Donnerstag, 8. Mai 2014

Grüner Spargel mit Erbsen, Minze und Schafskäse

Grüner Spargel aus dem weiteren
Hamburger Umland.
Grünen Spargel gibt es bei mir relativ selten.

Ich finde nur selten deutschen grünen Spargel.

Nuttelmann, wo wir Spargel und Erdbeeren normalerweise kaufen, hat keinen grünen Spargel im Angebot. Beim Grönhöker gibt es ihn nur als Importware, die ich nicht kaufe inzwischen auch aus Deutschland.

Zufällig erledigten wir jetzt aber den Wocheneinkauf bei Rewe, und dort gibt es einen Stand von Werner mit regionalem Spargel, darunter auch grünen. Ich hatte Glück und erwischte eines der letzten drei Bunde.

Grüner Spargel mit Erbsen,
Minze und Schafskäse.
Das Rezept für diesen Salat stammt von Freddy Bird, Chefkoch im Restaurant Lido im britischen Bristol und Blogger.

Als Beilage reicht das Rezept für zwei Personen, als Hauptmahlzeit für eine. Der Salat schmeckt warm und kalt und ist ratzfatz zubereitet. Er lässt sich leichter essen, wenn die Spargelstangen in Stücke geschnitten werden, sieht aber hübscher aus, wenn sie ganz bleiben ...

Dieses Gericht ist mein erster Beitrag zum Spargel-Geburtstags-Event bei Puhlskitchen.

1. Bloggeburtstag - Blogevent Spargel

Grüner Spargel mit Erbsen, Minze und Schafskäse

Grüner Spargel mit Erbsen, Minze
und Schafskäse
Zutaten für 1 bis 2 Portionen:

500 g grünen Spargel  (ca. 1 Bund)
3 Handvoll Erbsen, TK oder frisch
100g Schafskäse, gewürfelt
1 Zweig Minze, davon die Blätter, feingehakt
Zitronensaft, Menge nach Geschmack
Olivenöl, Menge nach Geschmack
Salz, 
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Schwarzkümmel, Menge nach Geschmack
Eiswasser, eine Schüssel voll

Zubereitung:

Beim Blanchieren.
In einem Topf, der möglichst flach sein sollte, damit die Spargelstangen nebeneinander passen, Wasser erhitzen.

Spargel waschen und die holzigen Enden abbrechen.

Spargel in das kochende Wasser legen. Je nach Dicke der Spargelstangen bleiben sie zwei bis fünf Minuten im Wasser, dann werden sie herausgenommen und ins Eiswasser gelegt.

Werden tiefgekühlte Erbsen verwendet, diese ebenfalls kurz ins kochende Wasser und dann ins Eiswasser geben. Frische Erbsen brauchen nicht blanchiert zu werden.

Spargel, Erbsen, Schafskäse und Minze auf eine Platte legen.

Aus Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer ein Dressing rühren und über den Salat geben. Schwarzkümmel darüberstreuen und servieren.

Mischen Sie alle Zutaten, abgesehen von den schwarzen Zwiebelsamen.

Quelle: BBC Food

Dienstag, 6. Mai 2014

Forelle rot kann auch nicht jeder!

Ein Bild von einer Forelle.
Als ich die wunderbar frischen Forellen mit ihrer intakten Schleimschicht aus der Metro-Kochherausforderung Frühling 2014 sah, dachte ich mir, die schreien förmlich nach Forelle blau.

Nur: Der Gatte mag keinen gedünsteten Fisch. Okay, der Gatte mag eigentlich gar keinen Fisch, aber gedünstet, gekocht oder roh schon mal gar nicht.

Also filetierte ich eine Forelle und machte aus ihr Calamarata mit Artischockenböden und Schmelztomaten in Rieslingsauce zu Forellenfilet. Die zweite Forelle fror ich ein. Das ist ein Fehler, wenn Du Forelle blau machen willst, aber darüber dachte ich nicht weiter nach.

Forelle, prinzipiell blau.
Dann verwirrten mich die diversen Rezepte zu Forelle blau. Ich hatte die einmal gemacht, irgendwann Anfang der 1990er Jahre, zu Silvester, dann nie wieder. Keine Ahnung, wieso. Vermutlich, weil es so viele andere Rezepte gibt.

Ich weiß, dass ich damals eine gespickte Zwiebel, Lorbeer und Essig ins kochende Wasser tat, und Rezepte mit reichlich Gedöns fand ich zuhauf. Nur: Ich wollte meine Forelle ohne Gedöns zubereiten. Einfach nur Wasser. Und Essig. Punkt.

