Mittwoch, 12. Februar 2014

12. Hamburg kocht!-Treffen - Korea: Gwangbokjeol Toast (Flaggentoast)

Gwangbokjeol Toast, Flaggentoast.
Dieser Toast tauchte das erste Mal im November 2012 in einer koreanischen Musiksendung mit dem Titel "Happy Together" auf.

Okay, damit ist der Flaggentoast ganz sicher kein traditionelles koreanisches Essen.

Zumindest noch nicht.

Aber jede Tradition fängt ja mal klein an. 

Die Zutaten gibt es sicher in jedem Supermarkt.

Der Toast schmeckt auch am nächsten Tag und kann im Ofen aufgewärmt werden. Dem Gatten schmeckt zudem HP-Sauce dazu.

Gwangbokjeol Toast (Flaggentoast)

Zutaten für 1 Portion:

Flaggentoast im Werden. 
2 Scheiben Weißbrot (Toastbrot)
1 Ei
Mayonnaise
Eine Prise Zucker
1/2 Scheibe Kochschinken
Eine Prise Salz

Zubereitung:

Aus dem Kochschinken werden die Streifen der koreanischen Flagge geschnitten. Alternativ könnte man auch vier Quadrate für jeden Toast schneiden, aber, hey, wir lieben doch die Herausforderung, nicht?!

Eine Scheibe Brot auf ein Brett legen und mit Mayonnaise bestreichen.

Flaggentoast im Werden.
Eine weitere Scheibe Brot auf einem Brett legen und ein etwa 6 cm großes Loch ausstechen (mit einem Anrichtering, einem Glas oder einem kleinen Topf). Die Lochscheibe auf die erste Brotscheibe legen. Mayonnaise rund um das Loch der obersten Scheibe verteilen.

Ei aufschlagen und in das Loch geben. Eine Prise Salz auf das Ei geben.

Die Kochschinkenstreifen in den vier Ecken der Lochscheibe platzieren, dabei anordnen wie auf der koreanischen Flagge.

Brotscheiben auf ein Backblech geben und bei 180°C im Backofen ca. 20 Minuten garen. Servieren.

Quelle: My Korean Kitchen

12. Hamburg kocht!-Treffen - Korea: Su Jeong Gwa (Zimtpunsch)

Su Jeong Gwa, Zimtpunsch.
Ursprünglich sollte dieses Hamburg kocht!-Treffen ja auf der Cap San Diego stattfinden, wo wir einen ungeheizten Aufenthaltsraum gehabt hätten - im Februar könnte es da ein wenig schnatterig sein. Also guckte ich nach koreanischen Heißgetränken und fand diesen Punsch.

Normalerweise wird Su Jeong Gwa zum Dessert getrunken - kalt. Wir genossen ihn warm vor dem Essen.

Su Jeong Gwa ist zudem ein typisches Neujahrsgetränk. Das koreanische Neujahrsfest, das in der Regel parallel zum chinesischen ist, fiel dieses Jahr auf den 31. Januar. Da lagen wir mit unserem Kochtreffen am 8. Februar nur knapp daneben.

Typisch für das koreanische Neujahrsfest ist das Essen von getrockneten Kaki. Als ich in Mias Asian Shop danach fragte, schüttelte man den Kopf. "Okay, dann nehme ich Mango", beschied ich, und setze augenzwinkernd hinzu: "Ist ja die gleiche Farbe, beides ist orange." "Nein", wurde ich prompt korrigiert. "Getrocknete Kaki sind schwarz."

Getrocknete Kaki waren allerdings partout nicht aufzutreiben. Tiefgefrorene hätte ich bekommen können - oder frische. Ich nahm getrocknete Mango.

Bis auf die chinesischen Datteln bekommst Du alle Zutaten im Supermarkt.

Und wenn wir schon die getrockneten Kaki durch Mango ersetzen, kann ich dieses Rezept auch zum Blog-Event bei Mangoseele einreichen.



