Er räumt auf und kämpft gegen ihre Einkaufstaschen an, die sie nach der Arbeit einfach im Flur stehen lässt, bis sie die Sachen darin braucht.
Nach der dritten Tasche mit jeweils einem Wollknäuel, das er jeweils auf's Sofa legte, weil er nicht wusste, wohin damit, fragt er genervt: "Sachmal, wo sammelst du eigentlich deine Wolle?! Hast Du dafür keine Aufbewahrung?!"
Sie: "Doch, das Sofa."
Sonntag, 31. Januar 2016
Donnerstag, 28. Januar 2016
Roastbeef im Steinpilz-Schinken-Mantel mit sardischer Kartoffelpfanne
Dieses Gericht bereitet der Gatte gerne zu, wenn Gäste kommen. Ich glaube, er hat es vor vielen, vielen Monden mal beim DePerfekten Dinner gesehen.
Hinter der sardischen Kartoffelpfanne verbergen sich im Prinzip schnöde Rosmarinkartoffeln. Das Rezept stammt aus dem leider nur noch antiquarisch erhältlichen essen & trinken - Buch "Kochen mit Kräutern und Gewürzen", aus dem ich sehr gerne koche.
Roastbeef im Steinpilz-Schinken-Mantel mit sardischer Kartoffelpfanne
Zutaten für 4 Portionen:
1 kg Roastbeef
2 EL Butter
12 Scheiben Schinken (je nach Größe evtl. mehr)
1 Handvoll Steinpilze, getrocknete
500 g Drillinge
2 Zweige Rosmarin
2 EL Oliven, schwarz, ohne Stein
2 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Zubereitung:
Die getrockneten Pilze im lauwarmen Wasser einweichen, dann abtropfen lassen.
Den Ofen auf 80 Grad vorheizen.
Butter in einer Pfanne erhitzen und das Roastbeef sorgfältig von allen Seiten anbraten (ich salze das Fleisch nicht vorher, weil der Schinken in der Regel Salz abgibt, pfeffere das Fleisch nur etwas).
Den Schinken überlappend auslegen, so dass keine Lücken entstehen. Die abgetropften Pilze darauf verteilen, dann das Roastbeef mittig legen und mit den Pilzen im Schinken einschlagen (geht am Besten zu zweit).
Das Schinken-Pilz-Roastbeef-Paket verschnüren und in einen offenen Bräter in den Ofen legen. Fleischthermometer in den Braten stecken.
Das Roastbeef ca. eine Stunde bei 80 Grad garen bzw. so lange, bis es eine Kerntemperatur von 60 Grad bis 65 Grad hat.
Für die sardische Kartoffelpfanne die Kartoffeln schälen oder gründlich bürsten, dann leicht ankochen, aber so, dass sie nicht ganz gar sind. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und die Kartoffeln samt Rosmarinzweigen anbraten. Zum Schluss die Oliven noch kurz mitziehen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Das Roastbeef vom Küchengarn befreien, in dünne Scheiben schneiden und mit den Kartoffeln anrichten.
Wer mag, zieht aus Pilzwasser und Bratensaft eine Sauce.
Hinter der sardischen Kartoffelpfanne verbergen sich im Prinzip schnöde Rosmarinkartoffeln. Das Rezept stammt aus dem leider nur noch antiquarisch erhältlichen essen & trinken - Buch "Kochen mit Kräutern und Gewürzen", aus dem ich sehr gerne koche.
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| Roastbeef im Steinpilz-Schinken-Mantel mit sardischer Kartoffelpfanne. |
Zutaten für 4 Portionen:
1 kg Roastbeef
2 EL Butter
12 Scheiben Schinken (je nach Größe evtl. mehr)
1 Handvoll Steinpilze, getrocknete
500 g Drillinge
2 Zweige Rosmarin
2 EL Oliven, schwarz, ohne Stein
2 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Zubereitung:
Die getrockneten Pilze im lauwarmen Wasser einweichen, dann abtropfen lassen.
Den Ofen auf 80 Grad vorheizen.