Ich zog eines von Mudderns Kochbüchern zurate, das Dr. Oetker Schulkochbuch für den Elektroherd*, erschienen im Frühjahr 1956. Das wird Forelle blau kennen, dachte ich mir.

Ja, im Prinzip kennt das Kochbuch Forelle blau. Aber die Zubereitung machte mich ratlos, heißt es doch: "Man setzt den Fisch in die Fettpfanne, übergießt ihn mit 1/2 l kochend heißem Wasser, setzt ihn der Zugluft aus und stellt ihn dann aufrecht auf eine Porzellanplatte."

Ähm, bitte wie meinen? Welche Zugluft?

Ich sah mich schon mit dem Fisch auf der Fettpfanne auf dem Balkon stehen, kräftig wedeln und den Fisch gegen sämtliche Katzen in der Nachbarschaft verteidigen.

Und dann die Garzeit! Mein armes Fischlein sollte tatsächlich 50 Minuten bei 180°C bis 200°C im Ofen verweilen! Danach wäre es Mus gewesen!

Ich beschloss, einfach auf alle Kochbücher und Rezepte zu pfeifen und zu improvisieren. Meine Forelle ließ sich darauf ein. Sie improvisierte auch. Sie wurde blau statt rot.

Die Forelle blau war Teil der Metro-Kochherausforderung Frühling 2014, bei der Du bis zum 12. Mai noch für Deinen Favoriten abstimmen kannst. 

Die Forelle ist mein zweiter Beitrag zu Sarahs Sommerküchen-Event, passt zu Petras DKduW-Event und zu Peggys Süßwasserfisch-Event.

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Forelle, prinzipiell blau, mit Fliederbeerblütenduft

Zutaten für 1 bis 2 Portionen:

1 Liter Wasser
150 ml Fliederbeerblütenessig*
1 ganze Bio-Forelle, ca. 300 g, küchenfertig ausgenommen, nicht geschuppt, möglichst fangfrisch
100 g geschmolzene Butter

Forelle im Topf.
Zubereitung:

Wasser zum Kochen bringen, dann den Essig dazugeben und die Temperatur herunterschalten. 

Wenn das Wasser siedet, die Forelle hineingeben. Wenn sich die Rückenflosse herausziehen lässt, ist die Forelle gar. Das dauert je nach Größe des Fisches ca. 10 Minuten.

Forelle aus dem Wasser nehmen, auf eine Platte setzen und mit der geschmolzenen Butter beträufeln, damit sich die Blaufärbung länger hält.

Dazu passen Pellkartoffeln. 

*Affiliate links

Sonntag, 4. Mai 2014

Szenen einer Ehe: Gut zu Vögeln

Er: "Ich habe in der 'Modernden Hausfrau' so Kupferbänder gegen Nacktschnecken gesehen. Ist das was?"

Sie: "Nee, die bringen nix."

Er: "Dann hatten sie da noch so tuffige kleine Kupferzäune, die man direkt ins Beet setzen kann gegen die Schnecken. Was ist damit?"

Sie: "Nee, bringt auch nix."

Er. "Und wenn man sie unter Strom setzt?"

Sie: "Schöne Idee. Und wenn die Rotkehlchen dabei drauf gehn, brütest du die Eier aus, ja?"

Er: "Klar!"

Sie: "Und wenn die Kleinen dann geschlüpft sind, fütterst du sie mit ausgewürgten Regenwürmern, ja?"

Er, nach kurzer Bedenkzeit: "Ob man die Kleinen an Lasagne gewöhnen kann?"

Samstag, 3. Mai 2014

Rückblick: Wochenplan KW 18

Grüne Sauce mit Nudeln - mal was anderes ...
Diese Woche haben wir unseren Plan komplett umgeschmissen.

Sonnabend war ich fremdessen. Der Gatte machte sich TK-Pizza. Kein Mitleid, die mag er. Wirklich.

Sonntag gab's belegte Brote.

Montag sollte es Wurzelsuppe mit Scamorza geben. Der Gatte wies allerdings zu recht darauf hin, dass wir von Ostern noch so viele hartgekochte Eier haben. Also gab's Grüne Sauce mit Eiern - und Nudeln. Wir kauften nämlich keine Kartoffeln ein, da wir in der Woche eigentlich keine brauchten.

