Samstag, 26. April 2014

Rückblick: Kühlschrank und Wochenplan KW 17

Nach dem Wocheneinkauf
platzt der Kühlschrank aus
allen Nähten - das meiste
ist für das Gabelfrühstück
am Ostersonntag.
Der Wochenplan war diese Woche sehr übersichtlich:

Sonnabend: Spargel
Sonntag: Reste
Montag: Reste
Dienstag: Was der Tiefkühler hergibt
Mittwoch: Was der Tiefkühler hergibt
Donnerstag: Was der Tiefkühler hergibt
Freitag: Was der Tiefkühler hergibt

Wir hatten Sonntag Gäste zu einem österlichen Gabelfrühstück und waren sicher, dass es Reste geben wird. Also planten wir nichts weiter für die Woche. Praktischerweise hatte ich Urlaub und konnte so spontan einkaufen gehen, falls Reste und Vorräte nicht ausreichen sollten.

Sonnabend gab's wie geplant Spargel, gekauft bei Nuttelmann. Dass die während der Saison einen Stand vor "Real" haben, ist praktisch und wird gerne von uns genutzt. Aus Spargelschalen und restlichen Stangen wurde Spargelsuppe für den nächsten Tag.

Sonntag nach dem üppigen Gabelfrühstück gab's abends Brötchen, übrig geblieben vom Vormittag.

Montag kochte der Gatte Maccheroni, machte aus Spargelsuppen- und Hollandaisesaucenresten eine Sauce und gab übrig gebliebene Räucherlachsscheiben dazu - sicher keine haute cuisine, aber für eine schnelle Nudel wirklich lecker.

Schneller Nudelsalat.
Da der Gatte wieder mal mehr als genug Nudeln kochte, machte ich aus gekaufter Antipasti vom Ostersonntag und den restlichen Nudeln einen Salat, den wir Dienstag zu Hackbraten, ebenfalls vom Gabelfrühstück übrig, aßen.

Mittwoch gab's Pellkartoffeln, Eier und Grüne Sauce - Reste vom Gabelfrühstück bzw. aus dem Osterkorb.

Donnerstag holte ich Lachs, Spinat und Eigelb aus dem Tiefkühler, nahm altbackenes Brot und machte aus allem einen deftigen Ofenschlupfer.

Freitag machte der Gatte eines seiner Lieblingsgerichte: Spaghetti mit Garnelen in Weißwein-Sahne-Sauce.

In der kommenden Woche ist zwei Mal fremdessen angesagt. Außerdem wird der Gatte Küchendienst haben.

Freitag, 25. April 2014

Rezension: Richard Fasten „Moin“

Moin (Front-Cover)Ja, so ein Dorfpolizist wie Boris Kröger tut’s nicht leicht haben: Großkapital und Fracking-Befürworter tun sich zusammenschließen, um nachts auf einsamen Dorfstraßen die Spiegel parkender Autos abzuschlagen.

Kröger als Kapitänsenkel tut Schande über seine Familie bringen, weil er seekrank ist.

Er muss plötzlich auf’s Sofa umziehen tun, weil Oma Machentut die berühmte Schriftstellerin Dora Pan in seinem Bett einquartieren tut.

Nein, als wäre das nicht schon alles genug, tut es in der beschaulichen Idylle Altwarps am Stettiner Haff auch noch tote Leichen geben tun, justament zum Dorffest! Tut das denn not?

Das Wochenende von Boris Kröger ist jedenfalls gelaufen. Gründlich. Erst tut er eine mit Ratten bevölkerte Jacht entdecken, dann wird das Dorf langsam entvölkert – drei Leichen in vier Tagen, da tut selbst Nick Tschiller kaum mitkommen tun, und der tut schließlich in einer Großstadt leben, also, in einer richtig großen Stadt, nicht etwa auf Usedom, was für Altwarper Verhältnisse ja auch schon wahnsinnig groß ist.

Und dabei will Kröger doch eigentlich nur seinen Geburtstag in Ruhe feiern tun, mit Oma Machentuts Apfelkuchen, ihrer Klütersuppe, meinswegen auch Fischsuppe oder, wenn’s ganz doll kommt, Gänsespickbrust. Kochen kann die Oma Machentut nämlich, auch wenn sie fast nichts mehr sehen tut!

Richard Fasten tut nach mehreren Sachbüchern und Radio-Mitrate-Krimis nun seinen ersten Kriminalroman vorlegen tun, der in einem kleinen Dorf Altwarp spielt. Tut man dem Autor glauben tun, dann sind unter den knapp 500 Seelen des nordöstlichen Festlandspunkts Deutschlands einige sehr skurrile Exemplare versammelt.