Butter in einer Pfanne erhitzen und das Roastbeef sorgfältig von allen Seiten anbraten (ich salze das Fleisch nicht vorher, weil der Schinken in der Regel Salz abgibt, pfeffere das Fleisch nur etwas).
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| Der Schinken ist bereit, das Roastbeef zu empfangen. |
Das Schinken-Pilz-Roastbeef-Paket verschnüren und in einen offenen Bräter in den Ofen legen. Fleischthermometer in den Braten stecken.
Das Roastbeef ca. eine Stunde bei 80 Grad garen bzw. so lange, bis es eine Kerntemperatur von 60 Grad bis 65 Grad hat.
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| Schinken, Roastbeef und Steinpilze sind vereint. |
Das Roastbeef vom Küchengarn befreien, in dünne Scheiben schneiden und mit den Kartoffeln anrichten.
Wer mag, zieht aus Pilzwasser und Bratensaft eine Sauce.
Dienstag, 26. Januar 2016
Blogger für Flüchtlinge: Schulspeisung, Schwedenspeisung und die Kekssuppe
In der Freitagsausgabe des Abendblatts findet sich ein Artikel zum Schulbeginn in Hamburg nach dem Zweiten Weltkrieg, "Schule 1946: 'Hungern, frieren – und ein bisschen lernen'", der mich daran erinnerte, dass ich schon länger mal über Kekssuppe schreiben wollte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bekam die deutsche Zivilbevölkerung viel Hilfe von den Staaten, mit denen Nazi-Deutschland nur wenige Monate vorher noch im Krieg war. In Hamburg sprangen im harten Nachkriegswinter 1946/1947 auch die Schweden ein: Sie verteilten an die drei- bis sechsjährigen Suppe, oft die typische Erbsensuppe, die in vielen skandinavischen Ländern gerne gegessen wird, gelegentlich Milchsuppe (gekochte, mit Mehl gebundene Milch) und Lebertran.
Spricht man mit denen, die damals von der Schwedenspeisung profitieren durften, erinnern sich viele außer an den gräuslichen Geschmack des Lebertrans vor allem an eins: Kekssuppe.
Nur: Die gab es bei den Schweden gar nicht, wohl aber bei den Briten und Amerikanern, die ebenfalls dazu beitrugen, die Not der deutschen Zivilbevölkerung ein ganz klein wenig zu lindern. Dass dieses nur im Ansatz gelang, steht auf einem anderen Blatt. Sicher ist: Ohne die Hilfe der Alliierten, aus Schweden, Dänemark, der Schweiz, Chile, Südafrika und anderer Nationen hätten viele deutsche Kinder die Nachkriegswinter zwischen 1946 und 1949 nicht überlebt.
Dabei war es nicht etwa so, dass es den Ländern, die halfen, wirtschaftlich besser ging. Im Gegenteil: Bis weit in die 1950er Jahre waren beispielsweise in Großbritannien Lebensmittel rationiert, um einen Überschuss zu erzeugen, mit dem die deutsche Zivilbevölkerung unterstützt werden konnte. Die Bevölkerung dort hungerte also, damit die Deutschen ein wenig mehr zu essen hatten.
Allein in Hamburg wurden durch die Schwedenspeisung täglich 40.000 Essen zubereitet und an zwei- bis sechsjährige Kinder ausgegeben. Eines war meine Tante, die kleine Schwester meines Vaters. Von den beiden habe ich hier schon mal erzählt.
Insgesamt waren es für alle Bevölkerungsteile 160.000 Portionen Hilfsspeisungen - pro Tag. Alleine in Hamburg. Gekocht wurde damals auf dem alten Schlachthofgelände im Karoviertel mit Dampf, der aus dem Kraftwerk Karoline kam - zum Kochen mit Dampf brauchte man weniger Kohle, und Kohle war in den Nachkriesgwintern noch knapper als Nahrung.
