Dienstag, 15. Dezember 2015

Das erste #12von12-im-Dezember-2015-Rezept: Der einfachste Bratapfel von Welt

Rainer Sass ist ein Fernsehkoch, den ich selten auf dem Schirm habe, und das nicht nur, weil ich wenig Kochsendungen gucke. Wenn's aber um Bratäpfel geht, kommt mir als erstes sein Rezept in den Sinn, denn es ist so simpel, dass sogar ich es mir merken kann.

Bratapfel nach Rainer Sass mit Vanillesauce.
Ich bekam das Bratapfel-Rezept im Winter 1998 von einer Kollegin, als ich etwas für den Weihnachtskaffee mit Mudderns suchte. Vadderns war ein paar Monate vorher gestorben, so dass ich Mudderns zu mir holte.

Da ich Heiligabend noch bis nachmittags arbeiten musste, war keine Zeit für aufwändige Küche. So gab's nachmittags Bratäpfel, dann einen ausgedehnten Spaziergang und abends Gänsekeulen mit Weintrauben und Sauerkraut - gut vorzubereiten und sich quasi von selbst kochend.

Bratäpfel auf dem Weg in den Ofen.
In diesem Jahr gab's die Bratäpfel das erste Mal am 12. Dezember, so dass sie Teil meiner #12von12-Bilderserie wurden.

Bratapfel nach Rainer Sass

Zutaten pro Portion:

1 Apfel
1 - 2 Dominosteine
ggf. etwas Wasser oder Apfelsaft
ggf. Vanillesauce oder Sahne

Zubereitung:

Apfel waschen, abtrocknen und das Kerngehäuse ausstechen.

Dominostein halbieren und in den Apfel stopfen.

Apfel in eine ofenfeste Form setzen und etwas Wasser oder Apfelsaft angießen (muss nicht, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Apfel dann besser und gleichmäßiger garen).

Im Ofen bei 180°C (Umluft) je nach Größe 30 Minuten bis 45 Minuten garen.

Mit Sahne oder Vanillesauce servieren.

Affiliate links zu den Kochbüchern von Rainer Sass:

Dienstag, 8. Dezember 2015

Zitronen-Plätzchen nach dem Rezept einiger Hamburger Frauenzimmer aus dem Jahre 1798

Wenn Du denkst, die Orangenkekse der letzten Woche enthielten viel Zucker: Ich kann noch mehr. Diese Plätzchen bestehen eigentlich nur aus Zucker. Anders als heute, wo wir ein Zuviel an Zucker beklagen und Zucker geradezu verteufeln, war er Ende des 18. Jahrhunderts noch ein rares, teures Gut. Süßigkeiten gab's nur zur Feiertagen für Kinder und Erwachsene - kein Wunder, dass man dann gerade zu verschwenderisch mit Zucker umging, verzichtete man doch sonst weitgehend darauf.

Zitronen-Plätzchen.
Damals gab's entweder braunen Rohrzucker, der aber für Festtage oder Besuch als nicht fein genug galt, oder aber gesiedeten Zucker: Der Zucker wurde zu Sirup gekocht und durchlief in einem mehrere Wochen dauernden Prozess aus einem trichterförmigen Gefäß ab. Übrig blieb der steinharte Zuckerhut aus (wenn der Zuckersieder sein Handwerk verstand) feinstem Weißzucker.

Aus der Ei-Zuckermasse werden erst Rollen, dann Kügelchen und schließlich Plätzchen.
So wurde Zucker über viele Jahrhundert hergestellt und war so teuer, dass ihn sich nur wenige leisten konnten. Süßigkeiten wie diese Plätzchen waren nicht nur wegen des vielen Zuckers etwas Besonderes, sondern auch, weil der Zuckerhut erst in mühseliger Handarbeit zerstoßen werden musste, um Puderzucker zu bekommen.

Die Plätzchen werden in Form gebracht. 
Die Hamburger Zuckersieder waren sehr stolz auf ihr Können, was sich auch in ihrer Tracht widerspiegelte: Die Knechte trugen weiße Zipfelmützen und weiße Kittel, die im Idealfall auch bei Feierabend noch sauber waren, denn Zuckersieden war zwar ein schweres, aber eben auch ein sauberes Handwerk.