Fasten tut ihnen sehr genau auf’s Maul schauen, was einem Nicht-Norddeutschen vermutlich die grammatikalischen Haare zu Berge stehen lassen oder auf die Nerven gehen tut. Aber bei dem, was beispielsweise Oma Kröger so machen tut, passt ihr Ökelname gut – wer sich also an skurrilen Situationen und norddeutscher Grammatik nicht stören tut, findet hier viel Lesevergnügen.

Die haarsträubenden Situationen, in die Fasten seine Protagonisten geraten tun lässt, mögen manchem bemüht erscheinen – mir tut es nicht so gehen. Ich habe gelernt, dass das Leben abgedrehter sein tun kann als es sich jede Phantasie ausmalen tun könnte, weswegen ich bei vielen Schilderungen laut auflachen musste, kam mir doch manches merkwürdig vertraut vor.

Allerdings sind es mir fast zu viele Protagonisten – gelegentlich tat ich dann doch mal den Überblick verlieren und dachte mir „Muss das auch noch sein?!“, beispielsweise als Heinrich Zille auch noch auftauchen tut.

Fasten hat ein rasantes Erzähltempo, das seinen Protagonisten nur wenig Spielraum zur Entwicklung geben tut – der Leser tut also mitten hinein springen tun ins pralle Altwarpener Leben, erfährt schnell, wer mit wem ein außereheliches Techtelmechtel haben tut und wer mit wem gerne eines hätte. Da werden viele Einzelbiographien miteinander verwoben, tut das Dorf zu einer Familie werden, in der man nicht miteinander, aber auch nicht ohneeinander kann – und am Ende tut doch alles ganz anders sein als anfangs gedacht.

Unterm Strich tut ein Buch bleiben, das ich mit großem Vergnügen gelesen habe. Ich tu‘ mir eine Fortsetzung mit diesen herrlich durchgeknallten Charakteren wünschen tun!

Das einzige, was nicht not tut, ist der Mops auf dem Cover. Im Buch tut doch gar kein Mops vorkommen tun! Der soll bestimmt nur auf die Werbung von 'nem Reiseveranstalter auf der letzten Umschlagseite hinweisen tun, und das finde ich blöd.

"Moin" erschien im Ullstein Verlag, wo Du das Buch auch direkt kaufen tun kannst. Ich tat es für Blogg dein Buch rezensieren. Ach, und nächste Woche tut es hier ein Rezept zum Buch geben tun. 

Donnerstag, 24. April 2014

Aus eins mach' zwei: Rhabarber mit Orangencreme und Baiserkuchen mit Rhabarber, Sahne und Mandelblättchen

Rhabarber mit
Orangencreme.
Schwiegermutter serviert zu Ostern gerne Erdbeeren, wenn wir bei ihr zum Gabelfrühstück sind. Ich finde Ostern viel zu früh für Erdbeeren - deutsche gibt es hier noch nicht, schon gar nicht vom Erdbeerfeld in der Nachbarschaft, und spanische, marokkanische oder sonstige Importerdbeeren kaufen wir im Gegensatz zu Schwiegermutter nicht.

Aber Rhabarber ist ein schönes Frühlingsobst bzw. -gemüse und verdient einen Platz auf einem österlichen Gabelfrühstückstisch. Und heimischer Rhabarber ist auch im April schon erhältlich.

Ich hatte ein Kilo Rhabarber gekauft, um daraus Kompott zu machen, den ich im Büro zu Mittag essen wollte, kam dann aber nicht dazu, ihn zu verarbeiten. Dann kamen mir zwei Rezepte unter, Dessert und Kuchen, die zusammen ein knappes Kilo Rhabarber erforderten sowie Eiweiß, Orangen und eine Sahnemasse.

Nur das Dessert, Rhabarber mit Orangencreme, war für 12 Personen bemessen - viel zu viel für uns. Ich brauchte nur vier Portionen, vier kleine Portionen.

Aber warum nicht einen Rhabarberkompott kochen und für beide Rezepte verwenden? Gesagt, getan.

Beide Rezepte hatten einen unerwarteten Nebeneffekt: Der Gatte mag plötzlich Rhabarber.

Die beiden Rhabarberrezepte sind mein erster Beitrag für das aprilfrische Event bei Simone.