Zweimal täglich wurde die Schwedenspeisung an 350 Ausgabestellen überall in Hamburg ausgegeben, nachdem sie mühselig dort hin transportiert wurde - bei Schnee und Eis kein leichtes oder ungefährliches Unterfangen.
Bei der Verteilung wurde darauf geachtet, dass die Kinder sofort aßen, nichts mit nach Hause nahmen. Das hatte zwei Gründe: Die Schwedenspeisung sollte den Schwächsten, den Kindern, zugute kommen, und immer wieder überfielen ausgehungerte Erwachsene Kinder, die das Essen im Henkelmann mit nach Hause nahmen.
Die Kekssuppe, an die sich viele erinnern, ist je nach Schilderung eine erwärmte Milchpulver-Wasser-Mischung mit Zwieback oder - viel wahrscheinlicher, da im angloamerikanischen Raum verbreiteter und nahrhafter, Quaker Oats Cookies*
, Haferkekse. Für letztere spricht vor allem die Aussage, dass in der Suppe gelegentlich auch Schokostückchen oder Rosinen schwammen.
Oft ist von einer gebundenen Milchsuppe, in der Kekse schwammen, die Rede. Das geht dann in Richtung einer süßen Pudding- oder Milchsuppe, wie sie seit Jahrhunderten in vielen Ländern für Kinder zubereitet wird. Ich vermute, dass die Zusammensetzung der Kekssuppe stark schwankte und auch regional unterschiedlich war, dass verkocht wurde, was zu bekommen war.
Nur die Kekssuppe, die gab's bei der Schwedenspeisung halt nicht.
Kekssuppe
Zutaten für 1 - 2 Portionen:
500 ml Milch
1 Prise Salz
20 g Stärke
1 - 2 EL Zucker
Mark einer halben Vanilleschote
3 - 4 Frühstückskekse oder auch mehr, je nach Geschmack. Falls Du keien Quaker Oats Cookies*
bekommst, kannst Du auch McVities*
, Granola*
oder Frühstückskekse*
nehmen
Die Milch zum Kochen bringen, die Prise Salz dazu geben, dann die Stärkemischung einrühren. Den Topf vom Herd nehmen und die Milchmischung ausquellen lassen.
Kekse in einen Teller geben, die Milchmischung darüber gießen und servieren.
Hier gibt es ein Filmdokument zur Schulspeisung 1946 und hier einen ausführlichen Artikel über die Schwedenspeisung. Diese Beitrag unterstützt die Initiative "Blogger für Flüchtlinge".
*Affiliate links und Bücher zum Thema:
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| Kekssuppe. |
Spricht man mit denen, die damals von der Schwedenspeisung profitieren durften, erinnern sich viele außer an den gräuslichen Geschmack des Lebertrans vor allem an eins: Kekssuppe.
Nur: Die gab es bei den Schweden gar nicht, wohl aber bei den Briten und Amerikanern, die ebenfalls dazu beitrugen, die Not der deutschen Zivilbevölkerung ein ganz klein wenig zu lindern. Dass dieses nur im Ansatz gelang, steht auf einem anderen Blatt. Sicher ist: Ohne die Hilfe der Alliierten, aus Schweden, Dänemark, der Schweiz, Chile, Südafrika und anderer Nationen hätten viele deutsche Kinder die Nachkriegswinter zwischen 1946 und 1949 nicht überlebt.
Dabei war es nicht etwa so, dass es den Ländern, die halfen, wirtschaftlich besser ging. Im Gegenteil: Bis weit in die 1950er Jahre waren beispielsweise in Großbritannien Lebensmittel rationiert, um einen Überschuss zu erzeugen, mit dem die deutsche Zivilbevölkerung unterstützt werden konnte. Die Bevölkerung dort hungerte also, damit die Deutschen ein wenig mehr zu essen hatten.
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| Ausgabe der Schulspeisung an einer Hamburger Schule 1946 (Quelle: DGDB). |
Insgesamt waren es für alle Bevölkerungsteile 160.000 Portionen Hilfsspeisungen - pro Tag. Alleine in Hamburg. Gekocht wurde damals auf dem alten Schlachthofgelände im Karoviertel mit Dampf, der aus dem Kraftwerk Karoline kam - zum Kochen mit Dampf brauchte man weniger Kohle, und Kohle war in den Nachkriesgwintern noch knapper als Nahrung.