Su Jeong Gwa (Zimtpunsch)

Zutaten für ca. 5 Liter:

70 g Zimtstangen
100 g frischer Ingwer
550 g braunen Zucker (die Menge wurde als sehr hoch empfunden - vielleicht tastet Du Dich langsam ran)
6 l Wasser
Pinienkerne (optional)
Getrocknete chinesische Datteln (optional)
Getrocknete Kaki (optional)

Zimtpunsch mit chinesischen Datteln.
Zubereitung:

Den Ingwer schälen, dann in dünne Scheiben schneiden und in einen Topf geben. 3 Liter Wasser einfüllen, den Deckel schließen, zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze 40 Minuten köcheln lassen.

Zimtstangen in einen weiteren Topf geben. 3 Liter Wasser einfüllen, den Deckel schließen, zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze 40 Minuten köcheln lassen. 

Nach 40 Minuten die Flüssigkeiten aus beiden Töpfen durch ein Sieb in einen Topf zusammengießen. Ingwer und Zimt entsorgen.

Den Zucker zugeben und alles für 10 bis 20 Minuten auf hoher Hitze (oder bis der Zucker vollständig aufgelöst ist) kochen lassen.

Getrocknete chinesische Datteln, getrocknete Kaki und Pinienkerne zugeben und ein wenig köcheln bzw. ziehen lassen (gerne auch über Nacht).

Warm oder kalt (auf Eis) servieren.

Der Punsch hält sich eine Zeitlang im Kühlschrank.

Quelle: My Korean Kitchen

12. Hamburg kocht!-Treffen - Korea: Mandu (Teigtaschen)

Mandu, frittiert. 
Teigtaschen kennen wir aus vielen Küchen der Welt und in vielen Formen - schwäbische Maultäschle, Pelmeni oder Piroggen aus der osteuropäischen Küche, um nur einige zu nennen.

Mandu ist die koreanische Form der Teigtasche und echtes Fast Food, wenn man sie auf Vorrat kocht. Mun-ju erzählte, dass sie immer gleich ganz viele macht und einfriert. Bei Hunger muss sie dann nur Brühe und Mandu aus dem Tiefkühler holen, auftauen und vielleicht noch eine Handvoll Glasnudeln dazu geben - fertig ist ein schnelles, leckeres Essen.

Ein Teil der Füllung. 
Und da die Herstellung ein wenig aufwändig ist - das Füllen und Falten dauert seine Zeit - lohnt es sich umso mehr, gleich viele, viele Mandus zu machen.

Bis auf den Teig gibt es die Zutaten im normalen Supermarkt. Einzig Gyozateig fand ich dort nicht. Bei Kaufland gibt es allerdings Wan Tan-Teig, aber der ist spröder als Gyoza. Da es den Teig tiefgefroren gibt, kannst Du Dich bei einem Besuch im Asiamarkt gleich damit bevorraten - er hält sich lange.

Mandus können nach dem Dämpfen gebraten, frittiert oder gekocht werden.

Martin frittiert Mandus. 
Mandu (Teigtaschen)

Zutaten für 4 Portionen:

500 g Hackfleisch vom Schwein
1 kleiner Chinakohl (gehackt; alternativ: Spitzkohl)
1-2 Wurzeln / Karotten (geraspelt)
4 Lauchzwiebeln (gehackt)
Ingwer (gerieben, daumengroß, kleiner Daumen)
1-2 Knoblauchzehen (gepresst)
3 EL Sojasauce
1 EL Austernsauce
1 EL dunkles Sesamöl
1 Pck. Gyoza- oder Dumplingteig (Asialaden TK)
Pfeffer

Zubereitung:

Mandus warten auf's Dämpfen.
Teig auftauen lassen.

Hackfleisch und gehackter Chinakohl sollten das gleiche Volumen haben.

Alle Zutaten (bis auf die Teigplatten) zu einem homogenen Hackfleischteig verkneten.

Mit einem Teelöffel etwas Hackmasse in die Mitte der runden Teigplatten geben, den Teig überschlagen und die Ränder verkniffen.

Die fertig gefüllten Teigtaschen ca. 10 Minuten dämpfen.