Ein paar Dutzend Zitronen-Plätzchen sind fertig. 
Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der Zuckergehalt der Zuckerrübe entdeckt. Er war aber lange nicht nutzbar. Drei Jahre, nachdem unsere wackeren Hamburger Frauenzimmer ihre Rezepte in Buchform brachten, eröffnete in Schlesien die erste Rübenzuckerfabrik. Die Zeit des Monopols des Kolonialzuckers war vorbei, auch wenn es noch viele Jahrzehnte dauerte, bis Zucker zu dem billigen Nahrungsmittel wurde, das wir heute kennen (und gerne verteufeln).

Übrigens ist der Zucker im 12. Jahrhundert mit den Kreuzrittern aus Tripolis zu uns gekommen - dort entdeckten die Ritter ein "Honigschilf" mit dem arabischen Namen "zucra". Das Leben der "Patriotischen Esser Gegen die Islamisierung Der Alimente" ist echt kein süßes - auf alles was schmeckt, müssen sie verzichten, da islamisiert oder sonst wie utländisch! 

Das Originalrezept aus dem Jahre 1798 lautet: Man nimmt ein Pfund gestoßenen Zucker, zwei Weiß von Ei zu Schaum geschlagen, von drei Zitronen die Schale. Dieses wird als ein Teig geknetet, in der Länge gerollt, kleine Klöße davon gemacht, mit beschnittenen Mandeln besteckt oder auch mit gehackten Pistazien bestreut, auf Papier gesetzt, ein wenig getrocknet und in der Tortenpfanne gar gebacken.

Diese Mischung aus Puderzucker, Ei und Zitronenschale ist auch der perfekte Kleber für Knusperhäuschenteile.

Zitronenplätzchen nach dem Rezept einiger Hamburger Frauenzimmer aus dem Jahre 1798

Zutaten für 1 Portion (ca. 150 Stück):
 
1 kg  Puderzucker 
4 Eiweiße
6 Zitronen, heiß abgewaschen und abgetrocknet, die abgeriebene Schale davon 
200 g gehackte Mandeln
etwas Puderzucker zum Ausrollen 

Zubereitung:

Die Eiweiße steif schlagen. Die Zitronenschale unterrühren. Mit den Knethaken des Handrührgerätes oder einer Küchenmaschine den Puderzucker unterarbeiten, bis es eine richtig kompakte Masse wird. Etwas Puderzucker auf die Arbeitsplatte geben und die Masse per Hand durchkneten.

Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett leicht bräunen.

Die Eiweiß-Zucker-Masse zu mehreren Rollen formen und kleine Stücke davon abschneiden. Diese Stückchen in den Mandeln wälzen und leicht auf ein mit Backpapier belegtes Backblech drücken.

Im vorgeheizten Backofen bei 125°C Umluft ca. 10 Minuten trocknen, bis die Plätzchen leicht braun sind.

Donnerstag, 26. November 2015

Orange-Gebackenes / Orangenkekse nach dem Rezept einiger Hamburger Frauenzimmer aus dem Jahre 1798

Als ich mein Geld noch auf den Straßen der Stadt verdiente, buk ich rechtzeitig zum ersten Advent Kekse nach alten Hamburger Rezepten, die meine Gäste auf weihnachtlichen Stadtführungen verzehrten. Das brauchte meine Küche regelmäßig an die Grenze ihrer Kapazitäten.

Orange-Gebackenes, rustikale Orangenkekse.
Der Gatte erinnert sich mit Grausen daran, wie einige 100 Tüten und zahlreiche Bleche voller Kekse auf dem ausgezogenen Esszimmertisch standen und darauf warteten, verpackt zu werden, und auch ich bin froh, dass diese Zeiten vorbei sind.

Inzwischen backe ich wieder gerne Kekse und gelegentlich sogar die der alten Rezepte wie Orange-Gebackenes.

Ein Berg Kekse.
Das Originalrezept aus dem Jahre 1798, wie es sich im "Hamburger Weihnachtsbuch"* oder im "Hamburg-Kochbuch"* findet, lautet: "Man nimmt ein Pfund Mehl, ein halbes Pfund Butter, ein halbes Pfund Mandeln, ein halbes Pfund Zucker, von vier Eiern das Gelbe, Kardamom, geriebene Zitronenschale, zwei Löffel voll Rum.

Die Butter wäscht man wohl, rührt sie dann zur Salbe, tut die Eier und Zucker wie auch Mehl und Mandeln dazu, reibt es gut durch, dass es steif wird, rollt es dann, schneidet es mit einem heißen Messer, in welche Form man will, bestreicht sie mit Orangensaft, bestreut sie mit Kaneel und Zucker und bäckt sie langsam gar."