Zweimal täglich wurde die Schwedenspeisung an 350 Ausgabestellen überall in Hamburg ausgegeben, nachdem sie mühselig dort hin transportiert wurde - bei Schnee und Eis kein leichtes oder ungefährliches Unterfangen.
Bei der Verteilung wurde darauf geachtet, dass die Kinder sofort aßen, nichts mit nach Hause nahmen. Das hatte zwei Gründe: Die Schwedenspeisung sollte den Schwächsten, den Kindern, zugute kommen, und immer wieder überfielen ausgehungerte Erwachsene Kinder, die das Essen im Henkelmann mit nach Hause nahmen.
Die Kekssuppe, an die sich viele erinnern, ist je nach Schilderung eine erwärmte Milchpulver-Wasser-Mischung mit Zwieback oder - viel wahrscheinlicher, da im angloamerikanischen Raum verbreiteter und nahrhafter, Quaker Oats Cookies*
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| Kekssuppe. |
Nur die Kekssuppe, die gab's bei der Schwedenspeisung halt nicht.
Kekssuppe
Zutaten für 1 - 2 Portionen:
500 ml Milch
1 Prise Salz
20 g Stärke
1 - 2 EL Zucker
Mark einer halben Vanilleschote
3 - 4 Frühstückskekse oder auch mehr, je nach Geschmack. Falls Du keien Quaker Oats Cookies*
Zubereitung:
1 EL Milch abnehmen und mit Stärke, Zucker und Vanillemark klümpchenfrei verrühren.
1 EL Milch abnehmen und mit Stärke, Zucker und Vanillemark klümpchenfrei verrühren.
Die Milch zum Kochen bringen, die Prise Salz dazu geben, dann die Stärkemischung einrühren. Den Topf vom Herd nehmen und die Milchmischung ausquellen lassen.
Kekse in einen Teller geben, die Milchmischung darüber gießen und servieren.
Hier gibt es ein Filmdokument zur Schulspeisung 1946 und hier einen ausführlichen Artikel über die Schwedenspeisung. Diese Beitrag unterstützt die Initiative "Blogger für Flüchtlinge".
*Affiliate links und Bücher zum Thema:
Sonntag, 24. Januar 2016
Szenen einer Ehe: Strickliesel I
Beide stehen im Bastelladen vor dem Regal mit dem Strickzubehör. Neben ihnen steht eine Kundin vor dem Wollregal.
Sie sucht konzentriert die Auslagen ab und überlegt, ob und was sie braucht.
Er guckt sich alles interessiert an, denn Stricken und Häkeln ist für ihn eine völlig neue Welt.
Er greift nach einer tunesischen Häkelnadel, muster sie interessiert und sagt: "Ach guck mal, das ist ist also so ein Instrument, mit dem damals die alten Ägypter den toten Pharaonen vorm Einbalsamieren das Hirn durch die Nase gezogen haben."
Während sie desinteressiert grunzt, blickt er sich um und fragt: "Sachma, warum geht denn die Frau, die gerade noch neben uns stand, so hastig aus dem Laden raus?!"
Sie sucht konzentriert die Auslagen ab und überlegt, ob und was sie braucht.
Er guckt sich alles interessiert an, denn Stricken und Häkeln ist für ihn eine völlig neue Welt.
Er greift nach einer tunesischen Häkelnadel, muster sie interessiert und sagt: "Ach guck mal, das ist ist also so ein Instrument, mit dem damals die alten Ägypter den toten Pharaonen vorm Einbalsamieren das Hirn durch die Nase gezogen haben."
Während sie desinteressiert grunzt, blickt er sich um und fragt: "Sachma, warum geht denn die Frau, die gerade noch neben uns stand, so hastig aus dem Laden raus?!"