12. Hamburg kocht!-Treffen - Korea: Kimbap (koreanisches Sushi ohne Fisch)

Kimbap.
Kimbap (hier sind auch andere Schreibweisen möglich) ist ein relativ schnell gemachter Snack, der dem japanischen Sushi nicht unähnlich ist.

Anders als beim Sushi besteht die Füllung aber nicht aus Fisch.

In Korea wird zur Herstellung Gim verwendet, getrocknete Purpuralge und entspricht dem, was unter der japanischen Bezeichnung Nori verkauft wird.

Nori gibt es inzwischen in so ziemlich jedem Supermarkt. Einzig für Kim Chi und Daquang musst Du einen Asialaden aufsuchen, aber beides lässt sich gut auf Vorrat kaufen.

Kimbap 

Kimbap im Detail.
Zutaten für 4 Portionen:

2 Tassen Reis
4-5 Blatt Gim (Nori)
250 g Hackfleisch
1 Knoblauchzehe
Sojasauce
Pfeffer
3 Eier
Daquang (eingelegter Rettich)
Kim Chi
1 Gurke
Gerösteter Sesam
Wasser
Sesamöl
Salz

Zubereitung:

Reis wie gewohnt kochen. Wasser mit Salz und Sesamöl mischen. Wenn der Reis fertig ist, in eine große Schüssel geben, das Sesamöl von der Wasseroberfläche abschöpfen und über den Reis geben. Gut mischen und abkühlen lassen. Dabei immer wieder wenden.

Die Zutaten (bis auf Gim).
Hackfleisch mit Knoblauch, Sojasauce und Pfeffer braten.

Aus den Eiern 2 Omelette braten und in Streifen schneiden.

Kim Chi in Streifen schneiden.

Daquang und Gurke in Länge der Gim-Blätter in Stifte schneiden.

Wenn der Reis abgekühlt ist, Gim mit der stumpfen Seite nach oben auf die Bambusmatte legen und den Reis nicht zu dick darauf verteilen, dabei oben ca. 3 cm frei lassen. Dann die restlichen Zutaten unten mit einem Abstand von ca. 5 cm auf den Reis legen und von unten her zusammenrollen. Diese Rollen dann in Scheiben schneiden.

Dienstag, 11. Februar 2014

12. Hamburg kocht!-Treffen - Korea: Das kam auf den Tisch

Wer zum ersten Mal beim Kochtreffen dabei war - und dieses Mal waren es einige - mag sich im Vorfeld gewundert haben, warum die alten Häsinnen so vehement behaupteten, bei unseren Treffen werde keiner satt.

Zum Einstand: Brötchen mit Pastrami und Krautsalat.
Spätestens nach der Teilnahme dürfte den Frischlingen klar sein: Das mit dem Nichtsattwerden ist ein Scherz, der seinen Ursprung darin hat, dass es bei unseren Kochtreffen immer zu spontanen, ungeplanten Zutatenvermehrungen kommt.

Gwangbokjeol Toast, Flaggentoast - mit gelegentlich leicht künstlerischer Interpretation der koreanischen Flagge. 
Ehrlich, ich habe keine Ahnung, woher diese Unmengen von Essen immer kommen! Die muss irgendjemand einschmuggeln! Dementsprechend ist die Mitnahme von Plasteschüsseln für die Reste oberstes Gebot.

Su Jeong Gwa, Zimtpunsch mit chinesischen Datteln, Mango und Pinienkernen.
Uli vom Hamburger Gastmahl, in dessen Produktionsküche wir diesmal kochen durften, hatte entsprechend vorgesorgt und ein Maschinchen bereit gestellt, das Speisen aller Art zum Mitnehmen verpackte.

Mandu, Teigtasche mit Hackfüllung, hier frittiert. 
Ich kenne da einige Hamburger Haushalte, in denen es in diesen Tagen koreanische Suppe gibt.

Chapchae - Glasnudeln mit Gemüse, hier in der Version mit Fleisch.
Nur unsere Behauptungen, dass wir alle nicht kochen können, schon gar nicht mit Niveau, und keinen Spaß haben, die stimmen. Oder sieht das hier etwa nach Spaß aus?!