Ein Hamburger Pfund aus dem Jahre 1798 entspricht 551,23 Gramm. Ein Löffel sollte mindestens ein Esslöffel sein, eher größer.

Orange - Gebackenes / Orangenkekse nach dem Rezept einiger Hamburger Frauenzimmer aus dem Jahre 1798

Zutaten für 1 Portion (ca. 150 Kekse):

500 g Mehl
250 g Butter
250 g Mandeln, gemahlen
500 g brauner Zucker
4 Eigelb
1 TL Kardamom, gemahlen
1 Zitronen, heiß abgewaschen und abgetrocknet, den Abrieb davon
4 EL Rum
2 Orangen, den Saft davon
4 EL Zimt

Zubereitung durch ein modernes Hamburger Frauenzimmer:

Die gemahlenen Mandeln in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten. Die Butter schaumig schlagen, mit Eigelb, 250 g Zucker, Mehl, Mandeln und Zitronenschale verkneten. Etwa 4 Esslöffel Rum hinzufügen, sodass sich der Teig gut verarbeiten lässt.

Aus dem Teig einzelne Rollen formen, von den Rollen kleine Stückchen abschneiden (nicht zu dünn, der Teig ist sehr bröslig). Die restlichen 250 g Zucker mit dem Zimt vermengen. Die Stückchen einzeln in Orangensaft tunken, im Zimtzucker wälzen und einzeln vorsichtig auf ein mit Backpapier oder Alufolie ausgelegtes Backblech drücken. Bei 150° Umluft ca. 20 Minuten backen, bis der Zucker geschmolzen und die Plätzchen goldbraun sind.

Achtung: Nach dem Backen sind die Kekse sehr weich. Wenn sie kalt sind, werden sie wieder hart. Unbedingt Backpapier oder Alufolie verwenden, sonst kleben die Kekse am Backblech fest.

*Affiliate links.

Dienstag, 24. November 2015

Schnelles Saltimbocca aus Pute

Zur Polenta mit Salbeibutter gibt es bei uns gerne ein schnelles Saltimbocca. Schnell, weil ich Puten- statt Kalbsschnitzel nehme, die plattgeklopft werden, sondern einfach in Butter angebraten werden, und der Bratensatz nicht zu einer Sauce eingekocht wird.

Schnelles Saltimbocca aus Pute.
Schnelles Saltimbocca aus Pute

Zutaten für 4 Portionen:

8 kleine Putenschnitzel
8 Scheiben Frühstücksspeck oder Schinken
8 Salbeiblätter
Butter
Salz
Pfeffer
Zahnstocher oder Rouladennadeln

Zubereitung:

Auf jedes Schnitzel ein Salbeiblatt legen. Schnitzel mit je einer Scheibe Frühstücksspeck oder Schinken umwickeln und mit einem Zahnstocher befestigen.

Gleich springen sie in die Pfanne.
Butter in einer Pfanne erhitzen und die Schnitzelchen je nach Dicke von jeder Seite ca. 5 Minuten braten. Vor dem Servieren pfeffern (ich nehme wegen des Schinkens kein Salz, sondern lasse bei Tisch jeden se-bst salzen).

Dazu schmecken Polenta oder Risotto.

Dienstag, 17. November 2015

Nachgebacken: Zwiebelfladen nach Kaquu

Zwiebelkuchen steht im Herbst / Winter bei uns hoch im Kurs, nicht nur zur Federweißer-Zeit. Weißwein schmeckt dazu schließlich auch.

Zwiebelfladen. 
Wie Wolfgang, von dem das Rezept stammt, mache ich den Hefeteig am Vortag und lasse ihn über Nacht gehen.

Zwei Fladen passen auf ein Backblech.
Anders als er muss ich kein Mehl mischen, denn ich backe, sofern nicht anders erwähnt, immer mit einer Mischung aus Weiß- und Dinkelmehl. Von beidem kaufe ich jeweils ein Kilo, gebe beide Sorten in eine entsprechend große Tupper und schüttle sie, bis sie vermischt sind. Inzwischen leben hier zwar einige Mehlsorten, aber dieses Standardgemisch bleibt. Es ist vielfältig einsetzbar, und die Teige lassen sich gut handhaben.