Donnerstag, 21. Januar 2016
Fischfilet mit Fenchel und Reis aus dem Tischdampfgarer
Gelegentlich koche ich gerne Reis im Tischdampfgarer. Bei diesem Rezept macht es nicht wirklich Sinn, denn die Garzeiten von Fisch und Fenchel sind vergleichsweise kurz - aus irgendeinem Grund braucht Reis in unserem Tischdampfgarer nämlich geschlagene 40 Minuten.
Fischfilet mit Fenchel und Reis aus dem Tischdampfgarer
Zutaten für 4 Portionen:
1 kg Fischfilet (Sorte nach Geschmack)
100 g Reis
200 ml Wasser oder Gemüsebrühe
1 Knolle Fenchel (je nach Größe auch 2 Knollen)
ggf. Knoblauchflocken
Salz
Pfeffer
Zubereitung:
Vorweg: Ich habe einen Tefal VS 4001 VitaCuisine*
- bei anderen Geräten kann die Zubereitung abweichen.
Reis mit Wasser oder Gemüsebrühe in den Reisbehälter des Dampfgarers geben und 20 Minuten dämpfen.
Währenddessen den Fenchel waschen, putzen, in Scheiben schneiden und in einen Garkorb geben. Nach Geschmack Knoblauchflocken dazu geben. Das Fischfilet säubern und auf die Garplatte legen.
Nach 30 Minuten den Garkorb mit dem Fenchel in den Garraum zum Reisbehälter geben und die Garplatte mit dem Fisch auf den Garraum legen. Zusammen mit dem Reis weitere 10 Minuten dämpfen.
Fenchel mit Salz und Pfeffer abschmecken. Reis, Fenchel und Fisch anrichten. Dazu passt eine kalte Knoblauchsauce.
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| Fischfilet mit Fenchel und Reis aus dem Tischdampfgarer. |
Zutaten für 4 Portionen:
1 kg Fischfilet (Sorte nach Geschmack)
100 g Reis
200 ml Wasser oder Gemüsebrühe
1 Knolle Fenchel (je nach Größe auch 2 Knollen)
ggf. Knoblauchflocken
Salz
Pfeffer
Zubereitung:
Vorweg: Ich habe einen Tefal VS 4001 VitaCuisine*
Reis mit Wasser oder Gemüsebrühe in den Reisbehälter des Dampfgarers geben und 20 Minuten dämpfen.
Währenddessen den Fenchel waschen, putzen, in Scheiben schneiden und in einen Garkorb geben. Nach Geschmack Knoblauchflocken dazu geben. Das Fischfilet säubern und auf die Garplatte legen.
Nach 30 Minuten den Garkorb mit dem Fenchel in den Garraum zum Reisbehälter geben und die Garplatte mit dem Fisch auf den Garraum legen. Zusammen mit dem Reis weitere 10 Minuten dämpfen.
Fenchel mit Salz und Pfeffer abschmecken. Reis, Fenchel und Fisch anrichten. Dazu passt eine kalte Knoblauchsauce.
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Dienstag, 19. Januar 2016
Geschmorte Lammkeule mit Topinambur und Pontack-Sauce
Erinnerst Du Dich an das Rezept für die Pontak-Sauce, das ich 2009 bloggte? Die Sauce, die die Kleinigkeit von 7 Jahren Reifezeit braucht? Die ist in diesem Jahr fertig.
Ich habe tatsächlich noch das eine oder andere Fläschchen aus dem Jahr 2009 im Vorratsschrank, inzwischen aber schon mehrfach neue Pontack-Sauce angesetzt, denn sie schmeckt uns wirklich gut. Je länger sie reift, um so intensiver schmeckt sie.
Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Du gerade keine Pontack-Sauce zur Hand hast, kannst Du sie in diesem Rezept durch Sojasauce oder Fliederbeerlikör ersetzen. Ich würde dann allerdings nicht die gesamte Menge sofort dazu geben, sondern immer mal wieder abschmecken.