Oyi Sobagi - Gurken Kim Chi. 
Unser Treffen begann mit Pastrami-Brötchen. Falls Du es noch nicht wusstest: Das ist ein traditionelles koreanisches Essen!

Hobak Namull, geschmorte Zucchini.
Das glaubst Du nicht? Also hömma!

Shigumtshi Namull, Spinatsalat.
Jede Tradition fängt klein an, und wenn Mun-ju und Manni aufeinander treffen, gehört es eben traditionell dazu, dass Manni vorher Pastrami und Krautsalat herstellt. Also sind Pastrami und Krautsalat echt original authentisch koreanisches Essen. So!

Boochoo Namull, Salat aus asiatischem Schnittlauch. 
Wirklich koreanisch ging's dann weiter - wenn auch erst mal modern, mit Gwangbokjeol Toast, dem Flaggentoast.

Muu Sengtshe, Rettichsalat.
Wie gesagt: Jede Tradition fängt mal klein an.

Kkakdugi (Rettich Kim Chi)
Da wir ursprünglich auf der Cap San Diego kochen wollten, wo der Aufenthaltsraum ungeheizt gewesen wäre, setzte ich Su Jeong Gwa, einen Zimtpunsch, auf die Speisekarte. Der schmeckte auch ohne kaltes Schiff sehr lecker (wenn auch sehr süß).

Oyi Sengtshe, Gurkensalat.
Ich hatte alle Teilnehmer im Vorwege in fünf Gruppen eingeteilt.

Jangjorim, geschmorte Rindfleischwürfelchen.
Jede Gruppe hatte bummelig fünf Gänge zugeteilt bekommen.

Was von den Mandu übrig blieb: Aus der Füllung machten wir Hackbällchen.
So weit ich beobachten konnte, klappte die Zusammenarbeit in den Gruppen gut, unabhängig von den jeweiligen Kochfähigkeiten.

Bei der Tischdeko ließen wir kein Asiaklischee aus: Der Gatte lieh zwei seiner Winkekatzen.
Es fand sich immer ein Antreiber, was sich besonders beim Abwaschen und beim Aufräumen der Küche als hilfreich erwies: Unerbittlich wurde jeder, der nur halbwegs tatenlos in der Gegend herumzustehen schien, zum Putzen gebracht.

Kimbap.
Beim Abwaschen scheint es sogar ein ausgeklügeltes System gegeben zu haben, denn wenn ich es richtig mitbekam, wurden die Spüler alle 15 Minuten abgelöst.

Soh Bulgogi, koreanisches Feuerfleisch mit Rind (und oben links in der vegetarischen Variante mit Tempeh).
Da zeigte sich mal wieder, dass wir alle nicht kochen können - bei den Kochtreffen, bei denen Menschen teilnehmen, die von sich behaupten, dass sie kochen können, sorgt nämlich das Spülen und Aufräumen immer wieder für Zwist, habe ich gelernt. Merke: Wer kochen kann, ist sich zu fein zum Spülen.

Tempeh in Großaufnahme.
Wer mit seiner Gruppe mit den Gerichten fertig war, ging rum und fragte, ob jemand Hilfe brauchte - ich mag sozialkompetente Teilnehmer und fließende Gruppendynamik!

Dak Djim, geschmorte Hühnerbeine.
Der Umgang mit dem Profigerät stellte uns manchmal vor Herausforderungen. Es ist halt alles eine Nummer größer - mindestens.

Entgegen dem Schild in der Mitte sind das Ssamgyopssal (vorne, Schweinebauch mit nicht im Bild befindlichen Salatblättern und Dip) sowie Doeji Galbi (koreanische Spareribs, hinten rechts in der Schüssel).
Als ich Uli um einen Pürierstab bat, verlangte ich sicherheitshalber die Hausfrauenvariante, sonst hätten wir halb Hamburg mit Mayonnaise versorgen können (hm, vielleicht wäre das eine Geschäftsidee für das benachbarte Etablissement: Mayonnaisecatchen. Schlammcatchen kann schließlich jeder).