Zwiebelfladen nach Kaquu

Zutaten für 2 Portionen:

Für den Teig:
400 g Mehl
10 g frische Hefe
1 Tl Zucker
100 ml lauwarmes Wasser
1 Tl Salz
4 El Rapsöl
Wasser

Für den Belag:
300 g Zwiebeln (bei uns hundsordinäre rote Zwiebeln, im Original Rosé de Roscoff)
4 El Schmand
2 El Crème fraîche
Kümmel
Pfeffer
Salz

Zubereitung:

Am Vortag Hefe mit Zucker in Wasser auflösen. Eine Vertiefung in das Mehl machen und die Hefemischung hineingeben. Etwas Mehl darüber verstreuen, mit einem feuchten Tuch abdecken und etwa 30 Minuten ziehen lassen.

Dann Öl und Salz dazugeben und kneten, bis der Teig sich zu einer Kugel formen lässt (ggf. je nach Konsistenz noch etwas Wasser oder Mehl dazugeben). Noch einmal gründlich durchkneten. Dann die Schüssel wieder mit einem feuchten Tuch abdecken und über Nacht an einen nicht zu warmen Ort stellen, damit der Teig gehen kann.

Am nächsten Tag den Teig noch einmal mit den Händen kurz durchkneten und eine Stunde Zimmertemperatur nehmen lassen. Dann den Teig halbieren und zu zwei dünnen Fladen ausrollen. Den Backofen auf 220°C vorheizen

Die Fladen auf ein Backblech legen. Schmand und Crème fraîche mit Pfeffer und Salz abschmecken und dünn auf die Fladen verteilen.

Die Zwiebeln schälen, längs in dünne Streifen schneiden und auf die Fladen verteilen.

Das Blech in den Ofen schieben und etwa 15 Minuten backen, bis der Teig leicht braun ist, herausnehmen, mit etwas Kümmel bestreuen und noch heiß servieren.

Quelle: Kaquus Hausmannskost

Dienstag, 10. November 2015

Sauerkrautsuppe nach Tim Mälzer

Sauerkrautsuppe erschien uns erst befremdlich, aber die Zutaten lasen sich so, als würde sie uns schmecken, also legte ich los. Einzig, dass keine Kartoffeln in der Suppe waren, störte mich. Ich mag es, Kartoffeln in der Suppe zermusen zu können. Also wurden die kurzerhand ergänzt.

Sauerkrautsuppe nach Tim Mälzer.
Grundverpeilt, wie ich bin, kaufte ich beim Schlachter versehentlich grobe statt feiner Kalbsbratwurst - schmeckt auch, sieht aber nicht so fein aus.

Sauerkrautsuppe nach Tim Mälzer


Sauerkrautsuppe nach Tim Mälzer.
Zutaten für 4 bis 6 Portionen:

200 g Zwiebeln
4 Kartoffeln
1 EL Butterschmalz
750 g Sauerkraut
2 EL Honig
1/2 TL Kümmelsaat
425 g kleine stückige Tomaten aus der Dose
1,5 l Gemüsebrühe
4 rohe Kalbsbratwürste (Brät)
1/2 Bund Majoran
Salz
Pfeffer
150 g Crème fraîche

Zubereitung:

Zwiebeln pellen und in feine Streifen schneiden. Kartoffeln schälen und vierteln oder achteln.

Zwiebeln in Butterschmalz farblos andünsten, dann Kartoffeln, Sauerkraut, Honig, Kümmelsaat, Zucker und Tomaten dazu geben. Mit der Gemüsebrühe auffüllen und eine Stunde lang offen kochen.

Das Brät aus der Pelle in den Topf drücken, so dass kleine Kugeln entstehen und 5 Minuten mitkochen lassen.

Majoranblättchen zupfen, hacken und unter die Suppe rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Suppe portionsweise mit einem Klecks Crème fraîche servieren.

Das Rezept stammt aus dem Kochbuch "Heimat" von Tim Mälzer. Affiliate Link:

Donnerstag, 5. November 2015

Kochen ohne Tüte (und ohne Sahne-Imitat): Spaghetti mit Kürbis-Carbonara

Ein Rezept für Kürbis-Carbonara flatterte mir die Tage von einem Hersteller für Sahne-Imitate ins Haus. Das Gemisch aus
Wasser, 20% Magermilch (2,5 % Laktose), 7,5% pflanzliche Fette, 7,5% pflanzliche Öle, Buttermilchpulver, modifizierte Stärke, Emulgator E435, Stabilisatoren (Methylcellulose, Xanthan) und Carotin als Farbstoff
kommt uns schon lange nicht mehr in Haus oder Körper (es sei denn, wir essen bei den Müttern, die eisern an diesem Imitat festhalten).