Die Topinambur verschwinden bei dieser Zubereitung quasi. Deswegen bietet es sich an, ihn nochmals als Beilage zu servieren oder erst etwa 20 Minuten vor Ende der Garzeit dazuzugeben. Apropos Garzeit: Wenn Du nicht möchtest, dass das Fleisch so gegart ist, dass es vom Knochen abfällt, arbeite mit der Kerntemperaturmethode und gare es, bis es ca. 65°C hat.
Dieses Rezept macht mit bei "DienstagsDinge".
Geschmorte Lammkeule mit Topinambur und Pontack-Sauce
Zutaten für 4 Portionen:
250 g Topinambur
10 Schalotten
3 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer
Olivenöl
1 1/2 kg Lammkeule mit Knochen
2 Zweige Thymian
2 Zweige Ysop
1/2 Liter Weißwein
1/4 Liter Pontack-Sauce
Zubereitung
Schalotten schälen. Topinambur unter fließend kaltem Wasser gut bürsten und in grobe Stücke schneiden (kleine Knollen können ganz bleiben). Bis zur weiteren Verarbeitung in Zitronenwasser lagern, damit die Stücke nicht braun werden. Knoblauch nur abspülen, der bleibt in der Schale.
Aus Salz, grob gemahlenem / gestoßenen Pfeffer und Olivenöl eine Paste zubereiten. Lammkeule damit gut einreiben und in einem ofenfesten Topf von allen Seiten anbraten. Herausnehmen und kurz beiseite legen.
Topinambur, Schalotten und Knoblauch im Lamm-Topf anbraten, mit der Hälfte des Weißweins ablöschen, das Lamm wieder in den Topf legen, Kräuter dazu geben und den Topf bei 220° Grad für 30 Minuten in den Ofen geben. Dann die Temperatur auf ca. 160 Grad reduzieren und den restlichen Wein sowie die Pontack-Sauce angießen.
Die Keule etwa zweieinhalb bis drei Stunden garen, dabei zwei-, dreimal wenden und mit der Wein-Saucen-Fleischsaft-Mischung übergießen. Spätestens zur Hälfte der Garzeit die Keule abdecken.
Die Keule ist fertig gegart, wenn sich das Fleisch leicht vom Knochen ablösen lässt.
Wer mag, zieht aus dem Bratensaft eine Sauce. Man kann den Bratensaft aber auch einfach nur mit Brot tunken und die Keule ohne weitere Beilagen servieren. Ansonsten schmecken Kartoffeln oder ein Topinambur-Apfel-Gratin dazu.
Ich habe tatsächlich noch das eine oder andere Fläschchen aus dem Jahr 2009 im Vorratsschrank, inzwischen aber schon mehrfach neue Pontack-Sauce angesetzt, denn sie schmeckt uns wirklich gut. Je länger sie reift, um so intensiver schmeckt sie.
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| Die Lammkeule auf dem Weg in den Ofen. |
Die Topinambur verschwinden bei dieser Zubereitung quasi. Deswegen bietet es sich an, ihn nochmals als Beilage zu servieren oder erst etwa 20 Minuten vor Ende der Garzeit dazuzugeben. Apropos Garzeit: Wenn Du nicht möchtest, dass das Fleisch so gegart ist, dass es vom Knochen abfällt, arbeite mit der Kerntemperaturmethode und gare es, bis es ca. 65°C hat.
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| Die Lammkeule auf dem Weg an den Tisch. |
Geschmorte Lammkeule mit Topinambur und Pontack-Sauce
Zutaten für 4 Portionen:
250 g Topinambur
10 Schalotten
3 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer
Olivenöl
1 1/2 kg Lammkeule mit Knochen
2 Zweige Thymian
2 Zweige Ysop
1/2 Liter Weißwein
1/4 Liter Pontack-Sauce
Zubereitung
Schalotten schälen. Topinambur unter fließend kaltem Wasser gut bürsten und in grobe Stücke schneiden (kleine Knollen können ganz bleiben). Bis zur weiteren Verarbeitung in Zitronenwasser lagern, damit die Stücke nicht braun werden. Knoblauch nur abspülen, der bleibt in der Schale.
