaru kannst Du durch Chili ersetzen, falls Du nicht zu einem Asialaden kommst.

Oyi Sengtshe 

Zutaten für 4 Portionen:

1 Salatgurke
1 EL Reisessig
1 EL Wasser
1 EL Sojasauce
1 TL Gotchugaru
1 TL Salz
1 Zehe Knoblauch
1 TL dunkles Sesamöl
1 TL Sesam, geröstet

Zubereitung:

Die Gurke halbieren und mit dem Gemüsehobel in Scheiben hobeln.

Das Salz hinzufügen und die Gurke ca. 30 Minuten weinen lassen.

Die entwässerten Gurkenscheiben in ein Sieb geben, kurz abspülen und ausdrücken.

Aus den restlichen Zutaten ein Dressing anrühren und über die Gurkenscheiben geben.