Muss auch sein: Deko.
Zwei Gerichte wurden gekippt: Kong Namull Muchim (Sojasprossensalat) und Chapssal Donuts (Reismehlküchlein mit Azukibohnenfüllung). Die Sojabohnensprossen landeten versehentlich komplett in der Suppe, und mit der Herstellung der Reismehlküchlein gab's ungeahnte Probleme.

Topfgucker: Miyeok Guk (Seetangsuppe, vorne links), Kong Namull Guk (Sojabohnensprossensuppe, hinten links) Doenjang Chigae (Eintopf mit Tofu und fermentierter Sojabohnenpaste, rechts). 
Kein Wunder, dass niemand satt wurde.

Goguma mat-tang, karamellisierte Süßkartoffeln.
Mal schauen, wohin uns die kulinarische Reise als nächstes führt. Ideen für weitere Treffen - dann vermutlich wieder in kleinerem Rahmen - haben wir reichlich.

Bananen-Milch Crème Brûlée.
Ab morgen gibt es an dieser Stelle die Rezepte. Und irgendwann dann gibt es hier auch die Infos zum nächsten Treffen.

Montag, 10. Februar 2014

12. Hamburg kocht!-Treffen - Korea: Vorbereitungen, Kochen und Gelerntes

Das zwölfte Hamburg kocht!-Treffen führte uns nach Korea. Dieses Mal waren wir in der Produktionsküche vom Hamburger Gastmahl zu Gast und hatten dementsprechend eine Küche zur Verfügung, die keine Wünsche offen ließ - zumindest bei mir nicht, wenn ich überlege, was wir bei anderen Gelegenheiten in Mietküchen an Material anschleppten.

Erstes Kennenlernen und organisatorische Besprechung. 
In bewährter Ruhe besorgte Uli fast alle Zutaten, die auf unserer Liste standen - und auch welche, die nicht drauf standen.

Zusammensuchen der Zutaten. 
"Hast du Tempeh bestellt?", fragte mich Mun-ju bei der Inspektion des großen Warenkorbs. "Ich weiß noch nicht mal, was das ist", antwortete ich, nachdem ich immerhin blitzschnell realisiert hatte, dass sie keine Papiertaschentücher meinte. Tempeh kam dann als vegetarische Bulgogi-Variante zum Einsatz.

Gruppe 1 bei der Arbeit.
"Wieso hast du Koriander bestellt?", war eine weitere Frage an mich. "Keine Ahnung. Wenn, hätte ich nicht sollen?" "Nee." "Brauchen wir ihn denn?" "Ganz sicher nicht!" Merke: Es heißt Koriander. Wäre es eine Zutat der koreanischen Küche, hieße es Koreander! Das heißt allerdings nicht, dass Koriander nicht auch zu koreanischem Essen schmeckt - manch einer interpretierte die Gerichte kurzerhand freestyle - mit Koriander.

Gruppe 2 bei der Arbeit: Kimbap entsteht. 
Die meisten koreanischen / asiatischen Produkte bekamen wir bei den entzückenden Damen von Mia's Asian Shop. Vieles konnte ich gleich mitnehmen, einen kleinen bestellten Rest holten Manni und Barbara am Freitag ab. Sonnabend, nachdem ich Mun-ju am ZOB auflas, waren wir noch schnell bei Yuan Ye, um das eine oder andere Vergessene zu besorgen. Dabei lernte ich auch, das Kim Chi aus der Dose des Teufels ist - quasi der koreanische Parmesan aus der Tüte.

Wir machen ordentlich Dampf. 
Mun-jus Anwesenheit rettete zudem einige von uns vor dem Chili-Tod. Ich hatte ihre Rezepte, die für vier Portionen ausgerichtet waren, stur auf 30 Personen umgerechnet, dann wieder, nachdem Einspruch von Uli kam, auf 15 Portionen runter gerechnet.

Mandu werden frittiert. 
Bei einigen Zutaten fiel mir selbst auf, dass die Menge vielleicht ein wenig ambitioniert wäre - 7,5 kg Tofu als Suppeneinlage, beispielsweise. Oder bei 30 Gurken für einen Salat.