Aprilfrisch - das regionale Event von S-Küche (Einsendeschluss 1. Mai 2014)

Okay, bei Jamie Oliver sah er hübscher aus,
der Baiserkuchen mit Rhabarber.
Rhabarber mit Orangencreme und Baiserkuchen mit Rhabarber, Sahne und Mandelblättchen

Zutaten für beide Gerichte:

Für das Kompott:
1 kg Rhabarber, geputzt, gewaschen und in Stücke geschnitten
375 ml Wasser
200 g weißer Zucker (evtl. mehr)
1 - 2 Spritzer roter Sirup (Erdbeere, Himbeere, Grenadine, Preiselbeere - was Du halt gerade da / im Anbruch hast)

Ein Baiser ist ein Baiser ist ein Baiser. 
Für die Orangencreme:
3 EL Orangenschale
150 ml Orangensaft
3 EL weißer Zucker
500 ml Schlagsahne
2 Eiweiß

Nur für Rhabarber mit Orangencreme:
Zuckerwerk zum Verzieren

Nur für den Baiserkuchen:
4 Eiweiß
200 g weißer Zucker
Mark einer Vanilleschote
etwas frisch geriebener Ingwer
Mandeln, gehackt oder gehobelt und geröstet
ggf. Puderzucker

Kuchen ist fertig. 
Zubereitung:

Alle Zutaten für das Kompott in einen Topf geben und den Rhabarber weich kochen (schöner ist es, wenn noch Stückchen zu sehen sind, aber das ist noch nicht gattenkompatibel). Abschmecken, evtl. nachsüßen.

Acht Esslöffel vom Kompott abnehmen, auf vier kleine Gläser verteilen und erkalten lassen.

Das restliche Kompott mit Ingwer und Vanillemark vermischen und erstmal zum Abkühlen beiseite stellen.

Eiweiß steif schlagen, dann den Zucker reinrieseln lassen, dabei weiter schlagen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und bei 150°C (Umluft) etwa 30 Minuten backen lassen, bis der Baiser goldbraun und fest ist.

Zuckerwerk.
Während der Baiser backt, Orangenschale, - saft und Zucker verrühren, bis der Zucker aufgelöst ist.

Sahne steif schlagen. Die Orangensaftmischung langsam dazu geben, dabei weiter schlagen.

Das Eiweiß steif schlagen und unter die Sahne heben. Mischung kalt stellen. Wenn das Rhabarberkompott in den Gläsern erkaltet ist, die Orangenmischung darauf verteilen. Nach Geschmack vor dem Servieren mit Zuckerwerk verzieren.

Wenn der Baiser fertig gebacken ist, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Rhabarberkompott auf dem Baiserboden verteilen, dann die Orangenmischung darüber geben und grob miteinander verwirbeln. Mit gerösteten Mandeln und ggf. Puderzucker bestreuen. Möglichst sofort servieren - der Kuchen ist nicht lange haltbar, das Baiser weicht spätestens nach einem Tag durch.

Quellen: Orange posset with rhubarb und Tray-baked meringue with rhubarb, cream & toasted almonds

Affiliate links zu Jamie Oliver:

Dienstag, 22. April 2014

Feldsalat-Pesto

Noch etwas Käse dazu, und fertig ist das
Abendessen: Feldsalat-Pesto.
Ich hatte für den Wachtelbohnensalat auf Torta de Aceite mit Ibéricosegel eine Schale Feldsalat gekauft, brauchte aber nur eine Hand voll davon.

Der Rest sollte mit Apfel zu einem Mittagspausensalat werden, aber ich kam nicht dazu.

Als Beilage ließ sich der Feldsalat im Wochenplan auch nicht einbauen, also wurde ein Pesto daraus.

Feldsalat-Pesto

Zutaten für 4 Portionen:

ca. 100 g Feldsalat, gerne Bio-Qualität (ist geschmacksintensiver)
1 Handvoll Walnüsse
1/4 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Pecorino oder Parmesan zum Servieren

Zubereitung:

Feldsalat putzen, waschen und trockenschleudern.

Mit den Walnüssen und dem Knoblauch in einen Standmixer geben und so viel Olivenöl hinzufügen, dass eine cremige Paste entsteht.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit Pecorino oder Parmesan zu Nudeln servieren.

Quelle: Alexander Herrmann / The Taste

Affiliate links: Kochbuch-Auswahl von Alexander Herrmann

Sonntag, 20. April 2014

Szenen einer Ehe: Letzte Worte

Sie muss vor Tau und Tag zur Arbeit.

Er darf noch schlafen.

Sie flüstert ihm zum Abschied süße Worte ins Ohr.

Er: "Okay, bring Hack mit!"

Samstag, 19. April 2014

Rückblick: Wochenplan KW 16

Kulinarisch verlief die zurückliegende Woche weitgehend nach Plan.

Sonnabend gab's das Würstchengulasch vom Vortag.

Sonntag war ich zum Gabelfrühstück eingeladen, hatte abends keine Lust mehr zum Kochen und aß die Brötchen, die der Gatte vom Frühstück übrig ließ.

Montag bereitete der Gatte Königsberger Klopse zu.