Aus Salz, grob gemahlenem / gestoßenen Pfeffer und Olivenöl eine Paste zubereiten. Lammkeule damit gut einreiben und in einem ofenfesten Topf von allen Seiten anbraten. Herausnehmen und kurz beiseite legen.
Topinambur, Schalotten und Knoblauch im Lamm-Topf anbraten, mit der Hälfte des Weißweins ablöschen, das Lamm wieder in den Topf legen, Kräuter dazu geben und den Topf bei 220° Grad für 30 Minuten in den Ofen geben. Dann die Temperatur auf ca. 160 Grad reduzieren und den restlichen Wein sowie die Pontack-Sauce angießen.
Die Keule etwa zweieinhalb bis drei Stunden garen, dabei zwei-, dreimal wenden und mit der Wein-Saucen-Fleischsaft-Mischung übergießen. Spätestens zur Hälfte der Garzeit die Keule abdecken.
Die Keule ist fertig gegart, wenn sich das Fleisch leicht vom Knochen ablösen lässt.
Wer mag, zieht aus dem Bratensaft eine Sauce. Man kann den Bratensaft aber auch einfach nur mit Brot tunken und die Keule ohne weitere Beilagen servieren. Ansonsten schmecken Kartoffeln oder ein Topinambur-Apfel-Gratin dazu.
Sonntag, 17. Januar 2016
Szenen einer Ehe: Geben und Nehmen
Im Dänemark-Urlaub, im Auto. Rechts und links der Straße sind einige Wegweise für Put-and-Take-Seen.
Er: "Sachma, was ist eigentlich Put and Take?"
Sie: "Ich glaube, da putst du 'ne Angel rein und takest einen Fisch 'raus. Hat mir mal der Mann einer Kollegin so erklärt. Da zu angeln, ist so idiotensicher, wie zum Fischhöker zu gehn. Du fängst immer was."
Er: "Ach. Ich dachte, man muss einen kleinen Fisch mitbringen und aussetzen, damit man einen großen angeln darf."
Er: "Sachma, was ist eigentlich Put and Take?"
Sie: "Ich glaube, da putst du 'ne Angel rein und takest einen Fisch 'raus. Hat mir mal der Mann einer Kollegin so erklärt. Da zu angeln, ist so idiotensicher, wie zum Fischhöker zu gehn. Du fängst immer was."
Er: "Ach. Ich dachte, man muss einen kleinen Fisch mitbringen und aussetzen, damit man einen großen angeln darf."
Donnerstag, 14. Januar 2016
Winterliche Wurzelgemüsesuppe mit Topinambur und karamellisierten Thymian-Maronen
Im Winter wärmt eine Gemüsesuppe richtig durch. In dieser lässt sich auch prima ein Rest Knollensellerie unterbringen. Den mag ich nämlich nicht wirklich.
Übrigens: Falls Du Probleme hast, Topinambur im Supermarkt zu finden, schau mal, ob's in der Gemüseabteilung eine extra Exotenabteilung gibt. In meinem Supermarkt liegt da nämlich inzwischen nicht mehr nur Obst, sondern auch einiges an Gemüse, was ich da nicht vermutet hätte.
Für vegan essende Gäste lässt sich das Rezept leicht umwandeln, indem Butter, Schlagsahne und Milch durch entsprechende Sojaprodukte ersetzt werden.
Winterliche Wurzelgemüsesuppe mit karamellisierten Thymian-Maronen
Zutaten für 8 Portionen:
250 g Knollensellerie
250 g Petersilienwurzel
500 g Topinambur
100 g Kartoffeln
2 Lorbeerblätter
2 Schalotten
4 EL Butter
1 1/2 Liter Gemüsebrühe
100 ml Schlagsahne
100 ml Milch
Salz
Pfeffer
Chiliflocken
1 Spritzer Zitronensaft
250 g geschälte Maronen
2 EL Zucker
18 Stiele Thymian
Zubereitung:
Sellerie, Petersilienwurzeln, Topinambur und Kartoffeln putzen, schälen und in 1 cm große Stücke schneiden. Lorbeerblätter mehrfach einschneiden. Schalotten schälen und fein würfeln.