Spaghetti mit Kürbis-Carbonara
Getreu der Regel "Schlimmer geht immer" kann mensch das Sahne-Imitat mit einer fixen Tüte für Schinken-Sahnesauce kombinieren, einem Pülverchen aus
Weizenmehl, Stärke, 13,1% Sahnepulver, Palmfett, Molkenerzeugnis, Magermilchpulver, Jodsalz, Milchzucker, Zucker, Hefeextrakt, Gewürze (Zwiebeln, Pfeffer, Kurkuma), Petersilie, Sonnenblumenöl, Milcheiweiß, Aroma und Spuren von Eiern, Soja, Sellerie, Senf.
Wir verzichten und setzen stattdessen auf unverfälschte Zutaten. Wenn Du tatsächlich Kalorien sparen willst, kannst Du 50 ml Sahne durch Wasser ersetzen. Ich nehme immer etwas vom Nudelwasser, um die Sauce etwas zu verdünnen.

Spaghetti mit Kürbis-Carbonara.
Spaghetti mit Kürbis-Carbonara

Zutaten für 2 Portionen:

200 g Spaghetti
125 g durchwachsener Speck, fein gewürfelt
1 Zwiebel
300 g Kürbis nach Geschmack (z.B. Baby Bear), küchenfertig gewogen
200 ml Sahne
2 Eier
1 TL getrockneter Majoran
Zitronensaft
Salz
Pfeffer
Öl

Zubereitung:

Spaghetti in reichlich kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung garen.

Währenddessen Kürbis in 1 cm große Würfel schneiden.

Öl in einer Pfanne erhitzen und darin Speck, Zwiebeln und Kürbis anbraten. Mit wenig Salz und Pfeffer würzen.

Sahne und 2 Eier verquirlen. Mit Salz, Pfeffer und getrocknetem Majoran würzen.

Nudeln abgießen, in der Pfanne mit der Speck-Kürbis-Mischung mischen und von der Kochstelle ziehen. Eier-Sahne sofort zugießen und mit den heißen Nudeln mischen. Mit einigen Spritzern Zitronensaft abschmecken und sofort servieren.

Dienstag, 3. November 2015

Bifteki nach Ole Plogstedt

Der Gatte bat unlängst darum, dass ich seinen Küchendienst übernehme, weil er in der Werkstatt fest saß. Kein Problem, schließlich kochen wir beide. Erstaunlich nur, dass er es gerade mir überließ, die Klopse zu machen, sind die doch seine Königsdisziplin.

Bifteki mit gebratenen Kartoffeln und Krautsalat.
Ich hatte zufälligerweise Mischhack besorgt, weil ich mal eine Abwechslung zum Rinderhack, das wir sonst essen, haben wollte, und da unser Hausgrieche die Bifteki aus Mischhack macht, lag's nahe, dass ich mich an einem Nachbau versuchte. Dabei orientierte ich mich an einem Rezept von Ole Plogstedt, das er mal bei den "Kochprofis" zeigte.

Ein wenig überraschend mag der Ouzo sein, aber der ist geschmacklich wirklich der Hammer!

Bifteki nach Ole Plogstedt. 
Noch besser hätte es mit Tsatsiki oder Kräuterquark geschmeckt, aber entgegen unserer Gewohnheit, eines von beiden immer im Kühlschrank vorrätig zu haben, war in dieser Woche nichts von beiden da. Selbstmachen schied auch aus, denn weder Kräuter noch Gurke oder Quark waren da.

Der Gatte bekam seinen geliebten Krautsalat dazu, mir war's auch ohne Extra saftig genug.

Bifteki nach Ole Plogstedt

Zutaten für 4 Portionen:

1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
500 g Mischhack
1 Ei
Ouzo
Anis, gemahlen
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 EL Majoran oder Oregano, gerne frisch (getrocknet geht auch)
1 EL Paniermehl
Salz
Pfeffer
Öl

Zubereitung:

Zwiebeln in etwas Öl in einer Pfanne anschwitzen.

Dann Ei, angeschwitzte Zwiebeln, Paniermehl und fein gehackte Knoblauchzehe in das Hackfleisch geben. Mit gehacktem Majoran, Pfeffer und Salz würzen. Die Masse kräftig durchkneten. Ein paar Spritzer Ouzo dazugeben. Abschließend noch mit etwas Anis würzen und noch mal durchkneten.

Bifteki formen.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Bifteki von allen Seiten braten und servieren.

Dieses Rezept nimmt teil an der DienstagsDinge-Linkparty bie Jacqueline.