Dienstag war Pizza vom Blech geplant. Da wir noch Grüne Sauce hatten, kaufte ich Kartoffeln. Dazu gab's dann wieder die hartgekochten Ostereier.

Mittwoch überraschte mich der fischohobe Gatte mit Kabeljau, kleinen Kartoffeln und Salat. Die geplante Bohnensuppe blieb im Tiefkühler.

Donnerstag gab's statt der pochierten Lammkeule die Pizza vom Blech.

Freitag sollte es Reste geben. Nur: Wir hatten keine. Der Gatte hatte frei, ich konnte früher Feierabend machen, meine Verabredung verschob isch, also fuhren wir spontan in die Stadt zum Bummeln und aßen fremd.

Freitag, 2. Mai 2014

Für Hausfrauen ohne Gefühl: Das PiepEi (Produkttest)

Eines der bunten Eier ist eine Eieruhr.
Es gibt Küchenhelfer, die erscheinen auf den ersten Blick unsinnig, aber sind sie erst mal da, mag man sie nicht mehr missen. Das PiepEi von Brainstream ist so ein Helferlein.

Aus dem umfangreichen Angebot entschied ich mich natürlich für das Hamburger PiepEi, das (wie alle PiepEier) "Killing me softly" für weiche Eier spielt, dann aber für uns Hamburger "Auf der Reeperbahn" für mittelweiche und "Rolling home" für harte Eier.

Beim Praxistest mit hartgekochten Eiern in Anwesenheit des Gatten zeigte sich, dass ich ihn über unseren neuen Küchenbewohner hätte informieren sollen, denn natürlich erklingen alle Melodien mehrfach.

Österliches Eierkochen.
Als ich für Ostern hartgekochte Eier brauchte, durfte sich der Gatte also erst "Killing me softly" und "Auf der Reeperbahn" mehrfach nacheinander anhören, ehe endlich "Rolling home" erklang.

Der Gatte wollte sich schon die Nachbarn vorknüpfen, dachte er doch, die probieren neue Klingeltöne aus (ihre Türklingel ist so laut, das wir sie auch hören).

Das PiepEi wohnt im Eiertablett auf unserer Fensterbank, denn es mag die gleiche Temperatur haben wie die Eier, bevor sie ins Wasser kommen.

Die Eier kommen dann mit der Eieruhr ins kalte Wasser. Hier soll das PiepEi beim Erreichen einer bestimmten Temperatur einen Ton von sich geben als Zeichen, dass es aktiviert ist. Diesen Ton habe ich trotz mehrfacher Bemühungen nie gehört, aber das Ei tut auch so seinen Dienst.

PiepEi in Aktion.
Ist der gewünschte Gargrad erreicht, wird das PiepEi mit den Eiern zusammen abgeschreckt und darf nach dem Abtrocknen wieder auf dem Eiertablett wohnen.

Wachsweiche Eier zu Pellkartoffeln.
Ostern stieß das PiepEi an seine Grenzen: Abgeschreckt zu werden und dann gleich wieder in einen Topf mit kaltem Wasser zu kommen, um über die nächste Ladung hartgekochter Eier zu wachen, scheint es nicht zu mögen.

Außerdem ist das PiepEi nicht nachhaltig: Garantiert wird eine Lebensdauer der Batterie von mindestens zwei Jahren. Ein Austausch der Batterie ist nicht möglich, das PiepEi wird wie eine Altbatterie entsorgt.

Kann man damit leben, ist das PiepEi ein nützlicher Küchenhelfer.

Affiliate links zu einigen PiepEiern:

Donnerstag, 1. Mai 2014

Rhabarbersalat mit Avocado und Radieschen

Suchbild mit Rhabarber: Salat.
Rhabarber wird meistens als Obst gegessen, dabei ist er doch eigentlich ein Gemüse.

In kleiner Menge kann man Rhabarberstangen sogar roh essen - nur zu viel davon sollte man meiden, wegen der Oxalsäure.

Mein Lieblingsgemüse wird roher Rhabarber aber nicht: Er ist mir zu sauer. So'n büschen knackiger Rhabarber im Salat ist allerdings eine nette erfrischende Abwechslung.

Die Radieschen stammen zwar noch nicht aus dem Garten, sondern vom Grönhöker unterm Büro, aber da sie genau wie Rhabarber, gerade Saison haben, sind sie mein zweiter Beitrag zu Simones Geburtstagsblogevent.