Schalotten in 2 EL Butter glasig dünsten. Die Gemüsestücke zugeben und etwa 3 Minuten unter Rühren mitdünsten. Gemüsebrühe und das Lorbeerblatt zugeben. Aufkochen und dann bei milder Hitze 25 bis 30 Minuten kochen, bis das Gemüse weich ist.
Lorbeerblatt entfernen. Mit Salz, Pfeffer, Chiliflocken und Zitronensaft abschmecken und mit der Sahne fein pürieren. Die Hälfte durch ein feines Sieb passieren und wieder zum Rest geben.
Für die Thymian-Maronen vom Thymian die Blättchen abzupfen und die Maronen grob zerkleinern. Zucker in einem Topf hellbraun karamellisieren. Gemüsebrühe zugießen – Vorsicht, das spritzt! Mischung bei milder Hitze unter Rühren kochen, bis sich der Karamell vom Topfboden gelöst hat. Maronen und die abgezupften Thymianblättchen unterrühren und kochen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Dann die restliche Butter unterrühren.
Die Milch erhitzen und aufschäumen. Die Suppe anrichten und den Milchschaum oben auf die Suppe geben. Darauf je einen EL Maronen geben.
Übrigens: Falls Du Probleme hast, Topinambur im Supermarkt zu finden, schau mal, ob's in der Gemüseabteilung eine extra Exotenabteilung gibt. In meinem Supermarkt liegt da nämlich inzwischen nicht mehr nur Obst, sondern auch einiges an Gemüse, was ich da nicht vermutet hätte.
Für vegan essende Gäste lässt sich das Rezept leicht umwandeln, indem Butter, Schlagsahne und Milch durch entsprechende Sojaprodukte ersetzt werden.
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| Winterliche Wurzelgemüsesuppe mit Topinambur und karamellisierten Thymian-Maronen. |
Zutaten für 8 Portionen:
250 g Knollensellerie
250 g Petersilienwurzel
500 g Topinambur
100 g Kartoffeln
2 Lorbeerblätter
2 Schalotten
4 EL Butter
1 1/2 Liter Gemüsebrühe
100 ml Schlagsahne
100 ml Milch
Salz
Pfeffer
Chiliflocken
1 Spritzer Zitronensaft
250 g geschälte Maronen
2 EL Zucker
18 Stiele Thymian
Zubereitung:
Sellerie, Petersilienwurzeln, Topinambur und Kartoffeln putzen, schälen und in 1 cm große Stücke schneiden. Lorbeerblätter mehrfach einschneiden. Schalotten schälen und fein würfeln.
Schalotten in 2 EL Butter glasig dünsten. Die Gemüsestücke zugeben und etwa 3 Minuten unter Rühren mitdünsten. Gemüsebrühe und das Lorbeerblatt zugeben. Aufkochen und dann bei milder Hitze 25 bis 30 Minuten kochen, bis das Gemüse weich ist.
Lorbeerblatt entfernen. Mit Salz, Pfeffer, Chiliflocken und Zitronensaft abschmecken und mit der Sahne fein pürieren. Die Hälfte durch ein feines Sieb passieren und wieder zum Rest geben.
Für die Thymian-Maronen vom Thymian die Blättchen abzupfen und die Maronen grob zerkleinern. Zucker in einem Topf hellbraun karamellisieren. Gemüsebrühe zugießen – Vorsicht, das spritzt! Mischung bei milder Hitze unter Rühren kochen, bis sich der Karamell vom Topfboden gelöst hat. Maronen und die abgezupften Thymianblättchen unterrühren und kochen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Dann die restliche Butter unterrühren.
Die Milch erhitzen und aufschäumen. Die Suppe anrichten und den Milchschaum oben auf die Suppe geben. Darauf je einen EL Maronen geben.
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