Dienstag gab's Nudeln mit Feldsalat-Pesto.

Mittwoch sollte es eigentlich die Reste der vergangenen beiden Tage geben. Allein: Es blieben keine Reste übrig. Ich hatte ohnehin keinen Hunger mehr  - Kollegin I meldete sich um 5.55 Uhr telefonisch krank, ich sprang also vor Tau und Tag in Klamotte und Auto, überstand den Tag mit viel Hilfe von Kollegin II und den Fahrern und ernährte mich von den Brötchen, die Kollegin II mit mir teilte bzw. mit denen, die von offiziellen Terminen übrig blieben. Als ich um halb sieben zu Hause war, fiel ich ins Bett. Der Gatte war froh, dass er noch eine Notfall-Dosensuppe im Vorrat entdeckte und aß sie mit einem Fischbrot.

Donnerstag zauberte der Gatte Cheeseburger vom Grill.

Freitag machte der Gatte sein aktuelle Lieblingsgericht: Lachs im Spinat-Blätterteig-Mantel mit Sahne-Meerrettich-Sauce.

Dass es davon heute keine Reste gibt, ist doof, denn sonnabends fehlt uns meistens die Zeit, um zu kochen - Einkaufen, Putzen und was sonst noch so ansteht, nimmt immer so viel Zeit ein. Mal schauen also, was uns einfällt.

In der kommenden Woche habe ich Urlaub und damit alleinigen Küchendienst.  

Freitag, 18. April 2014

Schnee im April: Neules

Neules, Schneeflocken (na gut, in
meinem Falle eher eine ganze Lawine).
Das momentane Vor-Oster-Wetter passt zu diesem eigentlich weihnachtlichen Rezept aus Mallorca: "Neules" ist das mallorquinische Wort für "Schneeflocken".

Damit sind einerseits die Oblaten für Coca de torró gemeint und andererseits Kekse, die ich bislang nur unter dem französischen Namen "Cigarettes russe" kannte (wie heißen die eigentlich auf Deutsch?)

Neules war das fünfte und letzte Gebäck, das ich zur Feier meines Kollegen machte. Fluffig leichte Schneeflocken wurden es bei mir nicht - eher eine Lawine. Meine Neules waren sehr grob - mir fehlt für solches Feingebäck einfach die Übung.

Auf Mallorca werden Neules in einem speziellen Eisen, ähnlich einem Waffeleisen, hergestellt, so dass der Teig gleichzeitig platt gedrückt und gebacken wird.

Neules werden pur gegessen, als Eislöffelersatz genutzt, mit Schokolade ummantelt, gefüllt ... Kurz: Die Keksröllchen sind vielfältig einsetzbar.

Neules

Zutaten für etwa 6 Stück:

35 g Weizenmehl
2 Eiweiß, übrig geblieben von den Crespells
65 g Zucker
eine Prise Salz
40 g Butterschmalz

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen.

Eiweiß und Zucker schlagen, bis es fast zu Eischnee wird. Dann nach und nach Mehl und Schmalz untermischen.

Den Teig esslöffelweise auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech geben, wo er zu einem dünnen fast durchsichtigen Oval zerlaufen sollte.

Bei 6 bis 8 Minuten backen, bis die Masse goldbraun wird. Aus dem Ofen nehmen und sofort mit einer Palette oder einem Pfannenwender vom Blech nehmen.

Bevor die Neules kalt werden, zigarrenförmig aufrollen und auskühlen lassen.

Donnerstag, 17. April 2014

Coca de torró

Coca de torró.
Ähnlich wie die Krümelkekse ist auch Coca de torró eigentlich eine typische Weihnachtsleckerei, aber für das Geschenk für meinen Kollegen war mir das ziemlich egal.

In Spanien verwendet man für Coca de torró große Oblaten, sogenannte Neules, Schneeflocken. Sie ähneln den Karlsbader Oblaten und sind in der Weihnachtszeit in den Bäckereien erhältlich. Zum Verschenken fand ich kleine Oblaten praktischer.

Coca de torró

Zutaten für ca. 25 Stück:
50 Oblaten, Durchmesser 70 mm
500 g gemahlene Mandeln
400 g Puderzucker
1 Orange
1 Zitrone
Zimt

Coca de torró im Werden.
Zubereitung:

Orange und Zitrone heiß abwaschen und abtrocknen. Orangenschale abreiben, die Frucht auspressen.

Mandeln, Orangenschale, Orangensaft mit Puderzucker und Zimt zu einem Teig verkneten.

Je einen Esslöffel auf eine Oblate setzen und mit einer zweiten Oblate abdecken. Die Oblaten vorsichtig zusammendrücken, so dass sich die Masse verteilt.