Spareribs und Schweinebauch auf dem Grill.
Bei der Chilimenge fiel aber weder Mun-ju noch Uli, die die Rezepte gegenlasen, auf, dass 180 g Gochugaru für ein Gurken Kim Chi oder auch 30 Esslöffel der Chilipaste für einen Gurkensalat vielleicht doch ein viel an Schärfe bedeuten könnten ... Zum Glück sprachen Mun-ju und ich darüber, bevor die Kochgruppen alles streng nach Rezept gewürzt und abgeschmeckt hatten ...

Es ist angerichtet. 
Überhaupt ließ das Kochen streng nach Rezept den Profi manches Mal nur entgeistert den Kopf schütteln. Ein Rezept wurde so wortwörtlich ausgelegt, dass Uli demnächst nicht nur einen Basis-Kochkurs, sondern einen Nacktkochkurs anbieten und dem benachbarten "Etablissement" damit Konkurrenz machen wird, denn seiner Meinung nach machen sich Hobbyköchinnen auch nackt, wenn es das Rezept verlangt.

Politisch brisant: Die koreanische Flagge wird japanisch. 
Ein anderes Rezept wiederum wurde so wenig wörtlich genommen, dass wesentliche Schritte einfach überlesen wurde (nein, das habe nicht ich zubereitet, das können können auch andere!). So lernten wir dann, dass die Zubereitung von Mandu irgendwie sozialistisch ist: Erst kommt die Füllung, dann geht sie wieder. Dann kommt sie wieder, dann geht der Teig aus. Kurzerhand gibt es Teigtaschen ohne Teig. Kann auch nicht jeder.

Hack, gehackt. 
Mun-ju und Uli bewiesen eine Engelsgeduld mit uns und ließen sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Ich hoffe, wir haben die Küche einigermaßen ordentlich und ohne zu viel Chaos hinterlassen!

Die Schlacht am kalten Büfett.
Irgendwann war's dann so weit: Es gab was zu essen!

Gegessen wird, was auf den Tisch kommt.
Was es zu essen gab, erzähle ich Dir morgen an dieser Stelle. Die Rezepte kommen dann in den nächsten Tagen.

Weitere Berichte:

Donnerstag, 6. Februar 2014

Birnen-Quark-Kuchen

Birnen-Quark-Kuchen.
Ich habe lange keinen Kuchen mehr gebloggt. Hier ist einer, passend zu dem leckeren Kaffee, den es ab morgen hier zu gewinnen gibt.

 Birnen-Quark-Kuchen

Zutaten für eine 26er Springform:
200 g Mehl
1 TL Backpulver
75 g Butter
150 g brauner Zucker
4 Eier
1 Zitrone, Saft und abgeriebene Schale davon
800 g Birnen (sie müssen nicht mehr fest sein, aber man sollte sie schon noch schälen können)
250 g Quark
200 g Schmand
1 TL Vanillezucker
1 gehäuften EL Vanillepuddingpulver (alternativ Stärke und Vanillemark)
ggf. etwas Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Das Mehl mit Backpulver, Butter, 75 g Zucker, 1 Ei und der Zitronenschale verkneten. Den Teig in Folie wickeln und ca. 30 Minuten kühl stellen.

Eine Springform einfetten. 2/3 des Teiges auf dem Formboden ausrollen. Überstehenden Teig abschneiden und mit dem übrigen Teig wieder kühl stellen. Den Formrand um den Boden legen, den Teigboden mehrfach einstechen und ca. 15 Minuten bei 175°C (Umluft) vorbacken. Die Form aus dem Ofen nehmen und den Boden auskühlen lassen.

Die Birnen schälen, vierteln, entkernen, in Scheiben schneiden und mit Zitronensaft beträufeln. Den Quark mit Schmand, 3 Eiern, dem restlichen Zucker, Vanillezucker und Puddingpulver verrühren. Die Birnen unterheben.

Den übrigen Mürbeteig ausrollen, in breite Streifen schneiden und diese an den Formrand drücken. Die Quark-Birnen-Mischung einfüllen.

Den Kuchen ca. 60 Minuten backen. Heraus nehmen, auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Quelle: CK