Aprilfrisch - das regionale Event von S-Küche (Einsendeschluss 1. Mai 2014)

Rhabarbersalat mit Avocado und Radieschen

Zutaten für 1 bis 2 Portionen:

1-2 dünne Stangen Rhabarber
5 EL Sesamöl
1 EL Honig (für die vegane Variante entsprechend ersetzen)
1 reife Avocado
1 Bund Radieschen, gewaschen und geputzt
1 Bett Gartenkresse
2 Römersalatherzen, gewaschen, trocken geschleudert und in Streifen geschnitten
2 EL Sesamkörner (schwarz)
Zucker
Salz
Pfeffer

Für's Büro verpackte: Alle Salatzutaten sind
geschichtet und werden erst in der
Mittagspause gemischt. Das Dressing wird
in einem Schraubglas transportiert und erst
vor dem Essen über den Salat gegeben. 
Zubereitung:

Für den Rhabarber-Salat putzen, waschen und in feine Streifen hobeln oder schneiden.

Radieschen in dünne Scheiben schneiden.

Avocado schälen und in Stücke schneiden. Mit dem Sesamdressing, der Gartenkresse und den Römersalatherzen vorsichtig vermischen.

Avocado und Salat auf einem Teller anrichten und den Rhabarber sowie die Radieschen darauf verteilen.

Aus Sesamöl, Honig, Salz und Pfeffer ein Dressing schütteln und über den Salat geben.

Quelle: Ich koche

Mittwoch, 30. April 2014

Der Garten im April: Wir nisten und brüten!

Eigentlich wollte ich nach Ostern schon Kartoffeln in der Erde versenkt haben, um bei Anikós Gemeinschaftsexperiment "Die Balkonkartoffel" mitzumachen, aber der Gatte entsorgte die gekeimten Kartoffeln.

Mandelbäumchen in voller Blüte. Eigentlich wollte ich aus den Blüten Sirup machen, aber dann kam mir ein Sturmtief dazwischen.
Nun liegen neue auf dem Balkon - ich versteckte sie sicherheitshalber in einem Eierkarton. Wenn er den auch entsorgt, fühle ich mich gemobbt - denkt nur an die Milchkartons! Ich hoffe, die Kartoffeln werden noch was. Sie sollen am kommenden Wochenende in die Mörteleimer.

Die Radieschen liegen bereit zum Umsetzen.
Radieschen, von oben betrachtet.
Insgesamt waren unsere Pflanzen fleißiger als wir:

Die Radieschen wurden schon Mitte April pikiert, in Kästen und ins Beet verpflanzt (wo sie prompt den Nacktschnecken zum Opfer fielen, die trotz der Kälte unterwegs waren - ich bin jetzt wieder morgens und abends auf Nacktschneckenpatrouille).

Links die Rübchen, die langsam pikiert werden könnten, in der Mitte Radieschen, rechts eine bunte Blumenmischung, die langsam in ein Beet umziehen muss. Der Hase ist ein wenig gerupft: Seine Wollschleife ist beliebtes Nistmaterial. 
Der Schnittsalat durfte zu Beginn dieser Woche umziehen.

Die Plastiktöpfe für das Mini-Gewächshaus erwiesen sich beim Umsetzen der Pflanzen als ausgesprochen unpraktisch. Das Umsetzen der Radieschen, die in Papierrollen wuchsen, ging mir viel leichter von der Hand. 
Der direkte Vergleich zeigt, dass die im Gewächshaus gezogenen Salatpflänzchen (hinten) kräftiger sind und schneller wuchsen als die draußen gezogenen (vorne).
Nach dem Umsetzen wird der Salat sofort mit Schneckenkorn gesichert. 
Außerdem zog etwas Farbe in den Garten ein: Nachdem der Gatte im März schon die Balkonkästen bepflanzte, kauften wir Mitte April ein paar Blumen spontan im neu eröffneten Baumarkt.

Ein paar bunte Blüten für die Beete.
Ist das eine Hyazinthenart, die sich da im Garten ansiedelte?
Die Samen aus dem Aldi-Mini-Gewächshäuser keimen sehr, sehr langsam. Besonders deutlich wird das bei den Tomaten: In die Hälfte der Töpfe gab ich Samen eines anderen Herstellers, die schneller keimten und kräftiger wachsen. Die Petersilie hat ebenfalls Anlaufprobleme, aber mit der habe ich eigentlich nie Glück. 
Das könnte eine gute Himbeerernte werden. 
Wein.
Nach Ostern erntete ich den Waldmeister ab, um daraus Sirup zu machen, und pflanzte auf der anderen Gartenseite in einem halbschattigen Beet gleich neuen. Es ist unglaublich, was im ersten Beet aus den kleinen Supermarktpflänzchen wurde. Ich hoffe, die neuen Pflanzen entwickeln sich auch so gut.

Waldmeister.
Ostern weihten wir die Terrasse ein und stellten fest, dass wir einen Untermieter haben: In einem Regal, in dem den Winter über die leeren Pflanztöpfe stehen, brüten Rotkehlchen. Glauben wir der Mythologie, bringt das uns und unserem Haus Glück und Frieden.

Vater Rotkehlchen wartet darauf, dass wir von der Terrasse verschwinden und er zum Nest fliegen kann, um Mutter Rotkehlchen mit Futter zu versorgen. 
Mutter Rotkehlchen brütet fleißig.
Vom Wohnzimmerfenster aus gucke ich nun morgens und abends nach den Fortschritten bei Familie Rotkehlchen - sie lassen sich zwar nicht durch uns stören, wenn wir auf der Terrasse sitzen, aber wir versuchen auch, ihnen nicht zu sehr auf die Pelle zurücken. Deswegen bleiben die Töpfe, die im und vorm Regal stehen, erstmal unbenutzt, bringen wir die Pflanzschalen am Regenrohr neben dem Regal noch nicht an.

Wir wissen nicht genau, wann Mutter Rotkehlchen die Eier legte, aber Rotkehlchen brüten ca. 13 bis 15 Tage, so dass wir am kommenden Wochenende mit Nachwuchs rechnen. Und dann hoffen wir, dass die Kleinen alle durchkommen, denn wir haben auch Mäuse und Eichhörnchen im Garten, die Vogelküken verspeisen ...

Dienstag, 29. April 2014

Lesehunger oder Futter zum Buch "Moin": Klütersuppe mit Kirschen

Klütersuppe mit Kirschen.
Eines der Lieblingsgerichte von Boris Kröger, Dorfpolizist und Protagonist in Richard Fastens Roman "Moin", ist Klütersuppe. Beim Lesen fiel mir ein, dass es die früher auch bei Elterns zu Hause gab, wenn Mudderns den Sauerkirschbaum abgeerntet hatte.

Klüter oder Klunker sind Klößchen, oft nur aus Mehl, gelegentlich auch mit Ei. Sie sind Einlagen in Obstsuppen, die in Norddeutschland gerne als eigene Mahlzeit gegessen werden, vor allem im Sommer, wenn viele Früchte geerntet werden.

Eigentlich ist Klütersuppe eine einfache Mahlzeit ohne viele Zutaten, aber wer mag, kann sie mit Zitronensaft und -schale, Zimt, Rotwein und anderem veredeln. Ich bevorzuge die einfache Version mit einer Spur Vanille.

Bei mir kommen die Kirschen aus dem Glas - gegen rohe bin ich allergisch. Statt Sauerkirschen gehen natürlich auch Süßkirschen - was halt gerade zur Hand ist. Und mit Früchten aus dem Glas ist die Suppe ratzfatz fertig - Fast Food eben.

Klütersuppe ist ein typisches Sommergericht, schmeckt bei entsprechenden Temperaturen auch als Kaltschale. Die Suppe ist mein erster Beitrag für Sarahs Sommerküchen-Blogevent, und gleichzeitig passt sie auch zu Shermins Lesehunger-Dauer-Event.


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Klütersuppe mit Kirschen

Zutaten für 1 bis 2 Portionen:
Für die Suppe:
1 Glas Sauerkirschen (680 g Füllgewicht)
400 ml Wasser
Zucker nach Geschmack
1 TL Stärke, verquirlt in etwas Wasser

Für die Klüter:
125 g Mehl
1 Ei
1 EL Zucker
1 Prise Vanillepulver
1 Prise Salz
60 ml Milch

Zubereitung:

Sauerkirschen und Wasser zum Kochen bringen. Mit Zucker abschmecken.

Während die Kirschen kochen, Mehl, Ei, Zucker, Vanille, Salz und Milch miteinander verrühren. Mit zwei Esslöffeln Klöße abstechen und in die kochende Suppe gegeben. Etwa 10 Minuten mitköcheln lassen und dann die Suppe servieren.

Affiliate links zu Büchern von Richard Fasten: